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Full text of "Politisches archiv des landgrafen Philipp des Grossmütigen von Hessen. : Inventar der bestände"

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l^arbarli (Collcgr üüraro 

BOUGHT FROM THE BE^UÄST OP 

CHARLES SUMNER, LL.D. 

OF BOSTON. 

(Claas of 1830. ) 

"For Books relating to Politics and 
Fine Atta." 



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° PUBLIKATIONEN 



AUS DEN 



K. PREÜSSISCHEN STAATSARCHIVEN 



ACHTÜNDSIEBZIGSTER BAND 
F. KOCH, P0LITI8CHE8 Abchiv des Landobafek Philipp 

DBS GrOSSMÜTIGEN VON HESSEN. EBSTEB BaKD 




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und unterstützt ^21^^ k. aechiv-verwaltüna 



LEIPZIG 

VERLAG VON S. HIRZEL 

1904 



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POLITISCHES ARCHIV 

DES 

LANDGRAFEN PHILIPP DES 
GROSSMÜTIGEN VON HESSEN 



INVENTAR DER BESTÄNDE 

HERATTSGEGEBEN 

TOH 

DR. FRIEDBICH^CH 

ABCHITAS AM K. STAATSABCHIT SSU 1UB8UB0 



ERSTER BAND 




VERAlOiASST ^EMä^ DTJBCH DIE 

UND miTJBBSTÜTZT ^H^^ K- ABCHIV-VEEWALTUNa 



LEIPZIG 

VEHLAG VON S. HIBZBL 

1904 



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Zum 

13. November 1904 



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Vorwort. 

In dem vorliegenden Werke, der FestBpende des Staatsarchivs 
in Marbnrg zum 400. Geburtstage des Landgrafen Philipp 
des OroBmtttigen von Hessen, wird znm ersten Male eines 
unserer zunächst fUr die Angaben des Dienstbetriebes ange- 
fertigten Eepertorien in vollständigem Abdruck der Öffentlich- 
keit Übergeben. 

Die Anfforderong, die Verzeichnisse ihrer Bestände drucken 
zu lassen, ist wiederholt und von verschiedener Seite an die 
preuBische Archiwerwaltung herangetreten. Mit Recht ist 
solchem Wunsche gegenüber von meinem Amtvorgänger darauf 
hingewiesen worden, daß eine systematische Drucklegung der 
Kepertorien durch ihre Zahl und ihren Umfang ausgeschlossen 
erscheint. Die Veröffentlichung wird sich also unter allen 
Umständen auf solche Fälle zu beschränken haben, in denen 
es sich um Aktengruppen von ganz hervorragendem geschicht- 
Kchen Werte handelt. 

Das Politische Archiv des Landgrafen Philipp des Grofi- 
mfltigen von Hessen ist ohne Frage von den iQteren Akten- 
registratnren im Bereich der Staatsarchiwerwaltung die wich- 
tigste und zugleich umfangreichste, und kein Forscher, der 
für die G^eschichte des Beformationszeitalters irgendwie um- 
fassendere Studien anzustellen beabsichtigt, wird an dieser 



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Vin Vorwort. 

Sammlung vorübergehen können. Somit wird die Druck- 
legong ihres von den Beamten des Marbnrger Staatsarchivs 
mit ebensoviel Verständnis wie Sorgfalt hergestellten Inventars 
einer besonderen Begründung nicht bedürfen. 

Von der Aufnahme, die dieses Inventar in der wissen- 
schaftlichen Welt finden wird, darf die Archiwerwaltung die 
Entscheidung darüber abhängen lassen, ob sie, neben den von 
ihr in Angriff genommenen gedrängten Übersichten über den 
Gresamtinhalt der einzelnen Staatsarchive*), weitere Sonder- 
verzeichnisse für vorzugsweise wertvolle Aktengruppen ver- 
öffentlichen soll. 

Berlin, 18. Oktober 1904. 

Der Generaldirektor der K. Freafiisohen StaatsarohiTO 
B. Eoser. 



1) Erschienen und bisher die Übersichten über die Bestände der Staats- 
archive zu Goblenz, Hannover and Schleswig (Mitteilungen der K. Preußischen 
Archivverwaltang. Heft 3. 4. 6, Leipzig, 1900. 1903.) 



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Einleitung. 



Seitdem Hermann Banmgarten vor beinahe einem HenBohenalter 
auf die empfindliche Lücke hingewiesen hat, welche in Dentschland 
die QuellenkenntniB des Refonnationszeitalters, namentlich im Ver- 
gleiche mit dem Mittelalter, zeigte,^) ist eine stattliche Reihe von 
Veröffentlichungen erschienen, die bestimmt waren, in diese Lttcke 
einzutreten. Aber so yerdienstlioh auch eine jede einzelne dieser 
Publikationen sein mag, sie haben doch mehr auf die Massenhaftig- 
keit und Vielgestaltigkeit des Aktenmaterials hingewiesen, als daß 
sie auch nur einen kleinen Zeitraum wirklich erschöpft und dem dar- 
stellenden Historiker die Notwendigkeit eingehender archivalischer 
Forschungen erspart hätten. Und noch ein anderes haben sie gezeigt, 
daB nämlich überaus yiele Arbeitskräfte, Zeit und Geldmittel nötig 
wären, um auch nur fttr die politische Geschichte dieser Zeit die 
Aufgabe in annähernder Vollständigkeit zu erfüllen. 

Ohne Zweifel wird unter diesen Umständen die Editionstätigkeit 
noch mehr als es bisher geschehen ist, darauf hingewiesen sein, nur 
die wichtigsten Quellenstücke im Wortlaute wiederzugeben und das 
übrige sich um diese rankende Material in verkürzter Form und in 
angemessener Bearbeitung darzubieten. Um dies zu ermöglichen, um 
dem Herausgeber wie dem Forscher die mühsame und schwierige 
Arbeit zu erleichtern, aus der schier unübersehbaren Menge des 
Stoffes und von entlegenen Stellen dasjenige herauszusuchen, was für 
seine Zwecke von Bedeutung ist, bedarf es heute wie damals, als 
Baumgarten seinen Aufsatz schrieb, einer Vorarbeit, die nur innerhalb 
der einzelnen Archive und nur durch die Archive geleistet werden 
kann, nämlich der methodischen Ordnung uod zweckmäßigen Ver- 
zeichnung des an den verschiedenen Orten ruhenden Materials. 



1) Arehive und Bibliotheken in Frankreich und Deutschland. Preußischo 
Jahrbücher 36 S. 626 ff. 



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X Einleitang. 

Wenn Baomgarten die ganz richtige Beobachtung machen konnte,^} 
daB in Deutschland »neben zehn Archiven, in welchen die mittel- 
alteriichen Urkunden in recht guter Ordnung sich befinden, kaum 
eins seine neueren Akten in leidliche Verfassung gebracht« habe, so 
täuschte er sich doch in gewisser Hinsicht über die Ursachen dieser 
Erscheinung: die Archivbeamten, so meinte er, »wissen, daß oft nach 
den Urkunden, selten nach den neueren Akten gefragt wird«. Wenn 
auch zugegeben werden darf, daß die archivaUschen Ordnungsarbeiten 
sich dem Bedürfnisse der Benutzung anpassen und »dem Zuge der 
Wissenschaft folgen« sollen, so ist es doch ebenso richtig, daB um- 
gekehrt ein zweckmäßig geordneter Archivbestand den Grclehrten viel- 
fach erst zur Arbeit anreizen wird. DaB man in Deutschland mit 
der Ordnung neuerer Akten oder gar mit der Publikation von Akten- 
repertorien nach dem Beispiel anderer Länder zllgemd vorwärts ge- 
gangen ist, lag vielmehr im wesentlichen an der Unsicherheit der 
arcMvalisohen Ordnungsmethode und an der Schwierigkeit, Akten so 
zu verzeichnen, daB man damit vor die Öffentlichkeit hätte treten 
können. Jeder Kundige weiB, daB die Anfertigung von Urkunden- 
repertorien keine methodischen Schwierigkeiten bietet Die ursprüng- 
lichen Bestände finden sich hier vielfach noch beisammen, während 
dies bei Aktengruppen weit seltener zutrifft. Jede Urkunde wird in 
der Regel als ein in sich abgeschlossenes Stück behandelt, das ein- 
zeln verzeichnet werden kann, und die chronologische Ordnung ergibt 
sich fast überall als die einfachste und zweckmäßigste. Beides könnte 
auf größere Aktengruppen der neueren Zeit nicht ohne erheblichen 
Nachteil angewandt werden. Die Einzelverzeichnung verbietet sich 
hier nicht nur durch die Unmenge des vorhandenen, sondern ebenso 
sehr durch die Unmöglichkeit, den Überblick über derartig verzeich- 
nete und unsystematisch geordnete Bestände festzuhalten. 

Heute indessen liegen die Dinge anders. Die allmählich festen 
Boden gewinnenden archivalischen Ordnungsgrundsätze ermutigen den 
Archivar, auch spröderen Aktengruppen eine endgiltige Gestalt zu 
geben und sie einheitlich zu verzeichnen. Und wenn man auch nach 
wie vor ohne einen gewissen Verzicht auf die Erreichung idealer 
Ziele und ohne eine Beschränkung auf das nächste und notwendige 
an solche Arbeiten nicht wird herantreten können, so darf doch der 
Versuch gewagt werden, die Bearbeitung umfangreicherer historisch 
wichtiger Aktenbestände der Öffentlichkeit zu übergeben. Ist für den 
Archivar die Rekonstruktion eines solchen Bestandes an sich eine 



1) A. a. 0. S. 644. 



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Einleitang. XI 

reizToUe und lohnende Aufgabe, so wird der gelehrte Forseher wie 
der Herausgeber von Quellen durch ihre Lösung in den Stand ge- 
setzt, den Stoff bis in seine feinsten Ausläufer zu ttberblicken und 
mit Sicherheit zu bestimmen, wo das Material für die einzelnen ihn 
interessierenden Fragen zu suchen ist. 

Die vorliegende Inhaltslibersioht ttber das seinem wesentliehen 
Bestände nach im Staatsarchive zu Harburg aufbewahrte politische 
Archiv des Landgrafen Philipp des Großmütigen von Hessen will 
nach dieser Richtung hin einen Anfang machen. Dem Historiker des 
Reformationszeitalters ist bekannt, wie reich die Schätze sind, die 
das Arehiv des Landgrafen umschlieBt, er hat aber auch erfahren, 
wie schwierig es ist, sich durch die Fülle des Stoffes hindurch zu 
finden I wieviel Zeit dem Suchenden verloren geht und wie leicht 
wichtiges sich dem Auge entzieht, wenn die Handhaben zu einer 
planmäßigen Durchforschung fehlen. Die Herausgabe des Reper- 
toriums bedarf also keiner weiteren Begründung. 

Ein äußerer Umstand hat den Anlaß gegeben, den ersten Band 
des Inventars im Jahre 1904 erscheinen zu lassen: am 13. November 
dieses Jahres sind vierhundert Jahre seit der Geburt Philipps des 
Großmütigen verflossen. Aber es hat noch einen besonderen Sinn, 
wenn .gerade die vorliegende Publikation dem Andenken des Land- 
grafen gewidmet wird. Dieser hat stets ein lebhaftes Interesse daran 
gezeigt, wie die Nachwelt ihn und seine Taten beurteilen würde, und 
er hat mehr als einmal den Wunsch nach authentischer' Darstellung 
der Ereignisse, an denen er wesentlich beteiligt war, zu erkennen 
gegeben. In den Testamenten der Jahre 1539 und 1542^) verordnet 
er, man solle »einen gelerten und geschickten historischreiber zu 
wegen bringen und dem seine belonung geben, damit derselbe diese 
geschichte, taten und handlungen alle, wie die vom anfang bis zum 
ende ergangen sein, .... eigentlich, gründlich und warhaftiglich zu- 
sammenbringe und beschreibe, und das umb keiner andern ursach 
willen, dan allein zu gezeugnus der warheit, damit durch die wider- 
wertigen und nachkomenden uns das in andere wege nicht zugemessen 
noch aufgelegt werde, und die unsem und gutherzigen unserer dabei 
zum besten zu gedenken haben mugen«. Später hat er Sleidan die 
Unterstützung seiner historischen Arbeiten durch Zustellung des akten- 
mäfiigen Materials zugesichert, >) ja er hat selbst zur Feder gegriffen, 
um seine Ansichten von dem wirklichen Verlauf der Dinge zur weiteren 



1) V^l. Nr. 9 S. 7. 

2) Baumgarten, Ober Sieidans Leben und Briefwechsel S. 77. 



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XII Einleitang. 

Kenntnis zu bringen.^) Sind diese ÄnBeningen auch durch den Wunsch 
eingegeben, seine eigene Handlungsweise vor der Mit- und Nachwelt 
zu rechtfertigen, so spricht sich doch andererseits auch, wie in der 
angeführten Stelle seines Testaments, die Überzeugung aus, daß eine 
rttckhaltslose Offenlegung des Tatsächlichen diesem Wunsche nur 
dienen könne. 

Die Übersicht ttber den Inhalt eines so umfangreichen und Tiel* 
gestaltigen Aktenbestandes kann nicht vorgelegt werden, ohne ttber 
die bei der Anordnung und Verzeichnung angewandten Grundsätze 
in den Hauptzttgen Bechenschaffc abzulegen. Die nachfolgenden Be- 
merkungen richten sich zwar in erster Linie an den Fachgenossen, 
den Archiyar, aber auch dem Benutzer wird ihre Kenntnis zu 
statten kommen, da sie ihm nicht nur die Benutzung erleichtern, son- 
dern auch gewisse Schlüsse auf den Wert der Akten vermitteln werden, 
die sieh aus der Anordnung des Stoffes ergeben. 

Abgrenzung des Stoffes. 

Zunächst bedarf es einer Begründung, weshalb die Akten des 
Landgrafen als eine besondere Gruppe, als ein einheitlicher, geschlos- 
sener Bestand vorgeführt werden, und femer, weshalb die politischen 
Akten seines Archivs von den ttbrigen Zeugnissen seiner Regierungs- 
tätigkeit getrennt behandelt worden sind. 

Wenn es als Ziel einer jeden Archivordnung bezeichnet werden 
kann, den Stoff so zu gliedern, wie er organisch, d. h. im Geschäfts- 
gange erwachsen ist, so ergibt sich als natürliche Folge die weitere 
Forderung an den Bearbeiter, sich so eng als möglich an die Organi- 
sation der Verwaltung, wie sie zur Zeit der Entstehung der Akten 
bestand, anzuschlieBen. In dieser Hinsicht bildet die Großjährigkeits- 
erklärung des jungen Landgrafen Philipp durch den Kaiser am 
16. März 1618 >) einen wichtigen Abschnitt. Die Zeit der vormund- 
schaftlichen Begierung, eine wegen der Besonderheit der Staatsver- 
waltung archivalisch getrennt zu behandelnde Periode, ist zu Ende 
und es beginnt die selbständige Herrschaft des Landgrafen. Dessen 
Tod am 31. März 1667 ändert die Verhältnisse wieder von Grund 



1) M. Lenz, Der BecheiiBchaftsbericht Philipps d. Gr. über den Donaufeldsng 
1546 (Marbarger UniversitätBprogramm 1885}. Vgl dazu W. MOllenberg, Die Ver- 
handlungen im schmalk. Lager zu Giengen und Landgraf Philipps Rechenschafts- 
bericht (Zeitechr. d. Vereins f hess. Geschichte N. F. XXVIII) S. 32 ff. — Vgl. 
auch Herrmann, Das Interim in Hessen, Vorwort S. XIV. 

2) Vgl. S. 3 Nr. 1. 



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Einleitung. Xm 

ans. Die Teilung des Landes unter seine vier Söhne, von denen 
jeder flir seinen Landesteil eine selbständige Verwaltung einführte, i) 
nötigt, abermals einen Einschnitt zu machen, so daß sieh also die 
Akten aus der Zeit der selbständigen Begiernng von 1518 bis 1567 
als eine naeh beiden Seiten hin sich absondernde große und selb- 
ständige Gruppe, als einen einheitlichen Bestand darstellen. 

Was femer die Trennung der Akten, die das Oebiet der äußeren 
Politik umfassen, von den übrigen gleichzeitigen Archivbeständen be* 
trifft, so ist es nötig, auf die Bessortyerhältnisse der Behörden unter 
dem Landgrafen Philipp mit einigen Worten einzugehen. 

Der Mittelpimkt der gesamten Staatsverwaltung ist in dieser Zeit, 
wie an anderen Höfen auch, der Landesherr, in dem alle Kompe- 
tenzen sich vereinigen. Als Zentralbehörden fungieren unter ihm 
1} Statthalter und Bäte in Kassel, das in dem zweiten, größeren Teile 
seiner Begierung als eigentliche Besidenz betrachtet wurde, 2) das 
Hofgericht in Marburg als obere Justizinstanz und 3) die Kammer als 
obere Finanzbehörde. Der Geschäftskreis von Statthalter und Bäten 
in Kassel umfaßte neben der Verwaltung von Niederhessen das 
Kirchenwesen, das Lehenwesen (später dem Kanzler speziell unter- 
stellt) und die landständischen Angelegenheiten. Die Landschaften 
an der Lahn (unter einem Statthalter) und an der Werra (unter einem 
Landvogt) sowie die Ober- und Niedergrafschaft Katzenelnbogen (unter 
Oberamtmännem) hatten bis zu einem gewissen Grade selbständige 
Yerwaltungskompetenzen. 

Während sich nun die Akten der äußeren Politik von denen der 
Justiz und des Finanzwesens klar und entschieden absondern, läßt 
sich eine gleich scharfe Grenzlinie zu dem Gebiete der allgemeinen 
Landesverwaltung nicht ziehen, da es neben den genannten Zentral- 
behörden keine Instanz gab, die einem Departement des Auswärtigen 
entspräche. Die Aufgaben der äußeren Politik sind des Landgrafen 
persönliche Angelegenheiten, fttr die er selbst einzige und alleinige 
Instanz ist. Alle Behörden und Beamten fungieren nur als Zwischen- 
stellen, die je nach dem Gutdünken des Landgrafen übergangen 
werden können und oft für ihn und seine Entschlüsse von geringerer 
Bedeutung sind, als etwa ein von ihm herangezogener Privatmann, 
der noch nicht einmal hessisches Landeskind zu sein braucht, sondern 
höchstens als »Bat von Haus aus« mit dem Landgrafen korrespondiert 
Bezeichnet man also die äußere Politik als den speziellen Geschäfts- 



1} Nor dis Samthofgericht in Marburg blieb als gemeinsame Einrichtung 
beatehen. 



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XIV Einleitang. 

lureis des Landgrafen, 8o lassen sieh aueh die Akten, die in diesem 
Geschäftskreise entstanden sind, trotzdem das Eriterinm einer änBer- 
lich erkennbaren besonderen Behörde fehlt, doch so ungezwungen von 
den übrigen absondern, daß Zweifel über die Zugehörigkeit dieser 
oder jener Akten zum politischen oder zum Verwaltungsarchive nicht 
eben häufig auftauchen. 

Gewisse Gebiete, die heute in einem auswärtigen Amte erledigt 
zu werden pflegen, sind allerdings schon damals von Statthalter und 
Bäten in Kassel oder auch von den eben genannten Prorinzialbehörden 
selbständig behandelt worden. Es sind dies die weniger wichtigen 
und mehr in das juristische Gebiet gehörigen Fragen der äuBeren 
Politik, hauptsächlich Grenzsachen und Interzessionen. Die betreffenden 
Akten sind nattirlich in das politische Archiv mit aufgenommen worden, 
da sie ohne Künstelei und Zwang nicht davon hätten getrennt werden 
können. 

Auch einige andere Aktengruppen, die man vielleicht nicht ohne 
weiteres in einem »Politischen Archive« suchen würde, sind hier her- 
vorzuheben, zunächst die Personalien des Landgrafen und seiner Familie, 
die Heirat, Wittum, Tod und Erbschaft betreflfen und die den persön- 
lichen Briefwechsel des Landgrafen mit den einzelnen Mitgliedern des 
ftirsflichen Hauses enthalten. Diese Gruppe, die wegen ihrer politischen 
Zusammenhänge über den Bahmen einer Sammlung privater Schriftstücke 
weit hinausgeht, ^] ist als erste Hauptabteilung (Nr. 1 — 84) dem übrigen 
Bestände vorausgestellt worden. Sie enthält natürlich nur die Akten, 
die der Registratur des Landgrafen entstammen. So gehören z. B. 
die Gegenakten seines Sohnes Wilhelm in dessen noch zu rekon- 
struierende Registratur und auch die Akten der Nebenfrau Margarete 
V. d. Saale und ihrer Söhne, der Grafen von Diez, sind als ein Be- 
stand ftlr sich zu betrachten, der schon deshalb hier nicht aufgenommen 
werden konnte, weil diese Akten nach dem Tode des Landgrafen weiter 
geführt wurden und erst nach dem Aussterben der Nebenlinie in 
das hessische Archiv gelangten. >) Nur die Akten der Landgräfin 
Christine') und der Schwester des Landgrafen, der Herzogin -Witwe 
Elisabeth von Sachsen (von Rochlitz),^) sind berücksichtigt worden, 
da angenommen werden darf, daß die Nachlässe dieser Frauen als- 



1) Der Briefweehsel des Landgrafen mit seinem Sohne WUhelm (Nr. 40-47) 
ist seinem weaenüiohen Inhalte nach rein politischer Katur. 

2) Vgl S. 22 Anm. 1. 

3) Nr. 14^26. 

4) Nr. 74—81. 



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Einleitung. XV 

bftld naoh ihrem Tode mit der Begistratur des Landgrafen vereim'gt 
worden sind. ^) 

Wenn eben erwähnt wnrde^ daB die Akten des Landgrafen Wil- 
hehn ans der Zeit vor seinem Regiernngsantritt als besondere Gruppe 
in rekonstmieren seien, so muß doeh gleichzeitig bemerkt werden, daB 
hierron ein wiehtiger Bestandteil ausgeschlossen worden ist. Als 
Landgraf Philipp nach der Kapitulation von Halle am 19. Juni 1547 
in kaiserlicher Gefangenschaft gehalten wurde, hatte er sunächst noch 
die Landesregierung von seinem jeweiligen Aufenthaltsorte aus ge- 
fllhrt. Nachdem ihm aber der Verkehr mit seinen Bäten mehr und 
mehr beschränkt und schlieBlich überhaupt jede Korrespondenz unter- 
sagt worden war, übte der Landgraf zwar noch durch geheime Mit- 
teilungen an die Kasseler Bäte seinen EinfluB auf Politik und Ver- 
waltung aus, allmählich aber, und je schärfer der Vater von den 
Spaniern überwacht wurde, trat der heranwachsende älteste Sohn 
Wilhelm hervor, leitete, hauptsächlich beraten durch den Kammer- 
Sekretär des Vaters, Simon Bing, die wichtigen Verhandlungen mit 
dem Kurfürsten Moritz von Sachsen und Frankreich und führte die 
militärische Aktion zur Befreiung des Vaters in Gemeinschaft mit den 
ttbrigen Fürsten aus. Er tritt also hier wie im Verkehre mit den 
Behörden durchaus als Inhaber der landesftirstlichen Befugnisse und 
Vertreter seines Vaters auf, was sich auch äußerlich dadurch zu er- 
kennen gibt, daB eben der Kammersekretär des Vaters die Akten 
führt Dementsprechend mufiten auch diese Akten in das politiscbe 
Archiv Philipps aufgenommen werden, während die Akten des jungen 
Landgrafen nach des Vaters Bückkehr, die durch einen eigenen 
Sekretär verwaltet wurden, entschieden nicht hierher gehören. 

Dem politischen Archive sind auch die auf das Militär- und Kriegs- 
wesen bezüglichen Akten einverleibt worden, da sie nach Provenienz 
und Inhalt von den übrigen nicht zu trennen sind. Es gab zwar ein 
Amt, dem nach dem Herkommen die Sorge für das Kriegswesen ob- 
lag, nämlich das des Marschalls. Allerdings tritt dieser noch immer 
in Kriegszeiten in Funktion, aber er erscheint doch nicht als eine 
besondere Behörde, jedenfalls nicht als eine solche, die ständige 
Akten geführt hätte. In den seltenen Fällen, wo wir überhaupt in 
der Lage sind, ihn als Aktenstelle namhaft zu machen, ist doch 



1) Der Brieftreoluel mit Elisabeth von Bochlitz vor ihrer Übersiedelung nach 
HoMen und mit den landgrftflichen TOohtem nach ihrer Verhelratong ist in der 
unten in erwähnenden dritten Abteilung, bei den betreffenden Staaten, zu suchen. 
Dort iai aneh der Briefwechsel mit dem jungen Landgrafen Wilhehn dann ein- 
geordnet, wenn dieser als Gesandter seines Vaters fungiert. 



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XVI Einleitang. 

immer wieder der Landgraf Mittelpunkt und eigentlicher Leiter des 
Heerwesens. 

In diesem Zusammenhange sind auch gewisse Akten zu erwähnen, 
die in das Grenzgebiet zwischen Politik und Verwaltung gehören^ 
nämlich solche, die sich auf die Vorbereitungen zum Kriege, das Auf- 
gebot der Ritterschaft und Lehenleute und der Mannschaft aus Städten 
und Dörfern, die Sorge für Proviant, die Besetzung der festen Plätze 
u. dgl. m. beziehen. Sie sind von den Eriegsakten schwer zu trennen 
und deshalb mit angenommen worden. Auch Akten, die sich auf 
landständische Angelegenheiten beziehen, sind an einigen Stellen mit 
berücksichtigt worden, um Zusammengehöriges nicht zu scheiden, 
nämlich dann, wenn es sich um die Mitwirkung der Landstände bei 
wichtigen politischen Ereignissen, wie der Ratifikation von Staatsver- 
trägen, handelte. 

Noch muß auf die Aktengruppen Bezug genommen werden, die 
überhaupt gar nicht bei dem Landgrafen oder seinen Beamten er- 
wachsen, sondern vielmehr ganz fremder Herkunft sind. Es sind dies 
die auf den Eriegszügen aus den gegnerischen Registraturen wegge- 
nommenen Akten, wie die kronbergischen, huttischen und sickingi- 
schen Archivalien, i) die Akten, welche im Bauernkriege erbeutet 
wurden, >) die Aktenbeute des Wttrttembergischen Zuges ^] und die 
auf den Braunschweiger Kriegszügen der Jahre 1542 und 1545 be- 
schlagnahmten Teile der Registratur Heinrichs d. J. von Braunschweig- 
Wolfenbüttel.^) Rein archivalisch gehören diese Papiere gar nicht zu 
den landgräflichen Akten, es sind lediglich Beutestücke, die hier nur 
deshalb mit verzeichnet sind, weil sie von alters als zu der Regi- 
stratur des Landgrafen gehörig betrachtet und von dessen Sekretären 
und Registratoren verwahrt wurden. Dasselbe gilt für die in Eriegs- 
zeiten durch Auffangen der Boten beschlagnahmten einzelnen Schrift- 
stücke. 

Umgekehrt sind bei der Bearbeitung verschiedene nicht im Mar- 
burger Staatsarchive befindliche Akten herangezogen worden, die 
organische Bestandteile der Philippschen Registratur waren, aber teils 
durch Zufall, teils für einen augenblicklichen Zweck, teils auch in- 
folge von Staats- und Familienverträgen ans dem ursprünglichen 
Verbände gelöst worden sind und sich nun an verschiedenen Orten 



1) Nr. 109—122. 

2) Nr. 190-209. 

3) Nr. 361-407. 

4) Nr. 771—839. Hierher gehören auch die auf dem Hanse Rietberg aufge- 
fundenen gräflich rietbergischen Akten (Nr. 765). 



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Einleituig. XVII 

befinden. Die wichtigsten Akten dieser Art sind, wenn man von Ter- 
einselten in den Landesbibliotheken zu Kassel und Fulda und im 
Hma»- nnd Staatsarchive za Darmstadt aufbewahrten Stttcken absieht, 
die folgenden: 

1) Die anf Gmnd der Kapitulation von Halle an den Kaiser ab- 
gelieferten und nunmehr im Haus-, Hof- und Staatsarchive in 
Wien befindlichen Akten aus der Zeit des Sohmalkaldischen 
Bundes. 

2) Die Akten und Urkunden, die in das nach Philipps Tode be- 
gründete, jetzt in Harburg im gemeinsamen Besitze von PreuBen 
und Hessen befindliche Samtarchiv ttbemommen worden sind, 
und 

3) Die von dem hessischen Vizekanzler Kopp zum Zwecke einer 
Deduktion gesammelten und in einer Beihe von Bänden ver- 
einigten Akten, die sich auf den nassauischen Streit wegen der 
katzenelnbogischen Erbschaft beziehen; sie befinden sich im 
Darmstädter Archive. 

Es lag nahe, die genannten Akten durch gemeinsame Verzeichnung 
wenigstens ideell wieder mit dem Hauptbestande zu vereinigen und 
damit den alten Zustand in möglichster Vollständigkeit wiederherzu- 
stellen, denn es war leicht zu erkennen, daß die ausgewählten Akten 
weder zusammengehörige, in sich abgeschlossene Teile des Philipp- 
schen Archivs bildeten, noch nach einem konsequent durchgeführten 
System zusammengebracht waren. Andererseits aber waren die zurück- 
gebliebenen Akten stellenweise so lückenhaft und dürftig geworden, 
dafi eine richtige Gruppierung und Verzeichnung nur mit Heran- 
ziehung der auswärts befindlichen möglich schien. Hit Hüte von 
Verweisen ist diese Rekonstruktion durchgeftlhrt worden, wobei sich 
herausstellte, dafi häufig ganz gleichartige Stücke, Akten derselben 
Provenienz und Teile desselben Briefv^echsels, an drei verschiedenen 
Orten liegen. Eine wesentliche Unterstützung hat bei dieser Arbeit 
das EUras-, Hof- und Staatsarchiv in Wien dadurch gewährt, daß es 
sieh der Hübe unterzog, die mit anderen Akten bereits aufs engste 
vermengten Teile der abgelieferten Philippschen Registratur überhaupt 
erst einmal auszusondern und in sich zu vereinigen. Die unter 3 er- 
wähnten Akten liefien sich aus äuBeren Gründen nur zum Teil mit 
den gleichartigen Akten des Harburger Staatsarchivs verarbeiten 
und mufiten als Parallelgruppe verzeichnet werden. 



P«Ut. AnUT 4« Ludgr. PUUpp. 



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XVm Einleitung. 

Anordnung des Stoffes. 

Bei der Einteilung und Anordnung des Stoffes sind folgende 
Gesichtspunkte maßgebend gewesen. Das Ziel war, die einzelnen 
Aktenfaszikel in dem Zustande vorzuführen, in dem sie sich befanden, 
oder bei guter KanzleifUhrung hätten befinden mtissen, als die Hand- 
lung, aus der sie erwachsen waren, ihren Abschluß fand. Unser £e- 
pertorium gibt also das Bild der einzelnen nebeneinander geführten 
»laufenden Begistraturen« für den Zeitpunkt vor ihrer Ablieferung an 
die »reponierte Begistratur« (das Archiv) und ehe sie dort untereinander 
und mit anderen Beständen vermischt wurden. Bei einer solchen 
Ordnung wird sich der natürliche Zusammenhang der Ereignisse am 
klarsten in den Akten widerspiegeln. 

Daß der Gegensatz der »laufenden« zur »reponierten« Begistratur 
betont werden muß, liegt an den besonderen Verhältnissen des hes- 
sischen Archivs, die sich ähnlich aber auch anderwärts vorfinden. Die 
Geschichte unseres Archivs lehrt, daß sein Ordnungszustand schon zu 
Lebzeiten Philipps des Großmütigen nicht der beste gewesen ist. Die 
Akten pflegten lange in den Händen der Beamten, die mit ihnen zu 
schaffen hatten, zu bleiben. Diese verwahrten sie unter eigenem 
Verschluß, nahmen Teile von ihnen mit auf die Beise oder liehen sie 
gegenseitig aus. Oft wurden' aus ihnen nur einzelne wichtige Stücke 
ausgewählt, die der Verwalter des Archivs, der Begistrator, in dem 
»Gewölbe« so reponierte und verzeichnete, wie sie ihm übergeben 
wurden. 1) Dadurch war der Zusammenhang oft schon gestört und 
nicht vereinzelt ist die Klage, daß man gewisse Akten nicht finden 
könne. Der Begistrator war später, wenn er die übrigen Akten er- 
hielt, nicht fähig, den alten Zustand wiederherzustellen. Auch lagen 
ihm die politischen Ereignisse, selbst wenn er sie mit erlebt hatte, 
ferner; das geht aus der Art hervor, wie er, oft unzutreffend, den 
Inhalt gewisser Akten widergibt. 

Der Anlaß zu einer planmäßigen Verzeichnung des Archivs war 
nach dem Tode des Landgrafen Philipp gegeben. Die Söhne be- 
schlossen in Befolgung des väterlichen Testaments die Gründung eines 
gemeinschaftlichen »Samtarchivs«. Wie durch die Ausführung dieses 
Beschlusses die ursprünglichen Bestände auseinandergerissen wurden, 
braucht hier im einzelnen nicht erwiesen zu werden. Die Beamten, 
denen die Formierung des Samtarchivs zufiel, standen den Dingen 



1) Die Quittungen des ReglstratorB an die verBchiedenen Beamten, in denen 
die ihm fibergebenen Stflcke aufgezeichnet sind, finden sich wiederholt 



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Einleitiuif. XIX 

Qoeh ferner and konnten die Akten in ihrer Entstehung noch weniger 
Ideht znrtiekyerfolgen, als die ^eichseitigen Begistratoren. Man half 
sieh mit der Aufstellung eines Systems, nach dem die Akten saohlidi 
abgeteilt worden, und nach einem ähnlichen System lieB später (im Jahre 
1576] Landgraf Wilhelm seine Begistratnr anfstellen, als sich erneute 
Klage erhob, >daS es nicht [nur] in s. f. g. eigenen (d. h. politischen), 
sondern aneh gemeiner landschaffc und nndertanen Sachen in eine 
groBe unordennng geraten« sei. Dieses System hatte, abgesehen von 
allem anderen, den Nachteil, daß recht bedeutende Bestände, die nicht 
in das Schema paßten, entweder unverzeichnet liegen blieben, oder 
in Tagen Sammelabteilungen untergebracht wurden, die sich als solche 
znm Teil bis in die neueste Zeit erhalten haben. Sehr sorgfältig 
haben die Begründer dieser ersten Archivordnung auch sonst nicht 
gearbeitet. In schön gebundenen Bänden fanden sich oft Akten, die 
nur durch das Verlesen der Daten hineingeraten sein können, und 
man hatte, nm ein Beispiel zu erwähnen, Beichstagsakten gebildet, 
die in bunter Mischung Akten des Landgrafen oder seiner Gesandten 
und Bolehe aus dem erbeuteten braunschweigischen Archive ent- 
hielten. 

Wenn daher alle Erwägungen dahin ffthrten, auf den Zustand 
zurückzugreifen, den die Akten vor ihrer Ablieferung an die repo- 
nierte Begistratnr hatten, so ergab sich als nächste Au%abe, den 
Spuren der Geschäftsordnung der alten Eanzleibeamten aufmerksam 
nachzugehen. 

Man kann hinsichtlich der Entstehung der zum politischen Archive 
des Landgrafen gehörigen Akten zwei Gruppen unterscheiden, näm- 
lich 1} die bei dem Landgrafen als dem Mittelpunkt und Träger der 
auswärtigen Politik erwachsen sind, und 2) diejenigen, die bei den 
verschiedenen Behörden und Beamten, Kommissionen und Gesandten, 
namentlich im Schriftwechsel mit dem Landgrafen, sich angesammelt 
haben. 

Derjenige, welchem zunächst die Aufgabe zufiel, die unter den 
Augen des Landgrafen entstandenen Akten zu ordnen, war der Eam- 
mersekretär. Dieser Beamte, der mit den Beamten der Kammer, d. h. 
den Finanzbeamten, nicht zu verwechseln ist, war, wenn man so 
Bagen darf, die Feder des Landgrafen und weilte so regelmäßig in 
dessen Umgebung, daß man aus der Tatsache, daß er ein Schreiben 
datiert oder einen Eingang präsentiert, fast immer auf die Anwesen- 
heit des Landgrafen an dem betreffenden Orte schließen kann. Unter 
Philipp tritt uns eine Beihe solcher Kammersekretäre entgegen, deren 
Qualität als Begistraturbeamte indessen sehr verschieden ist In 

b* 



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XX Einleitung. 

der älteren Zeit und bis gegen Ende der dreißiger Jahre, d. b. unter 
Eberhard Bnel nnd Heinrich Lersner, zeigen die Akten des Land- 
grafen nur hier nnd da die Sparen einer ordnenden Hand; die 
Übnng, die eingelaufenen Sehreiben mit dem Präsentatum zn 
versehen nnd den Inhalt der Akten anf der Adresse der Briefe 
oder auf der oben liegenden Seite der in Oktavform zusammen- 
gefalteten sonstigen Schriftstücke kurz anzugeben, wird eigentlich 
erst bei Simon Bing (1537 — 1652 Eammersekretär) ständige Ge- 
pflogenheit, nachdem übrigens der Gebrauch der Präsentationsver- 
merke in der hessischen Kanzlei schon am Ende des 15. Jahrhun- 
derts hie und da geübt worden war. Bing fing auch an, was ihm 
aber nur mit Hilfe jener Präsentaten und Notizen möglich war, 
die einzelnen Schriftstttoke in Gruppen zusammenzufassen, sie mit 
Zahlen und Buchstaben fortlaufend zu signieren und in Pakete zu 
verschnüren, die durch aufgelegte Blätter ihre Bezeichnungen er- 
hielten. 

Neben Bing ist zu erwähnen Sebastian Aitinger, der allerdings 
nicht Eammersekretär, sondern landgräflicher Sekretär in Angelegen- 
heiten des Schmalkaldischen Bundes war. Er spielte aber als solcher 
und infolge des Ansehens, das er bei Philipp genoß, eine ähnliche 
Rolle wie jener und war, was hier hauptsächlich interessiert, neben 
seinem Substituten Peter Klotz ftlr seine besondere Registratur in 
ähnlicher Weise tätig, wie Bing für die seine. Ein Vergleich zwischen 
der Tätigkeit dieser nebeneinander wirkenden ausgezeichneten Männer 
in ihrer Eigenschaft als Kanzleiführer lehrt aufs deutlichste, wie sehr 
die damalige Ordnungstätigkeit in den Kanzleien dem subjektiven 
Ermessen des Einzelnen überlassen war. Diesen Vergleich im spe- 
ziellen zu ziehen, würde zu weit führen, er würde aber gewiß zu 
gunsten Bings ausfallen, der seinen Kollegen an Klarheit und Ord- 
nungssinn übertrifft. Bing ist für die Zeit Philipps das Muster eines 
Kanzleibeamten, was um so wertvoller für uns ist, als seine Dienst- 
zeit mit der wichtigsten und aktenreichsten Periode in Philipps Re- 
gierung zusammenfällt. 

Will man die Tätigkeit dieser Registraturbeamten würdigen, so 
ist vor allem ein Umstand in Erwägung zu ziehen, auf dem über- 
haupt die Schwierigkeit beruht, Aktenbestände dieser Zeit zu ord- 
nen. Der Bureaubeamte ordnet heute seine Akten so, daß er alles 
auf einen und denselben Gegenstand bezügliche zusammenbringt. 
Eine selbstverständliche Vorbedingung für dieses Verfahren ist aber 
die Befolgung der Grundregel, in einem Schreiben immer nur einen 
Gegenstand zu behandeln. Die Kanzleien des 16. Jahrhunderts kennen 



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Einleitnn^r. XXI 

diese Regel noch nicht, ^} die Korrespondenzen der Höfe unterein* 
ander^ namentlich aber der Briefvireehsel des Fürsten mit Gesandten 
und anderen Beamten wimmeln oft von den aUerversohiedenartigsten 
Gegenständen! so daß also ein Begistraturbeamter, der ein solches 
Schreiben zu den Akten über einen einzelnen Betreff legte, Gefahr 
lief, den übrigen Inhalt zu yersteoken. 

Wie hat nnn z. B. Simon Bing die Schwierigkeiten zu überwinden 
gesucht, die ihm ans der Vielgestaltigkeit des Inhalts der Schreiben 
erwachsen? Ganz ist es auch ihm nicht gelangen, oder er mochte 
sich nicht immer die Mühe nehmen, alles was sich nnter seinen 
Binden an Akten ansammelte, zu ordnen. Da aber, wo er Fleiß 
auf die Ordnung seiner Akten verwandte, befolgte er mit Erfolg ein 
gemiflchtea System, indem er, um es knrz anszudrücken, das sachliche 
mit dem Korrespondentenprinzip yereinigte. Wenn er nämlich die 
Akten eines bestimmten Zeitraums zum Abschluß bringen wollte, so 
faßte er sie nnter dem Titel des Ereignisses, auf das sie sich bezogen, 
zusammen und ordnete die Akten der so gebildeten Obergruppen, wenn 
nötig, wieder nach sachlichen Betreffen. Dabei aber schied er, und 
das ist wesentlich, des öfteren einzelne Korrespondenzen aus, die er 
^eichfalls als Untergruppen behandelte. Zuweilen aber und nament- 
lich dann, wenn der Briefwechsel mit einzelnen Fürsten einen beson- 
ders großen Umfang annahm, bildete er aus diesen Korrespondenzen 
selbsttndige Aktenstücke, die keinen bestimmteren Titel hatten als 
etwa >]^Uzisohe Schriftenc, und versah die Reihe mit fortlaufenden 
Ziffern. 

Ein getreues Beibehalten der von Bing in den einzelnen Fällen 
angewandten Behandlung der Akten hat sich indessen nicht immer 
als dorehführbar erwiesen. Kritische Erwägungen und die Notwen- 
digkeit, bei der Gesamtordnung mit einer gewissen Gleichmäßigkeit 
zu verfahren, nötigten dazu, von der erkennbaren alten Ordnung hier 
und da abzuweichen. Auch Bing ist zuweilen ungenaner verfahren, 
es fehlt nicht an den gef&rchteten Parallelakten, und oft haben zahl- 
rdehe zu einer geordneten Gruppe gehörige Akten nicht die ein- 
schlägigen Signaturen, anscheinend weil sie dem Ordnenden gerade 
nicht zur Hand waren und dann später vergessen wurden. So führte 
der von Bing gewiesene Weg dahin, die Korrespondenzen mit den 

1} Erst aUmählioh hat sieh diese Regel aua der Praxis entwickelt und zwar 
haben anscheinend die dem Haaptschreiben beigefügten Zettel und Postskripte 
den Obergang vermittelt, die man im 17. Jahrhundert wohl bewußt mit dem vollen 
DaftiB vefsah, um dem Empftnger die Möglichkeit zu gewähren, sie an yer- 
sehledenen Orten uatenubringen. 



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XXII Einleitang. 

einzelnen Staaten überhaupt auszasondem and zu einer großen Ab- 
teilung, deren Bearbeitung den zweiten und dritten Band jfÜUen soll, 
zu vereinigen. Es ist durch Aussonderung dieser Abteilung weniger 
das System betroffen worden, als die räumliche Anordnung in Frage 
gekommen, und nach Abschluß der Ordnung der so entstandenen 
Staatengruppen zeigte sich, daß auf diese Weise große Serien von 
Bing mit fortlaufenden Nummern versehener Akten in oft ununter- 
brochener Folge wieder vereinigt waren. Den Bearbeitern gewährte 
dies die Beruhigung, daß man von der sorgfältigen Methode der 
gleichzeitigen Kanzleibeamten nicht allzuweit sich entfernt habe. 

Die nach der Vereinigung der Staatenkorrespondenzen zu einer 
besonderen Abteilung zurückbleibende »Allgemeine Abteilung« ent- 
hält in der Hauptsache die durch den schriftlichen Verkehr des Land- 
grafen mit seinen Beamten und Beauftragten entstandenen Akten und 
ferner die auf den Reichs-, Kreis- und Bundestagen erwachsenen 
Schriftstücke. Diese Abteilung ist deshalb so umfangreich, vielge- 
staltig und inhaltlich bedeutend; weil der Landgraf vom Sitze der 
Regierung in Kassel sehr häufig und lange entfernt war — mochte 
er nun durch Kriegszüge, Reisen und seine lange Gefangenschaft, 
oder aber durch seine Jagdleidenschaft dazu veranlaßt sein — und 
von seinem jeweiligen Aufenthaltsorte eine lebhafte Korrespondenz 
mit der Heimat führte. Dann aber war er auf den zahlreichen Tagen 
des Schwäbischen und Schmalkaldischen Bundes, der Rheinischen 
Einung, sowie auf den Reichs- und Kreistagen gewöhnlich durch Ge- 
sandte vertreten, die durch eifrige Berichterstattung den Fürsten über 
den Gang der Verhandlungen unterrichten mußten, ihre Weisungen 
von ihm empfingen und in den verschiedensten Dingen zu Rate ge- 
zogen wurden. 

Wie waren nun die Akten, die, meist als Gegenakten zu denen 
des Landgrafen, bei diesen Behörden und Beamten entstanden sind 
und oft einen beträchtlichen Umfang erreicht haben, zu behandeln? 
Man wird von der sicherlich in den meisten Fällen zutreffenden An- 
nahme ausgehen müssen, daß die Gesandten eines auswärts abge- 
haltenen Tages oder einzelne Kommissionen nach Erledigung ihrer 
Aufgabe und nach ihrer Heimkehr ihre Akten alsbald zur Registratur 
des Landgrafen abgegeben haben. In einzelnen Fällen ist dies aus 
der Handschrift des Kammersekretärs, der eine Aufschrift zugefügt 
hat, ersichtlich. Damit war der Fingerzeig gegeben, diese Akten 
nicht etwa von denen des Kammersekretärs zu trennen, sondern das 
ganze Material in der von Bing vorgezeichneten Art nach den Ereig^ 
nissen, auf die sich die einzelnen Aktenstücke beziehen, zu zerlegen 



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Einleitung. XXm 

ond nar iimerhalb dieser im großen und ganzen nach der Zeitfolge 
üeh aneinanderreihenden Abteilungen nach den yerschiedenen Akten- 
BteUen zu scheiden.^) 

Daß es Torgezogen wurde, die politischen Akten der EasBeler Räte 
ebenso zu behandeln wie die eben erwähnten Akten der Oesandten 
usw., d. h. sie den betreffenden Akten des Landgrafen als Akten und 
Gegenakten zuzugesellen, anstatt sie in ihrer Gesamtheit als eine be- 
sondere Gruppe zu formieren, ist wohl ohne weiteres einleuchtend; 
und analog diesem Verfahren sind auch die politischen Akten des 
Statthalters an der Lahn mit aufgenommen worden, obwohl diese 
Gruppe allerdings stets getrennt von den Akten des Landgrafen, d. h. 
in Marburg, aufbewahrt worden ist Hier ist also aus Gründen der 
Zweckmäßigkeit und Gleichmäßigkeit eine Ausnahme Ton der Regel 
gemacht word^i. Ln einzelnen jedoch ist die Scheidung der Akten- 
steilen auch hier wie bei den Kasseler Akten durchgefhhri Kur ganz 
Tcreinzelt sind da, wo es sich wegen des geringen Umfanges nicht 
lohnte, Gegenakten zu bilden, diese den Hauptakten mit einer das 
Sachverhältnis erläuternden Bemerkung im Regest beigefbgt worden. 

Das Politische Archiv des Landgrafen Philipp besteht also aus 
einer Reihe einzelner Registraturen, die, an yerschiedenen Stellen ge- 
fthrt, gemeinsam reponiert wurden. In jedem einzelnen Falle läßt 
unser Repertorium erkennen, wem die Akten ursprünglich angehörten, 
an welcher Stelle sie geführt und angelegt worden sind. 

Zu erwähnen ist noch, daß die erbeuteten Archivalien nicht durch- 
aus auf dieselbe Weise geordnet werden konnten, wie das ArchiY 
Philipps, was durch die Besonderheit des Materials, nicht zum wenig- 
sten durch dessen Lückenhaftigkeit, bedingt war. Bei den auf dem 
württembergischen Zuge vom Jahre 1534 erbeuteten Akten war eine 
Trennung nach der Proyenienz, eine Zerlegung in einzelne Bestände, 
geboten, während das braunschweigische Archiv teils nach sachlichen 
Gesichtspunkten, teils nach Korrespondenten gruppiert ist. Die Akten- 
gruppen selbst sind, wie sich von selbst verstand, den Akten des 
betreffenden Feldzuges angegliedert. 



1] In Shnlicher Weise wurde anfänglich in der brandenburgischen Geheimen 
Kanzlei verfahren. In der Siteren Zeit, in der man ständige Vertreter an den 
fremden Höfen noch nicht unterhielt, wurden die von den Gesandten geführten 
Akten beim Ablauf der Mission der Regel nach nach Berlin an die Geheime 
Kanzlei abgegeben und dort zu den Gegenakten, d. h. zu den Akten der Zentral- 
behörde, des Geheimen Etatsrats, gelegt; mit diesen sind sie noch heute im Ge- 
keimen Staatsarchiv vereinigt, während dort die Gesandtschaftsarchive der stim- 
digen Missionen einer späteren Zeit in einer eigenen Bepositur, von den Akten 
der Zentralbehörde gesondert, aufbewahrt werden. 



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XXIY Einleitang. 

Ein weiteres Eingehen auf die Einteilung im einzelnen darf im 
Hinbliek auf die ansfiihrliehen Angaben in der Inhaltsttbersieht erspart 
werden. Eine notwendige nnd wohltttige Folge der gewählten An- 
ordnung war der Zwang, jedes, auch das kleinste Schrifisttlck einem 
ganz bestimmten Ereignisse zuzuweisen und an dem Orte unterzubringen, 
wohin es seiner kanzleimäBigen Entstehung naeh gehörte. Bei der 
großen Menge undatierter und an falscher Stelle liegender Sttteke, 
bei den zahlreichen auBer Zusammenhang mit dem Hauptschreiben 
geratenen Nachschriften (den >datum ut supra« und >datum ut in 
litteris«) war dies eine zeitraubende und oft mtthsame Arbeit, deren 
Frflchte zwar nicht offensichtlich sind, die aber der Wissenschaft im 
gegebenen Falle zu gute kommen wird. An Irrtttmem wird es aller- 
dings nicht fehlen, denn bei der Gröfie des Stoffes und der Menge 
der zu bewältigenden Details konnte im einzelnen Falle nicht die 
Kenntnis der geschichtlichen Verhältnisse zur Unterstützung dienen, 
die dem Forscher, der sich in eine bestimmte wissenschaftliche Frage 
vertieft, zur Seite steht. Dagegen konnten die Erfahrungen, welche 
durch die archiyalische Behandlung des gesamten Stoffes gewonnen 
wurden, die Kenntnis der Schreiberhände, des Papiers und der Eigen- 
tttmlichkeiten in der Kauzleiführung oft mit Erfolg da verwandt werden, 
wo alle anderen Hilfismittel und Kriterien versagten. 

Die dem zweiten und dritten Bande vorbehaltene dritte Haupt- 
abteilung, die der Staatengruppen, enthält in alphabetischer Folge die 
auBerhessischen Staaten und die reichsunmittelbaren Stände. Die 
unter fttrsüicher Oberhoheit stehenden Städte, mit denen der Land- 
graf besondere Korrespondenzen geführt hat, sind als besondere Gruppe 
dem Schriftwechsel mit dem betreffenden Landesherm nachgestellt. 
Die Staatengruppen werden die direkten Beziehungen Hessens zu den 
einzelnen Staaten unmittelbar zum Ausdruck bringen. Sie enthalten 
demnach 1) den Briefwechsel mit dem Staate selbst, 2) die auf einer 
Zusammenkunft des Landgrafen mit dem Vertreter eines anderen 
Staates erwachsenen Schriftstücke, 3] die durch Gesandtschaften an 
einen Staat und durch Gesandtschaften eines Staates an Hessen ent- 
standenen Akten und 4) die Akten der mit anderen Staaten geführten 
Prozesse. 

Die Aussonderung dieser Akten konnte indessen nicht ganz scharf 
und gleichmäBig durchgefbhrt werden. Zuweilen sind identische 
Schreiben des Landgrafen an mehr als einen Adressaten gerichtet. 
Fttr solche Schreiben ist natürlich nur ein Konzept angefertigt worden 
nnd die Adressaten finden sich am Ende desselben verzeichnet. In 
solchen Fällen ist entweder das Konzept zu der Abteilung des an 



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Einieitong. XXV 

enter Stelle genannten Staates gelegt und durch einen bei den tlbrigen 
Staatengnippen eingelegten Yerweiszettel hieranf verwiesen worden, 
oder aber das Konzept wurde der »Allgemeinen Abteilung« einver- 
leibt Zusammenhängende Verhandlungen, die gleichzeitig mit mehreren 
Staaten geführt worden sind, wie z. B. die zur Befreiung des Land- 
grafen ans der Gefangenschaft mit Moritz von Sachsen und Frank- 
rueh gepflogenen, sind ebenfalls der »Allgemeinen Abteilung« zuge- 
wiesen worden, dies geschah namentlich da, wo alte Signaturen den 
Weg zeigten. 

Aueh in der ersten Hauptabteilung, den Personalien, sind in den 
auf EhesehlieBung, Morgengabe und Wittum bezüglichen Akten Ver- 
handlungen und Verträge mit anderen Fürsten enthalten. Inkonse- 
quenzen haben sich bei dieser Aussonderung der Staatengruppen um 
so weniger ganz vermeiden lassen, als manche Territorialherren zu- 
gldch hessische Vasallen waren, die zuweilen in dieser, zuweilen in 
jener Eigenschaft korrespondierten und daher zum Teil in der »All- 
gemeinen Abteilung«, zum Teil in den »Staatenabteilungen« zu be- 
meksiohtigen waren. Der Ausgleich dieser und anderer unvermeid- 
lichen Unebenheiten durfte dem Register überlassen werden. 

Die Anordnung innerhalb der einzelnen Staatengruppen ist im 
allgemeinen die ohronologische, wobei als selbstverständlich kaum 
erwähnt zu werden braucht, daB bei jeder chronologischen Akten- 
ordnnng der Standpunkt der Eingangsstelle gilt, d. h. die Schreiben 
werden so gelegt, wie sie ein- bezw. ausgegangen sind, sie werden 
nach dem Präsentatum der Eingänge und dem Datum der Ausgänge 
geordnet Eine Unterbrechung der chronologischen Ordnung ist erstens 
dann eingetreten, wenn Gesandtschafts- oder Eommissionsakten ge- 
bildet werden mußten, die hinter den bezüglichen Gegenakten des 
L«ndgrafen einzureihen waren. Dann aber liefien sich in einzelnen 
Fällen aus den vielgestaltigen Schreiben der Staatengruppen solche 
aussondern, die sich auf einen in den übrigen nicht erwähnten Gegen- 
stand beziehen^ also einen Betreff für sich haben. Das gilt vor allem 
von Grenzstreitigkeiten und Prozessen. Es lag im Interesse der 
Idditrafen Benutzbarkeit, daB diese besonderen Betreffe abgesondert 
und die fortlaufende Korrespondenz von ihnen entlastet wurde, ein 
Verfikhren, das umso mehr gerechtfertigt erscheinen wird, als es sich 
an die gleichzeitigen Eanzleigebräuche anschließt. In gewissen Fällen 
sind aneh besondere Korrespondenzen innerhalb der Staatengruppen 
aasgesehieden worden, wobei entweder die Person des Korrespon- 
denten oder der Inhalt der geftLhrten Korrespondenz ausschlaggebend 
Zum Teil ist auch hier nach dem Beispiele alter Einteilung 



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XXVI Einleitiing. 

yerfahren worden. Daß Männer wie Bucer, SaUer, Zasins beBonders 
behandelt werden nnd daB anch der Briefwecheel mit Luther, Melanch- 
thon nnd anderen Reformatoren in eigenen Omppen znr Geltung 
kommt, wird ebenfalls anf keinen Widerspruch stoßen. Diese Gruppen 
werden im Anschluß an die Staaten eingefUgt werden, denen die ein- 
zelnen Korrespondenten angehören. 

Schließlich mag noch eine hierher gehörige Frage, die höchst 
wahrscheinlich aufgeworfen werden wird, im Voraus beantwortet 
werden, nämlich die, weshalb man die Rekonstruktion des Schmal- 
kaldischen Bundesarchivs nicht versucht hat. Die Möglichkeit einer 
Trennung der Sehmalkaldischen Bundesakten von dem hessischen 
Archive ist allerdings in Erwägung gezogen worden, aber es hat sich 
herausgestellt, daß sie nicht durchführbar war; die Akten, die bei 
Philipp in seiner Eigenschaft als Bundeshauptmann entstanden sind, 
können nicht yon denen geschieden werden, die er als Landgraf von 
Hessen geführt hat Einzelne Schreiben sind ja als Bundesakten 
deutlich erkennbar, da sie an Eursachsen und Hessen gemeinsam 
gerichtet, oder, als Konzepte, von ihnen ausgegangen sind; auch sind 
die Spuren Aitingers und seiner Kanzlisten meist zuverlässige Er- 
kennungszeichen. Indessen war die hessische Politik so eng mit dem 
Sehmalkaldischen Bunde verwachsen und in den Kanzleien ist so 
wenig zwischen Bundeshauptmann und Landgraf yon Hessen unter- 
schieden worden, daß der Versuch einer Scheidung nach Aktenstellen 
im großen nur Verwirrung geschaffen hätte. Dagegen sind die Akten 
der verschiedenen Bundestage, die hauptsächlichsten Akten Aitingers, 
zusammengehalten und beispielsweise die an die Bundestage gerich- 
teten Schreiben einzelner Bundesstände nicht zu der betreffenden 
Staatenabteilung, sondern in der Allgemeinen Abteilung bei dem be- 
treffenden Bundestage verarbeitet worden. Ausschlaggebend ist auch 
hier die Tatsache, daß von selten des Bundes nie der Versuch ge- 
macht worden ist, eine besondere Kanzlei zu schaffen. Man bewilligte 
im Jahre 1539 den beiden Hauptleuten die Mittel zur Unterhaltung 
besonderer Sekretäre in Bundesangelegenheiten, aber eigentliche Bun- 
dessekretäre hat es nicht gegeben. 

Die Verzeichming. 

Die Aufgabe, große Aktenmengen so zu verzeichnen, daß die Über- 
sichtlichkeit gewahrt bleibt und dem Leser gleichwohl der Inhalt der 
Akten mit einiger Vollständigkeit vermittelt wird, enthält nicht geringe 
Schwierigkeiten. Eine Einzelverzeichnung ist sohon deshalb aus- 



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Emleitang. XXVH 

geseUoesen, weil sie anendlichen Baum beanspruchen würde. So 
sind denn die Akten gruppenweise Yerzeichnet worden und zwar 00, 
daB jede in sich geschlossene Unterabteilung oder jeder Faszikel in 
der Regel einem Begest, das die gleiche Nummer mit jenen fUhrt, 
entspricht Nur bei den sehr umfangreichen Staatenabteilungen sind^ 
ftr die Teilung in Faszikel und Regesten mehr ftuBerliche Gründe 
mafigebend gewesen. 

Jedes Regest wurde nun mit wenigen aus der Sache sich er- 
klkrenden Ausnahmen nach einem Schema angefertigt , das sich aus 
den oberen dargelegten Ordnungsgrunds&tzen eigentlich von selbst 
ei^b und geeignet schien , alles wesentliche in der kürzesten Form 
mitzuteilen. Wir w&hlten drei (auch durch den Druck unterschiedene) 
Rubriken: 1) die Aktenstelle, 2) den kanzleimäBigen Charakter der 
Sehrifistttcke nebst der Stelle, welche als Gegenseite bei deren Ent- 
stehung mitgemrkt hat (z. B. die Korrespondenten) und 3) den Inhalt 
(Betreff). 

Blerzu ist noch folgendes zu bemerken. Die Inhaltsangabe soll 
kurz und pr&zis die Oegenstftnde auffuhren, die In den Mten be- 
handelt werden. Man ¥rird yielleicht beim Lesen der Regesten den 
Einwand erheben, dafi diese Kürze Unklarheit mit sich bringe. Dabei 
ist aber nicht zu vergessen, daB dem Benutzer in der Begel die Zeit- 
reriiältnisse so genau bekannt sind, daB er den Sinn eines an be- 
stimmter Stelle angeführten Schlagwortes yerstehen wird. Andere 
wird die Menge der Details, das Nebeneinander von Wichtigem und 
Unwichtigem stOren. Diese mögen berücksichtigen, daB das Regest 
den Inhalt möglichst erschöpfen und auch den SpezialStudien dienen 
soll. Überhaupt aber möge man bedenken, daB sich bei dem Zu- 
sammenwirken mehrerer Kräfte absolute GleichmäBigkeit nicht erzielen 
lieB, am wenigsten hinsichflich der Inhaltsangaben. Auch erwachsen 
dem Bearbeiter da, wo der Inhalt einer Korrespondenz nicht nur 
äuBerst yielseitig ist, sondern auch dieselben Gegenstände in wech- 
sebder Beleuchtung und in verschiedenen Stadien der Entwicklung 
wiederspiegelt, oft nicht unbedeutende Schwierigkeiten. Einzelne 
Begesten, namentlich die den Briefwechsel des Landgrafen mit seinen 
Gesandten auf gewissen Reichstagen wiedergebenden, sind denn auch 
sehr umfangreich geworden. Durch die Einschaltung der Monatsan- 
gaben ist versucht worden, die Regesten zeitlich zu gliedern und das 
Auffinden einzelner Stücke und Betreffe zu erleichtem. Um MiBver- 
ständnissen, die anfangs bei der ungewohnten Form der Regesten zu 
erwarten sind, zuvorzukommen, sei noch darauf hingevriesen, daB ein 
jeder Faszikel nur die in der zweiten Rubrik des Regests aufgeführten 



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XXVin Einlettiuig. 

Sohriftstttcke im Original enthält. Wenn also in der dritten Bubrik 
einzelne Sehreiben oder ein Briefweehsel erwähnt wird, so ist damit 
nnr gesagt, daß von diesen Sohrifitsttteken die Bede ist; diese können 
daher in dem betreffenden Faszikel höchstens als Beilagen zu anderen 
Sehreiben yorkommen. 

Die in anderen Archiven rahenden Teile des ursprünglichen 
Philippschen Archivs (vgl. oben S. XVI f.) sind in den Begesten mit 
verarbeitet worden. Dnrch entsprechende Angaben im Drack (und dnrch 
eingelegte Zettel in den Akten selbst) sind dem Benutzer die außer- 
halb des Marbnrger Staatsarchivs befindliehen Stücke nachgewiesen. 
Die im Samtarchive vorhandenen Stücke sind nach Band, Seite und 
Nummer des jetzt im Gebrauche befindlichen Bepertoriums zitiert. Die 
an den Kaiser Karl V. ausgelieferten Archivalien, die wie oben (S. XVII) 
erwähnt, jetzt wieder eine besondere Gruppe bilden, konnten im Be- 
pertorium nur allgemein als im Haus-, Hof- und Staatsarchive zu Wien 
befindlich bezeichnet werden. Eine besondere Behandlung bean- 
spruchten die in Darmstadt liegenden auf den nassauischen Streit 
bezüglichen Akten, die, weil sie meist aus gebundenen Bänden be- 
stehen, mit den Marburger Akten auch nicht einmal ideell vereinigt 
wurden. Es empfahl sich vielmehr in diesem Falle, um die Auffin- 
dung der einzelnen Stücke zu erleiehtem, sie in der Ordnung zu ver- 
zeichnen, die sie jetzt innehaben. Da aber Aktenstücke der ver- 
schiedensten Provenienz dort aneinandergereiht sind, konnte da« oben 
erläuterte Begestierangsverfahren nicht angewandt werden, sondern 
es mußte, wenn nicht die Aktenstelle und die Korrespondenten sowie 
ein Teil des Inhalts unerwähnt bleiben sollten, Einzelverzeichnung 
eintreten. 

Die »Urkunden« politischen Inhalts, die im Staatsarchive aus äußeren 
Gründen von den Akten getrennt aufbewahrt werden und einen Teil 
des Urkundenarchivs bilden, sind ähnlich wie die auswärts befindlichen 
Archivalien behandelt worden: d. h. sie sind im Bögest mit verarbeitet, 
während in den Akten selbst Verweiszettel den Benutzer auf den 
Aufbewahrungsort aufmerksam machen. 

Zu erwähnen ist noch, daß die Gruppen und Abteilungen, welche 
in ihrer Gesamtheit bereits veröffentlicht sind, nur durch die Bu^ 
briken 1 und 2 des angegebenen Schemas bezeichnet wurden, da der 
Benutzer es natürlich vorziehen wird, sich an den Wortlaut, als an 
eine kurze Inhaltsangabe zu halten. Die in den betreffenden Publi- 
kationen etwa ausgelassenen Stücke sind, und zwar in Einzel Ver- 
zeichnung, aufgeführt. Auf die übrige Literatur, auf die an zahl- 
losen Stellen veröffentlichten einzelnen Schriftstücke, konnte bei der 



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Einleitimg. XXIX 

gew&hlten Yerzeichnmigsart natürlich nur in beschränktem Mafie Bezog 
genommen werden. 

In den Begesten ist mehrfach auf gleichzeitige Eopialbtteher ver- 
wiesen worden. Diese gehtfren nach den oben erörterten Gnmds&tzen 
streng genommen nicht hierher, denn sie sind nieht ans der Tätigkeit 
der Sekretäre nnd Eanzlisten, sondern ans der des Archivars ent- 
standen, der die ihm ttbergebenen Aktenstttcke der Reihe nach, ohne 
ein erkennbares System, im allgemeinen aber in chronologischer An- 
ordnung absehrieb. Der Inhalt erstreckt sich sowohl auf politische 
als auf andere Dinge. Fttr die erste Zeit der Regierung des Land- 
grafen bieten diese Eopialbtteher schätzbares Material. Die gegebenen 
Hinweise werden besonders dann von Nutzen sein, wenn die Original- 
vorlagen sich nicht erhalten haben, oder, wie dies leider vielfach der 
Fall ist, durch Moder unleserlich geworden sind. 

Die Aktenformen. 

Fttr die Ordnung und Verzeichnung der Akten hat sich die be- 
griffliche Scheidung der verschiedenen Aktenstttcke und ihrer Über- 
lieferungsformen als ein Bedttrfhis erwiesen. In Deutschland fehlt 
es bisher an einer einheitlichen Terminologie, obwohl die Frage 
ebenso den Herausgeber von Aktensammlungen als den Archivar in- 
teressiert. Auf den Historikertagen ist infolge der Anregung F. Stieves 
der Versuch gemacht worden, eine Gleichmäßigkeit in den Grundsätzen 
zu erzielen, nach welchen wissenschaftliche Aktenpublikationen zu 
erfolgen haben, und es ist dabei auch die Frage gestreift worden, 
wie der Herausgeber die Vorlagen der einzelnen Stttcke charakte- 
risieren solle. Stieve sagt in seinem »Berichte ttber die dritte Ver- 
sammlung deutscher Historiker 18. — ^21. April 1895 in Frankfurt a.M.«^) 
darüber folgendes: »Hinter jedem Aktenstttcke ist der Fundort an- 
zugeben und zwar mit genauer Wiedergabe der Signatur .... Weiter 
ist anzugeben, ob ein Entwurf [Entw.] oder eine Urschrift [Urschr.] 
oder eine Abschrift [Abschr.] vorliegt, und ob die Urschrift in der 
Kanzlei ausgefertigt und vom Briefsteller nur unterzeichnet [ausg. 
Urschr.] oder von letzterem selbst geschrieben [eigh. Urschr.] ist.« 

Bei der großen Mannichfaltigkeit der Aktenarten und der Verschie- 
denheit des Zustandes, in dem sie Überliefert sein können, sind aber 
diese Vorschläge, selbst wenn sie sonst annehmbar wären, durchaus 
unzureichend. Man vermißt vor allem die Fragestellung nach dem 



1) Leipsigl895. S.18ff. 



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XXX Einleitung. 

Zweck dieser Bezeichnimgen, die so wie sie hier formnliert sind, nur 
auf einer mehr äußerlichen Nachahmung der Editionen mittelalterlicher 
Urkunden beruhen. Ihr Zweck ist aber, um es kurz auszudrücken, 
die möglichst scharfe Feststellung des kanzleimäßigen Zustandes, in 
dem das betreffende Stttck überliefert ist. Von der richtigen Er- 
kenntnis dieses Zustandes hängt oft für den Forscher die Beurteilung 
des Quellenwertes, für den Archivar aber die Bestimmung der Akten- 
steile und damit die Zuweisung des Platzes ab. Man wird also den 
verschiedenen Arten von Akten von ihrer Entstehung an auf ihrem 
Wege durch die Kanzlei und bis zu der Aktenstelle, wo sie enden, 
nachzugehen haben; für die Feststellung der Terminologie aber wird 
das Studium der zu den verschiedenen Zeiten in den Kanzleien ge- 
brauchten Ausdrücke, die zum Teil noch das moderne Kanzleiwesen 
kennt, den richtigen Weg zeigen. 

Die folgende Zusammenstellung soll die bei der Ordnung des 
Philippschen Archivs gesammelten Erfahrungen in den Hauptpunkten 
wiedergeben und die gebrauchten Bezeichnungen erläutern, ohne zu 
untersuchen, auf welche Wurzeln die einzelnen Begriffe zurückgehen 
und ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. 

Das Schreiben ist die bei weitem am häufigsten vorkommende 
und wichtigste Aktenform. Statt Schreiben, dem flir amtliche Mit- 
teilungen gebräuchlichen Ausdruck, sagt das 16. Jahrhundert auch 
gern »Schrift«, »Ausschreiben« für ausgehende Kollektivschreiben. 
Die Stadien, in denen das Schreiben kanzleimäßig vorkommt, sind 
folgende^]: 

1) Das Konzept, der als Vorlage für das Mundum dienende Ent- 
wurf. Diese Bezeichnung braucht das 16. Jahrhundert neben 
der deutschen Übersetznng »der Begriff« (Verbalform »be- 
greifen«). Daneben kommt häufig auch der Ausdruck »Notel«^) 
vor, aber mit der Nebenbedeutung von Wortlaut, Tenor, Fassung. 3) 
Außerdem wird aber auch ein Konzept von gleichzeitigen 



1) Es muß bemerkt werden, daß bei der hier gegebenen Einteüang die von 
dem Fürsten ausgehenden Sehreiben ins Auge gefaßt sind, weil dort die Formen 
am mannichfaltigsten sind. Bei Schreiben von Behörden, einzelnen Beamten und 
Privatpersonen werden die Formen einfacher und sind der Abstnfangen weniger. 

2) »Dis ist die notel oder concept des vertrage mit herzog Henrichen von 
Braunschwig« 1547. Die hier zitierten Quellenstellen beziehen sich zwar zum 
Teil anf Urkunden, dies macht aber bei der vOUig gleichartigen Herstellung 
von Schreiben und Urkunden keinen Unterschied. 

3) »Notel, wie sie in die verstendnus zu nehmen« 1533. »Und ist deshalben 
ein notel solcher antwort begriffen, wilcher geslalt der landgraf im antwort geben 
soUe«. 1535. 



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Eänleitang. XXXI 

KandeiperBonen nicht selten mit »Copei« bezeichnet, was zu 
MiByeTstftndnissen geführt hat. Gemeint ist dann die Abschrift 
eines frttheren Konzeptes, ein Beinkonzept. Das Wort Entwurf 
filr Konzept einzusetzen, kann nicht empfohlen werden, weil 
ihm die Beziehung anf das Mnndum bezw. die Ansfertigong 
fehlt. — Wir unterscheiden materiell das zur Ausfertigung be- 
nutzte, endgiltige, und das Entwurf gebliebene Konzept, oder 
erstes, zweites usw. Konzept und Beinkonzept Hinsichtlich 
der Kanzleiformen sind folgende Unterschiede hervorzuheben: 

a. Das ein£ftche, ohne äuBerlich erkennbare Mitwirkung des 
Ausstellers von einer einzigen Hand hergestellte Konzept 
Hierbei ist natürlich die Hand des Konzipisten wieder von 
Wichtigkeit Die Arten stufen sich ab je nach' der Bedeu- 
tung des Objekts von dem dureh einen Kanzleischreiber ent- 
worfenen Kimzleikonzept bis zu dem des Kanzlers oder 
Kammersekretärs, der es möglicherweise nach dem Diktate 
des Forsten niedergeschrieben hat 

b. Bevidiertes Konzept Bei der Bevision kOnnen eine 
oder mehrere Personen tätig gewesen sein. 

c. Eigenhändig revidiertes Konzept Der Fttrst bezw. 
der Aussteller hat ein ihm in der Form a oder b vorgelegtes 
Konzept mit Zusätzen oder Verbesserungen versehen. 

d. Eigenhändiges Konzept Dieses ist zuweilen noch nach- 
träglich durch den Kanzler oder einen anderen Beamten 
geändert. 

e. Als Konzept benutztes Mundum. Die Beinschrift ist 
nicht vollzogen worden, sondern es sind nach ihrer Anfer- 
tigung Änderungen für gut befanden worden, die dann in 
die Beinschrift eingetragen sind. 

f. Als Konzept benutztes vollzogenes Mundum. Die 
als notwendig erkannten Veränderungen sind ausgeftlhrt 
worden, nachdem das Schreiben bereits vollzogen war. 

2) Das Mundum, die zur Ausfertigung bestimmte Beinschrift. Den 
Ausdruck (Verbalform »mundiren«) braucht die ELanzlei des 
16. Jahrhunderts. <) Man unterscheidet 

a. Nicht vollzogenes Mundum. 

b. Vollzogenes Mundum. 

c. Vollzogenes und verschlossenes Mundum. 



1) >Dif eoneept mundirt leh Simon Bing underdes wi m. g. h. den fuBfall 
tat, aber doman s. f. g. inzog, do pleib es unveniglet und ummderschribenc 
1647. 



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XXXII Einleitung. 

Diese Eanzleifonnen unterscheiden sieh yon 1 e und f da- 
durch) daß die Absendung nicht infolge von Schreib- und Form- 
fehlem oder noch vor der Absendung für nötig befundenen 
Zusätzen unterblieben ist, sondern weil aus irgend einem 
Grunde das Schreiben überhaupt nicht abgesandt wurde. Die 
genannten drei Stufen können auch in der Form des eigenhän- 
digen Mundums vorkommen, wobei wieder zu unterscheiden 
ist, ob ein Konzept vorhergegangen ist, oder ob das Schriftstück 
gleich als Reinschrift niedergeschrieben wurde (vgl. 3 d). 
3) Die Ausfertigung, das vollzogene und abgesandte Mundum. 
Auch dieser Ausdruck (lat. expeditio, Verbalform fertigen, aus- 
fertigen, expedire) ist in der hier angewandten Bedeutung schon 
im 16. Jahrhundert ^) gebräuchlich. Es ist zweckmäßig zwischen 
»vollzogenem Mundum« (2 b und o) und »Ausfertigung« streng 
zu scheiden, so zwar, daß das vollzogene Mundum noch zur 
Begistratur der Behörde gehört, aus der das Schreiben heraus- 
zugehen bestimmt war, während die Ausfertigung die Kanzlei 
verlassen hat, »expediert« worden ist. Die Tatsache der Be- 
händigung an den Adressaten ist indess mit dem Begriffe »Aus- 
fertigung« noch nicht verbunden. 3) Es gibt auch unbehändigte 
Ausfertigungen, d. h. solche, deren Annahme durch den Adres- 
saten verweigert wurde oder die durch den Boten aus einem 
anderen Grunde, etwa weil das Schreiben durch ein inzwischen 
eingetretenes Ereignis gegenstandslos geworden war, zurück- 
gebracht worden sind. Solche Schreiben sind natürlich von 
2 c äußerlich schwer zu unterscheiden, es sei denn, daß ein 
postalischer Vermerk oder eine Kanzleinotiz Auskunft gäbe. 

Man kann hinsichtlich der kanzleimäßigen Entstehung folgende 
Abarten unterscheiden: 

a. Kanzleimundum ipit Kanzleiunterschrift. Die Ober- 
schrift nennt als absendende Stelle zwar den Fürsten, unter- 
schrieben aber ist die Kanzlei oder die Regierung (Statthalter, 
Kanzler und Räte, verordnete Räte usw.). 

b. Kanzleimundum mit der Unterschrift eines beauf- 
tragten Beamten. Der Unterschrift ist dann eine Be- 
merkung vorausgeschickt wie »ex oommissione principis«, 
»princeps commisit«. Ahnlich findet sich, wenn als ab- 



1) Auf einem Entwarf des Heiratsvertrags des Landgrafen WiOielm II. mit 
Jolantha von Lothringen (1496) steht: »Ist nicht gefertigt aunder geändert«. 

2) Der kansleimäßige Ausdruck der Behändigung ist der PrSsentationa- 
vermerk 



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Einleituig. XXXIU 

sendende Stelle am Kopfe die Zentralbehörde (Statthalter 
und Bäte in EasBel) genannt ist, die Unterschrift eines Se- 
kretärs mit einer Notiz, daB der Statthalter oder Kanzler 
den Auftrag gegeben habe. 

c. Kanzleimundnm (oder Mandam von der Hand des Kanz- 
lers oder Kammersekretärs) mit der eigenhändigen Unter- 
schrift des Fürsten. Öfters haben der Kanzler oderKammer- 
sekretär, oder sonst ein höherer Beamter das Schreiben 
nicht nach einem Konzepte mnndiert, sondern es gleich 
»ins Beine« geschrieben. Zuweilen sind b und c vereinigt, 
indem sich neben der Unterschrift des Fürsten noch die 
Bemerkung »princeps oommisit« und die Unterschrift des 
beauftragten Beamten findet, was ein Widerspruch ist. Die 
Erklärung ist wohl die, daß der Fürst nachträglich das 
Schreiben doch noch gesehen und unterschrieben hat. Mit der 
Glegenzeichnung ist diese Form wohl nicht gleichbedeutend. 

d. Eigenhändige Ausfertigung. Der Fürst oder der Aus- 
steller überhaupt schreibt den Text und die Unterschrift. 
Es gibt eigenhändige Ausfertigungen, die als Vorlage ein 
eigenhändiges Konzept oder das eines anderen (des Kanz- 
lers, Kammersekretärs usw.) haben. Viele eigenhändige 
Ausfertigungen sind aber ohne vorangegangenes Konzept 
niedergeschrieben und so ausgegangen. Es ist in diesem 
Falle vor der Expedierung in der Kanzlei eine Abschrift 
gemacht worden, die die Stelle des Konzeptes vertritt. 

4) Die Kopie, Abschrift. Diese Form kommt rein kanzlei- 
mäßig nur in betracht, wenn sie die Stelle des Konzeptes ver- 
tritt (3d; vgl. auch 1 in der Bedeutung von Beinkonzept), 
femer als Beilage zu dem Hauptschreiben. Die Abschrift 
kann von jeder der in 1 — 3 erwähnten Kanzleiformen oder 
auch von einer anderen Abschrift genommen sein. Entschei- 
dend für die Bestimmung der Herkunft ist die Feststellung, in 
welcher Kanzlei die Abschrift angefertigt ist, zu welcher Zeit 
und zu welchem Zwecke dies geschehen ist 
Vollmacht (Gewalt, Gewaltsbrief) und Beglaubigungsschrei- 
ben (Kredenz), jene der urkundlichen Form sich nähernd, dieses 
inhaltlich und, insofern als es durch den betreffenden Gesandten 
peiBOnlich überbracht wurde, auch in kanzleimäßiger Hinsicht eine 
Abart des Seturdbens. Die Kanzleiformen sind also dieselben wie dort. 
Die Instruktion. Man unterscheidet Hauptinstruktion und Neben- 
oder Beünstmktion. Sie ist ihrer kanzleimäßigen Entstehung nach 

PoUt InhlT dM IiMdgr. FUUpp. C 



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XXXIV Efnleitang. 

dem Schreiben und der Urkunde (s. onten) ähnlich und kommt daher 
in denselben Hanptformen (Konzept, Mnndnm und Aasfertigung) vor. 
Der Eonzipient ist oft der Gesandte, dem die Instruktion erteilt wird. 
Sie dient zuweilen auch als Beglaubigungsschreiben und wird mit- 
unter durch den Gesandten in der Ausfertigung an die Stelle abge- 
geben, an die die Gesandtschaft gerichtet ist Der Instruktion nahe 
verwandt sind die Information und das Memorial, die dem Ge- 
sandten zu seiner Orientierung mitgegebene Denkschrift (s. unten). 

Das Protokoll. Die Form des offiziellen, von den Parteien voll- 
zogenen und für diese verbindlichen Protokolls kommt im Philippschen 
Archive nicht vor. Es hat hier nur die Bedeutung als gleichviel von 
welcher Seite erfolgte Niederschrift einer mündlich gefiihrten Ver- 
handlung. Man hat zu unterscheiden zwischen der bei den Verhand- 
lungen selbst entstandenen Niederschrift (dem mitgeschriebenen Pro- 
tokoll), wobei natürlich die Hand des Autors von wesentlicher Be- 
deutung ist, einer späteren Ausarbeitung nach dieser Niederschrift und 
etwa noch einer hiemach gefertigten Abschrift. Dem Protokoll nahe- 
stehend, aber der Form nach Urkunde ist die feierlich aufgestellte 
Beglaubigung eines bestimmten Hergangs; hier kann demnach wieder 
von Konzept und Ausfertigung gesprochen werden. Die einfachste 
Form der schriftlichen Festlegung eines Ereignisses ist die Aktennotiz. 

Die Denkzettel (Merkzettel, Notizzettel), Memoranden, Memo- 
ria lien haben das gemeinsame, daß sie ihrer Form nach in der Kegel 
nicht an eine bestimmte Stelle gerichtet sind, sondern eine Meinungs- 
äuBerung schlechthin auf dem Papier fixieren. Die einfachste Form, 
der Denkzettel, hat keine kanzleimäßige Entwicklung hinter sich, ist 
aber oft die erste Stufe irgend einer anderen Aktenform, indem der 
Aussteller die (bedanken, die er weiter auszuführen beabsichtigt, zu- 
nächst einmal formlos niederschreibt. Bei den Memoranden und Me- 
morialien ist zwischen Entwurf und Reinschrift zu unterscheiden, 
oft aber können auch diese Schriftstücke nur als einfache Nieder- 
schrift bezeichnet werden. Dasselbe gilt fUr Gutachten und De- 
duktionen. Da indessen die Gutachten ebenso wie das Memorial 
zuweilen auch in der Form sich an eine bestimmte Stelle richten und 
die Unterschrift des Ausstellers tragen (vgl. oben zu »Instruktion«), so 
wird man in diesem Falle auch von Konzept (Entwurf) und Aus- 
fertigung sprechen können. 

Hier sind auch die Schriftstttcke zu erwähnen, die nur als Vorlage 
fllr einen mttndlichen Akt dienten, wie die Antworten auf die Wer- 
bung eines Gesandten, die Propositionen auf Beichs- und anderen 
Tagen und die dort abgegebenen offiziellen Erklärungen, femer Ar- 



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Einleitung. XXXV 

tikelsbrief e (Ar die geworbene Soldateska), Eidesfor mein n. dgl. m. 
Anoh hier kann in der Regel nur von Entwnrf and Beinschrift, oft 
aneh nnr von Niedersehrift die Bede sein. Als Absohriften oder 
Diktate wnrden diese Sehriftsttteke der Gegenseite, der die mttndliche 
Vorhaltang gemaoht wnrde, mitgeteilt. 

Anf die yersehiedenen Formen der Prozefisohriften sei hier nnr 
im allgemeinen hingewiesen, sie würden eine besondere Untersnchnng 
beanspmchen, die dem Zwecke dieser Bemerkungen ferner Uegt. 

Zeitungen nennt man jene Form von Berichten über Ereignisse, 
die gewöhnlich weder Anrede noch tlntersefarift enthalten und durch 
gewisse politische Agenten an mehrere Stellen gleichzeitig versandt 
werden. Im weiteren Sinne wird jede Mitteilung über Zeitereignisse 
als Zeitung bezeichnet. Zeitungen kommen als Beilagen zu Schreiben 
sehr zahlreich vor, aber auch als selbständige Schriftstücke, wenn 
der betrefFende Agent kein Begleitschreiben sendet; von Wichtigkeit 
ist die Feststellung der ersten Herkunft. 

Zu erwähnen sind auchBegister, Listen und Verzeichnisse, 
bei denen ein bestimmter kanzleimäBiger Zustand ebenfalls selten in 
Frage kommt, wenn nur die Aktenstelle bekannt ist. Zusätze und 
Verinderungen weisen oft darauf hin, daB ein solches Schriftstück zu 
rersdiiedenen Zeiten benutzt worden ist. 

Die Bechnungen. Bei diesen kann man zwischen Entwurf und 
Beinschrift unterscheiden. Wird, wie das gewöhnlich geschieht, die 
Beinsehrift in zwei Exemplaren angefertigt, ron denen das eine die 
Stelle, welche die Bechnung aufteilt, das andere die Stelle, welcher 
die Bechnung vorgelegt wird, erhält, so bezeichnet man kanzleimäBig 
das letztgenannte als Original, d. h. die geprüfte, abgehörte und mit dem 
entsprechenden Vermerk versehene Bechnung, das andere als »Duplikat«. 

Als Bechnungsbelege können alle möglichen Aktenformen (ein- 
seUiefilieh der Urkunden) dienen. Da sie in der Begel auf Fäden 
angereiht gewesen sind, kann man sie an dem durch die Heftnadel 
zurückgelassenen Loch erkennen. 

Zu den Akten im weiteren Sinne gehört schlieBlich noch die 
groBe Zahl der Sehriftsttteke, die vom Standpunkte des Diplomatikers 
aus als Urkunden bezeichnet werden. Hervorzuheben sind Verträge, 
Abschiede, Testamente, Bestallungen, Quittungen, Schad- 
losbriefe, jede Art vonBeversen, Pässe, Salvaguardien, die 
Beseheinignngen der Kanzleien ttber den Empfang von Schrei- 
ben (»bekantnus«, Bekognition, Becepisse). Die verschiedenen Stadien, 
welche die Urkunde bis zu ihrer Fertigstellung bezw. ihrem Ausgang 
aus der Kanzlei zu durchlaufen hat, sind den entsprechenden des 



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XXX7I Einleitang 

Schreibens so gleichartig, daB auf sie die gleichen Bezeichnungen 
angewandt werden mttssen bezw. in den Kanzleien auch angewandt 
worden sind.^) Ohne an dieser Stelle die bisher in den Urkunden- 
editionen tlbliche Bezeichnnngsweise kritisch zu erörtern, sei nur 
folgendes festgestellt. Wenn die Angabe des kanzleimäßigen Zu- 
Standes dem Leser die klarste Vorstellung von dem Geltungswerte 
und der wissenschaftlichen Verwendbarkeit eines Schreibens oder 
überhaupt jedes Schriftstttckes gibt, so folgt daraus, daß in Text- 
editionen und Begestenwerken die Urkunden ebenso zu charakteri- 
sieren sind wie die Akten im allgemeinen und die Schreiben im be- 
sonderen. In der yorliegenden Publikation ist dies durchgeführt 
worden, d. h. es wurden auch bei den Urkunden die drei Haupt- 
formen der kanzleimäBigen Entwicklung: Konzept, Mundum und 
Ausfertigung unterschieden. Auf die Hervorhebung von Einzelheiten 
und gewissen durch den juristischen Charakter der »Urkunde« be- 
dingten Besonderheiten in der kanzleimäßigen Form, die in das Gre- 
biet der Urkundenlehre gehören, darf hier verzichtet werden. 



Zum Schlüsse sei es gestattet, den oben 3) genannten Archiven 
und Bibliotheken, die durch Überlassung des in ihrem Besitze be- 
findlichen Materials die Bekonstruktion des Politischen Archivs des 
Landgrafen Philipp gefördert haben, den gebührenden Dank auch an 
dieser Stelle auszusprechen. 

Ein gemeinsames Begister für die in Aussicht genommenen drei 
Bände, dessen Bearbeitung dem Archivassistenten Dr. Gundlach ttber- 
tragen ist, wird am Schlüsse des ganzen Werkes folgen. Auch wird 
beabsichtigt, ein hauptsächlich aus den Daten und Präsentaten zu- 
sammengestelltes Itinerar des Landgrafen, das sich während der 
Arbeit als sehr ntttzliches kritisches Hilfsmittel erwiesen hat, anhangs- 
weise zu veröffentlichen. 

Seitdem im Jahre 1900 die Bekonstruktion, Ordnung und Ver- 
zeichnung des »Politischen Archivs« nach den oben erörterten Grund- 
sätzen in Angriff genommen wurde, sind außer dem Unterzeichneten 
folgende Hitarbeiter längere oder kürzere Zeit dabei tätig gewesen: 
Dr. Gundlach, Dr. Foltz, Dr. Dorsch, Dr. Salzer, Dr. Ernst Müller, 
Dr. Peters, Dr. Huyskens und Dr. MöUenberg. 

Marburg, im August 1904. Friedrich Küch. 



1) Vgl. die oben zu den >Schreiben< gegebenen QnellennachweiBe. 

2) S. XVII. 



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Inhalt. 

Landgräfliche PerBonalien. 

SeiU 

Laadgraf Philipp 

Großjihrigkeit und Vemfthlnng Nr. 1 1 

Doppelehe Nr. 2—8 1 

Teetamente Nr. 9 6 

Lftndgriifin Ghristiiie, Gemahlin deB Landgrafen Philipp 
Akten des Landgrafen Philipp 

Wittum Nr. 10 7 

Anaprüehe anf den Nachlaß ihrer Eltern Nr. 11 8 

Tod und Nachlaß Nr. 12 8 

Briefwrechael Nr. 13 9 

Akten der LandgrSfin Christine 

^iefireeiuel mit ihrem Qemahl Nr. 14 9 

Doppelehe Ihree Gemahls Nr. 15 .* 11 

Briefirechsel mit Yersohiedenen Nr. 16—26 11 

Kargarete von der Saale nnd die Grafen von Diez 

Briefreehsel mit Margarete Nr. 27—29 22 

Anctellnng von Beamten Nr. 30 28 

Schenkung Nr. 31 28 

Die Grafen von Dies Nr. 32—34 28 

Margarete von Diez Nr. 36 32 

Agnee, Tochter des Landgrafen, Gemahlin 1. Moritzens von Sachsen 

2. Johann Friedrichs von Sachsen Nr. 36 32 

Anna, Tochter des Landgrafen, Gemahlin Wolfgangs von Zweihrttcken Nr. 37 33 
Wilhelm, Sohn des Landgrafen 

Heirat Nr. 38. 39 34 

Briefvrechsel mit seinem Vater Nr. 40-47 36 

BariMffa, Tochter des Landgrafen, Gemahlin Georgs von Württemberg Nr. 48—61 42 

Ludwig, Sohn des Landgrafen Nr. 62. 63 43 

EUsal>eth, Tochter des Landgrafen, Gemahlin Ludwigs von der Pfalz Nr. 64. 66 46 

Philipp, Sohn des Landgrafen Nr. 66 46 

Christine, Tochter des Landgrafen, Gemahlin Adolfs von Holstein Nr. 67. 68 46 

Anna, Mntter des Landgrafen Nr. 69 48 

Elisabeth von Bochlita, Schwester des Landgrafen 
Akten des Landgrafen nnd der Kasseler Räte 

Heirat Nr. 60, 61 49 

Tod nnd Nachlaß Nr. 62. 63 60 



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XXXVm Inhalt 

StiU 

Briefreohsel mit ihrem Bruder Nr. 64— 73' 61 

Akten Elisabeths Nr. 74—81 59 

Mechthild, Tochter Wilhelms d. L, Gemahlin Eonrads Ton Tecklenbnrg Nr. 82 63 

Eatharine, Tochter Wilhelms d. 1., Qemahlin Adams von Beichlingen Nr. 83 64 
Elisabeth, Tochter Wilhelms d. L, Gemahlin Lndwigs von Pfali-Zweibrttcken 

Nr. 84 64 



Allgemeine Abteilnng. 

Sickingische Fehde 

Briefvrechsel mit Sickingen 1518—1620 Nr. 86 67 

Briefwechsel mit Beamten 1518—1622 Nr. 86 -93 68 

Tag sa Heidelberg 1522 Des.— 1623 Jan. Nr. 94 74 

Tag sa Schweinfnrt 1623 Jan. Nr. 96 74 

Tag zn Speyer 1623 Hftrs Nr. 96 76 

Akten Georgs ▼. Bischofferode 1622 Dez.— 1623 MSrz Nr. 97 76 

Rttstungen 1623 Jan.— Juli Nr. 98. 76 

Zug gegen Sickingen 1623 Apr.— Jnli Nr. 99. 100 76 

Yerhandlnngen zwischen Knrtrier, Knrpfalz nnd Hessen 1623 Jnli— 1624 

Hirz Nr. 101 78 

Zug gegen die ▼. Gronberg nnd spätere Verhandlungen mit ihnen 

1622 Sept.— 1624 März Nr. 102. 103 78 

Yerhandlnngen mit dem Beichsregiment 1622—1524 Nr. 104—108 ... 80 
Cronbergische, huttische und sickingische Archivalien (hessischer Beute- 
anteil) Nr. 109—122 82 

SchwÄbischer Bund 1619-1538 Nr. 128^176 86 

Reichstag zu Augsburg 1618 

Akten des Landgrafen Nr. 177 121 

Akten der Gesandten Nr. 178—181 122 

Beichstag zu Worms 1621 Nr. 182 124 

Reichstag zu Nürnberg "1522 Nr. 183 126 

Beichstag zu Nfimberg 1623 Nr. 184. 186 126 

Reichstag zu Nürnberg 1623 Aug. Nr. 186 127 

Reichstag zu Nürnberg 1624 Nr. 187 127 

Zeitungen, Berichte von Beamten 1621—1626 Nr. 188. 189 128 

Bauernkrieg 1626. 1626. 

Zeitungen 1624. 1626 Nr. 190 129 

Sicherheitsmaßregeln Nr. 191 129 

Berichte aus Kassel Nr. 192 130 

Berichte aus Marburg Nr. 193. 194 131 

Berichte von sonstigen Beamten Nr. 195. 196 132 

Hersfeldische Ausschreiben Nr. 197 133 

Berichte aus Schmalkalden und Yacha Nr. 198. 199 134 

Entschuldigungsschreiben Nr. 200 136 

Zug gegen die thüringischen Bauern Nr. 201 136 

Yerhöre Nr. 202 137 

Huldigungsreyerse Nr. 203 137 

Zweiter Zug gegen Fulda Nr. 204 137 

Rechnungswesen Nr. 206 138 



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Inhalt XXXIX 

Seite 

BMchhgiiahinte Akten 

Akten der Stadt Henfeld Nr. 206 138 

Akten der Stadt Fulda Nr. 207 139 

Akten des Koadjnton von Fulda Nr. 206 140 

Akten Thomae Hünzeni und der thflringisehen Banem Nr. 209 . . 141 

Reichstag sa Angsbnrg 1625 Not.— 1526 Jan. Nr. 210 142 

Nachlaß der Klara ▼. Cronberg 1525 Aug.— 1526 Apr. Nr. 211 142 

Zeitnngen, Bündnisse 1526 Jan.— Jnni Nr. 212 143 

Beichstag sn Speyer 1526 Mai«- Aug. Nr. 213 143 

Berichte Ton Beamten, Zeitnngen 1526 Ang.— 1527 Febr. Nr. 214 144 

Beichstag in Begensbnrg 1527 Febr.— Mai Nr. 215 145 

Verhandinngen mit deny.Siekingen, Zeitnngen, Berichte 1527 Juni— NoT.Nr.216 146 

Yerhandlnngen mit dem Reiohsregiment 1527 Jan.— 1528 MSns Nr. 217 . . 146 

Nach Begensbnrg ansgeschriebener Beichstag 1527. 1528 Nr. 218 .... . 147 
Packsche Hindel 1528 

Briefirechsel mit Pack Mto— Okt Nr. 219-221 147 

BOstongen nnd Anleihe MIn-JnU Nr. 222. 223 149 

Ansschreiben Apr.-^nni Nr. 224 150 

Yertriige Mai. Jnni Nr. 225 150 

Resten Nr. 226 151 

Verhör sn Kassel 1528 Jnli. 1529 Jnni Nr. 227 151 

Sendung nach BresUu Nr. 228 152 

Gronbergische Angelegenheit 1528 Nr. 229 152 

ROstongen. Briefwechsel mit Beamten 1528 Okt— 1529 Apr. Nr. 230— 233 162 

KriegsbestaUnagen 1529 Nr. 234 166 

Beichstag sn Speyer 1528 Aug.— 1529 Apr. Nr. 235 155 

T^ sn Nflmberg, Bottach nnd Saalfeld 1529 Nr. 236-240 156 

Projektierter Tag sn Schwabach 1529 Nr. 241 159 

Marbnrger Akten. Kammergericht. Briefwechsel mit Kassel 1529 Mai— 

Ang. Nr. 242-244 159 

BeligionsgesprSch sn Msrbnrg 1529 Nr. 246 160 

Tsgo sn Schleis nnd Schwabach 1529 Nr. 246. 247 161 

Türkenhilfe 1629 Nr. 248 162 

Tage sn Nfimberg, Darmstadt nnd Basel 1629 Sept— 1680 MSrs Nr. 249—261 162 
Beichstsg sn Angsbnrg 1680 

Akten ans der Zeit der Anwesenheit des Landgrafen MUrz — Jnli 

Nr. 262—254 . 163 

Briefwechsel mit den Gesandten Aug.— Nov. Nr. 266 « 166 

Gutachten hessischer Theologen, Zieglersche Schrift Okt. Nov. Nr. 256. 167 

Akten der hessischen Gesandten (Briefwechsel) Aug.— Okt Nr. 257 .. 168 

Confessio und andere Beichstagsakten Nr. 268—263 168 

Marbnrger Akten 1630 Jnli Nr. 264 170 

Tage SU FMnkfurt und Basel 1680 Sept— Nov. Nr. 265. 266 171 

Projektierter Tsg su Nttmberg 1680 Nov. Nr. 267. 268 172 

Tsg sn Schmalkalden 1630 Des. Nr. 269 173 

Cronbogische Angelegenheit 1630 Apr.— Okt. Nr. 270 174 

Baichskammergericht und Türkenhilfe 1530 Des.— 1531 Des. Nr. 271 .. . 175 

Schflulkaldischer Bundesvertrsg 1631 Febr. 27. Nr. 272 176 

Bundestsg sn Schmalkalden 1681 MXrs. Apr. Nr. 273 176 

Kreistag su Speyer 1631 Mars. Apr. Nr. 274 177 



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XL Inhalt 

Seito 

BflBtnngen 1630 Okt 1631 Mai—Nov. Nr. 276 177 

Bondettag za Frankfurt 1631 Febr.— Juni Nr. 276. 277 178 

Bandestag su Schmalkalden 1631 Aug. Sept Nr. 278 180 

Tage SEU Beiersdorf, Nürnberg und Saalfeld 1631 Aug.— Nor. Nr. 279-~282. 180 
Bundestage zu Nordhausen, Frankfurt und Lübeck 1631 Dei. Nr. 283--286 182 
Hans y. Sickingen. Oberländer. Kammergericht. 1632 Nr. 287. 288 .. . 186 

EriegsbestaUungen 1632 Febr.-Juli Nr. 289 186 

Reichstag zu Begensbnrg 1632 

Akten des Landgrafen 1631 Juli— 1632 Juli Nr. 290—292 186 

Akten der Gesandten 1631 Okt— 1632 JuU Nr. 298 188 

Tage zu Schweinfnrt und Coburg 1632 

Akten des Landgrafen Apr. Mai Nr. 294. 296 189 

Akten der Gesandten Febr.— Mai Nr. 296. 297 191 

Tag zu Nürnberg 1632 

Akten des Landgrafen MSrz— Aug. Nr. 298. 299 193 

Akten der Gesandten Apr.— Aug. Nr. 300—302 196 

Tage zu Königsberg und Scheyem 1632 Mai. Juni Nr. 803—306 197 

Kreistag zu Speyer 1632 JuU Nr. 306 199 

Tflrkenhilfe 1632 Juli— Nov. Nr. 307 199 

Verhandlungen mit den sftchsischen Städten 1682 Juni— Not. Nr. 306. 309. 200 

Bheinische Einung 1632 Juni— Dez. Nr. 810. 311 201 

Tag zu Coburg 1633 Jan. Febr. Nr. 312. 313 202 

Rheinische Einung, Tag zu Worms 1633 März Nr. 314 208 

Briefvrechsel mit Beamten 1633 Jan.— Mai Nr. 316. 316 204 

Bundestag zu Schmalkalden 1633 Juni— Aug. Nr. 817 206 

Rekusation des Kammergerichts 1633 Juli— 1634 Febr. Nr. 318—321. ... 206 
Briefvrechsel mit Beamten, Ausschreiben 1633 Juni— 1684 Jan. Nr. 322. 323 . 208 

Städtetag zu Ulm 1634 März Nr. 324 209 

Wttrttembergischer Zug 1634 

Geschäfltsftihnmg, Registratur Febr.-Nov. Nr. 326 210 

Vorbereitungen und Rüstungen Febr.— Juli Nr. 826—332 210 

Tag zu ROsselsheim Febr.— Apr. Nr. 333—336 212 

Kurpfälzischer Vermittlungsyersuch Apr. Nr. 336 213 

Der Zug 

Ausmarsch, Ausschreiben Apr. Mai Nr. 337. 338 213 

Bestimmungen über die Landesverwaltung Apr. Nr. 889 214 

Briefvf echsel mit Kassel, Marburg usw. Apr.-Juni Nr. 340-^42 . 216 

Verhandlungen während des Zugs Mai. Juni Nr. 343 217 

Das Kammergericht Mai— Juli Nr. 844 218 

Maßregeln in Hessen Mai. Juni Nr. 346. 346 218 

Friedensschluß Mai— Okt Nr. 847-361 219 

Kosten des Zugs Juni— Nov. Nr. 862—360 219 

Aktenbeute 

Akten Maximüians I 1446-1618 Nr. 361—379 221 

Akten Karls V 1618—1622 Nr. 380-383 231 

Akten der kaiserlichen Kommissare 1619. 1620 Nr. 384—889 ... 233 

Akten Villingers und Renners 1613-1623 Nr. 890-392 237 

Innsbrucker Akten 1616-1620 Nr. 393 238 

Akten KOnig Ferdinands 1626-1634 Nr. 894 239 

Akten der Regierung in Stuttgart 1620—1684 Nr. 396—107 .... 239 



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Inhalt XU 

Btite 

Hartmvt y. Gronbeig und Konrid y. Siokingen 1634 M Sra Nr. 406 849 

Bomdeeteg m Nürnberg 1584 Mai Nr. 409 249 

Ob«rlu8nng yon Tmppen an Holstein 1634 Juni. Jnli Nr. 410 849 

BriefireeliMl mit Beamten 1684 JnU— Okt Nr. 411 260 

Oberlindiaelier SOdtetag in Eßüngen 1634 Noy. Nr. 412 260 

Wledertlnfer in Münster 

Verhaadlmigen mit Tmppen yor Hfinster 1634 MSn— Jnni Nr. 418 . . 261 

Tag in Oberwesel 1634 Noy. Nr. 414 416 251 

Tag in Coblens 1684 Olct-^Des. Nr. 416 262 

Briefweehsel mit den Kriegsräten yor Mfinster 1636 Jan.— Jun. Nr. 417 262 

Heosisehe Anssohreiben 1636 Jan.— Mära Nr. 418 268 

Tkg sn Worms 1636 Mta. Apr. Nr. 419 263 

Naehriehten ans Münster 1636 Jnni Nr. 420 264 

Tsge in Worms 1636 Jnli. Noy. Nr. 421. 422 266 

Tag m Münster 1636 Wkn Nr. 423 266 

Pfennigmeistereirechnnngen 1686. 1686 Nr. 424 266 

Beriekt yon der TIHedertanfe Nr. 426 267 

Haoi Ber nnd Sebastian Sehertlin 1634 Okt— 1636 Febr. Nr. 426 267 

T9g an Donauwörth 1684 Dei. 1636 Jan. Nr. 427 258 

Kammergerieht 1686 Febr.— Jnni Nr. 428 268 

Briefweebsel mit BIten, BestaUungen, Zeitungen 1685 M&rz— Okt Nr. 429. 430 268 

Tag in Ladenbnrg, Gesandtsohaft der Oberländer 1636 Mai. Jnü Nr. 431 . 260 

Bndeatag an Sehmalkalden 1636 Dez. 1636 Jan. Nr. 482 261 

DiMmark 1636 Jan.— Okt Nr. 483—486 263 

Die y. Cronbe^, Zeitungen, Büstungen, Sehertlin 1686 Nr. 436—438. ... 264 
Bundestag zu Frankfurt 1636 

Briefweebsel mit den Gesandten März— Mai Nr. 439. 440 265 

Yeilftogemng des Bundes Febr.— Juni Nr. 441 267 

Prozesse am Beiehskammergerieht Apr. Mai Nr. 442 268 

Verhandlungen mit England 1636 Dez.— 1636 Juni Nr. 443 269 

KunSohsisch-sSohsische Irmngen Apr. Nr. 444 270 

Abschied Mai Nr. 446 270 

Briefweehsel mit Bäten 1636 Apr.— Noy. Nr. 446-448 271 

Rhainiseke Einung 

T^ zu Gelnhausen 1686 Mai Nr. 449 272 

T^ zu Oberwesel 1686 Juli Nr. 460 - . . 273 

Tage in Gelnhausen» Oberwesel und Mainz 1636 Sepi— Dez. Nr. 461—464 274 

Veiliandlungen mit den Oberländern 1636 Juni Nr. 466 275 

Geaaadtsehaft an Karl V und König Ferdinand 1636 Dez.— 1536 Okt 

Nr. 466— 468 276 

Seadnag des Lorenz y. Romrod 1636 Aug. Nr. 469 277 

Eaenenmg des Schmalkaldisehen Bundes 1636 Sepi 29 Nr. 460 278 

Gutachten hessischer Theologen 1636 Okt Nr. 461. 462 278 

Tage in Celle und Lübeck 1686 Noy. Dez. Nr. 468 279 

Bundestag zu Sehmalkalden 1687 

Allgemeine BundesangelegenheiUn 1686 Dez.— 1537 März Nr. 464 . . . 279 

KonzU 1687 Febr. Nr. 466 «281 

Verhandlungen mit Held Febr. März Nr. 466 281 

Beligionsbeschwerden oberländischer Städte März Nr. 467 282 

Sehertlin, Leonhard Beisenberg März. Apr. Nr. 468 282 



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XUI Inhalt 

S«ito 

Baknsation des Kammergeriohti 1637 MXra— Des. Nr. 469. 470 283 

Tag sni Braunsoliweig 1637 Apr. Nr. 471 284 

Stttdtetag zu Ulm 1637 Apr. Nr. 472 284 

BeehnnngsweMii des Sckmalkaldischeii Bundes 1637 Febr.— Juli Nr. 473 . 284 

Bestjdlang von Offiaieren 1637 Febr.— No7. Nr. 474 286 

Werbnngeni Sehertlin und Ber 1637 Febr.— Not. Nr. 476 286 

Briefwechsel mit den Kasseler Räten 1637 Apr.— Dez. Nr. 476. 477 ... . 286 

Tag zu Oberwesel 1687 Apr.— Aug. Nr. 478. 479 287 

Kreistag zu Worms und Tag la Ladenbnrg 1637 Juni— Aug. Nr. 480 . . . 288 

Bundestag zu (Coburg 1637 Juni— Ang. Nr. 481 289 

Städtetag za Kßlingen 1637 Okt— 1638 Jan. Nr. 482 290 

Verhandlnngen mit den y. Cronberg 1637—1641 Nr. 483 291 

Bechnnngswesen des Schmalkaldisohen Bandes 1638 Nr. 484 292 

SckerUin 1638 Jan.— Juni Nr. 486 292 

Bestallnng von Offizieren 1638 Febr.— Nov. Nr. 486 292 

Seichskammergericht 1638 Apr.— 1639 Mai Nr. 487 293 

Bundestag zu Brannschweig 1638 

Briefwechsel mit den Gesandten März Nr. 488 293 

Akten der Gesandten und des Landgrafen Febr.— Apr. Nr. 489 ... . 294 

Kammergericht Apr. Nr. 490 296 

Die Oberländer und die BundesbesohlOsse Mai. Juni Nr. 491 2% 

Rheinische Einung 1638 Mai— 1639 Jan. Nr. 492 296 

Beschaffung von Geschütz und Munition 1638 Apr.— Aug. Nr. 493 297 

Kundschaften und Zeitungen 1638 Mai— Juli Nr. 494 298 

Kasseler Akten 1638 Juli. Aug. Nr. 496 298 

Bundestag zu Eisenach 1638 Juli. Aug. Nr. 496. 497 298 

Tag zu Naumburg 1638 Sept Okt Nr. 498. 499 300 

Tag zu Nürnberg 1638 Okt— Dez. Nr. 600 301 

Tag zu Ingolstadt 1639 März Nr. 601 302 

Untersuchung gegen Stephan Schmidt und Georg Frank 1638 Okt— 1640 

Mai Nr. 602. 603 302 

Rechnungswesen des Schmalkaldisohen Bundes 1639 Nr. 604 303 

Bestallung von Offizieren 1639 Nr. 606 303 

Briefwechsel mit Räten und Dienern 1639 Jan.— Okt Nr. 606 304 

Kasseler Akten, Sicherheitsmaßregeln 1689 Nr. 607 306 

Bundestag zu Frankfurt 1639 Jan.— Apr. 

Protokoll Nr. 608 306 

Religionsverhandlungen Nr. 609 306 

Verhandlungen mit Bayern Nr. 610 307 

Reichskammergericht Nr. 611 308 

Gesandtschaft in die Oberlande Nr. 612 309 

Einzelne Bundesangelegenheiten Nr. 613 309 

Herzog Heinrich von Braunschweig und Stephan Schmidt Nr. 614. . . 310 

Briefwechsel des Landgrafen mit seinen Gesandten Nr. 616. 616 .. . 311 

Tag zu Worms 1639 Apr.— Juni Nr. 617—619 312 

Bundestag zu Arnstadt 1639 Okt— Dez. 

Akten des Landgrafen Nr. 620 314 

Akten der Gesandten Nr. 621. 622 316 

Braunschweigisch-hessische Streitschriften 1639—1642 Nr. 623-^26 .... 317 

Rechnungswesen des Schmalkaldischen Bundes 1640 Nr. 627 319 



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inbiat zun 

Seite 

B«ru(iiiig dar BandeskriegarSte nach EmmI 1540 Jan. Nr. 526 319 

Sicherheitsmaßregeln und EriegsbeBtalhmgen 1640 Nr. 629—631 320 

Briafweohsel mit Feige, Zeitungen 1640 Jan.--Aug. Nr. 632. 633 322 

lUielifikaminergericht 1540 Jan.— ^Okt. Nr. 534. 636 323 

Tag SU QelnhanAen 1640 Febr. Mta Nr. 636 324 

Zi^genhainor Synode 1540 Febr. Nr. 637 324 

Bndeetag an Sebmalkalden 1640 

Akten des Landgrafen HSn Nr. 538. 639 825 

Akten der Gesandten Febr.— Jnli Nr. 540-^^42. 326 

Beiigionageeprieh in Hagenan 1640 

Akten des Landgrafen Mai— Juli Nr. 548. 644 329 

Akten der Gesandten Jnni. Juli Nr. 546. 646 331 

Mordbrenner 1540 MSra— 1641 Jnii Nr. 647 332 

Verbaadlnngen mit den Oberländern 1640 Apr.— Okt. Nr. 548 333 

Georg Saeha 1540 Mai— 1542 Mal Nr. 649 333 

Tag sn Herafeld 1640 Jnni. Juli Nr. 660. 661 334 

Johann Nordeok nnd das Beiehekammergerieht 1640 Sept Nr. 562 ... . 336 
Wormeer Geq>rXch 1640 Okt— 1641 Jan. 

Briefireeheei mit den G^esandten nnd Vergleiehsyerhandlangen 

Akten des Landgrafen Nr. 663 336 

Akten des Gesandten Nr. 664. 666 336 

Sendung Feiges 

Akten des Landgrafen Nr. 666 337 

Akten Feiges Nr. 667. 668 340 

Briefireehsel mit Dr. Walter 1640 Not. Dez. Nr. 669 341 

Bnndettag la Naumburg 1640 Dez.— 1641 Febr. 

Bundestagsakten Nr. 560 341 

Briefireehsel Nr. 661. 662 342 

Verhör Sabes y. Ganstein 1640 Dez.-1641 Not. Nr. 663 343 

KriegsrerfiuNiung 1641 Jan.— 1642 Jan. Nr. 664-666 344 

Sehertlin 1541 Febr.— Dea. Nr. 667 346 

Aufhebung der Aeht wider Gosligr und Minden 1641 Febr. Nr. 668 ... . 347 
Reiehstag su Begensbnrg 1641 

Briefe, yor der Abreise d. Landgrafen Febr. Mäiz Nr. 669. 670 ... . 347 

Maßregeln fttr die Zeit d. Abwesenheit d. Landgrafen M&ra Nr. 671 . . 348 

Briefir. mit d. hein^elassenen Bftten in Marburg Apr.— Juni Nr. 672. 673 348 

ProtokoUe MSrz-Juli Nr. 674 349 

Verhandlungen und Vertrag mit d^n Kaiser März— Juni Nr. 676 .... 349 

Allgemeine Beiehtagsyerhandlungen, Gesprttch März— Juli Nr. 676 . . 360 

Das Begensburger Buch Nr. 677 361 

Herzog Heinrieh yon Braunsohwelg März— Juni Nr. 678 362 

Herzog Heinrieh und die Städte Goslar und Braunsohweig Nr. 679 . . 363 

Verhandlung mit Kurköln Nr. 580 363 

Schmalkaldisehe Bundesangelegenheiten Apr.— Aug. Nr. 681 363 

Siekingische Angelegenheit Mai. Juni Nr. 582 364 

Verhandlungen mit Eck Mai. Juni Nr. 683 364 

Dr. y. Mosham, österreichische u. ungar. Gesandtschaft Mai Nr. 684 . . 366 

Bitter Frans yom Hom Juni Nr. 686 366 

Braunschweigisehe Vormundschaft Juli Nr. 686 366 



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XLIV iBhtAt 

Seite 

BriefvreohBel mit den Gtosandtdn Jam— Aug. 

Akten des Landgrafen Nr. 667. 688 866 

Akten der heBBisohen B&te in Begensbvrg Nr. 689 . . • 869 

Fttntentag in Naumburg 1641 Sept— (1642 Febr.) Nr. 690 360 

BechnungBweBen des SchmalkaldiBohen Bundes 1641 Nr. 691 361 

AuBsehreiben, BriefvreehBel mit Feige 1641 Aug.— Dei. Nr. 692. 693. .. . 362 

Briefweehsel mit Helfinann und Walter 1641 Sept— Dei. Nr. 694 363 

Verhandhingen mit den Oberländern 1641 Okt Not. Nr. 696 363 

BeichBtag in Speyer 1642 Jan. — Apr. 
BriefvreebBeL 

Akten des Landgrafen Nr. 696-698 364 

Akten der Geeandten Nr. 699 368 

BeiehBtagBakten Nr. 600 369 

Herzog Heinrick Ton BrauuBohweig Nr. 601 369 

SiekingiBche Angelegenheit 

Akten des Landgrafen Nr. 602 370 

Akten der Gesandten Nr. 603 370 

SchmalkaldiBche BundeBangelegenheiten. 

Akten des Landgrafen Nr. 604 370 

Akten der Gesandten Nr. 606 370 

Kreistage au Worms und Speyer 1642 Jan.— Mai. 

Akten des Landgrafen Nr. 606 371 

Akten Heinrich Lersners Nr. 607 372 

Briefvfechsel mit Beamten 1642 Febr.— JuH Nr. 608 372 

Visitation des Reichskammergerichts 1641 Nov. 1642 Mai— Juli Nr. 609 . . 373 

Abrechnung mit dem Schmalkaldischen Bund 1642 Mai Nr. 610 373 

Tag zu Warburg, Ii^juriensache gegen Herzog Heinrich 1642 MSrz— Juni 

Nr. 611. 612 374 

Braunschweigischer Zug 1642 

Bestallung yon Offizieren Jan.— Dez. Nr. 613. 614 376 

Anwerbung und Zusammenziehung von Truppen Juni. Juli Nr. 616 . . 376 

Geschfitz, Munition, Train Juni. Juli Nr. 616 378 

Operationen Bernhards y. MUa Mai— Juli Nr. 617 378 

Tag zu Eisenach Juni. Juli Nr. 618. 619 379 

Einschreiten des Beichskammergerichts Juli. Aug. Nr. 620 380 

OberlSndische St&dtetage zu Ulm Juli— Sept Nr. 621 381 

Der Zug Juü— Sept Nr. 622 381 

Akkord mit Wolfenbüttel Aug. Nr. 623 382 

Yorslchtsmaßregeln in Hessen Juli Nr. 624 382 

Tttrkenkrieg 1642 Mai— 1643 März Nr. 626. 626 382 

Belchstag zu Nürnberg 1642 Juli. Aug. 

Akten des Landgrafen Nr. 627 384 

Akten der Gesandten Nr. 628 386 

Bundestag zu Braunschweig 1642 Aug. Sept 
Briefwechsel 

Akten des Landgrafen Nr. 629 386 

Akten der Gesandten Nr. 630 386 

Allgemeine Bundesangelegenheiten Nr. 631 387 

Schwäbisch Hall gegen die Grafen von Hohenlöhe Nr. 632 388 

Bundesrechnungswesen Nr. 633. 634 388 



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Inhalt XLV 

Seite 

Berichte von Besinten, Mandate 1542 Sepi— ^Dez. Nr. 636 389 

Akten Dr. Walters 1642 Okt Nr. 636 390 

Kreistag sn WormB 1642 Not. Nr. 637 391 

Vermitünng swiflohen Württemberg n. Eßlingen 1642 März— Noy. Nr. 638-640 391 
Bimdettag m Sehweinfort 1642 Nov. 

Akten des Landgrafen Nr. 641 392 

Akten der Gesandten Nr. 642. 643 393 

Reknsation des Kammergeriehts 1642 Not.— 1643 Jan. Nr. 644 394 

Vermittlang im Geldrisohen Erbfolgestreit 1642 Okt— 1643 M&rz. 

Akten des Landgrafen Nr. 646. 646 396 

Akten der hessischen Gesandten Nr. 647 396 

Briefirechsel mit Aitinger 1642 Dez. 1643 Jan. Nr. 648 396 

Diener des Schmalkaldischen Bandes, Rechnangswesen 1642. 1643 Nr. 649 397 
Reichstag za Nfimberg 1642 Okt— 1643 Mai. 
Briefwechsel mit den Gesandten. 

Akten des Landgrafen Nr. 660-662 398 

Akten der Gesandten Nr. 663. 664 406 

Reichstagsakten Nr. 666 406 

Schmalkmldisohe Bandesverhandlongen Nr. 656 406 

Kündschaften nnd Zeitangen 1643 Jan.— Dez. Nr. 667 408 

Daniel yom Ried and Johann v. Rampenheim 1643 Apr. Nr. 668 410 

Bestallong yon Offizieren 1643 Jan.— Dez. Nr. 669. 660 410 

Sebastian Schertlin and Hans Ber 1643 Jan.— Dez. Nr. 661 411 

Vorsichtsmaßregeln gegen Herzog Heinrich ron Brsanschwelg 1643 Jan.— 

De». Nr. 662. 663 413 

Geschfitae and Munition 1643 Nr. 664 416 

Reknsation des Reichskammergerichts 1643 Jan.— Mai Nr. 666 416 

Dr. Johann Oldendorp 1643 Mai. Jnni Nr. 666 416 

Rheinische Kreistage 1643 MSrz. Mai— Sept. Nr. 667—669 416 

Tag za Eisenach 1643 Jani. Nr. 670-672 417 

Bandestag za Schmaikalden 1643 Jnni— Ang. ^ 

Akten des Landgrafen Nr. 673. 674 417 

Akten der Gesandten Nr. 676-677 420 

Briefwechsel mit den Räten in Kassel and Marburg 1643 Jnli— Not. 

Akten des Landgrafen Nr. 678. 679 422 

Akten der Kasseler RSte Nr. 680 423 

Bandestag za Frankfurt 1643 Sept.— Nov. 

Akten des Landgrafen Nr. 681 424 

Akten der Gesandten Nr. 682. 683 426 

Haas Schenk von BuUenheim Nr. 684 426 

Visitationstag zu Speyer. 

Akten des Landgrafen 1643 JuU-Dez. Nr. 686. 686 427 

Akten Dr. Gtinterodes 1643 Okt— 1644 Jan. Nr. 687. 688 427 

Bimonschweigisehes VerhOr 1642. 1643 Nr. 689 428 

Reichstag zu Speyer 1644 Jan.— Juni. 

Materialien 1643 Sept— 1644 Jan. Nr. 690 429 

Briefwechsel yor der Reise d. Landgrafen nach Speyer 1644 Jan. Febr. 

Akten der Gesandten Nr. 691 429 

Akten des Landgrafen Nr. 692 430 

Reiehstagaakten 1643 Mai-1644 Mai Nr. 693 430 



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XLVI Inhalt 

Seite 

Brannfichweigischer Yerhöratag Nr. 694. 695 431 

BraanschweigiBche Angelegenheit, Sequestration Nr. 696. 697 432 

Schmalkaldischer Bundestag Nr. 698 . 433 

Briefwechsel naoh der Abreise des Landgrafen Mai. Jnni. 

Akten des Landgrafen Nr. 699. 700 434 

Akten der Gesandten Nr. 701 437 

Sicherheitsmaßregeln gegen Heinrich von Brannschweig (Erster Rnmor) 1644. 

Kundschaften und Zeitungen Jan.— Aug. Nr. 702 437 

Briefwechsel mit den Kasseler Bfiten Jan.— Aug. 

Akten des Landgrafen Nr. 703 439 

Akten der Kasseler Räte Nr. 704 440 

Bestallung von Offizieren Jan.- Aug. Nr. 706. 706 441 

Sicherheitsmaßregeln und Rüstungen Jan.— Juli Nr. 707. 706 442 

Rheinische Einung 1644 Mai— Aug. Nr. 709 443 

Tag lu Gotha 1644 Juli Nr. 710 443 

Gesandtschaft an den Kaiser 1644 Juli— Sept. 

Akten des Landgrafen Nr. 711 444 

Akten der Gesandten Nr. 712 446 

Tag zu Mtthlhausen 1644 Mai-Juli Nr. 713 446 

Kreistag zu Worms 1644 Aug. Sept Nr. 714 446 

Kammergericht 1644 Aug.— 1646 MSrz Nr. 716 447 

Sicherheitsmaßregeln gegen Heinrich von Braunschweig (Zweiter Rumor) 1644. 

Kundschaften und Zeitungen Sept.— Nov. Nr. 716 447 

Rüstungen Sept.— Dez. Nr. 717. 718 448 

Kundschaften und Zeitungen. Briefwechsel mit den ELasseler Räten. 

Akten des Landgrafen 1644 Nov.— 1646 März Nr. 719 449 

Akten der Kasseler Räte 1644 Nov. Dez. Nr. 720 460 

Reise Jakob Lersners nach Italien 1644 Sept. -1646 März Nr. 721 .... 460 

Briefwechsel mit Aitinger 1644 Nov. Nr. 722 461 

Reformationsgutachten 1644 Aug.— Nov. Nr. 723 462 

Reichstag zu Worms 1644 "Sept.- 1646 Aug. 
Instruktionen, Reichstagsakten. 

Akten des Landgrafen Nr. 724 462 

Akten der Gesandten Nr. 726 463 

Reformationsgutachten Nr. 726 464 

Briefwechsel. 

Akten des Landgrafen Nr. 727-730 464 

Akten der Gesandten Nr. 731—734 466 

Bundesverhandlungen. 

Akten des Landgrafen Nr. 736 466 

Akten der Gesandten. 

Allgemeine Bundessachen Nr. 736 466 

Schwäbisch-Hall gegen Hohenlohe Nr. 737 468 

Rechnungswesen Nr. 738—740 468 

Kreistage zu Nürnberg und Worms 1644 Nov.— 1646 Aug. Nr. 741 ... . 468 

Albrecht v. Rosenberg 1646 Jan.— Sept Nr. 742 469 

Tag zu Naumburg 1646 Juli Nr. 743 469 

Braunschweigischer Zug 1646 

Briefwechsel mit den Kasseler Räten vor dem Zuge Febr.— Sept 

Akten des Landgrafen Nr. 744. 746 470 



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Inhalt XLVII 

Seite 

Akten der ECasseler Räte Nr. 746 470 

Kundschaften yor dem Zage Jan.— Okt Nr. 747 471 

BfiBtimgen Henog Heinriehs Febr.— Sept Nr. 748 473 

SieherheitBmaßregeln gegen HerEog Heinrich Jan.— Okt Nr. 749. 750 . 474 

Tmppenwerbnngen Jan.— Des. Nr. 761—753 474 

Unmittelbare Yorbereitongen snm Feldsnge Sept. Okt Nr. 754. 755 . . 476 
Briefwechsel mit den Kasseler Riten während des Zugs Okt 

Akten des Landgrafen Nr. 756 477 

Akten der Räte Nr. 757 477 

PtOTiantsnfnhr Sept— Nov. Nr. 758 " 478 

Erhebnng der Schmalkaldisohen Bandesanlage Okt. Not. Nr. 759 .. . 478 

Kundschaften während des Zags Okt Nr. 760 478 

Kriegsereignisse Okt Des. Nr. 761 479 

Ge&ngennahme Stephan Schmidts Okt Nov. Nr. 762 479 

Einnahme yon Rietberg Not. 

Akten des Landgrafen Nr. 763 479 

Akten Dr. Walters Nr. 764 480 

Erbeotete Rietberger Akten Nr. 766 480 

Enüassong der Trappen 1545 Okt-1546 Febr. Nr. 766 481 

Anseinandersetzang mit d. Helfern Herzog Heinrichs 15450kt— 1546 Jani 

Nr. 767 481 

Die gefimgenen Edelleate and Haaptleate 1545 Okt— 1547 Jan. Nr. 768 482 
Untersnchang wegen der Übergabe yon Steinbrttck 1545 Nov.— 1546 Apr. 

Nr. 769 482 

6e&ngenschafik des Herzogs Heinrich 1545 Okt— 1546 Dez. Nr. 770 . . 483 
Aktenbeate. Archiv Herzog Heinrichs. 

Erbeinong mit Herzog Wilhehn Nr. 771 484 

Herzogin Maria Nr. 772 485 

Stadium des Herzogs Philipp Nr. 773 485 

Briefwechsel mit Dienern, Aufbringung von Geld Nr. 774—778 . . 486 

Anwerbungen Nr. 779 487 

Feldzug des Jahres 1546 Nr. 780-788 488 

Kaiser Kaii V und Matthias Held Nr. 784 . 490 

König Ferdinand Nr. 785—787 496 

Reichstag zu Nfimberg 1543 Nr. 788. 789 499 

Reichstag zu Speyer 1544 Nr. 790 499 

Reichstag zu Worms 1546 Nr. 791 600 

Reichakammergericht Nr. 792 600 

Nttmberger Bund, Bayern Nr. 793—799 600 

Brandenburg-Kflstrin Nr. 800 606 

Braunschweig-Kalenberg Nr. 801—808 607 

Braunschweig-Celle Nr. 804 508 

Bremen Nr. 806 609 

Corvey Nr. 806 609 

Dänemark Nr. 807 610 

Egmont-Bfiren Nr. 808 511 

Frankreich Nr. 809 511 

Goslar Nr. 810 611 

Hessen Nr. 811 612 

Hfldesheim Nr. 812 612 



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XLYIII Inhalt 

Seite 

Jülich Nr. 813 612 

Köln Nr. 814 513 

Lübeck Nr. 816 613 

Mainz Nr. 816 614 

Mecklenbnrg Nr. 817 614 

P&lz Nr. 818 616 

Sachsen (Albertinlsohe Linie) Nr. 819 615 

Sachsen-Lanenborg nnd Oldenburg Nr. 820 616 

Schweden Nr. 821 617 

Bestallaifl^en Nr. 822 617 

FaciuB Groß Nr. 823 518 

Hoya, Lippe, Diepholz Nr. 824 618 

Der Ottenstein Nr. 826 618 

Lorenz de YiUani Nr. 826 619 

Nikolaoß Miller Nr. 827 619 

JoBt V. Halle Nr. 828 620 

Einzelne Aktenstttcke Nr. 829. 830 620 

Yerzeichnisee nnd AbBchriften Nr. 831—839 521 

Schertlin 1646. 1646 Nr. 840 622 

Akten der Kasseler Räte 1646 Sept.— Dez. Nr. 841 624 

Bundestag zu Frankfurt 1646 Not.— 1646 Apr. 
Briefwechsel mit den Gesandten. 

Akten des Landgrafen Nr. 842. 843 624 

Akten der Gesandten Nr. 844 629 

Bandestagsakten Nr. 846—847 629 

Rechnungswesen Nr. 848 634 

Gesandtschaft nach Frankreich und England Nr. 849 635 

Rekusation des Konzils zu Trient 1646. 1646 Nr. 860 636 

Gespräch zu Speyer 1646 Febr. März Nr. 861 636 

Bundestag zu Worms 1646 Febr.— Apr. 

Briefwechsel mit den Gesandten Nr. 862. 863 636 

BundesTcrhandlungen Nr. 864. 866 638 

Reichstag zu Regensburg 1646 Dez.— 1646 Juli. 

Briefirechsel mit den Gesandten Nr. 866. 857 639 

Reichstags- und Bundestagsakten Nr. 868 644 

Braunschweigische Angelegenheit Nr. 869—861 646 

Religionsgespräch. 

Akten des Landgrafen Nr. 862. 863 646 

Akten der Kolloquenten Nr. 864 647 

Tag zu Hannover 1646 Febr. März Nr. 866 648 

Verhinderung fremder Werbungen 1646 Jan.— März Nr. 866 . 648 

Vernehmung Jakobs y. d. Schulenburg 1646 Juni Nr. 867 648 

Verhör Stephan Schmidts 1646 Apr. Nr. 868 649 

Abrechnung Heinrichs t. Schachten 1646 Mai Nr. 869 649 

Bri fwechsel mit den Kasseler Räten 1646 Mai— Juli Nr. 870. 871 649 

Oberländischer Bundestag in Ulm 1646 Juni— Aug. Nr. 872 560 

Schmalkaldischer Krieg. 

Kundschaften vor dem Feldzuge 1645 Nov.— 1646 Aug. Nr. 873 ... . 662 

Rittertage, Rttstungen des Kaisers 1546 Febr.— Juli Nr. 874 552 

Hessische Rttstungen. 



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Inhalt XLIX 

Seite 

Werbukgen 1646 Jan.— Iö47 Febr. Nr. 876-878 668 

Trappenrnnsternngen 1646 Joli Nr. 879-~884 664 

Angebot 1646 JuL-Okt Nr. 886-888 666 

BesteUnng der Festangen 1646 Apr.-Ang. Nr. 889-^1 667 

GeBchfita, Mnnition naw. 1646 Febr.-1647 Jan. Nr. 892. .... . 667 

Beebnnngen nnd Mosterregister 1646 Nr. 893—896 668 

Der Donanfeldsog 1646 Juli— Nor. 

Allgemeine Korrespondenz Nr. 896 668 

Briefvreehsel mit den heimgelaBsenen BSten 

mit Kaaael Nr. 897. 898 660 

mit der ObergrafiBcbaft Nr. 899 662 

mit Gießen Nr. 900 663 

Briefweehael der Kasseler Räte Nr. 901. 902 664 

Karbnrger Akten Nr. 908 666 

Knndsebaften nnd Zeitongen Nr. 904 666 

An^üuigene Schreiben Nr. 906 667 

Yerhaadlnngen mit den Kammerräten in Ulm Nr. 906 668 

BimdeBtag m Ulm 1646 Sept— Dei. 

Briefwechsel Nr. 907. 908 669 

Protokolle, Besnch des Tages Nr. 909. 910 678 

KnrkOlnische Gesandtschaft Nr. 911 , . 673 

Kriegsftthrong Nr. 912 673 

Aufbringung yon Geld, Winterlager Nr. 913—816 676 

Okkupation yon Knrsachsen Nr. 917 676 

Abschied Nr. 918 676 

Verhandlungen in Giengen 1646 Nov. Nr. 919. 920 677 

Oesandtachaft nach Frankreich und England, Hilfegesnche 1646 Not.— 

1647 Apr. Nr. 921-923 678 

Sieherheitamaßregeln in Hessen 1646 Ang.— Nov. Nr. 924 679 

BOckzng des Heeres 1646 Nov. Dez. Nr. 926 679 

Briefwechsel mit Aitinger 1646 Dez.— 1647 Febr. Nr. 926 682 

Bechenschaftabericht 1646 Okt Noy. (1647 Jan.) Nr. 927 683 

Einladung snm Bundestage in Frankfurt a646 Dez.) Nr. 928 683 

Kundschaften nach dem Donaufsldzuge 1646 Nov.— 1647 Mai Nr. 929 . 684 

Briefwechsel mit Gießen 1646 Dez.— 1647 Mai Nr. 930 684 

Marburger Akten 1646 Dei. Nr. 931 686 

Briefwechsel mit Bttsselsheim und Bheinfels 1646 Dez.— 1647 Mai Nr. 932 686 
Blistnngen 1646 Sept— 1647 Aug. 

BeeteUung der Festungen Nr. 983. 934 687 

Briefwechsel mit den Kriegsräten Nr. 936. 936 688 

Akten der Musterbeamten Nr. 937 688 

Verteidigungsmafiregehi Nr. 938 689 

Anwerbung und Musterung Nr. 989. 940 689 

Bezahlung der Truppen Nr. 941. 942 689 

Aufbringung von Geldmitteln, See- und Hansestädte 1646 Dez.— 1647 Apr. 

Nr. 943 690 

Au%efuigene Schreiben 1647 Febr.-^uni Nr. 944. 946 691 

Der Kaiser und die Bitterschafb 1646 Dez.-1647 Juni Nr. 946. 947 . . 691 
Ankafipfing vonYerhaadlungen mit dem Kaiser 1646 (Nov.) 1647 Jan.— 

Apr. Nr. 948 692 

feUt AnkiT im LMdgr. PkiUpp. d 



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L Inhalt 

Stite 

BriefvreohBel mit konüehsiBohen Offizieren 1647 HSrz— Juni Nr. 949 . . 693 

Bflok8tlindige Besoldung von Offizieren des Sehmalkaldisohen Bandes 1647— 

1662 Nr. 960 693 

Karl [nndj Hans ▼. Griimbach, Christoph Kretzer 1649 Juni— 1660 Apr. 

Nr. 961 694 

Kapitulation yon Halle. 

Vorverhandlungen 1646 Dez.— 1647 Juni Nr. 962-966 696 

Die Kapitulation und ihre Ausführung 1647 Juni— 1648 Okt Nr. 967—962 604 

Interim und Konzil. 

AUgemeines 1648 Juli-1661 Sept Nr. 963-966 606 

Trierer Synode 1648 Nov. Nr. 966 609 

Heiander, Kauffiingen, Endres 1648 Dez. Nr. 967 609 

Mainz 1649 Juli. Aug. Nr. 968 610 

Die Frage der Restitution des Abts von Haina 1648 Okt— 1663 Aug. 

Nr. 969-971 610 

Kreistag zu Speyer 1649 Febr. Nr. 972 611 

Beichstag zu Augsburg 1660 Juni— 1661 Juni Nr. 973 612 

Rheinische Einung 1661 Hai Nr. 974 612 

Kreistage zu Worms 1661 Hai— Dez. Nr. 976 612 

Belchsangelegenheiten und Landesverwaltung 1647 Aug.— 1661 Dez. Nr. 976— 

980 613 

Beichkammergerioht 1648 Dez.— 1666. 

Kasseler Akten Nr. '981. 962 , . 617 

Akten der Prokuratoren Nr. 983. 984 619 

Prozeßakten Nr. 986—992 621 

Briefwechsel mit verordneten BSten 1648 Sept.— 1661 Juli. 

ECasseler Akten Nr. 993—996 622 

Akten der verordneten B&te Nr. 997—1000 626 

Briefwechsel mit dem Landgrafen wShrend seiner Ge&ogenachaft. 

Offener Briefwechsel 1647 Juni— 1661 Nr. 1001—1006 627 

Geheimer Briefwechsel 1647 Dez.— 1662 Hai Nr. 1006—1011 630 

Bemühungen um die Freilassung des Landgrafen. 

Einmahnung der Kurfürsten 1647 Juni— 1660 Juli Nr. 1012—1026 ... 646 

Beichstag in Augsburg 1647 Okt Nov. Nr« 1026. 1027 666 

Beisen der LandgrSfin Christine 1648 Jan.— Sept Nr. 1028-1032 ... 666 

Gesandtschaft an König PhUipp von Spanien 1649 Jan.— Harz Nr. 1033 660 

Yermitünng von Trier, KOln, Kurpfelz usw. 1649 Dez.— 1660 Febr. Nr. 1034 660 

Fluchtversuch. 

Briefwechsel des Landgrafen mit seinen Vertrauten 1649 Nov.— 1661 Jan. 

Nr. 1036 661 

Bechtfertigung des Landgrafen Wilhelm, Sehachtens und Bings 1660 Dez. 

1661 Jan. Nr. 1086. 1037 . . 664 

BQndnisplSne im Zusammenhang mit dem Fluchtversuche 1649 Sept— 

1661 Febr. Nr. 1038-1041 666 

Bttndnisverhandiuttgen. 

Tag zu Dresden 1661 Febr. HXrz Nr. 1042 670 

Von Dresden bis Torgau 1661 HSrz. Apr. Nr. 1043 670 

Die Torgauer Zusammenkunft 1661 Hai Nr. 1044 671 

Von Torgau bis Lochau 1661 Hai-Ang. Nr. 1046 671 

Verhandlungen zu Lochau 1661 Aug.— Okt Nr. 1046. 1047 673 



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Inhalt LI 

Mto 

Von Lochmn bis znr Dresdener Handlang 1651 Okt— De& Nr. 1048 . . 675 

Dresdener Handhing 1551 I>ez.~1562 Jan. Nr. 1049—1051 676 

Von der Dresdener Handlang bis zam Tage in Friedewald 1562 Jan. 

Febr. Nr.l052 678 

Tag in Friedewald 1552 Febr. Nr. 1053 679 

Markgraf Albrecht In Frankreich 1551 Okt-~1552 Jan. Nr. 1064 ... . 679 
Bitte am Geleit ftlr Karf. Moritz and Landgraf Wilhelm 1552 Jan. Febr. 

Nr. 1055 680 

Krieg gegen den S^aiser 1552 

Akten des Landgrafen Wilhelm 

Trappenwerbongen März Nr. 1066—1060 680 

Briefwechsel mit Moritz yon Sachsen Febr. März Nr. 1061 682 

Briefwechsel mitAlbrechtyonBrandenbargM3lrz-Aag.Nr.l062— 1063 684 

FfiO^graf Ott Heinrich Apr.— Dez. Nr. 1064 688 

Yerhandlongen mit Frankreich Febr.— Sept 

Allgemeine Yerhandlnngen Nr. 1065 688 

Aasflihrang des Vertrags von C^ambord Nr. 1066 690 

England Apr. Nr. 1067 692 

VermitÜangSTersnch der rheinischen Karfllrsten März. Apr. Nr. 1068 692 
Französische Sendschrift, Neatralitätserklärüngen, Eapitalationen 

Febr.— Apr. Nr. 1069 T 693 

Salvagoardien Nr. 1070 694 

Geechfitz and Maoition März-Okt Nr. 1071 694 

NentralitStSTerhandlnngen 

mit Würzbarg MSrz Nr. 1072 695 

mit dem Eichsfeld and Fritzlar MSrz. Apr. Nr. 1073 695 

mit Kartrier MXrz. Apr. Nr. 1074 696 

Aassohreiben an die sttddentschen Sti&dte Apr. Nr. 1075 696 

Yerhandlongen mit Nürnberg MSrz— Mai Nr. 1076 697 

Briefwechsel mit Dr. Gemel Febr.— Sept Nr. 1077 698 

Yerhandlnngen mit Ulm Apr. Nr. 1078 699 

Tag zn Aagsbarg Apr. Mai Nr. 1079. 1080 699 

Neatralit&tsverhandlangen Apr.— Jali Nr. 1061 700 

Die Kloster Weingarten, Ochsenhaasen a. Salmannsweiler Apr.— Joni 

Kr. 1082 701 

Vertrag mit Mainz Jali— Sept Nr. 1063 702 

Ereignisse aof dem Zage Apr.— Aag. Nr. 1064 702 

Briefirechsel des Landgrafen Wilhelm 

mit Kassel Mto-Jali Nr. 1085. 1086 704 

mit Ziegenhain and Gießen Mai— Jali Nr. 1087 708 

mit der Obergraftchaft Febr.— Jali Nr. 1068 709 

mit der Niedergraftchaft Febr.— Jani Nr. 1069 710 

Qefimgensehalt des Grafen Beinhftrd yon Solms MSrz— Sept Nr. 1090 711 

Gefimgenschaft des Bischofs von Merseborg Mai— Jali Nr. 1091 . . 711 

Besohlagnshmte Schriftstücke Febr.— Jnni Nr. 1092 . 711 

Kriegsrechnang Nr. 1093 712 

Kasseler Akten 
Briefwechsel 

mit dem Landgrafen Wilhelm MSn— Sept Nr. 1094 712 

mit Ziegenhain Apr.— Jali Nr. 1095 714 

d* 



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LH Inhalt. 

S«ito 

mit Marborg Märi— Juli Nr. 1096 714 

mit Gießen März— Jnli Nr. 1097 715 

mit dem Grafen Christoph y. Oldenburg März— Jani Nr. 1098 . 716 

mit BttsBelBheim März-Juli Nr. 1099 717 

mit RheinfelB März— Juni Nr. 1100 718 

Verhandlungen mit dem Eichsfeld März. Apr. Nr. 1101 718 

Berichte des Rentschreibers in Trendelburg März—Ang. Nr. 1102 . 718 

Einrichtung der Landesyerwaltung, Zeitungen März— Juli Nr. X103 719 

Wiederherstellung der Festung Kassel 1552 Febr.- 1553 Apr. Nr. 1104 720 

Fruohtmangel im Lande 1552 März— Mai Nr. 1105 720 

Lehensaufgebot März— Juli Nr. 1106 721 

Musterung der Untertanen März— Juni Nr. 1107 721 

Beschaffung yon Geschütz Mai Nr. 1108 722 

Hilfegesuch bei Frankreich Mai. Juni Nr. 1109 722 

Kreistag zu Worms Apr. Nr. 1110 722 

Passauer Vertrag 1552. 

Einmahnung der Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen Febr.— Mai 

Nr. 1111 723 

Friedensyerhandlungen zu Linz Apr. Mai Nr. 1112 724 

Briefvrechsel mit Landgraf Philipp Apr.— Sept Nr. 1113 725 

Die Passauer Verhandlungen Apr.— Aug. 

Akten des Landgrafen WUhelm Nr. 1114. 1115 726 

Akten Heinrich Lersners Nr. 1116 729 

Ratifikation des Vertrags Juli— Noy. 

Allgemeines Nr. 1117 730 

Briefwechsel mit Kurfürst Moritz Nr. 1118 731 

Ratifikation durch die Landstände Nr. 1119. 1120 732 

Einholung des Landgrafen Philipp 1552 Aug. Nr. 1121 733 

Akten des Landgrafen Philipp aus der Zeit seiner Gefangenschaft. 

Die Kapitulation yon Halle 1547 Juni Nr. 1122 733 

Verhandlungen mit dem Kaiser 1547 Juni— Aug. Nr. 1123 734 

Heinrich Lersner 1547 Juli Nr. 1124 735 

Reisen Simon Bings 1547 Juli. Aug. Nr. 1125. 1126 736 

Briefwechsel mit Kursachsen uud Kurbrandenburg 1547 Juni. Juli 

Nr. 1127 737 

Briefwechsel mit Pfalz-Zweibrttcken, Braunschweig-WolfenbUttel usw. 

1547 Juni-Aug. Nr. 1128 738 

Reichstag zu Augsburg 1547. 1548. 

Verhandlungen mit dem Kaiser 1547 Aug.— 1548 Juni Nr. 1129 . . 739 
Briefwechsel mit den yermittelnden KurfUrsten 1547 Aug.— 1548 Juli 

Nr. 1130—1135 741 

Briefwechsel mit der KurfÜrstin Agnes yon Sachsen 1547 Juli— 

Okt. Nr. 1136 746 

Heinrich- Lersner in Augsburg Aug.— Dez. Nr. 1137. 1138 746 

Die hessischen Gesandten in Augsburg Okt Noy. Nr. 1139 .... 748 

Landgräfin Christine in Augsburg 1548 Febr.— Mai Nr. 1140 ... 748 
Briefwechsel mit Solms, Pfalz— Zweibrücken usw. 1547 Aug.— Des. 

Nr. 1141 749 

Reichstagsakten 1547 Juli-Okt Nr. 1142 750 



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Beito 

Briefwechsel 

mit dem KnrfHiBten Moritz «nd der Kwftrstio kgt^Hy der LmmL- 

grilfin Elisabeth qbw. 1649—1»! Nr. 114B ISO 

mit Beinen SOhnen 1647-1660 Nr. 1144 762 

mit Statthalter nnd B&ten an Kacael 1647-1662 Nr. 1146-1161 . . 763 

Geheimer Briefwechsel mit Schenk, Schachten und BiBgl649. 1660 Nr. 1168 769 

Befreiung nnd Rückkehr 1662 IM-Sept. Nr. 1168 760 

Prozesse 1647-1661. 

Braunschweig-Wolfenbttttel Nr. 1164 701 

Deutschmeister Nr. 1166 762 

]£aina Nr. 1166 763 

Nassau Nr. 1167 764 

Solma Nr. 1168 766 

Wertheim Nr. 1169 767 

Kleinere Proaesse Nr. 1160 767 

Suppliken 1660. 1661 Nr. 1161 768 

Handakten Nr. 1162 769 

Bechtfertignng Bings 1662 Okt Nr. 1163 769 

Briefwechsel Bings mit den Landgrmftn PhUipp nnd Wilhelm 1662 Okt— 

1668 Sept Nr. 1164 770 

Kreistag n Worms 1662 Sept-1668 Fehr. Nr. 1166. 1166 771 

Briefwechsel mit Statthalter und Bäten zu Kassel 1662 Sept-*-1668 Sept 

Nr. 1167. 1168 771 

Markgraf Albrecht 1662 Not.— 1663 Sept Nr. 1169 774 

KundsehafUn 1663 MSrz-Ang. Nr. 1170 776 

Zosammenziehung von Truppen in Kassel 1663 Apr.— Juli Nr. 1171 .... 776 

Beiohskammergericht 1662—1664 Nr. 1172—1174 776 

Akten der Proknratoren am Kammergericht 1668—1666 Nr. 1176. 1176. . . 778 

Ffirstentag in Frankfurt 1663 Apr.— Aug. Nr. 1177. 1178 780 

Tag zu Heilbronn 1663 Aug.— 1664 Apr. Nr. 1179 782 

Kriegszng gegen Markgraf Albrecht 1664 Febr.— Dez. Nr. 1180 783 

G^genrflstungen in Kassel und Gießen 1664 Jan.— Des. Nr. 1181 784 

Bestellung von Rittmeistern und Hauptleuten 1664—1666 Nr. 1182 786 

Dorehmarsch wfirttemberglscher Reiter 1664 Mftrz-^Mal Nr. 1183 786 

Briefwechsel mit Reinhard Schenk 1664 Apr.— Dez. Nr. 1184 786 

BeiigliasgeBprieh zu Naumburg 1664 Febr.— Mai Nr. 1186 786 

Reichstag zu Augsburg 1664. 

Akten des Landgrafen Jan.— Dez. Nr. 1186. 1187 787 

Akten der Gesandten Mftrz— Juni Nr. 1188 , 789 

Kreistage zu Worms 1664 Mai— Sept 

Akten des Undgrafen Nr. 1189—1191 790 

Akten der Gesandten Nr. 1192 791 

Kreistag zu Frankfurt 1664 Apr.— Dez. 

Akten des Landgrafen Nr. 1193. 1194 791 

Akten der Gesandten Nr. 1196 792 

Werbungen des Grafen Albrecht von Mansfeld 1664 Not.— 1666 Jan. Nr. 1196 793 

Werbungen Wilhelms v. Reifduberg 1666 Jan. Nr. 1197 793 

Reiehatag zu Augsburg 1666. 

Akten des Landgrafen Nr. 1198—1206 794 

Akten der Gesandton Nr. 1206-1217 798 



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LIV Inhalt. 



KreiBtag za Worms 166b Jan.— Febr. Nr. 1218 801 

Briefwechsel mit Beamten 1666 Jan.— Not. Nr. 1219 801 

Briefweehsel mit Reinhard Schenk 1666 Jan.--Jnli Nr. 1220 802 

Angebot dea Adels nnd der Städte 1666 Hära— Joni Nr. 1221 802 

Instruktion fttr die Zeit der Abwesenheit 1666 Mai Nr. 1222 803 

Beichskammergerieht 1666-1669 Nr. 1223-1226 803 

Beichsstenem 1666 Dez.— 1667 Jan. Nr. 1227—1229 807 

Kreistage zu Worms 1666 Dez.— 1666 Okt Nr. 1230-1234 808 

Instruktion fttr die Zeit der Abwesenheit (1666 Mai) Nr. 1236 810 

Niederländisch-westfälischer Kreis 1666 Mai-Dez. Nr. 1236 811 

Kundschaften und Zeitungen 1666 Febr.— Dez. Nr. 1237 811 

Briefwechsel mit Beinhard Schenk 1666 Febr.— Aug. Nr. 1238 812 

Christoph Hacke 1666 Sept Nr. 1239 813 

Verlegung der Hofhaltung nach Marburg 1666 Noy. Nr. 1240 813 

Visitation des Beichskammergerichts 1666 Apr.-1667 Febr. Nr. 124L 1242 814 
Beichstag zu Begensburg 1666. 

Vorverhandlungen Nr. 1243 814 

Instruktion Nr. 1244 816 

Briefwechsel des Landgrafen mit seinen (Gesandten Nr. 1246. 1246. . . 816 

Akten der Gesandten Nr. 1247—1249 819 

Briefwechsel mit Statthalter und Bäten zu Kassel. Kundschaften und Zei- 
tungen 1667 Jan.— Dez. Nr. 1260. 1261 820 

Briefwechsel mit der Obergrafiichaft 1667 Jan.— Dez. Nr. 1262 822 

Briefwechsel mit der Niedergra&chaft 1667 Juli— Dez. Nr. 1263 822 

Tag zu Frankfurt 1667 Mai. Juni Nr. 1264 828 

Beligionsgespräch in Worms 1667 Juli— Dez. Nr. 1266 823 

Kreistag zu Worms 1667 Mai— Juli Nr. 1266 824 

Kreistage zu Speyer 1667 Sept— Noy. Nr. 1267. 1268 826 

Kreistag zu Worms 1667 Noy.-1668 März Nr. 1269 826 

Tag zu Frankfurt 1668 Febr.-Mai Nr. 1260 826 

Tag zu Pforzheim 1668 Sept-Dez. Nr. 1261 826 

Sicherheitsmaßregeln 1668 Jan.— Dez. Nr. 1262 827 

Kundschaften und Zeitungen 1668 Jan.— Dez. Nr. 1263 827 

Briefwechsel mit der Obeigrafschaft 1668 März— Dez. Nr. 1264 829 

Briefwechsel mit der Niedergraftchaft 1668 Jan.— 1669 Jan. Nr. 1266 ... 829 

Durchreise fremder Fürstlichkeiten durch Hessen 1668 Jan.— Aug. Nr. 1266 831 

Grumbachsche Händel 1668 März. Apr. Nr. 1267 831 

Kreistage zu Worms 1668 Mai— Okt Nr. 1268—1271 832 

Beichstag zu Augsburg 1669. 

Akten des Landgrafen Nr. 1272. 1273 833 

Akten der Gesandten Nr. 1274—1279 . 836 

Kundschaften 1669 Nr. 1280 888 

Kreistage zu Worms 1669 Okt-1660 Febr. Nr. 1281. 1282 839 

Kundschaften, Büstungen 1660 Jan.— Juü Nr. 1283 840 

Friedrich Spedt 1660 März-Mai Nr. 1284 840 

Grumbachsche Händel 1660 Jan.— Dez. Nr. 1286 841 

Beichskammergerieht 1660-1663 Nr. 1286—1292 842 

Konvent zu Naumburg 1661 Jan. Febr. Nr. 1293. 1294 846 

Konvent zu Erfurt 1661 Febr.— Mai Nr. 1296. 1296 846 

Kundschaften und Zeitungen 1660 Okt— 1661 Aug. Nr. 1297 847 



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Inhalt LV 

Bdte 

Siebolieitniutßregelii 1661 Jui.-Jiili Nr. 1296 848 

Krektag n WormB 1661 MSrz. Apr. Nr. 1299 848 

G««uidtieliaft nach Frankreich 1661 Sept— Dez. Nr. 1900 848 

BriefirechBel mit Kaasel 1662 Jan.— Dez. Nr. 1301 849 

Briefireohael swiachen Kaaael und Marburg 1662 Jan.— Sept. Nr. 1902 ... 849 

Friedrich Spedt 1662 MSrz— 1663 Apr. 1303 860 

Kieiatag sn Wonna 1661 Dez.— 1662 Febr. Nr. 1304 860 

Tag an Qelnhanaen 1662 Apr. Mai Nr. 1306 861 

Tag la Folda und KnrfOratentag sn Frankfnrt 1662 Aag.— Not. Nr. 1306—1908 861 

Tridontiner KonzU 1662. 1663 Nr. 1309. 1310 868 

Briefirechael mit Stotthalier nnd Bäten in EasBcl 1663 Jan.— Joli Nr. 1811— 

1314 863 

MiUtlriache Organization in KaBsel 1663 Apr.— Dez. Nr. 1316-1317 .... 866 

Knndachaften nnd Zeitungen 1663 Febr.— Ang. Nr. 1318 868 

HelniM der Orafi^haft Bietberg. 

Handakten Scheffers 1663-1666 Nr. 1319 868 

Briefwechad mit BXten 1663-1666 Nr. 1320 860 

Briefwechsel mit dem westfUüsohen Kreise, Kreistag zn Köln 1663 Jan.— 

Mai Nr. 1321. 1322 860 

Kreistage m Essen nnd Köln 1663 Juni— Okt Nr. 1323. 1324 861 

Gnimbachache HSndel, Einnahme Wttrzburgs, Tag in Lauda 1663 MSrz— 

Not. Nr. 1326 862 

Sieherheitamaßregeln 1663 Jan.--Juli Nr. 1326 863 

Briefwechsel mit Ziegenhain 1663 Apr.-Juli Nr. 1327 864 

Kreiatage in Worms 1663 Febr.— Okt Nr. 1328. 1329 864 

FOratentag au Heidelberg-Worms-Ladenburg 1663 Juli— Dez. Nr. 1330. 1331 866 

Deputationstag au Worms 1664 Jan.— Mai Nr. 1332-1336 866 

Kr«iatag zu Worms 1664 MXrz— Mai Nr. 1337 867 

KuBdachaften 1664 Febr. MSrz Nr. 1338 867 

Tag zu Friedberg 1664 Juni. JuU Nr. 1339 868 

Zeitungen 1664 Aug. Nr. 1340 868 

Beichakammergericht 1664—1667 Nr. 1341—1343 869 

SicherheitamaBregeln 1666 Jan.-Sept Nr. 1344 870 

Kvadachaften 1666 MlLn— Not. Nr. 1346 870 

Tag au Ladenburg 1666 Febr. M&rz Nr. 1346. 1347 870 

Kreiatag zu Worms 1666 JuU Nr. 1348 871 

Akten Bings und Bolshauscns 1666. 1666 Nr. 1349 871 

Beichatag zu Augsburg 1666. 

Akten des Landgrafen 1666 Nov.-1666 Juni Nr. 1860-1369 872 

Akten der Gesandten 1666 Dez.- 1666 Juni Nr. 1360-1362 878 

Abschriften 1666 Dez.— 1666 Mai Nr. 1363 879 

Briefwechsel mit BSten 1666 Apr.— Juli Nr. 1364. 1366 880 

Kreiatag zu Worms 1666 JuU— Sept Nr. 1366 881 

Kundschaften 1666 Juni— 1667 MSrz Nr. 1367 881 

Gmmbaehsche HSndei, Belagerang yon Gotha 1666 Dez.— 1667 MBiz Nr. 1368 881 

ÜBterstQtzung der Exekution gegen Grumbach 1667 Febr. MSrz Nr. 1369 . 888 

Tag SU Heidelberg 1667 Jan. Nr. 1370. 1371 883 

Tag an Fulda 1667 Febr. Nr. 1372 884 

Beichatag zu Begensburg 1667 Febr. MSrz Nr. 1373 884 



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Landgräfliche Personalien 



PAUL AtcUt dw LMdgr. PUUpp. 



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Landgraf Philipp. 

GrofljShrigkeit nnd Term&hlang. 
1. Aktes deB Landgrrafen PUlipp. 1618—1524. 

Urkunde des Kaisers MaximiHanA) Heiratsversckreibmigj^) Anschlag 
der Ämter Alsfeld und Orünberg, Versckreibung auf den Wieder faU der 
20000 fl. Heiratsgeldj Verxiektbrief Frätdein Christines wegen ihres 
väierUchen und mütterlichen Erbteils^ Vertragt) mit Hemog Oeorg 
wegen des SUbergescMrrs. Schreiben an Lorenx Viäani von Florenz 
und den nauptmann zu Leipxig Oeorg v. Widbach. Ausschreiben an 
den hessischen AdeL Verzeichnis^) der der Landgräfin von ihren Mtem 
mitgegebenen Aussteuer. Verzeichnis der Hochxeitsgäste.^) 

1518 März 16. GroBjährigkeitserklärimg durch Kaiser Maximilian. 
1523 Okt— 1524 Febr. YermäMang Landgraf Philipps mit Her- 
zogin Christine von Sachsen. 

Doppelehe. 
2. Akten des Landgrafen Philipp. 1539—1541. 

Aufzeichnungen Über mdindliche Unterredungen Philipps mit seinen 
Bäten und Theologen und mit Bucer,^) Ratschlag Luthers und Melanch- 
ihons. Instruktion und Memorial für Bucer (Sendung an Luther^ 
Mdanchtiion und den Kurfürsten von Sachsen), Mäander und Lenvng. 
Der Witknberger Batschlag. Das ConsiUum der hessischen Theologen. 
Die >petitio triu/m artictdorum^ Mdanchfhans und der hessischen Pre- 
ekger [dem Landgrafen am Tage nach seiner Trauung zu Botenburg 



1] Kopialbnch H 1 fol. 1. 2) Die Ansfertignng hn Samtaichive V 256, 124. 

3) DesgL y 258, 126. 4) Nur im Samtarchiye V 260, 128. 

5] Im Hansarcliiye za Damstadt 

6) Die »Argumenta Baceri pro et contra« (Originalhandflchrift Bacere) befinden 
sich im Besitze des Majors y. nnd z. LOwenstein in Kassel (gedruckt dnreh >y. L.< 
Cassel 1878, Verlag yon Theodor Kay). 

1* 



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4 Landgräfliche Personalien. 

übergeben). Briefwechsel mit Antonius Corvinids, Dionysius Mdander 
und Dr, Walter, Hessische Entgegnung auf Mdanchfhons Bedenken, 
Ratschlag des Kanzlers Feige und der hessischen Theologen,^) Deren 
Schreiben an Luther, Mdanchfhon und Bucer. » Verxeichnus deren so 
mer dann ein ehweib gehapt^ *Bedencken wie man di digamie öffent- 
licher halten mochte Aufzeichnung über die Vernehmung des Pfarrers 
Johann Kirchhain xu Kassel, Bericht des Eucharius Neobtdus, Out- 
achten des Oerardus Noviomagus in Marburg. 

1539 Sept.— 1541 Juli. Die Stellungnahme der hesslBchen Bäte 
und Theologen Antonius GornnuB, Adam Kraft, Johann Lening, JustuB 
Winter, Dionysius Melander, Johannes Eymeus und Johann Eirchhain 
sowie der Beformatoren Bucer, Luther und Melanehthon zu der Doppel- 
ehe des Landgrafen Philipp. 

3. Alten des Landgrafen PliiUpp. 1540 Juli— Okt. 

Briefwechsel mit Martin Luther und Philipp Melanehthon (Serie 
1 — 10^ numeriert durch den Kammersekretär Simon Bing), 

1. Landgraf Philipp an Luther, Spangenberg 1540 Juli 18 (ge- 
druckt bei Lenz, Briefwechsel Landgraf Philipps des 6roB- 
mtttigen von Hessen mit Bucer I [Publikationen aus den k. 
Preußischen Staatsarchiven V] 380). 

2. Luther an den Landgrafen Philipp 1540 Juli 24 (gedruckt bei 
De Wette-Seidemann, Luthers Briefe VI 273). 

3. Landgraf Philipp an Luther, Lichtenau 1540 Juli 27 (gedruckt 
bei Lenz I 385). 

4. Landgraf Philipp an Luther, Friedewald 1540 August 18 
(gedruckt bei Lenz I 388). 

5. Luther an den Landgrafen Philipp 1540 August 22 (gedruckt 
bei Lenz I 388). 

6. Landgraf Philipp an Luther und Melanehthon, Zapfenburg 
1540 September 1 (gedruckt bei Burkhardt, Dr. Martin Luthers 
Briefwechsel [Leipzig 1866J S. 361). 

7. Luther an den Landgrafen Philipp 1540 September 17 (ge- 
druckt bei Lenz I 389). 

8. Melanehthon an den Landgrafen Philipp, Wittenberg 1540 
September 17 (gedruckt bei Lenz I 390). 



1) Das Konzept in Nachträgen des Samtarchiys. 



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L. Philipp, Doppelehe. 6 

9. Landgraf Philipp an Luther, Marburg 1540 Oktober 4 (ge- 
druckt bei Lenz I 391). 
10. Luther an den Landgrafen Philipp 1540 Oktober 20 (gedruckt 
bei Lenz I 391). 

4. Akten des Landgrrafen Philipp. 1539—1541. 

Briefwechsel mit der Hofmeisterin zu Rochlitx Amm v. d. Saale geb, 
V. Mütitx tmd deren Bruder Ernst v. Miltitx, dem Herzog Moritx von 
Sachsen^ Henmg v, Scholey und Hans v. Schönfeld, dem Pfarrer zu 
Hersfeld Balthasar Bhaide und der Stadt Leipzig, Dahei ein im Namen 
der Landgräfin Christine an die Hofmeisterin gerichtetes Schreiben, 
Versckreibung Landgraf Philipps für die Landgräfin Christine und 
deren Konsensbrief, Instruktionen und Memorialxettd für die Kam- 
merdiener Hennig v. Scholey und Hans v, Schönfeld und die Schult- 
heißen zu Hersfeld und Homberg Ciliax Hofmarm und Hans OeUmann, 
Erklärung der Anna v. d, Saale auf deren Werbung, Aufzeichnungen 
Landgraf Philipps, Lem/ngs Büchlein für Margarethe v, d. Saale. 
Notariatsinstrument über die Trauung, Verschreibungen und Quittungen, 
LetztvnUige Verfügung. Bestätigungsurkunde, 

1539 Nov. — 1541 März. Die vorbereitenden mündlichen und 
Bchriftlichen Unterhandlungen des Landgrafen und seiner Gesandten 
mit der Hofmeisterin Anna v. d. Saale, deren Bruder Ernst v. Miltitz, 
Margarethe v. d. Saale und dem Herzog Moritz von Sachsen über den 
AbschluB der Doppelehe. Trauung in Botenburg. Verschreibung von 
20000 fl. an Frau Margarethe bezw. deren Kinder, die Deponierung 
bei dem Rate in Leipzig und die Sttckzahlung. Letztwillige Ver- 
fügung zugunsten der Kinder aus der Nebenehe. Hinterlegung der 
Urkunde in Gießen. Verhaftung der Hofineisterin in Dresden. Vor- 
mundschaft ttber Frau Margarethen Kinder. 

5« Akten des landgnräfUehen Kammerdieners Hans r. Schdnfeld. 

1539—1540. 

Zusage der Hofmeisterin Anna v. d. Saale. Briefe Landgraf Philipps, 
Oedenkzettd. 

1539 Dez. — 1540 Febr. Unterhandlungen des Hans v. Schönfeld 
und des Hennig v. Scholey mit der HoAneisterin Anna v. d. Saale 
wegen deren Einwilligung zur Eheschließung Landgraf Philipps mit 
ihrer Tochter Margarethe. 



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6 Landgri&fliobe Peraonalien. 

6. Akten des Landgrafen PUUpp. 1639 Nov.— 1540 Dez. 

Oleichxeitige Abschriften^) von auf die Doppelehe des Landgrafen 
Philipp bezüglichen Aktenstücken, 

1. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1540. 

Oleichxeitige Abschriften (Serien 1 — 8 und 1—3) der Verhandlungen 
mit Herzog Ulrich von Württemberg und König Christian von Däne- 
mark über die Doppelehe des Landgrafen Philipp. 

8. Akten des Eberhard ren nnd zu der Tann, knrsäehflisehen Batfl nnd 
Amtmanns in Wartbnrg nnd Hansbreitenbaeh«^ 1540 — 1541. 

^Bericht des ganxen Handels^ (niedergeschrieben am 15. Oktober 
1562). Briefwechsel mit Dr. Oregorius Brücke kurfürstlich sächsischem 
Kanxkr^ dem Landgrafen Philipp^ dem Kurfürsten Johann Friedrich 
von Sachsen, dem hessischen Landvogt Rudolf Schenk, Dr. Martin 
Luther und Phüipp Melanchthon. 

1540 Febr. — 1541 Juni. Die Tätigkeit Tanns in Angelegenheiten 
der Doppelehe Landgraf Philipps. 

Testamente. 

9. Akten des Landgrrafen PkUlpp. 1534—1566. 

Revers der hessischen Landstände , die Bestimmungen des land- 
gräflichen Testaments halten zu wollen (1534 April). Testament*) 
vom 25. Februar 1536 und Notariatsinstrument*) ttber dessen Über- 
gabe an den Notar Georg Nußpicker und die Zeugen. Reverse der 
auf dem Landtage in Homberg versammelt gewesenen Ritterschaft^) 
nnd Städte (1536 Juli). Zirkularverfiigungen an alle hessischen Städte 
betreffend Aufnahme eines Zusatzes in die Bttrgereide nebst Ant- 
worten der Städte Schmalkalden undVacha und Reverse^) von sämt- 



1) Z. T. in mehreren Exemplaren vorhanden. Es l&ßt sich im einzelnen 
Falle nicht mehr bestimmen, zu welchem Zwecke diese AbBchriften gemacht wor- 
den sind. 

2) Diese Akten sind nicht im Archive des Landgrafen Philipp gewesen, son- 
dern von Eberhard v. d. Tann, damaligem Statthalter zu Weimar, erst am 17. Mai 
1671 dem Landgrafen Wilhelm übersandt worden. 

3) Die Ausfertigung im Samtarchive V 336, 2». 

4) Ausfertigung des Reverses der Ritterschaft ebenda V 78, 112; vgl. V 346, 10. 
6) 54 Ausfertigungen im Samtarchive Y 362, 1—52. 



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L. Philipp, Teatamente. L. Christine. 7 

liehen hesBischen Städten. Testament i) vom 26. April 1539. Testur 
ment vom 25. Juli 1642 (Konzept, ') Ausfertigung,^) Notariatsinstru- 
ment ttber die Übergabe, Bescheinigung') von Bürgermeister und Rat 
zu Kassel ttber die Hinterlegung, Reverse^) der Vormünder Hermann 
y. d. Malsburg, Vizekanzler Valentin Breul, Siegmund von Boineburg, 
Statthalter zu Kassel, und Dr. Johann Eisermann, Beisitzer des Hof- 
geriehts zu Hessen). Testament^) vom 6. Oktober 1545. — Testament*) 
Yom 18. November 1547. Rechenschaftsbericht^) (»Verzeichnus wie man 
uns von wegen des vergangenen zugs entschuldigen und verant- 
worten soll«) vom gleichen Datum. Testament®) vom 6. März 1557 
nebst dazu gehörigem Notariatsinstrument und Quittung ^) von Bürger- 
meister und Rat zu Kassel ttber die Hinterlegung des Testaments. 
Kodizill vom 24. Januar 1558 (unter Mitwirkung Dr. Oldendorps). 
Testament vom 13. Mai 1560 1<>) (dabei Notariatsinstrument, Sohreiben 
an Bttrgermeister und Rat zu Kassel und an den Statthalter Heiderich 
y. Kaienberg zu Kassel und den Hofinarschall Friedrich v. Roishausen 
und Quittung der Stadt Kassel). — Testament vom 6. April 1562 nebst 
Quittung der Stadt Kassel ttber dessen Hinterlegung. Zusätze vom 
4. November 1566. 



Landgräfln Christine^ Gemahlin des Landgrafen 

Philipp. 

10. Akten des Landgrafen Philipp beiw* der Landgräfln Christine (aueh 
einige Gegenakten Feiges). 1540. 

Briefwechsel mit dem KanxJer Johann Feige^ dem Amtmmm xu 
Schotten Jost Bau v. Holxhatisen, Hermann v, d. Malsburg, Hofmeister 
Adrian v. Zerxen, Amtmami xu Oemimden a, W, Hartmann Schleier^ 
Rudolf Schenk- xu Schweinsberg Landvogt an der Werra, ErbmarschaU 



1) Die Entwürfe und Konzepte ebenda V 346, 10, die Ausfertigung nebst 
Notariatsinstnunent über die Obergabe des Testaments und Urkunde ttber dessen 
Hinterlegung bei Bttrgermeister und Rat zu Gießen, ebenda S. 336, 2^. 

2) Samtarcbiv Y 346, 10. 3) Ebenda V 336, 2«. 

4) Diese vier Urkunden in unverzeichneten Beständen des Samtarchivs. 

6) Konzept im Samtarchive Y 346, 10, die Ansfertlgung Y336, 2<i. 

6; Ebenda Y 336, 2«. 7) Ebenda lY 140, 37. 8) Ebenda Y 336, 2'. 

9) Die Ausfertigung in unverzeichneten Beständen des Samtarchivs. 
10) Das Konzept dieses Testaments ist von dem 1679 gestorbenen Rat und 
Leheniecretarius David Hartmann durch Kollationiemng mit der Ausfertigung 
des Testaments von 1562 zu einer auskultierten Kopie dieses letztgenannten 
Testaments verunstaltet worden. 



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8 Liandgräfiiche Personalien. 

Joharm Miedesd xu Eismbach, Werner v. Wollenstem. Verschreibung 
Landgraf Philipps fü/r die Landgräfm, Revers der Landgräfm^)^ Kon- 
sensbrief des Jost Bau. 

1540 Juni — Okt. Erhöhung des Wittums der Landgräfin Chri- 
stine durch Einräumung des Amts Schotten, Entschädigung des bis^ 
herigen Inhabers Jost Rau v. Holzhausen mit dem Amte Nidda, Be- 
stellung einer »Vormundschaft« für die Landgiilfin. 

11. Alten des Landgnrafen Philipp und der Landgnrftfln Christine (auch 
gemeinschaftlieli mit dem Kurfürsten Joaehim Ton Brandenburg, 
dabei einige Akten Feiges). 1539—1543. 

Briefwechsel mit dem Kanzler Feige, dem Herzog Heinrich von 
Sachsen und den sächsischen Landständen xu Chemnitz, Outachten 
der juristischen Fakultät xu Ingolstadts'^) Vollmachten für den Lic. 
Johann Helfmann und den Hofgerichtsprokwrator Mag. Jost Hamer^ 
Versicherung des Landgrafen für die Landgräfin toegen des einxtdbrin^ 
genden Silbergeschirrs^ Vertrag des Landgrafen namens der Landgräfin 
mit dem Herzog Moritz von Sachsen^^) Bevers und Verxichibrief^) der 
Landgräfin. Quittungen^) des Landgrafen für Herzog Moritz. Dabei 
Abschriften betreffend die Vermählung der Herzogin MagdaJene von 
Sachsen mit dem Markgrafen Joachim von Brandenburg. 

1539 Apr, — 1543 Jan. Die Regelung der Ansprüche der Land- 
gräfin Christine auf den Nachlaß ihrer Eltern , des Herzogs Georg 
und der Herzogin Barbara von Sachsen. 

12. Akten des Statthalters und der Bäte >u Kassel beiw. des Landgrafen 
Wilhelm und Landgraf Philipps. 1549. 1554. 

Briefwechsel mit Siegmund von Boyneburg Landvogt an der Werra 
und Veronika v. Lehrbach geb. v. Ende. SitzungsprotokoU. Protokoll 
über die Teüung des Nachlasses. 

1549 Apr.— Juli. Tod der Landgräfin Christine, Inventarisation 
ihres Nachlasses, Vollziehung des letzten Willens (Resolution Land- 
graf Philipps aus Oudenarde). Deponierung ihrer Kleinodien in Ziegen- 
hain. Heise der jungen Landgräfinnen nach Dresden. 

1554 Okt. Teilung des Nachlasses der Landgräfin an Kleinodien 
und Kleidern unter ihre Kinder. 



1) Hiervon die Ausfertigung und eine gleichzeitige Abschrift im Samtarchive 
V 280, 161 bezw. 296, 176. 

2) Im Samtarchive U 232, 36. 3] S. a. Kopialbuch N fol. 121. 123. 

4) Hiervon Konzept und Ausfertigung im Samtarchive Y 298, 177 nnd 178. 
6) 4 Stück im Samtarchive n 242, 41. 



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L. Christine, Wittam, Tod, Bw. mit ihrem Gemahl. 9 

13. Akten des Laadgrafen Plülipp. 1534—1547. 

Briefwechsel mit seiner OemaMva Landgräfln Christine (auch mit 
seiner Tochter Herzogin Agnes von Sachsen^ der Hofmeisterin und ga/n^ 
xem Frauenzimmer xu Kassel). 

1533 Sept. Vorschrift der Landgräfln fUr den gefangenen Edel- 
mann Eonrad von Rihen. 

1534 — 1547. Krankheiten bei den Mitgliedern der landgräflichen 
Familie. 

1534 Mai — Juni. Schwangerschaft der Landgräfin, i) Schwere 
Erkrankung ihrer Hofimeisterin. Landgraf Philipp im Wttrttemberger 
Feldzng. Briefwechsel der Landgräfin mit ihrem Vater Herzog Georg 
▼on Sachsen. 

1540 März — NoY. Besuch des Herzogs Moritz von Sachsen bei 
der Landgräfin. Gesundheitszustand des Herzogs von Holstein, des 
Grafen Bernd zur Lippe und der Hofmeisterin. 

1541 März — Dez. Landgraf Philipp auf dem Reichstage in Begens- 
burg. Beschaffung der Aussteuer fttr die junge Herzogin Agnes. An- 
kauft des Herzogs Moritz, dessen Verhältnis zu seinen Eltern. Heim- 
fahrt der Herzogin Agnes. Entbindung der Landgräfin. Gevatterschaft 
des Hofmeisters Adrian v. Zerzen und Mag. Adam Erafts. 

1542 Apr. Beteiligung des Herzogs'Moritz am Türkenkriege. Zu- 
sammenkunft des Landgrafen Philipp mit dem EurfUrsten von SachseOi 
Vermittelung des Landgrafen zwischen dem EurfUrsten und Herzog 
Moritz in deren Streit wegen der Einnahme von Würzen. 

Aug. Feldzug gegen Herzog Heinrich. Eroberung des Landes 
Braunsehweig. 

1543 Juli. Vermählung der Herzogin Elisabeth von Braunschweig- 
Ealenberg mit dem Grafen Georg Ernst von Henneberg. 

1544 März — Mai. Heiratspläne der verwitweten Herzogin von 
Ealenberg; Verhandlung darüber in Eassel zwischen der Landgräfin 
und dem Eurftlrsten Joachim von Brandenburg. Tod der alten land- 
giftflichen Amme. 

Nov. — Dez. Niederkunft der Herzogin Agnes, Anwesenheit der 
Landgräfin Christine in Dresden. 

1545 Jan. Heimkehr der Landgräfin aus Sachsen. 

Okt Gefangennahme Herzog Heinrichs von Braunschweig. 

1546 Juli — Dez. Der Feldzug in Süddeutschland. Beschwerden 
der Landgräfin gegen Lenhart Bach, der sie verleumde. Der Zug 



1) Ober die Geburt eines Sohnes ygl. unten Nr. 340. 

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10 LaadgTüfliche Penonaüen. 

des Herzogs Moritz gegen den Kurfürsten von Saehsen. Briefwechsel 
der Landgräfin mit Herzog Moritz nnd Elisabeth von Bochlitz. 

1547 Juli — Dez. Grefangenschaft Landgraf Philipps, Bemühungen, 
seine Erledigung beim Kaiser durchzusetzen. Intervention Christines 
bei den Kurfürsten von Sachsen und Brandenburg zugunsten Landgraf 
Philipps. Plan der Landgräfin, selbst zum Kaiser zu ziehen. An- 
rufung der Königin Marie. Brechen der Festungen. 

Sept. Niederkunft der Landgräfin (Landgraf Georg). 

(1548 Febr. — Mai siehe unten Gefangenschaftsarchiv.) 

14. Akten der LandgriUbi Christine. 1530—1546. 

Briefwechsel mit dem Lcmdgrafen Philipp und dem Kammersekretär 
Simon Bing, Schreiben des Marschalls Ladung v. Baumbadiy des Sittich 
V. Berlepschy des MarsehaUs Hermami v. Hundelstiausen und der Kam- 
merdiener Hennig v. Schöley und Hans v. Schönfeld. 

1530 Mai — Aug. Landgraf Philipp in Augsburg. 

1532 Sept. Erlegung eines Bären von Sy^ Zentner Gewicht. 

1534 Mai — Juni. Feldzug in Württemberg, Eroberung des Landes. 

1535 April. Landgraf Philipp beim Kaiser. 

1536 April. Geburt von Philipps Tochter Barbara. Der Land- 
graf in Stuttgart. 

Dez. Beilager Pfalzgraf Wolfgangs. 

1539 April— Mai. Landgraf Philipp in Frankfurt. Taufe der 
kleinen Landgräfin Elisabeth. Tod Herzog Georgs von Sachsen. 

Juli. Erbschaftsforderung der Landgräfin an ihren Oheim Herzog 
Heinrich von Sachsen. 

1542 Aug. Das Befinden des Landgrafen. Zug vor Wolfenbttttel. 
Beschießung der Festung. Übergabe. Die Gefangenen (beide Söhne 
des Herzogs, Achim Riebe, Georg v. Tannenberg, Georg v. Arnim, 
Vit V. Scheinberg, Ludolf v. Marenholt, Ebert v. Bischoflferode, Kaspar 
V. Wallem, Hennig v. Kleiße). 

kt — N V. Rückkehr des Herzogs Moritz aus Ungarn. Pest. Sen- 
dung von Latwerge an die Herzogin von Rochlitz. Gerüchte über die 
Verluste der Deutschen vor Budapest. 

1543 Sept. Taufe der kleinen Landgräfin Christine. 

Dez. Vermählung der Landgräfin Anna mit Pfalzgraf Wolfgang. 

1544 Jan. Vermählung des jungen Herzogs Erich von Braun- 
schweig-Kalenberg mit einer Tochter des Landgrafen, Verhandlung 
der Landgräfin Christine mit Herzog Erichs Mutter. 



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L. Christine, Briefweehsel, Doppelehe Philipps. 11 

1644 Febr.— April. Landgraf Philipp beim Kaiser in Speyer, 
Zeitungen von dort. 

Juli. Weitere Verhandlungen mit der Witwe von Braunschweig- 
Kaienberg. Tod des Prinzen von Oranien. 

Des. Verhandlungen wegen der Vermählung des Pfalzgrafen Wolf- 
gang mit der Landgiilfin Anna. 

1545 Sept. Heimfahrt Pfalzgraf Wolfgangs. 

Okt— Nov. Gefangennahme Herzog Heinrichs und seines Sohnes. 
Ankunft vor Lemgo. Bietberg wird sich nicht halten. Jakobs von 
der Schulenburg Gefangennahme. Akkord mit den Befehlshabern zu 
Bietberg. Übergabe des Hauses. Entlassung des Kriegsvolks. 

1546 Febr. Zusendung von Kleinodien durch die Herzogin von 
Boehlitz an die Gräfin von Waldeck durch Vermittlung der Land- 
gräfin Christine. 

ApriL Landgraf Philipp beim Kaiser, Reise zum Herzoge von 
Württemberg. 

Wegen des hier nicht verzeichneten Inhalts dieses Briefwechsels 
vgl. die Gegenakten des Landgrafen Philipp Nr. 13. 

15. Akten der Landgrafln Christine. 1539. 

VerachreHmng des Landgrafen Philipp für seine Gemahlin vor Em- 
gthung der Doppelehe. 1539 Dex^mber 11, 

IB. Akten der Landgrafln Christine. 1546—1548. 

Briefe ikrer Kinder Wühdm^ Ludtüig, Barbara und Elisabeth (auch 
ein Schreiben des PküApp Riedesd zu Josbach). 

1546—1547. Aufenthalt des Landgrafen Wilhelm in StraBburg. 
Jakob Sturm. Mitteilung von Neuigkeiten. Gesundheitszustand der 
landgräflichen Familie. 

1547—1548. Landgräfin Christine in Augsburg. Übersendung 
eines Kleinods an die Landgräfin. Quittensaft und Latwergen. Hirsch- 
jagd in der Schwalm. 

17. Akten der Landgrifln Christine. 1537—1548. 

Briefwechsel mit ihrer Schwägerin^ der Herzogin Elisabeth von Sachsen. 

1637 Okt.{?) VertrauUche Mitteilungen. 

1539 Mai. fiatschläge der Herzogin Elisabeth betrefft der Erb- 
sehaftsansprttche Gbristines an den Nachlaß ihrer Eltern. Geschlechts- 
krankheit des Landgrafen. Zwist Elisabeths mit ihrem Bruder. Absicht 
EliaabethSy mit des Landgrafen Tochter Besuch in Hessen zu machen. 



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12 Landgrftfliohd Personalien. 

1540 Juni. Körperliche und geistige Entwicklang der bei ihrer 
Tante Elisabeth sich aufhaltenden jungen Landgräfin Barbara. 

Juli. Tröstlicher Zuspruch in den gegenwärtigen kriegerischen 
Zeiten. Erkundigung nach Pfalzgraf Wolfgang. 

1546 Sept. Übermittlung eines Schreibens der Herzogin Agnes 
von Sachsen an ihre Mutter Christine. 

Okt. — Nov. Ansichten der Herzogin Elisabeth über den Krieg 
gegen den Kaiser. Gedrückte Stimmung der fürstlichen Damen. 
Goldene Ketten für die Gräfin von Waldeck. 

1548 Jan. — Sept Landgräfin Christine in Augsburg und Speyer. 
Gesundheitszustand ihrer Kinder, deren Beaufsichtigung durch die 
Herzogin Elisabeth in Kassel. Unterhandlungen Elisabeths mit dem 
Kaiser und dem Bischof von Arras wegen ihres Leibguts. Verwen- 
dung für Hans Koch von Homberg. 

18. Akten dör Landgrftfln Christine. 1532—1547. 

Schreiben der Herzogin EUsabeIh und des Herxogs Oeorg. Schreiben 
an den Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen. Schreiben Siegmunds 
von Bomeburg, der Herzogin Sidonie und ihres Bruders Moritz van 
Sachsen^ der Herren Marschall^ Heinrichs von Gersdorf, Christophs von 
Taubenheim. 

1532 Febr. Überschickung eines Briefes der Markgräfin Magda- 
lena von Brandenburg. 

Nov. Beabsichtigte Reise der Landgräfin Christine zum Herzog 
Georg. 

1533 März. Zwistigkeiten zwischen Herzog Georg von Sachsen 
und Elisabeth von Rochlitz. 

1534 Febr. Saumseligkeit der Landgräfin Christine im Brief- 
schreiben und ihre Schwangerschaft. 

Juli. Yermittelung des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen 
zwischen dem Kaiser und Landgraf Philipp von Hessen und Herzog 
Ulrich von Württemberg. Des Kammersekretärs Jost Becker Sendung 
zum Kurfürsten und Anzeige der Geburt des Landgrafen Philipp Ludwig. 

Aug. Tod und Vermächtnis der Herzogin Barbara, Gemahlin 
Herzog Georgs. Tod der Markgräfin Magdalena von Brandenburg. 

1536 Sept. Geplante und nicht ausgeführte Reise des Landgrafen 
Philipp und der Landgräfin Christine zum Herzog G^org. 

1537 Sept Einladung des landgräflichen Paares nach Weißensee. 

1538 Jan. Zwistigkeiten zwischen Herzog Georg und Elisabeth 
von Rochlitz der Religion und des Wittums halben. 



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LandgrSfin ChristiBe, BrieiwechBel. 13 

1542 Apr. Landgraf PhilippsYennittelung zwischen Kurfürst Johann 
Friedrich und Herzog Moritz von Sachsen in der Wnrzener Fehde. 

Noy. Geschenke an die Herzogin Agnes und von der Herzogin 
Sidonie Ton Sachsen. 

1543 Jan. Schwangerschaft der Herzogin Sibylle von Sachsen- 
Lauenburg. 

Juli. Verhandlungen ttber eine Heirat zwischen Herzog Christoph 
TOB Wttrttemberg und der Herzogin Sidonie von Sachsen und deren 
Abbruch wegen eines angeblichen Gebrechens der Herzogin Sidonie. 

Not. Überschickung einiger Schleier durch die Herzogin Sidonie. 

1544 Jan. Tod Markgraf Georgs von Brandenburg-Bayreuth. 
Dez. Jost Marschalls Gefangensetzung durch Herzog Moritz und 

Fürbitte der Landgräfin Christine. 

1545 Febr. Überschiokung eines Halsbandes, einer Haube und 
▼on Zöpfen durch die Herzogin Sidonie und von 17 Gulden Ausbeute 
ans sächsischen Bergwerken durch Heinrich von Gersdorf. 

1546 Mai. Tag zu Naumburg. 

Juli. Abfertigung des Doktor Fachs zu Landgraf Philipp mit 
einer Werbung und Instruktion vom Herzog Moritz. 

Dez. Einladung der Landgräfin Christine und ihrer Kinder durch 
Herzog Moritz wegen der Kriegsgefahr. 

1547 Juli. Bestrickung Christophs von Taubenheim durch Herzog 
Moritz und Färbitte der Landgräfin Christine. 

19. Akten der Landgrftfln ClirlBtlne« 1541 [?]— 1549. 

Briefe ihrer Tochter ^ der Herzogin Agnes von Sachsen und Schreiben 
der Hofmeisterin der Herzogin Agnes^ Margarethe von Bernstein und 
des Dr. Meckbach. 

[1541?]. Grabschriften des Herzogs Georg von Sachsen, i) 
1542 Jan. — Apr. Krankheit der Herzogin Agnes. Geschenke. 
Besuch der Herzogin Katharine, Mutter des Herzogs Moritz und der 
Herzogin Sibylle von Saohsen-Lauenburgy Schwester des Herzogs 
Moritz, in Dresden. Ausschweifungen des Herzogs Franz von Sachsen- 
Lauenburg. Beabsichtigter Besuch der Herzogin Agnes bei ihrer 
Mutter. 

Mai — Juli. Herzog Moritz im Tttrkenkriege. Gesundheitszustand 
der Herzogin Agnes. 



1} Abschrift von der Hand der Herzogin Agnes. 



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14 Lftudgräfliohe PexBonaüen. 

1642 Sept Die Landgräfin Barbara nnd die Herzogin Elisabeth 
Yon BocUitz. Absicht der Herzogin von Bochlitz, nach Hessen zn 
reisen. Reise der Herzogin Eatharine von Sachsen ins Land Franken. 
Unnütze Briefe der Herzogin von Bochlitz. 

Okt. — NoY. Bttekkehr des Herzogs Moritz. Geschenke. 

1543 Jan. Nenjahrsgeschenke. Gesundheitszustand der Herzogin 
Agnes. 

März — Mai. Schwangerschaft der Landgräfin Christine. Beab* 
sichtigte Reise der Herzogin Agnes zn ihrer Mutter und Aufschub 
dieser Beise wegen der Anwesenheit der Herzogin von Bochlitz am 
landgräflichen Hofe. Abreise der Herzogin von Bochlitz. 

Nov. Geschenke. Plan einer Heirat zwischen Herzog Christoph 
von Wttrttemberg und der Herzogin Sidonie von Sachsen, auch zwi- 
schen der Landgräfin Anna und dem Herzog Erich von Braunschweig. 

1544 Jan. Neujahrsgeschenke. 

Apr. Geplanter Besuch der Herzogin Agnes in Kassel. Angeb- 
liche Bttstungen des Herzogs Moritz. 

1544 Juni — 1545 Febr. Schwangerschaft der Herzogin Agnes. 
Aufschub ihrer Beise nach Kassel. Geschenke. Verlöbnis der Her- 
zogin Sidonie von Sachsen mit dem Herzog Erich von Braunschweig. 
Goldschmiedearbeiten des Meisters Georg in Dresden. 

Apr. — Aug. Heimfahrt des Pfalzgrafen Wolfgang und der Pfalz- 
gräfin Anna von Zweibrttcken. Geschenke. Gesundheitszustand der 
Herzogin Agnes und ihrer Tochter Anna. Einladung der Landgräfin 
Christine. Bitte, die Wehmutter Ilse [von Löwenstein] zu senden. 

Sept. Krankheit des Herzogs Moritz. Geschenke. Vorzeitige 
Schwangerschaft der Pfalzgräfin Anna und Klatschereien der Herzogin 
von Bochlitz darüber. 

Okt. — Dez. Herzog Moritz auf dem Braunschweigischen Zuge. 
Geschenke. 

1546 März. Kindbett der Pfalzgräfin Anna. 

Mai— Juni. Tod des jungen Herzogs Albert von Sachsen, Sohnes 
der Herzogin Agnes, und Krankheit ihrer Tochter Anna. Geschenke. 
Überschickung eines Briefes an die Pfalzgräfin Anna von Zweibrttcken. 
Herzog Moritz, seine Mutter Herzogin Katharine, seine Schwester 
Herzogin Sibylle von Sachsen-Lauenburg und deren Schwiegermutter, 
Herzogin Katharine, sowie Herzog Albrecht von Mecklenburg auf dem 
Beichstage zu Begensburg. 

Juli— Aug. Verhalten des Herzogs Moritz von Sachsen zu Land- 
graf Philipp. Bttstungen des Herzogs und seine Ausflttchte. 



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LandgriUin Cfarittiiie, BriaftrechBeL 15 

1546 Sepi Verhalten des P&kgrafen Wolfgang im Kriege. 

Not. — Dez. Besetzung EorBaehflens dareh Herzog Moritz. Brief- 
wechsel Landgraf Philipps mit der Herzogin Agnes. Schreiben des 
Herzogs Moritz an Landgraf Philipp nnd an Enrftlrst Johann Friedrich. 
Zustand der Herzogin Agnes. 

1547 Jan. Eriegswirren. Plttnderongen durch das knrsächsische 
EriegsYolk. 

Apr. Nachricht von der GefEingennahme des Kurfürsten von 
Sachsen und Yom Tode seines ältesten Sohnes. 

Juli — Aug. Schwangerschaft der Landgräfin Christine. Gefangen- 
schaft des Landgrafen Philipp. Leibgut der Herzogin von Bochlitz 
und kaiserliche Ungnade gegen sie. Einnahme Prags. 

Sept — NoY. Geschenke. Überschickung eines Briefes an die 
P&lzgräfin Anna. Kindbett der Landgräfin Christine. Gterttcht yon 
der Freilassung des Landgrafen Philipp. Krankheit des Johann yon 
Wallwitz und Erbittung eines heilkräftigen Trankes. 

Dez. Geschenke. Beabsichtigte Reise der Landgräfin Christine. 
Aufforderung des Landgrafen Philipp an die Herzogin Agnes, auf den 
Reichstag zu ziehen und Erlaubnis des Herzogs Moritz. Heiraten im 
sächsischen Frauenzimmer. 

1548 Febr. — Mai. Landgräfin Christine in Augsburg. Geschenke. 
Juni. Grcsundheitszustand der Herzogin Agnes. 

Oki Fürspradie für Landgraf Philipp. Feierlichkeiten bei der 
Vermählung des Herzogs August von Sachsen mit Anna von Dänemark. 
Dez. Krankheit der Landgräfin Christine. 

1549 Febr. Geschenke. Befinden Christines. Bitte der Herzogin 
Agnes, ihre Schwestern und Bräder malen zu lassen. 

90. Akten der Landgräfln Christine. 1532—1549. 

Briefwechsd mit der Ewrfiürsim EUsabeih (OemahUn Joachims L), 
dem Kurfürsten Joachim 11. von Brandenburg, dessen Oemaklin Hedv)ig^ 
geborenen Prinzessin von Polen^ und deren Tochter Herzogin Barbara 
von LiegnitCj femer mit der Markgräfin EmiUe von Brandenburg- 
Ansbach und dem Markgrafen Johann Oeorg, 

1632 März. Niederkunft der Kurflirstin mit Zwillingen und deren 
baldiger Tod. Geplante Zusammenkunft bei der Herzogin in Münden. 
Zerwürfnis der Landgräfin mit Herzog Heinrich d. J. Yon Braun- 
schweig. 

Okt Verwendung der Kurflirstin Elisabeth flir ihren gefangenen 
Bruder KOnig Christian von Dänemark. 



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16 Lftndgräfliohe Personalien. 

1533 Nov. Beabsichtigter Besnch Joachims. 

1539 Mai — Nov. ErbschaftsforderuDg der Landgräfin an den Nach- 
laß ihrer Eltern (des Herzogs Georg von Sachsen nnd der Herzogin 
Barbara), bezw. an den Herzog Heinrich von Sachsen, Sendung des 
Bitters Joachim von Maltzan namens des EurfQrsten Joachim an die 
Landgräfin. Gesundheitszustand des Landgrafen Philipp. Verhand- 
lungen mit Herzog Heinrich in der Erbschaftssache. Ansetzung eines 
Tages zu Erfurt. Anrufung des Landtages zu Chemnitz durch die 
Landgräfin. Gemeinsame hessisch-brandenburgische Beschickung des 
Tages zu Zeitz. 

1541 Febr. Verheiratung der Xandgräfin Agnes mit dem Herzog 
Moritz von Sachsen. 

1544 Dez. Niederkunft der Herzogin Agnes von Sachsen. Ver- 
heiratung der Markgräfin Barbara mit dem Herzog von Liegnitz und 
der Landgräfin Anna mit dem Pfalzgrafen von Zweibrflcken. 

1545 Juni. Entleihung eines Bttstwagens durch die Markgräfin 
Emilie von Ansbach, deren Beise nach Beinswalde. 

1546 Mai — Juli. Höflichkeitsbezeugungen der Herzogin Barbara 
von Liegnitz. 

1547 Sept. Einwirkung auf den Markgrafen Johann Georg betr. 
die Erledigung des Landgrafen Philipp. 

1548 Juli. Geschenk einer »Werklade« an die Eurftlrstin Hedwig. 

1549 Jan. Sendung des Adam Trott, Hauptmanns zu Zehdenick, 
zu mttndlicher Werbung bei der Landgräfin. 

21. Akten der Landgrifln Chrlstiiie. 1541—1548. 

Briefe der Pfahgräfin EUsabeih (Tochter des Landgrafen Wilhelm 
des Älteren), ihres Schwagers, des Pfalxgrafen Ruprecht, und ihres 
Sohnes, des Pfalxgrafen Wolfgang von Zweibrücken. 

1541 Mai. Geburt des Landgrafen Philipp (des Jüngeren). Ehe 
der Pfalzgräfin Elisabeth mit Ffalzgraf Georg von Simmem. Ge- 
schenke. 

1542 März. Heimführung der Landgräfin Agnes durch Herzog 
Moritz Yon Sachsen. Besuch Pfalzgraf Wolfgangs in Birkenfeld. Ge- 
schenke. Saumseligkeit der Herzogin Agnes von Sachsen im Schreiben 
und ihre angebliche Schwangerschaft. Landgräfin Barbara bei der 
Herzogin Elisabeth von Bochlitz. 

Okt. Herzog Moritz auf dem Tttrkenzuge. Vertreibung des Her- 
zogs Heinrich von Braunschweig. Verhalten des Pfalzgrafen Johann 
zu seiner Schwiegertochter, der Pfalzgräfin Elisabeth. 



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Landgrilfin Christine, Brieffrechsel. 17 

Dez. ÜberBohickung von Kastanien. Briefweehsel der Pfalzgräfin 
EUaabeth mit der Frau von Plesse. ÜberschickQng eines Schreibens 
an die Molime der Pfalzgräfin, die Gräfin (Anna?) von Waldeok. 

1B44 Jnli — Aug. Geschenke. Letzte Stunden und Tod des Pfalz- 
grafen Ruprecht. Schwangerschaft der Herzogin Agnes von Sachsen. 

Not. Plan einer Heirat zwischen Pfalzgraf Wolfgang und der 
LandgiAfin Anna. 

1645 März. Schlechte Behandlung der Pfalzgräfin Elisabeth durch 
ihren Gemahl. Anfertigung eines Perlenkragens. 

Mai— NoY. Pfalzgraf Wolfgang am landgräflichen Hofe. Über- 
schickung einiger Flaschen Arznei an die Pfalzgräfin Elisabeth durch 
die Herzogin Elisabeth von Bochlitz. Einladung der Herzogin Elisa- 
beth zur Heimfahrt des Pfalzgrafen Wolfgang. Schwangerschaft der 
Pfalzgräfin Anna. 

1546 Febr. Ankunft des jungen pfalzgräflichen Paares in Zwei- 
brttcken. Niederkunft und Kindbett der Pfalzgräfin Anna und Ein- 
ladung der Landgräfin Christine zur Taufe. 

März. Versuch die Pfalzgräfin Ursula von Zweibrttcken, Witwe 
Ruprechts, zu einer Heirat mit dem Grafen Johann von Waldeck zu 
bereden. 

Dez. Besorgnis des Anmarsches der Kaiserlichen auf Zweibrlicken. 
Verheiratung der Pfalzgräfin Ursula mit dem Grafen Johann von Fal- 
kenstein. 

1547 Mai. Schwangerschaft der Landgräfin Christine und der 
Pfalzgräfin Anna. 

Oki Geburt und Taufe des Pfalzgrafen Philipp Ludwig. 

1548 Juli— Aug. Landgräfin Christine beim Landgrafen Philipp. 
Schwangerschaft der Pfalzgräfin Anna. 

Okt Überschickung von Kastanien. 

22. Akten der Landgrftlln Chrlsüne. 1546—1549. 

Briefe ihrer Tochter Pfahgräfin Anna von Zweibriicken. 

1546 Febr. Ankunft der Pfalzgräfin Anna in Zweibriicken. Ab- 
sage des Königs von Frankreich an den Kaiser. Hebamme Eischen 
Ton Löwenstein. Beabsichtigte Heise der Landgräfin Christine nach 
Zweibrttcken zur bevorstehenden Niederkunft ihrer Tochter. Heirats- 
plan des Grafen Johann von Waldeck. 

März. Kindbett der Pfalzgräfin Anna; Taufe der Pfalzgräfin Chri- 
stine. Der Kaiser auf dem Wege nach Begensburg in Zweibrttcken, 
sein Besuch in der Wochenstabe und seine Geschenke. 

Polit AnUv dM Ludgr. Philipp. 2 



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18 Landgräfliohe PerBonalien. 

Mai. Krankheit der Pfalzgräfin Ghrigtine. 

Aug. Krieg. Aufgegebene Beise der Landgräfin Barbara und 
der Landgräfin Elisabeth nach Zweibrilcken. 

Okt. Zeitung Yon Mecheln. Landgraf Wilhelms Krankheit. Mel- 
chior Baus und Jörg Bruchs Verwundung. 

Dez. Überschiokung eines Armkettchens an die Landgräfin Chri- 
stine; Geschenke der Pfalzgräfin Anna an ihre Geschwister und ihre 
Pate, die y. Sobönfeld. Verheiratung der Pfalzgräfin Ursula, Witwe 
Pfalzgraf Bupreohts von Veldenz, mit dem Grafen Johann von Falken- 
stein. Einfall des Herzogs Moritz in Kursachsen. 

1547 Febr. Gerttoht eines Vertrags zwischen Landgraf Philipp 
und dem Kaiser. 

Apr. — Juni. Überschickung eines Hemdes für die kleine Chri- 
stine durch Landgräfin Christine. Krieg im Lande Meißen. Gefangen- 
nahme Markgraf Albrechts. Besuch Landgraf Wilhelms am pfälzischen 
Hofe. Schwangerschaft der Landgräfin Christine und der Pfalzgräfin 
Anna. Niederlage des Kurfürsten von Sachsen. 

Okt. Geburt des Pfalzgrafen Philipp Ludwig; Taufe. Über- 
schickung von Kastanien. Tod der Hofmeisterin der Pfalzgräfin Anna. 

1548 März — Dez. Gefangenschaft Landgraf Philipps. Geschenke. 
Pfalzgraf Wolfgangs Weigerung, das Interim anzunehmen. Krankheit 
der Pfalzgräfin Anna. Bedrängung Hessens durch die Spanischen. 
Sorgen der Pfalzgräfin. 

1549 Apr. Krankheit der Landgräfin Christine. 

23. Akten der Landgräfln Christine. 1541—1549. 

Briefwechsel mit der verwitweten Herwgin Elisabeth von Brauvr- 
schweig-Kalenberg, Gräfin von Henneberg, 

1541 Apr. Niederkunft der Landgräfin. 

1542 Aug. Zug des Landgrafen auf WolfenbUttel. 

Dez. Verhinderung Elisabeths, die Landgräfin zu besuchen. 

1543 Juni. Zusammenkunft der Herzogin Agnes von Sachsen, 
Tochter der Landgräfin, mit dem jungen Herzog Erich in Kassel durch 
dessen Krankheit yerhindert (Heiratsplan zwischen Erich und der 
Tochter der Herzogin Agnes, Anna). 

Juli. Beilager der jungen Herzogin Elisabeth mit dem Grafen 
Georg Ernst zu Henneberg in Münden, Einladung des Landgrafen 
und der Landgräfin dazu. 

1544 Mai. Einladung der Landgräfin zu der Hochzeit des Prädi- 
kanten Martin Leister zu Mttnden. 



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Laadgr&in Ohrbtine, BriafirechBel. 19 

Jnni. Mündliche Werbung des Hofmeisters der Herzogin Lippold 
T. Hanstein bei Christine. 

JnlL Verwendung der Landgr&fin für Sittich v. Berlepsch wegen 
des halben Zehnten zu Gertenbach nnd des Mtthlenzinses zn Witzen- 
hausen. Besnch Elisabeths mit ihrer Tochter Elisabeth nnd ihrem 
Sohne Erich in Marbnrg. 

1546 Febr. Übermittlang eines Schreibens der Markgräfin-Witwe 
zn Ansbach an die Herzogin zn Zweibrttcken, Tochter der Landgräfin. 

Apr. Krankheit der Landgräfin. Gemeinsames Anbringen der 
Herzogin nnd ihres Bruders, des Kurfürsten von Brandenburg bei 
Landgraf Philipp. 

Jnni. Tröstlicher Zuspruch der Herzogin. Christoph Yom Haus. 
Die junge Gräfin Elisabeth von Henneberg in KindsnOten. Festhalten 
der Herzogin Elisabeth und ihres Gemahls am Evangelium. 

Juli. Schreiben des Kurfürsten Joachim von Brandenburg an 
seine Schwester Elisabeth, Unwille des Kurfürsten ttber die Kriegs- 
rttstungen des Herzogs Erich zu gunsten des Kaisers, der Kurfürst 
und Herzog Moritz von Sachsen als FriedensYcrmittler, Markgraf 
Hans Yon Küstrin in des Kaisers Dienst. 

1547 Juli. Anteilnahme Elisabeths an der Gefangennahme des 
Landgrafen. Schwangerschaft; der Landgräfin. Einwirkung Elisabeths 
auf ihren Bruder Joachim zu gunsten des Landgrafen. 

1548 Jan. Bitte der Landgräfin um einen Jagdhund. Ihre Heise 
auf den Reichstag, die guten Wünsche Elisabeths zu diesem Vor- 
haben. Übersendung eines Schreibens Elisabeths an ihren Bruder, 
den Kurfürsten, durch Vermittlung der Landgräfin. 

Juni. Unterstützung der Landgräfin durch den Kurfürsten Joachim. 
Reise der Landgräfin < zu Herzog Heinrich von Braunschweig. Mittei- 
lung des Yon Augsburg mitgebrachten Interims an Elisabeth zur Ab- 
schriftnahme. Zahlung eines Geldbeitrages an das Hospital zu Münden. 

Juli. Mündliche Werbung Elisabeths bei der Landgräfin durch 
ihren Sekretär Mag. Christoph Mengershausen. 

1549 Febr.— März. Krankheit der Landgräfin, Elisabeth will sie 
besuchen, ihre dankbare Gesinnung und Freundschaft für die Land- 
gräfin. Zusendung Yon Maulbeeren- und Pomeranzenblumenwasser 
und Rebhühnern. Pomeranzen Yon Lorenz de Villani besorgt. An- 
kunft Elisabeths in Münden. Behandlung der Landgräfin durch Dr. 
Mithobins. Niederkunft der Herzogin Barbara Yon Liegnitz (Tochter 
Joachims 11.) und der PfalzgiSfin. Angeblich bcYorstehender Besuch 
des Kurfürsten Yon Brandenburg bei der Landgräfin. 

2* 



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20 LandgrSfliche Penonalien. 

24. Akten der Landgrrftfln Christliie. 1535—1548. 

Brief der Qräfm Margarete von Saynr-Wittgenstem. Briefwechsel 
mit Herzog Ulrich von Württemberg. Schreiben des Oberamtmanns 
XU Vaihingen Christoph von Venningen, der Gräfin Mechthild von 
Tecldenbu/rg (Tochter La/ndgraf Wilhelms des Älteren), der Äbtissin 
Margarete xu Heerse Dechantin xu Oandersheimj des Grafen Wolrad 
XU Wcddeck, des Hofmeisters der Landgräfin Adrian von Zerxen, der 
Schwestern Ursula und Margarete Busch und der Gräfin Anna von 
Hohenstein geb. von Bentheim (Gemahlin des Grafen Ernst V.), des 
kaiserlichen Obersten Zeugmeisters Johann Jakob von Medict, Mark- 
grafen von Mdignano, des Dietrich Edlen Herrn xu Plesse. 

1535 Mai. Erbetene FttrBprache der Landgräfin Christine ftlr den 
Grafen Johann von Sayn -Wittgenstein. Wittum der Gräfin Margarete. 

1539 Mai. Anflehnung der Herrschaft Berleburg gegen den Grafen 
Johann von Sayn -Wittgenstein. Unbilliges Verhalten des Statthalters 
an der Lahn Georg von Eolmatsch gegen den Grafen. 

1543 Jnni — Juli. Aufgabe des Planes einer Heirat zwischen dem 
Herzog Christoph von Württemberg und der Herzogin Sidonie von 
Sachsen wegen eines Gebrechens der Herzogin. 

1544 Jan. Hochzeit des Herzogs Christoph von Württemberg mit 
Anna Marie von Brandenburg-Ansbach und Absage des Landgrafen 
Philipp und der Landgräfin Christine. 

[1544 März]. Besuch der Gräfin Mechthild von Tecklenburg in 
Kassel. 

Okt. Beschwerde des Stifts Heerse ttber die Heranziehung zum 
Armenkasten der Stadt Gandersheim. 

1546 Mai — Juni. Bitte nm Urlaub für Adrian von Zerzen zur 
Teilnahme an der Hochzeit des Grafen Wolrad von Waldeck und 
der Anastasia geb. Gräfin zu Schwarzburg. Hochzeitsgä^te und Ge- 
schenke. 

Mai — Aug. Gefangenschaft Heinrich Buschs aus Nordhausen in 
Kassel, Supplikationen der Schwestern Ursula und Margarete Busch, 
Fürsprache der Gräfin Anna von Hohenstein. 

1547 Okt. — 1548 Jan. Vom Kaiser angeordnete Schleifung eines 
Lusthauses der Landgräfin Christine und Zurücknahme der Anordnung. 
Bitte des Kaiserlichen Obersten Zeugmeisters Johann Jakob von Medici 
um ein paar Jagdhunde. Erledigung des Landgrafen Philipp. 

Mai. Landgräfin Christine in Augsburg und Vorsichtigkeit des 
Herzogs Ulrich von Württemberg. 



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LandgrSfin Christine, Briefwechsel. 21 

Jnli. Wunsch Dietrichs des Jüngeren, Herrn za Plesse, mit der 
Landgräfin Christine wegen seiner Base Ursula za sprechen. 

Not. Tröstungen der Gräfin Anna von Hohenstein. Gesundheits- 
zustand der Gräfin Eatharine von Bitsch. 



26. Akten der Landgrrilfln Christine. Undatiert. 

Schreiben der Gräfin Arma von WcUdeck. 

Bitte um Unterstützung bei ihren Rechtsstreitigkeiten. Glttck- 
liehe Ankunft des Herzogs von Zweibrttcken. Geschenke. Perlen fUr 
die Herzogin von Rochlitz. Krankheit der Gräfin und Behandlung 
durch Dr. Meckbach. Überschicknng von Butter und Käse. Besuch 
der Gräfin Anna. Reisen der Landgräfin Christine. 

26. Akten der Landgräfin Christine. 1540—1548. 

Priva&riefe und Bittgesuche von Anna Riedesel geb. Bau Witwe, 
Christian v. Weitershatisen, Barbara v. MamhoUj Hofmeister Adrian 
r. Zerxeny Sigmund v. Boineburg Landvogt a. d, Werra, Margarete 
V. Schönfeld zu Dresden, Margarete Meckbach zu Orikiberg, Ursula 
V. Horde zu Störmede, Anna Segebands von Stockheim Witive, SibyUa 
1?. Lütxdburg Witwe, der (ungenannten^ Hofm^eisterin der jungen 
Fräulein zu Kassel, MagdaJene v, Bünau, Johann Koch, Bürger zu 
Homberg in Hessen, Anna Pfintxing geb. v, Eschwege zu Marhfstein, 
Philipp Biedesd zu Josbach, Peter Werner, Bürger zu Kassel, Anna 
Twermans von NiederveUmar, Kathrin, Dienstmagd von Sterzhausen bei 
Wetter, Else Kothen Hausfrau, Georg von Altzen, Henrich Breiden- 
stein, Meckd Hiitersche zu Frankenberg, Anna, Ehefrau Johanns von 
Sachsen und Tochter des ehemaligen Kammerschreibers Christoph Scherer, 
MargareOie, Ehefrau des CiUax FiUgrdbe zu Niederhone, Anna Sengers 
der Witwe Hans HörUns, Agnes Hackenschmidts, Witwe und Bürgerin 
XU Kassel, Oertrud, N. Remigü Hausfrau, Otilia, Hans Schmidts von 
OdUehausen bei den Gleichen Hausfrau, Stein Oüges Witwe und 
Bürgerin zu Marburg, Jost Taschen Bürger in Kassel, Kaiharine von 
Treßa Bürgerin in Kirchhain, Bänhard Weißrock Bürger in Kassel, 
Anna Dieterich Widersteins, Schultheißen zu Eller, Hausfrau, Ursula 
Denstetin zu Sangerhausen, Caspar Denstets Witwe, Wdfv. Schwarzen- 
stein XU Engelburg und Katzenberg. 



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LandgrSfliche Peraonalien. 



Margarete Yon der Saale und die Grafen Yon Dlez.^) 

27. Akten des Landgrrafen Philipps) (dabei ein Sehreiben des Landgrrafen 
an Margarete y. d. Saale in Angfertignng). 1540 — 1561. 

Briefwechsel mit Margarete von der Saale und deren Sohn Phüipp. 
Verschreibungen. Äiisxitg aus einer Schreibtafel des Landgrafen. Ent- 
tvur feiner Donatio in cau^a mortis. Schreiben des Dr. Johann Eichmann 
genannt Dryander und des Dr, Volcuinus Weigd^ beide in Kassel. Auf- 
zeichnungen über mündliche Werbungen bei den Landgrafen Philipp 
und Wilhelm, Frau Margarete und dem Grafen Philipp. Brief- 
wechsel mit Kurt Diede, Christoph HiUsing, Sigismund v. MütitZy Amt- 
mann XU Torgau U7id Düben, Abraham v. d. Saale auf Schönfdd, Wolf 
V. Saihatcsen, Johann v. Ratzenberg, Amtmann zu Sontra, und Ebert 
V. Bruch d. J. Depositenschem. Schreiben an Babe Krug. Brief- 
wechsel mit Dr. Oldendorp. LetxtvnIMges Kodizill. Zusammenfassung 
der Verhandlungen über die Ausstattung und Titelfrage. Abschriften 
der von Simon Bing im Auftrage des Landgrafen PhiUpp mit Land- 
graf Wilhelm und dessen Brüdern Ludwig und PhiUpp gepflogenen 
Verhandlungen. Abschrift der väterlichen Dispositio inter liberos vom 
7. Mai 1560. Abschrift Briefwechsels mit Herzog Ernst von Braun- 
schweig. Das Speyrer Consüium. ') Schreiben an den Kammerschreiber 
Otto Oleim. Ausschreiben an etliche hessische Bäte und Entschuldi- 
gungsschreiben des Ritters Dr. Oeorg v. Boineburg. Bedenken hessischer 
Räte. 

1540. Brautstand Margaretes. 

[1541 März.] Ihr erstes Kindbett. 

1544 Jan. Ausstattung Margaretes mit 20000 fl., davon 10000 fl. 
bei den Grafen Philipp und Hans Georg von Mansfeld angelegt sind. 

1547 Jnni. Gefangennahme des Landgrafen. 

1550 Juli. Flirsorge Philipps für die persönliche Sicherheit Mar- 
garetes. 

1553 (1554?). Die Ausstattung von Philipps Söhnen aus der Neben- 
ehe für den Fall des Todes des Landgrafen. 



1) Die RegiBtratnren der Fran Margarete und ihrer Kinder sind hier nicht 
berücksichtigt. Sie befinden sich im Samtarchiye. 

2) Teilweise in Nachträgen des Samtarchivs. 

3) Ein Exemplar im Hansarchive zn Darmstadt. 



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Margarete Ton der Saale und die Grafen Ton Diei. 23 

1555 Oki — Dez. GesondbeitszaBtand Margaretes, geplante Lnft- 
yerändernng, ärztliche Behandlang dnrch die Dr. Dr. Eichmann nnd 
Weigel. 

1556 Jan. Werbung Johann Meokbachs bei Landgraf Philipp im 
Auftrage der Fran Margarete (die Untreue des Landgrafen, Forderung 
Margaretes, ihre Ehe bekannt zu machen). 

Mai — Juni. Landgraf Philipp in Leipzig. Gebrauch des Wil- 
dunger Sauerbrunnens durch Frau Margarete. 

1556 Dez. — 1557 Jan. Plan, Margaretes Sohn Philipp nach 
Frankreich zu schicken, Vorverhandlungen mit Friedrich v. Reifen- 
berg und dem Marschall von Bolshausen, Beisevorbereitungen. Un- 
ordnungen im Haushalt zu Spangenberg. 

1557 Apr. — Mai. Hinterlegung des Testaments und der Donatio 
in causa mortis fttr die Nebensöhne bei dem Bat der Stadt Kassel. 
Einsetzung einer Vormundschaft über Margarete y. d. Saale und ihre 
Kinder im Falle des Ablebens Landgraf Philipps. 

Sepi Frau Margarete in Bttsselsheim. 

1558 Apr. Margaretes wiederholte Klagen ttber ihre gesellschaft- 
liche Stellung, sowie über die mangelhafte Ausstattung der Söhne 
und die Titelfrage, erregte Auseinandersetzungen zwischen ihr und 
dem Landgrafen. Zurückweisung ihrer Vorwürfe durch den Land- 
grafen. SicherheitsmaBregeln fUr Frau Margarete in Spangenberg. 

Aug. Zeitung Yom Herzog von Guise über Margaretes Sohn 
Philipp in Frankreich. Unterredung des Landgrafen mit dem Grafen 
Friedrich Magnus von Solms. 

Oki Verschreibung des Weinhofes zu Lüdersdorf an Frau Mar- 
garete. Jagdabenteuer des Landgrafen. Der neue Schulmeister in 
Spangenberg. Zeitung aus König Philipps Lager, von Friedrich Vitz- 
thum überbracht. 

Dez. Englische Zeitungen. Hessische Adlige in Frankreich gefallen. 

1559 März. Besuch Margaretes bei ihrer Schwester auf dem 
Ludwigstein, Hülsingsche Kindtaufe, Margaretes Halskrankheit. 

Mai. Erhöhung der väterlichen Donation fttr die sieben Söhne 
Margaretes durch Lißberg und Hauneck. Vertrag zwischen Frank- 
reich und Spanien. Margaretes Badekur in Ems. 

Juni. Tertianfieber des Fräuleins Margarete. 

1560 Apr. Krankheit des jungen Philipp, seine Behandlung durch 
Meister Werner von Grünberg. 

1560 Apr. — 1561 Dez. Verhandlungen über Ausstattung und 
Titel der Söhne aus der Nebenehe und die Prätensionen des Grafen 
Philipp auf den landgräflichen Titel. 



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24 LaBdgräfliche Personalien. 

1560 Apr. Verhandlungen Simon Bings mit den Landgrafen 
Wilhelm, Ludwig und Philipp d. J. in dieser Sache. 

Hai. Schenkung der Ämter LiBherg, Butzbach, Eppstein, Bicken- 
hach und Umstadt an die Söhne der Frau Margarete in Abänderung 
des früheren Testamentes des Landgrafen. 

Juni. Mitteilung des Testaments und der Donation an Graf 
Hermann, deren Aufbewahrung fbr diesen und die Übernahme der 
Vormundschaft durch den Herzog Ernst von Braunschweig zu Herz- 
berg. Erneute Klagen der Frau Margarete. 

Sept. Einholung eines Gutachtens durch Frau Margarete bei Dr. 
Friedrich Beifsteck in Speyer ttber die Erhebung ihrer Söhne zu Land- 
grafen. Einkäufe auf der Frankfurter Messe. Bestätigung des Be- 
sitzes der der Frau Margarete bei ihrer Verheiratung zugestellten 
20000 Gulden. 

Dez. Anlegung dieser Summe. Tod des Königs von Frankreich. 

1561 Febr. — März. Beratung zu Kassel zwischen dem Landgrafen 
Philipp und den hierzu erforderten Bäten (Volprecht Biedesel, Her- 
mann y. Hundeishausen, Otto y. d. Malsburg, Kanzler Dr. Scheffer, 
Superintendent Mag. Meier, Dr. Jakob Lersner, Antonius y. Wersabe 
und Simon Bing) über die Titelfrage. ^) Anbringen Dr. Lersners, 
Simon Bings und Scheffers bei Landgraf Wilhelm in dieser Ange- 
legenheit. 

Aug. — Sept. Reise der beiden jungen Grafen mit Mag. Hund 
nach Straßburg. Besuch Margaretes bei ihren Verwandten. Beschwer- 
den Margaretes ttber den alten Schönewald und Werbung Pflügers bei 
ihr in dieser Angelegenheit. 

Okt. Zusammenkunft Margaretes mit dem Landgrafen, Reifen- 
bergische Forderung an den Grafen Philipp. Geschenke. 

Noy. Verschreibung des yon dem Abt Michael yon Hersfeld er- 
kauften Weinhofes zu Lüdörsdorf samt der Vogtei zu St. Martin bei 
Andernach an Frau Margarete. Angebliche Intriguen Landgraf Wil- 
helms beim Kaiser, um zu yerbindern, daß Frau Margaretes Söhnen 
der Titel »Grafen zu Eppstein« gegeben werde. 

Dez. Französische Zeitungen. Gerücht über den y. Nemours. 



1] Dabei ein Bedenken Dr. Jost Didamars, von dem es nicht unbedingt fest- 
steht, ob es an diese Stelle gehört 



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Margarete von der Saale und die Oimfen yon Dies. 25 

28. Akten des Landgrafen Philipp i) (dabei einige Kemmlsslengakten 
SebeffDrs, Lenners, Hnnds nnd Pflflgers). 1562. 

Briefwechsel mit Margarete v, d. Saale und dem Grafen Philipp 
von Diexr^ mit dem Kammerschreibefr Otto Oleim, mit Bürgermeister und 
Bat XU Kassdj dem Pfarrer Johann Lening xu Mdsungen und Christoph 
Hulsing. Aufxeichnungen über milndUche Werbungen, Abschriften der 
Donation und der Oegenverschreibung des Landgrafen für seine Söhne 
erster Ehe und der kaiserlichen Konfirmation, Notariatsinstrumente. 
Instruktionen für den Kanzler Scheffer ^ Dr. Jakob Lersner^ Alexander 
Pfliiger und Mag. Heinrich Hund. Berichte an den Landgrafen über 
die verschiedenen Werbungen bei Frau Margarete und dem Grafen 
Pkäipp. MemoriaUen. 

1562 Jan. — Dez. Weitere Verhandlungen ttber die Erhöhung Epp- 
Steins zur Grafschaft und überhaupt ttber die Ausstattung der Söhne der 
Frau Margarete und die Titelfrage. Die Prätensionen des Grafen Phi- 
lipp auf den landgräfliohen Titel nnd das Successionsrecht in Hessen. 

Jan. — Febr. Krankheit der Frau Margarete. Graf Philipps Woh- 
nung in Spangenberg. Bedenkliche Krankheitserscheinungen bej dem 
Landgrafen Philipp. Weigerung der Frau Margarete, nach Kassel zu 
ziehen. Werbung des Kanzlers Scheffer und des Sekretärs Alezander 
Pflttger bei ihr. 

Febr. — März. Ratifikation der Donation ttber die vermachten 
Herrschaften und Ämter LiBberg, Bickenbach und Umstadt, Schloß 
und Amt Ulrichstein, Stadt und Amt Schotten, Stadt, Schloß und 
Amt Homburg y. d. Höhe, Schloß und Amt Stomfels und das 
Dorf Dem in der Grafschaft Diez. Erteilung des Titels Geborene 
aus dem Haus Hessen, Grafen von Diez und Herren zu Lißberg oder 
Bickenb&ch. Gegenverschreibung des Landgrafen fttr seine Söhne 
erster Ehe und deren Konsens. Austtbung der Jagd durch den 
Grafen Philipp. Werbung Dr. Jakob Lersners und PflUgers bei den 
Grafen Philipp und Hermann. 

Apr. Verbot an den Grafen Philipp, wieder französische Dienste 
anzunehmen. 

Mai. Reise der Frau Margarete in Begleitung ihrer Schwester 
Barbara Httlsing nach Meißen. Ihre Werbung bei Landgraf Philipp 
durch Mag. Hund. 

Juli. Margaretes gedruckte Stimmung ttber ihre und ihrer Söhne 
unentschiedene Zukunft. 



1) Vier Stflcke in Nachträgen des Samtarohivs. 



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26 Landgräfliche PenonalieiL 

NoY.— Dez. Verochwendüiig der Grafen Christoph Ernst nnd 
Philipp Eonrad in Straßbnrg nnd des Landgrafen Verdruß hierttber. 
Erteilung der kaiserlichen Konfirmation ttber die landgräfliche Dona- 
tion. Geldmangel des Grafen Philipp und Lieferung von 1000 Thalem 
durch den Eammersohreiber Gleim. Hinterlegung des Originals der 
kaiserlichen Konfirmation bei der Stadt Kassel. Weigerung der Frau 
Margarete und des Grafen Philipp, die kaiserliche Konfirmation an- 
zunehmen. Werbung Hunds, Lersners und Pflttgers bei beiden. 

29« Akten des Landgrrafen Philipp beiw. des Kammersekretftrs Alexander 
Fflflger. 1663—1666. 

Briefwechsel mit Margarete v. d. Saale und dem Orafen Philipp 
von Diex. Schreiben an den Bentmeister zu Rotenburg, an Abraham 
V, d. Saale^) und Jungfrau Bethe Meysefrdmg,^) Schreiben des Werner 
Ziegeler, ^) Bürgers xu Spangenberg, und des Pfarrers Tidemann Breid^) 
daselbst Relation des Sekretärs Christoph Harsack nebst Landgraf 
Philipps Antwort und Frau Margaretes Replik. Urkundenkonxept 
Aufzeichnung über eine Werbung Pflügers und Harsacks bei Oraf 
Philipp, Abschriften der Etmeuerung der Bestätigung der Donation 
durch Kaiser Maximilian, Verschreibung der Stadt Spangenberg. 
Memorialxettel, ^) Nachlaßinventar. *) Verzeichnisse. *) Revers des Ora- 
fen Philipp.^) Quittungen Johann Waldensteins und Christoph HiUn 

S.1) 



1663 Jan. — Apr. Plan des Landgrafen Philipp, einen der Grafen 
Yon Diez mit einer der nachgelassenen Töchter des Grafen Johann 
von Bietberg zu verheiraten. 

Jan. — Juni. Krankheit der Frau Margarete. Behandlung durch 
Dr. Moritz Thaurer und den Wundarzt Paul Kellner. 

März. Vorschriften, wie sich Graf Hermann mit Essen und Trinken 
halten soll. 

Juni — Aug. Landgraf Philipp schickt der Frau Margarete Kir- 
schen. Ihre Übersiedelung nach Botenburg aus Gesundheitsrücksichten. 

Sept. Geplante Beise der Frau Margarete nach Meißen. 

Dez. Unberechtigte Ausübung der Jagd durch den Grafen Philipp. 

1664 März — Apr. Werbungen Harsacks bei Frau Margarete 
(deren Drängen auf Verschreibung eines Witwensitzes außerhalb 
Hessens; Versorgung des Fräulein Margarete; weitere Ausbildung der 
jungen Grafen; Aushändigung von Akten über die Doppelehe, insonder- 



1) In Nachträgen des Samtarcbivs. 



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Margarete von der Saale nnd die Grafen von Diez. 27 

heit der Bataohlftge Lathers, an Frau Margarete; Erlaubnis fttr Fran 
Margarete, eine Reise zu ihren Verwandten in Meißen zn machen). 

April. Fordemng der Frau Margarete an ihre Brüder wegen 
ihres Heiratsgates. ^) 

Mai. Versehreibnng der nach dem Tode des Kammerdieners Kraft 
Georg Y. Boinebnrg heimgefallenen Gttter zn Wenignmstadt an die 
Grafen yon Diez. 

1564 Ang. Sorge der Frau Margarete nm ihre beiden Söhne in 
StraBbnrg, wegen der dort herrschenden Pest, nnd die Zurttckbemfung 
der Söhne. Pest in Büsselsheim. Krankheit des Grafen Moritz. 

NoY. Zeitung aus Dresden. Ansteckende Krankheit in Spangen- 
berg. 

Dez. Unterhalt des Grafen Philipp, dessen unberechtigte Führung 
des landgräflichen Titels und beabsichtigte Kriegsdienste. Unterhalt 
des Grafen Christoph Ernst. 

1565 Jan. Unterhalt des Grafen Hermann. 

1565 Jan. — Mai. Graf Philipp zeitweise in Lüneburg. Nach- 
lassen seiner priltentiösen Stellung gegen den Vater, erlangt eine 
Audienz bei seinem Vater in Kassel, nimmt die Donation von 1562 
an nnd stellt dabei Bedingungen, die vom Landgrafen zurückgewiesen 
werden. 

Febr. Frau Margarete will auf die Hochzeit nach Kassel kommen. 
Baut ein Haus in Spangenberg. 

Apr. Bethe Meysenbug Kammerjungfrau der Frau Margarete.^) 
Okt Drängen auf Einräumung eines Witwensitzes im Lande. 

1566 Jan. Unterhaltung des Grafen Christoph Ernst. 

März. Erneuerung der Bestätigung der Donation durch Kaiser 
Maximilian. 

Apr. Geldforderung des Werner Ziegeler wegen der Frau Mar- 
garete gelieferter Ziegeln. 2) 

Juni. Beginnende Geschlechtskrankheit des Grafen Philipp, seine 
Behandlung durch die Ärzte Meister Jacob von Wetzlar und Dr. Volcwin 
Weigel, Absicht des Grafen, sich zu einem Arzt in Antwerpen in die 
Knr zu begeben. 

Juli — Okt>) Tod der Frau Margarete. Spende des Landgrafen 
zu gunsten der Armen in Spangenberg, jährlich am Begräbnistage 
der Frau Margarete auszuteilen. Begräbnis der Margarete in der 
Pfarrkirche zu Spangenberg. Überführung der Grafen Moritz und 



1) In NaehtrSgeB des Samtarchiva. 

8) Zum größten Teil in NachtrSgen des SamtarchiYB. 



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28 Landgr&fliche Pereonalien. 

Ernst und des Fränleins Margarete ins Schloß Homberg. Inyentari- 
sation des Nachlasses. Auseinandersetzung mit der Dienerschaft der 
Frau Margarete. Anfertigung eines Grabsteines. Überführung des 
Nachlasses nach Kassel. Verteilung des hinterlassenen Bargeldes. 
Bezahlung des von Frau Margarete begonnenen Neubaues und dessen 
Fertigstellung. Graf Ernst erbt eine goldene Kette. 



30. Akten des Landgrafen Philipp. 1557—1565. 

Beverse. 

1557 Juni — 1565 Okt. Bestallung des Hermann y. Harstall zum 
Hofmeister der Söhne Landgraf Philipps aus der Nebenehe, des Daniel 
V. Geismar zum Hofmeister der Margarete v. d. Saale, sowie des Mar- 
tinus Pflück, des Mag. Ludovicus Milichius, des Mag. Wigandus Orthius, 
des Helfrich Herden, des Lic. Nicolaus Vigelius, des Nicolaus Jaco- 
baeus Austrasius und des Georgius Mercator zu Schulmeistern der 
jungen Grafen. 

31. Akten des Landgrrafen PhlUpp.i) 1553—1561. 

Briefwechsel mit der Stadt Nürnberg und mit Dr. Johann Oemett 
daselbst Verschreibungen. 

1553 März— 1561 Febr. Kauf einer jährlichen Rente von 800 
Gulden ftlr Frau Margarete y. d. Saale und ihre Kinder und die Ab- 
lösung des Kapitals (16000 Gulden). 

32. Akten des Landgrafen PkUipp. 1556—1561. 

Btiefwechsd mit seinem Sohne Phüipp, geboren aus Hessen^ Herrn 
XU Hessenstein und Bickenbaeh (seit 1560 geborener Qraf in Hessen, 
Herr xu Eppstein und lAßberg)^ femer mit dem Diener des Orafen, 
Phüipp Biber, mit Baptiste PraiUon in Paris, Simon Bing, den Kammer- 
sckreibem Klaus Waidenstein und Otto Oleim^ dem Pfarrer Johann 
Lening, Israel Winckd, Hans Schtoa7in und dem franxösischen Obersten 
Friedrich v. Reifenberg und dem hessischen Marschall Friedrich v. RdS" 
hausen, Verspruchsbriefe, Beis&- und Ausgaberegister, Quittungen. 
Verghichung über die Bdfenbergische Forderung, Instruktion filr 
Philipp Biber. 



1) SSmilioh in NaohtrSgen des SamtarchivB. 



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Hftrgarete tob der SmIo und die Grafen toh Diei. 29 

1556 Juli— Dez. Voryerhandliingen mit Bolshansen und Reifen- 
berg wegen des Aufenthaltes des Grafen Philipp von Diez in Frank- 
reich. 

1557 Jan. — Nov. Änknnft in Paris mit dem Obersten Reifen- 
berg, Andienz bei dem Könige nnd dem Connetable, Bestellnng Phi- 
lipps znm Kammerdiener des Königs mit 1200 Franken Besoldung. 
Zusendung zweier Pferde. Kosten des Unterhaltes des jungen Philipp. 
Seine Modenarrheiten. Verminderung seines Gesindes. Wiederaus- 
brueh des Krieges zwischen Spanien und Frankreich. Aufnahme von 
Anleihen bei Reifenberg. Kriegsdienste Philipps unter dem Conne- 
table. Dessen Gefangennehmung bei St. Quentin nnd andere Kriegs- 
ereignisse. Reifenberg in Kassel , Yergleiohung mit ihm ttber seine 
Forderung und deren Zahlung. Verbot des Landgrafen an seinen 
Sohn, sich für den König in Werbungen einzulassen, da er noch zu 
jung sei. Ermahnungen, die französische Sprache zu lernen. 

1558 Febr. — März. Werbung Philipps bei seinem Vater durch 
Philipp Biber wegen standesgemäßerer Unterhaltung und die Anwei- 
sungen des Landgrafen hierauf. Die Reifenbergische Forderung. 

Mai. Verwendung der Frau Margarete v. d. Saale zu gunsten 
ihres Sohnes durch Lening. 

Juni. Versorgung Philipps mit Geld und Pferden. Philipp dem 
Herzoge von Guise beigegeben. 

Sept. — Okt. Gerüchte von den Kriegshändeln in Frankreich. 
Ermahnung an den jungen Philipp, sich nicht vom Protestantismus 
abwendig machen zu lassen. Geldvermittlung durch den Kaufmann 
Israel Winckel in Basel. Philipp soll Zeitungen schicken. 

1559 Jan. — Aug. Philipps von Hessenstein Gesundheitszustand 
und französische Kriegsdienste. Zeitungen vom französischen Kriege 
und sonstige Neuigkeiten vom französischen Hofe. Geldlieferung durch 
Israel Winckel auf der Frankfurter Messe. Abordnung des Dr. Heide- 
rich Krug an den jungen Philipp. Friedensschluß in Frankreich. Tod 
des Königs von Frankreich. Übertritt Philipps in die Dienste des 
neuen Königs, Schreiben des Landgrafen an diesen. Philipps Gehalts- 
forderung an den verstorbenen König und seine Schulden. 

Sept. Verwendung für einen französischen Emigranten. 

Okt. — Dez. Übermittlung von Briefen des Landgrafen an den 
König von Frankreich, den Kardinal zu Lothringen und den Herzog 
von Guise. 

1560 März. Rückkehr Philipps aus Frankreich. Zeitungen aus 
Frankreich. Jagdunfall des jungen Philipp bei Wetter (Bruch des 
rechten Armes). 



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90 Landgrifliehe PeiBonmlien. 

Juni— Sept. BeBiehtigimg der EppsteiniBchen Gttter. Ausstattuiig 
des jangen Philipp mit Oeld. Erwirkung des kaiserlichen Konsenses 
zu der Belehnnng mit Eppstein. Erhöhung der Herrschaft Eppstein 
zur Grafschaft. Prätension des jangen Philipp auf den landgräfliehen 
Titel. Israel Winckel. Oeldforderung der Margarete y. d. Saale an 
Beifenberg und dessen Gegenfordenmg. 

1&60 NoY. — 1661 Jan. Philipp wieder in Frankreich, nennt sich 
Philipp den Mittleren, Landgrafen zu Hessen. Zeitungen Philipp Bibers 
und des Grafen Philipp. 

1561 Okt. — NoY. Geldzahlung an den Grafen durch Vermittlung 
Eonrad Breidensteins, Rentmeisters zu Gießen. 



33. Akten des Landgrafen PhiUpp.i) 1561—1564. 

Bericht des Magisters Hund über seine Ausrichtung in Straßburg. 
Briefwechsel mit Johann Stumiy Professor und Rektor der Schide xu 
Straßburg. Instruktion fii/r Mag. Hemrich Hund. Quittung des 
Prothasius Sopherus^ Bürger und Koüega des Stifts zu St. Thomas in 
Straßburg. 2khrungsregister Hunds. Briefwechsel mit den Grafen 
Christoph Ernst und Philipp Eoivrad von Diex^ dem Lic. der Bechte 
Nicokms Vigdius und dem Präxeptor des Orafen Philipp Hdfrich Herden. 

1561 Juli —1564 Juli. Der Studienaufenthalt der Grafen Christoph 
Ernst und Philipp Eonrad von Diez in Straßburg. 

34. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1560—1566. 

Briefwechsd mit seinen Söhnen, den Orafen Hermann, Christoph 
Ernst, Albert und Philipp Konrad (auch dem Orafen Philipp) von Diex, 
femer mit dem Rentmeister xu Oießen Konrad Breidenstein, Danid v, 
Oeismar, Rabe Krug und Heinrich Orau Rentschreibev in Spangeriberg, 
Oeorg v. d. Malsburg und Sim^n Bing in Kassd, dem Kammerschrei- 
ber Otto Oleim, dem Hauptmann xu Ziegenhain Reinhard Schenk und 
dem dortigen Rentmeister sotvie mit dem Registratur Oeorg Pergamenter 
(dabei ein Schreiben Alexander Pflügers an diesen in Ausfertigung). 
Quittungen der Orafen Philipp und Hermann und der Frau Margor- 
rete namens des Orafen Christoph Ernst. 

1560 Juni. Graf Hermann bei Herzog Ernst von Braunschweig. 



1) Ein Stück (rom Oktober 1662) in NachUägen des SamtarcbivB. 



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Die Grafen von Dies. 31 

NoY. Des Grafen GhriBtoph Ernst Stadien in Marbnrg, seine Bade- 
kar. Seine Sehalden bei seinem Hanswirt, dem Schaltheißen Kart 
Hefi, and sein Geldmangel überhaupt. 

1561 Dez. — 1562 Jan. Aaslösang des in Paris in der deutschen 
Herberge zar Saa krank zurückgelassenen Ejiechts des Grafen Her- 
mann. Bitte um ein Pferd fttr Graf Hermann, der noch in Osterode 
ist. Anleihe Hermanns bei seiner Mutter, die der Landgraf bezahlen 
soll. Inkorrekte Unterschrift Hermanns in dem Briefe an seinen 
Vater. 

1563 März — April. Unterhaltung des Grafen Hermann in Spangen- 
berg, Regelung seiner Lebensweise. Sein heimliches Entweichen aus 
Marburg. Eontrolle über Graf Philipps Aufenthalt 

1564 NoY. Sohlechtes Verhältnis zwischen Frau Margarete und 
ihren Söhnen Philipp, Christoph Ernst und Albert, deren unkindliches 
Verhalten und üble Aufführung in Spangenberg. 

Dez. Graf Albert nach Ziegenhain unter die Aufsicht des Haupt- 
manns Reinhard Schenk gebracht. 

1565 Jan. Graf Hermanns heimliche Entfernung zum König von 
Dänemark und des Landgrafen Zorn darüber. Des Landgrafen Un- 
gnade gegen Graf Hermanns Diener Heinrich. Frage der Unterhal- 
tung des Grafen Hermann am Hofe zu Kassel. 

Febr. — März. Verschickung des Grafen Philipp Konrad nach 
Frankreich. Sein Kleidermangel und dessen Abhilfe. Hochzeit des 
landgräflichen Dieners Jeremias Schröder. Graf Hermanns in Däne- 
mark kontrahierte Schulden. Seine Weigerung, am Hofe zu Kassel 
zu leben, und sein Aufenthalt zu Spangenberg gegen den Willen des 
Vaters. 

Mai. Die Disposition und Vermächtnis Landgraf Philipps und 
deren Annahme durch die Grafen Hermann und Philipp. Ihre Be- 
seheidung nach Kassel. Geldzahlung Landgraf Philipps an die Ge- 
nannten. Sie nennen sieh Jetzt zum ersten Male geborene aus dem 
Hause Hessen, Grafen zu Diez. 

Juli Annahme der väterlichen Disposition durch den Grafen 
Christoph Ernst Deponierung seines Schreibens im Briefgewölbe zu 
Kassel. 

Aug. StraBburger Schulden der Grafen Christoph Ernst und Phi- 
lipp Konrad. 

1566 Jan. Unterhalt des Grafen Christoph Ernst. 

Juli. Unterhalt des Grafen Albert. Tod Frau Margaretes. Ihre 
Legate zu Gunsten ihrer sieben Söhne. 



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32 LandgrSfliohe PeraonaUen. 

35. Akten des LandgrrafeD Philipp. 1561—1567. 

Ver Schreibung, Briefwechsel mit seiner Tochter Margarete. Instrukr 
Uon für den Kammermeister Hermann TJngefvjg und dessen Bericht, 
Ver Schreibung, Instruktion des Joharm Jäkoh Grafen xu Eberstein 
für Reinhard Jung Amtmann xu Werdenstem wnd Jeremias Fortunagd 
Amimann xu Riexingen, Schreiben des Kanxlers Scheffer ^ Simon Bings 
und Alexander Pflügers, Hessische Antwort auf die Ebersteinische 
Werbung, Heiratsnotel. Schreiben an den EJammerschreiber Otto Oleim. 

1561 Mai. Deponierung von 10000 Gulden bei dem Kat zu E^assel 
zur Aussteuer für Fräulein Margarete. 

1563 Juni. Dank Margaretes für ein geschenktes Kleinod. 

1566 Juni, Juli. Margaretes y. d. Saale letzte Augenblicke. Ihre 
versöhnliche Stimmung gegen den alten Landgrafen und die Land- 
grafen Wilhelm und Ludwig auf dem Totenbette. Fürsorge für ihre 
Kinder. Regelung der Zukunft Fräulein Margaretes und ihrer Brüder. 
Frau Margaretes Nachlaß. Auseinandersetzung mit ihrer hinterlassenen 
Dienerschaft. Aufnahme des Fräulein Margarete in den Hofstaat der 
Landgräfin Sabine. Grabstein für Margarete y. d. Saale. Hinter- 
lassene Fruchtvorräte in Spangenberg. 

Okt. Versohreibung Landgraf Philipps über 10000 Gulden zu 
gunsten seiner Tochter Margarete für den Fall ihrer Verheiratung 
(waren im Jahre 1564 der Margarete y. d. Saale verschrieben gewesen). 

1566 Nov. — 1567 Jan. Verhandlungen wegen Verheiratung des 
Fräulein Margarete mit Hans Bernhard d. J. Grafen zu Eberstein. 

März. Anschaffungen für Fräulein Margarete auf der Frankfurter 
Fastenmesse. 



Landgräfln Agnes, Tochter des Landgrafen Philipp, 

Gemahlin des Herzogs, späteren Knrfßrsten Moritz 

von Sachsen, dann des Herzogs Johann Friedrich 

des Mittleren von Sachsen. 

36. Akten des Landgrafen Phüipp. 1529—1656. 

Eheabrede ^) mit Herxog Erich d. Ä, von Braunschweig, Heirats-' 
Verschreibung^) xunschen Herxog Moritx von Sachsen und Landgraf 



1) AuBfertiguBg im Samtarchive V 270, 142. 2) Ebenso Y 298, 176. 



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Mugarete von Dies. Agnes von SaehBen. Anna von der P£ftlz. 33 

Phäippj Wittumsversckreibung,^) Vorschlag Herxog Moritzens betreffend 
Mine ühierhaUung und semer Oemahlm Wittum. Schreiben des Kcmn 
menneisters Jost v. Weiters. Konsens^) des Herzogs August von Sachsen 
XU der Wittumsver Schreibung^ Verxichibrief^^) Inventar der Aussteuer ^ 
Urkunde des HerxogSy Bestallung für Landgraf Philipp und Pfahgraf 
Wolfgang zu Kuratoren^ Heiratsabrede*) mit Herzog Joharm Friedrich 
d, ILj Wittumsibrief Verschreibung des Herzogs Johann Friedrich^ 
testamentarische Donationen der Herzogin für ihren zweiten OemaM, 
Inventar über ihren Nachlaß, Vergleich zvrischen Kurfürst August^ 
Herzog Joharm Friedrich d, M. und Landgraf PkiUpp.^) Quittung des 
Begistrators Pergamenter^) 

1529 NoY. Plan einer späteren Vennählnng der Landgräfin Agnes 
mit dem jungen Herzog Erich von Brannschweig. 

1541 Jan. — Nov. Yermählnng der Landgräfin Agnes mit dem 
Herzog Moritz yon Sachsen. Beschaffang der Ausstener. 

1550 Sept. Wittnmsverschreibang über Badenberg and Senftenberg. 

1554 Mai. Bestellnng des Landgrafen Philipp nnd des Pfalzgrafen 
Wolfgang zn Kuratoren der Enrfbrstin Agnes durch das Beichs- 
kammergerichi 

1555 März — 1556 Jan. Vermählung der yerwitweten EurfUrstin 
mit dem Herzog Johann Friedrich d. M. von Sachsen. Ihr Vermächtnis 
zu gonsten ihres Gemahls. Ihr Nachlaß. Vergleichung zwischen dem 
Kurfürsten August, dem Herzog Johann Friedrich und dem Land- 
grafen niilipp über das eingebrachte Heiratsgut und den Nachlaß. 



Luidgriiflii Anna^ Tochter des Landgrafen Philipp, 
Oemahlin des Ffiilzgraf en Wolfgang von Z weibrficken. 

37. Akten «es Landgrafen Philipp.^ 1539—1554. 

Vertrag xwisehen Herzog Erich d. Ä von Braunschweig-Kalenberg 
und dem Landgrafen Philipp; Aufzeichnungen Bings, Denkzettel für 



1) AnsliartigaBg im SamtarchiTe Y 296, 179. 2) Ebenda Y 288, 163. 
$ Ebenda Y 900, 182. 

4) Diese sowie alle folgenden ArchiTalien befinden sich im SamtarchiTe Y 
880^ 86; 284, lW-168; 286, 159; 288, 162. 164; 296, 174. 
6) YgL Kopialbneh K 2 fol. 289. 298. 909. 

6) In imTeneielmeten Akten des Samtarchivs. 

7) ZnmTeU im SamtarchiTO Y 270, 143; 302, 186; 304, 187-190; 306, 191-193; 
80B» 194. 195. 

P«ltt. AnidT 4m LMdgr. Pbflipp. 8 



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34 Landgräfliohe Personalien. 

Hermann Ungefug^ Kostenanschläge, Schreiben an Heinz ScherJm, 
Bürger xu Leipxig, Heiratsverschreibung ^ Morgengabeversckreibung und 
andere Verschreibungen und Verträge^ Lehenkonsens des Erxbischofs 
AUn-echt von Mainz zu der Verschreibung von Burg und Stadt 
Meisenheim, In/oentar über die Aussteuer^ Wittumsverschreibung^ Wie- 
derfaUsbriefj Begister über das Wittum^ Quittungen^ Hiddigungsbrief. 
Dabei ein Schreiben des Pfalzgrafen Wclfgang an die hessischen Bäte 
und Diener in der Herbstmesse in Frankfurt 

1539 Aug. Geplante Verheiratung der Landgräfin Anna mit dem 
jungen Herzog Erich von Brannseh v^eig-Ealenberg. 

1544 Dez. — 1545 Okt. Vermählung Annas mit dem Pfalzgrafen 
Wolfgang y Beschaffung der Ausstattung, Überschlagung der Kosten. 

1551 Febr. Erlegung einer gemeinen Anlage zur Bezahlung des 
Heiratsgutes. 

1551 Sept. Auszahlung der 20000 Gulden Heiratsgeld. 

1554 Aug.— Nov. Wiederfall des Heiratsgeldes und Huldigung 
der Stadt Meisenheim. 



Landgraf Wilhelm, Sohn des Landgrafen Philipp. 

38. Akten des Landgrafen Philipp. 1565—1567. 

Heiratsabrede, Wittumsversckreibung, Verzicht der Landgräfin Sabine 
auf das Herzogtum Württemberg, WiederfaUsbriefe Herzog Christophs 
von Württemberg und Landgraf Philipps, Verschreibung der Morgen^ 
gäbe, * Anfang und Beschluß des Begisters und der Oefalle* des Schlosses 
und Amts Botenburg und der Gerichte Bengershatisen und Wildeck, 
Oeheiß- und Hiddigungsbrief am, die Untertanen des Wittums, Beversal 
Herzog Christophs und Schuhbrief Landgraf Philipps für die Unter- 
tonen des Wittums, Abschied zu WHdbad.^) 

1565 Sept.— 1567 Febr. Die Vermählung des Landgrafen Wilhelm 
mit der Herzogin Sabine von Württemberg. 

39. Akten des Landgrafen Philipp besw. des Kämmeniekretini Alexan- 
der Pllttger. 1565—1566. 

Briefwechsel mit dem Kammerschreiber Otto Qleim, dem Hauptmarm 
zu Ziegenhavn Beinhmd Schenk, den Beamten zu Botenburg und Vacha, 



1) Die Konzepte sind in der Württembergisohen Kanzlei hergestellt 



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Anna y. d. P&ls. L. Wilhelm, Heirat, Bw. m. s. Vater 1644—1665. 35 

dem Statthalter xu Marburg und dem alten Kanzler^ dem Vogt xu 
IHedeuHÜdy dem Bentmeister xu Nidda, dem Oberamimann der Nieder^ 
grafsehaft Katxendnbogen Wolf v, Sdthausen^ Burkhard v. nertings" 
hauseny Johann v. Eatxenberg, dem Schultheißen xu Hersfdd Konrad 
ZöOner von Speckswinkel, Hermann Trott xu Lispenhausen^ den Amt- 
männern xu Gießen und Eppstem^ Dietrich und Veronika v. Lehrbach, 
Georg v. d. Maisburg^ dem Amtmarm xu Homberg Ludung v. Boineburg, 
Eberhard v. Bruch, dem Bentmeister xu Sontra, dem Oberamtmmin 
Joharm MUchUng v, Schönstadt und dem Bentmeister xu Griktiherg 
Johann Meckbach dem Altern. Ausschreiben an den hessischen Ädd. 
Otieitsbrief filr Joseph Juden xu Frankfurt. Verxeichnis der emxur 
ladenden Fürstlichkeiten. Verxeichnis der xu Fräulein Sabines Wittum 
gehörenden Dörfer. Äusxüge über die Einkünfte des Wittums. Ver- 
xeiehmsse der Geleitsmänner. Futter- und Wegexettd. Weininventar 
und Verzeichnisse des abzuschießenden Wildbrets. 

1565 Aug. — 1566 Febr. Vorbereitungen zur Vermählung des 
Landgrafen Wilhelm IV. mit der Herzogin Sabine von Württemberg. 
Yerschreibung des Wittums (Ämter Rotenburg und Wildeek und Ge- 
liebt Bengershausen], Einnahme der Huldigung der Wittumsuntertanen. 
Beschreibung der Städte, die zum Beilager in Marburg Trabanten 
sehicken sollen. Ausschreiben an den landsässigen Adel und die 
Amtknechte wegen der Aufwartung beim Beilager und an verschie- 
dene Grafen. Geleit fttr die Pfalzgrafen Ludwig und Hans Kasimir, 
den Herzog Christoph von Württemberg, die Markgrafen Johann Georg 
und Gteorg Friedrich von Brandenburg, den Pfalzgrafen Wolfgang 
und die Gemahlin des Grafen Martin von Hohenstein. Morgengabe 
fbr Fräulein Sabine. 

40. Aktai ies Laadgrafen Philipp besw« des Kammersekretärs Simon 
Bing. 1544—1557. 

Briefwechsel mit seinem Sohne^ dem Landgrafen Wühdm^ auch mit 
dem Werkmeister Hans von Frankfurt. 

1544 Febr. Landgraf Philipp in Speyer. 
1546 Juli — Okt. Wilhelms Studium der französischen Sprache 
in Strasburg. 

1552 Okt. Zusendung von Zeitungen. 

1553 Jan. Bedenken der Drr. Pistoris und Mordeisen auf ein 
Sehreiben des Kaisers an Landgraf Philipp. 

1555 Juni — Juli. SchloBbau in Melsungen. Bestellung von Silber- 
gesehirr bei Veit Treyer in Strasburg. Landgraf Wilhelm und Herzog 

3* 



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36 Landgräfliche Penonalien. 

Christoph von Württemberg in Worms. Werbungen Herzog Eriehs 
von Brannschweig. 

Aug. Praktiken Herzog Heinrichs von Brannschweig^ dessen Zn- 
sammenkunft mit Landgraf Wilhelm in Fürstenberg. Briefwechsel Land- 
graf Wilhelms mit dem EurfUrsten von Sachsen und dem Pfalzgrafen 
Ott Heinrich. Zeitungen. 

Okt. Vertrag zwischen Herzog Heinrich von Brannschweig und 
der Stadt Magdeburg. 

Nov. Tod der Herzogin Agnes von Sachsen. 

1556 März. Zusammenkunft der wttrttembergischen Theologen. 
Aug. Der König und die Königin von BQhmen bei dem Land- 
grafen Wilhelm in Bheinfels. 

Sept. Hennebergischer Musterplatz zu Hmenau. 
Okt. Nachrichten über Markgraf Albrechts Befinden. 

1557 Juni — Juli. Werbung Landgraf Wilhelms bei Graf Wil- 
helm von Wittgenstein durch Beumelberg von Beumelberg gen. Frauen- 
stein. Jährliche Zahlung von 45000 Gulden an Nassau, Unterhandlung 
mit den Landständen wegen Geldbewilligung. Graf Johann von Wal- 
deck und Apel v. Berlepsch auf der Kindtaufe zu Dresden. 

Aug. Schlacht zwischen den Franzosen und Engländern. 

Sept. Bewerbungen Graf Christophs von Oldenburg. Übersen- 
dung von Zeitungen. 

Dez. Des Landgrafen Wilhelm Ausrichtung beim Erzbischof von 
Trier. Tag zu Frankfurt. 

41. Akten ieg Landgrafen Philipp« 1558. 
Briefwechsel mit seinem Sohne^ dem Landgrafen Wilhelm. 

1558 Aug. — Sept. Krankheit Wilhelms. Dessen Beise nach 
Dresden. Übersendung von Zeitungen. Forderung des Landgrafen 
Philipp an den Nachlaß seiner Schwester, der Herzogin von Bochlitz, 
bzw. an den Kurfürsten von Sachsen wegen des Wiederfalls ihres 
Heiratsgutes^ Mitgift und Morgengabe. 

Dez. Verhandlung des Landgrafen Wilhelm mit König Heinrich 
von Frankreich wegen dessen Stellung zu den Hugenotten. Thron- 
wechsel in England. 

42. Akten des Landgrafen Philipp. 1559—1561. 

Briefwechsel mit seinem Sohne, dem Landgrafen Wilhelm, dem Hof- 
marschaü Friedrich v. Bolshausen und AMf Wilhelm v. Dämberg. 



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L. Wilhelm, Briefw. mit 8. Vater 1556-1660. 37 

1559 Juni. Besuch der Gr&fin Barbara Yon Württemberg in Hessen. 
Sept. Übersetzung von Schreiben, Gertlehte über den Tod des 

Königs Yon Spanien. Graf Hans von Mansfeld in Kassel. Schrift 
Kikolans Amsdorfs gegen Ffeffinger. 

Okt. — NoY. Oberst Reifenberg in Marburg. Von dem Grafen 
Günther yon Schwarzburg und den Söhnen des Grafen Wilhelm von 
Nassau überbrachte Nachrichten aus den Niederlanden, Ketzerver- 
brennungen in Frankreich, den Niederlanden und Spanien, desgleichen 
in den spanischen Pfandschaften des Herzogs Erich von Braunschweig- 
Kalenberg. Heiratsabsichten des jungen Königs von Schweden auf 
die Königin yon England. Religionskämpfe in Trier. Berufung des 
Theologen Victorinus Strigelius an die Universität Marburg. Zusam- 
menkunft mit Herzog Johann Friedrich von Sachsen. 

1560 Febr. Hochzeitskleider für die Landgräfin Elisabeth. Hoch- 
zeitsgäste. Angebliche Schwangerschaft der Pfalzgräfin (Landgraf 
Wilhelms Schwester). Spannung zwischen Landgraf Philipp und dem 
Hofe zu Münden. 

März. Kasseler Schloßbau. 

März — Juni. Supplik der Dorfschaft Herzhausen im Amt Hessen- 
stein. Zusammenkunft der Augsburger Konfessionsverwandten. Mit- 
teilung von Zeitungen. Landgraf Philipp in Worms« Vermählung von 
Landgraf Philipps Tochter Elisabeth mit Kurfürst Ludwig von der 
P&lz und die Teilnahme des Pfalzgrafen Wolfgang und des Herzogs 
Christoph von Württemberg mit ihren Gemahlinnen an der Hochzeit. 
Krankheit des Königs Franz H. von Frankreich. Feuersbrunst im 
Dorfe Holzhausen im Reinhardswalde. Vermählung der Herzogin 
Klara von Braunschweig-Wolfenbüttel mit Herzog Philipp von Gruben- 
hagen, Lösung des Eichsfeldes von Mainz. 

April. Zeitung aus Antwerpen betr. die Vorgänge um Paris. 
Grofie Bestellungen von Geschützen in Thüringen. Ritter Friedrich 
Spedts Nachrichten aus England. 

Juni. Beschäftigung Landgraf Wilhelms mit Wahrsagen, Kristall- 
sehen und dergleichen.^) 

Aug. Unterbrechung der Arbeiten am neuen Bau zu Kassel wegen 
der beginnenden kurzen Tage und kalten Witterung. 

Sept Ankunft des Pfalzgrafen Ludwig in Marburg. 

Okt. Abordnung des Postreiters Pflüger an den Herzog von' Würt- 
temberg. Sehlechtes Wetter bei der Reise Landgraf Wilhelms nach 
Darmstodt. Weiterreise nach Heidelberg. 



1) In der Landesbibliothek zu Kassel (Landaus Nachlaß, Alobymisten n foL). 

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38 Landgräfliohe PerBonftlien. 

Nov. Fritz V. ThttDgens Reiteranwerbang in Gelnhausen. 

1561 Jan. BeabBichtigte Wiederyennählnng der Gräfin Barbara 
von Württemberg mit dem Herrn von Rosenberg. 

Juli. Briefwechsel Landgraf Philipps mit dem EnrfUrsten von 
Sachsen. 

Ang. Einladung zur Jagd. 

Dez. Übersetzung einer französischen Zeitung. 

43. Akten des Landgrafen Philipp. 1562. 

Briefwechsel mit seinem SohnSj dem Landgrafen WUhdmj auch mit 
dem Kanzler Scheffer ^ Alexander Pflüger, EofmarschaU Friedrich v, Rols- 
hausen und Simon Bing. 

1562 Juni. Werbung des Caspar v. Sehomberg im Namen des 
Prinzen von Cond6 in Kassel. 

Juli. Streit mit Herzog Johann Friedrich von Sachsen wegen 
des Homsbergs, Frauensee, Haus Breitenbach, Geleit zu Yacha, Crayen- 
berg. Diplomatische Sendung des v. Andelot an den Landgrafen Wil- 
helm im Auftrage des Herzogs Ludwig von Condö wegen einer den 
Hugenotten zu leistenden Eriegshilfe. 

Aug. Kurfürst Joachim von Brandenburg in Marburg bei Land- 
graf Philipp, römische Königswahl. 

Sept. — Dez. Beise des Landgrafen Wilhelm zum Kurfürsten von 
Sachsen und zum Königswahltag nach Frankfurt. Krankheit von 
Landgraf Philipps Tochter Christine. Deren Aussteuer. Landgraf 
Philipps Krankheit. Marschall Bolshausen in Frankreich. Zeitungen, 
namentlich vom französischen Kriege. Schwangerschaft von Landgraf 
Philipps Enkelin, der Prinzessin von Oranien. Werbung Englands bei 
Kursachsen. 

44. Akten des Landgrafen Philipp« 1563 Jan. — Juni. 
Brieftoechsel mit seinem Sohne^ dem Landgrafen Wilhelm. 

1B63 Jan. — Juni. Der Krieg in Frankreich. Übersendung von 
Zeitungen. Der Prinz von Oranien. Der Kaiser in Konstanz. 

März— Juni. Schwedische Heirat der Landgräfin Christine. 

Apr. Schreiben der Pfalzgräfin Anna an Landgraf Wilhelm. 

Mai. Dänisches Geleit für die Reise nach Schweden. Olden- 
burgische Werbungen. Dänisch-schwedischer Krieg, Vermittlung Kur- 
sachsens. 

Juni. Krankheit der Landgräfin Christine. Absage der Stadt 
Lübeck an Schweden. 



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L. Wilhelm, Briefe, mit b. Vater 1561— lö63. 39 

46. Akten «es Luidirrafeii PhUipp. 1663 Juli. 

Briefwechsel mit seinem Sohne, dem Landgrafen WiOielmy auch mit 
MarschaUj Statthalter und Bäten xu Kassel. Schreiben des Prinzen 
Wilhelm von Oranien an Landgraf Wilhelm. 

1563 Jali. Ortwin Lancks Relation über Herzog Erich von Brann- 
schweig. Schreiben Schöneberg Spiegels an Oraf Johann von Wal- 
deck. Briefwechflel des Landgrafen Philipp mit Enrsachsen und 
Schreiben des Eurfüraten von der Pfalz wegen der Hilfe. Herzog 
Heinrichs von Brannschweig Erbieten. Verhalten Jülichs und Hol- 
steins gegenüber Herzog Erich, desgleichen des Königs von Spanien. 
Schreiben der Bäte Herzog Erichs zn Münden. Briefwechsel des 
Landgrafen Philipp mit Herzog Heinrich nnd dem Herzog von Württem- 
berg. Zeitnngen vom Prinzen von Oranien nnd vom Grafen Ludwig 
Yon Nassau, Zeitungen Englands und Frankreichs halben. Ausschrei- 
ben an den Abt zu Coryey und die Stadt Höxter, an alle Beamten 
und Städte des Niederfürstentums Hessen. Bericht des Hans von 
Mesehede über Herzog Erich. Herzog Wilhelm von Jülich an Landgraf 
Wilhelm. Ansuchen bei den sächsischen und westfälischen Ereisober- 
sten und dem Eodser. Johann Rantzau an Landgraf Wilhelm wegen 
des dänischen Geleites für den Boten an den König von Schweden. 
Kundschaften Eurts von Ereuzburg, des Bentschreibers zu Trendel- 
borg Heinrich Hesse, Hans Preußes, Eckbrechts y. d. Malsburg, des 
Griten Johann von Waldeck, Hans Pfannkuchs, Jakob Nesteys. Zei- 
tnngen über Herzog Erich, Richius an den Statthalter zu Eassel. Be- 
soldung der Enechte. Landwehr bei Herstelle. Bestellung von Ritt- 
meistern. Bietbergisohe Sache. Friedrich Spedts Briefe betr. den Ejrieg 
swisehen Dänemark und Schweden. Silber aus dem Bergwerk zu 
Blankenstein, durch Heinrich Hering, Erämer zur Glocken zu Marburg, 
gebracht Rechtfertigung Bernhards y. Habel zu Wolfenbüttel. Schrei- 
ben Herzog Erichs und Antwort des Landgrafen Wilhelm darauf. 
Bestellung der Rentmeister zu Allendorf in den Sooden, Rotenburg 
und des Vogts zu Weifienstein. Der Eönig von Dänemark an Eur- 
smehsen und Hessen und der Eurfttrst zu Sachsen an Hessen. Zeitung 
aus Venedig. 



46. Akten «es Landgrafen PUlIpp. 1563 Aug.— Dez. 

Briefwechsd mit seinem Sohne, dem Landgrafen Wühdm, und dem 
Hofmarschall Friedrich v. Roishausen. 



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40 Landgräfiiclie Personalien. 

1563 Aug. — Dez. Schreiben des PaderborniBchen Hofmeisters 
Philipp Y. Horde, betreffend die Annahme von Beitem und Knech- 
ten durch den Niederländisch -Westfälischen Kreis und den auf den 
2. August angesetzten Kreistag. Überschickung von Schreiben und 
Zeitungen des Grafen Ludwig von Nassau und des Prinzen Wilhelm 
von Oranien über Vorgänge in den Niederlanden, Frankreich, Spanien. 
Herzog Erichs von Braunschweig Kriegsvolk und bedrohliche Stellung. 
Schreiben des Herzogs von Wtlrttemberg; Zwiespalt zwischen den 
hessischen und kurpfälzischen Theologen über den Heidelberger Kate- 
chismus. Reformation in Frankreich. Krieg zwischen Dänemark und 
Schweden. Christoph Schieffer als schwedischer Gesandter ftir die 
geplante Heirat zwischen der Landgräfin Christine und König Erich. 
Briefe aus Schweden von Herzog Heinrich von Braunschweig. Schrei- 
ben des Kaisers an die Kurfürsten und Ftlrsten. Pest in Kassel und 
Ankunft des Dr. Mithobius. Schreiben Herzog Wilhelms von Jülich 
an Herzog Erich. Mündigkeitserklärung des Königs von Frankreich, 
Krieg zwischen Frankreich und England. Pfalzgraf Georg Hans in 
Kassel. Absagebriefe des Königs von Dänemark und der Stadt Lübeck 
an Schweden. Grumbachsche Händel ; Einnahme von Wttrzburg. Kreis- 
tag zu Lüneburg und Bestitution des Stiftes Hildesheim. Bestrickung 
des Herzogs Christoph von Mecklenburg auf dem Schlosse Biga. 
König Erich an Graf Günther von Schwarzburg. Briefwechsel mit 
dem Bitter Johann Bantzau. Wahltag zu Frankfurt; Krönung des 
Bömischen Königs Maximilian zum König von Ungarn; gutes Verhält- 
nis Landgraf Wilhelms zum Könige. Besuch des Königs in Dresden 
geplant Würzburgische Kriegsbewerbung. 

47. Akten des Landjirafen PUlipp, auch des Kammersekretftrs Alexan- 
der Pllttger. 1564^-1666. 

Briefwechsel mit dem Lcmdgrafen Wilhelm^ auch mit EofTnarschall, 
KanTÜer und Bäten xu KassdA) 

1564 Febr. — Nov. Schreiben des Kaisers an die jungen Herzöge 
Yon Sachsen wegen Grumbachs und seiner Anhänger. Französi- 
sche Zeitungen und ihre Übersetzung ins Deutsche. Jagdergebnisse. 
Schreiben des Kurfürsten von der Pfalz. Briefwechsel Landgraf 
Wilhelms mit dem Kaiser, Herzog Johann Friedrich d. M. von Sachsen 
und Grumbach. Tod des Kaisers. Grumbachsche Händel und Sendung 



1) Eine vielleicht hierher gehörige Zeitung des Johann GameriuB ans Mets 
in Nachträgen des SamtarchivB. 



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L. Wilhelm, Briefw. mit b. Vater 1563-1567. 41 

BagtianB y. WeitershanBen nach Gk>tha. Wamung Herzog Johann 
Friedrichs nnd ihre schiefe Aufnahme. Pest in E^sel, Yerheiratmig 
der Landgräfin Christine mit dem Herzog Adolf von Holstein. Beglei- 
tung der Landgräfin nach Gk>ttorp; Unterhandlangen mit der Gemahlin 
Herzog Erichs von Brannschweig; die Gräfinnen von Spiegelberg nnd 
von Tecklenbnrg. Arrest des Eammerschreibers Otto Gleim durch den 
Bat zu Frankfurt vorgenommen. 30 Fuder Bheinwein für Herzog Adolf. 
Beiseroute von Hessen nach Holstein. Nachbarliche Irrungen mit 
Sachsen-Weimar. 

1565 Febr. — Nov. Graf Ludwig von Wittgenstein und die Pflege 
zu Achtelsbach. Beichstag zu Augsburg 1559. Hans Thoma von 
Bosenberg. Heiratssachen Landgraf Wilhelms. Dessen »Paroxismus«. 
Herzog Erichs und Wilhelms v. Grumbach Praktiken; Eriegsgerttchte. 
Kriegsvolk zu Wunstorf. Kundschaften. Die türkische Armada vor 
Malta. Intervention bei Frankreich für Johann Sturm von Straßburg. 
Bezas Nachrichten über die Evangelischen in Frankreich. Schwendis 
Krankheit; Gertlcht von seinem Tode. Landgraf Philipps Podagra. 
Ansammlung von 4000 Pferden in Württemberg. Zeitungen von Her- 
zog Adolf von Holstein und Graf Ludwig von Nassau. Hochzeit 
in Wien. 

1566 Mai — Dez. Des Pfarrherm zu Beichenweier Nikolaus Can- 
eerinns Beschwerde ttber die Gräfin Barbara von Württemberg und 
ihre Hofhaltung. Ausführlicher Bericht über die unehelichen Kinder 
der Gräfin Barbara von Württemberg. Beichsbestallung der Beifbr. 
Schreiben Johanns von Batzenberg. Supplikation Heinz Schetzels, des 
Hofineisters der Landgräfin Sabine. Türkenkrieg; der Kaiser an Graf 
Günther von Schwarzburg. Grumbachsche Händel. Abfertigung des 
Hofschreiners Meister Christoph an Landgraf Philipp. Dessen Podagra. 
Briefwechsel mit Sachsen und Württemberg wegen der niederlän- 
dischen Fürbitte, die nicht allein auf die Angsburgische Konfession 
gerichtet sein soll. Verbot an Oswald v. Buttlar und Valentin v. Baum- 
bach, sich in Bestallung wider die Evangelischen in den Niederlanden 
zu begeben. Erste Niederkunft der Landgräfin Sabine. Habsburgische 
Heiratspläne. Zeitung aus den Niederlanden und aus Dänemark. 

1567 Jan. Erziehung der Tochter der Gräfin Barbara, Eva Ghris- 
tiane, am Württembergischen Hofe. 



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42 Landgr&fliche Personalien. 



Landgräfln Barbara, Tochter des Landgrafen Philipp, 
Gemahlin des Grafen Georg yon Württemberg. 

48. Akten des Landgrafen Philipp. 1655—1566. 

Zapfenburger Abschied, Ehevertrag,^) Enttvurf der Wittumsver- 
Schreibung Über 20 000 Otdden, Quittungen über die Zahlung des Hei- 
ratsgddes^ Entumrfder Verschreibung über die Morgengabe^) für Fräulein 
Barbara und Landgraf Philipps Empfangsbescheinigung^ VMmacht des 
Grafen Oeorg von Württemberg^ Entwurf der Heiratsurkunde^ Kasseler 
Abschied vom 2. April. Dabei Auszüge aus dem ErbteHungsvertrage 
xurischen Herzog Christoph und Oraf Oeorg vom 4. Mai 1553^) und 
aus dem Passauischen Vertrage, Verzeichnisse der Stationen des Reisexugs 
nach Beichenweierj der Hochxeitsgäste und des Gefolges. 

1665 Jan. — Sept. Die Vermählung von Landgraf Philipps Tochter 
Barbara mit dem Grafen Georg yon Württemberg. 

1656 Ang. Zahlung von 10000 Gulden Ehegelder an den Grafen 
Georg. 

49. Akten des Landgrafen Philipp. 1556. 

Verzeichnisse der Aussteuer und Hochzeitsgescherücey Quittung der 
Oräfin Barbara von Württemberg, Lieferzettel. Verschreänmg des 
Landgrafen Ludwig für Matfhaeujs Weicher und Christoph Engdmann 
zu Siraßburg, Rekognition für Christoph Stetd daselbst. Briefwechsel 
mit Peter Klotz^ dem Kammerschreiber Klaus Waidenstein, dem Hof- 
schneider Christoph Läufer, Statthalter, Kammermeister und Bäten zu 
Kassel und dem Goldschmied Veit Treyer m Straßburg. 

1655 Jan.— Okt. Die Beschaffung der Aussteuer für die Ver- 
mählung Yon Landgraf Philipps Tochter Barbara mit dem Grafen 
Georg von Württemberg. 

60. Akten des Landgrafen PhUipp. 1667—1561. 

Wittumsverschreibung,*) Pfandverschreibung^) des Grafen Oeorg 
über die Herrschaft Beichenweier und das Schloß Beilstein, Quittung 



1) Im SamtarchiTe V 306, 196. 

2) Die Ausfertigung der MorgengabererBchreibung im Samtarchive V 308, 197. 

3) Im Samtarchive in noch nicht verzeichneten Beständen. 

4) Ausfertigung im Samtarchive V 310, 198. 6) Ebenda V 310, 199. 



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Barbara von Württemberg. Landgraf Ludwig. 43 

dessdben^ über 20 000 Qulden Heiratsgeld. ^) Entwürfe des Wiederfalls- 
briefes des Landgrafen PhiUpp uryd des Grafen Georg van WUrttem- 
berg über gex(zhltes Heiraisgeld. Heißbrief des Grafen Georg an die 
Untertanen des Wittums.^) Huldigungsbrief der Stadt Beichenweier und 
der vier Dörfer Bebeinheim^ Hurmenweüer^ Mittdweüer und Altweüer und 
Versicherung^) Landgraf PfnUpps für die Stadt Beichenweier^ Verzicht- 
brief*) der Gräfin Barbara auf die Erbansprüche im Fürstentum Hessen, 
Testament des Grafen Georg von Württemberg. Resolution der Vor- 
milnder von Barbaras Kindern (Pfalxgraf Wclfgang^ Herzog Christoph 
von Württemberg^ Graf PhiUpp von Hanau) wegen des Wittums der 
Gräfin Barbara. 

1657 Juni— 1561 Febr. Die Ehe der Gräfin Barbara von Württem- 
berg, ihre Ansprüche an Hessen, ihr Wittum. Einnahme der Huldigung 
der Stadt Beichenweier. 

51. Akten des Landgrafen Philipp. 1556—1566. 

Inventar^ Rechnungsauszüge^ Rezesse, Verzeichnisse der Hofdiener- 
schaft zu Reichenumer. 

1556—1566. Inventarisation des Schlosses zu Beichenweier. Das 
Wittum der Gräfin Barbara von Württemberg, Ertrag der Herrschaften 
Beichenweier und Harburg (Horburg) und der Grafschaft Mömpelgard. 
Besoldung der Hofdienerschaft der Gräfin Barbara. 



Landgraf Lndwig, Sohn des Landgrafen Philipp. 

53. Akten des Landgrafen PhUipp. 1562—1564. 

EkeverlÖbmSj Instruktion. Abschied der loürtternbergischen und hessi- 
sehen Räte (Hans Dietrich v. Plieningen, Kanzler Dr. Feßler^ Kurt 
Diede^ Heinrich Lersner und Kanzler Reinhard Scheffer) am 8. Oktober 
1562 mit df Beilagen^) (Heiratsver Schreibung^ Wittumsverschreibungy 
Verxiehtinief, Quittung über das Heiratsgut, WiederfaUsbriefe Herzog 
Christophs von Württemberg und Landgraf PhiUpps, MorgengcLbever- 
Schreibung^ ^Anfang und Beschluß des Registers und Gefälle der halben 
Herrschaft Eppstein*, Geheiß- und Huldigungsbrief an die Untertanen 



1) Ausfertigung im Samtarchive V 310, 200. 

2) Ebenda V 312, 203. 3) Ebenda V 312, 202. 
4) Entwnrf ebenda V 312, 204. 

6) Sämtlich in der Ausfertigung vorhanden. 



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44 LaadgrSfliche Personalien. 

des Wittums, Revers Herzog Christophs für die Untertanen des Wit- 
tums j Schutxbrief Landgraf PhiUpps für die Untertanen). Frcmkfurter 
Abschied xvnschen dem Vixeikanxler Dr. Hieronymus OerJiardj Franz 
Kwrtx und Kanxler Reinhard Scheffer vom 30. November 1562 wegen 
des Anschlags der OefaUe des Amts Eppstdn. Abrede xvnschen Land- 
graf Philipp und seinem Sohne Ludwig toegen Mrvräumung der Ämter 
Darmstadt^ Auerberg und Zioingeriberg. (Abschrift des Verxichts der 
Oräfin Maria von Württemberg, OemaMvn Herzog Heinrichs d. J. von 
Braunschtoeig). Transsumpt der Stadt Kassel. 

1562 Aug. — 1564 Jan. Die Vermählung des Landgrafen Ludwig 
mit der Herzogin Hedwig von Württemberg. 

53. Akten des Landsrrafen PhlUpp. 1552. 1561—1566. 

Briefwechsel mit seinem Sohne, dem Landgrafen Ludung, Instrukr 
tion für den Oberamtmann Johann MücMing v. Schönstadt, Hermann 
Ungefug und den Landschreiber Johann Sensenschmidt. Schreiben an 
Sensenschmidt und Simon Bing. 

1552 Dez. Übersendung eines Zelters. 

1561 Juli. Verbot au den Landgrafen Ludwig, an der Hochzeits- 
feier seiner Nichte Anna von Sachsen mit dem Prinzen von Oranien 
teilzunehmen. 

Sept. Okt. Landgraf Ludwig in Stuttgart. Gegenseitige Mit- 
teilungen über Hirschjagden. 

1562 März — Nov. Ausstattung der Söhne Margaretes v. d. Saale 
und die infolge der Beschwerden der Söhne erster Ehe an der Donation 
vorgenommenen Veränderungen. Verheiratung Ludwigs mit Hedwig 
von Württemberg, Verschreibung der Ämter Darmstadt, Zwingenberg 
und Auerberg für diesen Fall, Einrichtung seines künftigen Haushaltes. 
Sendung Kurt Diedes und Heinrich Lersners an Herzog Christoph. 
Tag zu Frankfurt Krankheit des Landgrafen Philipp und der Gräfin 
Barbara, seiner Tochter, Ludwigs Beise zu ihr nach Beichenweier. 
Saujagd Landgraf Philipps. Besorgung von Büchern des Brentius 
durch Vermittlung des Herzogs Christoph von Württemberg. 

1563 Mai. Einräumung der Ämter Darmstadt und Auerberg. 
Aug. — Nov. Hirsch- und Saujagden des Landgrafen Philipp. 

1564 Juni— Dez. Vermählung der Landgräfin Christine mit Herzog 
Adolf von Holstein. Pest in Kassel. Beilager zu Gottorp. Hirsch- 
und Saujagden. Ludwigs durch die Pest reduzierter Hofhalt. 

1565 März. Vorschlag einer Heirat zwischen Pfalzgraf Wolfgangs 
To<$hter Christine und Herzog Eberhard von Württemberg. 



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Landgraf Ludwig. Elisabeth Yon der P&k. 45 

1565 Hai — Dez. Vennähliiiig des Landgrafen Wilhelm. Geleit 
za Ludwigs Heimfahrt. Jagdnnfall des Landgrafen Philipp. 

1566 Juni. Jagd im Rohrheimer Wald. 

Juli. Besuch des Landgrafen Ludwig und seiner Gemahlin Hedwig 
bei Landgraf Philipp in Marburg. 

Sept Okt. Großes Sterben in der Gegend um Immenhausen. Sau- 
hatz in Melsungen. 



LandgHiflii Elisabeth^ Tochter des Landgrafen Philipp» 
Oemahün des Kurfürsten Ludwig yon der Pfalz. 

54. Akten des Landgrrafen Philipp. 1560. 

Abrede^) xtoischen Herzog Johann Friedrich d. M, xu ScLchsen und 
dem Landgrafen PhiUpp, Eheberedung, Versdkreibung der Morgengdbe^ 
Register über die Aussteuer, Witkcmsnotelj Versicherungsurkunde des 
Kurfürsten Friedrich betreffend Schadloshaltung der Pfalxgräfin Elisor 
beth bei etwaiger Versetzung von Teilen des Wittums und der Morgen- 
gabCj Sehutxbrief des Kurfürsten Friedrich für seine Schwiegertochter, 
Quittung Pfaixgraf Ludtvigs über 20 000 Ovlden Heiratsgeld, Urkun- 
den betreffend die Einkimfte des der Pfalxgräfin EUsabeffi verschriebenen 
Wittums (Schloß, Stadt und Amt Lautem und Amt Neustadt), Ver- 
zicht der Pfaixgräfm auf die Lwndgrafschaft Hessen nebst zugehörigen 
Oraf' und Herrschaften,, Huldigungsbriefe von Amt und Stadt Lautem 
auf das Wittum der Pfcdzgräfin EUsabeih. 

1560 Jan. — Dez. Vermählung von Landgraf Philipps Tochter 
Elisabeth mit dem Pfalzgrafen Ludwig. 

5§. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Kammersekretftrs Alexan- 
der Pflttger. 1560. 

NoUxxettd des Landgrafen, Verfügungen an den Windhetzer und 
die Amfknechte und an den Küchenmeister Johann Hornberg. Verzeichnis 
des Eßsäbers. Schreiben des Kammermeisters Jost von Weiters. Ver- 
xeidinisse. Aussehreiben an oberhessische Städte. Briefwechsel mit An- 
gehärigen des hessischen Adels. Schreiben Landgraf Wilhelms. Empfangs- 
quittungen über erhaltene Schreiben. Furierzettel. Schreiben Pflügers 
an Landgraf WUhelm. 



1) Im Kopiftlbuch K 2 foL 287. 



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46 Landgrttfliohe Personalien. 

1560 Febr.— Sept. Die Vorbereitungen znm Beilager von Land- 
graf Philipps Tochter Elisabeth mit dem Pfalzgrafen Ludwig (Be- 
stellung von Küche und Keller, Einkäufe iu Frankfurt, Einladung 
fremder Fürstlichkeiten, Grafen und Edelleute mit ihren Frauen, Er- 
forderung derer, die bei der Hochzeit aufwarten sollen, Unterbringung 
der Hochzeitsgäste, Bestellung des Herrensaals und des Frauen- 
zimmers, Versehung des Ehrendienstes, Geleitung des Bräutigams, des 
Pfalzgrafen Wolfgang und der Gräfin-Witwe Barbara von Württem- 
berg, Entfernung der Frau Margarete v. d. Saale, Verehrung von 
Kleinodien an die Hochzeitsgäste, Heimftthrung der Braut nach 
Heidelberg.) 

Landgraf Philipp d. J.^ Landgraf Georg nsw. 

66. Akten des Landgrafen PhUipp (besw. des Rates Simon Bing und 
des Marschalls Friedrieh t« Rolshansen). 1551 — 1566. 

Briefwechsel mit seinen Söhnen Phüipp d. J. und Oeorg und seinen 
Töchtern Ba/rbara und Elisabeth (Orußbriefe). 

[1551 Juli. Siehe Gefangenschaftsarchiv, Briefwechsel mit Eli- 
sabeth.] 

1553 März. Entbindung von Landgraf Philipps Tochter Pfalz- 
gräfin Anna von Zweibrttcken. 

1554 Not. Teilung der Kleinodien der Landgräfin Christine. 

1555 Juni — Sept. Vermählung Barbaras. 

Nov. Tod der Kurfttrstin Agnes von Sachsen, Rückkehr des Land- 
grafen Georg und Fräulein Elisabeths nach Kassel. 

1561 Dez. Zeitungen aus Frankreich. Saujagd. Supplik Hans 
Zehntners. 

1566 Jan. Jagdereignis. 

Undatiert. Bitte des jungen Landgrafen Philipp um Erhöhung seines 
Unterhalts, Besuch eines auswärtigen Hofes zu seiner Ausbildung. 



Landgräfln dhristtne^ Toehter des LandgrafenPhilipp» 
GemaUln des Herzogs Adolf Yon Holstein. 

57. Akten des Landsrrafen Philipp. 1564—1565. 

VoUmacht Herzog Adolfs von Holstein für seine nach Kassel ab- 
gesandten Bäte Dr. Joachim Hinck, Domdechant xu Bremen, Benedictus 



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Eliubeth t. d. Pfals. Fbilipp d. J. uw. Christiiia t. Holstein. 47 

V. Ahlefdd zu Haseldorf und Paul Bantcau xum Boihkamp^ Hdratsver^ 
sdareänmg^ Konsensbrief Kördg Friedrichs IL von Dänemark und Herzog 
Johanns d. Ä von Sehlesung-Holsteiny Abschied zu Oottorp zudschen 
Herzog Adolf und den hessischen Gesandten Eckbrecht v. d. Malsburg 
und Bentmeister Johann Meckbaeh. Verzichtbrief der Landgräfin Chris- 
tine auf ihre Erbansprüche an Hessen und die daxu gehörigen Oraf- 
und Herrschaften nebst einem Verzeichnis der Zeugen bei der Verzicht- 
leistung^ Verschreibung der Morgengabe Herzog Adolfs für seine QemahUn 
Christine^ Quittung des Herzogs über die vom Landgrafen Philipp er- 
häUenen 3000 Oulden zur Bestreitung der Zfnkosten des Beüagers^ 
Quittung desselben über 25 000 Oulden Dotalgdder^ Versicherung Her- 
zog Adolfs über den Wiederfaü der Dotalgdder^ faUs Christine keine 
Kinder hinterlassen sollte^ Wittumsverschreibung Über Schloß j Stadt und 
Amt Apenrade nebst einer Ergänzung zu dieser Urkunde JVerschrei- 
bung von Einkünften aus dem ZoOe zu Oottorp) und drei Begistem 
über die Einkünfte des Wittums^ Schutz^ und Schirmbrief des Herzogs 
für seine OemahUn bezüglich ihres Wittums^ Heiß^ und Huldigungs- 
brief des Wittums Apenrade, Bevers des Landgrafen für die Untertanen 
des Wittums. Quittungen der Begistratoren Pergamenter und Uloth. 

1564 Apr.— Dez. (1665 Jan.) Die Yennählung der Landgräfin 
Christine mit dem Herzog Adolf von Holstein. 

68. Akten des Landgrafen PhUipp. 1564. 

Verzeichnisse der Fürstenj Grafen und Herren vom Adel, die mit 
Landgraf Wilhelm nach Hdstein ziehen sollen. Ausschreiben an den 
hessischen Adel und die hessischen Vasallen Grafen Hermann Simon 
zur Lippe, Samud und Wolrad von Waldeck und Erich zur Hoya, 
die Herren Christoph zu Plesse und Meinolf von Büren, und deren Ant~ 
Worten. Briefwechsd mit den Kurfü/rsten von Sachsen, Brandenburg 
und Pfalz, den Herzögen Johann Friedrich von Sachsen und Wü/rttem- 
berg, dem PfäUgrafen Wdlfgang, mit Otto v. d. Malsburg, Dr. Mifho- 
bius, Jost Meysenbug, Amd v. Löwenstein zu Löwenstein und Simon 
Bing. Information für den Küchenmeister. Wegzettel. Verzeichnis 
der bei dem Beüager in Oottorp auszuteilenden Kleinodien. 

1564 Okt. — Dez. Die HeimfUhmng der Landgräfin Christine nach 
Gottorp. Yertretong der Fürsten dnrch Gesandte. 



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48 Laadgrifliolie Penonalien. 



Landgräfln Anna^ Mutter des Landgrafen Philipp, 

Witwe des Landgrafen Wilhelm des Mittleren, 

wiederrermShlte Gräfin yon Solms-Lanbaeh. 

59. Akten des Landflrrafen Philipp. 1619—1527. 

Urkunden. Briefwechsel mit der Landgräfin Anna, tviedervermcffd- 
ten Gräfin von Sölms. Inventare. 

1519 Juli. Das Wittum der Landgräfin. 

1521 Apr. Mai. Beilegung der Irrungen zwischen dem Land- 
grafen und seiner Mutter, mit der Bestimmung, daß ihr der auf 
Spangenberg lastende Pfandschilling von 11109 Goldgulden und ebenso 
die verschriebenen 500 Gulden lebenslänglich bezahlt werden, i) Em- 
pfang von Kleinodien. >) 

1522 Sept. Erteilung des Schutzes für das Wittum Bödelheim. 
Befreiung der für den Hof halt der Landgräfin bestimmten Weine von 
allen Zöllen und Wegegeldern. Befelil Landgraf Philipps an die 
hessischen Behörden, die Landgräfin auf ihren Beisen auf seinen 
Schlössern zu beherbergen.*) 

1523 Juni. BeichskammergerichtsprozeB Ludwigs und Hermanns 
V. Boineburg gegen die Landgräfin.^) 

1524 Okt. Verschreibung von 40 Gulden jährlicher Eammerrente 
an die Landgräfin.^) 

(1525 Apr.) Stellung des Landgrafen zur Reformationi abweichen- 
der Standpunkt seiner Mutter.^) 

Mai. Anleihe des Landgrafen bei seiner Mutter gegen Verschreibung 
der Einkünfte von Eppstein. Warnung an den Landgrafen, sich außer- 
halb Hessens zu begeben, um den Herzögen von Sachsen zu Hilfe zu 
kommen. Das »schwarze Heer« vor Speyer und Worms. Annas Be- 
sorgnis, daß die Obergrafschaft auch darunter leiden möchte. Krank- 
heit der Landgräfin. 

1527 Mai. Inventarisation und Teilung des nachgelassenen Silber- 
geschirrs durch den Grafen Philipp von Solms und den Kammermeister 
Budolf V. Weiblingen. 



1) Im Samtarchive V 62, 70, vgl. Kopialbuch H 1 fol. 194. 

2) Siehe Kopialbuch H 1 fol. 195. 3) Kopialbuch J 1 fol. 86. 86. 
4) Im Samtarchive Y 62, 71. 6) Kopialbuch J 1 fol. 244. 

6) Nicht 1624, wie bei Bommel, PhUipp der Großmütige. Gießen 18S0. 
Bd. in S. 1—3. 



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L. Anna, Matter des L. Philipp. Güsabatli t. BochliU. 49 

LandgrSfln Elisabeth^ Schwester des Landgrafen 

Philipp, Gemahlin des Herzogs Johann Yon Sachsen 

(die Herzogin yon Sochlltz)« 

60. Akten des Landflrrnfen PhUipp. (1505). 1516—1523. 

EhAeredimg^ Aufxeichmmg Feiges über die Margengabef Quithmg ^] 
des Herzogs Hans über 5000 Otdden^ Vertrag Ober das eingebrachte 
Silbergeschirr, Verxichämefj^) Verschreibung über den Wiederfaü, 

(1505 März). 1516 Mai— 1523 Okt Die Yermählang der Land- 
gräfin Elisabetii mit dem Herzog Johann d. J. von Sachsen, ihre 
Morgengabe nnd Ansstener, Verzicht Elisabeths anf ihr väterliches 
nnd mütterliches Erbe. 

61. Akten des Landgrafen PUlipp (besw. des Landgrafen Wllkelm). 

1537—1556. 

Urkunden, in Konzepten, Ausfertigungen und Abschriften. Verzeich- 
ms des Einkommens des Amts BochUtx, Inventar des Silbergeschirrs 
der Herzogin. Notariatsinstrumente. 

1537 Febr. Verfttgnng der Herzogin Elisabeth über ihr Hab nnd 
Gut, Morgengabe nnd Wittnm zn gnnsten ihres Bruders Philipp für 
den Fall ihres Todes. 

März. >) Vertrag zu Zeitz unter Vermittlung des Eurfiirsten Joachim 
von Brandenburg zwischen dem Landgrafen Philipp und dem Herzog 
G^org von Sachsen über Heiratsgut, Wittum und Morgengabe der ver- 
witweten Herzogin Elisabeth, Zustimmung des Eurfbrsten Johann 
Friedrich von Sachsen und seines Bruders Johann Ernst, sowie des 
Herzogs Heinrich von Sachsen hierzu, Übernahme der Bürgschaft über 
die Zahlung des der Herzogin jährlich verschriebenen Unterhaltes 
durch den Landgrafen und die Stadt Leipzig, Huldigung der Städte 
Rochlitz, Mittweida und Geithain, Eidesleistung der Wittumsuntertanen, 
Schutz- und Schirmverleihung Herzog Georgs für die Herzogin. 

1543 Juli. Vertrag zwischen Herzog Moritz von Sachsen und der 
Herzogin Elisabeth über deren Wittum und andere eheliche Güter- 
verhältnisse. 



1) AoBfertigung und eine AbBchrift im Samtarchive V 266, 122. 

2) Ansfertignnr im SamtarciiiTe V 258, 125. 

3) Ein Teil der in diesem Monat entstandenen Urkunden sind im Samt- 
arohive V 272, 144; 274, 145—148; 290, 166. 

PoUL ArehiT dM Landgi. Fhflipp. 4 



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50 Landgräfliohe Personalien. 

1548 Sept. Darlehen von Statthalter, Kanzler and Räten zn 
Kassel über 1000 Gulden an die Herzogin. Einrichtnng der Haus- 
haltung zu Schmalkalden, Verschreibung über Schloß, Stadt und Amt 
Schmalkalden. 

1561 Okt. Versicherung des Landgrafen Wilhelm, daß die Her- 
zogin während der Gefangenschaft des Landgrafen Philipp von Schmal- 
kalden nicht abgelöst werden solle. 

1553 Juni. Hinterlegung des Silbergeschirres der Herzogin im 
Brie^ewOlbe zu Kassel. 

Nov. Kassation des dem Rudolf v. Bünau gemachten Vermächlr 
nisses, Verschreibung des Pfandschillings auf Stadt und Amt Schmal- 
kalden an Landgraf Wilhelm. 

1555 Mai. Verschreibung i) des Kurfürsten August von Sachsen 
über jährlich zu zahlende 8000 Thaler an die Herzogin gegen Ab- 
tretung ihres Wittums Rochlitz. 

1556 Nov. Bestimmungen der Herzogin Elisabeth über ihren 
Nachlaß zu gunsten des Landgrafen Philipp und seiner Kinder und 
Widerruf entgegenstehender früherer Verfügungen. 

62. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1557—1560 (1563). 

Briefwechsel mit Hermann v, Hunddshausen^ Kaspar Trotte Fried- 
rich Keudel, Bernhard v. Esdnaege, dem Hofmarschaü (Friedrich v. 
Bolshausen), Johann Meckbach d. J. Amtmann zu Landeck, dem Kanx- 
ler Hemrich Lersner, dem Statikalter zu Kassel Heiderich v, Kaien- 
bergj dem Statthalter xu Marburg^ den Einnehmern der Tranksteuer xu 
SchmaOcaidenj Michael Heidenhain Schultheiß xu Schmalkaldeny dm 
Bürgern Veit Herxe, Adam Straube, ValUn Flemigk und Bdnhard Olffe 
daselbst^ Konrad Schtvartx, Friedrich v, FeiUtxsch, Dr. Oldendorp, Nickel 
Hanfmus xu Etxdorf im Amt Eisenberg. Instruktionen für Johann 
Meckbach d. J. Amtmmm xu Landeck^ Otto Oleim und Siegmund Kirch- 
meyer^ beide Bentmeister xu Botenburg. Notariatsinstrument und In- 
ventare über den Nachlaßt Verxeichnis des hinterlassenen Süberge- 
schirrs und der Schtdden. Kopiaämch betr. die Kapitalforderungen 
der V. Bimau xu Dreißig und des Haushofmeisters Hans Fabian v. 
FeiUtxsch. 

1557 Dez.— 1560 Sept. (1563 Aug. Sept.). Letzte Krankheit und 
Tod der Herzogin Elisabeth von Rochlitz zu Schmalkalden, ihre Be- 
stattung in der Elisabethkirche zu Marburg, Inventarisation ihres Nach- 

1) Im Samtarchive V 302, 186. 



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EliBftbeth von BocUits. 51 

buMes, Einnahme der Hnldignng in Stadt nnd Amt Schmalkalden. 
Forderung der NacUaßgläubiger und Regaliemng des NachlasseB. 

63. Akten deg Statthalters zu Kassel Heiderieh t. Kalenber^ und des 
Kanilers Heinrieh Lersner. 1557 — 1558. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen PhiUpp, dem Bentmeister xu 
Botenburg Otto Oleim und dem Vogt xu Friedewald Peter v. Beim- 
berg. Bericht Christoph Kraushaars. Oleimsche Nachlaßrechnung mit 
den Bdegen, 

1557 Dez. — 1558 Jan. Tod der Herzogin Elisabeth vonBochlitz. 
Inyentarisation des Naehlasses nnd Einnahme der Hnldignng in Stadt 
nnd Amt Sehmalkalden durch Ealenberg und Lersner, unter Zuziehung 
des Bentmeisters zu Botenburg Otto Gleim und eines Notars. Bestä* 
tigung des Bernhard Eckel als Bentmeisters und des Michael Heiden- 
hain als SchultheiBen zu Schmalkalden. Das Testament der Herzogin. 
Fttrsorge Landgraf Philipps fbr die Hofnärrin seiner Schwester. An- 
forderung der Margarete Aueroehs geb. v. Seydewitz. Einsendung 
der von Otto Gleim geführten Nachlaßrechnung. Entstehungsgeschichte 
der Bttnanisehen Schuldverschreibung von 1552 , die die Herzogin 
später nicht anerkennen wollte, und des damals errichteten Testa- 
ments. Verzeichnis der damaligen Dienerschaft (darunter des Land- 
grafen nnehdiohe Tochter Ursula [Ferber]). 

64« Akten des Landgrrafen Philipp wShrend seiner Gefansrensehaft 
beinr. des Kammersekret&rs Simon Bing. 1547 — 1551. 

Briefwechsdmit seiner Schwester y der Herxogin Elisabeth von BochUix. 

1547 Juli — Dez. Das Leibgut der Herzogin Elisabeth zu Bochlitz, 
samt den Dorfiichaften Dombnrg und Camburg, ihre Supplik an den 
Kaiser nnd Verhandlungen mit Alba. Aufenthalt der Herzogin in Kassel. 
Verwendung fttr Hans Brendel, der in Kassel gefangen sitzt. Plan 
der Herzogin, persttnlich zum Kaiser zu reisen. Bemühungen der 
Kurfürsten von Sachsen und Brandenburg um Landgraf Philipps Frei- 
lassung. Brandenburgische Verwendung zu gunsten Elisabeths. Un- 
sichere Lage der Herzogin. Versuch des Herzogs Moritz, sie gegen 
Abtretung ihres Wittums mit Greld zu entschädigen. Ihre Bemühungen 
in Augsburg durch ihre Abgesandten (Sekretär Joseph Engelschall und 
Hans Koch von Homberg) und Simon Bings Vermittlung. Übersendung 
efaies Stückes Einhorn als Mittel gegen die Pest. 

1551 Febr.^) Trost in der Gefangenschaft. 

1) Im Samtuehive n 66, 37. 

4* 



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52 LandgrSfliche Penonalieii. 

65. Akten des Statthalters und der Bftte In Kassel und des Kanuner- 
sekretftrs Simon Bing. 1548—1549. 

Briefwechsel mit der Herxogin EUsabeth van Bochliix (auch mit 
Bmtmeistery Schultheißen^ Bii/rgermeister und Bat xu SchmaUcalden). 

1648 Nov. Befriedigung der Ansprüche des gewesenen Amtmanns 
zu Schmalkalden Melchior y. Harstall. Vergleichnng mit dem Stift 
Haina, den von Thüngen, den Erben Ludwigs y. Boineburg und an- 
deren. 

1549 Jan.— März. Zahlung der yon der Stadt Schmalkalden an 
Hessen und Henneberg fallenden Gelder in Gold. Erweiterung des 
Benthofes daselbst. Streitigkeiten mit Henneberg wegen der Jagd. 
Forderung Elisabeths an den Eurfbrsten Moritz wegen ihres Leibgutes. 
Dessen Ersatz durch Geld. Kapitalanlage im Amt Vacha und Berka. 
Handhabung des Landfriedens im Amt Schmalkalden. 

Apr. — Mai. Weitere Verhandlungen mit Eurfttrst Moritz wegen 
des Leibgutes durch Heinrich y. Bttnau. Gespanntes Verhältnis zwi- 
schen Elisabeth und dem Eurftlrsten. 

Mai — Juni. Eriedigung Landgraf Philipps. Natiyiiät EOnig Phi- 
lipps yon Spanien. Anrufung des Eaisers durch Elisabeth. Ableh- 
nung des Interims in Henneberg. Militärische Bttstungen des Grafen 
Wilhelm yon Henneberg. Elisabeths Besorgnisse. Einnahme des Riet- 
berges. Behandlung der gefangenen Fürsten yon Sachsen und Hessen. 
Zusammenkunft der Herzogin mit Bing. EOrperlicher Zustand Eli- 
sabeths. 

Juli — Noy. Beschwerden Elisabeths über Beeinträchtigungen 
durch die Hennebergischen. Amtsyerwaltung der Herzogin. Ihre Un- 
zufriedenheit mit ihrer finanziellen Lage. Änderung der Verschrei- 
bung über Schmalkalden. Reise der Herzogin nach Meißen. 

66« Akten des Statthalters bezw. Landesobersten und der Bftte n 
Kassel und des Kammersekretlrs Simon Bing (auch ein Schreiben 
an Landgraf Wilhelm). 1550—1552. 

Briefwechsel mit der Herzogin Elisabeth von Bochlitx. 

1550 Jan. Elagen Elisabeths über ihr unzureichendes Einkommen 
und den Verlust ihres Wittums Bochlitz. Verpfändung weiterer hessi- 
scher Ämter an sie. Werbung ihres Sekretärs bei Simon Bing. 

Apr. Ergeben des Landgrafen Philipp, dessen Verhältnis zum 
Eaiser. 

Juni — Juli. Übergriffe hennebergischer Untertanen (Ghristoffel 
Rußwurm und Adam PleB) gegen den hessischen Schultheißen Michael 



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Elisabeth Ton Bochlitz, Briefwechsel mit ihr 1648-^. 53 

HeidenliaiD. Übersohickung eines BncheB an Bing und gebrannter 
WttBser durch Bings Hausfrau, an die Herzogin. 

Sept — Okt. Beeintritohtigung der hessischen Jagdrechte im Amte 
Schmalkalden durch Henneberg. 

1551 Jan. Werbung Elisabeths bei Statthalter und Räten zu Kassel 
durch ihren Rentmeister Bernhard Eckel und ihren Sekretär Siegmund 
Kirchmeyer. Streitigkeiten mit Henneberg. 

Juli. Versuchte Anleihe des Landgrafen Wilhelm bei der Herzogin. 
Sept Intercession fUr den in Allendorf gefangen gesetzten Sittich 
Y. Weitershausen. 

1552 Apr. Empfehlung des Markgrafen Albrecht. Verhalten des 
Harkgrafen Hans und des Herzogs Heinrich von Braunschweig. Die 
politische Lage. 

Hai. Gerechtigkeit über das Kloster Herrenbreitungen. 

Juni. Bezug von Frucht aus dem Hersfeldischen, Gesundheits- 
zustand des Landgrafen Philipp , Tag zu Passau, Jagd im Dipach. 
Überschickung eines Schreibens des Herzogs Johann Friedrich des 
Hittieren an M. Kaspar Aquila, betreffend dessen Wiederberufung 
zum Superintendenten zu Saalfeld. 

Juli. Gebrechen mit Henneberg im Amt Schmalkalden. Zeitung 
Yom Harkgrafen Albrecht 

Sept Entlassung Landgraf Philipps aus der Gefangenschaft. 
Falsche Prognose Dr. Heckbachs. Vertrag zwischen Harkgraf Albrecht 
und dem Kaiser. 



67« Akten des Landgrafen Phülpp G>eBW. des Rates Simon Blnsr). 

1652—1553 Juni. 

Briefwechsel mit der Heniogin BSisabefh von BocKUix. Instnüction 
für den Amtmami xu Beichenbach Hermann v. Bunddshausen und 
Simon Bing. Abschriften der Verhandlungen des Markgrafen Albrecht 
mit der Krone Frankreich im Jahre 1552. 

1552 Okt — Dez. Werbung von Elisabeths Marschall Heinrich 
Y. Bttnau bei Landgraf Philipp. Übersendung von Wildbret Zeitung 
vom KurfOrsten Horitz. Harkgraf Albrecht im Feldlager vor Hetz. 

[1552]. Schwere Krankheit Elisabeths in Friedewald und Haft- 
nahmen ftir ihr erwartetes Ende. 

1553 Jan. —Hai. Rüstungen des Kurftarsten Horitz. Dessen Ver- 
söhnung mit dem alten Kurfürsten Johann Friedrich. Wiedererstattung 
des Leibguts der Herzogin, Verhandlungen des Landgrafen Wilhelm 



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54 Landgr&fliche Personalien. 

mit Johann Friedrich and Elisabeth, Sendung HondelBhausens nnd 
Bings an den Enrftlrsten nach Leipzig. 

Febr. Tod des Herzogs Johann Ernst in Eobnrg. Erhebung der 
Trankstener in Schmalkalden. Antikaiserliehe Politik. 

Apr. Mai. Kurfürst Moritz in Marburg. Zusendung von Etthen 
an die Herzogin. Verhandlung Philipps mit Moritz wegen der Herzogin 
Leibgut. Zeitungen über Markgraf Albrecht 

Apr. — Juni. Fehde zwischen Kurfürst Moritz und Markgraf 
Albrecht yon Brandenburg-Kulmbach, hessisch-brandenburgische Erb- 
einung, Heiratsprojekt (Markgraf Albrecht und Landgraf Philipps 
Tochter). Elisabeth bei Kurfürst Moritz in Torgau. Rüstungen Herzog 
Erichs. 

68. Akten des Landgrafen Philipp (dabei einige Akten Simon Bings)« 

1653 Juli— Dez. 

Briefwechsel mit der Herxogm Elisabeth von RochUtx, Relation 
Bings. Instruktion für Friedrich v. d. Tann, 

1553 Juli — Dez. Fehde zwischen Kurfürst Moritz von Sachsen 
und Markgraf Albrecht Alcibiades von Kulmbach, Tod des Kurfürsten 
in der Schlacht bei Sievershausen. Urteil Philipps über den Kurfürsten. 
Neutrale Stellung des Landgrafen Philipp in diesem Kriege. Vertrag 
des Markgrafen mit dem Kurfürsten August, vergebliche Verhand- 
lungen mit seinen übrigen Gegnern. Sieg Herzog Heinrichs von Braun- 
schweig über den Markgrafen, Belagerung von dessen fränkischen 
Festungen. Zeitungen. Vertrauliche Unterredung Elisabeths mit Simon 
Bing. Bemühung, den Kurfürsten Moritz mit Johann Friedrich d. A. 
zu vertragen. Wittum Elisabeths. Bemühungen Philipps bei Kur- 
sachsen zugunsten seiner Schwester. Geplante Vermählung der Land- 
gräfin Barbara mit einem Grafen von Schwarzburg. Ihre Krankheit. 
Einrichtung einer Apotheke in Schmalkalden. Überlassung des 
Dr. Johannes Bodias zu Marburg an die Herzogin. Kristallseher, 
Zauberer, und Gotteslästerer in Schmalkalden. Das Gut Buchau des 
Grafen Fritz Magnus von Solms, der bei der Neubelehnung des Kur- 
fürsten August von Sachsen Rat und Diener hat werden müssen. 
Zeitungen. Zustände am Hofe Elisabeths. Zusendung von Wildbret 
Vermittelung zwischen Herzog Heinrich von Braunschweig und Graf 
Poppos von Henneberg Gemahlin. Sendung Friedrichs v. d. Tann an 
die Herzogin (Musterplatz zu Breitungen, Grumbach). 



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Elisabeth yon RoehUtz, Briefw. des L. PhiUpp mit ibr 1563-64. 55 

69. Aktea des Landgrafen PhUipp (aneh des Statthalters tn lassei 
Jost San). 1564. 

Brieftpechsd mit der Herzogin Misabeih van Rochliix. Inatntktian 
für den Vogt xu Friedewald Peter v. Beimberg und für den Bat der 
Herzogin IMsabefh M. Christophorus Avianus. Niederschrift der erteär 
ten Antwort. 

1554 Jan. — Aug. Eriegshändel des Markgrafen Albrecht von 
Brandenburg, YerBüche Elisabeths, ihren Bmder Philipp zn einer dem 
Markgrafen günstigen Stellnngnahme zn beeinflnssen. Landgraf Philipps 
neutrale Haltung. Seine Stellang zu Herzog Heinrich von Brann- 
flckweig. Hessel T. Grumbach. Zeitungen. Braunsehweigisches Kriegs* 
Yolk in Thüringen. 

Jan. Febr. Verwendung der Herzogin filr Hans Stadler, Bürger 
zu Yacha. Wittum Elisabetiis, ihr Briefwechsel mit der EurfÜrstin 
Anna von Sachsen. 

Febr. März. Sendung des Vogts Peter y. Beimberg an die Herzogin, 
Verhandlungen mit Eurftlrst August yon Sachsen wegen Elisabeths 
Leibgut Grumbachsche Werbungen. Irrung mit Heuneberg im Amt 
Schmalkalden. 

März. Apr. Nachrieht yom Tode des alten Kurfürsten yon Sachsen 
und seiner Gemahlin. Unterhandlung mit den dänischen Gesandten 
zu Naumburg wegen Elisabeths Leibgut. Werbung Elisabeths bei Land- 
graf Philipp durch Christoph Kraushaar wegen Überlassung yon Korn. 
Verwendung der Herzogin für ihren Rentmeister Bernhard Eckel. 
Irrungen zwischen den yon Weidenbrunn und dem Rat zu Schmal- 
kalden. Elisabeths Leibgut. Zeitungen. 

Mai — Noy. Prozeß gegen Michael Swinbach in Schmalkalden. 
Sendung yon Einbeokischem Bier und Scharlach. Heirat Christoph 
Kraushaars mit Elisabeth Sachs zu Kassel. 

Juni. Bestrickung Johanns y. Dersch wegen der Beraubung yon 
Leipziger Kaufleuten. Bemühungen des Grafen Friedrich Magnus 
yon Solms bei Kurfürst August wegen des Leibguts der Herzogin 
Elisabeth, seiner Stiefschwester. 

Juli. Zeitungen über Markgraf Albrechts Kriegsyolk. 

Sept Krankheit der Herzogin, Rezept 

Noy. Erbansprüche Christoph Kraushaars an eine Lehenshufe 
seiner yerstorbenen Mutterschwester Merge Hesse in Eschwege. 

Dez. Verwendung für Andreas Ful yon Salzungen. Markgraf 
Albrecht 



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56 LandgrSfliclie Penonatien. 

70. Akten des Landgrafen Philipp (aneh deg hesgigehen Kammerdienerg 
Antonlng t. Wergabe genannt Bremer). 1555 Jan. — Mai. 

Briefwechsd mit der Herxogin EUsabefh von RockUtx. Instruktionen 
für M. Christophorus Äviamis^ Bat der Herxogin Elisabeihj und Friedrich 
V, d, Tamn^ hessischen Rat. 

1555 Jan. Mündliche Werbung Elisabeths bei Landgraf Philipp 
dnrch ihren Rat M. Ghristophorns Avianns wegen der Auseinander- 
setzung mit Earfürst August von Sachsen über ihr Leibgedinge. Ver- 
wendung für Ludwigs v. Boineburg Witwe Elisabeth. Irrlehren des 
Andres von Gießen in Schmalkalden. 

Febr.— Mai. Übersendung von Wein, Frucht und Wildbret. Ver- 
wendung Landgraf Philipps zugunsten seiner Schwester bei Kurfürst 
August auf dem Tage in Naumburg, ihre Abfindung mit jährlich 
7000 Talern. Heimliche Begünstigung der Markgräfischen durch 
Elisabeth. Sendung Friedrichs v. d. Tann, Ansuchen Elisabeths bei 
Anton V. Wersabe um Verwendung bei dem Landgrafen. Werbung 
Elisabeths bei Landgraf Philipp durch ihren Rentmeister Christoph 
Kraushaar. Versuch Elisabeths bei ihrem Bruder Philipp eine Anleihe 
aufzunehmen. Abermalige Sendung des Avianus. 

Apr. Hochzeit Johann Friedrichs von Sachsen. Schutz des Schmiede- 
und Schreinerhandwerks in Schmalkalden. 



71. Akten des Landgrafen Philipp. 1556. 

Briefwechsel mit der Herxogin Elisabeth von BochUtx (aujch mit den 
Ärzten Meister Hirsch dem Juden und Dr, Burghard Mithobius), Me- 
morial für Siegmund Kirchmeyer. Protokoll aufgenommen xu Schmal- 
kalden von Konrad Zöllner von Specksurnikd und den BatsmitgUedem 
Friedrich WoUenschleger und Hans Wißler daselbst. 

1556. Werbung Elisabeths bei Landgraf Philipp durch ihren 
Sekretär Siegmund Kirchmeyer wegen des Hieronymus v. Milkau Ehe- 
steuer. Angebliche Verlobung Herzog Heinrichs von Braunsehweig mit 
einer polnischen Prinzessin. Zusendung von Wildbret und Bier. Los- 
sprechung der Bürgen (Städte Kassel, Homberg, Eschwege, Allendorf, 
Hofgeismar) von der Verschreibung der 15000 Gulden, die die Herzogin 
1546 und 1547 dem Landgrafen vorgestreckt hatte, Forderung des 
Marschalls Heinrich v. Bünau an diese, die ihm die Herzogin im 
Jahre 1552 angeblich cediert hatte. Beschwerde der Margarete 
Beck gen. Secklerin gegen den landgräflichen Kellner in Gießen. 
Streitigkeiten mit Henneberg wegen der Fischerei. Beraubung eines 



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Elittbeth toh Bochliti, Briefvr. deB L. Philipp mit ihr 1566-^7. 57 

Schmalkalder Bttrgers im WürzbnrgiBchen. Sendnng des landgräflichen 
Balbierers Meister Paul Kellner bezw. des Barbiers Werner Gans zur 
Herzogin wegen eines Armsehadens. Dr. Burghard Hithobins nnd der 
jfldisehe Arzt. Tagsatznng mit Henneberg. Briefweehsel zwischen 
Henneberg nnd der Herzogin Elisabeth. Zeitnngen. Krankheit der Her- 
zogin, Behandlung durch Meister Hirsch den Jaden. Sendnng Einbecki- 
schen Biers. Vorschrift der Herzogin fbr ihren Boten Hermann Frank. 
Das seitens der Herzogin dem Landgrafen Wilhelm in Kassel gegebene 
Versprechen. Absichten des »antreuen« Vormundes. Unsicherheit der 
Straßen im Schmalkaldischen durch streifende Reiter. Verheiratung 
Ton Landgraf Philipps natürlicher Tochter Ursula (Ferber). Land- 
fnedensbruch des Marschalls Heinrich y. Bünau. Christoph Kraushaars 
nachgiebiges Verhalten gegen die Henneberger. Übersendung eines 
grünen Lachses und anderer Fische, Trendelburger Käse und saurer 
Milch von Zapfenburg. Bewegliche Klagen Elisabeths über ihre Krank- 
heit und Verlassenheit. Tod ihres Hofmarschalls Heinrich y. Bünau. 
Ihre Teufelsyisionen und Phantasieen. Absendung des Baders zu 
Botenburg Georg Adam nach Schmalkalden. Beiter- und Knechte- 
werbungen durch den »Schelm« Spedt. Zusendung fünf wilder Schweine 
an die Herzogin. Klage wegen des Kaplans zu Brotterode und Her- 
mann Ziegels. Bitte um einen Edelknaben. Übergriffe des henne- 
bergischen Dieners Johann Steitz gegen den landgräflichen Untertanen 
Hans Urban. 

72. Akten des Landgrafen FhUIpp. 1557. 

Briefwechsel mit der Herxogin Elisabefh von Rodditx^ (amh mit dem 
SckuÜheißeTi zu SchmalkcUden Michael Heidenhain), 

1557 Jan. — Sept. Klagen Elisabeths über Mangel an Lebens- 
mitteln und über ihre Vereinsamung. Zunahme ihrer Körperschwäche. 
Benehmen Christoph Kranshaars. Tod Markgraf Albrechts. Sendung 
des Wundarztes Paul Kellner nach Schmalkalden. Unterstützung der 
Herzogin durch Lebensmittel. Wiederholte Bitten um Besorgung eines 
Papageien und anderer Unterhaltungsmittel. Anwendung der Holz- 
kur, Dr. Wolf Ludwig, Dr. Volquinus Weigel Anforderungen Heinrichs 
y. Bünau zu Dreißig. Übergriffe der Hennebergischen Beamten. Zu- 
sendung yon Zeitungen aus Frankfurt durch Landgraf Philipp. Sieg 
Herzog Erichs, Gefangennahme des Bheingrafen. Französische Zei- 
tungen. Niederkunft der beiden Töchter Philipps, der Pfalzgräfin (Anna) 
und der Gräfin yon Württemberg (Barbara). 



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58 LsndgrSfliehe Penonalieii. 

78. Akten der Hen^gin Elisabeth TOn RoeUlti (aveh Uures ManekallB 
Helnrleh t. Bttnan, Ihres Kammermelsters Hermanit üngefiiig und 
Ihres Sekretftrs Slegmnnd Klrehmeyer). 1534—1557. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp j dem hessischen Kammer- 
Sekretär Simon Bing, Siegmund v. Boindnirg Landvogt an der Werra, 
Statthalter, Marschall, Kammermeistery Kanzler und Bäten xu Kassd, 
Landgraf Wühdm, dem Landesobersten, Heinz v. Lüder, dem Schult- 
heiß^^ XU Hersfeld Oiriax Hofmann, Peter v. Beimberg Vogt xu Friede- 
tvald, Johann Homberg Küchenmeister, Barffiold v, Minckwitx. 

[1534]. Württembergische Angelegenheit. Besuch Landgraf Philipps 
in Torgan. Verhandlungen mit dem Kaiser und dem König. 

1539 Nov. Überschicknng eines Sehreibens des Herzogs Christoph 
von Württemberg an Landgraf Philipp; Zeitung Yom Kaiser. 

1540 Apr. Verhandlungen über die beabsichtigte Doppelehe des 
Landgrafen. 

Juni. Überschickung eines Schreibens des Herzogs Christoph von 
Württemberg; Versuch einer Versöhnung zwischen diesem und dem 
Herzog Ulrich; Tag zu Hagenau; Werbung der französischen Bot- 
schaft an Landgraf Philipp und Kurfdrst Johann Friedrich. 

[1540?] Ellatschereien der Herzogin von Bochlitz und ihre Recht- 
fertigung. Reise des Antonius v. Schönberg. Leibgüter der Herzogin 
Elisabeth und ihr Gegensatz zur Herzogin Katharine. Des Herzogs 
Franz von Lüneburg Liebschaft. 

1544 Juni. Absage des Besuchs der Herzogin von Rochlitz in 
Kassel. Klatschereien über die Vereitelung der Heiratspläne zwischen 
Herzog Christoph von Württemberg und Herzogin Sidonie von Sachsen. 

1548 Nov. Dez. Gesundheitszustand des gefangenen Landgrafen 
Philipp und der Landgräfin Christine. Einlösung von Vacha. Bau des 
Hauses in Schmalkalden. Versorgung der Herzogin mit Wildbret und 
Frucht und anderem Hausbedarf. Jagd zu Schmalkalden. Anweisung 
anderer Orte für die schmalkaldischen »pensionirer«. Nachstehende 
Amtsgift Melchiors v. Harstall, Forderung des Stifts Haina, der 
y. Thüngen und der boineburgischen Erben. 

1549 Febr. Verhandlungen mit Kurftlrst Moritz wegen der 
6000 Gulden jährlichen Unterhalts der Herzogin. Beschaffung von 
Wildgam und Jagdhunden. Zeitungen. Landgraf Philipps Gefangen- 
schaft, Brechen der Festungen. 

Apr. — Aug. Absendung des Schneiders Leonhard an die Herzogin. 
Gericht und lOoster zu Schmalkalden. Hülsing bei Kurfürst Moritz 
in Sachen der Herzogin. Vermittelung Philipps von Spanien wegen 



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Elisabeth von Boehliis, Bw. mit L. Philipp, deasen NativitXt 59 

der FreilasBUBg des Landgrafen. Aufruhr in Thüringen und Meißen, 
12000 Mann um den Grafen von Mansfeld. Überlassung des Hunds 
Bonrbon an Landgraf Wilhelm zur Entenjagd. Sebuldforderung der 
Stadt Sehmalkalden an die Herzogin. Versorgung der Herzogin mit 
Frucht aus dem Amt Friedewald. 

15Ö0 Aug. — Sept Anstellung des Rochlitzischen Dieners Jost 
Freitag in Kassel und sein Entweichen. Übersendung von Wein durch 
den Küchenmeister Johann Homberg. 

1561 Apr. Kleinodien des Klosters Sehmalkalden. Vermählung 
der Margarete Meysenbug mit Hans Wilhelm Reiffensteiner. 

1552 Febr. Übersendung von Wachholderbeeren zum Räuchern 
durch Hermann y. d. Malsburg. 

Mai — Sept Fruchtmangel. Zeitungen. Beschaffung von Wildbret, 
Hunden und Jägern. Streit mit Henneberg wegen geistlicher Güter. 
Der brandenburgische Marschall Adam Trott bei Landgraf Philipp. 
Verhandlungen zu Passau. Jagd im Dipach. Gesundheitszustand Land- 
graf Philipps. Landgraf Wilhelms Zug nach Frankfurt. Rückkehr 
Landgraf Philipps. Zeitungen. 

1553 Okt Ansuchen Heinrichs y. Bünau d. Ä. bei dem Land- 
grafen. Krankheit Landgraf Wilhelms. Wittum Elisabeths. 

1554 Okt. Elisabeths Gesundheitszustand. Übersendung von 
Grebensteiner Bier und Biekenbacher Wein, Quittenlatwerge, Frisch- 
ling. KriegSYolk um Erfurt in drohender Nähe Schmalkaldens. Heinrich 
Y. Bünau droht mit dem Kammergericht. 

1556 Jan. — Apr. Schreiben Bünans an die Städte Kassel, Hom- 
berg, Eschwege, Allendorf und Hofgeismar. Verhandlung Philipps 
mit Kursachsen über diese Angelegenheit. 

1557 Febr. — Sept. Zusendung von Zeitungen, einer Uhr, Wein- 
trauben, Quitten, Wundpflaster, Fischen. Beschaffung eines Papageien 
in Nürnberg. Abfertigung des Kasseler Hofschreiners nach Sehmal- 
kalden. Verwendung Elisabeths für Hans y. Grusen. Tod Markgraf 
Albrechts in Pforzheim. 

74. Akten der HerzoiriB Elisabeth tob Bochlltz. Etwa 1550. 

NaHvität des Landgrafen PhHipp (Abschrift von der Hand des 
Sekretärs der Herzogin Siegmund Kirckmeyer). Aufgestellt ettm um 
1550.^) 



1) Die Vorlage in der Allgemeinen Abteilung (Akten des Landgrafen 
WUhehn). 



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60 LandgrSfliche Penonalien. 

75. Akten der Hersorln Elisabeth Ton Rochlitz. 1534—1555. 

Briefwechsel mit den kursächsischen Bäten Oeorg und Christoph v. 
CarUnvitx und Ernst v. MüUtx^ Schreiben desDr, Simon Pistoris, des Her- 
zogs Ulrich von Württemberg, Schreiben an Herzog Heinrichs von Sachsen 
Bäte^ Schreiben des Herzogs späteren Kurfürsten Morilx von Sachsenj des 
Herzogs Christoph von Württemberg, des Herzogs Heinrich von Sachsen, 
der Kurfürsten Joachim von Brandenburg und Johann Friedrich von 
Sachsen^ des Bischofs Julius von Naumburg, des Dr, Benedictus Bein- 
hart, Schreiben an den Grafen Ludwig Albrecht von Beichlingen, Brief- 
wechsd mit Ludwig Fachs und Dr. Comerstadt, mit den zu Leipzig 
versammelten kursächsischen Ständen, mit dem Bischof von Arras, dessen 
Sekretär Paul Pfmtzing, Dr. Timofheus Jung und dem brandenburgi- 
sehen Bote Hans v. WaUenfels auf der Plassenburg (dieser Brief- 
wechsd meist rmr in Abschriften), Instruktionen für Heinrich Lersn^r 
sowie für Werner v. WaUenstein und Wolfgang Hesberg, Schreiben 
des Vorstehers zu Ootha Johann Frank, des Ämtmanns zu Wartburg 
Eberhard v. d. Tann, Brieftvechsd mit dem Herzog Johann Friedrich 
dem Mitäeren von Sachsen. Schreiben der Herzogin Agnes von Sachsen, 
Vertragsurkunde, Schutz^ und Oeleitsbrief 

1534 Juni. Anerkennang des römischen Königs durch Enrsachsen 
und Hessen. Unterhandlungen über Herzog Ulrich von Wttrttemberg; 
Zusammenkunft der Unterhändler in Eaaden. Sendung Jakobs y. 
Taubenheim zum Erzbischof von Mainz durch den Landgrafen. Doktorat 
des Magisters Schoffel, Schwagers des Dr. Pistoris, und des Pistoris 
Haus in der Peterstraße zu Leipzig. Forderungen Ferdinands an 
Hessen und Wttrttemberg, Unterstützung gegen die Türken, Zug gegen 
die Wiedertäufer. Überschickung der abgeredeten Artikel des zu- 
künftigen Vertrages. 

1539 Febr. Argwöhnische Natur des Herzogs Georg von Sachsen. 
Schmalkaldischer Bundestag zu Frankfurt; Religionsverhandlungen. 
Herzog Heinrich von Braunschweig in Dresden und seine Weiterreise 
nach Bayern. 

Okt. Angebot Georgs v. Garlowitz, in den Dienst des Landgrafen 
zu treten. Landtag zu Chemnitz. 

Nov. Erdichtungen und Lügen des Herzogs Heinrich von Braun- 
schweig über Herzog Ulrich von Württemberg. 

1540 Jan. Beabsichtigter Besuch Landgraf Philipps in Rochlitz. 
Klagen von Amtsuntertanen der Herzogin von Rochlitz gegen Herzog 
Heinrich von Sachsen. Leibgut der Herzogin. 



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Elisabeth von BocUits, Briefwechsel. 61 

Apr. Beabsichtigte Beise der Herzöge Heinrich nnd Moritz yon 
Sachsen nach Marienberg; Nachtlager zu Freiberg. Einladung beider 
durch den Landgrafen. 

Juli. Unfriede zwischen Herzog Christoph and Herzog Ulrich von 
Württemberg. Übcrschicknng eines Ringes nnd Kranzes an Herzog 
Christoph durch die Herzogin yon Bochlitz. 

Aug. Krankheit der Herzogin. Redereien unter dem Dresdener 
Ho^esinde (über die Doppelehe des Landgrafen Philipp). Krankheit 
Emsts yon Miltitz und Handel der Herzogin yon RochUtz mit dessen 
Schwester. 

1542 Aug. Gresuoh der Herzogin beim Herzog Christoph, die 
Herzöge yon Bayern yon einem Bündnis mit Herzog Heinrich yon 
Braunschweig abzuhalten. Glückwunsch der Herzogin zu der ge- 
planten Heirat zwischen Herzogin Sidonie yon Sachsen und Herzog 
Christoph. Plan einer Beise der Herzogin nach Bayern. 

1543 Juli. Vertrag des Herzogs Moritz mit der Herzogin Elisa- 
beth über deren Wittum und andere eheliche Güteryerhältnisse.^) 

1544 Aug. Übersendung yon Zeitungen. 

1546 Aug. Stellung des Herzogs Moritz zum Papsttum. 

Sept. Einquartierung der Beiter Georgs yon Tannenberg in Mitt- 
weida. 

Noy. Schutz des Herzogs Moritz für Elisabeths Wittum und Ge- 
leit zu ihrer Beise nach Hessen. 

1546 Okt — 1547 Jan. Haltung Elisabeths beim Ausbruch des 
Schmalkaldischen Krieges. Neutralität des Kurfürsten yon Branden- 
burg gegenüber dem Landgrafen Philipp sowie die Stellung des Land- 
grafen zum Herzog Moritz. Darlegung des Verhältnisses Kurfbrst 
Johann Friedrichs zu seinen Gegnern. 

1548 Juni — 1549 Apr. Verhandlungen der Herzogin Elisabeth 
mit dem Kurfürsten Moritz wegen der Wiedererlangung des ihr ent- 
zogenen Leibguts Bochlitz, mehrfache Gesandtschaften an den Kur- 
fürsten und an den Ejiiser, Antragen der sächsischen Bitterschaft und 
Städte bei dem Kurfürsten Moritz, SteUung des Kaisers und des 
Bischofs yon Arras zu der Frage der Bückerstattung des Leibgutes. 
Nachgesuchte Vermittelung des Kurfürsten Joachim yon Brandenburg 
und des Markgrafen Albrecht yon Kulmbach (Heirat des Joachim 
y. Feilitzsch). 

1649 Juni— Sept Lieferung yon Hafer und Roggen für die 
Herzogin aus Gotha. 



1) Ausfertigung im Samtarehive V 300, 180; eine Abschriffc ebenda 181. 



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62 Landgräfliehe Personalien. 

Juli. Vertrag der Herzogin mit Herzog Moritz ttber die ZaUung 
von 7000 Galden für alle G^reehtigkeit ihres Wittums nnd Leib- 
gedinges in des Kurfürsten Landen.^) 

Dez. Zusendung eines Wildschweins durch den Bischof von 
Naumburg. 

1550 März — Mai. Lieferung von Getreide aus Gotha. 

Okt. Beschwerde des Bentmeisters zu Vacha Georg Murhard ttber 
den Bentmeister zu Schmalkalden Bernhard Eckel einiger vorenthal- 
tenen Dielen halber. 

1551 Juni. Krieg in Italien. 

Okt. Bestätigung der Herzogin in ihrem freien Gute Schmalkalden. 

Okt. — Dez. Bttckzahlung der dem Grafen von Beichlingen ge- 
borgten 100 Taler. 

Nov. Aufbruch des Kaisers mit dem früheren Kurfürsten von 
Sachsen von Augsburg nach Innsbruck. Behandlung Elisabeths durch 
Dr. Mathias Batzenberger. 

1552 Aug. Überschickung von Wildbret durch Herzog Johann 
Friedrich den Mittleren. Erledigung des Landgrafen Philipp und des 
früheren Kurfürsten Johann Friedrich. Friede zwischen dem Kaiser 
und den deutschen Fürsten. Zug des Kaisers und des früheren Kur- 
fürsten von Innsbruck über München nach Augsburg. 

1553 Febr. Zusammenkunft der Herzogin Elisabeth mit dem 
Kurfürsten Moritz. 

1555 Juni. Augenkrankheit der Herzogin. Mutiger Quell im 
SohloBgraben zu Weimar. 

76« Akten der Herzoflfln Elisabeth von RocUltz und des hessisehen 
Bentmeisters zu Schmalkalden Bernhard Eckel. 1549 — 1551. 

Briefwechsel mit dem Grafen Wilhelm von Henneberg, der Herzogin 
EUsabefh xu Mimden und der Qräfin Eatharine von Henneberg. 

1549 Jan. Bückforderung der ^er Herzogin Elisabeth zu Münden 
geliehenen 300 Taler. Besorgen goldner Hauben aus Meißen. 

Juni. Beschwerung hennebergischer Schäfer durch Diener der 
Herzogin von Bochlitz. 

1550 März. Verwendung der Herzogin von Bochlitz bei der Gräfin 
Katharine für den Goldschmied Veiten Bomscheur wegen dessen Streites 
mit dem Amtmann der Gräfin zu Hallenberg. 

März-Sept. Irrungen wegen der Jagd zu Schmalkalden zwischen 
dem hessischen Schultheissen und hennebergischen Untertanen. 



1} Stark vermoderte AoBfertigung im Samtarehive V 302, 183. 



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EllMbeth Ton Bochlita. Meobthüd Ton Teoklenbnrg. 63 

1651 April. JagdBtreitigkeiten. 

Jnni. Lrrang wegen Einlegens von FischkJtoten in den Mühlgraben. 
Ansetzen eines Tages zn Schmalkalden. 

77« Beste der Begbtratnr der Herzogla Elisabeth tob Boehllti (naeh 
ihrem Tode Ton Hessen fibernommea)« 1540^1557. 

Betr. Kammersachen^ SchtUden^ Ämter Camburg^ Dornburg und 
RochKtij Kosten der Hofhaltung^ Anschaffungen dafür j Leipziger und 
Frankfurter Meßankäufe, Dienersachen^ JSrankheit der Herzogin^ Beehr 
nungen und Inventare, Privatbriefwechsd. Siegmund Kirchmeyer. 

78. Akten der Hersoflin Elisabeth tob Boehllti. 1537—1556. 

Beir, die v. Bünau %u Dreißig^ Kolditx und La/uensteinj namenüich 
die dem Budolfv. Bünau erteilte Onadenverschreibung über 15 000 Oviden. 

79. Akten der Heriorin Elisabeth tob Boehliti. 1542—1547. 

Wöchenäiche Emnahme- und Äusgaberechmmgen Adam Schüixr 
meisters, 

80. Ansgabebaeh der Henogin Elisabeth tob BoeUiti. 

1547—1551. 

81. SaBUBlBB(f TOB BezoptoB der Herzot^iB Elisabeth tob BoeUiti. 



Landgri&fln Meehthild, Tochter des Landgrafen 

Wilhelm d. L, Gemahlin des Grafen Konrad 

Ton TecUenbnrg. 

82. AktoB des LandgrafoB PhiUpp. 1526—1527. 

Konzepte der Eheberedung xvnschen dem Landgrafen Philipp und 
dem Grafen Konrad von Tecklenburg, der Verschreibung der Grafen 
Otto und Kom-ad von Teclderiburg über das eingebradite Heiratsgut und 
das Wittum und des VerxichÜniefs der Gräfin Meehtkäd geborenen Land- 
gräfin von Hessen (sämtlich von der Hand des Kanzlers Feige). Aus- 
fertigungen des Ehevertrags ^) und des VerxichSmefs^). 



1) Im Samtarehive V 268, 139. 2) Daselbst 270, 141. 



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64 Landgräfliohe Personalien: Katharina y.Beiohlingen. Elisabeth v.Zweibrficken. 

1526 De z.— 1527 Mai. Die Vermählimg der Landgiäfin Mechihad, 
Tochter Landgraf Wilhelms des Älteren, mit dem Grafen Eonrad von 
Teeklenbnrg. 



LandgrSfln Eatharine, Tochter des Landgrafen 
Wilhelm d. 1.^ Gemahlin des Orafen Adam Ton 

Belchllngen. 

83. Akten des Landgrrafen Plülipp. 1519—1521. 

NotarmtsinstruTnente^ Verzeichnisse der Erbxinsen und FmcfUgefälle 
in den Flecken Leubingen und Oebesee, Versdkreibung. Revers,^) 

1519 Jnli— 1521 Sept. Die VermäUang der Landgr&fin Katharina, 
Tochter des Landgrafen Wilhelm d. Ä., * mit dem Grafen Adam von 
Beichlingen, ihr Heiratsgeld, Leibznoht and Wittum. 



Landgräfln Elisabeth, Tochter des Landgrafen 

Wilhelm d. l.y Gemahlin des Pfalzgrafen Ludwig 

Yon Zweibrücken. 

84. Akten des Land^afen Philipp. 1524—1527. 

Ehevertrag^ VoUmacht^ Verxichibrief^ Verzeichnis^ Register^ Verschrd- 
bungen^ Quittung}) 

1524 Sept.— 1527 Dez. Die Vermählung der Landgräfin Elisabeth, 
Tochter des Landgrafen Wilhelm d. Ä., mit dem Pfalzgrafen Ludwig 
von Zweibrttcken, ihr Heiratsgut, Morgengabe und Wittum. 



1) Sämtliche Urkunden im Samtarchive V 250, 114—120. Siehe auch Kopial- 
buch H 1 fol. 12. 25. 27-31. 61. 65. 68—70. 

2) Sämüioh im Samtarehiye V 260, 129; 262, 130. 131; 264, 132—184; 266, 
135-138. 



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AUgemeine Abteflnng 



P*lit. AnUr dM Uadfr. PUlipp. 



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Sicklnglsche Fehde. 

Briefwechsel mit SieUngen. 
86. Aktm des Luidgrafon PUllpp. 1518 Jan.— 1620 Sept. 

Briefvjechsd mit Frcmx v. Sickmgen, Urkunden und Abschriften von 
solchen, Memorial für Bäte xur Verhandlung mit Sickingen, Protokoll, 
Briefwechsel mit Werner v. Lüder imd Philipp v. Rüdigheim, Oedruckte 
Sckmähbriefe Sickmgens und Gegenschriften der hessischen Ritterschaft 

1518 Jan. Febr. Bitte um Freilaasnng von Gtttem zu Seeheim 
an der BergstraSe, zu Nordheim und Wattenheim, die Hans v. Sickingen 
Franz ttbergeben hat. Abschlägige Antwort HeBsens. 

Sept. Ankündigung der Fehde durch Sickingen. Vertrag wegen 
Beilegung der Fehde unter Vermittlung des Markgrafen Philipp von 
Baden, f) Verhandlung hessischer Bäte mit Sickingen wegen einiger 
in dem Fehdebiief nicht enthaltener Vertragspunkte, durch die der 
Landgraf sieh beschwert fühlt, wegen der Brandsohatzung und Weg- 
nahme Yon Frucht in Umstadt. 

Okt Verpflichtung des Landgrafen, die seinen Untertanen zu 
Arheiligen und Pfungstadt auferlegte Schätzung einstweilen zu über- 
nehmen.') Zahlung von 35000 Gulden an Sickingen durch die hes- 
sischen Gesandten Wilhelm y. Dörnberg, Batt Homeck, Ebert y. Heusen- 
stamm, Helwig y. Bückershausen, Jost v. Eschwege, Sittich y. Ehrings- 
hausen und Ludwig Lersenmeeher.') 

Dez. Forderungen Werners y. Luder und Philipps y. Büdigheim 
gemäß dem Darmstädter Vertrag. 

1519 März— 1520 Sept. Einmahnung der hessischen Bitterschaft 
durch Sickingen wegen Nichtyollziehung des Darmstädter Vertrags. Aus- 
schreiben gegen die Bürgen und deren Erwiderung (yon Feige yerfaßt). 

1520 Juli. Mahnung Sicklngens, die yon ihm an Eonrad y. Hattstein 
gezahlten 1000 Gulden an den Komtur Walther y. Gronberg zu zahlen. 



1) Aosfertigiing im Samtareyye IV 10, 1. 2) Kopialbach H 1 fol. 137. 

3) Quittung darflber Kopi*lback H 1 fol. 87. 

6* 



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68 Sickingiflohe Fehde. 

Briefvrechsel mit Beamten. 

86. Akten des LandgrafeB Philipp, aneh der LuidgrftflB Mutter Anna, 
Balthasar Sehrantenhaehs und anderer Bite« 1518. 

Briefwechsel mit dem Amtmann xu Darmstadt Batt Homeck v. Horr^ 
bergy den in der Obergrafschaft Katxeneinbogen amvesenden verordneten 
Bäten und Mitgliedern der Bitterschaft (Hofmeister Kurt v. WaUenr 
stemy^) ErbmarschaU Hermann Biedesd xu Eisenbach^ ManrschaU Pkäipp 
Meysenimgj Eitel v. Löwenstem^ Wilhelm v. Löwenstein u, a,)^ dem Ober^ 
amtmmrn der Niedergrafschaft Katxendnbogen Jost v. Draxdorf den 
Verwesern in Gießen (Bitter Christian v. Hanstein, Hermann Bump 
und Henne Lesch) und Marburg (Bitter Kurt v. Mansbach und Her- 
mann Bump)^ mit dem Amtmann xu Vacka Melchior v. d. Ta/rm^ dem 
Amfmarm xu Wolkersdorf Wolf v. Herbelstadt^ dem Kammerschreiber 
Lersenmecher und anderen Beamten. Schreiben Dietrichs d. Ä, Herrn 
xu Plesse. Bericht Ha^ Qyssds, Bü/rgers xu Umstadt Kamleinctixen. 
Futterxettd. Verxeichms geschätzter Orte. Äusgaberegister.^) 

1518 Jan. Die Güter des Hans y. Sickingen um Stein und Seeheim, . 
Grafenznsammenknnft in Frankfurt. 

Mai. Besetzong des Hauses Kheinberg (Burggraf Wilhelm fieysen- 
bug); Öffnung des Schlosses Boxberg; Dienstangebot des Hans y. Alzei 
und Georgs y. Rosenberg u. a. Scharmützel zwischen dem Hauptmann 
Sinolt gen. Schütz und den Bürgern yon Homburg y. d. Höhe eineiv 
und den y. Breitenstein zu Reifenberg andererseits* 

Juni. Bedrängung der Einwohner auf dem Hunsrück durch strei- 
fendes Eriegsyolk. Fremde Reiter yor Friedewald. Sendung Wolfs 
y. Herbeistadt nach Eppstein. Streifereien mainzischer Truppen. 

Aug. Großes Gewerbe in Jülich-Berg, im Stift Köln und in der 
Eifel. Dietrich d. Ä., Herr zu Plesse, sendet infolge des Aufgebots 
seinen Sohn mit sechs Pferden nach EasseL 

Sept. Truppenansammlung bei Franz y* Sickingen. Truppen- 
sendungen nach der Obergrafschaft. Bewegungen der Sickingisehen. 
Plünderungen. Besorgnisse der Frankfurter Eaufleute. Feilbieten 
eines gedruckten Liedes in Frankfurt (das durch Lersenmecher auf- 
gekauft wird). Kauf yon Vorräten in Frankfurt Uneinigkeit der 
niederländischen Reiter unter Volmar y. d. Leyen mit Sickingen. Vor- 
siohtsmaBregeln. Absendung Rudolfs y. Weiblingen durch die yer- 



1) Zugleich Landvogt an der Weira. 

8) Dabei ein Schreiben der Anaataeia von Isenburg an ihren Oemahi Oerlaoh 
Herrn zu Isenburg-Grenzau, betr. Obenendung eines Schreibena. 



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BriefweohBel mit Betmten 1618. 69 

ordneten Bäte und die Bitterschaft ans Dannstadt an den Landgrafen. 
Mnnitionsmangel. Bitte um Sendung der in Gießen liegenden Tmppen 
in die ObergrafBchafL Unternehmen des Grafen Wilhelm von Henne- 
berg gegen Hessen. Vollmacht für die Bäte, mit Sickingen zu unter- 
handeln. Einnahme von Gemsheim durch Sickingen. Kurt y. Wallen- 
stein mit 2000—2500 Mann in Bttsselsheim. Proviantmangel. Sickingen 
in Arheilgen. nunderung. Verhalten des Landvolks. Annahme Phi- 
lipps Herrn zu Esch in hessischen Dienst. Bitte des Kellners von 
Driedorf um Truppensendung. Bat des Hofmeisters, Ebert v. Baden- 
hausen und die Truppen in Gießen gegen Johann Hilchen und Kaspar 
V. Cronberg auf den Einrieb zu senden. Belagerung von Darmstadt 
durch Siokingen. Unmöglichkeit für Kurt v. Wallenstein, gegen Sickingen 
etwas zu unternehmen. Ankunft des hanauischen Sekretärs in Gießen. 
Seine Werbung. Graf Otto von Bietberg in Gießen. Warnung vor 
braunschweigischen Werbungen. Verhandlungen mit Sickingen. Schutz- 
brief Siokingens fbr Klein-Umstadt. Sendung Mefferts v. Waltmanns- 
hausen, Amtmanns zu Eller, durch Jost v. Draxdorf nach Kassel wegen 
PhilippB V. Esch und des Grafen Gerlach v. Isenburg und deren Bei- 
sigen. Erklärung Kurts v. Wallenstein wegen seiner Nichtbeteiligang 
an dem dureh die Bitterschaft abgeschlossenen Vertrag mit Sickingen. 
Dieser ist mit seinem ganzen Volke wieder tlber den Bhein gezogen. 
Enilassnng der hessischen Truppen. 

Okt Zitierung des Erbmarschalls Hermann Biedesel durch Philipp. 
Abkommen der Bäte in Darmstadt mit Philipp von Dann, Herrn zu 
Oberstein und Falkenstein (der nach Sickingens Abzug mit Truppen 
angekommen war). Durchzüge. Verstärkung der Besatzung von Kassel. 
Zitierung Bait Homecks durch Philipp. Zug im Wasgau. Kaiserliches 
Mandat wegen des Vertrages mit Sickingen. 

Nov. Ersatz des infolge der Belagerung von Burg Stein durch 
Franz v. Sickingen erlittenen Schadens an den Amtmann Tonges Wolf 
zu Totenwart^) Brandschatznng von Klein-Umstadt durch Sickingen. 
Ansohläge der Hanauischen gegen Homburg v. d. H. Besetzung von 
BOsselsheim (Antonius Wolf). Verantwortung des Schultheißen zu 
Gemsheim wegen seiner Flucht aus Gemsheim. Brandschatzung von 
GroB-Bieberau. Sieherheitsmaßregehoi fttr die Obergrafschaft. Ent- 
lassungBgesuch Batt Homecks. Sickingen an Batt Horaeck wegen der 
Brandschatzung. 

Dez. Verbot der Zahlung der Brandschatzungen der Orte Klein- 
Umstadt und Ochsen an Sickingen. Büstungen des Grafen Wilhelm 
von Henneberg. 

1) Kopialbuoh H 1 foL 126. Vgl. daa Ausgaberegister des Amtmanns. 

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70 Siokingiflche Fehde. 

87. Aktes deg Landgrafen PldUpp. 1519. 

Briefwechsel mit dem Ämtmann xu Darmstadt Bau Homeck v. Homr- 
bergy dem Ämtmami zu ümstadt Frowin v. Hütten, den HaupÜeuten 
Johann v. Schum (Scheum) und Hermann Bump dem Jüngeren^ mit 
WUhdm V, Dömbergj Eberhard v. Heusenstamm^ Budolfv. WeHUngen^ 
Oerlach Herrn xu Iseriburg'Orenxau^^) Bastian Forstmeister v. Oetn- 
hausen, Johann Brendel^ Rabe, Danid und Oeorg v. Bcineburg, Her^ 
marm und Walther v. HundeMumsen, Kurt Treusch v. ButÜar, Philipp 
V. Lütxehaig und dessen Bruder, Ebert v. MerUm, Jost und HeHmerich 
V. Baumbach, Heimich Treusch v, ButÜar, Werner v. WaUenstein, Johann 
V, Urff, Hans Meurer, Instruktionen für die Bäte Christian v. Hanr 
stein, Statthalter in Kassel, Friedrich Trott und Eckebrecht v. d. Mals- 
bürg einer- und dem ErbmarschaU Hermann Biedesel und dem Statt- 
halter (in Marburg) Hermann Bump andererseits. Begister. Urkunde. 
Zeitung. 

1519 Jan. Febr. Nichtbezahlung der dnrch Franz y. Sickingen 
Klein -UmBtadt auferlegten BrandBchatznng. Briefweohsel darüber 
zwischen Sickingen und Batt Homeck nebst den andern aus den Bäten 
und der hesBischen Bitterschaft, die den Vertrag yermittelt haben. 

März. Aufforderung an diese, in Mainz Einritt zu leisten. Ansieht 
des Landgrafen, daB diese Forderung ungerechtfertigt sei. Warnung 
an den Landgrafen, sich des Herzogs Ulrich von Württemberg anzu- 
nehmen, da er dadurch das Beich auf sich ziehen werde. Bat, den 
Adel in seinem Lande zufrieden zu stellen. Ankunft des von Nassau 
mit 300 Pferden aus Brabant ; Absichten auf Eatzenelnbogen.^) Bttstun- 
gen in Kassel und Marburg. Aufgebot der Lehenleute. 

(Apr.) Zeitung ttber den Krieg in Württemberg und Franz v. Sickin- 
gens Teilnahme daran. Hessische Beiterwerbungen durch Johann y. 
Schuren, Johann Bemighusen, Hermann Bump d. J. und Kort y.Thom.^) 

Mai. Abkttndigung der Beiter. Schreiben Herzog Albrechts ron 
Mecklenburg an Batt Homeck wegen Versehung der Obergrafschaft mit 
Truppen, Tmppenansammlungen zu Höchst und Oppenheim, Bauten 
zu Umstadt und Darmstadt 

Juli. Abermalige Einmahnung durch Sickingen. Bat des Herzogs 
Albrecht wegen des Einhaltens. Nichibewilligung des Einreitens durch 
den Landgrafen. 



1) Schreiben des Deatsohordensbradem Wilhehn sn Isenburg an Mine SchwS- 
gerin Anastasia geh. Gräfin zu Sarwerden, und Heinrichs Sohns su Isenburg an 
s. Vater Gerlach, offenbar Beilsgen zu nicht erhaltenen Schreiben Gerlachs an den 
Landgrafen. 2) In Nachtriigen des Samtarchiys. 



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Briefwechsel mit Beamten 1519—1621. 71 

Okt BestaUoDg des Kaspar y. Ulm zum Fufikneehtshauptmann. 
Angebot der Lehenlente.^) 

NoY; Abermaliges Einmahnen, Briefwechsel Batt Homecks mit den 
badisohen Bäten^ die den Vertrag mit Sickingen vermittelt hatten. 

Undatiert. Ansschreiben Philipps an die Enrfbrsten wegen des 
Yon Franz y. Sickingen befürchteten Überzngs. 

88. Akten des Landgrafen Philipp, aneh des Hofineisters Jest t. Brax« 
dorf vnd Schrantenbaehs. 1520. 1521. 

Briefwechsel mit dem Oberamtmann der Obergrafschaft Eatxendn- 
bogen Grafen Oeorg von Königsteinj dem Ämtmami xu Lichtenberg 
Weif V. Herbelstadtj dem Amtmanm xu Kirchhain Oilbert v. Radenn 
hauseny dem Oberamtmann der Niedergrafschaft Oerlach Herrn xu 
Isenburg-Orenxau. Bestaäungsurkunden, 

1520 Jan. Werbungen des Franz y. Sickingen gegen Hessen. 
GlegenmaBregeln in der Obergrafschaft; Fordening der Brandschatznng 
yon Elein-Umstadt 

März. Die Snmme yon 1000 Qnlden, die Sickingen anf Bitten Batt 
Homecks, Eberts y. Heusenstamm , Helwigs y. Bückershansen nnd 
Wilhelms y. Dömberg an Konrad y. Hattstein gegeben haben soll. 
Einmahnong yon Mitgliedern der Ritterschaft durch Sickingen. 

Apr. Annahme des Anstet Heyschloff yon Qerspach zum FuBknecht- 
hauptmann.^) Aufgebot des Adels durch den Hofmeister Kurt y. Wallen- 
stein nach Marburg (Apr. 28.), Kassel (Mai 2.), und Homberg (Mai 3.}. 

Aug. Sept Schmähbriefe Siokingens (durch Wolf y. Herbeistadt 
in Mainz abgerissen). Verhandlung des Landgrafen mit dem Adel 
wegen Franz y. Sickingen. Kriegsyerfassung gegen diesen (Kriegs- 
räte: Graf Georg yon Königstein, Herr y. Büren, Friedrich Trott, Tiele 
Wolff. Hauptbanner: Erbmarschall Hermann Biedesel), Aufgebot der 
Wagen und des Landyolks. Anschlag auf 1500 Knechte. Annahme 
des Bernhard y. Schorndorf zum Fufiknechthauptmann.^) Schaden 
der Landsknechte in Werkel (Amt Gudensberg). 

Okt Forderung der rtlckständigen Brandschatzung yon Bamstadt 
durch Sickingen. 

1521 Aug. -Okt VondchtsmaBregeln gegen einen beftbrchteten 
Überzug Hessens und Kurtriers durch zurückkehrende Kriegsleute des 
kaiserlichen Heers auf Betreiben des Franz y. Sickingen und des Grafen 
Heinrich yon Nassau. 



1) Undatierte Liste, wahrBcheinlicb in das Jahr 1619 gehörig. 

2) Im Samtarehiye (Naehtri&ge). 



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72 SiokingiBche Fehde. 

89. Akten des LandgrafeB PUllpp beiw. Balthasar Seluranteiibaelui« 

1522 Mai— Okt 

Briefwechsel mit dem ^Hofmeister Jost v. Draxdarf den Oberamt- 
märmem der Ober- und Niedergrafschaft Katcenelnbogen Grafen Oeorg 
von Kömgstein und Oerlach Herrn zu Isenburg-Orenzau. Schreiben an 
Kurtrier und Kurpfah. Vertragsurkunden, Abschriften von Abschie- 
den, Verträgen und Mandaten. Briefe Siddngens an Johami v. Wetters- 
hausen v/nd die Stadt Hersfdd. Vemeicknis. 

1522 Mai. Nachricht, daB Sickingen den Fürsten alle Gelübde 
aufgeschrieben habe. Mögliche Absichten gegen Hessen. 

Aug. Abkommen zn Oberwesel zwischen den knrtrierischen, knr- 
pfälzischen nnd hessischen Bäten (Aug. 1) zu gegenseitigem Schutz 
und entsprechender Befehl an den Oberamtmann der Obergrafschaft. 
(Sickingens Fehdeerklärung an den Erzbischof, sein während der Be- 
lagerung von Trier in die Stadt geschossenes Schreiben). — Einmahnen 
Johanns v. Weitershausen durch Sickingen. — Ansammlung von 
Knechten um StraBburg. Unterstützung Triers. 

Sept. Mandat des Beichsregiments an Sickingen, Frieden zu halten. 
Befehl des Kaisers an den Landgrafen, Kurtrier zu unterstützen. Auf- 
forderung Sickingens an die Stadt Hersfeld, sich mit Hilpert Schad 
von Leibolz zu vergleichen. Gefangennahme des kurtrierischen Rott- 
meisters Bernhard Robin und anderer durch Sickingen. Verwarnung 
der verbündeten Fürsten an Kurmainz und die Städte und Gemeinden 
im Rheingau wegen der Unterstützung Sickingens. 

Okt. Verbot des Reichsregiments an den Landgrafen, nichts Feind- 
liches gegen Kurmainz zu unternehmen. Acht gegen Sickingen. An- 
setzung eines Rechtstages. Frankfurter Einung gegen Sickingen zwi- 
schen Knrtrier, Kurpfalz und Hessen.^) Bestätigung durch das Trierer 
Domkapitel^) Erklärung der Fehde an Frowin v. Hütten seitens des 
Landgrafen. 

Undatiert. Die Mitglieder der Landauischen Einigung. 

90. Akten des Landgrafen PhUipp. 1522 Sept Okt. 

Schreiben Bernhard Markolfs in Frankfurt Ausschreiben an den 
hessischen Addj an die Hauptleute und Soldaten im Lager xu Oudens- 
berg. Schreiben Georgs v, Hirschhorn^ Schreiben WaUhers v. Oronberg, 
Deutschordenskomturs xu Frankfurt, an den Oberamimann Grafen Georg 



1) Aasfertignng im Samtarchive II 404, 12. 

2) Ebenda 406, 13. 



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Bnefw. mit Beamten. Akten der Bäte in Kumü n. Marburg. 1682. 73 

van Kofdgstem. Schreiben des (Hauptmanns) Hans Heeß. Notixen^ 
Listen. ArUkdsbrief der Fußknechte. BestaBungsbriefe und Reverse. 

1522 (Jnni) Sept. Sorge f&r Pnlyer und Salpeter. Angebot zum 
ffilfezng für den Bisehof von Trier gegen Franz y. Siekingen. Yer- 
eidigong und Bezahlnng der FnBtmppen. Plan der Zusammenziehnng 
der einzelnen Eontingente. Fembleiben Georgs y. Hirgohhom nnd 
Walther0 y. Gronberg yon der Mastemng in Darmstadt Annahme 
EonradB y. Brenken nnd Elmeringhanflens y. Haxihanflen zn reisigen 
Hanpüenten. 

Okt. Annahme Leonhards y. Sehomdorf znm FnBkneehfhanptmann. 
Nachrichten ttber franzöBische Werbungen in Deutschland. Klagen der 
Landsknechte wegen der Bezahlnng. 

91. Akten der heimgelasaenen Bäte in Kassel.^) 1522 Sept Okt 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Pkäippy den Beamten zu Salxa 
und Eschwege, dem Haushofmeister Bernd Keudd^ Thomas und Johann 
xrnn Aiten Haus Padberg^ dem Marschall Hermann v. d. Modsburg 
und Jahob v. Taubenheim. 

1522 Sept. Okt Sendung yon Fufiyolk aus Esehwege und Salza. 
Warnung durch Bnrghard y. Gramm: Herzog Erich yon Braunschweig 
und Paderborn. Verstärkung der Kasseler Besatzung. Schreiben des Her- 
zogs Greorg yon Sachsen und der Herzogin Katharina yon Braunschweig. 
GrefiLngnis Amds y. Uffeln. Volgman Andres und das Dorf Geismar. 

92. Akten Baltiiagar Sehrautenbaehs, sewie des Bentmeigters zu GleBen 
Hang Sehrautenbaeh. 1522 Aug. Sept. 

Schreiben des Landgrafen Phäipp^ des Hans v. Berlepschj des Amt- 
manns Brendel v. Homburg^ des MarschaUs Hermann v. d. Mudshurg. 
Aufgefangenes Schreiben Sickingens an Hans v. Minchwitz.^} Schreiben 
an den Kanxier Feige. 

1522 Aug. Absicht des Landgrafen infolge der Nachrichten yon 
KurpfalZy sich in Bttstung zu halten. Aussendnng yon Kundschaftern. 

Sept Beschreibung des Adels nach Marburg. Schlechter Zustand 
des Bergwerks in Denstedt. Des Landgrafen ÄuBeruug ttber Christian 
y. Hanstein und Sittich y. Berlepsch. Sendung yon Geld nach Gorbach 
zur Bestellung der Reiter. Abzug Sickingens yon Trier. 



1) Nur Konzepte yon der Hand des Begigtratorg Plnek. 
8) Jnli d6. Aufbringung yon Knechten für Siekingen. Tag in Ortenberg. 
Chiffem. 



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74 Siekingische Fekde. 

93. Akten des Statthalters an der Lahn Hermann Biedegel zn Eisen- 
baehy Erbnuurtehallg, aneh der yerordneten Bäte sn Marhnrg. 

1522 Aug.— Dez. 

Schreiben Dr. Adolf Knoblauchs^ des Lcmdgrafen Pkäipp, des Amt" 
Tnarms Qeorg v. Bischofferode. Abschrift 

1522 Aug. BüBtnngen Sickingens nnd des Pfalzgrafen; unmittelbar 
bevorstehender Ausbrach der Fehde. 

Sept. Durchzug der zur Unterstützung des Erzbischofs yon Trier 
bestimmten hessischen Hilfstrappen. 

Not. Bezahlung der Knechte in Sückingen. Entlassungsgesuch 
Dietrich Beiths. 

Dez. Versuche Frowins y. Hütten zur Wiedereinnahme von Stolzen- 
berg, Hausen und Salmttnster. 



Über den Zug gegen die y. Cronberg ygl. unten Nr. 102. 

Tag zu Heidelberg. 

94. Akten des Landgrafen Philipp. 1522 Dez.— 1523 Jan. 
Abschriften von Schreiben^ Instruktionen und eines Abschieds. 

1522 Dez. Anberaumung eines Tages nach Heidelberg durch 
die in Nttmberg versammelten Reichsstände wegen Beilegung der 
Sickingischen Wirren. 

1523 Jan. Besuch des Tages durch Eurfttrst Ludwig von der 
Pfalz, kurtrierische und hessische Räte und die Gesandten der Reichs- 
stände. Eurtrierische Rechtfertigung. Ablehi^ung eines Anstandes 
mit Franz v. Sickingen. BeschluB einer Gesandtschaft nach Nttmberg 
wegen der kaiserlichen Mandate, betreffend Quirin v. Cronberg und 
Frowin v. Hütten, bezw. Cronberg, Salmttnster und Hausen. Beschickung 
des Tages zu Schweinfurt. Vorstellungen Simons v. Cronberg, Dom- 
herrn zu Mainz, wegen Franks v. Cronberg, seines Vaters, und als 
Vormundes der Einder seines Bruders Easpar. Feststellung der 
Instruktion fttr die Gesandten nach Nttmberg. 

Tag zu Sehweinfart 

95. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1523 Jan. 
Abschriften von Instruktionen und Schreiben. 

1523 Jan. Verhandlungen der Abgesandten von Eurtrier, Eur- 
pfalz und Hessen mit der in Schweinfurt versammelten fränkischen 

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Marbnrirer Akten. Tage m Heidelberg, Sehweinfiirt, Speyer. 1622. 1623. 75 

Bitterscliaft wegen des yon Franz y. Sickingen gegen die Fürsten er- 
hobenen Vorwurfs, als beabsichtigten sie die Unterdrückung des Adels. 
Venuitwortang nnd Beschwerde Hartmnts y. Cronberg, Verantwortung 
des Franz y. Sickingen gegen die Vorwürfe der Fürsten. 

(Beiliegend Briefwechsel zwischen Sickingen und dem fränkischen 
Bittertag in Schweinfurt 1522 Noy.). 

Über den Tag zu Frankfurt 1623 Febr. ygl. unten Reichstag zu 
Nürnberg 1523, Nr. 184. 

Tag zu Speyer. 

96. Akten «es Landgrafen Philipp. 1523 März. 
InstrukHonefiy Mßmoranduniy Abschied. Abschriften von Schreiben. 

1523 März. Verhandlungen der Gesandten der yerbttndeten Fürsten 
Eurtrier, Eurpfalz und Hessen (Dr. Ludwig Furster, Hofmeister Lud- 
wig y« Fleckenstein und Oberamtmann Graf Gteorg yon Eönigstein) mit 
den Vertretern der in Speyer yersammelten Reichsstädte, um diese 
yon der Unterstützung Sickingens abzuhalten und zum Bunde mit den 
Fürsten zu yeranlassen. Verhandlungen der Gesandten der Fürsten 
untereinander: Ablehnung des durch Erzherzog Ferdinand angeregten 
Waffenstillstands mit Sickingen, des durch Ferdinand und den Mark- 
grafen yon Brandenburg geforderten Nachlasses der yon Mainz zu 
zahlenden 25000 Gulden, Beschädigung der wetterauischen, wester- 
wäldischen und eichsfeldischen Grafen yor Cronberg, Antwort an 
Kurköln wegen gütlicher Verhandlungen mit Sickingen, Türkenhilfe, 
Verhandlungen mit Quirin y. Cronberg. Zusicherung der Städte, 
Sickingen keine Hilfe zu leisten und die Fürsten durch Lieferung 
yon Pioyiant (gegen Bezahlung) zu unterstützen. Warnung Sickingens 
an die Städte, den Fürsten Hilfe zu leisten. 

97. Akten Oeorgs y. Blsehofferode, hegslschen Befehlsbabers zu Sal- 
minster. 1522 Dez.— 1523 März. 

Sehreiben Bastian Forstmeisters v. Gelnhausen, des Burggrafen Edf- 
rieh V. Drohe. 

1522 Dez. — 1523 März. Aufforderung an die forstmeisterschen 
Untertanen in Aufenau und Neudorf, wegen des yon Frowin y. Hütten 
besessenen Schirmrechtes nunmehr Hessen zu huldigen. Unruhen 
unter der hessischen Besatzung zu Salmünster. 



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76 Sickingiseke Fekde. 

Bflstangen. 

98. Akten des Luidgrrafeii Pklllpp (aaeh BaUhasar Sehrantenbaekg und 
deB Statthalters und der rerordneten Bftte^) in Marbnrg). 

1523 jÄn.-Juli. 

Briefwechsel mit Vasallen (darunter der Edle Herr xur Lippe, die 
Grafen Jost xur Hoya, Anton xu Holstein und Schaumburgj Bernhard 
XU Sohns und Eberhard xu Königstein) und Städten. Noiixxettel. Liste, 
Schreiben des Amtmanns Antonius Wolf und des Georg v. Bischofferode^ 
Amtmanns xu Salmünster. 

1523 Jan. Bestellimg von Bticlisenpferden nnd Wagen.^) 

Febr. Aufgebot des Adels und der Lehenleute. Feindliche Ab- 
sichten des Adels in Franken. Bestellung von Salmttnster und Stolzen- 
berg. Streifzttge hessischer Söldner jenseit des Bheins. 

März. Sammeln von Knechten in Geran. 

Juli. Nicht ausgeführtes Aufgebot von Lehenleuten. 

Zog der Yerbfindeten gegen Sieklngeii. 

99. Akten des Landirrafen Philipp besw« der verbllndeten Fürsten Kur- 
trier, Kurpfalz und Hessen. 1523 April — ^Juli. 

Gedruckte kaiserliche Mandate. Erlaß des Reichsregiments.^) Ab- 
Schrift des Fehdebriefs. Ausschreiben an den Bischof von Straßburg ^ die 
Städte Straßburg und Wdßenburg^ den Kaiser^ die StatthaUmn der Nie- 
derlande Margarete^ die Herxöge von Lothringens JiUichrdeve-Berg und 
den Erxherxog Ferdinand^ an EUsabeffij die Tochter des Landgrafen Wühehn 
d. Ä.y den Hochmeister aus Preußen, die Grafen Bernhard von Solms und 
Eberhard von Königstein. Listen, Notixen, Protokolle. Briefweck^ mit 
Heinrich v. d. Tann und dem Grafen Wühebm von Fürstenberg. Schrei- 
ben Josts v. Weiters. Schreiben an Herxog Georg von Sachsen, die 
Landgräfin Anna (Mutter Philipps), die Statthalter xu Marburg. Ver- 
trag. Inventare. 

1523 Apr. Mai — Juli. Verbot des Kaisers (bezw. des Beichs- 
regiments),^) Franz von Siokingen zuzuziehen. Fehdeerklärung an 
diesen. Philipp , d. Ä., Berthold, Johann und Budolf v. Bttdigheim 



1) Die »yerordneten Räthe« kommen Febr. 12 vor, »verordnete Hauptleute, 
Statthalter und Räthe« Apr. Tgl. Nr. 100. 

2) Ohne Jahr, wahrtoheinlich hierher gehörig. 

3) Ansfertigong im Hans- und Staatsarchiye in Darmstadt Abt. I Yerh. m. 
answ. Staaten Spanien Cony. 1. 



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Bfbitiiiigeii. Zog gegen Siokingea. Marbnrger Akten. IfiSS. 77 

und Rudolf v. Bttckingen versprechen den verbündeten Fürsten Enr- 
trier, Enrpfalz und Hessen Öffiiong von Bttckingen nnd Bnrg Walen- 
bnrg.^) Bitte der Knrfttrsten von Trier nnd Pfalz an den Sckwä- 
biscken Band, den Landgrafen wegen des Unternehmens gegen 
Sickingen von der geforderten Hilfe zn entbinden. Eriegszng der 
Verbündeten gegen Sickingen« Bitte an Fürsten nnd St&dte um 
Nentralittt Belagening nnd Eroberung von Landstuhl. Hilfegesuch 
des Deutsehordenshoehmeisters Albrecht Markgrafen ^u Brandenburg 
an die 3 Fürsten und an die Grafen von Solms und EOnigstein. Die 
Gefangenen von Landstuhl und deren Betagung. Bereitwilligkeit 
Heinrichs v. d. Tann, sich zum Beoht zu stellen. Übergabe von 
Tannstein. Aufforderung an den Grafen von Fttrstenberg, die Ge- 
fangenen nicht aufisunehmen, sondern zurückzusenden. Verhandlungen 
der Gtoiangenen in Lautem mit Schweiker v. Sickingen. Vermittlung 
des Bischofii von Speyer und des Herzogs Johann von Pfalz-Simmem 
(Bezahlung der Enechte in Landstahl). Übergabe der Ebemburg und 
von Stein-Eallenfels. Abschied der verbündeten Fürsten^) wegen der 
eroberten Festen und Orte, des Grafen Wilhelm von Fürstenberg, 
Verteilung des erbeuteten Archivs, Festsetzung eines Tags nach Ober- 
wesel. Verteilung der Beute in Landstuhl und der Ebemburg (Ge- 
schütz und Munition, Archiv, Silbergeschirr, Eleider). Ausstände und 
Schulden Sickingens. Die Ganerben des Hauses Wartenberg. Be- 
handlung der Anhänger Sickingens. Deren Ansammlung in Lotluingen. 

100. Akten der Hauptleute und Statthalter zu Marburg (Hermann 
Biedesel ErbmarschaU, Friedrich Trott| Melchior v« d« Tann)« 

1523 Mai. Juni. 

Schreiben des Landgrafen^ SchrautenbachSj des Otto Hund und des 
Schultheißen Dieter v. Buches xu Oberingelheim. 

1523 Mai. Juni. Aufbringung von Artilleriepferden an der Lahn. 
Nachsendung von Geschützen (Parsen), Sendung ausstehenden Steuer- 
geldes und eiserner Engeln nach Büsselsheim. Eosten der Besetzung 
von Marburg. Eri^gsereignisse, die Fehde des Hans Thoma von 
Bosoiberg wider den Schwäbischen Bund. Eri^sschäden in Ober- 
ingelheim. 



1) Sunftarchiv IV 88, 64. 

2) Samtarehiv n 406, 16. Vertrag der verbündeten Ftoten mit den Gemei- 
auf Btein-KaUeiifeiB Kopialbuoh J 1 foL 160. 



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78 SiekingiBohe Fehde. 

Yerhandlangen zwischen Kartrler, Kurpfalz and Hessen. 

101. Akten des Luidgrrafeii PUllpp. 1523 Juli— 1524 März. 

Instmktion fwr Addf Bau^ Ämtnumn zu Schotten. Abschiede. 

1523 Jnli. Verliandlnngen en Oberwesel zwischen Eortrier, Knr- 
pfalz und Hessen: Hnttisohe Sache, Appellation von dem ergangenen 
Urteil, Besach des Reichstages, Klage der geweigerten Hilfe vor den 
Reichsständen, Tttrkenhilfe, Regiment, Eammergericht, Anstand mit 
Schweiker t. Sickingen, Graf Wilhelm von FUrstenberg. Verschiebung 
der hessischen Pankte (Exekution, neue Reichszölle, Münze) auf den 
Reichstag. 

Not. Verhandlungen wegen Philipps v. Rttdigheim und Frowins 
y. Hütten. Frankfurter Vertrag zwischen Pfalz und Hessen einer- 
und dem Grafen Philipp von Hanau andererseits wegen Umstadt 
(Nov. 17). 1) 

1524 März. Vermittlung des Bischofs von Speyer zwischen den 
drei Fürsten und den v. Sickingen. 



Zag gegen die v. Cronberg. 

102. Akten des Landgrafen PUUpp. 1522 Sept.— 1524 März. 

Briefwechsel mit Hartmutj Quirin und WaMher v. Crmberg (Kom- 
tur in Frankfurt), dem Grafen Eberhard zu KördgsteSfn^ mit Frank, 
Jacob und Quirin v. Cronberg, den Kindern Caspars, Verträge mit 
Kurtrier und Kurpfalx. Schreiben des Bentmeisters zu Nidda Philipp 
Brdtrikk.^) Briefwechsel mit dem Amtmann in Cronberg Cäiax 
V. Linsingen, mit dem Mainxer Domherrn Simon v. Cronberg und 
anderen Oliedem des Geschlechtes, Vertragsutkunden und Abschriften 
von Schreiben und Verträgen. 

1522 Sept. Okt. Niederwerfung eines Knechtes Hartmuts v. Cron- 
berg. Hartmuts Entschuldigungen und Versuche um Herbeiführung güt- 
licher Verhandlungen und eines Verhörs. Hessische Verwahrung 
gegen ihn. Vereinbarung der verbündeten Fürsten von Trier, Pfalz 
und Hessen nach der Eroberung von Burg und Stadt Cronberg über 



1) Im SamtarehiTe HI 34, 30. 

2) Im StaatBarohive zu Darmstadt, Abt. L Verh. m. aosw. Staaten. Spanien- 
Conv. 1. 



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y6riiAiidlnngend.Fant6ii 1523, 1524. Die v. Cronberg 1522-1524. 79 

den Besitz und die Verwaltong yon Cronberg.^) Okkupation der Be- 
sitzungen des Philipp Weise y. Fanerbach. 

1623—1524 März. Nachforsehnng naoh Qnirin y. Gronberg. Wit- 
tum der Katharine y. Cronberg geb. y. Baoh in Wolfskehl. Vor- 
stellnngen Simons y. Cronberg (zngleioh im Namen seines Vaters 
Frank und als Vormund der Kinder des Kaspar y. Gronberg) wegen 
der Einnahme yon Gronberg, Wassenbiblis und Wol&kehl. Klagen 
Hartmnts nnd Qnirins beim Beiehsregiment und Verantwortung der 
Fürsten. Priyilegienbestätigung für die Stadt Gronberg.^) Huldigung 
Cronbergs gegenttber dem Landgrafen. Verkauf des Anteils des Jakob 
y. Gronberg an Sohlofi und Stadt Gronberg und Eschborn an Kur- 
trier, Kurpfalz und Hessen.') Exekutoriälurteil des Beichsregiments 
gegen Quirin y. Gronberg. Die Herrlichkeit in Gronberg und Esch- 
born. Die den Töchtern Philipps y. Gronberg Anna und Veronika zu- 
stehenden Erbgttter. 



108. Akten Adolf Baus zu Holzhaugen und Balthasars r« Weitolshausen 
gen« Sebrautenbaeh» bezw« der Bftte zu Kassel. 

1^3 Juni^Aug. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen PMIdpp. 

1523 Juni. Verhandlungen mit Jakob y. Gronberg wegen des 
Verkauft seines Anteils an Gronberg. 

Aug. Verhalten gegentlber Quirin y. Gronberg. Beantwortung 
eiaes kurmainzischen Schreibens (Übele Einfltlsse yon Pfarrern und 
Predigern der Erzdiözese Mainz auf das gemeine Volk, Ge&ngen- 
haltung eines Sendpriesters). 



1) Wegen der gegenseitigen Verpflichtung^ Gronberg ohne Zustimmung der 
ffbrigen aicht yeri&nßem zu wollen, s. Samtarohiy ü 406, 14, Zustimmung des Trierer 
Domkapitebi in Nachtrügen dascÄbst, Ratifikation der yom Landgrafen Philipp 
gegen Hartmut y. Cronberg und Philipp Weise y. Fauerbach yorgenommenen 
Maßregeln ebenda 11 406, 16. Ausfertigungen yon 1522 Okt 19. — Wegen 
Schenkung yon erbeuteten EleidungsstUcken an die Enkel Hermanns und Kinder 
Johann Biedesels ygL Kopialbuch J 1 fol. 241. 

9 Kopialbuoh J 1 fol. 139. 

3) Ausfertigung 1523 Juni 30 in Nachträgen zum SamtarchiTe. Daselbst auch 
Bitte an den Kaiser um Konsens in doppelter Ausfertigung. Quittungen Jakobs 
im Kopialbuch J 1 foL 154!! 



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80 Siekingisehe Fehde. 

Terbandlungen mit dem Beichsreglment. 

104« Akten des LuidgTAfeii Philipp beiw. des Kaulers Feige« 

1522 Okt.— 1523 Sept 

Briefwechsel mit dem Beichsregiment,^] Dr. Jacob Krd^ lAc, Christoph 
Hitxhofer und Lic. Johann Hdfmmm, Brief an Kuririer und Kur-- 
pfalx. Abschriften von Petitionen und Mandaten^ von Schriften Hart- 
muts V. Crord)erg. Dabei Schreiben des Landgrafen an Feige (Konxept) 
und an Hitxhofer und Edfmarm^ sowie Schrautenbachs an Hdfmann 
(Ausfertigung),^) 

1522 Okt. Intervention des Reichsregiments fUr Enrmainz wegen 
dessen im Kriege der verbündeten Fttrsten von Trier, Pfalz und 
Hessen gegen Sickingen erlittenen Beschädigongen. Beschwerden 
Philipp Weises v. Fanerbacb beim Beichsreglment 

1523 Febr. Kaiserliche Mandate wegen der Bestitnienmg der 
Guter des Philipp Weise. 

März. Apr. Aufträge fttr Hitzhofer, Vertretung Hessens in den 
Verhandlungen gegen Quirin v. Gronberg, Philipp Weise, Frowin d. Ä. 
und d. J. V. Hütten, auch wegen des Abtes von Corvey (Verhand- 
lungen zwischen Kurbrandenburg und Pommern wegen der Lehen- 
rtthrigkeit Pommerns.) Fortgang der Prozesse, auch wegen des Grafen 
zur Lippe, der Äbtissin von Kaufungen und des Tttrkengelds. 

Mai. Juni. Urteile in der Sache der v. Hütten und Quirins v. 
Cronberg. Beschränkung der Bedefreiheit Hitzhofers durch Dr. Hans 
V. d. Planitz und Hans v. Schwarzenberg. Stimmung im Begiment 
tlber die Eroberung der Ebemburg. 

Juli. Appellation gegen die Urteile durch Kurtrier, Kurpfabe und 
Mainz in Oberwesel. Übersendung von Prozeßakten an den Landgrafen. 

Aug. Ankunft Hartmuts v. Cronberg und des Abgesandten Frowins 
V. Hütten d. Ä. in Nürnberg. Nachfrage nach Schriften Hartmuts 
V. Cronberg, die in der Ebemburg gefunden sind. Betehl an Hitz- 
hofer und Helfmann mit allen Kräften gegen Hartmut beim Begiment 
und Beichskammergericht wegen seines Verhältnisses zu Sickingen 
zu arbeiten. Nachforschung nach seiner Schrift an Grafen, Edle und 
Einwohner der Krone Böhmen. Hartmut v. Cronberg an das Beichs- 



1) Die Schreiben sind z. T. an Kurtrier, Kurpfalz und Hessen gemeinsam 
gerichtet 

8) Diese Stücke nebst der Abschrift der Klage Philipp Weises und ehiem 
kaiserlichen Bftaadat an den Landgrafen im Haus- und Staatsarchive zu Dann- 
stadt Abt I. Verh. m. answ. Staaten. Spanien. Conv. I. 



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Verhandlniigen mit dem Reiehsregiment 81 

regiment.^) Adolf Bau als OeBandter in Nürnberg. YerBaoIi znm An- 
bahnen gütlicher Verhandlangen mit Quirin y. Cronberg. 

Sept- Anwesenheit Simons v. Cronberg in Nürnberg. Besetzung 
des Regiments. Unterstützung des karpfälzischen Kanzlers durch 
Hitzhofer und Helfinann. Geneigtheit der yerbündeten Fürsten zu 
Verhandlungen mit Quirin y. Cronberg. Die Klage Philipp Weises, 
der y. Hütten und Cronberg. Beisitz im Begiment Hartmuts y. Cron- 
berg Schreiben an den böhmischen Adel.^) 

Okt. Nichtannahme yon Mandaten des Regiments wegen Ab- 
wesenheit des Landgrafen in Meißen. 

105. Akten Johann Helteaans.') 1523 Noy. Dez. 

Briefwechsel mit Kuririer und dem Landgrafen PkHipp. Entwiirfe 
von Schriften an das Begiment 

1523 Noy. Vertretung des Landgrafen bezw. der drei yerbündeten 
Fürsten in dem Prozesse gegen Frowin y. Hütten gemäfi dem nüm- 
bergischen Abschied. 

Dez. Ermahnung an Helfmann und Hitzhofer, in der nassauischen 
Sache Fleiß anzuwenden. Herberge fUr den Landgrafen und seine 
Bäte. Verharren Helfmanns in seiner Bestallnng, Weisungen in der 
Sache gegen Frowin y. Hütten, Quirin y. Cronberg und Kaspars 
y. Cronberg Kinder. Verträge mit Simon y. Cronberg und den anderen 
Vormündern, Urteil in der Sache Philipp Weises, Bosenhoyers Sache. 

106. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1522—1524. 
Proxeßsckriften. 

1522 — 1524. Prozeß Quirins y. Cronberg gegen Kurtrier, Kur- 
pfalz und Hessen bei dem Beichsregiment. 

107. Akten des Landgrafen PhUipp. 1522—1524. 

Praxeßschriften. Schreiben Ludwig HierterSj Anwalts Frovdns 
V. Hütten. 

1522—1523. Prozeß Frowins d. Ä. y. Hütten gegen Kurtrier, 
Kurpfalz und Hessen bei dem Beichsregiment. 

1524 Jan. Bitte Hierters wegen Übersendung yon Akten. 

1} Abschriften dieser beiden Schriften yorhanden. 

2) Abschrift yorhanden. 

3) £e IXßt sich nicht mit Sicherheit entscheiden, ob nicht Teile der folgenden 
Proießschriften ebenfalls Akten der Proknratoren waren. 

PoUL IreUT dei Landgr. Philipp. 6 



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82 Sickingiflohe Fehde. 

108. Akten des LMidrr«fen PhUlpp. 1522—1523. 

Proxeßschriften, Schreiben des Amtmarms Georg v. Bischoiferode 
an Feige, 

1522 — 1523. Prozeß Prowins d. J. v. Hntten gegen Eurtrier, 
Enrpfalz und Hessen bei dem Beiehsregiment 

Cronbergische, hnttische und slckingisehe Arehiralien 
(Hessischer Beateanteil). 

109. Cronbergische nnd knttisoke Archlyalien. 1516. 1522. 

1516. Schreiben des Franz v. Sickingen an Lndwig nnd Frowin 
V. Hntten, Dietrich Spet nnd Kaspar y. Cronberg, betr. die Wormser 
Fehde nnd deren Be^legnng durch kaiserliche Kommissare (Ansfer- 
tignng). 

1522 Mai. Auftrag Sickingens an Hartmnt y. Cronberg betreffs 
einer Anleihe in Frankfurt. 

Juni. Hartmnt y. Cronberg >der frnm nnd christlicher bischof 
des ganzen Reinstrom« an den Herzog Anton y. Lothringen. Beschwerde, 
daß seine Mutter yor dem Hofgericht in Nancy wegen des Erbfalles 
des Heinrich y. Helmstedt lange aufgehalten sei. 

Zwei Schriften religiösen Inhalts.^] 

110. Siekingisehe Akten. 

Einnahme- und Ausgaberegister ^ Noiixxettdy UrkmideTUibsckrifteny 
Rechnungen. 

1474 — 1512. Verwaltung der Ämter Landstuhl nnd Tann. Schuld 
des Rates zu Landstuhl. Bestellung Franzens y. Sickingen zum kur- 
pfälzischen Amtmann in Böckelheim. Gelieferte Waren und Kleider. 

1518—1519. Allgemeine Ausgaben. Brandschatzung des Amt- 
manns in der Propstei zu Mainz, in Hessen und sonst. Gefälle zu 
Seeheim nnd Nordheim. Das an Balthasar SohlOr gelieferte Geld. 
Dessen Einnahmen auf dem wttrttembergischen nnd spanischen Zug. 

111. Akten der Eheleute Schweiker und Margarete y. Sieklngen. 

Briefe der Gertrud v. Roermund^ Äbtissin des Clarissenldosters in 
Trier y und der Tochter Schweiker s und Margaretes v. Sickingen, der 
Norme Oertrud dasethst, später in Hogstraaten. 

1} Wahrscheinlich yon Hartmut y. Cronberg yerfaßt. 



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Proseß gegen Frowin t. Hntten. Erbeutete ArchiTftlien. 83 

1490—1504. Auskunft über das Wohlbefinden der Gertrad. Fa- 
milienangelegenheiten. Sendung der Gertmd y. Sickingen nach Hoch- 
Btraaten znr Gründung eines Tochterklosters. Geschenke. 

112. SieUnglsehe Akten. 1495-^(1512). 

Testamente und Urkundenabsckrißen. Begister. 

1495— (1512). Testament Sehweikers y. Sickingen. Stiftung einer 
Kapelle in der Ebemburg durch die Eheleute Schweiker und Mar- 
garete y. Sickingen. Sehweikers Nachlaß in Landshut. Beerbung 
des Hans y. Sickingen durch Konrad und Franz y. Sickingen. 

113. SleUnglgehe Akten. (1516—1523.) 

Entwurf der Artikel der auf Ansuchen des Deutschen Ordens in 
Worms gegründeten RittergeseOschaft. 

(1516—1523). Wahrung der ritterlichen Ehre bei Hftndeln. 

114. Akten des stekingisehen Amtmanns lu LandstnU. 1516. 
Schreiben Franzens v. Sickingen. 

1516 Juni. Mitteilnng an (Gangolf) y. Geroldseck. Ausrüstung 
yon LandstuhL 

115. Akten Franiens r. SteUngen. 1517. 

Schreiben Friedrich Trotts^ des Königs Franx van Frankreich^ der 
Kurfürsten Albrecht von Mainz und Ludung von der Pfalx^ des Herzogs 
Friedrich von der Pfalz. Instruktion an den König von Frankreick. 

1517. Bereitwilligkeit Friedrich Trotts für Franz nach Möglich- 
keit zu wirken. Hilfegesuch bei dem König yon Frankreich. An- 
erbieten den Herzog Friedrich yon der Pfalz für Frankreich zu ge- 
winnen. Niederwerfen yon Wagen mit Kaufmannswaren yor Mainz. 
Sendung des Ritters Georg Wiesbecke durch Kurpfalz an Franz. 
Zusammenkunft mit dem Pfalzgrafen Friedrich, dessen »Handel«. 

116. Akten Franiens y. Sickingen. 1518. 

Briefe der hessischen verordneten Bäte in Marburg (darunter Erb- 
marsckall Hermarm Riedesd), der Grafen Philipp von Hanau und Emich 
von Leiningenj der Oemeindm Crumstadty Tr^mr^ Beederüärchen und 
anderer Dörfer^ des Kaisers Maairmtian, der Amtmänner zu Rüssels^ 
heim und Lichtenberg Jost Eschwege und Johann Weise v. Fauerbach^ 

6* 



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84 SickingiBche Fehde. 

der Lanägräfm-Witwe Anna von Braunschweig und des Grafen Ludvdg 
von Löwenstem. Kerbxettel 

1518. Reklamierung der Güter zu Seeheim und Nordheim von 
Hessen. Gerücht von Sickingens Umkehr von der Reise zum Kaiser 
and seine angebliche Absicht, vorher nach Frankreich za reisen. Des 
Grafen von Solms Anwesenheit in Marburg: Absicht des Landgrafen, 
seine Base Elisabeth von Melsongen nach Marbnrg zu bringen, resnl- 
tatlose Anwesenheit der kaiserlichen Gesandten Georg v. Schanm- 
burg and Presinger (in Hessen). Brandschatzang hanaaischer Dörfer, 
sowie von Aisbach, Beedenkirchen, Großbieberan, Cramstadt, Geraa, 
Trebar, Wallerstädten, Schneppenhaasen darch Franz. Hilfegesach 
des Grafen von Leiningen. Kaiserliche Kommissare in dem Streite 
mit Hessen. Verhältnis des Herzogs Friedrich von der Pfalz zam 
Kaiser and dem Könige Karl, seine Verhandlangen mit Frankreich. 
Untersttttzang der Landgräfin Anna geb. von Braanschweig darch Franz. 
Franz erbetener Mitvormand für die Kinder des Grafen Ladwig 
von Löwenstein. 

117. Akten Franzens t. SioUngen und Balthasar SchlSrs. 

1518 Apr.— Okt. 
Briefe Dietrich Spats. 

1518 Apr.— Okt. Sickingens Unternehmen gegen Worms and 
Hessen, die Stimmang der Fürsten and des Kaisers gegen ihn. Ent- 
wicklang der württembergischen Unrahen. 

118. Akten Franzens t. Slokingen. 1519—1521. 

Briefwechsel mit Philipp v, Rüdigheimy verschiedenen hessischen 
Dörfern und Beamten^ dem Dannstädter Amimann Batt Homeck 
V, Homberg^ Konrad v, Hattstein^ dem Grafen Reinhard von SolmSj dem 
Herxog Karl von Geldern^ der hessischen Ritterschaft^ dem Oberamtmann 
Grafen Georg von Königstein, dem Grafen Wilhelm von Hermeberg, 
mit Mordian v, d, Recke, den hessischen Räten in Kassel, Hans Hofwart, 
Affenstein, Abschriften von Urkunden. Werbexettd. 

1519. Brandschatzang hessischer Gemeinden (Harxheim, Arheilgen, 
Trebar, Klein-Umstadt, Dndenhofen, Aisbach, Darmstadt, Ramstadt, 
Schneppenhaasen).^) Bezahlung von 1000 Galden darch Hessen an 
Konrad v. Hattstein. Die hessische Bitterschaft and der Darmstädter 
Vertrag. Hilfegesach Karls von Geldern. Erbschaftsanseinandersetzong 



1) Dieser Betreff erstreckt sich auch auf die Jahre 1620 und 1621. 



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Erbeutete Bickingische Archiralien 1618—1623. 85 

zwischen Franz und Eonrad v. Sickingen. Eintritt Franzens in den 
Dienst des Deutschen Ordens. 

1520. Verzögerung der Antwort der hessischen Ritterschaft. An- 
gebot zum Dienst durch die y. d. Recke. Zahlung der 1000 Gulden 
durch Sickingen an Hattstein. Werbungen des Grafen Wilhelm 
(von Ftirstenberg). 

1521. Die hessischen Regenten und der Landgraf. Loskauf 
trierischer Gefangenen durch Sickingen. 

119. Akten Franzens t. SleUngen. 1522. 1523. 

Briefwechsel mit dem Grafen Heirmch von Nassau^ Batt Homeck 
V, Bomberg, hessischen und anderen Gemeinden, mit dem fränkischen 
Adel (in Abschrift), mit dem Pfalxgrafen Ludtaig van Veldenz, mit 
Georg v. Herherstein und Heinrich v. Scheckenbach, Simon Reibeisen 
IVapst XU Worms, dem Kloster Eusserthal, den Baumeistem des Hauses 
Stein-Kaüenfels, mit seinem Sohne Schweiker v, Sickingen, den Regenten 
in Augsburg, Heinrich v, Sckwarxmberg. Notixxettd. 

1522. Bezahlung fbr die dem Ejiiser geleisteten Kriegsdienste. 
Brandschatzung von Dörfern und Klöstern. Zahlung von Geld an 
den Mttnzmeister in Mainz. Warnung der fränkischen Ritterschaft 
vor den Absichten der Fürsten von Kurpfalz, Kurtrier und Hessen. 
Drohungen Sickingens gegen den Pfalzgrafen Ludwig wegen Unter- 
stützung des KurftLrsten Ludwig von der Pfalz. 

1523. Bereitwilligkeit Sickingens zu Verhör und Antwort. Ab- 
lehnung des Anstands mit Pfalz und Hessen. Zahlungsverweigerung 
der Erzherzogin Margarete gegenüber Sickingen. Zug der drei Fürsten. 
Vertrauen der Sickingischen Anhänger. Betagung Friedrichs v. Eltz 
durch Franz. Soldforderungen Heinrichs v. Schwarzenberg. Verhand- 
lungen des Regiments. — Vorschläge wegen der Größe des Artillerie- 
parks und der Werbung von Reitern und Fußvolk. 

120. Denksclirlft für die deutschen Fürsten zur Gewinnung für das Base- 
ler Konzil und Papst Felix Y. [1442]. Abschrift a. d. J. 1520. 

121. Abscliriften aus den huttisoheii, oronbergischen und siekin- 
Slsehen FamUienarchlTen nebst Notizen (1528 Juli IV) und 1524 
Juli 4) betreffend die Hinterlegung eronbergisoher und sickin- 
gischer ArchlTalien. 1507—1523. 

Briefwechsel xtoischen Hans und Frounn v, Hütten, Franz v. 
Sickingen, Hartmut v. Oronberg, Balthasar Schlör, PhiUpp Breder 

1) Im Samtftrcbive IV 172, 8c. 



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86 Schwäbisoher Bund. 

V. Hohemtem^ dem Grafen Reinhard von SolmSy Nickel v. MmckwiU^ 
Kurfürst Richard von Trier. Fehdebrief der hessischen Ritterschaft 

1607. Zwistigkeiten Hansens y. Hatten. 

1518—1523. Beziehungen Sickingens zn seinen Anhängern. 
Rüstungen und Fehden, hauptsächlieh gegen Eurpfalz, Kurtrier und 
Hessen.^) 

122. SickiBflrisehes Kopialbueh enthaltend Urkunden aus den Jahren 
1280 Ms 1514, angelegt um 1480.2) 



Schwäbischer Bnnd. 

123. Akten des Landgrafen Philipp. 1519. 

Instruktion für Dr. Dietrich Reisacher und Eberhard v. Raden- 
fiausen. Briefwechsel mit dem Schwäbischen Bunde. Abschriften von 
Urkunden (Versehreibungeny Einungen). 

1519 Apr. Mai. Philipps Bitte an den zu Efilingen versammelten 
Bund, Franz t. Siekingen in seinem beabsichtigten neuen Zug gegen 
Hessen nicht zu unterstützen. Seine Entschuldigung wegen der 
Sendung von Hilfstruppen an Ulrich von Württemberg. 

Juni. Klage des Erzbischofs Albrecht von Mainz bei dem Bunde 
gegen den Landgrafen wegen des hessischen Weinzolls, der einge- 
rissenen Landwehr zwischen Kirchhain und Amttneburg, des zwischen 
den Bürgern zu Kirchhain und Amöneburg streitigen Gehölzes zum 
Gebichendorf, '] des noch nicht erfolgten Lehensempfangs, Vorent- 
haltung von Lehen gegenüber mainzischen Lehenleuten. Verant- 
wortung Philipps. Sein Aufhahmegesuch in den Bund. 

Aug. Späte Abfertigung der Gesandten Philipps zu dem Bundes- 
tage in Nördlingen. Abermalige Absendung Dr. Reisachers. 

Sept. Okt. Aufnahme Philipps. Feststellung der Bundeshilfe. 
Auswechselung der Urkunden. Tag zu Ulm. Aufzunehmende Fürsten. 
Mainzisohe Klagen. 



1) Vgl. auch Kopialbueh J 1 fol. 174. 175 (dabei Schreiben Hartmuts t. Cron- 
berg an Nickel t. Minckwits und Philipp Breder). 

2) Im SamtarchiTe. 

3) WttBte Ortechaflt »am linken Ufer der Klein am Fuße des Brücker Waldes 
westiieh yon Planadorf«, schon 1864 zwischen Maina und Hessen streitig. Vgl. 
Landau, Wüste Ortschaften S. 280. 



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151»-1521. 87 

124. Akten des Landgrafen PUllpp und des Kanilers Feige. 1520. 

Briefwechsel mit dem Schwäbischen Bunde^ insbesondere dem Haupt- 
mann Wühdm Ouß V. Ovssenberg xu Olött^ femer mit Dr. Adolf 
Knoblauch y^) Dr. Johann Hemminger^) und Dr. Dietrich Beisacher. 
Urkundenabschriften^ Instruktionen^ Vollmachten. 

1620. Febr. Vertrag wegen Abtretnng Württembergs durch den 
Bnnd an Österreich. Aufforderung des Bundes an Philipp, dem Herzog 
Ulrich und seinen (namhaft gemachten) Anhängern keinen Aufenthalt 
zu gewähren« Ansetzung eines Bechtstages zwischen Mainz und Hessen 
auf Mai 10 nach Augsburg. 

Apr. Beisacher, Hemminger, Knoblauch und Eberhard y. Baden- 
hausen hessische Bevollmächtigte. 

Juli Verschiebung auf Sept. 6 nach Augsburg. Hessische Bundes- 
anlage. Eilender Bundestag zu Ulm Aug. 10 wegen Tötung des 
Grafen Joachim von Öttingen. 

Aug. Weitere Verschiebung des Tages mit Mainz auf Okt. 30 
nach Augsburg. Beschwerde Philipps wegen zu hoher Anlage. 

Oki Nov. Bechtstag mit Mainz auf Nov. 23 nach Augsburg an- 
gesetzt Annahme Hemmingers zur Vertretung des Landgrafen beim 
Bunde. 

Dez. Verschiebung des Mainzer Tages auf 1521 März 6. Mainzi- 
sches Anbringen vor dem Bund. 

126. Akten des Dr. Adolf Knoblauch. 1620. 

Entwürfe und Abschriften von Schreiben und Protokollen, 

1620. Mainzische Klage gegen Hessen vor dem Schwäbischen 
Bunde. Hessische Gegenklage. Die in dieser Angelegenheit abge- 
haltenen Bundestage. 

126. Akten des Landgrafen Philipp. 1521. 

Briefwechsel mit dem Schtvabischen Bunde, im besonderen mit Georg 
Trudweß Freiherm xu Waldburg und dem Hauptmann Wilhelm Ouß v. 
Oussenbergf auch mit den Oebrildem Pomd xu Augsburg. Briefwechsel 
mit den hessischen Bevollmächtigten Dr. Hans Hemminger und Jakob 
V. Tatibenheim. Instruktionen. 

1521 Febr. März. Meinungsverschiedenheit zwischen Philipp und 
dem Bund wegen der bei seinem Eintritt ttbemommenen Verpflichtungen. 

1) Von Frankfurt Diener des Landgrafen. 
8) OrdinariuB hk Tübingen. 



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88 SohwftbiBoher Bnnd. 

Streit mit Mainz. Absendnng Jakobs y. Tanbenheim and Dr. Hans 
Hemmingers zu dem Bandestage von Febr. 24. Erstreckong des 
Bandes, hessische Bandeshilfe. 

Jali. Zag wider Hans Thoma von Absberg in Sachen der 
Grafen von Öttingen. Hessische Bandeshilfe. Bttcksendnng der 
hessischen Reiter. 

Ang. Zag gegen das Schloß Hohentwiel. Übersendang des 
Landfriedens and der kaiserlichen Mandate gegen Lather, gegen die- 
jenigen, welche französische Kriegsdienste genommen haben and wegen 
der Bttstang der Reichsstände darch den Bnndeshaaptmann an Philipp 
im Namen des Kaisers. Bandesabschied zn Aagsbarg (Aag. 17). 
Greldleistangen für den Band. 

Sept. Hilfegesach Philipps gegen Franz v. Sickingen, dessen An- 
griff nach der Beendigang des kaiserlichen Zags gegen Frankreich 
er befürchtet. Beftlrchtang eines Überzags von selten Nassaas. 

Okt. Erstreckang des aaf Okt. 28 angesetzten Bandestages aaf 
Nov. 11. Ansichtsänderang Philipps wegen der Erstreckang des 
Bandes. Antrag aaf Aasnehmang des Karfttrsten von der Pfalz and 
des Pfalzgrafen Friedrich wegen der katzenelnbogischen von der Pfalz 
herrtlhrenden Lehen sowie aaf Zaordnang eines (hessischen) Bandes- 
rates. 

Dez. Ablehnang der Aasnehmang von Karpfalz. Hemmingers 
Tätigkeit aaf dem Ulmer Tage: Gespräch mit Herzog Wilhelm von 
Bayern, Sitz and Stimme im Bande, Erstreckang, Aasnehmang von 
Karpfalz, tröstliche Zasicherang wegen Franzens v. Sickingen. 

127. Akten des Landgrafen PhUipp. 1522. 

Ordnung der zehnjährigen Mnung und Erstreckung des Schwäbi- 
sehen Bundes von 1512 und die Ulmer Beschlüsse von 1521 (Druck), 
Briefwechsel mit Dr. JohannesHemminger^ mit dem Schwäbischen Bunde. 
Abschriften von Bundesabschieden und anderen Bundesurkunden, Ver- 
xeichnisse von BundesmitgUedem.^) 

1522 Jan. Erstreckang des Schwäbischen Bandes; Aafhahme der 
Mitglieder. Übersendang von Bandesabschieden. 

Febr. Bandestag za Ulm Febr. 17. Aasnehmang von Karpfalz. 

März. Rekognition des Bandes über die vom Landgrafen aas- 
genommenen Fürsten (Karpfalz, Bayern, Sachsen, Brandenbarg nnd 
Braanschweig). Bandesleistangen des Landgrafen; Bemühen wegen 
Erlasses der Bandeshilfe. 



1] Davon zwei im Kopialbach J 1 fol. 92. 



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1521->1623 Min. 89 

Juni — Sept. BeflchlttBse der BandesverBammlangen in Nördlingen 
Juni 15 nnd Sept. 10. BnndeBhilfe des Erzherzogs Ferdinand; Ferdi- 
nands Begiment in Österreich. Rückständiges Zehrangsgeld fttr 
Hemminger. Hessische Bnndeshilfe gegen Hans Thoma von Absberg. 

Okt. Entschnldigang Philipps wegen des Zngs gegen Sickingen. 
Belagerung von Cronberg. 

Dez. Beschwerden des Bundes gegen Dr. Hemminger, der anderen 
nicht im Bunde Befindlichen gegen dessen Mitglieder gedient habe. 
Verkttrzung des Termins fttr den auf 1523 März 1 nach Ulm ange- 
setzten Bundestag auf Jan. 25. 

128. Akten des Laudgrafen Philipp. 1523 Jan. Febr. 

Briefwechsel mit dem Bundeshauptmann Wähdm Ouß v. Qnssenr 
berg^ dem Schtoäbischen Bunde und dem hessischen Gesandten Dr, Hans 
Hemminger. Vollmacht für Hemminger. Abschrift des Ulmer Ab- 
schieds von 1523 Jan. 25. 

1523 Jan. Febr. Verlegung des auf den 1. März festgesetzten 
Bundestages auf den 25. Jan. bezw. 2. Febr. nach Ulm. Mahnung 
des Bundes wegen der rttckständigen Gelder. Entsendung des 
Dr. Hans Hemminger zum Bundestag. Rüstungen des Landgrafen 
gegen Franz y. Sickingen. Bundesabschied vom 25. Jan.: Fest- 
setzung eines Tages auf den 15. März nach Ulm; Beschwerung des 
Bundes durch Beichsregiment nnd Beicbskammergericht. Erlegung 
der fttr die einzelnen Bundesstände veranschlagten Bundeshilfen. Be- 
schwerden des Bundes gegen den Vertreter des Landgrafen Dr. Hans 
Hemminger. 

139. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1523 März— Mai. 

Instruktion für den hessischen Bundestagsgesandten Dr. Melchior 
Soiter. Briefwechsel mit dem Bundeshauptmann Wilhelm Ouß v. Gkissenn 
berg und dem Schwäbischen Bunde^ dem Amtmmvn in Gießen Balthasar 
von Weitdshausen gen. Schrautenbach und dem Kanzler Johann Feige. 
Nördlinger Bundesabschied vom 17. Mai (Abschrift). 

1523 März. Entsendung Soiters zum Bundestage in Ulm am 
15. März wegen gemeinsamer Operationen des Bundes und des Land- 
grafen mit seinen Verbündeten Trier und Pfalz gegen Franz v. 
Sickingen und Hans Thoma von Absberg. Verhandlungen Soiters auf 
dem Bundestage mit dem Bundeshauptmann GuB v. Gussenberg und 
Christoph EreB von Nürnberg wegen des Zuges und mit Ulrich Arzt 



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90 SohwSbiBeher Bond. 

von Angsbnrg wegen Kaspars von Ulm. Festsetzung des gemeinsamen 
Zuges auf den 1. Juni von DinkelsbttU ans. Ulmer Bundesabschied 
vom 15. März: Bestimmung der Feldhauptleute fttr den Zug, An- 
setzung eines Bundestages nach Nördlingen auf Mai 17, Stellung der 
einzelnen Bundeskontingente, Absiebt des Eurfttrsten Ludwig von der 
Pfalz in den Bund zu kommen, Erlegung der Beiträge zur Erhaltung 
des Beiohsregiments und des Reichskammergerichts und zu der TUr- 
kenhilfe durch die Bundesstände, drückender Zoll, Mttnzirrungen in 
Augsburg, Verwendung des Herzogs Wilhelm von Bayern fttr das 
durch das Reichsregiment geschädigte Kloster Tegemsee, Eintreten 
des Bundes fttr das Kloster Kaisheim und Wilhelm TruchseB Frei- 
herm zu Waldbnrg, Irrungen der Grafen von Montfort mit der Witwe 
Barbara Marschall, Streit zwischen den von Stotzingen und Ulrich 
von Schellenberg, Ausgaben des vergangenen wttrttembergischen 
Kriegs, Rttckzahlung der Anleihe des Bundes an Augsburg und Nttm- 
berg, Hilfegesuch der Städte Augsburg und Nttmberg beim Bund 
gegen Hans Melchior y. Rosenberg, Philipp v. Rüdigheim und Lorenz 
Reuschlin. 

Apr. Erlegung der Bundeshilfe. Bundesanschlag und -Abrech- 
nung. Bestrebungen des Landgrafen, von seinen Bundesleistungen 
befreit zu werden. Zusammenkunft zwischen Schrautenbach, Feige 
und Dr. Soiter in Gießen zur Beratung ttber den künftigen Bundestag 
in Nördlingen, den Krieg gegen Franz v. Sickingen und die Bezahlung 
der Bundeshauptleute, -Richter und -Räte. 

Mai. Wiederholter Antrag des Landgrafen an den Bund wegen 
Erlasses der Bundeshilfe. — NördUnger Bundesabsohied vom 17. Mai: 
Yerfbgnng ttber die genommenen Lehen- und Eigengttter, Irrungen 
zwischen Stadt und Stift Augsburg, Unterstützung Herzog Wilhelms 
von Bayern gegen die Türken, Verwendung fttr das Kloster Kaisheim, 
Stimmrecht des neu aufgenommenen Kurfttrsten von der Pfalz und 
der Pfalzgrafen, eilende Bundeshilfe, Beschwerden der Herzöge 
Wilhelm und Ludwig von Bayern am Reichskammergericht, Schädi- 
gung des Klosters Tegemsee, Irrungen zwischen dem Bistum Wttrz- 
burg und dem Kloster Ebrach, des Wilhelm Truchseß Freiherm von 
Waldburg mit seinen vier Städten, der Stadt Isny mit dem Grafen 
von Ortenburg, Praktiken einzelner Reichsstände gegen den Bund, 
Beschwerung des Bundes durch das Reichsregiment, Bundesabrech- 
nung, Schutz der Eroberten, Schulden des Bundes bei Augsbuig und 
Nttmberg, Ansetzung eines neuen Bundestages nach Ulm auf den 
29. September. 



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1528 HSra— Sept. 91 

ISO. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1523 Juni— Juli. 

Instruktionen für Dr. Melchior Soiter xum Bundestag nach Nord- 
Ungen und Briefwechsel mit ihm, 

1623 Juni. Juli. Entsendung des Dr. Melchior Soiter zu den 
Verhandlungen des Bundestages in Nördlingen wegen Erlasses der 
hessischen Bundeshilfe, des Landfriedensbruchs des Frowin von Hütten 
und der Beschwerden des Herzogs von Bayern gegen das Reichskammer- 
gericht. Sendung des Eammerrichters Grafen Adam von Beichlingen 
nach Nttmberg wegen Aufaahme einer Anleihe zur Bezahlung der 
Bundesschulden. 

Juli. Verhandlungen des fränkischen Ritterbundes mit dem Schwä- 
bischen Bund. 

131. Akten des Landgrafen Philipp besw. der Bäte In KasseL 

1523 Aug.— Dez. 

Brieftoechsd mit dem Bu/rtdeshauptnfuvnm Wilhelm Ouß v. Ghissenr 
berg, Dr, Mdckior Soiter und dem Schtoabischen Bunde, Ulmer 
Bundesabsehied vom 29. September (Abschrift) mit Abrechnungen. 
Quittung des Bürgermeisters Guardian Soiter von Kempten. Schreiben 
an den Siraßburger BU/rger Friedrich Brechter und Hans Ebd. 

1623 Aug. Übersendung des letzten Bundesabschiedes. Weige- 
rung des Bundes, dem Landgrafen seine Bundeshilfe zu erlassen. 
Ladung des Landgrafen auf den Bundestag nach Ulm am 29. Sept 
Streit des Bischofs von Augsburg mit dem Grafen von Öttingen wegen 
eines erschlagenen Priesters. 

Sept. 29. Abschied des Bundestags von Ulm: Zusammenhalten 
der Bundesstände gegenüber dem Reichstag und Reichsregiment, 
Untersttttzung des Eurfttrsten Ludwig von der Pfalz und Landgrafen 
Philipp bei ihrer Appellation an den Kaiser gegen das Reichsregiment, 
Antrag des Erzbischofs von Salzburg wegen Aufnahme in den Bund, 
Beschwerden des Bischofs von Bamberg, Irrungen zwischen Stadt 
und Bistum Augsburg, Kloster Tegemsee, Beschwerden der Herzoge 
Wilhelm und Ludwig von Bayern gegen das Reichskammergericht, 
Au&ahmegesuch des Markgrafen Ejisimir von Brandenburg, Ver- 
schreibungen des Wolf Heinrich und Hans Georg v. AufeeB zu 
Tmppach und des Melchior und Hans v. Spameck, Schuld des GOtz 
T. Berlichingen beim Bund, Verfolgung (Nacheile) yerdächtiger und 
gefidirlicher Personen, Verwendung des auf dem Boxberg erbeuteten 
Gesohfltzes, Verhandlungen wegen Aufiiahme der Grafen von Mont- 
fort, Werdenberg, Helfenstein, Fttrstenberg und der Herren von 



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92 SohwftbiBcher Bund. 

Gnndelfingen and Zimmern in den Bund; Anfhahmegesneh des Dom- 
propstes Johann Matthens Schad zu Konstanz, Beschwerden der 
Stände in der Landvogtei Schwaben, Unterhandlangen wegen des 
, Klosters Kaisheim and des Wilhelm TrnchseB Freiherm von Wald- 
bargy Schädigung von Aagsburger nnd Nürnberger Bürgern durch Götz 
Y. Berlichingen, Bundesschuld an Augsburg und Nürnberg, Bundes- 
abrechnung, Anrufen der Stadt Nördlingen wegen ihres geschädigten 
Bürgers Hans Eber, Irrungen zwischen Quirin Dietenheimer zu Augs- 
burg und Balthasar Wolff, Bitter, zu Donauwörth, Ansetzung eines 
neuen Bundestages nach Augsburg auf den 27. Februar 1524. Ab- 
rechnung über die geleisteten und noch zu leistenden Bundeshilfen. 

Okt. Supplikation der Städte Augsburg und Nürnberg an den 
Bund und dessen Werbung bei Landgraf Philipp wegen Beraubung 
von Nürnberger und Augsburger Bürgern durch Philipp v. Rüdigheim. 
Bundesabrechnung. Mahnung des Bundes wegen Zahlung des Bundes- 
beitrags. Zahlung von 440 Gulden Beitrag zum fränkischen Zug durch 
Dr. Melchior Soiter im Aufhrag des Landgrafen an den Bürgermeister 
Guardian Soiter von Kempten. 

Nov. Erlegung des Bundesbeitrages in StraBburg und Augsburg. 

Dez. Ulmer Bundesabschied; Aufbringen des Hilfsgeldes; Nürn- 
berger Reichstag. Besoldung des Dr. Melchior Soiter. 

133. Akten des Balthasar t. Weltolshausen gen. Schrautonbaehy Amt- 
manns KU C^ieBen. 1523 März. 

Briefwechsel mit Dr, MdcMor Soiter. 

1523 März. Truppenanwerbungen; Aufbringen von Geld bei Augs- 
burger Bürgern; Türkengefahr. 

133. Akten des Balthasar t. Weltolshausen gen. Schrautenbachy Amt- 
manns In OieBen, des Kanzlers Johann Felge und des Dr. Mel- 
chior Solter.i) 1523 Apr.— Mai. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp. 

1523 Apr. -Mai. Verhandlungen Schrautenbachs, Feiges und Soiters 
in Gießen: bevorstehender Bundestag in Nördlingen, Franz v. Sickingen, 
Beise Feiges nach Tübingen^ Tod Dr. Reisachers, Bundesschulden des 
Landgrafen, Erlegung von 150 Gulden zur Unterhaltung der Bundes- 
hauptleute. Katzenelnbogischer Erbfolgestreit Belagerung Landstihls. 
Nürnberger Beichstagsverhandlungen. Entrichtung des schuldigen 



1) Ende AprU in Gießen zusammen, im Mai sind Feige and Soiter in Tübingen. 



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1523 Sept.— 1624 Jan. 93 

Botenlohns an Lic. Helfmann. Gertteht vom Tode Frowins v. Hütten 
and Wahnsinn Hartmuts v. Cronberg. 

134. Akten der zum Nördlingrer Bandestag entsandten Bftte Dr. Mel- 
eUor Solter und Dr. Hans Hemminger. 1523 Mai — ^Joni. 

jBriß/«?ecfeeim*YI^mZ^a/*PÄi&}?p. Instruktion für Dr.Melckior Saiter, 

1523 Mai. Juni. Landgraf Philipps Bemühnngen wegen Erlasses 
seiner schuldigen Bundeshilfen. Weisung an Dr. Hans Hemminger von 
den in Nördlingen hinterlegten 600 Gulden 150 Gulden an Dr. Soiter 
f)ir den Bund zu zahlen. Abfertigung des Dr. Melchior Soiter zum 
Bundestage in Nördlingen um den ErlaB der rückständigen hessischen 
Bundeshilfen durchzusetzen. 

135. Akten des Balthasar y. Weitolshansen gen. Sehrantenbaeh^ Amt- 
manns zu C^ieBen und des Kanzlers Johann Felge. 

1523 Juni— Nov. 

Briefwechsel mit Dr. MekUmr Soiter. Schreiben des Landgrafen 
Philipp. 

1523 Juni. Mahnung Dr. Soiters wegen Erlegung der Bundes- 
hilfen des Landgrafen. Eatzenelnbogischer Erbfolgestreit. 

Juli. Wiederholte Mahnung. Haltung des fränkischen Bundes. 
Absicht des Herzogs von Mailand, in den Schwäbischen Bund ein- 
zutreten. Eatzenelnbogischer Erbfolgestreit. Hessenfeindliche Gesin- 
nung des Reichsregiments. Zurückweisung der dem Dr. Soiter ange- 
botenen Vertretung am Reichskammergericht 

Okt Bemühungen wegen Aufbringung von Geld zur Bezahlung 
der Bundesschulden. 

Nov. Bezahlung des Zehrungsgeldes für Dr. Soiter. Entrichtung 
der schuldigen Bundeshilfe. Heirat des Landgrafen. 

136. Akten des Landgrafen Philipp und des Kanzlers Johann Felge. 

1524 Jan.— Mai. 

Briefwechsel mit den BundeshaupHeuten und dem Amtman/n von 
Schotten Adolf Bau v. Holxhausen. Augsburger Bundesabschied vom 
10. Aprü pyruck). Quittung des Bundes (1524 Aprü 18) A) 

1524 Jan. Bundesschulden des Landgrafen. Irrungen zwischen 
Stadt und Stift Augsburg. Rosenberger Fehde. 



1) Im SuntaroMye IV 464, 16. 



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94 SohwftbiBoher Bund. 

Apr. Anweisungen Feiges fllr den zum Bundestag in Augsburg 
am 10. April entsandten Amtmann von Schotten Adolf Bau v. Holz- 
hausen. Zahlung von 5168 Gulden an den Bund. Bemühen, den 
ErlaB der noch rückständigen BundesbeitrSge Hessens durchzusetzen, 
Aufnahme des Markgrafen Kasimir von Brandenburg und des Deutsch- 
meisters in den Bund, Verhandlungen wegen des Bischofs von Augs- 
burg und Domdechanten von Eichstädt, eilende Hilfe im Falle des 
Überfalls eines Bundesmitgliedes. — Abschied des Augsburger Bundes- 
tages vom 10. April: Irrungen zwischen Eurpfalz und Eurmainz wegen 
der Flecken Sachsenflur und Daimbach, Vermittlung des Bundes zwi- 
schen Eurmainz und Götz v. Berlichingen, Mttnzirrungen zwischen 
Stift und Stadt Augsburg und Irrungen wegen Elaus Hirschmann, 
Vermittlung zwischen Ulm und Stift Augsburg wegen der Pfarrer zu 
Leipheim und Memmingen, Eloster Tegemsee, Beschwerden der Stände 
in der Landyogtei Schwaben, Unterhandlungen wegen des Elosters 
Eaisheim, Aufnahme der Markgrafen Easimir und Georg von Branden- 
burg in den Bund, Verschiebung der Angelegenheit des Erzbischofs 
von Salzburg bis auf den nächsten Bundestag, Anwerbungen des Bischofs 
von Bamberg, Bundesschulden des Landgrafen Philipp, Irrungen zwi- 
schen dem Eloster Marchthal und seinen Untertanen zu Alleshausen, 
Elage des Abts von Marchthal gegen Lutz y. Freiberg, Verhand- 
lungen wegen Aufnahme neuer Bundesmitglieder, Streit zwischen dem 
Abt von Weingarten und Elaus Nabholz, des Wilhelm TruchseB Frei- 
herm von Waldburg mit seinen vier Städten, Streit zwischen den 
V. Stotzingen und Ulrich v. Schellenberg, Überlassung des auf dem 
Boxberg eroberten Geschützes an den Landgrafen, Bestrafung der 
Bundesfeinde, Verfolgung (Nacheile) verdächtiger und gefährlicher 
Personen, Bundesabrechnung, Forderungen der Stadt Augsburg an 
Botenlohn und Zehrung beim Bund, Verschiebung der Heilbronner 
Angelegenheiten bis zum nächsten Bundestag, Irrungen zwischen 
Quirin Dietenheimer zu Augsburg und dem Ritter Balthasar WolfP zu 
Donauwörth, Ansetzung eines neuen Bundestages nach Augsburg auf 
den 10. August. 

Mai. Zahlung von 5168 Gulden durch Augsburg zur Bezahlung 
der hessischen Bundesschulden, Stundung der übrigen Bundesschulden, 
Verhalten der Bnndesstände dem Landgrafen gegenüber. Aufnahme 
des Markgrafen Easimir und des Deutschmeisters in den Bund. An- 
setzung eines neuen Bundestages auf den 10. August. 



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1524 Apr.— Sept 95 

187. AkteB des smn Aagsburger Bnndestog entsandten Amtmanns Yon 
Schotten Adolf Ran y. Holzhansen. 1524 Apr.— Mai. 

Instruktion fü/r Adolf Rau, Briefwechsel mit dem Kanxkr Joharm 
Feige m Nürnberg und dem Bundeshauptmmm Wühdm Ouß v, Otts- 
senberg. 

1524 Apr. Entsendung Adolf Baus y. Holzhausen zum Bundes- 
tag in Augsburg am 10. April: Einvernehmen mit dem auf dem Kttm*- 
berger Beichstag anwesenden Kanzler Feige und Dr. Melchior Soiter, 
rückständige Bundesbeiträge des Landgrafen^ Stellung des Bundes 
zu den Personen des Beichsregiments, unvermuteter Überfall eines 
Bundesstandes, Beratung mit dem kurpfälzischen Gesandten. — An- 
weisungen Feiges für Adolf Bau: Vollmacht als Bundestagsgesandter, 
Zahlung von 5168 Gulden an den Bund, Bemtthen, den ErlaB der 
noch rückständigen Bundesbeiträge Hessens durchzusetzen, Aufiaahme 
des Markgrafen Kasimir von Brandenburg und des Deutschmeisters 
in den Bund, Verhandlungen wegen des Bischofs von Augsburg und 
Domdechanten von Eichstädt, eilende Hilfe im Falle des Überfalls 
eines Bundesmitgliedes. Verordnung eines neuen Beichsregiments nach 
Efilingen. 

Mai. Augsburger Bundesabschied. Abrechnung des Bundeshaupt- 
manns GuB V. Gnssenberg, rückständige Bezahlung zweier Knechte 
durch den Landgrafen. 

138. Akten des Landgrafen Philipp. 1524 Juni— Sept. 

Brieftoechsd mit dem Bundeshauptmcmm Wühelm Ouß v, Ovssenberg 
und dem Bundestagsgesandten Adolf Bau v. Hohhausen^ Amtmann 
XU Schotten. 

1524 Juni. Juli. Appellation des Kurfürsten von Mainz an den 
Bund wegen seiner Streitigkeiten mit dem Kurfürsten von der Pfalz 
nm die Dörfer Sachsenflur und Daimbach. Sendung Adolf Baus v. 
Holzhausen zum Bundestag in Augsburg (Aug. 10.). Beschwerden der 
Grafen von Öttingen beim Bund. 

Sept. Abrede zwischen Hessen, Kurpfalz, Wttrzburg und Bayern 
wegen Unterhaltung der Bundesartillerie. Ansetzung eines neuen 
Bundestages nach Ulm auf den 11. November. Appellation des Kur- 
fürsten von Mainz an den Bund wegen seiner Irrungen mit dem Kur- 
fürsten von der Pfalz. Irrungen zwischen dem Markgrafen Kasimir 
von Brandenburg und den Grafen von Öttingen. Augsburger Bundes- 
abschied vom 10. August: kurpfülzisch-mainzische Irrungen, Irrungen 



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96 SohwSbiBcher Band. 

zwlBchen Markgraf Kasimir und den Grafen von Öttingen, Schädigung 
von Nürnberger und AngBburger Kaufleuten durch Götz y. Berliehingen, 
Mttnzirrungen zwischen Stadt und Stift Augsburg, Irrungen zwischen 
Kloster Ejiisheim und den Pfalzgrafen Ott Heinrich und Philipp, Aus- 
schreiben der Stadt Überlingen gegen Graf Christoph von Württem- 
berg, Stellung des Erzbischofs von Salzburg zum Bund, eilende Hilfe 
für den Fall eines Angriffs, Geleit, Irrungen zwischen der Stadt Ulm 
und dem Deutschordenshaus zu Ulm, Irrungen zwischen dem Dom- 
kapitel zu Eichstädt und Graf Ludwig d. Ä. von Öttingen, Streit 
des Wilhelm TruchseB Freiherm von Waldburg mit seinen vier Städten 
Biedlingen, Mengen, Sulgau und Mindraching, Klage des Klosters 
Gutenzeil gegen die Kinder und Vormünder des Walter Ehinger und 
die Stadt Isny, Verhandlungen wegen Aufnahme der Grafen von 
Montfort und der Äbtissin zu Buchau und einer Reihe von Adligen in 
den Bund, Streit zwischen den v. Stotzingen und Ulrich v. Schellen- 
berg, Beschwerden des Herrn y. Marchthal, Zwist mit Ludwig von 
Freiberg, Irrungen zwischen dem Abt von Weingarten und Klaus 
Nabholz, Abrechnung des Bischofis von Eichstädt wegen Uttenhofen 
und Absberg, Kriegskosten der Stadt EBlingen, Verschiebung der Augs- 
burger, Beutlinger, Heilbronner, Roggenburger und Sulmetinger An- 
gelegenheiten bis zum nächsten Bundestag, Absichten Landgraf Philipps 
auf das auf dem Boxberg eroberte Geschütz, Verzeichnis derjenigen, 
die mit dem Bund in Fehde liegen oder gelegen haben, Ansetzung 
eines neuen Bundestages nach Ulm auf den 11. November. 

139. Akten des Landsrrafen Philipp. 1524 Okt. Dez. 

Briefwechsel mit dem Bundeshaupimarm Wilhelm Ouß v, Otissenberg 
und dem Amtmami Adolf RauA) 

1524 Okt Ausschreiben eines eilenden Bundestages auf den 
28. Oktober nach Ulm auf Veranlassung des Statthalters und der 
Regenten des Fürstentums Württemberg wegen der Kriegsrüstungen 
des Herzogs Ulrich. 

Dez. Adolf Rau auf dem Ulmer Bundestag. Mandat gegen Luthers 
Lehre. Unterhaltung des Geschützes. Ansetzung eines neuen Bundes- 
tages nach Ulm auf den 12. März 1525. Übersendung des Abschieds 
und kaiserlicher Mandate durch Wilhelm GuB an Rau. 



1) Dabei ein Schreiben des Wilhelm Guß an Rau in Ausfertigung. 



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1624 Sept-1626 Aug. . 97 

140. Akten des Landgrafen PUlipp. 1525 Jan. — ^Ang. 
Briefweehsd mit dem Schwäbischen Btmde. Bundesabschied (Dmck). 

1525 Jan. Vorbringen der Besehwerden des Bisehofs von Wttrz- 
bni^ anf dem nächsten Bundestag. 

Febr. Aufgebot des dritten Teils der ganzen Bundeshilfe gegen 
die Bauern, Erlegung einer neuen Anlage. Aufgebot des zweiten 
Drittels der Bundeshilfe. Unterstützung Herzog Ulrichs durch den 
Landgrafen. Dringende Mahnung des Bundes zur Zahlung der Bun- 
deshilfe. 

März — Juli. Aufgebot des dritten Drittels der Bundeshilfe. Ver- 
einigung eines Teils der aufrührerischen Bauern mit Herzog Ulrich. 
Wiederholte Mahnungen des Bundes. Anwerbung von 400 Reitern auf 
Bundeskosten durch Hessen. Bedrängnis des Landgrafen durch die 
Banem in seinem Lande. Aufstand im Fuldischen, Eroberung Schmal- 
kaldens durch die Bauern. Niederwerfung der Bauern, Unkosten des 
Kriegs, Entlassung des Eriegsvolks. 

Aug. Entwaffnung aller vom Bunde abgefallenen Untertanen. 
Mahnung zur Zahlung der BundeBSchulden.- — Bundestag zu Ulm 
vom 5. Februar bis zum 5. August. Abschied: Aufgebot der Bundes- 
stände gegen die aufrührerischen Bauern, Hilfegesuoh des Erzbischofs 
von Salzburg beim Bund gegen die Bauern, Irrungen zwischen dem 
Bistum Augsburg und der Stadt Füssen, dem Kloster Kaisheim und 
Bayern, mißglückter Versuch des Bundes, eine Anleihe aufzuneh- 
men, Gesuch des Bischofs von Würzburg um Nachlaß der Bundes- 
hilfe, Streit des Bischofs von Eichstädt mit Kraft v. Lentersheim, 
Abschied zwischen Wilhelm Truohseß Freiherm v. Waldburg und 
seinen Städten, Aufiiahme des Erzbischofs von Salzburg u. a. in den 
Bund, Verrechnung und Einziehung der Brandschatznngen, Haft des 
Knechts Hans Walter in Hof, Lrrungen zwischen der Stadt und dem 
Bisehof von Augsburg, Anspruch des obersten Feldhauptmanns Georg 
Truchseß Freiherm v. Waldburg anf den zehnten Pfennig von 
den Brandschatznngen, Ansetzung eines neuen Bundestages auf den 
11. November in Nördlingen. 

141. Akten des Landgrafen PUlipp. 1525 Nov.— Dez. 

Briefwechsel mit dem Schwäbischen Bunde. Nördlinger Bund^ 
abschied vom 11, November 1525 (Druck), Schreiben des oberster "' ^ 
hauptmamis Oeorg Truchseß Freiherm v. Waldburg. Bu^ 
nungen, 

PoUt ArdiiT des Ludfr. Philipp. *?* 

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98 Sohw&biBcher Bnnd. 

1625 NoY. Nördlinger Bondesabschied: Festsetzung der Bandes- 
hilfen, rückständige Bnndesbeiträge Württembergs, Bauernaufstand im 
ElsaB, Sundgau und Breisgau, Aufnahme des Erzbischofs von Salz- 
burg in den Bund, Irrungen der Pfalzgrafen mit BOhmen, Hilfegesuch 
des Bischofs von Bamberg wegen seiner Besitzungen in Kärnten, 
Schädigung des Bischofs von Bamberg durch den Markgrafen von 
Brandenburg, Irrungen des Bistums Bamberg und Nürnbergs wegen 
des Holzschlags, der geistlichen Jurisdiktion und der kleinen Zehnten, 
Geleit für Georg Graber und Hans Sayler von Bamberg, Beschwerden 
des Bischofs von Eichstädt gegen Bayern, Irrungen zwischen dem Bis- 
tum Augsburg und Füssen, Ulm und den Pfalzgrafen Ott Heinrich und 
Philipp, dem Stift Kempten und einigen seiner Untertanen, Abschied 
zwischen den Pfalzgrafen Ott Heinrich und Philipp und dem Kloster 
Kaisheim, Hilfegesuch des Landkomturs der Bailei Franken, Grati- 
fikation für den obersten Feldhauptmann Georg Truchseß Freiherrn 
y. Waldburg, Empörungen in der Landvogtei Schwaben, ProzeB des 
Walther v. Hümheim mit Dorothea y. Hümheim geb. y. Weiden, 
Streit des Ludwig y. Freyberg mit dem y. Ehingen, Rechtfertigung 
des Sebastian y. Eyb, Memmingen im Bauemaufruhr, Irrungen zwi- 
schen dem Landgrafen Georg y. Leuchtenberg und den Städten 
Dinkelsbühl, Heilbronn und Bothenburg, Heilbronner Angelegenheiten, 
Warnung yor den Lutherischen, Rückgabe des genommenen Silbers an 
die Kirchen in den Gebieten der Bundesstände, freie Passierung aller 
Bundeshilfen für die einzelnen Bundesstände, Beratung einzelner 
Bundesartikel, Ansetzung eines neuen Bundestages auf den 1. März 1526 
nach Augsburg. 

Dez. Mahnung zur Bezahlung der Bundesschulden. Bitte des 
obersten Feldhauptmanns Georg TruchseB Freiherm y. Waldburg 
um Befürwortung seines Anspruchs auf den zehnten Pfennig yon der 
Brandschatzung. Bundesabrechnung des Hauptmanns Wilhelm GuB 
y. Gussenberg zu Glött. Erhöhung der Bundeshilfe. 

142. Akten des Landgrafen Philipp. 1525. Jan.— Dez. 

Briefwechsel mit dem hessischen Bundesrat Eberhard v. Baden- 
hausen und dessen Instruktion. Dabei ein Schreiben Schrautenbachs 
an Badenhausen in Ausfertigung, 

1525 Jan. Beschwerden des Bischofs Konrad yon Würzburg wegen 
seines zu hoch yeranschlagten Bundesbeitrags. 

Febr. — Juni. Maßnahmen des Bundes gegen Herzog Ulrichs 
Versuch zur Wiedereroberung seines Landes. Zusammenhalten Herzog 



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1626 Jan.— Dez. 99 

Ulriehs mit den Bauern nnd Schweizern. Krieg des Kaisers mit 
Frankreich. Werbung des Grafen Bernhard von Solms beim Bund 
im Auftrag der Grafen in der Wetterau. Bitte Eberhards y. Baden- 
hausen um Zehrungsgeld. Bundestag in Ulm Febr. 6— Aug. 5. Sendung« 
des Eberhard y. Badenhausen zum Bundestag, i) Stellung der yon der 
wttrttembergischen Begentschaft yerlangten eilenden Hilfe gegen die 
Bauern. Allgemeiner Bauernaufstand in Oberdeutschland. Bundes- 
ansehlag zur Bestreituug der Unkosten. Zeitungsnachrichten yom 
Krieg in Italien. Beschwerden des Bischofs yon Wttrzburg wegen 
der Bundesanlage. Nachrichten yom Bauernkrieg. Gerücht eines ge- 
heimen Bundes zwischen dem Landgrafen, Herzog Ulrich und dem 
Kurfürsten yon der Pfalz. Einwilligung yon Kurpfalz und Würzburg 
in die Bundeshilfe. Landgraf Philipps Stellung zur Bundeshilfe. 
Bauernaufstand in Hessen. Schlachten bei Königshofen und Ingol- 
stadt. Bnndesschulden des Landgrafen. Verhandlungen mit Kempten 
wegen einer Anleihe. Bauernkrieg im Stift Bamberg, Wttrzburg und 
Salzburg. 

Dez. Übermittlung der Nachrichten yom Bunde durch Eberhard 
y. Radenhausen. 

143. Akten des Landgrafen Philipp benr. des MarsehallB Hermaiiit 
T. d. Malsburgy des Amtmanns zu Oießen Balthasar y. Weltols- 
hausen gen. Sehrautenbach und des Kanzlers Johann Felge. Dabei 
ein Schreiben Schrautenbachs an Feige in Ausfertigung. 

1525 März— Juni. 

Briefwechsel mit Oäiax v. Linsingen und Siegmund von Baineburg. 
Pferde-Musierxettel. 

1526 März. Musterung der für das schwäbische Bundesheer be- 
stimmten Beiter. 

1525 Apr. Mahnung der Hauptleute Cüliax y. Linsingen und Sieg- 
mund y. Boineburg wegen ihres rückständigen Dienstgeldes. 

Mai. Juni. Verlust yon Pferden yor Langenau. Bitte um Geld 
ftir den Unterhalt der Beisigen, Aufnahme einer Anleihe yon 1200Gulden. 
Nachrichten yom Kriegsschauplatze in Oberdeutschland. Nachricht, 
daß Dr. Niolas yon Worms dem Landgrafen seine Dienste ange- 
boten habe. 

144. Akten des Landgrafen PUIipp. 1526 Jan.— Juli. 

Briefwechsel mit dem Schtmbischen Bunde, Dabei ein Sehreiben 
Landgraf Philipps an Otiardian Soiter in Ausfertigung. 

l) Vgl. den Nördlinger BondeBabBchied Yoin 11. Noy. (Nr. 141). 

7* 



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100 Schwäbischer Bund. 

1526 Jan. Nördlinger Bandesabschied. 

Febr. Sendung des Eberhard v. Radenhansen zum Bund wegen 
Landgraf Philipps Ansprüche an den Erzbisohof von Salzburg. 

März. Verwendung für Hieronymus Gienger aus Ulm. 

Apr.— Juli. Eilende Hilfe und Bundesschulden des Landgrafen. 
Bundesabrechnung. Wiederholte Mahnungen des Bundes. Eriegs- 
unruhen in Franken und Salzburg. Sendung des Wilhelm v. Staffel 
zum Bund wegen Erlasses der Bundeshilfen und Bundesanlagen. Be- 
soldung der hessischen Bundesreiter im Stift Salzburg. 

145. Akten des Landgrafen Philipp. 1526 Aug. — Nov. 

Briefwechsel mit dem Schwäbischen Bunde ^ Ovardian Soiter, dem 
hessischen Kammermeister ^ Christian v, Hanstmi und dem Kanzler 
Feige, 

1526 Aug. Mahnung wegen der ausstehenden Bundesschulden 
Hessens. Wahl eines neuen Bundesrichters. 

Augsburger Bundestag (März 1 — Aug. 4). Abschiedspunkte: Fest- 
setzung der Bundeshilfen fttr die einzelnen Bundesstände, Stellung 
des Kaisers als Erzherzogs von Österreich zum Bund, Hilfe gegen 
Böhmen, Anrufen Bambergs wegen seiner Untertanen in Eämthen, 
Irrungen zwischen Bamberg und den Markgrafen von Brandenburg, 
Bamberg und Nürnberg, Bamberg und Hans Sayler und Georg Graber, 
Herzog Wilhelm von Bayern und Eichstädt, Eichstädt und den Pfalz- 
grafen Philipp und Ott Heinrich, Bistum Eichstädt und Stadt Eichstädt, 
Markgraf Kasimir von Brandenburg und den Grafen von Öttingen, 
Markgraf Kasimir und Dinkelsbühl und Windsheim, Ellwangen und 
Dinkelsbühl, Wilhelm Truchseß Freiherm y. Waldburg und seinen 
vier Städten, Bundesanlagen des Bischof von Würzburg, Landvogtei 
Schwaben, Streit des Ludwig y. Freyberg mit den von Ehingen, 
Aufhahmegesuch des Eberhard y. Freyberg, Verantwortung der Stadt 
Heilbronn beim Bund, Lutheraner, salzburgischer Krieg, Einziehung 
der Brandschatzungen, Aufaahmegesuch des Georg Mangold zu Waldeok 
in den Bund, Rechtfertigung des Georg von Ems, Ansetzung des 
neuen Bundestages nach Ulm auf den 6. Jan. 1527. 

Sept Reise des Herzogs von Pommern nach Hessen. Bundes- 
schulden des Landgrafen. 

Nov. Beschickung des Ulmer Bundestages am 6. Jan. 1527. 
Irrungen zwischen Ulm und EBlingen. 



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1626. 101 

146. Akten des Landgrafen Plilllpp. 1626 Mai— Okt. 

Briefwechsel mit dem hessischen Bundesrat WUheim v. Staffel, 
Amtmann xu Diex; Instruktion und Oedenkxettd fwr diesen, Bundes-^ 



1526 Mai — Jali. Sendung des Wilhelm y. Staffel zum Bundes- 
tag nach Angsbnrg: Bedrängnis des Landgrafen, Bandesschnlden, 
Ausgleich zwischen seinen Forderungen und den schuldigen Bundes- 
leistnngen, Rückkehr Eberhards y. Badenhausen, Landgraf Philipps 
Bitte um Unterstützung, Überfall des Grafen yon Hoya. Niederlage 
der Bauern im Stift Salzburg, Eriegsunruhen in Italien. Brand- 
gehatzung aus dem Bauemaufruhr. 

Okt. Sendung des Wilhelm y. Staffel zum Bundestag am 11. Noy. 
Bemühungen des Landgrafen, aus dem Bunde auszutreten und um 
ErlaB seiner Bundesschulden. Ansprüche auf die Brandschatzungen, 
Tttrkenhilfe, Unterstützung Herzog Ulrichs yon Württemberg. Ab- 
rechnungen des Bundes. 

147. Akten des hessischen Bundesrates Wilhelm y. Staffel, Amtmanns 
in Mes.i) 1526 Juli— Okt. 

Instruktion fwr Wilhelm v. Staffel. Briefwechsel mit dem Kanzler 
Feige und dem Landgrafen PhiUpp. 

1626 Juli. Werbung des Wilhelm y. Staffel auf dem Augsburger 
Bundestage: Bückkehr des zuerst nach Augsburg entsandten Eber- 
hard y. Badenhausen, ErlaB der Bundeshilfen und -Anlagen, Schutz 
für den Grafen yon Hoya, Landgraf Philipps Bitte um Bundesunter- 
stützung. 

Okt Sendung des Wilhelm y. Staffel zum nächsten Bundestage 
am 11. Noy. Zahlung der Bundesschulden. 

148. Akten des Kammermeisters Rudolf y. Weibllngren, des Statt- 
balters In Kassel (lusammen mit dem Amtmann In Schotten 
Adolf Bau y. Holshausen) und des Kammersekretftrs Eberhard 
BnelL 1526 Juni, Juli. 

Briefwechsel ndt dem Landgrafen Philipp und dem Kanxleischreiber 
Stq^han Wägd. 

1526 Juni Bezahlung und Bückkehr der hessischen Soldreiter 
beim schwäbischen Bundesheere in Salzburg. Dringende Mahnung 



1) Im Juli auf dem Bundestage in Augsburg. 



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102 Sohw&biBoher Band. 

des Bandes wegen Sehickang der Bandeshilfe und Zahlang der 
Bandesanlage. 

Jali. üntersttttzang des Grafen von Hoya. Vorkehrangen gegen 
Feuersgefahr in Kassel. Niederlage der Bauern im Stift Salzburg. 
Eriegsunruhen in Oberitalien. Verlegung des Beichstags von Speyer 
nach Augsburg. Aufnahme einer Anleihe des Eberhard v. Raden- 
hausen für Hessen. Verhandlungen des hessischen Bundestagsge- 
sandten Wilhelm v. Staffel, Amtmanns zu Schotten, auf dem Augs- 
burger Bundestage. Abreise Eberhards y. Radenhausen. Hilfegesuch 
Landgraf Philipps beim Bund. Krieg in Italien. 



149. Akten des Landgrrafen Philipp. 1527 Jan.— Mai. 

Briefwechsel mit dem Schwäbischen Bunde. Bundesabschied (Druck). 

1527 Jan. 6. Abschied des Ulmer Bundestages: Instruktion für 
die Bandeshauptleute, Festsetzung der Bundeshilfeo, Ansprüche des 
Erzbischofs von Salzburg auf die Brandschatzung, Appellation des 
Bischofs von Bamberg an den Bund wegen der bambergischen Be- 
sitzungen in Kämthen, Irrungen zwischen Bamberg und Brandenburg 
einerseits und Nürnberg andererseits wegen des Halsgerichts zu Streit- 
berg, der Brandschatzung und des Strafgeldes zu Fürth, Streitigkeiten 
zwischen Bamberg und Hans Sayler und Georg Graber, Herzog 
Wilhelm von Bayern und dem Bischof von Eichstädt, den Pfalzgrafen 
Ott Heinrich und Philipp und dem Bischof von Eichstädt, dem Mark- 
grafen Kasimir von Brandenburg und Nürnberg, dem Markgrafen 
Ejisimir und den Grafen von Öttingen, Austrittsgesuch des Landgrafen 
aus dem Bunde, Klagen des Deutschmeisters gegen Nürnberg und 
Ulm, Verteilung des erbeuteten Geschützes, Vorgehen gegen die Rädels- 
führer im Bauernkriege, Anbringen der Landvogtei Schwaben, Schutz 
der Untertanen, Aufhahmegesuch der Stadt Rothenburg o. d. Tauber, 
Aufnahme des Eberhard v. Freyberg und Georg Mangold in den 
Bund, Ansetzung eines neuen Bundestages nach Donauwörth auf den 
1. Juni 1527. 

Febr.— Mai. Landgraf Philipps Bemühen aus dem Bund auszu- 
treten. Anleiheversuche bei Kempten. Hessische Bundesschulden. 
Aufforderung an den Landgrafen^ am 14. Febr. 33 Reiter nach 
Heilbronn zu schicken. Vorgehen gegen die Rädelsführer aus dem 
Bauernkriege. Pfändung des Richters zu Komberg durch die 
Stadt Nürnberg. Beschickung des Bundestages zu Donauwörth. 
Beschwerden des Augsburger Domkapitels wegen unrechtmäßiger 



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1626. 1527. 103 

Besteaerang Beiner Untertanen durch die HerzOge Wilhelm and Ludwig 
Yon Bayern. 

150. Akten 4es Landgrafen PhUlpp. 1527 Juni. 

Briefwechsel mit dem Schwabischen Bunde. Abschied des Donau- 
toörffier Bundestages ß)rvek). Rechnung des Guardian Soiter. 

1527 Jnni 1. Abschied des Donanwörther Bundestages: Öster- 
reichische und württembergische Schulden, Irrungen zwischen dem 
Bistum Bamberg und dem König wegen der bambergischen Unter- 
tanen in Eämthen, Bundesanlagen des Erzbischoft von Salzburg, 
Irrungen zwischen Bamberg und den Markgrafen Kasimir und Georg 
von Brandenburg, Bamberg und Nürnberg, Bamberg und Hans Sayler 
und Georg Graber, Nürnberg und Pfalzgraf Friedrich, Herzog Wilhelm 
von Bayern und Eichstädt, Markgraf Kasimir von Brandenburg und 
den Grafen von Öttingen, Markgraf Kasimir und Nürnberg, Stadt 
Augsburg und Bistum Augsburg, Bistum Konstanz und den Städten 
EBlingen, Reutlingen, Biberach und Isny, Deutschmeister und Nürn- 
berg, Württemberg und EBlingen, Landvogtei Schwaben, Streit der 
Pfalzgrafen Ott Heinrich und Philipp mit dem Kloster Kaisheim; Haft 
einiger Gte&ngenen in Gräfenthal, Heilbronner Angelegenheiten, Schuld 
des Bernhard yon Thttngen, Verantwortung des Marsilius Voyt, Wolf 
y. Berlichingen, (reorg yom Bein, Hans y. Neustadt und Hans Qttorg 
y. Thttngen beim Bund, Waffentragen der Untertanen, Vertagung einer 
Beihe yon Verhandlungspunkten auf den nächsten Bundestag am 
25. Noy. in Donauwörth. 

JunL Abrechnung durch Guardian Soiter und GuB y. Gussenberg. 
Unterstützung des Herzogs Ulrich durch den Landgrafen. Bundes- 
schulden des Landgrafen. 

151. Akten des Landgrafen Philipp. 1527 Noy., Dez. 

Abschiede des Bundestags xu Donauwörffi vom 25. November 1527. 
Briefwechsd mit dem Schwäbischen Bunde. 

1527 Noy. 25. Abschied des Bundestags zu Donauwörth: Ver- 
teilung der einzelnen Bundesangelegenheiten (Brandenburg und 
Öttingen, Bamberg und Brandenburg) für den nächsten Bundestag, 
Eichstädt und Herzog Wilhelm yon Bayern auf den 27. Febr., Eich- 
Bttdt und die Pfalzgrafen Ott Heinrich und Philipp 28. Febr., König 
yon Böhmen und Württemberg 4. März, Begenten yon Oberösterreich 
imd Landyogtei Schwaben 8. März, Deutschmeister und die Städte 



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104 SchwSbificher Bond. 

Nürnberg und Ulm 12. März, Heilbronn 18. März, Ansetzong des 
nächsten Bundestags nach Augsburg auf den 12. Jan. 1528. 

Dez. Mahnung des Bundes zur Bezahlung der hessischen Schulden. 
Auftreten der hessischen Bundesräte auf dem letzten Bundestage. 
Bundesfeinde. 



1&2. Akten des Landgrafen PhUipp. 1627 Jan.— Juli. 

Briefwecksd mit dem hessischen Bundesrat Wilhelm v. Staffel^ Amt- 
marm in Biex., Instruktionen für ihn. Reiserechnung Staffeis, 

1527 Jan. Verhandlungen des Wilhelm y. Staffel auf dem Ulmer 
Bundestag wegen der hessischen Bundesschulden; Zeitungsnachrichten 
vom König Ferdinand, dem Türkenkrieg, aus Italien und von Herzog 
Ulrich. Ulrichs Bündnis mit den Bauern. 

Febr. Anweisung für Wilhelm y. Staffel zum nächsten Bundestag 
wegen der Bundesleistungen und -Abrechnung. 

Juni. Werbung des Wilhelm v. Staffel auf dem nächsten Bundes- 
tag in Donauwörth: Streitigkeiten des Landgrafen mit dem Deut- 
schen Orden in Marburg, Absetzung von Pfarrern, Unterhaltung der 
Universität Marburg, Einsetzung eines Vogts in die Eomturei. Be- 
schwerden des Bischofs Wigand von Bamberg gegen die Markgrafen 
Kasimir und Georg von Brandenburg. 

Juli? Sendung Staffeis nach Donauwörth. Verhandlungen wegen 
der geistlichen Jurisdiktion. Beisezehrung Staffeis. 

Nov. Warnung des Kaisers an die Fürsten wegen Herzog Ulrichs 
Aufenthalt beim Landgrafen. 



153. Akten des hesslsehen Bundesrates Wilhelm t* Staffel, Amtmanns 
au Die«, 1627 Jan.— Juli. 

Schreiben des Landgrafen Philipp und Instruktion für Wilhelm 
V. Staffel. Quittung Staffeis. 

1527 Jan. Übermittlung des letzten Bundesabschiedes. 

Febr. Sendung des Wilhelm v. Staffel zum Bundestage nach 
Ulm: Oefährliche Lage des Landgrafen, Unmöglichkeit, die verlangte 
Bundeshilfe schicken zu können. 

Juli. Zahlung von 709 Gulden 10 Kreuzer durch Soiter an 
Wilhelm v. Staffel. 



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1627. 1528. 105 

154. Akten des Landgrafen Philipp. 1528 Febr.— Aug. 

Briefwechsel mit den HaupUeuten und Räten des Schwäbischen 
Bundes^) Bundesavsschreiben^ Bundjesahrechnung^ Bundesabschied vom 
21. Juni 1528 (Druck). 

1528 Febr. Verfolgang der Wiedertäufer. Mahnung des Bundes 
nm 33 Reiter. 

März. Verwarnung des Landgrafen wegen Unterstützung des 
Herzogs Ulrieh von Württemberg. Verbot des Bundes, fremde Kriegs- 
bestellungen anzunehmen. Geldzahlung des Landgrafen an Stelle der 
33 Beiter. Abrechnung des Bundes. 

Mai. BUstungen des Landgrafen gegen Eurmainz und Würzburg. 
Besuch des auf den 21. Juni angesetzten Bundestages in Ulm. Aus- 
schreiben einer eilenden Bundeshilfe. 

Juni. Juli. Rüstungen des Landgrafen gegen Eurmainz, Würz- 
burg und Bamberg wegen angeblicher Beteiligung an dem Breslauer 
Bündnis. Ulmer Bundesabschied (Juni 21): Rüstungen des Landgrafen, 
Packsche Händel, Irrungen zwischen Bamberg und dem Eönig wegen 
der bambergischen Untertanen in Eämthen, Fehden des Veit Scharff, 
Heimbrand y. NuBberg, Ekarius Schild und Elans Bock gegen den 
Bund, Schulden Württembergs, Aufiiahmegesuch des Hans Konrad 
Thumb y. Neuburg, Ansetzung eines neuen Bundestages nach Augs- 
burg auf den 11. Noy. Ersuchen des Bundes um nähere Angaben über 
das Breslauer Bündnis; Verlangen, Pack in die Hände des Eurfftrsten 
Ludwig yon der Pfalz und der Stadt Augsburg zu stellen. Packs Ver- 
hör. Aufrechterhaltung des Landfriedens unter den Bundesfürsten. 

Aug. Ausschreiben des Bundestages nach Augsburg auf den 
11. Nov. 

155. Akten des Landgrafen Philipp. 1528 Febr.— Juni. 

Briefwechsel mit dem hessischen Bundesrat Wilhelm v. Staffel, Ämt- 
mann XU Diex, Instruktion für diesen.^) 

1628 Febr. März. Verhandlungen Wilhelms y. Staffel wegen 
Aufiiahme einer Anleihe. Erieg in Italien. Vorgehen gegen die 
Wiedertäufer. Herzog Ulrich yon Württemberg und der Bund. 
Hessische Bundesschulden. 

Juni. Werbung des Wilhelm y. Staffel auf dem Ulmer Bundes- 
tage am 21. Juni. Entschuldigung wegen Unterlassung der Bundes- 

1) Zur Hälfte im SamtarehiTe IV 172, 8^ u. 8c, IV 94, Nr. m, 1—16, IV 166, 6. 

2) Ein Entwarf im SamtarchiTS IV 172, 8b. 



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106 Schwäbischer Band 

hilfe; Vennitiliiiig der KnrfUrsten ron der Pfalz und Trier zwischen 
dem Landgrafen und Eurmainz, Wttrzbnrg und Bamberg in Sclimal- 
kalden; Hilfegesuch des Landgrafen beim Bund gegen Eurmainz. 

156. Akten des hessisehen Bundesrates Wilhelm t. Staffel , Amt- 
manns EU Dlez. 1528 Jan. Apr. 

Instruktion für Wühdm v. Staffel. Briefwechsel mit dem Bundes- 
hauptmann Wilhelm Gfuß v, Oussenberg. 

1528 Jan. Sendung des Amtmanns zu Diez Wilhelm y. Staffel 
zum Bundestage in Augsburg am 16. Febr. Bundesschulden des 
Landgrafen; Verhandlungen wegen der geistlichen Jurisdiktion gegen 
die Reichsstädte. 

Apr. Übersendung des Augsburger Bundesabschieds vom 16. Febr. 
1528: Verfolgung der Wiedertäufer, Schulden des Eönigs von Böhmen 
an den Bund, Irrungen zwischen Eurmainz und Erfurt, Bamberg und 
dem König von Böhmen, Bamberg und Nürnberg, Bamberg und den 
Markgrafen von Brandenburg, Herzog Wilhelm von Bayern und Eich- 
Stadt, den Pfalzgrafen Philipp und Ott Heinrich und Eichstädt, den 
Markgrafen von Brandenburg und den Grafen von Öttingen, dem Bis- 
tum Konstanz und den Städten EBlingen, Beutlingen, Biberach und 
Isny, dem Deutschmeister und Nttmberg, Württemberg und EBlingen, 
Schulden Württembergs, Landvogtei Schwaben, Irrungen zwischen 
dem Kloster Marchthal und dessen Untertanen von Alleshausen und 
Prassenberg, Beachtung der Bundesbeschlttsse, Haft einiger Oefangenen 
in Gräfenthal, Ausscheiden des Asmus v. Absberg aus dem Bund, 
Irrungen zwischen Biberach und Walther v. Httmheim, Pfleger zu 
Kirchberg, Ansetzen eines neuen Bundestages nach Ulm auf den 
10. Aug. Festsetzung der Bundeshilfen. Instruktion für die Hauptleute. 

1&7. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1528 Okt.— Dez. 

Briefwechsel mit seinem Gesandten BaUhasar Schrauteitbach und dem 
Schwäbischen BundeA) Augshurger Bundesabschied vom U. November 
1528 (Druck). Antwort auf die Werbung der kurpfälxischen und 
Bundesgesandten. ^) 

1528 Okt. NoY. Übersendung des landgräflichen Siegels durch 
Schrautenbach vor seiner Abreise nach Augsburg. Abschied des 
Augsburger Bundestages: Vermittlung des Kurfürsten von der Pfalz 



1) Konzept von Dez. 6 im Samtarchive IV 172, S\ 
2] Ebenda. 



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1628. 107 

zwischen dem Schwäbischen Bunde und dem Landgrafen, Ver- 
teilung der Bundeshilfen unter die BundesBtände, Irrungen zwischen 
Eurmainz und Erfurt, Bamberg und dem König von Bbhmen wegen 
der Untertanen in Eämthen, Bamberg und Brandenburg, Bamberg 
und Nürnberg, Aufnahme des Hans Eonrad Thumb y. Neuburg in 
den Bund, Elagen des Bischofs von Bamberg gegen Hans Sayler und 
Georg Graber, Irrungen zwischen den Pfalzgrafen Ott Heinrich und 
Philipp und dem Bischof von Eichstädt, dem Bischof von Eonstanz 
und den Städten EBlingen, Reutlingen, Biberach und Isny, dem 
Deutschmeister und Nürnberg, Württemberg und EBlingen, Landvogtei 
Schwaben, Vermittlung des Kurfürsten von Sachsen und Markgrafen 
Georg von Brandenburg zwischen Hans Thoma v. Absberg und dem 
Bund, Streit zwischen Melchior Eonrad von Memmingen und Johann 
Schad, Biberach und dem Hauptmann Walther y. Httmheim als 
Pfleger zu Eirchberg, Ansetzung eines neuen Bundestages nach Ulm 
auf den 2. Febr. 1529. Landgraf Philipps Angriff gegen Eurmainz, 
Wttrzburg und Bamberg als angebliche Mitglieder des Breslauer ge- 
heimen Bündnisses. Drängen des Bundes wegen Auslieferung des 
Dr. Otto y. Pack. 

Dez. Werbung Ludwigs v. Fleckenstein, Valentin Schenks von 
Erbach, Dietrichs y. Dalberg und Wilhelms y. Habem im Auftrage 
des Kurfürsten yon der Pfalz und der Bundesgesandten beim Land- 
grafen. Eurpfälzische Vermittlung auf dem Wormser Tage (Dez. 14) 
zwischen Hessen und Eurmainz. Mahnung des Bundes wegen der 
eilenden Hilfe und Zahlung der Bundesschulden des Landgrafen. Ver- 
teilung der Bundeshilfen. 

158« Akten der suiyi Aaysburfer Bundestage gesehiekten Gesandten 
(Balthasar ron Weitolshausen gen« Schrautenbaeh u«a). 

1528 Okt. Noy. 

Brief des Kamkrz Feige. Brief toechsel mit dem Lcmdgrafen Philipp 
und dem Sekretär Heinrich Lerener, 

1628 Okt. Anleihe Feiges bei Schrautenbaeh. Erankheit Feiges. 
»Ungeschicktes« Tübinger Urteil in der nassauischen Sache. 

Noy. Verhandlungen Schrautenbachs und der anderen Gesandten 
mit dem Schwäbischen Bunde auf dem Bundestag in Augsburg 
(Nov. 11 bis 20) wegen des gegen Eurmainz, Würzburg und Bamberg 
gerichteten Zugs des Landgrafen. Mitteilungen Lersners an Schrauten- 
baeh über die Niederlage der Franzosen in Neapel, yom Vorrücken 
der Türken, Abhalten eines Tages in Wien durch Eönig Johann yon 



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108 Schwäbischer Bond. 

Ungarn nnd dem Gerttcht, den Erzbisehof von Salzburg zum Papst 
zu machen. 

159. Akten der Gesandten auf dem Wormser Tafe.^) 1528 Dez. 

Abschriftm des Briefwechsels xtvischen dem Landgrafen Phitipp und 
Dr. Otto V. Packy dem Sehtoabischen Bunde und den hessischen Bundes^ 
tagsgesamlten und der Aufzeichnungen über die Augsburger Sundes- 
tagsverhandlungen als Vorakten, Protokolle über die Wormser Be- 
ratungen, Abschiede. 

1528 Dez. Vermittlung des Kurfttrsten Ludwig von der Pfalz 
zwischen Landgraf Philipp und dem Schwäbischen Bunde auf dem 
Wormser Tage wegen Beilegung der Streitigkeiten mit Mainz, Würz- 
burg und Bamberg und der von diesen verlangten Ruckerstattung der 
100000 Gulden. Verpflichtung des Kurfttrsten, einen Reiterdienst von 
500 Pferden zu leisten. Beitritt Kursachsens zum Wormser Vertrage. 

160. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1529 Jan.— Nov. 

Briefwechsel mit dem 8chu>äbischen Bunde. Dabei ein Schreiben 
des Landgrafen an den Oberamtman/n der Niedergrafschaft Wilhelm 
V. Staffel in Ausfertigung. Ulmer Abschied vom 2. Februar (Druck). 
Briefwechsel mit dem Grafen Wilhelm von Fürstenberg und Hans Thoma 
V. Absberg. 

1529 Jan. Sendung des Oberailitmanns der Niedergrafsohaft 
Wilhelm v. Staffel zum Ulmer Bundestage vom 2. Febr. Ernennung 
des Rudolf Schenk zu seinem Nachfolger als Bundesrat. Entschuldi^ng 
des Landgrafen wegen seiner Bundesschulden. 

Febr. 2. Abschied des Ulmer Bundestages: Stellung der Bundes- 
hilfe bei Kriegsgefahr, Irrungen zwischen Württemberg und EBlingen, 
Kurmainz und Erfurt, dem König und Bamberg, Bamberg und Nürn- 
berg, Bamberg und Markgraf Georg, den Pfalzgrafen Ott Heinrich 
und Philipp und Eichstädt, dem Bistume Konstanz und den Städten 
EBlingen, Reutlingen und Biberach, dem Deutschmeister und Nürnberg, 
dem König und der Landvogtei Schwaben, dem Hauptmann Walther 
V. Hümheim, Pfleger zu Kirchberg, und der Stadt Biberaoh, Auf- 
nahme des Hans Konrad Thumb v. Neuburg in den Bund, An- 
setzung eines neuen Bundestages auf den 1. Juni nach Augsburg. 

März — Juni. Mahnung des Bundes wegen Bezahlung der Bundes- 
schulden Hessens und Stellung der Bundeshilfen. 

1) Zum größten Teil im Samtarchiye lY 166, 5 n. 6b. lY 172, 8a b de f. 



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1628. 1629. 109 

Juli. AbBchreiben der vom Bund verlangten Hilfe fttr den 8. Juli. 
Erneute Mahnung des Bundes wegen Zahlung der Bandesehulden. 
Bitte der Eunigunde y. Laubenberg geb. v. Schwarzenberg, Witwe 
des Hans Walther v. Laubenberg, beim Bunde um Verwendung bei 
Landgraf Philipp wegen der Geldansprttche ihres Mannes Tom 
Bauernkrieg her. 

Okt Besehickung des Bundestages zu Gmünd am 11. Nov. Hilfe- 
gesueh der Herzöge von Bayern gegen die Türken. Gefangennahme 
Jakobs y eines Sohnes des Georg TruehseB Freiherm v. Waldburg 
dureh Hans Thoma y. Absberg. Zusicherung des Geleits fUr Abs- 
berg durch den Landgrafen und Vermittelung des Grafen Wilhelm 
von Ffirstenberg. 

Nov. Abschied des Bundestages von Ulm (vorher in Augsburg 
und Gmünd) vom 11. Nov.: Vertagung einer Reihe von Verhandlungs- 
punkten auf den nächsten Bundestag in Augsburg am 21. Febr. 1530, 
Verhandlungstag in den Irrungen zwischen den Pfalzgrafen Ott Heinrich 
und Philipp und dem Bischof von Eichstädt am 12. März und in den 
Irrungen zwischen den Markgrafen von Brandenburg und dem Bischof 
von Bamberg am 13. März, Irrungen zwischen Eurmainz und Erfurt^ 
Vorgehen gegen die Zigeuner. 

161. Akten des Landgrafen Philipp und des Sekretärs Johann Nordeek. 

1529 (Febr.)— Okt. 

Briefwechsel mit den Bundesräten Rudolf Schenk und Eberhard 
V. Badenhausen. Instruktion für Budolf Schenk mit einem Oedenk- 
xettd. Übersandte ÄktenstückeA) 

1529 (Febr.) Zwist des Landgrafen mit Eurmainz, Wflrzburg und 
Bamberg. Reformation in Memmingen. 

März. Sendung des Rudolf Schenk zum Bundestage in Augsburg. 
Stellung Nürnbergs in dem Streite des Landgrafen mit Eurmainz, 
Würzburg und Bamberg, Bundesschulden des Landgrafen, Einspruch 
gegen die am 9. Juni 1528 fällige eilende Bundeshilfe, vermittelnde 
Haltung gegenüber Herzog Ulrich und dem Bunde. 

Mai— Juli. Stellung der Bundeshilfe. Angebliche Rüstungen des 
Landgrafen gegen Eaiser und Bund. Stellung Nürnbergs zu diesen 
Rüstungen. Irrungen mit den Schweizern. Stellung von 66 Reisigen durch 
den Landgrafen am 20. Juli in Heilbronn. Verwendung fUr die Witwe 
des Hans Walther v. Laubenberg. Abschied des Bundestages zu Augs- 
burg vom 1. Juni: Vorgehen gegen die Wiedertäufer, Schulden der 

1} Davon ein Brief vom 14. Februar im Samtarchive IV 172, 8 f. 

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110 Schwi&biflcher Bund. 

Bundesstände, Irrimgen zwischen Eurmainz und Erfurt, Klagen des 
Bischofs von Bamberg gegen den Markgrafen Georg von Brandenburg, 
Irrungen zwischen dem Bistum Bamberg und der Stadt Nürnberg, Ab- 
schied zwischen dem Bistume Eichstädt und den Pfalzgrafen Ott 
Heinrich und Philipp, Irrungen zwischen dem Bistum Bamberg und 
Hans Sayler und Georg Graber, ülmer Abschied zwischen Württem- 
berg und EBlingen, Fehde des Hans Thoma v. Absberg mit dem 
Bunde, Haft des Götz v. Berlichingen, Entschädigung der Untertanen, 
Abschied zwischen Johann Schad und Melchior Conratter, aus Mem- 
mingen, Appellation der Stadt Biberach beim Bunde, Aufnahme des 
Hans Konrad Thumb v. Neuburg, Verantwortung des Hans Vomer, 
Ansetzung eines neuen Bundestages anf den 11. Noy. nach Gmünd. 
MaBregeln gegen Hans Thoma v. Absberg, Hans Thoma v. Rosenberg 
und die anderen Bundesfeinde. 

Okt. Verhandlungen des Ulmer Bundestages. 

162. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1530 Febr.— Sept. 

Augshurger Bundesabschied (Druck), Briefwechsel mit dem Schwäbi- 
schen Bunde ^ Qua/rdian Saiter und dem Bundeshauptmann Wilhelm 
Ouß V, Chissenherg, 

1530 Febr. 22. Augsburger Bundesabschied: Festsetzung der 
Bundeshilfen, Vorgehen gegen Verdächtige, Irrungen zwischen dem 
Kurfürsten von Mainz und den Grafen Albrecht und Georg von Hohen- 
lohe, Graf Michael von Wertheim, Lorenz von Bosenberg und Hans 
Christoph v. Berlichingen, Hammelburger Vertrag zwischen Kur- 
mainz und Erfurt, Irrungen der Pfalzgrafen Ludwig und Friedrich 
mit der Stadt Nürnberg, Irrungen zwischen Bamberg und Nürnberg, 
Bamberg und Markgraf Georg von Brandenburg, Eichstädt und den Pfalz- 
grafen Ott Heinrich und Philipp, Eichstädt und Kloster Kaisheim, Georg 
von Bosenberg und Hans Thoma von Rosenberg, Melchior Gonratter in 
Memmingen und Ritter Johann Schad, Schulden der Bundesstände, 
Haft des Haymeran y. Nußberg, Erledigung des Götz y. Berlichingen, 
Irrungen zwischen Biberach und dem Pfleger zu Kirchberg, Aus- 
schreiben eines Bundestages nach Nördlingen. 

März. Mahnungen des Bundes zur Bezahlung der Bundesschulden 
Hessens. Erlegung der hessischen Bundesanlage durch Soiter. 

Sept. Ladung der Räte zum nächsten Bundestage. Irrungen des 
Bischofs yon Bamberg mit dem Markgrafen Georg yon Brandenburg. 
Verlegung des auf den 11. Noy. nach Nördlingen ausgeschriebenen 
Bundestages auf den 1. Febr. 1531. 



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1629— 1Ö31. 111 

168. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1531 Jan.— Mai. 

Briefwechsel mit dem Schwäbischen Bunde und dem Bundesschreiber 
Hans Datäer. Nördlinger Bundesabschied (Druck). 

1531 Jan. Mahnungen znr Leistung der Bundeshilfe und Bundes- 
anlagen. Beschickung des Nördlinger Bundestages am 1. Februar. 
Unterhaltung des Bundeshauptmanns und der Bundesräte. 

Febr. Nördlinger Bundesabschied: Festsetzung der Bundeshilfen 
und Bundesanlagen, Einziehung der Brandsteuer, Gefangene in Gräfen- 
thal, Urfehde des Götz v. Berlichingen, Irrungen zwischen den Her- 
lÄgen Wilhelm und Ludwig Ton Bayern und dem Bischof von Würz- 
burg, den Pfalzgrafen Philipp und Ott Heinrich und dem Bischof von 
Eichstädt, dem Bischof von Bamberg und dem Markgrafen Georg von 
Brandenburg, Bamberg und Nürnberg, Grafen Ludwig d. Ä.^yon Öt- 
tingen und Markgraf Georg von Brandenburg, dem Bischof von Augs- 
burg und der Stadt Ulm, dem Deutschordensmeister und den Grafen 
von Öttingen, Hans Wessinger zu Eerkingen und Graf Martin von 
Öttingen, dem Bitter Johann Schad von Mittelbiberach und Melchior 
Gonratter zu Memmingen, Rechtfertigung des Ulrich v. Schellenberg, 
Feindschaft des Stephan v. Wiersberg, Entschädigungszahlung des 
Haymeran y. Nu£berg an die Erben des Hans Herwart in Augsburg, 
Irrungen des Josias y. Homstein mit seinen Untertanen in Göffingen, 
Aussöhnung des Achaz y. Guttenberg, Ausschreiben eines neuen 
Bundestages nach Nördlingen auf den 24. Juni, Verteilung der Bundes- 
anlagen, Besoldung des Bundeshauptmanns Guß. — Mahnungen wegen 
Bezahlung der hessischen Bundesschulden. 

Mai. Beschickung des Nördlinger Bundestages yom 24. Juni. 
Lmingen zwischen den Pfalzgrafen Philipp und Ott Heinrich und dem 
Kloster Eidsheim. Mahnung wegen Erlegung der hessischen Bundes- 
anlage. 

164. Akten des Landgrafen Philipp. 1531 Juni. Juli. 

Nördlinger Bundesabschied (Druck), Briefwechsel mit dem Schwäbi- 
sdien Bunde, Urfehddniefe. 

1531 Juni. Nürnbergs Beschwerden auf dem nächsten Bundestage. 
— Nördlinger Bundesabschied (Juni 24.]: Festsetzung der Bundes- 
anlage, Gefangene in Gräfenthal, Irrungen zwischen Kurmainz und 
Götz y. Berlichingen, Kurmainz und Erfurt, dem Bunde und Herzog 
Ulrieh yon Württemberg, den Herzögen Ludwig und Wilhelm yon 
Bayern und Würzburg, Bamberg und Markgraf Georg yon Branden- 



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112 Schwäbischer Bund. 

barg, Bamberg und Nürnberg, Nürnberg und Pfalzgraf Friedrich, den 
Pfalzgrafen Philipp und Ott Heinrich and Eichstädt, den Pfalzgrafen 
Philipp and Ott Heinrich and dem Kloster Kaisheim, Graf Ladwig 
d. Ä. von Ottingen and Markgraf (reorg von Brandenbarg, dem Bischof 
von Augsbarg und Ulm, Bundesschulden des Landgrafen, Irrungen 
zwischen dem« Grafen von Öttingen und dem Deutschordensmeister, 
Bandesschuld des Propstes zu Ellwangen, Klage der Witwe des Hans 
Wessinger von Kerkingen gegen den Grafen Martin von Ottingen, 
Vormundschaft über die Kinder des Georg Truchseß Freiherm v. Wald- 
burg und des Hans Georg y. Aschhausen, Aufoahme des Ulrich 
V. Schellenberg, Aussöhnung des Stephan v. Wiersberg, Verschrei- 
bung Georg Rechbergers, Enderlin Hammerschmieds und Hektors 
y. Guttenberg. Abtretung des Schlosses Absberg an den Kaiser und 
Anbringen der Witwe und Kinder des Hans Thoma v. Absberg, 
Klageschrift der Stadt Eßlingen, Heinrich Sturmfeders Klage gegen 
Heilbronn, Irrungen zwischen Biberach und Walther v. Hümheim, 
Ausschreiben eines Bundestages nach Augsburg auf den 6. Januar 1532. 
Juli. Mahnung zur Bezahlung der Bundesschulden. Urfehden des 
Stephan v. Wiersberg, Georg Wolf von Giech, Hans Mist, Clement 
Klapsa und Achaz v. Guttenberg. 

165. Akten des Landgrafen PhUIpp. 1531 (Jan.)— Mai. 
Instrukiicm für den Bundesrat Rvdolf Schenk, Briefwechsel mit ihm. 

1531 (Jan.). Entsendung Rudolf Schenks nach Nördlingen: Juris- 
diktion des Bundes, eilende Hilfe für König Ferdinand gegen Herzog 
Ulrich yon Württemberg, Bundesschulden Hessens. 

Febr. Verhandlungen auf dem Nördlinger Bundestage über Hans 
V. Schellenberg. 

Mai. Kaiserliche Werbung beim Schwäbischen Bunde wegen der 
Fehde des Bundes mit Hans Thoma y. Absberg. 

166. Akten des Landgrafen PhiUpp. 1532 Jan.— Dez. 

Augsburger Bundesabsehiede (Druck). Brieftoechsd mit dem hessi- 
schen Bundesrat Rudolf Schenk und dem Bundeshauptmmm Wilhelm 
V. Knöringen. Bdatian vom Augsburger Bundesrat 

1532 Jan. 6. Augsburger Bundesabschied: Einziehung des halben 
Guldens und der Brandschatzung, Bundesschulden der Kurftlrsten yon 
Mainz und yon der Pfalz und des Landgrafen Philipp, Hammelburger 
Tag zwischen Kurmainz und Erfurt, Irrungen zwischen Kurmainz und 



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1631-1632. 113 

CU$tz y. Berlichingen. Enrpfölzische Vennittliing zwischen Württem- 
berg und dem Bande. Irmngen zwischen den Pfalzgrafen Ott Heinrich 
und Philipp und der Stadt Nürnberg, dem Bischof von Bamberg nnd 
Markgraf Oeorg von Brandenburg, dem Bischof yon Bamberg und der 
Stadt Nürnberg, dem Bischof von Eichstädt nnd den Pfalzgrafen Ott 
Heinrieh nnd Philipp, dem Bischof von Augsburg und der Stadt Ulm, 
dem Markgrafen Georg von Brandenburg und dem Grafen Ludwig d. Ä. 
von Öttingen, dem Grafen Martin von Ottingen und der Witwe des 
Hans Wessinger von Eerkingen; Vormundschaft über die Kinder des 
Georg TruchseB Freiherm y. Waldburg; Beschwerden der Städte 
Nürnberg und Ulm beim Bunde; Irrungen zwischen Biberach und 
Walther y. Hümheim, dem Pfleger zu Eirchberg; Urfehden yerschie- 
dener Bitter; Ansetzung eines Bundestages nach Augsburg (1. Dez.). 

Febr. Anweisung für Budolf Schenk hinsichtlich seines VerhaltenB 
auf dem Bundestage. 

Okt. Einladung zum Bundestage in Augsburg. 
Dez. 1. Augsburger Bnndesabschied : Erstreckung des Bundes, 
Ansetzung eines Bundestages nach Nördlingen auf den 20. April 1633, 
Bundesschulden der Eurfilrsten yon Mainz und der Pfalz und des 
Landgrafen Philipp, Irrungen zwischen dem Eurfllrsten yon Mainz 
und Götz y. Berlichingen, Ansprüche des Eurfürsten Ludwig yon der 
Pfalz auf Brandschatzung yom Bauernkrieg her, Irmngen zwischen 
den Pfalzgrafen und der Stadt Nürnberg, dem Bischof yon Bamberg 
und dem Markgrafen Georg yon Brandenburg, dem Bischof yon Bam- 
berg und der Stadt Nürnberg, dem Bischof yon Eichstädt und den 
Pfalzgrafen Philipp und Ott Heinrich, dem Eloster Eaisheim und den 
Pfalzgrafen Philipp und Ott Heinrich, dem Markgrafen Georg yon 
Brandenburg und dem Grafen Ludwig yon Ottingen, Wilhelm TruchseB 
Freiherm y. Waldburg und der Stadt Isny, Vormundschaft über die 
Einder des Hans Thoma y. Absberg, Streit zwischen Biberach und 
dem Pfleger zu Eirchberg Walther y. Hümheim, Vormundschaft über 
die Einder des Georg TrachseB Freiherm y. Waldburg, Aussöhnung 
des Christoph Marschall zu Pappenheim mit sechs Enechten. — 
Zeitungsnachrichten yom Eaiser aus Italien, der Schweiz und Herzog 
Christoph yon Württemberg. Erstreckung des Bundes. Verhandlungen 
des Bundestages in Augsburg. Vormundschaft über die Einder des 
Hans Thoma y. Absberg. Urfehde yerschiedener Bundesfeinde. Ge- 
fangenschaft des Jakob TmchseB Freiherm y. Waldburg. 

PolxL Ax«hiT dw Laiidgr. FhUipp. 8 



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114 SchwSbiBcher Bond. 

167. Akten des Landgrafen PhUipp. 1532 NoY. 
Briefwechsel mit Statthalter^ Kanzler und Räten in Kassel^} 

1532 Nov. Instruktion für Rudolf Schenk zu Schweinsberg. Bun- 
desschuld des Landgrafen. Appellation Nürnbergs und Ulms beim 
Bunde wegen Ermordung zweier Knechte vor Bamberg. Schuldige 
Hauptmannsanlage des Landgrafen. Anlage zur Unterhaltung des 
Eammergerichts. 

168. Akten des Landsrrafen PhUIpp. 1533 Febr. März. Noy. Dez. 

Briefwechsel mit dem Bundeshauptmann Wilhelm v. Knöringen und 
den Bundesräten, Augsburger Bundesabschied (Druck), Dabei unter 
Herxog Ulrichs Namen geschriebene Konzepte a/n die Bundesräte. 

1533 Febr. Ladung zum Bundestage nach Augsburg am 20. April. 

März. Vorbringen der Ntimberger Beschwerden gegen den Pfalz- 
grafen Friedrich auf dem Augsburger Bundestage. Erstreckung des 
Bundes. 

NoY. Bundesschulden des Landgrafen. Herzog Ulrichs Vorstellung 
beim Bunde wegen Wiedergewinnung seines Landes. 

Dez. 1. Angsburger Bundesabschied: Erstreckung des Bundes, 
Hinterlegung der Bundesregistratur beim Bischöfe von Augsburg, gegen- 
seitige Schuldforderungen der Stadt Gmünd und des Statthalters und 
der Regenten von Württemberg, Irrungen zwischen dem Kurfürsten 
von Mainz und Götz v. Berlichingen, dem Prälaten Yon Amorbach 
und Götz Y. Berlichingen, dem Domstift Eichstädt und den Pfalz- 
grafen Ott Heinrich und Philipp, dem Bischof Yon Bamberg und Georg 
Wolf Y. Giech zum Eriegelstein, Hektor y. Guttenberg und Stephan 
Geiger, Barbara Wessinger Yon Eerkingen und Graf Martin Yon Öt- 
tingen, dem Heilig-Geist-Hospital zu Memmingen und der Stadt Mem- 
mingen, Entscheidung Yon Gerichtssachen Yor den Bundesrichtem. — 
Schulden der Bundesstände. Mahnung zur Bezahlung der hessischen 
Bundesschuld. 

169« Akten des Landgrafen Philipp und des Kammersekretftrs Heinrieh 
Lersnen 1533 Apr. — Noy. 

Äugsburger Bundesabschied (Druck), Briefwechsel mit dem hessi- 
schen Bundesrate Rudolf Schenk. 

1533 Apr. 20. Augsburger Bundesabschied: Erstreckung des Buih 
des, Ansetzung eines Bundestages nach Augsburg auf den 10. August, 

1) Dabei auch ein Schreiben des Landgrafen an die Bäte in Ausfertigung. 



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1532-168S. 116 

Irrangen zwischen dem EurftarsteB von Mainz nnd QWm y. Berlichingen, 
Pfalzgraf Friedrich nnd Nürnberg, Kloster Eaisheim nnd den Pfalz- 
grafen Philipp nnd Ott Heinrich, dem Bischof von Bamberg nnd Nttm- 
bei^, Bamberg nnd Markgraf Georg von Brandenbnrg, Graf Lndwig d. Ä. 
Yon Ottingen nnd Markgraf Georg, dem Eichstädter Domkapitel nnd 
den Pfalzgrafen Ott Heinrich nnd Philipp, Markgraf Gkorg nnd Graf 
Lndwig d. J. von Ottingen, der Witwe des Hans Wessinger nnd Graf 
Martin von Öttingen, Wilhelm TrnchseB Frdherm y. Waldbnrg nnd 
der Stadt Isny, der Stadt Biberach nnd Statthalter nnd Regenten in 
Innsbmok; Vorbringen der Städte Nürnberg nnd Ulm, AnsdOhnnng des 
Barthel Frank mit dem Bnnde. 

'Apr. — Mai Erstrecknng des Bnndes. Yerhandlnngen anf dem 
Angsbnrger Bandestage. Handinngen zwischen Wilhelm TrnchseB 
Freiherm v. Waldbnrg nnd der Stadt Isny. 

Sept Rückkehr Schenks vom Bundestage. Bericht über die 
dortigen Yerhandlnngen. Unterhaltnng der Bnndeshanptlente. 

Nov. Besuch des anf den 1. Dezember einberufenen Angsburger 



170. Akten des hessisehen Bundesrates Rudolf Schenk. 1533 Sept. 
Schreiben des Bundeshauptmanns Wilhelm v. Knöringen. 

1533 Sept Übersendung des Bnndesabschiedes und Mahnung zur 
Bezahlung der Bnndesanlage. Verteilung der Bundesanlagen. 

171. Akten des Landgrafen Philipp« 1533 Apr. — Mai. Aug. 

Instruktion für den hessischen Kammerdiener Alexander v. d. Tann 
und Briefwechsel mit diesem. Schreiben des Landgrafen an die in 
Augsburg anu^esenden Oesand^n der Städte TJlm^ EßUngen^ BeutUngen^ 
Memmingen^ Biberach und Isny, 

1533 Apr. Absendung des A.y.d.Tann nach Augsburg zum Schwä- 
bischen Bundestage, um mit den Gesandten der oberl&ndischen Sttdte, 
namentlich Ulm und EBlingen, wegen des Austritts aus dem Bunde 
und des Eintritts in die Rheinische Einung zu verhandeln. Reise des 
Gesandten nach EBlingen nnd Ulm. Seine dortigen Verhandlungen. 
Reise nach Augsburg. Verhandlung mit Ulm, EBlingen, Reutlingen, 
Ifemmingen, Biberach nnd Isny. Bereitwilligkeit der SOdte zum Eintritt 
in die Rheinische Einung. Bedenken wegen des kaiserlichen Befehls, 
im Schwäbischen Bnnde zu bleiben. ReUgionsgravamina der Städte, 

8^ 



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116 Schw&bucher Bund. 

Antrag, einen Schmalkaldigchen Bundestag nach Frankfurt zu berufen. 
Einladung an die Städte zum Schmalkalder Tage (Juni 25). 

(Aug.) Abordnung Tanns zum Schwäbischen Bundestage nach 
Augsburg (Aug. 10), um die oberländischen und die im Schmalkal- 
dischen Bunde befindlichen Städte abzuhalten, in die Verlängerung 
des Schwäbischen Bundes zu willigen, ehe dem Herzog Ulrich von 
Wttrttemberg sein Land zurückgegeben sei, und einem Antrage Dr. Ecks, 
das Land an Herzog Christoph zu geben, entgegenzu?drken. 

172. Akten des Landsrrafen Philipp. 1533 Nov.— 1534 Febr. 

Instruktion fü/r die Oesandten zum Schtoäbischen Bundestage xu 
Augsburg Marschall Hermami v, d. Malsburg und Kanzler Feige. Brief- 
Wechsel mit diesen. Dabei ein Schreiben an Bayern Dez. 22. Abschrift 
eines Schreibens des Herzogs Christoph an seinen Vater. Verxeichfnis ein- 
und ausgegangener Schreiben. 

1533 NoY. Auftrag für die Gresandten: Unterstützung des Herzogs 
Christoph in seinen Verhandlungen mit den kaiserlichen Eonmiissaren 
und dem Schwäbischen Bunde. Zweck: Verhinderung eines gegen 
Herzog Ulrich gerichteten Vertrags (Überlassung der Häuser Tübingen 
und Neufifen an Christoph). Abneigung Hessens, der Kurfürsten von 
Mainz und Pfalz gegen den Schwäbischen Bund. Versuch, durch Ulm 
die oberländischen Städte vom Bunde abzuziehen und für Herzog Ulrichs 
Wiedereinsetzung zu gewinnen. Bayerns Stellung zur Württemberger 
Angelegenheit. 

Dez. Ecks Mitteilungen: Geneigtheit vieler Bundesstände, dem 
Herzog Ulrich das Land Württemberg zurückzugeben (Ersatz der 
Kosten). Pläne, Kurpfalz und Kursaohsen mit hereinzuziehen. Abfin- 
dungsfrage Herzog Christophs. — Stellung der Stadt Ulm : guter Wille 
bez. der Auflösung des Bundes. Ecks Bereitwilligkeit, mit den hessi- 
schen Gesandten abzuschlieBen, aber in München. Schreiben des 
Münsterischen Syndikus Dr. v. d. Wick. Ansichten Feiges wegen 
der Beformation in Münster (Fabritius' Predigten). Bedenken des 
Landgrafen gegen Ecks Pläne: Unmöglichkeit, Pfalz von Ferdinand 
abwendig zu machen und Kursachsen zur Teilnahme am Kriege zu be- 
wegen. Ecks Ansicht, daB Herzog Ulrich den Zug tun müsse. Wider- 
spruch Philipps. Wankelmut und Unentschlossenheit Ecks. Ankunft 
der französischen Botschaft (Wilhelm du Bellay Herr y. Langey) in 
Augsburg. Französische Erbietungen. Geld in Solothum. Widrige 
Bedingungen des GroBkanzlers. Bereithaltung des hessischen Geld- 
beitrags. Zustimmung Herzog Ulrichs zum Scheinyerkaufe oder zur 



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Tag au Augsburg 1633 Nov.— 1634 Febr. 117 

SoheinyerpfilnduiLg der Grafschaft Mömpelgard an Frankreich. Frage 
eineB BttndniBseB mit König Johann von Ungarn. Verhandlungen der 
Konunissare mit Herzog Christoph, Plan der Überlassung der Graf- 
schaft Cilli an ihn. Gute Haltung Christophs. Ecks Vorschläge zu 
Vergleichsyerhandlungen Christophs mit Ferdinand. Bayerns Abneigung 
gegen die Auflösung des Bundes. Stelluug Ulms und anderer Städte 
zur Erstreckungsfrage. Absicht Frankreichs, England zu bewegen, 
den vierten Teil der Eriegskosten zu tragen. Philipps Befehl, ohne 
Blicksicht auf Bayern mit Bellay zu verhandeln. Vorschlag einer 
persönlichen Unterredung Philipps mit dem Gesandten (zur Fastnacht). 
Erörterung eines Geldgeschenkes an Eck. Allmähliches Hervortreten 
der Absicht Bayerns, Herzog Ulrich nicht wieder in sein Land kommen 
zu lassen. Unlust des französischen Gesandten. Absicht, einen katho- 
lischen Bund zu gründen. Bayerns Abneigung, Herzog Christoph zu 
unterhalten. Plan einer Heirat Christophs mit einer Tochter Ferdinands. 
Ankunft des Gervasius Vain in Augsburg. 

1534 Jan. Absicht Philipps, den Ritt zum französischen Könige 
auszuführen. Eck versucht alle Tage etwas neues. Die Städte mit 
Ausnahme von Nürnberg und Dinkelsbilhl haben Augsburg verlassen. 
Verlängerung des Bundes allein in Bayerns Hand, da die Städte nicht 
sehr darauf dringen. Feiges Ansicht, daß die Not zuletzt zwingen 
werde, mit Bayern zu kapitulieren. Bitte um Vollmacht. (Heimsendung 
Beichard Bincks, seine Vertretung durch Balthasar Klammer). Ecks 
nunmehrige Erklärung, Bayerns Absicht sei, Krieg zu führen und den 
Bund nicht zu verlängern. Trotzdem Festsetzung der Verhandlungen 
mit Herzog Christoph. Nachricht von Verhandlungen Ferdinands mit 
den 5 Orten und dem Papste. Interesse der reichen Kauf leute an der 
Erstreckung des Bundes. Ankunft des Hans v. d. Planitz und Hans 
Dolzigs wegen der Wahlsache. 

Febr. Zerschlagung der Verhandlungen mit Herzog Christoph. 
Auflösung des Bundes. Versuche der kaiserlichen Kommissare, einen 
neuen Tag für Pfingsten nach Augsburg anzusetzen. Ablehnung der 
Stände. SicherheitsmaBregeln fttr Württemberg. Bttckkehr des Land- 
grafen, Tadel gegen die Gesandten, weil sie sich durch Eck düpieren 
lassen. Abschluß mit Frankreich, Nachricht davon an Eck, Gründe 
(dabei Ansetzung eines Tages nach Frankfurt mit Trier und Pfalz 
wegen Sickingen). Vertröstung der Stadt Ulm. 



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118 SchwftbiBeher Bund. 

173« Ikteii des Marsehallg Hermann t« d. Malgbnrg und des Kanilers 
Johann Felge. 1633 Nov.— 1534 Febr. 

Instruktion. Protokoll (zum größten Teä von Reichard RinckJ mit 
Beilagen B — Nund Abschriften von Briefen^ die auf dem Tage gebraucht 
wunrden. 

1533 Nov. -1534 Febr. Entaendung des MarsohallB und des 
Kanzlers naeh Augabnrg zur Unterattttzong des Herzogs Christoph 
von Wttrttemberg. Dessen Verhandlungen mit den kaiserlichen Kom- 
missaren nnd dem Schwäbischen Bunde, wegen seiner Abfindung 
(Tübingen und Neuffen). 

174. Akten des Landfrafen PUIlpp. 1534. 

Gedruckte Verschreibungen und Urfehden aus den Jahren 1522 bis 
1533. Schreiben des Landgrafen an den Bund. Brief des Hans 
Thoma von Bosenberg. 

1534 Jan. Deponierung der Bundesregistratur beim Bischof von 
Augsburg. 

(1534 Anf.)i). Urfehden des Götz y. Berlickingen, Pankraz y. Auf- 
seBy Wilhelm y. Velburg, Konrad y. Bosenberg, Melchior y. Spameck, 
Hans y. Spameck, Franz Rttd, Wolf Heinrich und Hans Georg y. Auf- 
seB, Fritz Hofinann, Simon Czinis, Btldiger Stttzel yon Mergentheim, 
Christoph, Gott, Sebastian und Wolf y. Spameck, Hans Losher, Hans 
Georg y. Thttngen, Marsilius Voyt, Gilg Ott, Asmus y. Absberg, Hans 
Odenwälder, Heimeran y. NuBberg, Achaz y. Guttenberg, Stephan 
y. Wiersberg, Georg Wolf y. Giech, Hans Mist und Klement Klapsa, 
Hans Georg y. Aschhausens Witwe und Kinder, Hektor y. Guttenberg, 
Georg Bechberger und Endris Hammerschmid, Paul Propst yon Ett- 
wiese und Heinrich Joachim yon Ottingen (1522 — 1533). 

1534 Jun. Bestitution des Herzogs Ulrich yon Württemberg. Ent- 
schuldigung des Hans Thoma yon Bosenberg, der Ladung des Land- 
grafen jetzt nicht folgen zu können, und Bereiterklämng auf dem 
Bundestage in Donauwörth am 6. Januar 1535 zu erscheinen. 

175. Akten des hessischen Bundesrates Budolf Schenk. 1534 Jan. 

Schreiben des Burideshauptmmms Wükehn v. KnÜrvngen und des 
Statthalters und der Bäte in Kassel. 



l) Anfang 1684 (yielleicht Ton Budolf Schenk) überschickt. 



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168a-1596. 119 

1&34 Jan. Mahnung znr Bezahlnng der heasisclien Bnndesanlage. 
Erledigung des Jakob Truchsefi Freiherm y. Waldbnrg aus der Haft 
des Hans Thoma Yon Bosenberg. 

Febr. Übersendung des Absehieds Yom letzten Angsburger Bundes- 
tage und einiger Unterlegter Briefe. 

176. Akten des Landgrafen Pkilipp. 1535—1538. 

Instruktion für Otto Hund und Dr. Oeorg v. Boineburg. Ver- 
xeichmsse der Bundesmitglieder. Briefwechsel mit Hans Thoma van 
Bosenberg j den Botschaftern des Schwäbischen Bundes, Oötx v, Berli- 
chingen, den Erbmarschällen Lienhard, Oeorg und Ächax v. Pappen- 
heim. Äufxeiekmmgen Ober verschiedene Verhandlungspunkte mit 
Augsburg, Nürnberg und Ulm und Bosenberg. Oeleitsbrief für Bosen- 
berg. Schreiben der in EßKngen versammdten Verordneten von 
18 Städten. Schreiben der Oesandten Ulms und Augsburgs und Wiener 
Abschied in Abschrift Niederschrift über eine Werbung aus dem Ober- 
land in der Bosenberger Angelegenheit, 

1535 Jan. Instruktionspunkte für Otto Hund und Dr. Georg y. 
Boineburg zum Tag in Donauwörth am 6. Januar: Verständigung mit 
den Gesandten Yon Pfalz, Mainz und Wttrzburg wegen Erstreckung 
oder Aufrichtung eines neuen Schwäbischen Bundes, Haltung in Sachen 
der Beligion, Veränderung der geistlichen Güter, der Gegenwehr, 
Leistung der Bundeshilfe, Handlung mit den oberländischen Städten 
und den bayrischen Gesandten. Ausnehmen gewisser Beichsstände. — 
König Ferdinands freundliche Stellung zum erneuerten Schwäbischen 
Bunde. Beiteranwerbungen. Verhandlungen mit den Sickingischen. 
Zusammenkunft der Stände des ehemaligen Schwäbischen Bundes. 

Apr. — Mai. Vermittlung des Landgrafen in den Streitigkeiten 
Bosenbergs mit Augsburg, Ulm und Nttmberg. Zahlung einer Ent- 
schädigungssumme der Städte an Bosenberg. Aufnahme Bosenbergs 
in Hessen unter der Voraussetzung, daB er gegen die Städte und Eur- 
pfalz nichts unternehme. Zusage einer Geldunterstützung. Geleits- 
irrungen zwischen Hessen, Württemberg und Ulm. Werbungen für 
Bosenberg bei Gelnhausen und Hachenburg, Beiteransammlungen in 
der Grafschaft Diez. 

Juli. Bote des Landgrafen bei Götz y. Berlichingen. 

1536 Febr. -Apr. Ausschreiben des Bundestages für die Stände 
des ehemaligen Schwäbischen Bundes nach Augsburg wegen Bosen- 
bergs. Augsburger Abschied (April 28), Vertagung auf einen neuen 
Bundestag. Aufenthalt Bosenbergs in Frankreich. 



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120 Schwäbischer Bund 1537—1638. 

Juni. Vermitilang des Landgrafen zwisehen Bosenberg und den 
Städten. 

NoY. VermittlnngsznBage des Landgrafen während des Wttrttem- 
berger Zugs. Gefangennahme des Schultheißen Johann Schütz von 
Lohra durch Hessen wegen Teihiahme an einem Überfall Bosenbergs 
vor Hachenburg auf dem Westerwald. Bitte Bosenbergs um Geleit 
für eine Beise zum Landgrafen, Geplante Heirat z?rtschen einem 
Sohne Philipps imd einer Prinzessin von Geldern. Angebot Bosen- 
bergs, in dieser Sache nach Frankreich zu reiten. Ladung von Adligen 
vor den Landgrafen wegen Übergriffe gegen Kaufleute des Schwä- 
bischen Bundes. 

1637 Jan. Beschickung des Augsburger Bundestages yom 20. Fe- 
bruar. Mahnung zur Bezahlung der Bundesanlage. Absicht Herzog 
Ulrichs, die Herzöge Wilhelm und Ludwig von Bayern zu überziehen. 

Febr. Geleit fttr Bosenberg nach Schmalkalden. 

März. Bundestag in Donauwörth (am 20. Februar), Ansetzung 
eines neuen Bundestages nach Donauwörth auf den 25. März. Werbung 
des Leonhard v. Eck beim Bunde wegen Herzog Ulrichs Angriffs- 
pläne gegen Bayern. 

Apr. Schuldige Gültezahlung des Bernhard Sanrock und Nikolaus 
Widemann an die Predigermönche in Augsburg. 

Mai — Juni Aussöhnung Bosenbergs mit den Bündischen. 

Aug.— Okt. Vergleichstag zwischen den Städten und Bosenberg. 
Fürsprache des Landgrafen. Monatsgeld und Geleit fttr Bosenberg. 
Verhinderung der hessischen Bäte, zum Würzburger Vergleichstage zu 
kommen. 

1538 Jan. — Febr. Vorlage der Bosenberger Angelegenheit auf den 
nächsten Bundestagen. Aussöhnung mit Eurpfalz. 

Mai. Aufenthalt Bosenbergs beim Landgrafen. 

Dez. Verhandlungen des Dr. Eonrad Hei im Auftrage der 18 in 
Eßlingen versammelten Städte-Gesandten beim König in Wien wegen 
Bosenbergs Fehde mit den Städten. Versuch einer Einigung zwischen 
Bosenberg und den oberländischen Städten auf dem Tag zu Eß- 
lingen. 



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Beiehstag au Angsbiug 1518. 121 

Beiehstag zn Augsburg. 

177. Ikten deg Landgrnifeii Philipp^) (auch Sehranteiibaehg ud 
Feiges 5)). 1618 Juli— Sept. 

Briefwechsel mit seinen Gesandten auf dem Reichstage m Augsburg 
Ritter Konrad v. Mansbachj Hofrichter Peter v. Treisbach und KamJer 
Jöharm Feige. Schreiben an den Kaiser und die Reichsstände. Brief- 
u^echsd mit dem Lic. Christoph Hihhofer und der Stadt Worms. 

1518 Juli. Ankunft der Gesandten in Augsburg. Audienz bei 
Herzog Georg von Sachsen. Dessen Vermittlung beim Kaiser in dem 
Streite Philipps mit der Landgräfin-Witwe Anna Yon Braunschweig 
wegen deren Morgengabe und Wittum und ihrer Tochter Elisabeth, 
Eingabe an den Kaiser, Audienz, Vollmacht fbr die Gesandten zu den 
Verhandlungen mit den kaiserlichen Kommissaren. Bedenken gegen 
die Ernennung von Räten des Kurfttrsten Friedrich von Sachsen zu 
Mitkommissaren. Nachrichten vom Reichstage (zur Vorberatung über- 
gebene Artikel). Beschwerden von Kurmainz und des Propstes Yon 
St Alban zu Mainz wegen Vorenthaltung yon Zehnten durch Hessen. 
Kaiserliche Mandate, die in dem Streite mit Mainz Gefangenen frei- 
zugeben und die Sperrung der Zehnten aufzuheben. Unterstützung 
der hessischen Feinde in Reifenberg (Johann Breitenstein) durch die 
Mainzischen. ZusammenstoB hessischer Reiter mit den Mainzischen 
unter dem mainzischen Marschall Frowin v. Hütten in Flörsheim und 
Gefangennahme der Hessen. Sendung Schrautenbachs zu dem Dom- 
dechanten. Verlangen an den Kaiser, Mainz die Freilassung zu be- 
fehlen. Unterstützung eines Landfriedensbrechers durch die Mainzischen 
auf dem Eichsfeld. Wegnahme Yon Wein bei Frankfurt. Befehl an 
die Gesandten, sich der Hilfe der HerzOge von Sachsen, Markgrafen 
von Brandenburg, Würzburgs und Württembergs zu bedienen. Weigerung 
Brandenburgs. Fortführung der Verhandlungen wegen der Land- 
gräfin-Witwe Anna von Braunschweig. 

Aug. ÄuBerung des Kurfürsten Friedrich von Sachsen und der 
Würzburgischen Räte in der mainzischen Angelegenheit. Unwille des 
Kaisers gegen Hessen wegen Nichtbefolgung des Mandats und der 
Absicht von Kurmainz, heimzuziehen. Verhandlungen wegen eines 
Stillstands. Streit mit der alten Landgräfin (Anna von Braunschweig) 
wegen des Wittums. Der Kardinalshut dem Erzbischof von Mainz 

1) Philipp war im JnU in FrankfiiTt wegen Veriutndlnngen mit kaiserlichen 
Kommissaren betr. den Gulden-WeinzoU. 

2) Feige war etwa am 16. Sept von Angabuig abgereist 



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122 Beldwtag zu Augsburg^ 1518. 

auf dem Reichstage ttberreicht Beförderung der Mandate gegen Breiten- 
Btein, Sachsen und Stift Fulda. Bevorstehende Ankunft des Markgrafen 
Joachim und Eurkölns, Mühe des Kaisers, Eurköln »auf die Beine zu 
bringen«. Türkenkrieg. Befehl, auf die Absolution des Amtmanns Batt 
Homeck hinzuwirken. Zehrungskosten der Anna von Braunschweig. 
Geldmangel der Gesandten. Rüstungen Franzens y. Sickingen: War- 
nung an Hessen. Ungnade des Kaisers gegen Württemberg. 

Sept. Sickingens Verlangen an den Pfalzgrafen, ihn zu unter- 
stützen. Rat, bei anderen Fürsten (Württemberg) Hilfe zu suchen. 
Klage des Landgrafen bei Kaiser und Reichsständen gegen Sickingens 
Friedensbrueh. Pfälzisches Erbieten Hessen gegenüber. Abreise 
Feiges zum Landgrafen durch Württemberg. Sein Aufenthalt in Stutt- 
gart. Reise Konrads v. Mansbach mit dem Bischof von Würzburg. 
Dessen und der Herzöge Friedrich und Georg von Sachsen Abreise. 
Zusagen der Markgrafen Joachim und Kasimir. Rat Feiges, Gesandt- 
schaften an Sachsen zu schicken. Die Ritterschaft zu Darmstadi 
Schreiben an den Herzog von Württemberg. Dessen Neigung zu 
helfen, wenn ihm eine »Vertröstung« in Aussicht gestellt wird. Geld- 
mangel Feiges, der ihn am Anwerben von Truppen hindert. Fort- 
setzung der Verhandlungen in Augsburg durch Peter y. Treisbach. 
Dessen Geldmangel. 

Dez. Schreiben des Kaisers an das Kammergericht wegen Ein- 
forderung der auf dem Augsburger Reichstage beschlossenen rück- 
ständigen Anschläge. Bitte Hitzhofers um VerhaltungsmaBregeln in 
dieser und der nassauischen Sache. 

Undatiert. Anweisung, den Kammerrichter Grafen Siegmund 
vom Hag zu rekusieren. Abrechnung mit der Stadt Worms und dem 
Kammerrichter wegen der 6000 Gulden auf einem Donnerstag nach 
Oculi in Worms abzuhaltenden Tage.^) 

178.- Akten der hesstschen Gesandten auf dem Reichstage ra Augs- 
burg Bitter Konrad t* Mansbach, Hofriehter Peter y. Treishaeh 
und Kansler Johann Felge. 1518 Juli — Sept. 

Briefwechsd mit dem Landgrafen Philipp^ dem Lic. Hitxhofer^ dem 
Herzog Ulrich von Württemberg^ dem ErbmarsckaU Hermatm Biedesd^ 
Wilhelm v. Dömberg und dem kaiserlichen Obersten Sekretär Dr. Niko^ 
Ums Ziegler Herrn xu Barr. Eingabe an den Kaiser Mcmmüiaru 
Abschriften und Denkxettd.^ 

1) Diese undatierten Stacke gehören möglicherweise auch in eines der nlU^h- 
Bten Jahre. 

2} Dabei auch ein Schreiben Feiges auf der Bückreiie yon Augsburg. 



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Beichstag zu Augsburg 1618. 123 

1618 Juli. Aug. Streit mit Maiius, kaiserliche Mandate und Yer- 
iiiitaimgsyorBchläge. Streit mit der Landgräfin-Witwe Anna von 
Brannschweig. 

Sept. Des Landgrafen Briefwechsel mit Herzog Georg von 
Sachsen betreffs der gegen Hessen erhobenen Beschwerden (die ältere 
Landgräfin Anna, die Wetterauischen Grafen wegen Wasserbiblos^ die 
alten Regenten, ans der pfalzgräflichen Fehde herrührende Be- 
schwerden, Emmerich Affenstein, Kaspar Sintram, Wilhelm Gans, 
Johann Hilchen, Johann Breitenstein, Franz y. Sickingen, Eonrad 
y. Hattstein, die Ganerben zu Beifenberg). Rüstungen und Zug 
Sickingens gegen Hessen. Werbung bei Württemberg wegen Hilfe 
gegen einen Überzug Sickingens. Hilfegesuche bei anderen Reichs- 
ständen. Antrag beim Kaiser, Sickingen zu ächten. Trierische Korre- 
spondenz wegen Sickingens. 



179« -Akten der hessisclien Gesandten auf dem Beiehstage su Augs- 
burg, 1618 JuU— Sept. 

Eingaben an den Kaiser und die Beichsstände, Schreiben des 
Herzogs Georg von Sachsen und des kaiserlichen Sekretärs Joharm Ferenr 
berger. 

1618 Juli — Sept. Ansprache an den Kaiser bei der ersten 
Audienz der hessischen Gesandten. Dank für die Mündigkeitser- 
klämng des Landgrafen. Ansprüche der Landgräfin-Witwe Anna von 
Braunschweig an den Landgrafen wegen ihrer Morgengabe und ihres 
Wittums und der Wegführung ihrer Tochter Elisabeth von Melsungen 
nach Marburg. Kaiserlicher Befehl wegen Freigebung der kur^ 
mainzischen Gefangenen. 



180. Akten der hessischen Oesandten - auf dem Beiehstage bu Augs- 
burg. 1618 Sept. 

Eingaben an die kaiserlichen Hofräte tmd die Beichsstände. 

1618 Sept. Klage der alten hessischen Regenten Hermann Schenk, 
Kaspar v. Berlepseh, Georg v« Hatzfeld und Ludwig v. Boineburg 
gegen die Landgrilfin-Witwe Anna von Mecklenburg wegen unge- 
rediter Gewalt. 

Klage Johanns y. Sankt Nabor [ehemaligen hessischen Rent- 
meisters zu Blankenstein] gegen Hessen wegen erlittenen Gefängnisses. 



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jä 



124 Beiohstage an Augsburg 1618 und Worms 1521. 

181* Akten der hesslsehen Oesandten auf dem Relehstage ra Avgg- 
biirg, 1518 Sept.— Okt 

Abschriften der allgemeinen Beii^tagsverharuüungen nebst Abschied 
und Präsenzliste. Dabei ein Zettel Christoph Hitxhofers betr. die Ord- 
nung des Kammergerichts mit Notixen Peters v. Treisbach über die 
Ereignisse auf dem Beichstage (Sept. 16 — 30). 

Reichstag zu Worms 1521. 

183. Akten des Landgrafen Philipp beEw. der kesslsohen Kanzlet. 

1520 Nov. 1621 März— Mai. [1522] 

Kaiserliches Mandat. Urkunden und Urkundenabschriften. Prozeß- 
Schriften. Notixen. Abschriften der auf dem Beichstage entstandenen 
Schriftstücke. Quittung der Stadt Niimberg. 

1520 Nov. Einladung zum Reichstag. i) 

Jan. Schirmbrief für Kloster Erbach, Zollfreiheit für dasselbe.^) 
Febr. Empfang der Lehen vom St. Stephansstifte zn Mainz.') 
März. Schuld des Georg v. Minckwitz gegenüber dem Landgrafen 
(600 rhein. Gulden).*) 

Apr. Belehnung des Landgrafen mit den Regalien.^) Exemption 
von dem Hofgerichte zu Rottweil und aller anderen fremden Gerichts- 
barkeit.*) Vertrag des Landgrafen mit Henneberg wegen Domberg 
und Großgerau.*^) Beilegung von Streitigkeiten zwischen Hessen und 
Mainz (Lehen zu Bickenbach, Grenzstreitigkeiten zwischen Ejrchhain 
und Amöneburg, geistliche Jurisdiktion), s) Belohnung des Landgrafen 
mit mainzischen Lehen, Bickenbach, Zwingenberg, alten katzeneln- 
bogischen Lehen. ^) Schuld des Pfalzgrafen Friedrich an den Land- 
grafen, Vertrag mit Eurpfalz wegen Umstadt, Schloß Stein, der 
pfälzischen Lehen in Nierstein, des Geleits an der Bergstraße, kur- 
pfälzische Belehnung,i<>) die nassauische Streitsache, i^) Verhandlungen 
mit Hanau wegen Homburg v. d. H. vor den Hofräten und Vertrag. *') 
(Vertrag des Landgrafen mit seiner Mutter Anna.) ^3) Die für den 
Landgrafen vor seiner Abreise von Worms zu erledigenden Gegen- 

1) Samtarchiv I 142, 61. 2) Eopialbnch H 1 fol. 112, J 1 fol. 113. 

3) Kopialbuch J 1 fol. 279. 4) Samtarchiv IV 354, 62. 

5) Samtarchiv I 88, 26. 6) Samtarchiv I 136, 44. 

7) Kopialbuch J 1 fol. 200, K 2 fol. 388. 8) Kopialbuch J 1 fol. 266. 

9) Samtarchiv I, 244, 26—29. Kopialbuch J 1 fol. 276. 
10) Kopialbuch H 1 fol. 134, J 1 fol. 39, 46 und 48. Vertrag mit Kurpfals Worms 
1621 Mai 6. Kopialbuch J 1 fol. 61. 11) Kopialbuch J 1 fol. 13, 17. 

12) Samtarchiv, Nachträge. 13) V^. o. Nr. 69. 



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Beiohstage in Nttraberg 1522, 1528. 125 

Stände. Projektierter Yerhörstag zu Warbnrg (Juni 17) zwischen dem 
Grafen von Rietberg nnd den braonsohweigischen Städten, sowie 
zwischen Heinrich Bemshusen und dem SehnltheiBen zu Borken. 

Mai. Antwort der Reichsstände auf die kaiserliche Proposition 
wegen der Romznghilfe.i) Anschläge der Stände für die Kosten des 
Zngs nnd der Unterhaltong des Regiments nnd Eammergerichts.^) 

[1622 Ang. Zahlung von 1246 V2 Grolden des in Worms be- 
willigten Anschlags dnrch den Landgrafen an die Stadt Nürnberg.^)] 

Reichstag zn Nürnberg 1522. 
183. Akten des Landgrafen Philipp. 1522 Apr. Ang. Okt. 

Schreiben an das Reichsregiment Abschriften, Ausschreiben des 
Regiments im Druck. An die Äbtissin von Kaufungen adressiertes 
Ausschreiben des Kammergerichts. 

1522 Apr. Beschwerde des Landgrafen gegen den Grafen Wilhelm 
Yon Nassan wegen Grefangennahme hessischer Untertanen zn Driedorf. 
Abschied.^) Ansetznng des nächsten Reichstags nach Nürnberg anf 
Sept. 1.^) Vorschlag zn einer anf dem nächsten Reichstage anzn- 
setzenden Türkenhilfe.*) Erhebung der anf dem Wormser Reichs- 
tage bewilligten Anschläge znr Unterhaltung des Regiments und 
Kammergerichts nsw.'O 

1522 Aug. Okt Mahnungen des Eammergerichts an die Äbtissin 
von Kanfungen nnd den Grafen Yon Rietberg wegen Erlegung der 
Anlagen. 

Reichstag zu Nflrnberg 1523. 

184« Akten des Landirrafen Philipp nnd Balthasar Schrantenhaohs. 

1623 Jan. Febr. Apr. 

Briefwechsd mit dem auf den Reichstag in Nürnberg entsandten 
Kanzler Johann Feige und mit dem Erxherxog Ferdinand (dessen Schrei- 
ben OMch an Kurtrier und Kurpfalx gerichtet). — Ausschreiben des Kam^ 
mergeriehts an die Äbtissin von Kaufungen und den Orafen von Rietberg. 

1523 Jan. Febr. Große Rüstungen Sickingens. Bemühungen des 
Pfalzgrafen Friedrich auf dem Reichstage gegen ihn. Rat, wie die 



1) BeichBtsgBskten n 396 Faaiang vom 12. Mai. 

2) RTA n 427. 3) Samtarchiv IV 454, 14. 4) RTA m 170. 
5) Ebenda 185. 6) Ebenda 188. 

7) Undatierte Beilage zu einem unbekannten oder nicht erhaltenen Schreiben. 



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126 BeichBtag zu NUrnberg^ 1522—1523. 

drei yerbttndeten Fürsten ihm den Zulauf von Knechten abschneiden 
sollen. Abgeneigtheit der Stände, Beiohshilfe zu gewähren. Äufiening 
des Pfalzgrafen Friedrich im groSen AusschaB. Besprechung des Erz- 
herzogs Ferdinand bezw. des kaiserlichen Bats Dr. Lamparter mit 
Herzog Friedrich von Bayern, Dr. Heinrich Dennich^) und Dr. Lud- 
wig Furster als trierischen, dem Kanzler Dr. Florenz y. Venningen 
als kurpfälzischem und Feige als hessischem Gesandten wegen des 
Frankfurter Vertrags mit Mainz; Versuch die Zahlung der von Mainz 
zu erlegenden 25000 Gulden zu hindern. Bevorstehender Städtetag 
in Speyer, unwillige Stimmung der Städte. Empörung der Böhmen 
wider den Landgrafen von Leuchtenberg. Übersendung der Heidel- 
berger Verhandlungen an Feige. Übersendung der kaiserlichen 
Mandate und Zitationen betr. Qnirin v. Gronberg, Frowin v. Hütten 
den Alten und Frowin v. Hütten den Jungen an Feige. Befehl, mit 
den trierischen und pfälzischen Gesandten zu beraten und Christoph 
Hitzhofer hinzuzuziehen. Darstellung der Vorgänge. Ansuchen des 
Erzherzogs an die in Frankfart versammelten drei Fürsten, auf die 
25000 Gulden zu verzichten. Der Landgraf in Wolkersdorf. Adolf 
Bau als Gesandter in Schweinfurt. Forderung des Fiskals (300 Gulden). 
Übersendung des an Minckwitz gerichteten Schreibens Sickingens.^} 
Quirin v. Cronberg. Ablehnende Antwort der drei verbündeten 
Fürsten an den Erzherzog. 

Apr. Mai. Mahnungen an die Äbtissin von Kaufdngen und den 
Grafen von Bietberg wegen Entrichtung ihrer Anlagen. 

185. Akten des hessischen Gesandten auf dem Belehstage lu Hllrn- 
berg Johann Feige. 1522 Okt.— 1523 Febr. 

Schreiben des Landgrafen Philipp. Abschriften der Akten vom 
Heidelberger Tage,^) Entururf xu den hessischen Beschwerden. Schreiben 
der kurtrieriseheny kurpfälxischen und hessischen Reichstagsgesandten 
an die in Ansbach versammelte Ritterschaft.^) Abschriften der auf 
dem Reichstage entstandenen Schriftstücke. 

1522 Okt. Sendung des Bitters Sebastian v. Nippenburg durch 
das Beichsregiment an die verbündeten Fürsten. Mandat wegen Ver- 
Schonung von Kurmainz. Befehl an Feige, den Landgrafen wegen 
der Abwesenheit von Kurtrier zu entschuldigen. Die hessischen Be- 
schwerden wegen der Vertretung der Grafen von Waldeck, Wittgen- 



1) Dr. Heinrich Dangin v. Wittlich, Kanzler. 2) S. o. Nr. 92. 
3) S. o. Nr. 94. 4) BesiegelteB und wiedergeöfiiietes Mundum. 



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Beichstacre m Nürnberg 1523 Ang. und 1584. 127 

Stein und Bietberg, des Herrn zu Plesse nnd der ÄbtiBsin von 
Eanfiingen.i) 

1523 Jan. Nicht abgegangene^) Mahnung an die fränkische Bitter- 
schaft, nichts wider die gegen Sickingen verbündeten Fürsten zu 
unternehmen. Bitte der drei verbündeten Fürsten nm Unterstützung 
gegen Sickingen. 

1522 Okt.— 1523 Febr. Beichstagsverhandlungen: Der Kaiser 
an den Papst wegen Verwendung der aus Deutschland nach Born 
gehenden Annaten,') desgl. an das Begiment,^) Bestimmungen des 
Kaisers über die Verwaltung des Begiments.^) Türkenhilfe. <^) Luther- 
sache. 7) Städtische Beschwerden.^} Beschwerden der deutschen 
Nation.*) Abschied. i®) Neuer Beichstag auf Juli 13. nach Nürn- 
berg einberufen. 

Beichstag zu Nttmberg 1623 Aug. 

186. Akten des Landgrafen PhUipp. 1523 Aug. 14. 
Beichstagsabsckied in Abschrift, 

Reichstag zu Nfirnberg 1624. 

187. Akten der hessischen Gesandten auf dem Betchstage tn Nürnberg 
Balthasar r. Wettolshausen gen. Sehrautenbach und Johann Feige. 

(1523 Nov.) 1524 Jan. März. 

Schreiben des La/ndgrafen Philipp. Notixen und Entwürfe Feiges. 
Abschriften von Aktenstücken. 

1524 Jan. Verantwortung yon Eurtrier, Eurpfalz und Hessen 
gegen die Anklagen Hartmuts v. Cronberg bei den Beichsständen. 
Befehl des Landgrafen, auf die Beseitigung des Begiments oder 
wenigstens auf eine andere Besetzung desselben hinzuwirken, Kur- 
pfalz wegen des Vikariatamtes zu unterstützen, in Philipp Weises 
Sache den Bat Eurtriers einzuholen, den Herzog Georg von Sachsen 
um Unterstützung zu bitten. 



1) Undatiert, ob zu diesem Beichstage gehörig? 2) S. S. 126 Anm. 4. 
3) BTA m 226. 4) BTA HI 229. 6) BTA HI 237. 

6) BTA m 347, 361. Dabei undatierte Beschwerdeschrift lothringischer Ge- 
sandten wegen Heranziehung zu den Umlagen. Ob zu diesem Beichstage gehörig 

7) BTA in 393, 399, 417, 436. 8) BTA IH 486. 
9) BTA m 648. 10) BTA EI 736, 769. 



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128 Zeiinngen. Berichte von Beamten 1624. 1526. 

Beschwerdesclirift (Sendbrief) Hartmnts y. Cronberg an den Beiohs- 
tag nnd Antwort der verbündeten Fürsten. 

1523 Nov. — 1524 März. Allgemeine Reichstagsverhandlongen, 
in specie: Einbemfong des Beichstags, Vollmacbt ftar das Regiment, 
Proposition, Supplikation der Städte, Schreiben des Papstes Cle- 
mens Vn., Regimentsordnung, Eammergericht, Friede und Recht, 
Stimmen und Sitz der Reichsstädte, Abschied. 

188* Akten des Landgrafen Philipp beiw. Sohrantenbaohs. 

1524. 1525. 

Kaiserliches Mandat Schreiben des Ämtmanns xu Diez Wilhelm 
V. Staffel. Bestaßungsrevers. Abschriften von Ordnungen und Verträgen. 
Schreiben Feiges. Verzeichnis. 

1524 Jan. Böhmische Eirohenordnung. 

Apr. Ausschreiben eines Reichstags nach Speyer auf Not. 11. 
Heimliche Reiterwerbung auf beiden Seiten des Rheins. 

Juni. Das Regensburger Bündnis zwischen Erzherzog Ferdinand, 
den Herzögen von Bayern und einigen Bischöfen zur Unterdrückung 
der lutherischen Lehre. 

Okt. Annahme Hans Meurers zum FuBknechtshauptmann. 

1525 Febr. Schreiben des Nürnberger Ratssekretärs (Jakob Rorer) 
an Feige. Hochzeit des Marburger Bürgermeisters Johann Blanken- 
heim, Feiges Schwager, mit Ursula, Bernhard Eeudels Tochter. 

[Juli 19.] Die Verhandlungen des Erzbischofs Albrecht Yon Mainz, 
des Kurfürsten Joachim von Brandenburg, der Herzöge Erich und 
Heinrich yon Braunschweig und Georg von Sachsen in Dessau zur 
Bekämpfung neuer Empörungen der Untertanen und zur Ausrottung 
der Lehre Luthers, i) 

NoY. Des Kapitels zu Mainz Ratschlag gegen die Lutherischen.') 
Dez. Inventarisation des hessischen Geschützes. 



1) Abdruck bei Friedensbnrg, ZurYorgeBchichte des Gotha-Torganischen Bünd- 
nisses (1884) S. 112. Eine Abschrift aaf knrsüchsischem Papier im Samtarchive 
IV 172, 8^ eine hiervon angefertigte hessische Abschrift ebenda. Eine zweite 
Abschrift mit Bemerkungen Ruells auf der Bückseite betr. Stellungnahme (zu 
diesen Beschlüssen) auf einem bevorstehenden Tage (mit Eursachsen) zu Oreuzburg 
(Sept 14), das Kloster Frauensee, Erbhuldigung. 

2) Samtarchiv IV, 172, 8»». In Betreff der Datierung vgl. Walter, Zum Mainzer 
Batschlag von 1626, in Briegers Zeitschr. f. Eirchengesch. XYIII S. 413. 



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Bauernkrieg: Zeitungen, Sicherheitsmaßregeln. 129 

189. 1521—1624. 

Die ersten drei Lagen einer Serie von Drucken^ enthaltend A das 
Wormser Edikt 1521 Mai 8, B »Landpot im hertzogthnmb Obern nnd 
Njdem Baym wider die Luttheranischen Sect.« 1524 Oki 1 (mit 
einigen handschriftlichen BandbemerkuDgen), G »Beformation und Ord- 
nung durch bäbstlicher heyligkeit legaten . . . aufgericht zu Begens- 
puig zu abstellung der miBbreuch und erhaltuog erbers wesens und 
wandeis in der geystlicheit.« 1524 Juli 7. 



Banemkrieg. 

190. Akten des Landgrafen. 1524. 1525. 

Druckschrift ÄbschriftenA) Brief des Achax Forstmeister v. Odn- 
htmsen an seinen Bruder Bastian. Bericht Otto Hunds (aus Nürn- 
berg). 

1524 — 1525. Die zwölf Artikel der Bauern.') Diejenigen, welche 
die gedruckten 12 Artikel gegenüber dem »hellen lichten Haufen« 
anerkannt haben. Diejenigen, welche am 16. Apr. 1525 zu Weins- 
berg von den Bauern erschlagen und durch die Spieße gejagt sind. 
Artikel, welche auf dem von den verschiedenen Bauemhaufen in 
Heilbronn abzuhaltenden Tage beratschlagt werden sollen. Vorgehen 
der Bauern in der Grafschaft Leiningen. Bericht Johann Helfmanns 
aus EBlingen über die dortigen Unruhen (Apr. 23). Belagemug von 
Wttrzburg durch die Bauern (Hai 14). Absicht des Schwäbischen 
Bundes, einige Schlösser in Franken zu überziehen. Die Bauemunruhen 
in Franken. ZersplitteruDg des fränkischen Bauembundes. Schrift des 
Regiments an den fränkischen Adel (Ende Mai). Empömug des ge- 
meinen Mannes gegen den Bischof von Salzbui^. 

191. Akten des Landgrafen Philipp. 1525 März. Apr. 

Schreiben an die Stadt Treysa.^) Notixen der Kasseler Kanxlei 
(Feiges). Listen. Schreiben des Heinrich Ghraschlag und des Grafen 
von Saynj der Stadt Homburg vor der Höhe. 

1525 März. Apr. Aufrührerische Bewegungen in hessischen Städten 
(Treysa und Wetter). Allgemeine Maßregeln zur Sicherung gegen 



1) Z. T. Beilagen zu nicht ermittelten Schreiben. 2) Gleichseitiger Druck. 
3) In der Ausfertigung. Es ist unsicher, auf welche Weise das Schreiben 
in die hessische S^anziei zurück gelangt ist 

PoBt AickiT 4m Uadgr. PhiUpp. 9 



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130 B»uorakrieg. 

die aufrührerischen Bauern. Aufgebot der Lehenleute und Städte. 
Entschuldigungen Heinrich Grasohlags und des Grafen Johann von 
Sayn wegen Nichterscheinens (Bauemunruhen im Erzstifte Mainz), 
desgl. der Stadt Homburg, deren Bitte um Erhaltung ihrer Privi- 
legien. 



192. Akten des Landgrafen Phülpp. 1525 Apr. Mai. 

Berichte von StaWialter (Christian v. Hanstein) und Räten xu 
Kassel. 

1525 Apr. Plünderung des EJosters Heida durch die Bauern aus 
den Gerichten Spangenberg, Morschen usw. (Apr. 24). Die in Kassel 
anwesenden Bäte (Christian y. Hanstein, Tile Wolf v. Gudenberg zu 
Itter, Amtmann Burkhard v. Gramm, Heinrich v. Baumbach und 
Amt y. Uflfeln der. Jüngere). Besatzung des Schlosses. Brief des 
Herzogs Erich yon Braunschweig. Bitte der Räte um Überlassung 
yon Bindfleisch bei der bevorstehenden Ankunft des Herzogs Erich 
und des Bischofs yon Paderborn. Absicht des Herzogs Heinrich von 
Braunschweig, dem Landgrafen zuzuziehen: Wunsch der Räte, etwa 
yierzig Diener des Herzogs in Kassel zurückzubehalten. Sorge fUr 
Geschützbespannung. Absicht der Äbtissin yon Kaufnngen, ihre Klein- 
odien im Schlosse zu Kassel in Sicherheit zu bringen. 

Mai. Beherbergung des für Mai 5 in Kassel angesagten Herzogs 
Heinrich und seiner 5 — 600 Reisigen. Verlegung yon Reisigen nach 
Allendorf a. W. und Witzenhausen gegen die aufrührerischen Bauern 
des Eichsfelds. Erfreuliche Nachrichten yom Landgrafen. Sendung 
eines Geschützes an diesen. Schreiben des Bischofs yon Paderborn. 
Ankunft des paderbomischen Kanzlers in Kassel. Briefe der Herzöge 
Georg und Friedrich yon Sachsen (Bestrafung des Boten). Ankunft 
schaumburgischer Reiter, vierzig Pferde stark, in Kassel. Schreiben 
des Herzogs Erich. Bitte des Statthalters, auf dem Zuge gegen Mühl- 
hausen die Häuser gewisser Adeligen zu verschonen. Glückwunsch 
zur Schlacht bei Frankenhausen. Übersendung yon Wagen, Pferden 
und Geschütz an den Landgrafen. 

Hierbei zwei Privatbriefe an Feige (von Lic. Johann Fischer gen. 
Walter und Bernhard Glaut d. J.) betreffend die Geburt einer Tochter 
Feiges (Mai 23). 



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Berichte ans KasMl nnd Marburg. 131 

193. Akten des Landgrafen Philipp, des Marseballs Hermann t. d. 
Malsbnrf nnd des Kanilers Felge i), aneh des Kamenekretirs 
Eberhard Bnell« 1525 Apr. Mai. 

Schreiben der heimgelassenen Räte xu Marburg (Balthasars v. Wei- 
talshausen gen. Schrautenbach^) und Kanzler Feige), *) Aufzeichnungen 
des Ludwig Sachs (v. Sachsen). 

1525 Apr. Antworten der Grafen von Waldeck und Tecklenbnrg 
auf das Aufgebot. AuBSohreiben an die nicht erschienenen Lehenlente. 
Nachrichten ttber die Banemanmhen in der Gegend von Schlüchtern, 
SteinaUi Salmünster, Wttrzbarg, Aschaffenburg, Grafschaft Rieneck, 
Aura, Bildhausen usw. Verhandlung Schrautenbachs mit den Brüdern 
Anton nnd Kaspar Schade wegen der Annahme von Reitern. Ab- 
bestellung; Schrautenbach rät sie anzunehmen. 

Mai. Lieferung von Hafer an Eurpfalz. Kundschaften über die 
Bauemunruhen in Franken. Schrautenbachs Vetter Bemt Schrauten- 
bach im Schlosse zu Würzburg. Abkündigung der Reiter in West- 
falen durch den Bischof (Wilhelm) von Straßburg, als Statthalter des 
Erzstifto Mainz. Die Bauern vor Worms und Kaiserslautem. Ankunft 
von 120 Reitern, kurkölnischen Hilfstruppen, in Marburg. Verhand- 
lungen mit ihnen wegen ihrer Besoldung. Anwerbung von Knechten 
ftLr Cronberg und Rüsselsheim. Schreiben an den Pfalzgrafen wegen 
der kurkölnischen Reiter. Besetzung der Schlösser in der Obergraf- 
schaft Katzenelnbogen. Unterstützung des Amtmanns von Eppstein 
durch Reisige. BcTorstehende Ankunft von kurtrierischen Reisigen. 
Briefe des Landgrafen an seine Mutter, deren Tod, Begräbnis, Nach- 
laß, Testament. Schreiben des Grafen Anton von Schaumburg wegen 
der Reiter. Einnahme des Klosters Amsburg durch die wetterauischen 
Grafen. Güter des Klosters in Hessen. Klöster Blankenau und 
Hirzenhain und deren Besitzungen. Eigenmächtige Erteilung von 
PaBporten durch die Stadt Marburg. Die Bauern von Würzburg. 
Vertrag des Stiftes Mainz mit den Odenwälder Bauern,') Gefahr für 
die an mainzisches Gebiet grenzenden hessischen Besitzungen. Über- 
bringung des Bleidenstadter Lehenbriefs durch Helwig v. Lehrbach, 
Amtmann zu Cronberg, Bereitwilligkeit des Abtes, die katzeneln- 
bogischen Lehen der Abtei (zeitweilig Nassau erteilt) an Hessen zu 
geben, Bitte um Erteilung eines hessischen Schutzbriefs. Erhebung 



1) Feige war zuerst in Marburg, dann beim Heere. 

2) Einzehie an Schrautenbaeh gerichtete Schreiben sind, wie die doppelten 
Sefanitte aeigen, von diesem weitergesaadt worden. 

3] Abschrift yorhanden. 

9* 



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132 Bsaernkrieg. 

der von Mamz an die Bauern zn zahlenden Oeldsnmme (15000 Gnlden) 
in Höchst dnroh Abgesandte der Odenwälder Banem. Beratnng der 
Odenwälder nnd fränkischen Banem in Heilbronn. Ihre angebliehe 
Absicht, den Landgrafen ab- nnd den Grafen von Nassan an seine 
Stelle zn setzen. Streifzilge des Grafen (Eberhard) von Eönigstein, 
Bmder des Oberamtmanns, gegen die Banem. Übersendnng von 
nenen Zeitnngen dnrch den trierischen Kanzler Fnrster. 

194. Akten der BefeUgbaber in Marbnrgr (Ballhasar t. Weltolsbansen 
gen« Sehrantembaeh imd Johann Felge ^))« 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp^ dem Enibischof von 
Trier ^ dem Amtmarm xu Biedenkopf Hermann Rump^ dem kurtrieri- 
schien Kanzler Ludwig Furster, Hdwig v. Lehrbach^ Ämtmann xu Epp- 
stein und Gronberg^ und dem Oberamtmarm der Obergrafschaft Katxen- 
elenbogen Grafen Georg xu Königstein. 

1525 Apr. Mitteilnngen des Landgrafen über die EmpömDg der 
hersfeldischen Banem. Sammlung eines Banernhanfens bei Fnlda. 
Angefangenes Schreiben der Stadt Hersfeld an die Stadt Alsfeld. 
Ausschreiben des Landgrafen an die niederhessischen Städte. Befehl 
zur eiligen Aufbringung von Beisigen. Bestallung des Tonges Schade 
zur Aufbringung von 3—400 Pferden. Empörung der kurtrierischen 
Bauern. 

Mai. Niederlage der Bauern bei Westhofen durch den kur- 
pfälzischen Marschall Wilhelm t. Habem und die ttbrigen Vorgänge 
im Wormser Gau. Büstungen des Erzbischofs von Trier und des 
Herzogs Yon Lothringen gegen die Bauern. 

Juni. Vorgehen des Pfalzgrafen gegen die Banem. Weigerung 
der Bauem in Eppstein, Cronberg und Homburg y. d. H., den Zehnten 
zu zahlen. Rücksendung hessischer Tmppen aus der Obergrafischafi 

Juli. Rücksendung Friedrich Schnabels und der anderen Junker 
und Knechte aus Cronberg. 

195. Akten des Landgrafen Philipp. 1525 Apr. — Juni. 

Schreiben des Oberamtmmms der Obergrafschaft Katxendnbogen 
Grafen Georg xu Königsteinfi) 

1625 Apr. Der kurpfälzische Kanzler Dr. Florenz v. Venningen 
übersendet dem Grafen gemäB dem mit ihm in Frankfurt genommenen 

1) Dieser später im Heere. 

2) Zu seiner ünterstUtBnng waren Schwenel, Henßenstamm nnd Batt Homeck 
in der Obergrafschaft. 



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Murbniger Akten. Berichte von Beamten. HenfeldlBche Ausschreiben. 133 

Abaehiede den Mainzer Abschied und Nebenabschied der vier rhei- 
nischen Karfbrsten vom 21. April betr. die Banemnnmhen nnd die 
auf ihn bezüglichen Schreiben in Abschrift. 

Mai. Fortsehritt der Banembewegung in der Pfalz und dem Erz- 
stifte Mainz. Notwendigkeit der Bestelinng der Schlösser (die nach der 
Obergrafschaft gesandten Reiter waren an Earpfalz geschickt). Be- 
richt Heinrich Mosbachs aus Heidelberg über den Verlauf des Bauern- 
kriegs in Oberdeutschland. 

Juni. Bitte des Grafen um Instruktion, wie er sich den kur- 
pfiUzischen Bäten in Heidelberg gegenüber zu verhalten habe, die 
um weitere Hilfe gegen die Bauern nachsuchen. 

196. Akten des Landgrafen Pkfllpp. 1525 Apr. 

Schreiben des Rentmeisters Toide Oroßmami zu Ziegenhainj des 
Vogtes Hcms Marsteüer zu Friedetoald und des Hermami Sindt gen. 
Schütz. Vertragsabsckrift. 

1525 Apr. Zug der foldischen Bauern yor Hersfeld und nach 
Niederaula (Apr. 20). Die Bauern aus Geisa und von der Fulda in 
Vaoha und im Gericht Heringen, ihre Absicht, nach Friedewald zu 
kommen. Abfall der Einwohner von Heringen und Friedewald zu 
den Bauern. Der SchultheiB von Heringen wird gezwungen, mitzu- 
gehen. Bericht Georgs v. Eolmatsoh, hersfeldisohen Marschalls, über 
den Zug der Bauern nach Salzungen (Mitnahme des Hans v. Völkers- 
hausen und Ludvrigs v. Boineburg zu Lengsfeld) und vor Crayenberg, 
ihr Schreiben an die thüringischen Städte. Versuche des Koadjutors 
von Fulda, seine YasaUen zur Anerkennung der zwOlf Artikel zu be- 
wegen. (Schreiben des Koadjutors und seines Marschalls Lio. Ludwig 
Schwertzel an die Brüder Hermann und Theodor Biedesel, Nicht- 
annahme der Artikel durch diese). Verlegung eines Teils des Bauem- 
haufens in die Städte (Hünfeld). Abzug eines Teils. Furcht vor dem 
Landgrafen. 

197. Akten des Landgrafon Plülipp. 1525 Apr. 

Ausschreiben an hessische Städte und Antworten von Homberg^ 
Treysa, Alsfeld^ Neukirchen^ Ziegenhain^ Melsungen, Sontra^ Spangen- 
bergj Kassd und Wihenhaziseny bexw. die von diesen eingesandten oder 
von den LandgräfUchen aufgefa/ngenen Schreiben der Stadt Hersfdd. 
Aufgefangener Paß^ von den BauernhaupÜeuten zu Aura ausgestellt 

1525 Apr. Befehl des Landgrafen, die Boten der Stadt Hersfeld 
und andere Aufrührer gefangen zu setzen und die von ihnen über- 



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134 Bauernkrieg. 

brachten Briefe aasznliefern. ZiuiiolieniDg der Hilfe. Übereendung 
der Auffordemngsschreibeii der Stadt Hersfeld betr. Anerkennang 
der zwölf Artikel , bezw. Bereitwilligkeitserklämngen, dem Befehl 
folge zü leisten. 

198. Akten des Landgrafen Pkfllpp. 1525 Apr. Mai. 

Schreiben des Rentmeisters xu Schmalkalden Joharm HiÜmer und 
der Stadt Schmalkalden. Vollmacht der Stadt für Gtesandte. Schreiben 
der Angehörigen des Klos Heimerich. 

1525 Apr. Unmöglichkeit fllr die Stadt, die verlangten vierzig 
Gerüsteten zn senden, wegen der durch die Bauern drohenden Gefahr. 
AnschluB der Stadt Salzungen an dieselben (Apr. 23). Besitzergreifung 
yon hennebergischem Gebiet durch die Bauern. Maßnahmen des 
Bentmeisters, in Gemeinschaft mit dem hennebergischen Amtsyer- 
walter Stadt und Amt Schmalkalden in ihrer Pflicht zu erhalten. Zu- 
lauf zu dem Bauemhaufen, dessen Herannahen in Stärke yon 
8000 Mann (mit 24 yom Adel), Unruhe in der Stadt Besetzung der 
Klöster Herren- und Frauenbreitungen durch die Bauern. Aufforderung 
zum AnschluB (dem Landgrafen ttbersandt). 

Mai. Entschuldigung der Stadt wegen ihres Anschlusses an die 
Bauern. Sendung yon zwölf Mann in das Lager zu Fulda. Ab- 
ordnung einer Giesandtschaft an den Landgrafen. Besorgnisse der 
Stadt yor der fränkischen Bauernschaft in den Lagern zu Bildhausen 
und Meirichstadt Zulauf der hennebergischen Bauern zu diesen. 
Gnadengesuch für Elas Heimerich. 

199. Akten des Landgrafen PUUpp. 1525 Apr. Mai. Dez. 

Schreiben der Amtmänner xu Vacha (Martin v. d. Tann hessischer, 
Rudolf V. Weiblingen fuldischer Amtmann)^ der Stadt und des Stadt- 
Pförtners am Oberfhor Berit Kindschuch. Listen und Notixen. 

1525 Apr. Die Bauern yor dem Schlößchen Völkershausen, Ver- 
wüstung des Mönchsklosters yor Vacha und des Klosters Ejrenzburg. 
Sie zwingen die Stadt zum Anschluß (Verschreibung beider Amtleute 
gegenüber den Bauern). Anschluß yon Salzungen. Absicht über den 
Silgenswald ^) nach Rotenburg und Hersfeld zu ziehen. Absicht des 
Haufens bei Fulda, nach Schlitz zu wenden und mit dem andern bei 
Hersfeld oder Rotenburg zusammenzutreffen. Sendung yon zehn 
Knechten nach Gießen. Empörung in Erfurt (Apr. 28). Die Bauern 

1) Seulingswald. 



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Berichte ans SchmjJkalden, Yacha. Eiitoehiildigimgischielben. 136 

yor Sehmalkalden, Anaehloß der Stadt und Eisenachs. Wirkung der 
Nachricht von der Einnahme von Hersfeld durch den Landgrafen. 
HilfegeBuch Vachas bei diesem. Verhandlungen des Grafen Wilhelm 
Ton Henneberg mit den Bauern. 

Mai. Kundschaften gegen den Landgrafen. Graf Wilhelm bei 
den Bauern yor Meiningen. Zug der Bauern nach Wasungen und 
Salzungen. Nachricht des Amtmanns zu Crayenberg Eberhard Grun- 
wald yon einem beabsichtigten Zug der Bauern nach Hessen und 
Henneberg. Bitte des PfBrtners Eindschuch, ihn aus der Haft zu 
entlassen. Fttrbitte Martins y. d. Tann fttr ihn und die Vachischen 
Bürgermeister Kurt Königs und Hans Trewelz. Martins y. d. Tann 
Streit mit dem Schultheißen zu Eisenach. Die Bauern um Meirich- 
Stadt Verbrennung des Balthasar Steinrüok gehörigen Hauses Wüsten- 
Sachsen. Die beim Bauernaufruhr beteiligten Einwohner yon Vaoha. 
Vergeblicher Versuch, den aus MtLhlhausen entwichenen Bauern den 
Rttckweg abzuschneiden. 

Dez. Bitte der Stadt Vacha, ihr den Rest der aufgelegten Brand- 
schatznng (800 Gulden, yon denen 600 bezahlt sind) zu erlassen. 
(Die drei Bädelsftihrer waren hingerichtet worden, einer in Eisenach, 
zwei in Vacha). 

200. Akten des LaniUrrafen PUlipp. 1526 Apr. Mai. 

Schreiben von hessischen und iJmringischen Städten^ Gerichten^ 
Dörfern^ Beamten und AdeUgen, Zwei Abschriften von Schreiben des 
Landgrafen an Treffwrt, Quit^ng des Landgrafen gegenüber der 
Stadt Fulda. 

1525 Apr. 29 --Mai 26. Entschuldigung der Stadt Fulda und Verwar- 
nung des Landgrafen wegen des Zugs gegen Hersfeld. Loskaufung 
yon der Plünderung. Entschuldigung der Städte Treffurt und Geisa 
wegen ihrer Teilnahme am Bauernaufstand. Trefifurt bittet um Schutz 
gegen die Beamten zu Eschwege, Geisa petitioniert wegen der yon ihr 
geforderten Stellung yon 30 Mann. Schutzgesuch der yon den Bauern 
yertriebenen Kanoniker zu Botenburg. Die Städte Eschwege und 
Witzenhausen bitten um Rücksendung ihrer Eontingente zum Schutze 
gegen die zwischen Heiligenstadt und Udra liegenden Bauern. Ent- 
schuldigung der Brüder und Vettern Hans, Bernhard und Veit y. d. Tann 
sowie des Gerichts daselbst, femer der Gemeinde WeiBenbom. Be- 
neht des Hans y. Grefendorf ttber das Treiben der Bauern in Eisenach. 
Bittgesuche der Gerichte Niederaula und Oberngeis (SchultheiB Johann 
Weifenbach) wegen Ermäßigung der yon ihnen geforderten Leistungen. 



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136 Bauernkrieg. 

Anfrage des SchnltheiBen Johann Oswalt in Eisenach, wann der 
Landgraf dort eintreffen werde. Sendung Easpars y. Thüngen durch 
die Familie v. Thüngen und Ganerben zum Sodenberg an den Land- 
grafen. Die Gemeinden Wolfsbehringen,6roBbehringen, Österbehringen, 
Ockershausen (Eckardtshansen), Fambach, Marksuhl, Förtha, Stadt 
Waltershausen (durch Tizmann Goldacker Amtmann zu Tenneberg), 
die beiohlingischen Untersassen zu Ettenhausen (durch Eberhard Grun- 
wald Amtmann zu Grayenberg), Dörfer Bosserode und Eleinsee (durch 
Gebrüder und Vettern Ludwig, Hermann und Rudolf v. Boineburg), 
Wiegleben (durch Fabian Leb, Schosser zu Gotha), Groß-Vargula 
(durch den Amtmann Hans Markart), Stadt Tennstädt, Stadt Kindel- 
brück, Frankenroda, der Schultheiß Emmerich Tiel zu Gerstungen, 
Stadt Salza (Langensalza), die armen Leute zu Fladungen, Hans 
y. Berlepsch zu Seebach (bei Mühlhausen), Einwohner zu Vacha (durch 
den Amtmann Martin y. d. Tann), Melchior y. Schlotheim (durch 
den Amtmann yon Treffurt Christian Schmalstieg), Hans Smeidt Wirt 
zu Katharinenberg, Hans Schober Bürger zu Erfurt, die Gemeinden 
Brückenau, Sonneborn und Rasdorf entschuldigen sich wegen ihres 
Verhaltens bei dem Bauernaufstand und bitten um Schonung bezw. 
beschweren sich wegen der im Kriege erlittenen Unbilden. 

201. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1525 Mai. Juni. 

Entwürfe xu Ausschreiben, Entwürfe und Ausfertigungen bexw. 
Reverse von Verträgen^ Abschriften. Schreiben des Amtmarms xu 
Treffurt Christian Schmalstieg, des hersfddischen Marschalls Oeorg 
V. Kolmatsch, '^) des Kurt Heß. Schreiben Balthasars v. Weitolshausen 
gen. Schrautenbach an seinen Vetter Hans Schrautenbach, Rentmeister 
in Gießen.^) Schreiben der HaupÜeute Reinhard v. Boineburg und 
Heinrich Meysenbug. 

1525 Mai. Gemeinsame Verwarnung der Herzöge Georg yon 
Sachsen und Heinrich yon Braunschweig, sowie des Landgrafen 
Philipp gegenüber den aufrührerischen Bauern in den kursächsischen 
Landen. Aufbringung yon Pferden. Marsch Schmalstiegs mit Reitern 
und FuByolk in das Lager zu Scblotheim auf Befehl des Herzogs 
Heinrich. Transport yon Geschütz. Befehl, die nicht im Besitze yon 
Pässen Befindlichen gefangen zu nehmen. Anwerbung yon Knechten. 
Beförderung yon Pulyer und Engeln in das Lager. Defensiybündnis 
zwischen dem Kurfürsten Johann yon Sachsen, dem Herzoge Georg 



1) An den Bentmeister zu Vacha gerichtet 2) Ana dem SamtarohiTe. 



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Zug gegen d. thUring. BAuem. YeiMre. Hnldigimg. 137 

yon Saehsen und dem Landgrafen Philipp nach der Erobernng von 
MühlhaoBen. Wie sich die drei Fürsten nach ihrer Trennung ver- 
halten wollen. Verpflichtung der Stadt Mtthlhausen, den Vertrag 
mit den drei Ftlrsten halten zu wollen.^} 

Juni. ZuBicherung BoineburgB und Meysenbugs, eiligst mit ihren 
Truppen aus Franken nach Vacha ziehen zu woUen. 

203. Akten des Landgrafen PMUpp. 1525 Apr. Mai. 

Verhörsprotokoüe (Fragstücke und Aussagen). Die bei der Hinrichtung 
der Rädelsführer an die VerurteiUen gerichteten Formeln. Abschrift des 
Sendbriefs Thomas Mimxers an die Stadt MühOtausen. 

1525 Apr. 29. Vernehmung der Gefangenen von Hersfeld. Die 
von dem Landgrafen in Hersfeld vorgenommenen Verfassungsände- 
rungen. 

(Mai 3 — 5.) Vernehmung der Gefangenen in Fulda^ 

(Mai 11.) von Schmalkalden (in Eisenach), von Vacha, sowie Giemen 
Schossers mit der eisernen Hand. 

Mai 16. Bekenntnis Thomas Mttnzers (zu Heldrungen). 

Mai 17. Seine Ermahnungen an die Stadt Mtthlhausen. 



Akten des Landgrafen PhUlpp.^) 1525 Juni— 1526 Jan. 

1525 Juni 17') — 1526 Jan. 2. Huldigungsreverse wegen des 
Bauernaufttandes, ausgestellt von den Städten Allendorf a. Lumda, 
Allendorf a. W., Alsfeld, Battenberg, Biedenkopf, Borken, Braubach, 
Darmstadt, Driedorf, Eppstein, Eschwege, Felsberg, Frankenau, Franken- 
berg, Gemttnden a. Wohra, Gießen, Grebenstein, Grttnberg, Gudens- 
berg, Ho%ei8mar, Homberg, Immenhausen, Kassel, Eirchhain, Lichtenau, 
Marburg, Neukirchen, Nidda, Niedenstein, Rhense, Bosenthal, Schotten, 
Sontra, Spaugenberg, Staufenberg, Trendelburg, Treysa, Waldkappel, 
Wetter, Witzenhausen, Zierenberg, Zwingenberg.*) 

304« Akten des Landgrafen Philipp und Feiges. 1526 Jan.— Apr. 

Liste. DenJcxettd. Urkundenabschrift. Gedrucktes Ausschreiben 
(mit Randnotixen). Dabei Schreiben des Landgrafen Philipp und des 

1) Ansfertigangen der Vertrüge im SamtarchiTe II 206, 9 u. 10. 

2) Im SamtarchlTe Y 9900 und in Nachträgen. 

3) Der BcTers der Stadt Trendelbnrg iet zwar schon 1525 auf des h. Krenzes- 
tag Erfindung (s Mai 3] datiert Da indessen damals noch der Krieg in Tollem 
Gange war, ist ein Schreibfehler (statt EreuzeserhOhung » Sept 14) anzunehmen. 

4] Hnldigangsrevers der Stadt Fulda (1626 Januar 28) Kopialbuoh K 1 foL 31. 



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138 BMiarnkrieg. 

Hofgerichtssekretärs Oeorg Nußpkker d. J. an den StatOwUer xu 
Marburg. 

1526 Jan. Aufgebot der Ritterachafk nnd Beamten, Annahme 
von Reitern. Befehl an die Marburger Beamten, Jan. 24 gerüstet in 
Alsfeld einzakommen nnd das Aufgebot zu bestellen. 

März. Apr. Zengnis des Amtmanns Marx Leseh y. Molheim für 
Jost Betze wegen dessen angeblieher Teilnahme am Bauernkriege. 
Beehtfertigung des Landgrafen wegen der Einnahme von Fulda und 
Httnfeld. 

205. Akten des Landgrafen Pkfllpp. 1525. 1526. 

Emnahme- und Ausgaberegister des Registrators Johann v. Sachsen 
im Namen des abwesenden Kammerschreibers (Christoph Scheret)^ haupt- 
sächlich den Bauernkrieg betreifend 1525 Marx 13^1526 Juni 19. — 
Register Über die Verteilung der Brandschatxungsgdder auf die fuldi' 
sehen Ämter (1526). 

Besehlagnahmte Akten. 

206. Akten der Stadt Hersfeld (und des Amtes Landeek). 

1525 Apr. 

1525 um Apr. 16. Schultheiß Cyriaeus Hofmann an WUhekn 
V. Dömberg. Bruchstück, Ausf. — Memorialzettel Hofmanns. 

Apr. 22. Abt Kraft und der Konvent xu Hersfdd. Urkunde fttr 
die Stadt Hersfeld und die Hintersassen zu Aula, Schenklengsfeld und 
Geisa. Annahme der zwölf Artikel der Bauersohaft mit dem Vorbehalt 
der Zustimmung des Landgrafen Philipp. Ausf. mit zwei Siegeln, i) 

Apr. 24. Schreiben Georgs v. Kolmatsch. Seine Unterredung mit 
dem Bürgermeister Sivert Wolf und Heinz Ker (Sendang des t. Lin- 
singen durch den Landgrafen nach Hersfeld). Ergreifung seines 
Knechtes durch die Bauern aus dem Amte Lengsfeld. Bitte um Mit- 
teilung der Nachrichten, die der Bürgermeister Ottensassen aus dem 
Lager der fuldischen Bauern mitbringen werde. Ausf 

Apr. 24. Derselbe an die Dörfer im Amte Landeck. Deren Ab- 
sicht »bei dem Worte Gottes zu stehenc. Ermahnung, der Obrigkeit 
zu gehorchen. Ausf 

Apr. 25. Amtleute und Stadt xu Vacha. Antwort auf die Bitte der 
Hersfelder, ihnen zu Hilfe zu ziehen, da der Landgraf diese Nacht 



1) In drei Aosfertignngen vorhanden, wovon eine im S»mUrchiye III 286, 21. 



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2. Zug gegen Fulda. BechniuigtweBeii. Aktenbente (Fulda v. Henfeld). 189 

in dgner PerBon bei ihnen sein werde: sie wollen deswegen an den 
Haufen schreiben, wo sich die Ihrigen befinden. Aufbruch des 
Haufens zu Salzungen; der fnldische Haufe sei ihnen näher. Bitte 
um Nachricht, was der Landgraf yomehmen werde. Ausf. 

Apr. 25. Die Stadt Fulda, Wortlaut des Reyerses der Stadt H, 
Gesandtschaft des Landgrafen an Fulda. Ausf 

(Apr. 26.) Schreiben der Stadt an AdeUge (Gesandte des Land- 
grafen Philipp). Verwahrung, als sollten sie (nebst den Gerichten 
Niederaula, Obergeisa und Schenklengsfeld) »nicht eyangelisch nach 
ehristlieher Ordnung gehandelt haben«. Wollen sich bei Sicherung 
ihres Lebens in des Landgrafen gnädige Strafe geben. Konzept. 

(Apr. 27). Johann Ottensassen und Sivert Wolf^ Bürgermeister^ 
ans Neukirchen. Schicksal der an den Landgrafen gesandten yier 
Ratsherren (Ottensassen, Wolf, Heinz Eer, Hermann Wilhelm). Ge- 
fangennahme Ottensassens und Wolfs durch die Landgräflichen in 
Neukirchen, Rat, die Gnade des Landgrafen zu erbitten. Ausf. 

307. Akten der Stadt Fulda und der buehlsehen Bauern. 

1525 April. Mal 

Apr. 19 — (21). Briefwechsd mit dem Koadjutar Johami. Annahme 
der yon den yier Vierteln der gemeinen Bürger yorgebrachten acht 
Artikel Einnahme der Klöster auf Verlangen der Bauerschaft. Aus- 
zug des Vertrags zwischen dem Eoadjutor und der Stadt. 

Apr. 22. Vollmacht des Landgrafen fbr seine an die Stadt Fulda 
und die Bauemyersammlung daselbst abgeordneten Gesandten Otto 
Hund, Johann Riedesel und Heinz y. Lttder. 

Apr. 21—28. Anerkennungsreverse betr. die zwölf Artikel durch 
Hans y. Völkershausen, Kloster der Marienknechte yor Vacha, Kloster 
Creuzberg, den Koadjutor zu Fulda (»Johann Fttrst in Buchen«) [da- 
bei dessen Ausschreiben an seine Amt- und Lehenleute, den Reyers 
auszustellen, dessen Vertrag mit dem obersten Feldhauptmann und 
dem Haufen der buchischen Bauern, der ihm ausgestellte Geleitsbrief], 
Martin y. d. Tann hessischer und Rudolf y. Weiblingen fiildischer 
Amtmann zu Vacha >), Stadt Hersfeld, Ebert y. Merlan, Philipp 
y. Ebersberg gen. y. Weihers, Balthasar y. Steinau gen. Steinrttck zu 
Wttstensachsen, Johann Schade yon Leibolz, Hans und Georg Ge- 
brttder y. Ebersberg, Gies y. Hanne, Johann y. Haune, Ludwig 
y. Boineburg zu Lengsfeld, Philipp TruehseB yon Unsleben, Stam 
und Werner y. Schlitz gen. y. Görz, Melchior y. Romrod zu Buttlar, 

1) Von diesem attein noch ein besonderer Be?era (Apr. 27). 



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140 BaEomkrieg. 

Kaspar y. Steinau gen. Steinrttck, Eitel y. Ebersberg gen. y. WdherSy 
Maximilian y. Lanier, Stadt Hammelbnrg.^) 

Apr. 29. Phäipp v. Merstein an die Stadt Fulda: Sein Verhält- 
nis zn seinen Banem. Ansf. 

Apr. 25. Die ^versammelten evangelischen Brüder auf der Fulda 
vor der Stadt Fuldas an die Batiemversamnihmg zu Deiningen bei NÖrdr 
lingen. Teilen die Annahme der zwölf Artikel dnreh den Eoadjutor 
mit und bitten gegebenenfalls nm Hilfe. Nichtansgegangenes Mnndnm. 

Apr. 30— Mai 1. Briefwechsel mit den Bauern in BUdhausen. 
Aufnahme in den Bund der Bauern. 

Apr. 30. Bauerschaft im Gericht xu der Tann. Schreiben der 
Banerschaft im Lager zu Schmalkalden, deren Bereitwilligkeit Hilfe 
zu senden. Ausf. 

Mai 1. Stadt Eersfdd. Aufkündigung des Bündnisses. Ausf. 

(Mai 2.) Stadt Fulda an den Ixmdgrafen Phäipp von Hessen. 
Antwort auf dessen Verwamungsbrief. Entsehnldigung und Ver- 
sicherung, nichts gegen ihn unternehmen zu wollen. Ept. 

Mai 2. Der Koadjutor Johann an die Stadt. Tadelt die Fassung 
des Schreibens an den Landgrafen. Teilt ein Schreiben des Land- 
grafen, sowie Aufkttndigungsbriefe yon Vasallen (Adolf Bau y. Holz- 
hausen Amtmann zu Schotten, Wilhelm y. DOmberg, Rudolf Schenk, 
Hermann Siedesel zu Eisenbach Erbmarschall) in Abschrift mit. 

208. Akten des Koadjntors zu Fulda Oralen Johaiin yon Henneberir« 

1626 Apr. 

1626 Apr. 16. Brieftvechsd des Rats xu Wüstensachsen mit Bal- 
thasar Stdnrück^) das. wegen Abstellung der Bedrückungen. 

Apr. 22. Anerkennung der zwölf Artikel durch den Koadjutor 
und Revers der Bauemvertretung in Buchen. Formular für die Reverse 
der huchischen Bauern. 

Apr. 24 — 21. Stam und Werner v. SchUtx gen. v. Oörx (Vettern)^ 
Mtd und JPVounn v. Hütten (Vettern) j Hans Bernhard und Veit 
V. d. Tamij Amtmann Philipp v. Eberstein erklären sich bereit den 
Vertrag mit den Bauern einzugehen und erzählen, was ihnen yon 
ihren Bauern geschehen sei. Ausf. 

Apr. 25. Johann v. Haune an den Marschall Ludung Schtaertxd. 
Es sei seit der Abreise »nnsers gnädigen Herrn« niemand in Bieber- 



1) Mit dem Kpt der Aufforderuiig an Hammelbnrg. 
2} Wohl von dieiem dem Koadjutor mitgeteilt 



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Aktenbeate (Kosdyntor, Th. Münzer n. thüring. Baaern). 141 

stein ans- und eingeritten anBer den fHrstliohen Dienern, die dort zu- 
rtlekgelassen seien. 

Apr. 28. Bericht des ftddischen Amtmanns Budolf v. Weiblingen 
in Vacha über die dortigen Begebenheiten nnd die Absichten des 
Landgrafen. Ansf. 

209. Akten Thomas Mfiniers, der Bauern in Frankenhausen^ der Stadt 
Mfllükausen und der Bauern Tor Eisenaclu 1525 Mai. 

1525 Hai 6. Die Dörfer um Scmgerhausen bitten um Hilfe gegen 
die Stadt Ausf. 

Mai 7. Die Versammlung in Frankenhausen verlangt von der 
Stadt MUhlhausen Hilfe gegen die Fürsten. Ausf. 

Mai 7. Besehwerde des Konrad Herzog bei der Gemeinde zu 
Sehlotheim wegen Beschädigung seines Eigentums durch die Bauern. 
Ausf. 

Mai 8. Mimxer an die Stadt Mühihausen. Ermahnung zur Stand- 
haftigkeit. Ausf. 

Mai 9. Münxer an die Stadt Erfurt Tadel wegen ihres Vor- 
gehens gegen die Bauern. Absehr. 

Mai 9. Stadt SckmaUcaiden. Absagebrief an die Bauern. Ausf. 

Mai 9. Ausschreiben der Gemeinde zu MüMhausen^ den Bauern 
in Frankenhausen zu Hilfe zu kommen. Konz. (?) 

Mai 9. Die OebrUder Erhard und Oeorg v. Kutxleben an die Oe- 
niemde zu FreierAessingen. Fordern unter Drohungen Bückgabe der 
geraubten Sachen. Ausf. 

Mai 10. Qraf Albrecht von Mansfdd an die Bauemversammlung 
in Frankenhausen. Ermahnung zum Gehorsam gegen die Obrigkeit. 
Ausf. 

Mai 11. Ernst Hacke (aus Mansfdd) an seine (unter den Bauern 
befindUdien) Vettern Hans und Heinrich Hadce. Übersendet beiliegen- 
den Verwamungsbrief des Fürsten Wolfgang von Anhalt. Ausf. 

Mai 11. Die Versammlung zu Ehrich an Münzer. Austeilung 
der Earchengttter, christliche Ordnung und Abendmahl, Verhältnis zu 
den umliegenden Dörfern, Zusendung von Mannschaft nach Franken- 
hausen, Mangel an Geschütz und Harnisch. Ausf. 

Mai 11. Hans Burmann zu Ehrich an Münzer wegen einer ihm 
TOn Apel Weinmeister yorenthaltenen Länderei. 

Mai 12. Oraf Oiinffier von Schwarzburg (^Günther der Junger^ 
Vorsteher ckrisüicher gemein^ gebomer von Swartzburgt) an Mimzer. 
Ist beschäftigt seine Bauern zufriedenzustellen und kann deshalb nicht 
zu Hilfe kommen. 



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142 RT zu Augsburg. Nachlaß d. Klara t. Cronberg. 1585—26. 

Mai 13, Die atisgetriebenen Jungfrauen des Klosters xu Kelbra an 
die Versammlung xu Frankenhatisen. Bitte um Schutz gegen ihren 
Propst Adam Huflfeler, der ihnen ein Haus, in dem sie Zuflucht suchen 
wollten, vorenthalte. 

Mai 13. Die ^erwählten Diener der chrisiUcken Oemeinde xu 
Walkenried^ an Mü/nxer, Entschuldigung wegen Nichterscheinens. Ausf. 

Mai 13. Die kursächsischen Bäte xu Weimar an die Versammlung 
in Frankenhausen. Ersnchen um Betagung der gefangenen Matern 
y. Gtehofen und Georg Buchener. Ablehnung der Hilfe gegen den 
Grafen Ernst von Mansfeld. Ausf. 

Mai 13. Hans Lorenz und Hans Hesse an dieselbe. Kundschaft 
ttber den Landgrafen Philipp von Hessen und Herzog Georg von 
Sachsen. (Zwei Briefe Mttnzers und der Gemeinde zu Frankenhausen 
an die Stadt Erfurt, die von dieser nicht angenommen worden sind, 
werden zurückgesandt). Ausf. 

Mai 13. Die Oemeinde Oersleben an die Oemeinde Ringleben. 
Bedrängung darch den Grafen Ernst von Mansfeld. Ausf. 

Mai 14. Die Oemeinde xu Ringleben an die Versammkmg xu 
Frankenhausen. Bitte am Truppen und Lebensmittel. Ausf. 



Reichstag zu Avgsbirg. 
210. Akten des Landgrafen PhUipp.!) 1525 Nov.— 1526 Jan. 

Briefwechsel mit seinem Oesandten xum Reichstage xu Augsburg 
Balthasar v. Weitolshausen gen. Schrautenbach. Ausschreiben des 
Landgrafen an Markgraf Oeorg v. Brandenburg, Kurfürst Johanai 
von Sachsen und Kurfürst Ludwig von der Pfalx. Abschrift ein/es 
Briefes des Nürnberger Sekretärs Rorer an Feige und des Ritters Hans 
V. Miltitx an den Kurfürsten Johann von Sachsen. Abschrift des Ab- 



NaehlaB der Klara t. Cronberg. 

211. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Kanzlers Felge. 

1525 Aug.— 1526 Apr. 

Briefwechsel mit Hdung v. Lehrbach ^ Amtmmm xu Eppstem und 
Oronberg^ mit Anna v. Oronberg^ den TestamentsvoUstreckem der ver^ 



1) Ausführlich behandelt und 's. T. abgedruckt Ton Friedensburg, Zur Yor- 
geschiobte des Gotha -Torgauischen BündniBses der Eyangelischen 1525—1626 
(Marburg 1884). 



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Zeitviigeii. BHndnisse. RT bq Speyer. Ifi86. 143 

starbenen Klara v. Oronberg geh, r. Helmstatt, Abschrift vmi deren 
Testament. (Hierbei ein Schreiben des Landgrafen an FeigCy des Kom- 
turs WdUher v. Oronberg an Hdwig v, Lehrbaeh^ soune Akten der Testa- 
mentsvoBstredcer mit einem Schreiben des Landgrafen^]). 

1525 Aug.— 1526 Apr. Die VerlasBenachaft der Klara v. Oron- 
berg geb. y. Heimstatt, Witwe JohannB und Mutter Hartmuts. In- 
yentariflierung des Nachlasses. Erbansprilche der Klara y. Oronberg, 
Sehwiegertochter der Verstorbenen, Glemahlin Hartmuts. Verhand- 
lungen der TestamentsyoUstrecker mit dem yom Landgrafen beauf- 
tragten Helwig y. Lehrbach ttber die Ausführung des Testaments und 
mit dem Landgrafen gelegentlich der Reise desselben zum Speyrer 
Reichstag. 

212. Akten des Landgrafen Philipp und des Statthalters In Marhur; 
und Brbmarsehails Hermawi BledeseL 1526 Jan. — Juni. 

Abschriften von Verträgen^ Schreiben^ Instruktionen. Schreiben des 
Kdlners xu Driedorf Johann v.Twem an den Statthalter. Vertragsurkunde. 

1526 Jan. 14. Friede zu Madrid zwischen Karl V. und Franz L 
März. Werbungen der Wetteranischen Grafen unter Hauptmann 

Metterling (Zoll in Driedorf). Des Kaisers Schreiben und Instruktion 
fllr die Grafen Wilhelm yon Nassau und Eberhard yon Königstein 
bezw. für den Herzog Heinrich yon Braunschweig' betr. die Auf- 
forderung an gewisse Beichsstände bei dem alten Glauben zu bleiben 
(März 23).s) 

(Mai 2). Gotha-Torgauisches Bttndnis.') 

Juni 25. Aufnahme der Stadt Magdeburg in das Magdeburger 
Bttndnis yon 1526 Juni 12 zum Schutze der eyangelischen Religion. 

Belclistag zu Speyer. 

213. Akten des Landgrafen Philipp. 1526 Mai— Aug. (1527). 

Schreiben des Königs Ferdinand. Bericht Schrautenbachs. Denk- 
xettdf Abschriften der auf dem Beichstage entstandenen Schriftstücke. 
Entwürfe XU iibergebenen Schriften. Schreiben Schrautenbachs an Kanxler 
Feige. Schreiben des Beichstags an den Landgrafen. Quittung der 
Stadt Nürnberg. 

1) Ei ist nicht ersichtlich, auf welche Weise diese Akten in das landgritf- 
liehe Aiehiy gekonunen sind. 

2) Einige Ezempkre im SuntsrchiTe lY, 172, 8«. 

3) Ausf. im Samtsrcbiye U 210, 11. 



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144 BT zu Speyer 1526. Berichte and Zeitungen 1526 Aug.— 1527 Febr. 

1626 Mai. Einladung zum Reichstage. 

Jani. Mitteilnng der Proposition an die Stände dnrch die kaiser- 
lichen Kommissare. 

Juli. Ereignisse auf dem Reichstage yor der Anknnfl; des Land- 
grafen. Einladung zur Jagd nach Heidelberg, Erwartung der An- 
kunft des Landgrafen, Besuch des Reichstags, Stärkeyerhältnisse der 
beiden Parteien, Sessionsstreitigkeiten, die Städte, deren Zurttck- 
drängung durch die Fürsten, ihre Vertretung in den AusschtLssen, 
Rede des Markgrafen Ernst von Baden-Hochberg, Verlangen der 
Städte nach Kursachsens und Hessens Ankunft, Befehl an Schrauten- 
baeh, dem Landgrafen entgegenzureiten, Etikettenfrage. Hessischer 
Ratschlag auf die Schrift der Städte. Bedenken der Verordneten 
ttber die Beschwerden der weltlichen Stände wider den Stuhl zu 
Rom.^) Gutachten betr. die Erhaltung der hergebrachten christlichen 
Übungen und Ordnungen, Abschaffung der Mißbrauche, die Beschwerden 
in deutscher Nation, i) Ratschlag auf die zwei Schriften der Städte. 
Supplik des Herzogs Ulrich von Württemberg an den Reichstag. Be- 
denken des großen Ausschusses auf die Instruktion an den Kaiser. 

Undatiert. Beschwerden des in Augsburg tagenden Schwäbischen 
Bundes. 

Aug. Klage des Koadjutors von Fulda gegen den Landgrafen 
wegen dessen Vorgehens gegen ihn im Bauernkriege (Besetzung von 
Fulda und Httnfeld). Vertragsentwurf. Abschied, Konflikt bei dessen 
Ausfertigung. Heimreise des Markgrafen Kasimir von Brandenburg. 
Beschwerde der Stadt Goslar wegen Beraubung von Wagen durch 
Friedrich vom Berge. 



214. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Kanzlers Feige. 

1526 Aug.— 1527 Febr. 

Bericht des Amtmanns zu Schotten Adolf Bau,^) Schreiben Schrautenn 
bachs (an Feige) j des Bitters Frotoin v. Hütten, Zeitungen, Bevers. 
Oedenkxettd des Landgrafen. Vertragsentwurf. 

1526 Aug. Schreiben des Herzogs Heinrich wegen des von den 
V. Buttlar auf dem Ziegenberge gefangen gehaltenen Dietrich Beumel- 
burg. Klage des Grafen von Hoya und Diepholz wegen erlittenen 
Schadens. 

Sept. Reise Schrautenbachs nach Kassel. 



1} Wohl KU diesem Reichstage gehörig. 

2} Wohl aas Kassel und noch nach Speyer geriohtet 



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Beiobstag aa Begensbarg. 1527. 145 

Okt. Anwesenheit Frowins y. Hatten in Friedewald bei dem 
Liandgrafen (Sept. 10). Verlangen des Statthalters in Württemberg 
Georg TrnehseS an Hütten wegen Enndschaft nach den Umtrieben des 
Herzogs Ulrich in Hessen; Mitteilang an den Landgrafen, Bitte am 
Übersendnng der Lehen- and Bestallangsbriefe. 

Die Erfolge der Kaiserlichen in Italien, Einnahme Roms, Vertrag 
mit dem Papste. 

NoY. Instraktion des Herzogs Georg von Sachsen fttr seinen Bat 
Hans y. Schönbarg an Statthalter and Regiment zam Eßlinger Tage 
(Dez. 1). Bedenken, wie dem Türken Widerstand za leisten sei, 
Unterdrückung der latherischen Lehre, i) 

Vorgänge in Ungarn, Erfolge der Ungarn and des Woiwoden yon 
Siebenbürgen. 

1627 Febr. Freigebang der Güter des Philipp Weise y. Faaerbach 
gegen Zahlang yon 1000 Gulden.^) 

(1527 yor Apr. 11). Einftthrang des eyangelischen Ealtas in 
Marbarg and in Hessen, Gründung der Uniyersität, Schal- and Armen- 
pflege, politische Aufgaben, Hof- und Amtsyerwaltung, Finanzyerwaltang, 
Militaria, allgemeine Landesangelegenheiten. 

(Apr.] Tag in Frankfurt. Plan eines Bündnisses mit den ober- 
ländischen Städten.') 

Beichistag za Begensbarg. 
215. Akten des Landsrrafen PhiUpp. 1527 Febr.— Mai. 

Mandat (Druck). Instruktion für Otto Hund.^) Abschrift 

1527 Febr. Erforderung zum Reichstage (>Nottel oder yerzaichnus 
ainer beharrlichen hilff wider den Türeken« usw.) auf März 31 nach 
Begensburg. 

(März). Instruktionspunkte: Mit dem Rate Kursachsens und der 
Städte in nichts zu willigen, was wider das Wort Gottes yorgenommen 
werde, die eilende Hilfe und die beharrende Hilfe nur zu bewilligen, 
wenn sie gegen den Türken gebraucht werde, darauf zu dringen, daß 
die Sendung an den Kaiser zur Ausführung komme, anzuregen, daB 



1) Samtarchiy lY 172, 8» anf knrBäohBischem Papier, also wohl dnroh Kur- 
■achflen mitgeteilt. 

2) SamtarehiT lY 354, 63. 

8) Der undatierte Yertragaentwnrf Ton der Hand Schrautenbachs gehört wohl 
ni den Yerhandlungen, die um den 11. April in Frankfdrt geführt worden sind. 
4) Ohne Datnm, aber sioher sn diesem Reichstage gehörig. 

P«lik InUT dM lMd(x. PkiUpp. 10 



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146 Yerh. mit den T. Siokmgen. Esmmergerioht Zeitnngeii. 1527. 

ein näher gelegener Reiclistitg ausgeschrieben werde, Regiment und 
Eammergericht, sich mit den Gesandtschaften folgender Stände: Knr- 
sachsen, Enrpfalz, Herzog Ludwig von Veldenz, Markgraf Philipp 
Ton Baden, Graf Bernhard von Solms, Graf Georg von Wertheim, 
femer mit Dr. Otto v. Pack, Christoph Kreß von Nürnberg, Jakob 
Sturm von Strafiburg zu benehmen, bei den Städten Ulm, Augsburg, 
Nttmberg und Strafiburg um Antwort auf das gegebene Verzeichnis 
anzuhalten. 

Mai. Anbringen des Königs Ferdinand wegen der Tttrkenhilfe. 
Abschied. 

216. Akten des Landgrafen Philipp bezw. der Kasseler R&te« 

1527 Juni— Nov. 

Briefwechsel mit Konrad und Hans v, Sickmgen. Oedruckte und 
geschriebene Zeitungen. Bericht des Kanzlers Feige. Schreiben des 
Landgrafen an die Bäte. 

1627 Juni. Bitte Eonrads v. Siokingen um Restitution seiner 
Gefälle zu Seeheim (zum Hofe Ladenburg gehörig). 

Juli. Zeitung aus Venedig.^) 

Aug. Edikt des Königs Ferdinand gegen die Beligionsneuerungen 
in seinen Landen. 

Sept. Übersendung einer fbrbittlichen Schrift des Kaisers an den 
Landgrafen wegen Begnadigung des Hans v. Sickingen und seiner 
Geschwister. Krieg in Italien. 

Okt. Gutachten in dem Streit des Grafen von Hanau mit Friedrich 
V. Ltttzelburg und Wolf Kranz vor dem Kammergericht. Gemein- 
sames Vorgehen mit Kurtrier und Kurpfalz. Helfmanns Besoldung. 

Nov. Befehl des Landgrafen infolge einer Aufforderung des 
Königs Christian von Dänemark und des Kurftlrsten Johann von 
Sachsen, zu dem auf den 9. Dez. angesetzten Tage zu Naumburg 
einen Bat abzuordnen. 

Terhandlmigeii mit dem Beiehsregiment. 

217. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Kanzlers Felgre. 

1527 Jan.— 1528 März. 

Briefwechsel mit dem kaiserUchen Eegimentj dem kaiserlichen Fiskal 
Dr. Kaspar Mart und dem Lic. Johofm Hdfmarvn. Ausschreiben des 



1) MehrinalB als Beilage benutzt 



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Raiehsregiment Auigeechriebener Beichstag. 1627. 1628. 147 

Xammergerichts. Abschriften von kaiserlichen Mandaten und Proxeß^ 
Schriften. Quittung. Instruktion für hessische bexw. für hessische und 
braunschtaeigische Gesandte an das Begiment. 

1527 Jan. — Okt. VerfahreE gegen den Landgrafen wegen der 
Bezahlung seiner bezw. der Äbtissin von Kanfnngen Anlagen für 
Bomzng, Tttrkenhilfe, Unterhaltung des Segiments und des Kammer- 
geriehts and für die an den Kaiser naeh Spanien gesandte Botschaft. 
Zahlung von 3324 Gulden an die Stadt Nttmberg.^) 

1527 Sept.— 1528 März. Ausführung des kaiserlichen Befehls, 
daß der Landgraf dem yertriebenen Herzog Ulrich von Württemberg 
kein Obdach in Hessen gewähren dürfe. 

Nach Begensborg aasgeschrlebener Reichstag. 
218. Akten des Landgrafen Philipp. 1527. 1528. 

Sdireiben des Beichsregiments und des Königs Ferdinand. 

1527 NoY. Einladung zu einem Reichstage nach Kegensburg auf 
1528 März 2. Mahnung zum persönlichen Erscheinen. 

1528 Febr. Reise des Königs Ferdinand zum Reichstage. 
März. Verschiebung des Besuchs auf Mai 3. 

Apr. Absage des Reichstags. 

Packsche Händel. 

219. Akten des Landgrafen Philipp, beiw. Hennigs t. Scholey ud 
des Sekretärs Johann Nordeek.^) 1528 März— Okt. 

Briefe und Niederschriften des Dr, Otto v. Pack^) und seines 
Bruders Hans v. Pack^ Amtmanns zu DeUtxsch. (Verxeichms der 1528 
Nov. 10 in dem Gewölbe xu Kassel hinterlegten Schriftstücke).^) 

1528 März. Versprechen Ottos v. Pack, die angebliche Breslauer 
Bflndnisurkunde zu liefern. Bitte, von der versprochenen Summe 
(10000 Gulden) 4000 an Hans v. Pack zu zahlen. Kriegerische Vor- 
gänge in Ungarn. Stellung der Herzöge Georg von Sachsen und Heinrich 



1) Im Samtarchive IV 456, 17. 

2) In den geheimen Briefen Paoks Johann Philipp! genannt 

3) Zun Teil unter dem Namen Oswaldns (mit verstellter Hand). 

4) Darunter die Briefe Packs dieser Nnmmer. Andere in dem Yerseichnis 
angefahrte Briefe Packs von März 15, Mai 27, Mai 28 und Mai 29 sind nicht 
erhalten. — Ein Teil der Briefe im Samtarchive lY 172, S«"; 166, 6«. 

!()♦ 



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148 Packsehe H&iidel. 

von Brannsohweig in der nassaniechen Sache. Bevorstehende Beise 
Packs nach Hessen. Bitte, die Angelegenheit geheim zu halten. 
Briefe an die Landgräfin Christine. Schmähreden der Anna Riedesel 
geb. y. Gilsa gegen Elisabeth von Rochlitz. 

Apr. Zahlung der 4000 Gulden an Hans v. Pack. 

Mai. Rückkehr Packs von einer für den Landgrafen unternom- 
menen Reise (nach Polen zum Woiwodenj, Ankunft in Delitzsch, Ver- 
sicherung seiner Ehrlichkeit, Warnung vor Übereilung. Verlauf der 
polnischen Reise. Erforderliche Eigenschaften eines nach Polen ab- 
zufertigenden Gesandten. Entwurf eines Schreibens an den Woiwoden. 
Bitte Packs, nochmals an den Apotheker in Dresden schreiben zu 
dürfen, in dessen Verwahrung sich die Schachtel mit dem Breslauer 
Original befinde. — Verantwortung gegen den Verdacht des Land- 
grafen. Nähere Angaben betreffs der dem Landgrafen gezeigten Kopie 
sowie des Originals des Breslauer Bündnisses. 

Okt. Unschuldsbeteuerungen Packs, Instruktion für seine Frau, 
die Existenz des Bündnisses nachzuweisen. Bitte, seinem Bruder Hans 
seine Verschreibung wegen der 4000 Gulden zurückzugeben. 

220. Akten des Dr. Otto t. Pack. 1528 Apr. Mai. 
Eigenhändige Briefe des Landgrafen PhüippA) 

1528 Apr. Versprechen des Landgrafen, das Geld (10000 Gulden) 
nach Lieferung des Originals der Breslauer Bündnisurkunde zu zahlen. 
Ermahnung, sein Versprechen zu erfüllen und auch einen zweiten Auf- 
trag »bei dem Bischöfe auszuführen. 

Mai. Aufforderung zum Landgrafen zu kommen und das Original 
mitzubringen. Versprechen, Pack zu schützen und nichts gegen Herzog 
Georg zu unternehmen. Drängen, die Wahrheit zu bekennen und 
nichts zu verheimlichen. 

221. Akten des Dr. Otto t. Paek.2) 1528 Mai. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen PkHipp, mit seiner Frau Mar- 
garete^) und dem Apotheker Valentin Kreul zu Dresden, 



1) Mehrfach dorchschnitten. Der Landgraf hat dieae Briefe, deren einen er 
mit »Kaufherr« unterseichnet, offenbar Toa Pack wieder eingessogen. 

8) Während dessen Aufenthalts bei dem Landgrafen entstanden und Ton die- 
sem beschlagnahmt. Im Samtarohiye lY 166, 6^; 172, 8^ 

3) Dabei auch ein Schreiben der Margarete v. Pack an Sittich v. Berlepsch, 
Amtmann au Salsa. 



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BriefvreeliBel mit Pack. Rflstnngen. 1528 Apr. Mal. 149 

1528 Mai. Versuche Packs, in den Besitz einer angeblich dem 
Valentin Erenl zu Dresden zur Anf bewahrung ttbergebenen Schachtel 
mit der Breslauer Bttndnisnrknnde zn gelangen. 

222. Akten des LandsrrafeD Philipp beiw. des Kanzlers Johann Feige. 

1528 März— Juli. 

Notizen. Verxeichms. Bestaäungsreverse.^) Ausschreiben an Oer- 
hard i\ Boddschwingh^ Tkeis v. Altenbockum^ Hermann v, Viennünden, 
Oeorg v, Horde. Schreiben des Landgrafen (aidch Josts v. Weiters), so- 
wie der auf den Tag xu Homberg verordneten Bäte (Hofmeister Tide 
Wolf und Friedrich Trott) an Kanzler Feige, Schreiben an Graf Wü- 
hehn von Nassau, Sebastian Hauers an Otto Hund und Heinx v. Lüder. 
Schreiben an Sebastian Hochberg. Johannes Sprenger an Otto Hund. 

(1528 März.) Voranschlag der Kosten des Zugs gegen die Bischöfe.^] 
Die auf das Aufgebot erschienenen und nicht erschienenen Lehenleute, ^j 

Apr. Einforderung der Heiter auf Mai 17 nach Warburg. 

Mai. Aufmahnnng der noch nicht geforderten Adligen (darunter 
Hermann Bump) nach Breitungen. Verhinderung des Grafen Wilhelm 
von Nassau, persönlich zu erscheinen. Werbungen Sebastian Hallers 
für den Landgrafen, Sendung seines Vetters Livius Haller y. Kalkreut. 

März — Juni. Annahme des Marx Hesse, Niklas Wilde (von Frank- 
furt), Element v. Lare, Hans Maler von Trier zu Fußknechtshaupt- 
leuten. 

Juli. Aufforderung an Sebastian Hochberg, sich gerüstet zu halten.^) 
Kundschaft Hans Schuhmachers. 

223« Akten des Amtmanns an Schotten Adolf Ban an Holahansen und 
des Kanilers Johann Felge. 1528 Apr.— Mai. 

Instruktion, Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp, dem Kammer- 
meister Rudolf v. WeibUngen, dem Amtmarm xu BabenJumsen Bastian 
Forstfneister v. Odnhausen, dem Grafen Philipp von Hanau, Briefe 
Bjous an Feige, mdht benutxte Kredenx für Bau und Feige an Oraf 
PhOipp von Nassau, Schreiben an die Kellner in Homburg v. d. H. und 
Boßbach, Schreiben Balfhasars v. Weitolshausen gen. Schrautenbach, 
des Grafen Philipp von Nassau und seiner Befehlshaber xu Neuen- 
weüfum, Vrkundenenturü/rfe. Dabei eki Schreiben der heimgelassenen 

1] In NachtrSgen zum Samtarchive. 

2) Undatiert, wohl in dies Jahr gehörig und in Weimar entstanden, da knr- 
säehsiseheB Papier benatzt worden ist. 

3) Undatiert. Landesbibliothek in KaBsel Ms. Haes. fol. 26, Bl. 35. 

4) Nicht ausgegangenes Mnndnm. 



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150 PackBohe HKndeL 

Bäte XU Marburg^) an StatthaUer und Bäte xu Kassel (Äusf,) und 
ein Schreiben Johann Placks an Feige. 

1528 Apr. — Mai. Aufbringung von Geld bei Hanau durch Ver- 
pfändung Ton Homburg y. d. Höhe, Umstadt und Lichtenberg, Bürg- 
schaftsleistung der Grafen Philipp Ton Solms und Philipp von Nassau. 
Verhandlungen mit dem Komtur, den Grafen von Solms und Eönig- 
stein und kölnischen Kauf leuten wegen der Aufnahme von Geldern. — 
Sendung eines Fasses (mit Geld?) nach Limburg. 

224. Akten des Landgrrafen PhUipp. 1528 Apr.— Juni. 

Instruktionen und Niederschriften der erteilten Antworten. Kur- 
sächsisch-hessischer Briefwechsel mit dem Kaiser und dem Begimenty 
Schreiben des Joseph (?) Furster xur Wald aus Begensburg. Schreiben 
Joharm Nordecks. Abdrücke des angeblichen Breslauer Bündnisses von 
1527 Mai 15.^) Von Oeorg Nußpicker aufgesetzte Denkschrift. Baye- 
rischer Druck. 

1528 Apr. Gesandtschaft des Regiments an den Landgrafen wegen 
seiner Rttstungen. Dessen Versicherung, daB es sich nur um Gegen- 
wehr handle. — Die in Begensburg, Wien und Prag umgehenden 
Gerlichte über die Rttstungen und Absichten des Landgrafen. 

Mai — Juni. Rechtfertigung des Zugs gegenüber dem Kaiser und 
dem Regiment. Veröffentlichung des Breslauer Bttndnisses. Sendung 
Wilhelms v. d. Landsburg an den Eurfttrsten Hermann yon Köln. 
Gesandtschaft des Regiments an Eursachsen und Hessen: Begehren, 
die Waffen niederzulegen, da Eurmainz und Wttrzburg ihre Teilnahme 
an dem Bttndnis bestreiten, Eröffnung der Vermittlungsverhandlungen, 
Erledigung von Schreiben, Absageschrift an Wttrzburg. Grttnde ftlr 
das Ausschreiben und für den Glauben des Landgrafen an die Existenz 
des Bttndnisses.3) Verwahrung der Herzöge Wilhelm und Ludwig Ton 
Bayern. 

225. Akten des Landgrafen PkUlpp. 1528 Mai. Juni. 

Entwürfe und Abschriften von Instruktionen. Niederschrift der 
Werbungen und der darauf erteilten Besolutionen und ausgegangenen 
Schreiben. Berichte der nach Wü/niburg gesandten kursächsischrhessi' 
sehen Bäte Hans v. Minckuntt, Kunx Ootxmann^ Werner v. Wallenstein 



1) AnBcheinend eben Bau und Feige. 

2) In mehreren Exemplaren rorbanden, eines im Samtarehive IV 168, 7» n. b. 
8) Im Samtarehive IV 172, 8 b. 



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Aalailie. Aiiflsehreibeii. VertrSge. KoBten. KuBelerTag. 1528 Apr.— Juli. 151 

und Georg Nußpicker d. J. Entwürfe xu Verträgen. Vertragsurkunden. 
Auszug aus der Instruktion des Königs Ferdinand an Kurtrier und 
KwrpfaJXy saune der Letzteren beim Könige j^) Abschrift eines Schreibens 
des Königs an Kursachsen.^) 

1528 Mai. Eureächsisch- hessische Gresandtschaft an Bamberg 
(Friedrich y. Thun, Hans v. Sternberg nnd Elas y. Hesberg, Otto Hund 
und Reinhard y. Boineburg) und Wttrzburg wegen des Friedens- 
schlusses und der Erstattung der Eriegskosten.') 

Juni. Die durch Eurtrier und Eurpfalz herbeigeführten Friedens- 
yerträge zu Schmalkalden und Gelnhausen.^) Eursächsischer Verzicht 
auf Entschädigung. Abrede ttber die geistliche Jurisdiktion zwischen 
Eurmainz, Eursachsen und Hessen im Feldlager zu Hitzkirchen.^^) 

Die Gründe für die Wahrscheinlichkeit des angeblichen Breslauer 
Bttndnisses.*) 

226. Akten des Landgrrafen Philipp. 1528 Mai. Juni. 
Ausgaberegister des Fddxugs gegen die Bischöfe. 

227. Akten des Landgrrafen Phülpp. 1528 Juli. 1529 Juni. 

Ausschreiben an Fürsten^) Verzeichnis. Niederschriften und Ab- 
schriften von Ghäachten^) Protokolle mit abschrifüichen Beilagen,^) 
Urfehdebrief 

1528 Juli. Einladung zum VerhOrstage nach Eassel. Berufung 
hessischer Bäte (Heinrich Herr zu Isenburg-Grenzau Oberamtmann der 
Kiedergrafischaft Eatzenelnbogen, Christian y. Hanstein Statthalter zu 
Eassel, Hermann Riedesel zu Eisenbach Statthalter zu Marburg, Ludwig 
V. Boineburg, Tide Wolf, FriedrichTrott, Adolf Bau, Erafty. Bodenhausen, 
Reinhard y. Boineburg, Eammermeister [Rudolf y.Weiblingen], Jakob y. 
Cronberg, Burkhard y. Gramm, Otto Hund, Helwig y. Rttckershausen, 
Wilhelm y. Staffel, Helwig y. Lehrbach, Marschall [Hermann y. d. Mals- 
burg], Jakob y. Taubenheim, Balthasar Schrautenbach, Eanzler [Feige], 



1) Im SamtftTchiye W 172, 8«. 2) Ebenda. 3) Ebenda 172, S^. 

4) Ebenda 164, 1. 3. 2; 166, 4. Angesogene Urkunden 4, 36. Vgl. Kopial- 
bneh K 1 fol. 109, 121, 124, 114, 120, 125. 
6) Kopialbnoh K 1 fol. 128. 

6) Eine Fasrang yon der Hand Jobann Nordeoks mit ZusStsen des Landgrafen 
Im Samtarehiye W 172, 8«. 

7) Im Samtarohiye W 172, 8«. 8) Ebenda 166, 6b. 

9) Ein Exemplar in Pergamentamsoblag in Kassel, Landesbibl. Ms. Haas. 
foL 106. Absehrift im Samtarohiye 17 166^ 6». 



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152 PikckBche Händel Pftcks Urfehde 1529, Senduiir ^^^ BreeUv 1528. 

Lic. Helfmann, Dr. Walter, Lic. Nikolaus Moller gen. Meyer, Dr. Fran- 
kenber^,^) UniversitätBrektor Lic. Johann Eisermann, Siegmnnd y.Boine- 
bnrg, Werner v. Wallenstein, Rudolf Schenk, Jost y. Weiters, Georg 
NuBpioker d. J.) naoh Kassel, ihr Gntachten Aber das bevorstehende 
Verhör Paoks. Verhandlungen des Landgrafen mit den in Kassel 
erschienenen Bäten des Königs Ferdinand, des Kurfürsten Joachim 
von Brandenburg und des Herzogs Georg von Sachsen, Verhör Packs 
durch den Kanzler Feige, Beden und Gegenreden Packs und des 
sächsischen Kanzlers. Forderung der Gesandten, Pack peinlich zu 
verhören. Ablehnung des Landgrafen. — Lic. Johann Helfmann, 
Dr. Lenhard Hofmttller, Dr. Christoph Has, Dr. Hieronymus Lerchen- 
felder und Dr. Simeon Engelhard über die Befugnis des Landgrafen, 
Pack, falls er betrogen habe, zu richten, und über die Verpflichtung 
zur Auslieferung desselben, desgl. der Juristenfakultät zu Wittenberg. 
1529 Juni. Urfehde Packs bei seiner Entlassung aus der Haft, 
Verpachtung, sich auf Verlangen wieder zu stellen. 

228. Akten des Landgrafen PhOlpp. 
Bericht von unbekarmter Hand. 

1528 nach Juni 5. Beise nach Breslau im Auftrage des Land- 
grafen, um Erkundigungen über das angebliche Breslauer Bündnis 
und die Anwesenheit von Gesandten der Bischöfe in Breslau um die 
Zeit der Abfassung (1527 Mai 15) einzuziehen. 



229. Akten des Landgrrafen Philipp.^) 1528 Sept— Dez. 
Briefwechsel mit dem kaiserlichen Regiment. Abschriften, 

1528 Sept.— Dez. Die Ausführung des kaiserlichen Mandats von 
1527 Mai 5 betr. die Einziehung der Feste Cronberg als Beichsgut 
und die Wiederaufhebung des mit Jakob v. Cronberg ohne kaiser- 
lichen Konsens geschlossenen Kaufvertrags. 

230. Akten des Landflrrafen Philipp bezw. des Kanzlers Feigre. 

1528 Okt.— pez.) 

Oedenkxettd des Landgrafen und des Sekretärs Joharm Nordeck. 
Schreiben des letzteren an Feige. Schreiben Eberhards v, Botungen^^) 

1) SS Johann Emmerich. 

2) Znm Teil gemeinsehaftlieh mit Kortrier and Korpfalz. 

3) Im Samtarchive lY 172, 8'. Undatiert 



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Cronberg. BttBtangen. Beriehte ans Kassel. 1528 Sept— 1529 Febr. 153 

Qeorga Freiherm v. Hewen^ Sigrmmd Zwickhofs ^^) Ausschreiben mi 
dm Oberamimann Hektng v. Rückershausen und den Landschreiber der 
Ohergrafschaft Kahendnbogen. 

1528 Okt Instruktionen ftlr hessische Bäte betr. den Schwäbischen 
Bund, mainsdsche, wttrzburgische nnd bambergische Geldzahlung. Ver- 
handlungen deswegen nnd wegen Cronbergs mit Eurpfalz, Verhand- 
inngen mit den Beichsstädten, mit Trier. Befugnisse des Begiments. 
Dr. y. Pack. Auftrag für den vom Tttbinger Tag zurückgekehrten 
Kanzler Feige, mit den in Marburg anwesenden Gelehrten über diese 
Dinge zu verhandeln. 

(Nov. Dez.) Sendung des Marschalls (Hermann v. d. Malsburg) 
zum Herzog von Geldern und zum Bischof von Paderborn, Jakobs 
V. Tanbenheim zu Pommern nnd Mecklenburg zum Zwecke der An- 
werbung von Truppen.2) Bttstungen, Dienstanerbieten von verschie- 
denen Führern. Befehl ftlr die Beamten der Obergrafschaft zur Ar- 
mierung und Verproviantierung von Büsselsheim und zu Vorsichts- 
maBregeln gegenüber dem am Bhein sich sammelnden Eriegsvolk.') 

231. Akten des Landgrafen PhOlpp.^) 1529 Jan. Febr. 

Berichte von Statthalter und Räten xu Kassel. 

1529 Jan. Gedruckte Entschuldigung des Herzogs Georg von 
Sachsen. Schreiben Christophs v. Taubenheim und Melchiors v. Entz- 
iehen, Amtleute zu Freiberg und Sangerhausen, betr. Geleit des Land- 
grafen auf seiner Beise nach MeiBen. Vergebliches Erscheinen der 
niederhessischen Städte in Kassel; deren Steueranschlag. Verrichtung 
Georgs v. Eolmatsch. Pfälzische Briefe. Besiegelung von Urkunden. 
Vergebliches Suchen nach den die Bestitution des Franz v. Sickingen 
betreffenden Schriftstücken. 

Febr. Übersendung der jüngst zu Worms abgeschlossenen Ver- 
träge mit dem Schwäbischen Bunde an den Landgrafen. Unpäßlich- 
keit Johann Nordecks, der deswegen dem Landgrafen nicht nachreisen 
kann. Nachsendung kursächsischer Schreiben. 



1) Im Samtarehive IV 166, 6«. 

2) Undatiert, aber wohl in diese Zeit gehörig. 

3) Undatiert, wohl su Ende Des. gehörig. Helwig y. Rttekerghaueen ist su- 
erat 1628 Des. 14 als Oberamtmann der ObergrafBchaft nachweisbar. 

4) Im Samtarehiye IV 172, 8b n. 8'. 



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154 Akten der EMseler Bäte. Hans Koblenz. 1529 Jan.— Juni, 

232. Akten Sekrantenbaeks nnd des Stattkaltera nnd der Ute n 
KMgel. 1529 Jan.— Apr. 

Briefe des Landgrafen^ des Kammermeisters Rudolf v. Weiblmgen^ 
des Karkxkrs Feige und des lAc. Nikolaus Mcüer geih, Meyer, Dabei 
Nachschrift au einem Schreiben Otto Hunds an den S^ammermeister, 

Undatiert.^) Wünsche Otto Hunds, daB dem Landgrafen ans den 
gegenwärtigen Bedrängnissen geholfen werde; das gedruckte Aus- 
schreiben des Herzogs Georg eine Unfreundlichkeit gegen den Land- 
grafen. 

1529 Jan. Geldmittel zur Abfertigung der Gesandtschaft nach 
Spanien an den Kaiser. Französisches Geleit. Absicht des Land- 
grafen, den Reichstag zu Speyer persönlich zu besuchen. Der nassau- 
ische Handel. Aufforderung Feiges an Schrautenbach, zur Beratung 
nach Marbnrg zu kommen. 

Febr. Vergebliches Suchen nach den Akten ttber die Bestitution 
Franzens v. Sickingen.^) Georg KuBpickers Reise nach Speyer »in 
causa protestationis«. Übersendung der Akten betr. Kassau und das 
Dorf Nordenstadt an den Amtmann zu Eppstein und Oronberg. Der 
sächsische Gesandte Christoph GroB in Kassel, Aufforderung Feiges 
an Schrautenbach, mit Dr« Walter und dem Gesandten nach Marburg 
zu kommen. Nikolaus Meyer zum Gesandten nach Spanien bestimmt. 
Brand von Bauschenberg. 

Apr. Reise Meyers, Erlebnisse, Ankunft in Lyon. 

233. Akten des Landgrafen Philipp. 1529 Febr.— Juni. 

Instruktion für eine Gesandtschaft der Grafen Botho von Stotberg^ 
Ernst von Höhenstein und Günther von Schwarxburg an den Landgrafen. 
Protokoll. Abschriften von Akten. Brieftvechsel mit Reinhard und 
Philipp Koblenx und Peter und Emmerich v. Westerburg. 

1529 Febr. — Juni. Streit des Hans Koblenz zu Immendorf mit 
den Grafen wegen seiner Gefangennahme durch sie infolge der Ver- 
wundung Konrad Hofmanns in Frankenhausen durch Koblenz und seine 
Gefährten. Vermittlung des Landgrafen nach vorhergegangenem Ver- 
mitüungsgesuch der hessischen Ritterschaft. 



1) Wegen der Erwähnung des gedruckten Bttchsiscben AuBschreibens (s. Nr. 231) 
wohl in den Januar 1629 gehörig. 

2) Hierbei: Abschrift des kaiBerliohen Befehls an Kurp&ls ron 1628 Apr. 17, 
die Urkunde wegen Aufhebung der Reiehsacht m liefern. 



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Kriegsbestalhuigm. Reiehatag sa Spejer. 1629. 155 

234. Akten des Ludgrafen Phfllpp. 1529 Febr.— Dez. 

Bestallungen und Reverse der vom Landgrafen Pkilipp angenommenen 
FußkneckOiavpÜeute^ Rittmeister und Diener Marx Hesse^'^) Gerhard 
V, Boddschtüinghj Paul Kegk von Hausen im Kinxigtcdej^) Oraf Wilhelm 
von Fürstenberg ^ Hans Kratx,^^) Jörg v. Hörde^) und Reimbold v. 
Hedesdarf.^) 

Beiehstag zu Speyer. 
286. Akten des Landgrafen PUllpp. 1528 Aug.— 1529 Apr. 

Einladungsschreiben zum Reichstage. Schreiben König Ferdinands, 
Oedruektes Ausschreiben an hessische Beamte.^) Abschriften der auf 
dem Reichstag entstandenen Akten. NoHxxettel. Protestationsinstrument 
Schreiben Feiges an den Landgrafen. 

1528 Ang. Vollmacht ftlr die kaiserlichen EommisBare auf dem 
Beiehatage (König Ferdinand, Vizekanzler Balthasar [Merklin], die 
Pfalzgrafen Friedrich nnd Wilhelm, Bischof Bernhard von Trient nnd 
Herzog Erich von Brannschweig nnd Lüneburg). 

Nov. Ansetzung des ursprünglich nach Begensburg ausgeschriebenen 
Beichstages zu Speyer auf den 2. Febr. 1529; Erstreckung des Tages 
auf den 21. Febr. 

1529 Jan. Mahnung zum rechtzeitigen persönlichen Erscheinen 
an Philipp. 

März. Sondenrollmacht fttr den Statthalter zu Kassel Christian 
V. Hanstein, den Statthalter zu Marburg Hermann Biedesel zu Eisen- 
bach, den Marschall Hermann v. d. Malsburg, Kanzler Johann Feige 
und den Amtmann zu SchOnstein Otto Hund während Philipps Ab- 
wesenheit auf dem Beichstage. Proposition: TUrkengefahr; Beligion, 
Einziehung geistlicher Gttter, Oeneralkonzil; Aufhebung des Speyrischen 
Beichsabschiedes von 1526; Unterhaltung des Kammergerichts. 

Apr. Erstes Vorbringen der kaiserlichen Kommissare und Ant- 
wort des groBen Ausschusses. Bedenken der sächsischen und hessischen 
Bäte. Antrag auf Milderung des Vorschlags der kaiserlichen Kom- 
missare die Beligion betreffend. Streit der Stadt Ooslar mit Herzog 
Heinrich wegen der Bergwerke am Bammelsberge. Landfriede und 
dessen Sicherung. Beschwerde der evangelischen Fttrsten und Stände 
aber den Beschluß des gemeinen Ausschusses. Kaiserliches Mandat 



1) In den NachtrSgen des SamtarchirB. 

2] 9 Exemplare fai Nachträgen dcB Samtarcbiys. 



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156 Reichstag zn Speyer. 1529 MSrz. Apr. 

gegen die Wiedertäufer. Schrift der zn Speyer verflammelten Stände 
an den Kaiser. Kleinere Artikel: Restitution der Geistlichen, Vor- 
gehen gegen Aufrührerische, kaiserlicher Fiskal, Grebrechen des 
Kammergerichts, Zulassung der Austräge auch auf Ansuchen des ge- 
meinen Mannes, Abschaffung der Messe in Straßburg, Vorgehen gegen 
Konstanz, Verbot französischer Ejriegsdienste, Gefälle der Kammer- 
geriohtskanzlei, Beschwerden des Kammergerichts und Vorschläge des 
kaiserlichen Regiments zu deren Abstellung, Mäßigung und Aus- 
legung des Artikels des Speyerischen Abschiedes von 1526 die 
Religion betreffend und Bedenken der Räte der evangelischen Stände. 

Protest des Kurfürsten von Sachsen, des Landgrafen von Hessen, 
des Markgrafen Georg von Brandenburg, Lüneburgs und anderer, 
nach Eröffnung des Beschlusses, vorgebracht am Montag nach Jubilate 
(19. Apr.). Supplikationen der Reichsstädte. Protestationsschrift 
(20. Apr.). Verzeichnis der protestierenden Kurfürsten, Fürsten und 
Städte. Antwort der kaiserlichen Kommissare und der Stände, die 
den Speyerischen Abschied angenommen, auf die Protestation, vor- 
getragen durch Georg TruchseB und Erwiderung der Protestierenden 
darauf. Ablehnung des an die Protestierenden gerichteten Ansinnens, 
sich fernerer Ausbreitung der Protestation zu enthalten. Vertraute 
Unterredung zwischen Sachsen, Hessen, Ulm, StraSburg und Nürn- 
berg. Gesandtschaft an den Kaiser, Entwurf eines Bündnisses, An- 
Setzung der Tage zu Nürnberg und Rottach. 

Ausschreiben der Protestierenden über die Protestation. Abschied. 

Mitteilungen Feiges an den Landgrafen betr. die Hofhaltung in 
Marburg, die Anwesenheit Herzog Ulrichs von Württemberg in Mar- 
burg und die »im beheltnus zn Leipzig« befindlichen Urkunden. 

Tag zu Nfirnberg 1629. 

236. Akten des Landgrafen Philipp beiw. des Sekretärs Heinrich 
Lersner. 1529 Mai. Juni. 

Schreiben des hessischen Oesandten auf dem Tage xu Nürnberg 
Johann Nordeck, auch während seiner Beise über Koburg nach Bottaeh^ 
mit den iiberschickten Beilagen, 

Mai. Entschuldigung der Stadt Sohwäbisoh-Hall bei den Ge- 
sandten zn Nürnberg wegen der Annahme des Speyerischen Reichs- 
abschiedes. Gesandtschaft der protestierenden Stände an den Kaiser 
(Alexius Frauentraut, markgräflich brandenburgischer Sekretär, Hans 
Ehinger, Bürgermeister zu Memmingen, und Michel von Kadan, 



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Tag za Nürnberg 1629 Mai. Juni. 157 

nttrnbergischer Syndikus).^) Instrnktionspunkte: BerafnDg auf den 
Beiehstageabsehied zu Speyer 1526 und Beschwerde gegen die diesen 
aufhebende kaiserliche Instruktion auf dem letzten Speyerischen Reichs- 
tage. Die vorgebrachte Protestation. Freies christliches Konzil. Friede 
und Wohlfahrt im Reich. Gebrechen nnd MiBbräuche der römischen 
Kirche. Aufruhr und Empörung der Untertanen wegen des geforderten 
Gewissenszwangs zu befürchten. Nebeninstruktion an den Großhof- 
meister Graf Heinrich von Nassau und an Alexander Schweiß: Bitte 
um Unterstützung der Gesandtschaft. Nachsuchung um Beistand bei 
Ulrich Ehinger. Verhaltungsmaßregeln, wenn die Gegner sie verun- 
glimpfen, und im Fall der kaiserlichen Ungnade. Vermeidung von 
Disputationen. Beziehung auf den Akt zu Speyer. Abschied: Ab- 
fertigung und Ausrüstung der drei Gesandten. 

Juni. Übersetzung der Instruktion ins Französische durch Franz 
Lambert von Avignon. Kostbarer Einband und Beschlag der für den 
Kaiser bestimmten Bücher. Reiseroute der Gesandten. Hans Thoma 
von Rosenberg. Kunzlein Bauer, ein zu Königsberg gefangen liegen- 
der Knecht. 

237. Akten des hessischen Gesandten Johann Nordeck. 

1529 Mai. Juni. 

Schreiben an Landgraf Philipp, Aufzeichnungen der Beschlüsse. 
Nicht atisgegangenes Schreiben an den Kaiserlichen Obersten Kämmerer 
Grafen Heinrich von Nassau. 

Vergl. die Gegenakten des Landgrafen Nr. 236, außerdem: 
Juni. Stattliche Beschickung des Tages durch Sachsen und 
Brandenburg. Abschrift des Gutachtens der Städte durch Krefi ver- 
traulieh übermittelt und Bitte Nordecks um eine Instruktion in 
dieser Sache für den Tag zu Rottaoh oder Sendung eines Kriegs- 
verständigen, auch des Kammermeisters. Beanstandung des Schreibens 
an den Grafen Heinrich von Nassau durch den hessischen Gesandten 
wegen des Zusatzes in der Adresse »Graf zu Katzenelnbogen«. Ver- 
teilung der Kosten der Gesandtschaft auf die einzelnen Stände nach 
dem Reichsanschlage. 



1) Die übrigen Akten über die Gesandtschaft an den Kaiser befinden sich 
anter den Akten des zweiten Tages su Iffümberg (Nr. 249). 



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1Ö8 Tage za Rottaoh and Saalfeld 1529 Jnni. Jali. 

Tag za Bottach. 

238. Akten der hesslsohen Gesandten anf dem Tage in Bottaoh (Amt- 
mann an Sehmalkalden Siegmnnd t. Boinebnrg nnd Sekretär 
Jokann Nordeek). 1529 Juni. 

Sdireihen des Lcmdgrafen PMlipp und des Markgrafen Oeorg von 
Brandenburg. 

Juni. Zasendung der Abschrift des durch die Stadt Nürnberg 
entworfenen Bündnisvertrags. Bedenken des Landgrafen gegen die 
zn weitläufige Ansnehmung des Kaisers. Reines Defensionsbttndnis. 



). Akten des Landgrafen Philipp. 1529 Juni. 

Bwndnisentwurf. Abschied. 

Jnni. Pnnkte des Bündnisentwnrfes: Ansnehmung des Kaisers 
und gemeiner Stände des Reichs, sofern sie sich nicht in tätliche 
Handlung gegen dieBundesverwandten begeben, auch des Schwäbischen 
Bundes, zu dem die meisten Einungsverwandten gehören. Stellung 
der einzelnen Glieder zueinander. ZusammenschluB zur Gegenwehr 
wegen des Speyrischen Reichsabschiedes. Ausschuß Ton sechs Räten 
in dringenden Fällen. Gegenseitige Hilfe. Aufbringen des nötigen 
Geldes. Verbindlichkeit der gefaßten Beschlüsse. Keine Sonder- 
handlungen. Abschied; Mitteilung der Beschlüsse des Tages durch 
die Gesandten an ihre Herren und Ansetzung eines Tages zu Schwa* 
bach anf den 24. August. Vorläufiger BeschluB über gegenseitige Hilfe. 

Tag zu Saatfeld. 
240. Akten des Landgrafen Philipp. 1529 Juli. 

Schreiben an den hessischen Gesandten Siegmund v. Boineburg 
Amimarm xu Schmalkaldefi. Kcmxept einer Instruktion für diesen (ur- 
sprimgUch auch für den Amtmann xu Landeck Oeorg v. Kolmaisch), 
Abschied. 

Juli. Vorschlag des Kurfürsten von Sachsen, zur Beratung der 
Rottachischen Handlung zwischen Sachsen, Hessen und Markgraf 
Georg von Brandenburg einen Tag zu Saalfeld auf den 7. Juli anzu- 
setzen. Abordnung Boineburgs und Kolmatschs zu diesem Tage durch 
den Landgrafen Philipp. Instruktionspunkte: keine Sondernng von 
Strasburg trotz des streitigen Artikels vom Abendmahl. Keine zu 
weitläufige Ausnehmung des Kaisers. Ausnehmung des Schwäbischen 



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Projektierter Tag ro Sebwabacb. Marbnrger Akten. 1529 Juni. Aug. 159 

Bundes und folgender Stände: Sachsen, Brandenburg, Braunschweig- 
Lünebnrgy Dänemark, Eurpfalz, Knrtrier, Paderborn, Herzog Heinrich 
von Mecklenburg, Magdeburg, Grafen von Mansfeld, Fürst Wolfgang 
von Anhalt und Herzog Ludwig von Zweibrttcken. Aufbringen der 
Hilfe und des Geldes; gleichmäßige Heranziehung der Städte und 
Fürsten. Umständlichkeit des Artikels vom Ausschuß der sechs Bäte; 
sofortige Hilfeleistung in Fällen der Not. Die Einung dem Bunde 
vom 26. Juni 1526 1) nicht entgegen. Abschied: Persönliche Unter- 
redung der drei Fürsten erforderlich und Vorschlag einer Zusammen- 
kunft zu Naumburg auf den 24. August. Modus der Verständigung 
zwischen den Fttrsten und Städten. Verschiebung des auf den 24. Aug. 
angesetzten Tages zu Schwabach. 

Projektierter Tag zu Sehwabach. 

241. Akten des Landgrrafen Philipp. 1529 Äug. 

Instruktion für die hessischen Beauftragten Siegmund v. Bomeburg 
Amtmann xu Sdmuükalden und Oeorg von Kolmatsch Amtmann xa 
Landeck.^) 

Aug. Instruktionspunkte: ohne wesentliche Änderungen die der 
Instruktion des Tages zu Saalfeld 1529 Juli (Nr. 240). Verschiebung 
des Tages. 

242. Akten des Kanzlers Feige und der rerordneten Bäte zu Marburg, 

1529 Juni. Aug. 

Schreiben des Landgrafen Philipp^ auch des Kellners xu Driedorf 
Johann v. Twem. 

Juni. Schreiben an den Kanzler Dr. Georg Brück und Be- 
friedigung des Wittenberger Professors Hieronymus Schurff mit 
dO Gulden. Vervielfältigung von Mandaten des kaiserlichen Begi- 
ments in der Druckerei zu Marburg. 

Aug. Musterung der Amtsuntertanen zu Driedorf. 

243. Akten des Landgrafen Philipp. 1529 Mai— Juli. 
Briefwechsel mit Johann Hdfmann. Kaiserliches Mandat, Zeitungen. 



1) Vgl. Nr. 212. 

2) Konzept (Oberarbeitnng einer Instruktion fttr den Tag zu Saalfeld) nnd 
AuilertiguBg. 



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160 Kammergerioht. Bw. mit Kassel. Marbarger Religionsgespräch. 1629 Mai— Nov. 

Mai. Monitorium des kaiserlichen Fiskals wider den Landgrafen 
wegen seines Anschlags betr. die Zehrnngskosten der Gesandten znm 
Kaiser nach Spanien nnd Prozeß gegen ihn wegen nicht gezahlter 
Anschläge. 

Juni. Verfolgung der Wiedertäufer. Schiedsrichterliche Beilegung 
eines Streites zwischen Zürich und Bern einer-, Luzenii Uri, Schwyz, 
Unterwaiden andrerseits. 

Juli. Forderungen an den Landgrafen seitens des Regiments 
wegen Türkenhilfe und Bomzug, Gitation vor das Kammergericht. 

244. Akten des Statthalters and der Bäte zu Kassel besw« des Sekre- 
tärs Johann ITordeok. 1529 Juli. Aug. 

Schreiben des Landgrafen Philipp und des Kammersekretärs Heinrich 
Lersner. 

Juli. Aug. Schriften der hündischen Botschafter, Hauptleute und 
Bäte zu Augsburg. Plessische Lehenempfängnis. Beziehungen zum 
Schwäbischen Bunde und zur Stadt Mflhlhausen. Wiedertäufer, 
Bundesfeinde, Aufbringung des rückständigen Grcldes, das Getreide 
des Landgrafen zu Mühlhausen. Pfarrbestellung in Dorla. >Yerhör 
der gemeinen Stimmen des Eyangeliums halber«. »Herrn Bulands 
Bewilligung«. 

Beligionsgesprieh zu Marbnrg. 

245. Akten des Landgrafen Philipp. 1529 Juli— Nov. 

Briefwechsel mit Luther^ MeUtnchthon^ Zwingli^ Bucer^ Oecotampor- 
diusj Oslander j Brenz, Karlstadt, Schreiben an Jakob Sturm, Schrei- 
ben der Stadt Nürnberg, der Stadt Zürich, des Markgrafen Oeorg 
von Brandenburg, der Stadt Schimbisch^HaUy des Urbanus Rhegtus, 
Briefwechsel mit Pfalxgraf Ludtvig bei Rhein und mit Kurfürst Jo^ 
hann von Sachsen, Schreiben an den Oberamtman/n der Niedergraf- 
schaft Katzendnbogen Wilhelm v, Staffel, Schreiben Jakobs v. Tavhenr- 
heim, Protokoll über die aufgesteUUen Artikel (mit den Unterschriften 
der Theologen), 

1529 Juli — Nov. Einladung zum Gespräch und freies Geleit. 
(Über den Inhalt des Gesprächs vergl. das bei Hoppe, Die fünfzehn 
Marburger Artikel vom 3. Okt. 1529, Kassel 1854 abgedruckte und 
faksimilierte Protokoll). 



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Tage IQ Schleis imd Sehwabach 1529 Aiig.--Okt« 161 

Tag zu Sehlelz. 

246. Akten der hessischeii Gesandten Siegrmnnd t. Boinebnrg Amt- 
mann in Scbmalkalden nnd Geor§r t* Kolmatsch Amtmann in 
Ludeek. 1529 Sept 

Instruktion. 

Sept 28. Instraktionspunkte: Ohne wesentliche Anderangen die 
der Instruktion fbr den Tag zu Saalfeld 1529 Jnli (Nr. 240) nnd den 
projektierten Tag zu Sehwabach 1529 Ang. (Nr. 241). 

Tag zn SehwabadL 
847. Akten des Landgrafen Philipp. 1529 Ang.— Oki 

Ausschreiben an die Städte Straßburg^ Nürnberg und Ulm. In- 
struktion.^) Instruktion des Kurfürsten Johann von Sachsen und 
des Markgrafen Oeorg von Brandenburg für die Verhandhmg der Ge- 
sandten ndt Nürnberg und für den Tag xu Sckwabach überhaupt 
(Abschrift). Abschied. Schreiben der hessischen Gesandten Georg v. 
Kolmatsch und Siegmund v. Boineburg. 

Ang. Versehiebnng des in Bottach nach Schwabaoh festgesetzten 
Tages vom 24. Ang. anf den 16. Okt. Einladung der Städte. 

Okt. Punkte der hessischen Instruktion: Bei Verweigerung der 
Aufiiahme von StraBburg und Ulm in den Bund nachdrückliche Be- 
tonung der bereits bestehenden Einung zwischen Sachsen, Hessen und 
der Stadt Magdeburg des Evangeliums halber, besonders Nürnberg 
gegenüber. Erfolgte Vergleichung der Theologen durch das Beligions- 
gespräch zu Marburg. Falls die Absonderung von StraBburg und Ulm 
nicht zu vermeiden, beruhigende Versicherungen für diese. Aus- 
nehmung des Kaisers. Aufiiahme anderer Stände in das Verständnis. 
Eilende Hilfe. Punkte der Instruktion des Kurfürsten Johann zu 
Sachsen und des Markgrafen Georg zu Brandenburg: Anfi9tellnng 
eines Glaubensbekenntnisses und AusschlieBung solcher Stände ans 
der Einnng, die in einem oder mehreren Artikeln davon abweichen. 
Keine zu weitläufige Ausnehmung des Kaisers. Die zu Bottach 
beschlossene eilende Hilfe ungenügend. Vereinigung aller Glanbens- 
verwandten zn erstreben. Gegenseitige Ö£fhung der Schlösser nnd 
Städte. Oberste Hauptmannschaft. Stimmenverhältnis. AusschuB. 
Bundestage. FestBetzung der Kriegsleistung. Gregenwehr bei An- 
griffen. Kriegsverfassung. Neue Zusammenkunft nach der Heimkehr 
der Gesandtschaft an den Kaiser. 



1) Dabei auch die Ansfertigang. 

PoUt AtcUt 4m Landfr. Pliilipp. U 



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162 Tttrkenhtllfe. Tag zn Nürnberg. 1529 Sept.— Dez. 

Keine ToUe VerBtändigiuig, namentlioh wegen der mangelnden 
Vollmachten der städtifichen Beauftragten. Mitteilnng der gepflogenen 
Verhandinngen durch die Gesandten an ihre Herren; Ansetznng eines 
Tages zu Sohmalkalden auf den 15. Dez. Vorläufige Verpflichtung 
zu gegenseitiger Hilfe. Geheimhaltung des Abschieds. 



248. Akten des Landgrafen PhUipp. 1529 Nov. 

Gedrucktes Ausschreiben des Kaisers, Abschied des kaiserlichen 
Begiments xu Speyer in Abschrift 

1529 Nov. Türkenhüfe. 

Tag zu Nfirnberg. 

249. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des hessischen Gesandten 
Siegmund t. Boinebnrg, Amtmanns 2U Sohmalkalden. 

1529 Sept.— Dez. 

Inslruktumefn und NebemnstrukÜon für Boineburg xum Tage in 
Nürnberg. Abschriften der während der Gesandtschaft an den Kaiser 
entstandenen Akten. Abschrift eines Gutachtens. 

1529 Sept. — Dez. Alexius Frauentraut an Jörg Vogler, mark- 
gräflich brandenburgischen Kanzler Aber die Audienz der Gesandt- 
schaft der Protestierenden beim Kaiser. Notarielle Entbindung des 
Alexius Frauentraut von den Pflichten der Gesandtschaft. Antwort des 
Kaisers an die Gesandten. Schreiben Michaels von Kadan an Alexander 
SchweiB. Appellation der Gesandten. Bitte der Gesandtschaft um 
Entlassung. Bericht über die am kaiserlichen Hofe geführten Ver- 
handlungen. Insinuation des kaiserlichen Abschieds für die Gesandt- 
schaft und der Speyerischen Appellation durch die Gesandten. Ab- 
fertigung der Gesandtschaft mit Unterstützung des Grafen Heinrich 
von Nassau. Des Alexander SchweiB Antwort an die Protestierenden. 
Alexius Frauentraut an Alexander SchweiB. 

Dez. 26. Instrnktionspunkte: Verhandlungen über eine neue Ge- 
sandtschaft an den Kaiser, keine Absonderung von Straßburg und den 
anderen Zwinglischen Städten. Bewilligung der Türkenhülfe nur nach 
gewährleisteter Sieherheit. — Gefahrdrohende Haltung des Kaisers 
den Evangelischen gegenüber. — Abraten von einer sofortigen aber- 
maligen Gesandtschaft an den Kaiseir. 



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Tage sa Darmstadt IL Basel. Reicbstag zn Augsburg. 1530 Febr.— Apr. 163 

Tag zu Darmstadt. 
260. Akten des Kanzlers Feige. 1590 Febr. 

Schreiben des Lcmdgrafen Philipp. Abschriften überschickter hessischr- 
kurpfälxiscker Korrespondenzen. Nicht ausgegangenes Schreiben Feiges 
an Otto Hundj Ämtmann xu Schönstein. 

1530 Febr. Ansetznng eines Tages zu Frankfurt auf den 7. März 
zu gtttlicher Beilegung der Irrung zwischen Mainz und Pfalz und Ab- 
ordnung des Grafen Philipp von Solms, des Statthalters an der Lkhn 
Ludwig y. Boineburg zu Lengsfeld, des Amtmanns Otto Hund und 
des Kanzlers Feige. — Verschiebung des Tages auf den 14. März und 
Verlegung nach Darmstadt. 

Tag zu BaseL 

251. Akten der hessischen Gesandten (Siegmund t. Boineburg Amt- 
mann SU Sehmalkalden und Cleorg t. Kolmatsch Amtmann su 
Landeek). 1530 März. 

Instruktion. Protokollarische Aufzeichnungen. Entwurf des Ver^ 
ständnisses. Abschied. 

1530 März 1. Instruktionspunkte: Verhandlung mit StraBburg, 
Zttrichy Bern und Basel gemäB der durch das Marburger Beligions- 
geapräch erzielten Verständigung. Gegenseitige Erlaubnis, Hauptleute 
und Knechte bei den Bundesverwandten zu werben und gegenseitige 
Kriegshilfe. 

März 15. Abschiedspunkte: Frist von sechs Wochen zur Erwägung 
der Annahme des Verständnisses. Ablehnung der letzten Punkte der 
hesaischen Instruktion. 



Belchstag zn Angsbnrg. 

252. Akten des Landgrafen Philipp beiw. des Statthalters ku Kassel 
Adolf Bau SU Holihausen und des Ylaekanilers Georg Vnfipieker. 

1530 März. Apr. 

KaiserUches Ausschreiben und Begleitschreiben der kaiserlichen 
Begimentskanzlei. Schreiben des Landgrafen aM;s Wölfenbüttd an die 
Kassder Bäte. Schreiben an Oraf Philipp den Jüngeren von Waldeck. 
Instruktion für die hessischen Gesandten auf dem Beichstage xu Augs- 
burg (Oraf Philipp von Waldeck, Kanzler Johann Feige und Mag. 

n* 



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164 Beichstag ssu Angsbmg 1690. 

Erhard Scfmepf), Kredenxbrief, Schreiben an den Statthalter an der 
Lcthn Ludwig v. Baineburg xu Lengsfeld. Protokoll. Briefwechsel 
mit Feige taährend seines Äufenffuüts in Spieskappd. Dabei ein Ktm- 
Tiept Feiges an den Karrnnermeister Bvdolf v, WeibUngen. Abschriften. 

1530 März. Ansetzimg des Reichstags auf den 8. April. Anf- 
fordemng an den Grafen Philipp von Waldeck, mit den hessischen Bäten 
als Gesandter nach Angsbarg zu gehen. Instraktionspnnkte (März 27): 
Stellung zn den Anhängern Zwingiis, nichts wider die Lehre nnd den 
reinen Verstand des Evangelinrns, Generalkonzil, Klöster, Abt zn Haina, 
Pfaffenehe, Abendmahl, Papst, Messe und Zeremonien, Heiligenanmfnng, 
Memorien, Beichte, Fasttage, Türkenhilfe, Beichsregiment nnd Eammei^ 
gerichtsordnnng, Mtlnzmonopol, Steigerung der Preise durch Verkauf 
und Gesellschaften, besonders bei Seide und Wollentuch. 

März. Aufnahme von Geld durch Ludwig y. Boineburg bei Bernhard 
y. Hütten, Hermann y. Löwenstein zu Fritzlar und Otto y. Boineburg. 

Apr. Sträuben Feiges, die aufgetragene Sendung zum Reichstage 
anzunehmen wegen der ihm feindlich gesinnten Grafen yon Nassau 
und weil er »der Sachen das wort gots belangend nit gnugsam berichte ; 
sein Vorschlag, der Landgraf soUe den Beichstag in eigener Person 
besuchen. Bedenken des Kanzlers gegen einige Punkte der Instruk- 
tion, besonders den Zwinglischen Artikel und die Türkenhilfe. Be- 
schaffung yon Weehselbriefen und anderem Reisegeld für die Gesandten 
durch den Kanmiermeister Budolf y. WeibUngen. Kleidung und Aus- 
rüstung der Gesandten. Entschluß Philipps, selbst zu reisen; Be- 
stellung von Herberge für 190 Pferde, Korn, Hafer, Wein und anderen 
Viktualien in Augsburg. Tag zu Worms zwischen Hessen und Hart- 
mut y. Cronberg unter Vermittlung des Grafen Wilhelm von Fürsten- 
berg auf Sonntag Palmarum (Apr. 10); Abordnung des Oberamtmanns 
der Obergrafschaft Katzenelnbogen Helwig y. Bückershausen, des Land- 
schreibers Hans Friedrich und Nordecks. Verhandlung mit dem Abt 
zu Haina und der Stadt Göttingen. Anzeige des Kanzlers am Begi- 
ment Vambüler yon der mutmaßlichen Verschiebung des Beichstages. 

253. Akten Philipps auf dem BeieliBtAge zu Augsburg, auch des Kanz- 
lerg Feige. 1530 Mai— Juli. 

Aufzeichnungen Feiges über Verhandlungen. Schreiben an Statt- 
halter und Bäte xu Kassel. Oedenkxettd Heinrich Lersners. Quittung.^) 
Abschriften von Schuldbriefen^). 



1) In Nachtrügen sam Samtarohive. 

2) Kopialbach L 1 foL 8 and 79. Konzept im Samtarchiye IV 406, 19^. 



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Akten ans der Zelt der Anwesenheit des Landgrafen. 165 

1530 Hai. Von BischSfen nnd weltlicher und geistlicher Gerichts- 
barkeit ttber die Pfaffen. Die eyangelischen Prädikanten in Augsburg 
nnd des Kaisers Beschwerde ttber deren Predigt. 

Juni. Wiederkaufsverschreibung für Hans v. Enzenberg. 

[Juni — Juli.] Von besserer Handhabung des Gerichts. 

Undatiert Was der Landgraf zu erwidern hat, wenn ihm darttber 
Vorwürfe gemacht werden, daß er die Kleinodien aus Kirchen und 
Klöstern genommen, die Ordenspersonen vertrieben und die päpst- 
lichen Zeremonien abgeschafft habe.^) 

Juli. Verantwortung des Landgrafen yor dem Kaiser wegen der 
Übertretung des Wormser Edikts, des Artikels vom Sakrament, vielerlei 
Empörung und Bündnis mit anderen Nationen, eines ttberschickten 
Bttchleins, darin er des Kaisers Hoheit angegriffen. 

Spielschulden Philipps bei Konrad v. Bemmelberg, dem »kleinen 
Hessen«, Graf Wilhelm von Fttrstenberg und Graf Gabriel zu Ortenburg. 

254. Akten des Statthalters und der Bftte in KasseL 1530 Joli. 
Schreiben Landgraf PkUipps vom Beichstag xu AMgsburg. 

1590 Juli. Ansetzung eines Tages zu Nordhausen auf den 21. Sep- 
tember zur gütlichen Verhandlung zwischen Georg v. Wintzingerode 
und der Stadt Mtthlhausen; Beschickung des Tages durch Hessen. 

255. Akten des Landgrafen PhUipp. 1530 Aug.— Nov. 

Briefwechsel mit den auf dem Reichstag (naeh des Landgrafen Ab- 
reise am 6. August) xurüdcgelassenen hessischen Bäten Friedrich Trott 
XU SoHxy Lic. Nikolaus Meyer y Mag. Erhard Schnepf und Oeorg Nuß- 
pdcer (anfangs auch Feige), Beilagen xu den Berichten der Gesandten. 
Dabei eine -kZedtda appeUatUmis* ^ von Feige in Breitenau aufgesetxt 

1530 Aug. Heimliche Abreise des Landgrafen und Zurtteklassung 
eines Entschuldigungsbriefes an Herzog Friedrich von Sachsen. Be- 
setzung aller Pforten der Stadt mit kaiserlichen Kriegsleuten und 
Beschwerde des Kurfürsten von Sachsen darttber. Ansetzung eines 
neuen Tages in der nassauischen Sache. Des Kanzlers Feige Abreise 
zum Landgrafen. AusschuBsitzung. Gutachten der kaiserlichen Reichs- 
hofiräte auf Hartmuts v. Cronberg Supplikation. Supplikation der 
Äbtissin von Kaufungen. Übersendung von Schreiben des Lic. Helf- 
mann, die nassauisehe und clevisehe Forderung belangend, an den 

1) Daß dies AktenBtttck anf dem Angsburger Reichstage entatanden nnd im 
Hinblick auf ein Gespräch mit dem Kaiser abgefaßt sei, läßt sich nnr vennnten. 



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166 ReiohBtag ni Augsburg 153Q, 

Landgrafen. Gefangennahme des landgräflichen Dieners Spemyersteck 
dnrch Dietrich Spät im Lande Württemberg. Eanf der Stimmen 
(mit Ausnahme der Bächsischen] zor römischen Königswahl durch 
König Ferdinand. Mutmaßlicher Aufschub der Belehnung des Kur- 
fürsten von Sachsen und des Herzogs Ernst von Lüneburg. Gefangen- 
setzung eines evangelischen Frädikanten wegen angeblicher Aufreizung 
gegen den Kaiser. Reichtagsverhandlnngen über die Monopole und der- 
gleichen allgemeine Reichsangelegenheiten. Geldmangel bei den hes- 
sischen Gesandten. Georg y. Keckerode wegen seiner Krankheit von 
Philipp in Augsburg zurückgelassen. Friedrich Trotts Bitte um Be- 
urlaubung zum Kurgebrauch in Wildbad. Pönalmandat gegen den 
Landgrafen in der cronbergischen Angelegenheit Oberschickung von 
Kopien der Verhandlungen über die evangelische Sache. Übergehung 
der Evangelischen, auch der Städte, bei der Bildung des Ausschusses 
zur Beratung der vorgeschlagenen Yermittlungsartikel und ihre Be- 
schwerde darüber. Abfertigung von Wagen mit Truhen und Wat- 
säcken durch den KurfUrsten von Sachsen und Besorgnis, daB er ab- 
reisen wolle. Vorschlag der Gegenpartei, einen engeren Ausschuß 
(Dr. Eck den Theologen, Dr. Vehus, badischen und den kurkölnischen 
Kanzler einer- und Dr. Brück, Dr. Heller Bat des Markgrafen Georg 
und Philipp Melanehthon andererseits) wegen der noch unverglichenen 
Artikel einzusetzen und Annahme dieses Vorschlages trotz dem hes- 
sischen Proteste gegen die ausgewählten Personen. Des Landgrafen 
Befehl, die vorgeschlagenen Mittel der Vergleichung nicht anzunehmen, 
es sei denn, daB die Gegenpartei in ihren Landen die reine Lehre, 
Sakrament unter beiderlei Gestalt, Öffnung der Klöster und Priesterehe 
dulde. Seine Verweigerung der Jurisdiktion der Bischöfe. 

Aug. — Sept (Englischer Hund ftlr den Landgrafen.) Erzählungen 
und Warnungen des (Grafen Emicho?) von Leiningen: Beraubung eines 
landgräflichen Boten, bevorstehendes Erscheinen des Landgrafen in 
Augsburg, Zusammenkunft vieler papistischer Leute, Dr. Ecks Redereien 
von einer Hauptmannschaft und einem Zug nach Ungarn oder irgend- 
wo anders hin. 

Sept. NuBpickers Verhandlung mit Jakob Sturm wegen des 
Bündnisses und Obersendung eines verschlossenen Schreibens an 
Philipp. Auflösung des engeren Ausschusses. Fruchtlose Verhand- 
lungen und Annahme, daß der Abschied unmittelbar bevorstehe. Ab- 
sicht des Kurfürsten von Sachsen, am 9. abzureisen. Feste Gesinnung 
der Evangelischen. Belohnung des Königs Ferdinand mit Ungarn, 
Böhmen, Österreich usw., auch Württemberg und Teck. Große Fest- 
lichkeiten. Werbungen Herzog Heinrichs von Braunschweig und Hessens 



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BriefwechBOl mit den hesaiBchen GesAndten Aug.— Not. 167 

in der nassamsohen Sache beim Kaiser und bei Mainz and Pfalz. 
Schreiben der Stadt Mtthlhaasen ihres Feindes Facius GroB halber; 
BeschluB diesen zu verhaften. Überschickong eines Briefes Herzog 
Heinrichs von Brannschweig an Philipp nnd Herzog Ulrich von Württem- 
berg. Gutachten der verordneten kaiserlichen obersten Bäte betre£b der 
Stadt Mühlhansen, den sächsischen nnd hessischen Gesandten vorgehalten. 
Die Zwinglischen auf dem Beichstage. Praktiken zur Trennung der 
Evangelischen. Batschlag nnd Bedenken der Nürnberger. Zeitung 
von der Ergebung der Florentiner. Luther an Spalatin über die vor- 
geschlagenen Mittel. 1) Supplikation Sachsens und Hessens an den 
Kaiser um Bestätigung des Vertrags und Sühnebriefs mit Mühlhausen 
nnd kaiserliche Antwort darauf. 

Okt. Gemeinsames Vorgehen von Hessen, Kurtrier und Kurpfalz 
in der cronbergischen Angelegenheit; Antwort Philipps auf das Pönal- 
mandat. Abschied in causa religionis. Hans Ehingers von Memmingen 
Kundschaft von Kriegsvolk in Günzburg und auf Schloß Trauchburg, 
von Kaspars v. Frundsberg Werbungen und von den aus den Nieder- 
landen heraufziehenden Spaniern. Verhandlung wegen der Türken- 
hilfe und eines Friedens. Versuchte Teilung und Absonderung der 
Städte. Bitte der Gesandten an den Landgrafen, in der sächsischen 
Kanzlei eine Abschrift der Apologie verfertigen zu lassen und zu über- 
senden. Beiehstagsabschied.^) 

Nov. Philipps Befehl, die Turkenhilfe zu verweigern bis der 
Friede mit allen Evangelischen, auch den Zwinglischen, geschlossen 
sei. Antwort einiger Städte auf den Abschied in Sachen des Glaubens 
und der Beligion. Verhandlung zwischen den Eidgenossen und dem 
Herzog von Savoyen. Cronbergische Angelegenheit. Besserers Krank- 
heit und seine Ersetzung durch den Bürgermeister Neithard zu Ulm, 
einen Gegner der evangelischen Lehre. Bitte der meisten Stände, 
sie bis zu einem allgemeinen Konzil bei ihrem jetzigen Gebrauche zu 
lassen. Zeitungen aus Italien. Verweigerung der Türkenhilfe auf 
den Landtagen in allen österreichischen Landen. Kaiserliche Er- 
klärung wegen des Landfriedens, der Beligion und der Bechtfertigung. 
Schrift an die Bäte zu Nürnberg von ihren Gesandten zu Augsburg. 

256. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1530 Okt Nov. 

Eigenhändige Aufxeichnungefa, Abschriften, Outachten hessischer 
Theologen (Tüemmm Schnabel xu Alsfeld, Ekbertus Snoüanus zu Oreben- 
stemy Johannes Campis xu Kassdj Antonius Corvvrms xu Witxenhausenj 



1) Gedr. Enders, Dr. M. Luthers Briefvreohsel VII 217. 2) Druck. 



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168 BeiehBtag sn Augsburg 1690, 

Bdlihasar Raide xu Bersfddj Johamtes Lenmg xu Mdsuvgen^ Johannes 
Kymeiis xu AUcTidorf^ Oeorg Möller xu Rotenburg, Conrad Ottinger xu 
Ktzssdj Adam Kraft von Fulda xu Marburg). Schreiben an Luther. ^) 
Schreiben des Ka/nxUrs und der Bäte aus Breitenau. Abschnitte aus 
einer historischen Schrift, wahrscheinUch Jakob Zieglers (kollationierte 
Abschrift). 

1530 Okt. — NoY. Erörterung der Frage der Gegenwehr im Fall 
der Unterdrttckong des Evangeliums durch den Kaiser. 
Undatiert. Widmung der (Zieglerschen?) Schrift. 

257. Akten der hessigchen Gesandten auf dem Reiehstage. 

1530 Aug.— Okt 

Sdireiben des Landdrosten Friedrich v. Tvnste. Abschriften, hes- 
sischer Eingaben an die Beichsstände und den Kaiser. Niederschrift 
von milruäich geführten Verhandlungen. Schreiben Philipps nach seiner 
Abreise. Schreiben der xu Frankfurt in der cronbergschen Angdegen- 
heit verordneten kurtrierischen y kurpfälxischen und hessischen Bäte. 
tJberschickte Instruktion. Abschriften. 

1530 Aug.— Okt. Vgl. die Gegenakten des Landgrafen (Nr. 255) 
und die Akten des Tages zu Frankfurt (Nr. 265); außerdem: Bitte um 
Geleit für einen zur Besichtigung des waldeckischen Bergwerks auf 
dem Eisenberg durch Hessen reisenden Abgesandten der Fugger. 

258. Akten Philipps besw. der hegglsohen Gesandten. 1530. 
Abschriften der auf dem Beichstag entstandenen Akten. 

Augsburgische Eonfession (lateinisch, französisch und deutsch). — 
»Apologia adversus confutationem papistarumc (überschickt von Eur- 
sachsen; vgl. die Akten Philipps, Briefwechsel mit den hessischen 
Gesandten, Oktober. Nr. 255]. Bekenntnis der Zwinglischen Reichs- 
städte. 

259. Akten des Landgrafen Philipp besw. der hesslseken Clesandten. 

1530 Juni-Nov. 

Abschriften der auf dem Beichstage entstandenen Akten (ein Band 
mit der Aufschrift -^Acta und handelungen uff dem reiehstage xu 
Augsburg anno 1530*). 

1530 [Juni— Juli.] Elf Grfinde der Evangelischen gegen eine 
Restitution bis zu einem Eonzil. Mahnung zur Erhaltung christlichen 

1) Gleichseitige Absohrift nach dem Konzept Enden a. a. 0. VIII 286. 



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TheoL Onteohten. Akten d. Gesandten. Confessio n. andere ETA. 169 

FriedenB und zur Einigkeit dem Ausschreiben des Kaisers gegenüber. 
Abstdliing der evangelischen Predigt in Augsburg während des Reichs- 
tags. Eingabe des EurfUrsten Johann an den Kaiser des Glaubens 
halber. 

Aug. Antwort der Evangelischen auf die Verlesung der Konfutation 
und auf den Vortrag der Verordneten des größeren und kleineren 
Ausschusses. Verhandlungen des Ausschusses. »Papistarum media 
in causa evangelii-c Vorschlag der Evangelischen in Sachen des 
Evangeliums. »Declarationes aliquot articulorum in causa evangelii 
productomm.« Erklärung des evangelischen Teils des Ausschusses 
der Vierzehn über die angebliche Verdammung derer, die das Abend- 
mahl in einer Gestalt genießen. Verwahrung der hessischen Gesandten 
gegen weitere Zugeständnisse. 

Sept Erklärung des Kaisers Karl an die Evangelischen durch 
Pfalzgraf Friedrich und durch Georg TruchseB und Gegenschrift der 
protestierenden Stände. Abschied, verlesen durch Alexander Schweiß. 
Dr. Brücks Antwort nach verlesenem Abschied. Letzter Versuch einer 
Einigung in Sachen des Glaubens durch Georg TruchseB und den 
badischen Kanzler in Markgraf Georgs Herberge. »Letzte Handlung 
vor Kaiserlicher Migestät in causa evangelii uff den gegebenen Ab- 
schied« (Vortrag des Kurf&rsten Joachim von Brandenburg), Auf- 
zeichnungen ttber die Ereignisse nach der Verlesung des Abschieds. 
Verhandlungen der kurpfälzischen mit den hessiscben Räten wegen 
des Abschieds. Verhandlungen des Kaisers mit den Städten nach dem 
Abschied, 

Oki— Nov. Abschied für die Städte. Die Verhandlungen über 
die Aufrichtung des Landfriedens und seine Ausdehnung auf die Stände, 
die den Abschied nicht angenommen haben. Eingaben an den Kaiser 
wegen der Einbeziehung der Evangelischen in den Artikel des Friedens 
und Antwort des Kaisers. Eingabe der Evangelischen, im gemeinen 
Bat ttbeiantwortet. Versuch einer Vermittlung durch Markgraf Ernst 
von Baden und Graf Georg von Württemberg. 

[Okt] Verhandlungen zwischen dem Kaiser und den zwinglischen 
Städten wegen der Konfutation und wegen der Tttrkenhilfe. Verhand- 
lungen zwischen dem Kaiser und der Stadt Augsburg wegen der An- 
nahme des Abschieds. Gutachten der hessischen Theologen Tilemann 
Schnabel zu Alsfeld, Georg Moller zu Rotenburg, Johannes Gampis zu 
Kassel, Conrad Ottinger zu Kassel, Ekbertus SnoUanus zu Grebenstein, 
Johannes Lening zu Melsungen, Balthasar Raide zu Hersfeld, Johannes 
KymeuB zu Allendorf, Antonius Corvinus zu Witzenhausen, Adam Kraft 
von Fulda zu Marburg ttber die zu Augsburg verhandelten Punkte. 



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170 ReiolMtag zn Angsbnrg 1530. Harbnrger Akten 1530 Joli. 

260. Akten der hessiBehen desandten. 1530 [Juli— Okt.] 

Abschriften der auf dem Reichstag entstandenen Akten (ein Band). 

1530 [Juli— Okt.] »Gravamina nationi Oermanicae per pontificem 
maximnm hactenns illata.« Gutachten der kurfürstlichen und fürst- 
lichen Räte ttber die Beschwerden des Papstes. Beschwerde der 
weltlichen Beichsstände gegen die geistlichen. Gutachten der kur- 
fürstlichen und fürstlichen Käte hierüber. Beschwerde der geistlichen 
Fürsten gegen die weltlichen. Über die Freiheit, Immunität und Prä- 
rogativen, Guter und Einkünfte der Kirche und geistliche und weltliche 
Lehen. Gutachten der kurfürstlichen und fürstlichen Räte über die Be- 
schwerde der geistlichen Fürsten, desgl. über die geistlichen Rechte und 
Einkünfte. Abstellung und Milderung der Beschwerden der Untertanen. 

261. Akten des Landgrafen Philipp bezw. der hessischen Gesandten. 

1530 Mai— Okt. 

Abschriften von kaiserlichen Bescheiden y von Supplikationen und 
anderen Eingaben^ niedergeschriebenen Verhandlungen, Voümaditen und 
Aufzeichnungen und dem kaiserlichen Abschied.^) 

1530 Mai — Okt. Streit zwischen der Stadt Goslar und Herzog 
Heinrich von Braunschweig wegen der Bergwerke des Rammelsberges. 

262. 263. Akten des Landgrafen Philipp besw. der hessischen Ge- 

sandten. [1530.] 

Zwei Bände Abschriften älterer Urkunden, Auszüge aus Registern 
und anderen Bücfiem, Abschriften von Akten, 

Yorakten zum Streit der Stadt Goslar mit Herzog Heinrich von 
Braunschweig wegen der Bergwerke des Rammelsberges. 1274 — 1529. 



264. Akten des Statthalters, Befehlshabers und der yerordneten Räte 
an der Lahn.^) 1530 Juli. 

Schreiben Eberhard Schenks xu Schweinsberg Amtmanns xu 
Rüsselsheim und des Statthalters und der Räte xu Kassel, Ausschreiben 
an die AmOeuie der Ober- und Niedergrafschaft. 

1530 Juli. Geheime Werbungen des Kaisers. Eriegsvolk in den 
Niederlanden. 



1) Dabei ein Umschlag mit einer Notiz Aitingers, ein Zeichen, daß diese 
Aktenstücke in der Zeit zwischen 1540—1647 wieder benutst worden sind. 

2) Zur Zeit in Grttnberg. 



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Tage SU Frankfnit und Basel. 1530 Sept.— Nov. 171 

Tag za Fnnkfiirt 

266. Akten des Landgrafen PhUipp. 1530 Sept. Okt. 

Entwürfe; Instruktion für die hessischen Gesandten, Ausschreiben 
an Kurpfcdx und Kurtrier. Abschrift einer Instruktion für den 
trierischen Gesandten Kanfixkr Dr. Ludtoig I\irster an den Landn 
grafen. Instruktion für den als Boten nach Augsburg abgefertigten 
Peter Schwerxd. Abschrift eines Kredenxbriefes und eines Schreibens 
an den Kaiser und an den PfaJbcgrafen Friedrich. 

1530 Sept. Überschicknng des kaiserlichen Mandats in der cron- 
bergischen Angelegenheit an die Rate zn Angsbnrg sowie an Enrtrier 
nnd Enrpfalz. Ansetzong eines Tages zn Frankfurt zn gemeinsamer 
Beratung. Philipps Gutachten: die Unterstützung Kurtriers in dessen 
Fehde mit Franz y. Sickingen, ist auf Veranlassung des kaiserlichen 
Begiments geschehen; Hartmut v. Cronberg ist in die Reichsacht ge- 
fallen und hat seine Lehen verwirkt; kaiserliche Privilegien wegen 
des Kaufs eines Teils von Cronberg durch Kurtrier und erster Ver- 
trag der drei Beteiligten; Abtretung Gronbergs nur nach Erstattung 
der Kosten. Weitere Punkte, die zu bedenken: Erneuerung der dem 
Regiment überantworteten Darlegung. Berufung auf die goldene Bulle. 
Richter und Sachwalter in einer Person wider Reichsrecht. Mandat 
hat nur die Kraft einer schlichten Ladung. Gemeinsame Eingabe 
und Handlung. Beschickung des Tages; Dr. Walter und Lic. Eiser- 
mann als hessische Gesandte. — Dr. Fursters Anzeige an den Land- 
grafen: Die Überschickung des Mandats durch kaiserlichen Statt- 
halter und Regiment samt richterlicher Ladung ist abzuwarten. An- 
fechtung der Kopie des Mandats und Verschleppung der Angelegen- 
heit. Gemeinsame Schrift an den Kaiser. 

Okt Gemeinsame Eingabe der drei Kurfürsten und Fürsten an 
den Kaiser durch die Gesandten zu Augsburg. Abfertigung Peter 
Schwerzels mit den Briefen nach Augsburg und Verhaltungsmaßregeln 
ftor den Fall, daß er die Räte oder Pfalzgraf Friedrich nicht mehr 
antrifft. 

Tag zu BaseL 

266. Akten des Landgrafen Phflipp. 1530 Nov. 

Instruktion für die hessischen Gesandten Kammerdiener Jost von 
Weiters und Andreas Salfeld Rentmeister %u Gießen. Abschied (Ab- 
schrift). Vertragsurkunde.^) 

1) Ausfertigung im Samtarchive IV 104, 1. 



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172 Projektierter Tug 211 Ntiniberg 1630 Nov. 

1590 Nov. Ingtroktioiuipiiiikte: Verspäteter Empfang der Nach- 
rieht von der Verlegnng des Tages von StraBburg nach Basel und 
der Verschiebiing. Zwiefache Ausfertigiing der Yertragsnrknnde auf 
Pergament nnd Aufnahme des Königs von Frankreich in das Ver- 
ständnis. Vergleichnng des Sakraments halben zwischen Luther und 
Bucer. Beschickung des Tages zu Schmalkalden. Abschiedspunkte: 
Die Stadt StraBburg soll die Sache erst an ihre Schöffen und Oe- 
meine bringen und Basel benachrichtigen, dort der Stadtschreiber die 
Urkunde schreiben und von Stadt zu Stadt und zum Landgrafen zur 
Besiegelung bringen. Keine Aufnahme Frankreichs. Vergleichung 
wegen des Sakraments. Abordnung Jakob Sturms zum Tag zu 
Schmalkalden im Namen der Städte. Zweck des Vertrags: Auf- 
richtung eines christlichen Verständnisses zwischen dem Luidgrafen 
Philipp zu Hessen und den Städten Zürich, Basel und StraBburg. 

Projektierter Tag zu Nürnberg. 
267. Akten des Landgrafen PhUipp. 1530 Nov. 

Briefwechsel mit den nach Nürnberg abgeordneten Gesandten (Statt- 
halter zu Kassel Adolf Bau zu Hdxhausen und Ämtmann zu Schmal- 
kalden Siegmund v. Boineburg). Instruktion. Abschrift eines Schreibens 
des Kurfürsten von Sachsen an die Stadt Nürnberg. 

1590 Nov. Der Syndikus von Nürnberg, Michael von Eadan, 
beim Eurfttrsten zu Sachsen und Landgrafen zu Hessen; sein Vor- 
schlag der Beschwichtigung des Kaisers. Geplante Zusammenkunft 
der Evangelischen zu Nürnberg; Beratung über die Abordnung einer 
gemeinsamen Botschaft an den Kaiser oder Beauftragung der Ge- 
sandten zu Augsburg mit diesen Unterhandlungen. Philipps Wider- 
raten und Hoffnung auf eine Vermittelung durch Kurpfalz und Kurtrier. 
Ankunft der hessischen Gesandten in Nürnberg und Abkündigung 
des Tages durch Christoph KreB. Verschiebung des nach Schmal- 
kalden einberufenen Tages. Überschickung einer Kopie des zu Augs- 
burg aufgerichteten Landfriedens. Zurttstungen für den Empfang der 
Fürsten in Schmalkalden. Apel Vitzthums Ergreifung zu Winteritz 
wegen Falschmünzerei. Herzog Wilhelms von Bayern Abreise vom 
Kaiser; Zug des Kurfürsten von Brandenburg mit dem Kaiser. 



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Tag SU Sohmalkalden lb30 Des. 173 

368. Akten der hesslselieii flesandtea snm Tage in Hflrnlierr. 

1530 Nov. 

Instmktum. Kredenxbrief an den Kaiser. Schreiben des Land- 
grafen. Abschrift eines Schreibens des Kurfürsten von Sachsen an 
Nürnberg. 

1530 Nov. Instniktionspnnkte: Standhaftes Beharren anf Gottes 
Wort und der Wahrheit. Bechtfertignng durch den Glanben. Ver- 
werfung von HeBopfer, Vigilien, Fleischverbot und Cölibat, Eloster- 
gelübde, Heiligenanrufung, bischöflicher Jurisdiktion. Abendmahl in 
beiderlei Gestalt. Botschaft an den Kaiser. Zugeständnis einiger 
Fasttage, Zeremonien, Feiertage, der Beichte. Klostergüter. Gemein- 
same Gegenwehr bei Ablehnung der Vorschläge durch den Kaiser 
und Aufrichtung eines Bundes mit ständigem gemeinem Bat und einer 
Bundeskasse. 

Vergl. auch die Gegenakten des Landgrafen (Nr. 267). 

Tag zu Schmalkalden. 
269. Akten des Landgrafen PUUpp und des Kanzlers Felge. 1530 Dez. 

Abschrift einer Instruktion des Markgrafen Georg von Bra/ndenburg 
für seinen Marschall Kaspar v. Seckendorf und Kanzle Oeorg 
Vogler. Entwürfe der zu beratenden Artikel^ teilweise vom Landgrafen 
überarbeitet. Niederschriften von Verhandlungen von Feiges Hand. 
Instruktion für die Gesandten zum Kurtag in Köln Hans v. Minck- 
udtz RittcTy Dr. Heller , Lic. Niedaus MöUer genannt Meyer und 
Christoph Tetzd und Schreiben an diese. Abschrift eines Schreibens 
an den Kaiser. Abschriften der auf dem Tage entstandenen Akten. 

1530 Dez. Punkte der brandenburgischen Instruktion: Geneigt- 
heit zum Frieden mit den Papisten, da keine Kriegsgefahr mehr vom 
Kaiser drohe. Nur Defensive. Botschaft an den Kaiser wegen der 
Ablehnung des augsburgischen Abschieds. Königswahl. Fiskalische 
und andere Kammergerichtsprozesse. Tttrkenhilfe. Gemeinsame Über- 
einstimmende Kirchen- und Visitationsordnung. Wiedertäufer. Auf- 
schub eines allgemeinen öffentlichen Ausschreibens über die Verhand- 
lungen zu Augsburg. Beratschlagte Artikel: Schreiben oder Botschaft 
an den Kaiser. Zusammenstehen bei etwaiger Exekution und Be- 
kriegung, auch bei Prozessen in Sachen des Glaubens. Verhalten 
der evangelischen Stände bei Verkündigung des augsburgischen Ab- 
schieds in den Fttrstentttmem. Appellation gegen diesen und Suspen- 
dierung der kaiserlichen Jurisdiktion. Verhandlung mit den anderen 



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174 Tag zu Sohmalkaldeii. Gronberg. Angelegenheit 1530 Apr.— Okt 

eyangeliBehen Ständen. Pflichten der Stände, die wieder den alten 
Glauben annehmen. Stellung der Untersassen. Ttirkenhilfe. 

Instruktion für die Gesandten der evangelischen Glaubensver- 
wandten auf dem Eurtag zu Köln: Überreichung eines gemeinsamen 
Schreibens. Die evangelischen Stände aus Schmalkalden an den 
Kaiser wegen der Königswahl. Schreiben Lüneburgs, Hessens, An- 
halts und Mansfelds an die fbnf in Köln versammelten Kurfürsten. 
Des Kurfürsten von Sachsen Schreiben an die Kurfürsten. Auf- 
forderung an den Kurfürsten von Sachsen zum Kurtage am 29. Dez. 
in Köln zu erscheinen. Artikel, warum er auf die Zitation zu er- 
scheinen nicht schuldig ist. 

Abschied der evangelischen Stände zu Schmalkalden. Christliches 
Verständnis und dessen Annahme durch die versammelten Kurfürsten 
und Fürsten Johann von Sachsen, Ernst von Braunschweig-Lttneburg, 
Philipp von Braunschweig, Philipp von Hessen, Wolfgang von Anhalt, 
Graf Gebhatd und Albrecht von Mansfeld und die Städte Magdeburg 
und Bremen. Frist von sechs Wochen zur Annahme für StraBburg, 
Ulm, Konstanz, Lindau, Kempten, Memmingen, Heilbronn, Reutlingen, 
Biberacb, Isny. Beschluß der Beschickung des Markgrafen Georg von 
Brandenburg, der Städte Nürnberg, Windsheim, WeiBenburg a. N., 
deren Gesandte keine ausreichenden Instruktionen mitgebracht haben. 
Schreiben an den Kaiser um Milderung des augsburgischen Abschieds. 
Gegenseitige Hilfe bei Beligionsprozessen. Ansetzung eines Tages 
zu Nürnberg wegen einer gleichförmigen Kirchenordnung. Plan einer 
Appellation wider den augsburgischen Abschied. Bestrafung der 
Wiedertäufer. Gedrucktes Ausschreiben über die geführten Verhand- 
lungen in lateinischer, deutscher und französischer Sprache. Bericht 
an die Könige von Frankreich und England. Appellation an den 
Kaiser und das Kammergericht und Forderung eines christlichen 
Konzils in deutschen Landen; Beauftragung der Gelehrten, die Kon- 
zilienfrage zu untersuchen. Geheimhaltung des Abschieds. 

Schreiben an den Kaiser aus Schmalkalden der fiskalischen Sache 
halber. Wie man sich gegenüber Ferdinand in der Titelfrage ver- 
halten soll. Antwort der Kurfürsten und Fürsten auf die erwartete 
Anzeige des Kaisers von der Erwählung des römischen Königs. 



Cronbergische Angelegenheit 

270. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Kanzlers Feige und des 
Statthalters und der Räte in Kassel und des Lie. Hikolang 
Anthonlus. 1530 Apr.— Okt. 



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Beichskammergericht nnd Tttrkenhilfe 1590 Dez.— 1531 Dez. 175 

ProtokoOe. Schreiben des Grafen Wilhelm von Fürstenberg, Ab- 
schriften. Schreiben des Statthalters an der Lahn hudv/ig v, Baine- 
bürg XU Lengsfdd. Briefwechsel mit dem Stadtschreiber xu Wimpfen 
Wolfgang Wolf Co?nmissio, citatio et articuU. Registraturvermerk. 
Vollmacht fwr den Lic. Nikolaus Anffionitis. Aufzeichnungen Feiges. 
Schreiben Heinrich Lersners und Johann Nordecks. Dabei auch ein 
Schreiben Philipps an Feige und des Statthalters in Kassel an den Lamdr 
grafen (Ausfertigung). 

1630 Apr. — Okt. Tag zu Worms in der cronbergischen Ange- 
legenheit; Graf Wilhelm von Fttrstenberg nnd der speyerische Hof- 
meister Philipp V. Helmstatt als Unterhändler. Zitation des Land- 
grafen, anf den 17. Juni durch seinen Anwalt zu Wimpfen zu erscheinen 
und Zurückweisung dieser Zitation. Abermalige Zitation auf den 
3. Aug. und abermalige Zurückweisung. Kaiserliches Mandat, zu 
Augsburg ausgegangen. Aufforderung durch den Grafen Eberhard 
von Königstein zur Auslieferung von Schloß und Stadt Cronberg. 
Lic. Nikolaus Anthonius zur Berufung gegen das Mandat bevollmächtigt. 
Anna, Katharina und Veronika, Philipps v. Cronberg Töchter, und der 
Anwalt Dr. Hieronymus Huser; Forderung, einige alte Zeugen zu 
vernehmen. Position und Artikel der cronbergischen Partei. 

Beiehskammergericht und Tflrkenhilfe. 
271. Akten des Landgrafen Philipp. 1590 Dez.— 1531 Dez. 

Kaiserliche Mandate.^) Briefwechsel mit Lic. Johann Hdfmann^ 
Stadt und Landschaft Diex. Quittung der Stadt Frankfurt. Kanziei- 
xettd. Bekusaüonsschrift. — Konzept der Kasseler Räte am den Land- 
grafen. 

1530 Apr. Die von dem neuen Abte zu Haina von der Stadt 
GMtingen verlangten sechzig Gulden jährlicher Pension; Besuch des 
Tages zu Dillingen in der nassauischen Sache durch Helfmann und 
Dr. Walter; vorherige Besprechung mit Feige in Augsburg.^) 

1590 Dez. — 1531 Jan. Zahlung der auf dem Speyrer Reichstag 
1529 bewiUigten Tttrkenhilfe. Empfehlung des Speyrer Kanzlers 
Dr. Konrad Pleicker zum Assessor am Beiehskammergericht. 

Febr. Sickingisehe und eronbergische Angelegenbeit Anteil der 
Grafschaft Diez an der Tttrkenhilfe. 



1) Eias dayon an die Äbtiasin von Kaufungen gerichtet 
8) Im SamtvohlTe unter NachtrilgeiL 



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176 Sohmalkald. Bttndnis. Tag zn Sehmalkaldeii 1631 MSra. Apr. 

März. Hinterlegong Yon 3600 und 2077V2 Gulden bei Frankfurt 
znr Unterhaltung der Reisigen und zur Ttirkenhilfe. 

Apr. Mahnung zur Zahlung des Anschlags fttr das Regiment und 
Reichskammergericht 

Juni. Kaiserliches Monitorium an den Grafen Wilhelm von Wittgen- 
stein. 

Mitte Juni? Kammerzieler. Nassauische Sache. 

Juli. Aug. Verbot des Prozedierens in Glaubenssachen am Reichs- 
kammergericht bis zum nächsten Reichstag. Rekusation des Reichs- 
kammergerichts. 

NoY. ReichskammergerichtsprozeB der Stadt Ulm gegen den ent- 
laufenen Propst von Wengen. 

Dez. Rückständiger Reichskammergerichtsanschlag Hessens. 

Schmalkaldlscher BondesTertrag. 

272. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1531 Febr. 27. 

Entwurf v/nd Msckriften des Schmalkaldischen BundesvertragsA) 

AbschluB eines christlichen Verständnisses zum Schutze des 
Evangeliums zwischen Kurfürst Johann von Sachsen, Herzog Johann 
Friedrich von Sachsen, den Herzögen Philipp, Otto, Ernst und Franz 
yon Braunschweig, dem Landgrafen Philipp von Hessen, dem Fürsten 
Wolfgang von Anhalt, den Grafen Gebhard und Albrecht von Mansfeld 
nnd den Städten StraBburg, Ulm, Eonstanz, Reutlingen, Memmingen, 
Lindau, Biberach, Isny, Lübeck, Magdeburg und Bremen auf sechs 
Jahre. Gegenwehr in Glaubenssachen. Anfhahme weiterer Mitglieder 
mit Wissen und Willen aller. Besiegelung durch Sachsen nnd 
Lüneburg. 

Sehmalkaldlscher Bundestag za Sclinialkalden. 

273« Akten der hessischen Gesandten beim Schmalkaldischen Bundes- 
tag in Schmalkalden. Anssohreiben. 1531 März. Apr. 

Artikel der Abgesandten über die xur Verkantung stehenden Punkte. 
Verzeichnis der Teänehmer, Bundesabschied. Aufzeichnungen über 
das Anbringen der Städte (ruimenflich Lübecks) und dessen Beantwortung, 
Ausschreiben der in Schrnalkalden versammelten Fürsten an die Stadt 
Ulm, Bericht der Gesandten an den Landgrafen. 



1) Hiervon swei Abschriften im Samtarchive IV 104, 2 a und b. Gedruckt bei 
Winckehnann, PoUtische KorrcBpondenz. der Stadt Straßbnrg II, 17. 



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EreiBtftg zn Speyer 1631 Man. Apr. BÜBtangen 1530 Okt.— 1631 Nov. 177 

1531 März. Apr. Verhandlungspnnkte: Strenge Handhabung des 
Angflbnrger AbschiedB, Zwiespalt wegen des Abendmahls, Appellation 
an den Kaiser wegen eines Konzils, gegenseitige Hilfe der Bandes- 
mitglieder im Falle eines Überzugs, Aufnahme neuer Mitglieder, 
Ttirkenhilfe, Besuch des Tages. Abschied vom 29. März: Bestimmung 
des Dr. Friedrich Reifsteck und Lic. Helfmann zu Prokuratoren der 
Bundesstände am Reichkammergericht. Einheitlichkeit der Zeremonien, 
christliche Zucht. Verhandlungen mit den oberländischen Städten, 
den Eidgenossen und namentlich Lttbeck. Ausgetriebene zu Rottweil. 
Stellung König Friedrichs von Dänemark zum Bund und König 
Christian. Untersiegelung der Bundesurkunde durch die Beteiligten. 
Ttlrkenhilfe infolge Eroberung Siziliens durch die Türken. Ansetzung 
eines neuen Tages nach Frankfurt auf den 4. Juni. 



Kreistag cn Spejrer. 

274. Akten des Landgrafen PhUipp. 1531 März. Apr. 

Briefwechsd mit dem Bischof PhiUpp von Speyer und dem Pfah-- 
grafen Johann, 

1531 März. Apr. Ausschreiben eines Kreistages nach Speyer auf 
den 23. Apr. zur Wahl eines Hauptmanns gegen die Türken. Ab- 
lehnende Haltung des Landgrafen wegen des noch ausstehenden 
Beligionsfriedens, Protest gegen den jüngsten Reichstagsabschied. 

Bfistungeii. 

375. Akten des Landgrrafen PhUIpp, aueh des Statthalters an der Lahn 
Ladwig T. Bolneburg. 1530 Okt. 1531 Mai— Nov. 

Briefwechsd mit Jost Riemensehneider y Oerd v. Bodelschioingk, 
Peter von Speyer Schtdtheißen in Gerau, den westfälischen Grafen^ 
dem Landvogt an der Werra Siegmund v. Boineburg und dem 
Pidvermacher Muster Hans Weiß, Scheiben der Stadt Corbach an 
den Rentmeister in Frankenberg Ludtoig Truishain, BestaUungsur- 
künden. Verzeichnisse der Ritterschaft und Städte des Niederfürstenr- 
tums. Ausschreiben an die Städte Straßbwrg^ Ulm, Lindau, Memmingen, 
Konstanx, Zürich, Basd, Magdeburg, Bremen, Lübeck, Braunschvmg 
und OötOngen. Kanxleiaufxeichnungen, Dabei Schreiben des Land- 
grafen an Heinrich Rau v. Holxhausen und Friedrich v, Gronau zu 
Kimenbach in Ausfertigung, 

PoUL Aiekiv dM Lvidfr. PUlipp. 12 



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178 SchmalkaidiBcher Bandestag zu Frankfart 

1530 Okt. Annahme des Michael y. Nördlingen zum FnBknecht- 
haaptmann.1) 

1531 Mai. Anwerbung von Knechten durch Jost Siemenschneider 
in Gießen zum Festungsbau. Beschwerde der Stadt Gießen wegen 
des Festungsbaus. 

Juni. Bestallung des Jakob von Ach gen. Ungewaschen zum 
FuBknechthauptmann. Zusammenziehen von Knechten nach Friesland. 
Aufgebot der Ritterschaft und Städte des Niederftlrstentums, Befehl 
an Heinrich Bau v. Holzhausen und Friedrich y. Gronau zu Kinzenbach, 
Schuldige Kleidung flir den Pulvermacher Hans Weiß. 

Juli. Haft eines in der Zent Wanfried Gefangenen zu Treffurt und 
eines Mtthlhäuser Bürgers in der Mtthle »Vogelgesang« bei Plesse. 
Gefangene in Sontra. 

Aug. Durchzug von Knechten durch Gorbach. 

Okt. Anwerbung von Knechten durch den Kaiser im Oberland. 
Aufbringen hessischer Truppen. Namhaftmachung des Hauptmanns 
und der Kriegsräte. Mahnung an die westfälischen Grafen, in Be- 
reitschaft zu sein. Bitte an die Städte Straßburg, Ulm, Lindau, 
Memmingen, Konstanz, Zürich, Basel, Magdeburg, Bremen, Lttbeck, 
Braunschweig und Göttingen um Unterstützung in der Not. 

NoY. Aufgebot der Ritterschaft und Landsassen im Nieder- 
fürstentum Hessen. 

Schmalkaldischer Bimdestag zn Frankflirt. 
276» Akten des Landgrafen Philipp und Heinrieh Lersners. 1531 Juni. 

Briefwechsel mit dem nach Frankfurt entsandten Ludvrig v, Boine- 
bürg StatOuüter xu Marburg und dem Vizekanzler Oeorg Nußpicker, 
Aufzeichnungen, für die Gesandten; KanxMxettel. Dabei Konxqf^t an 
Kursachsen von Feiges Hand, 

1531 Juni. Verständigung unter den evangelischen Bundesständen 
durch Chiffren. Kriegsbereitschaft. Kosten der Anwerbungen. Ver- 
ständnis mit Magdeburg. Aufnahme neuer Mitglieder. Nassauische 
Sache. Werbung des Wilhelm v. Habern beim Landgrafen wegen 
der Beligionsangelegenheit auf dem Frankfurter Tag und der mainzisch- 
pfdlzischen Vermittlung. Verhandlungen auf dem Frankfurter Bundes- 
tag. Ausschreiben an den Kaiser wegen der fiskalischen Prozesse 
und Ferdinands Königswahl. Verhandlung mit Jakob Sturm wegen 
einer Anleihe bei Straßburg. Beyision der Begister der gewesenen 



1) In Naditrägen des Samtarchivs. 



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1681 Juni. 179 

»beseer und naobgenger« in Marburg. Suchen nach Briefen in der 
Registratur des Heinrich Lersner im Auftrage des Landgrafen. Kund- 
schaften der y. d. Horst und v. Bodelschwingb. Ansuchen des Grafen 
von Hoya wegen seines Handels mit Münster. Nachrichten über die 
Familien NuBpicker-Lersner. Abfassung einer gemeinsamen Schrift 
der evangelischen Stände an den Kurfürsten von Sachsen wegen der 
Eidgenossen; Gutachten des Urbanus Rhegius über die Stellung der 
Eidgenossen zum Schmalkaldischen Bund. Landfuhren des Grafen 
Philipp von Nassau-Weilburg zum Bau in Gießen. 

277. Akten der hessigchen Gesandten auf dem gohmalkaldlBchen Bundes- 
tage SU FrankfBTt. 1531 Febr.— Juni. 

Instrujctum, Notixxettd Nußpickers und Aufxdchnungen über die 
Verhandlungen. Frankfurter Abschied. Ausschreiben der Bundesstände 
an den Kaiser. Abschriften der auf dem Tag gebrauchten und ent- 
standenen Akten. 

1531 Febr.— Mai. Antwort Englands und Frankreichs auf die Briefe 
der Evangelischen vom Februar. Antwort auf die französische Bot- 
schaft wegen Ferdinands Königswahl und der Sendung deutscher 
Landsknechte nach Frankreich. Besuch des künftigen Reichstags. 
Reformation in Lübeck. Beschickung des Frankfurter Tages durch 
die oberländischen und niederländischen Städte. Wilhelms v. Habern 
Werbung bei Hessen und Dr. Türke und Wolf Fachs Werbung im 
Auftrage des Kurftlrsten von Mainz bei Kursachsen. 

Juni. Sendung des Statthalters Ludwig v. Boineburg und des 
Vizekanzlers Georg NuBpicker zum Bundestage. Instruktionspunkte: 
Aufnahme der Eidgenossen, Einigung wegen des Artikels über das 
Sakrament, Handlung mit den Gesandten des Markgrafen Georg und 
der Stadt Nürnberg, Stellung Englands und Frankreichs, Bundes- 
hauptmannschaft, Hinterlegung von Geld, Gegenwehr im Falle eines 
Angriffs, hessische Gesandtschaft in Dänemark, Ferdinands Königs^ 
wähl, Stellung Lübecks und Braunschweigs, Siegelung der Bundes- 
urkunde, Aufnahme neuer Mitglieder in den Bund. 

Kosten des Frankfurter Aufenthalts. Verhandlungspunkte und 
Frankfurter Abschied: Erfurt, Nordhausen, Dänemark, Lübeck, StraB- 
burg, Ulm, Magdeburg, Herzog Ernst von Braunschweig- Lüneburg 
und Goslar in ihrem Verhältnis zum Bund, Gegenwehr, eilende Hilfe, 
Königswahl, Versiegelung der Haupturkunde, Bestellung der Reichs- 
kammergerichtsprokuratoren, Bundesanlage, Briefe Frankreichs und 
Englands, Zeremonien, Aufnahme neuer Mitglieder, Weigerung anderer, 
dem Bunde beizutreten, Wiedertäufer in Brandenburg- Ansbach und 

12* 



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180 Bundestag za Sohmalkaldeii 1531 Ang. Sept 

Nürnberg, Vermittlnng von Eurpfalz und Enrmainz beim Kaiser, 
Frankfurts Abneignng, dem Bund beizutreten, eilende Hilfe, Aufnahme 
der Eidgenossen. Sonderverbandlungen der hessischen und sächsischen 
Räte mit den Gesandten des Markgrafen Georg von Brandenburg 
wegen Aufnahme in den Bund und Ferdinands Königswahl. 

Schmalkaldischer Bnndestag zu Schmalkalden. 

278« Akten der heggfsohen Gesandten anf dem Tag zu Schmalkalden 
Friedrich Trott zu Solz und Kanzler Johann Felge« 

1531 Aug. Sept. 

Instruktion, Protokoll über die Verhandlungen von Feige. Schreiben 
des Landgrafen, 

1531 Aug. Sept. Sendung Trotts und Feiges zum Bundestage. 
Instruktionspunkte: Ferdinands Eönigswahl, Verhandlungen darüber 
mit Frankreich, England und Bayern, Predigt des Evangeliums, Ehe 
der Geistlichen, Abendmahlslehre, Abschaffung der Messe, Besuch des 
Beichstags. Verhandlungen in Schmalkalden vom 30. Aug. bis 2. Sept. 
durch die Gesandten von Kurmainz, Kurpfalz, Kursachsen, Hessen, 
Straßburg, Nürnberg, Ulm und Magdeburg. Kurmainz und Kurpfalz 
als Unterhändler. Ablehnung einer Besprechung der Glaubensartikel 
durch die Eyaugelischen, Verschiebung auf den Speyrer Reichstag. 

Verhandlungen der kaiserlichen Gesandten Grafen Wilhelm von Neuen- 
ahr und Wilhelm von Nassau mit dem Kurfürsten von Sachsen; Mittei- 
lung dieser Verhandlungen an die Gesandten Straßburgs durch Feige. 

Tage zu Beiersdorf nnd Nflmberg. 

279. Akten der hesBisehen Gesandten Ludwig nnd Siegmund y* Bolne- 
bürg und Johann Felge. 1531 Aug. Sept. 

Abschriften des Oesandtschaftsberichts Ludwigs v, Boineburg und der 
Icursächsischen Antwort Tagxettd der Kanxlei in Weimar, Instruktion 
für Siegmund v, Boineburg und Feige, Schreiben des Landgrafen 
Philipp, Entvmrf und Konzept des Nürnberger Bundesabschieds. 
Schreiben des Kurfürsten von Sachsen an Kurmainx (2 Konzepte von 
Feiges Hand), Notixen Feiges, 

1531 Aug. Sendung Ludwigs v. Boineburg an den Kurfllrsten von 
Sachsen wegen der Verhandlungen des Landgrafen mit dem bayrischen 
Kanzler Dr. Eck in GieBen und des auf den 20. Sept. nach Beiers- 
dorf anberaumten Tages für Kursachsen, Hessen, Bayern und Braun- 
schweig-Lüneburg. 



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Tage zn Beieradorf, Nttrnberg and Saalfeld 1631 Aog.— Not. 181 

Sept. Sendung Siegmunds v. Boinebnrg and Feiges auf den Tag 
zn Beiersdorf. Instraktionspankte: Besuch des Reichstags, Frei- 
stellung der Beligion, Ferdinands Königswahl, Verständnis zwischen 
Sachsen, Hessen, Bayern und Braunschweig-Lttneburg, Gesandtschaft 
an Frankreich und England wegen der Hilfe. Verlegung des Beiers- 
dorfer Tages nach Nürnberg auf den 24. Sept.. Weisung an die 
hessischen Gesandten, nach Nürnberg zu reiten. Bttckberafung des zur 
Ausbildung an den bayrischen Hof entsandten hessischen Kochs. Ver- 
handlung mit Dr. Eck wegen Herzog Ulrichs Bestitution. 

Nürnberger Abschied (Sept. 24). Bündnis gegen Ferdinands Königs- 
wahl; Antwort auf die mainzisch-pfälzischen Vermittlungen. Lübecker 
Tag am 1. Jan. 1532; Gesandtschaft nach Frankreich und England; 
Besuch des nächsten Beichstags. Verhandlungen mit König Johann 
Zapolya von Ungarn. 

280. Akten des Landgrafen Philipp. 1631 Sept Okt. 

Berichte des Kanzlers Joharm Feige, Instruktion für Werner v. Wallen- 
stein und Johami Nordeck, Instruktion für Beichard Rinck. Abschied 
(vom Landgrafen überarbeitet), 

Sept. Sendung Wallensteins und Nordecks zum Nürnberger Tag. 
Instruktionspunkte: Bündnis gegen Ferdinands Königswahl, Handlung 
mit Frankreich, persönliche Zusammenkunft der Fürsten, Verfassung 
der Gegenwehr, Aufbringen der Truppen im Falle eines Angriffs, i) 

Geplante Verhandlungen des Beichard Binck mit kursächsischen 
und bayrischen Gesandten in Coburg wegen einer an den Kaiser 
gegen Ferdinands Königswahl zu erlassenden Schrift und Abschluß 
eines Bündnisses mit König Johann Zapolya von Ungarn zu gegen- 
seitiger Hilfeleistung bei einem Angriff König Ferdinands. Verhand- 
lungen Feiges und der sächsischen Gesandten Hans v. Minckwitz 
und Hans y. Dölzig mit dem bayrischen Kanzler Dr. Eck. Besiege- 
lung der Einungen aaf dem Saalfelder Tag. 

Okt. Verlauf der Nürnberger Verhandlungen. 

Vergl. die Gegenakten der hessischen Gesandten (Nr. 279). 

Tag zu Saalfeld. 

281. Akten des Landgrafen PhUIpp. 1531 Okt. Nov. 

Instruktion für den Landvogt an der Werra Siegmund v, Boine- 
bürg und den Kanzler Johami Feige, Saalfelder Bündnis (Äusferti- 

1) Diese Instruktion scheint rückgängig gemacht worden zu sein, da Feige 
später als Gresandtor in Nürnberg erscheint 



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182 Tag sn Saalfeld 1531 Okt Nov. 

gung^) und Abschriften), Bericht Boimburgs und Feiges, Kanxlei^ 
aufxeichnungen, 

1531 Okt. Noy. Sendnog Boinebnrgs und Feiges auf den Tag 
zu Saalfeld. Zweck: Sicherung gegen einen Angriff König Ferdinands. 
AbschluB des Saalfelder Bündnisses zwischen dem Kurfürsten von 
Sachsen, dem Herzog Johann Friedrich Ton| Sachsen, den Pfalzgrafen 
Wilhelm und Ludwig, den Herzögen Philipp, Ernst und Franz von 
Braunschweig, dem Landgrafen Philipp, dem Fürsten Wolfgang von 
Anhalt und den Grafen Gebhard und Albert von Mansfeld zu gegen- 
seitiger Verteidigung gegen einen Angriff König Ferdinands. 

Bevorstehende Zusammenkunft der Schmalkalder in Lübeck, Ent- 
sendung des Bonus Accursius Grineus nach Frankreich und des Lic. 
Nikolaus Meyer nach England, um beide Staaten für den Schmal- 
kaldisohen Bund zu gewinnen. Ausgegangene Schreiben der hessischen 
Kanzlei (Okt. 30 und Nov. 3). 

282« Akten der kesBlsohen Gesandten Siegmund y* Bolneburgr und 
Johann Felge. 1531 Okt. Nov. 

Saalfelder Abschied (Entwürfe von Feiges Hand) und Aufxeichnungen 
über die Verhandlungen. Briefe des Landgrafen Philipp, Kredenx fü/r 
Qrvifhefus, 

1631 Okt. Saalfelder Abschied. Vollziehung der Bundesurkunde 
mit Nürnberg. Verhandlungen mit den Königen von Frankreich und Eng- 
land wegen Eintritts in den Bund. Opposition gegen Ferdinands Königs- 
wahl. Vergl. auch die Gegenakten des Landgrafen Philipp (Nr. 281). 

Übermittlung eines Ausschreibens des Königs Ferdinand an die 
Stadt Straßburg (Unterstützung seiner Werbungen gegen Christian 
von Dänemark) durch die hessischen Gesandten an den Kurfürsten 
von Sachsen. Sendung des Bonus Accursius Grineus nach Frankreich. 

Nov. Nürnberger Abschied. Handlung mit Ungarn. Tag zu 
Lübeck. Sendung des Jost v. Eschwege zum Kurfürsten von Sachsen. 
UnterSiegelung des Einungsvertrages mit EBlingen. 

Schmalkaldische Bundestage zu Nordhausen and Frankfurt 

283. Akten des Landgrafen PhUipp.^) 1531 Dez. 

Absdded zu Nordhatisen in Abschrift Schreiben an Dr, Ludwig 
Hierter und Lic, Johrnm Hdfmarm, Abschrift eines Briefes des De- 

1) Im Samtarchive U 210, 12. 

2) Er wohnte dem Tage in Nordhaosen persönlich bei. 



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Bandestage zn Nordhanseii nnd Frankfiirt 1531 Dez. 183 

chanten und Konvents xu Wengen an ihren Propst Ambrosius Kaute, 
Instruktion für den hessischen Gesandten Siegmund v. Boineburg auf 
den Tag xu Frankfurt. Äufxeichnungen und Bedenken des Landgrafen, 
Verxeichnis der Bomeburg xum Franikfurter Tag mitgegebenen Akten. 

1531 Dez. Yerhandlnngen in NordhaxiBen über eine Bandesver- 
fasflong znr Gegenwehr und gegenseitigen Bettung, Verteilung der 
Stimmen, eilende und beharrliche Hilfe, Eriegsräte und Hauptleute, 
Bestallung und Besoldung der Truppen, Munition und Geschütz. 
Beichskammergerichtsprozeß der Stadt Ulm gegen den entlaufenen 
Propst des Klosters Wengen. Sendung Boineburgs auf den Frank- 
furter Tag. Instruktionspunkte: Verständigung mit äen Städten, An- 
schlag zu der eilenden Hilfe, Beschaffung von Geschütz und Munition, 
Bestallung der Leute durch die Hauptleute, Eid der Hauptleute und 
Eriegsräte, Stimmenverteilung. — Eriegsplan bei einem Angriff gegen 
Sachsen und Hessen. Dänemark und die Eönigswahl. Verständigung 
mit den Oberländern. Herzog Ulrichs Restitution. 

2S4t, Akten der hessischen Gesandten Siegmund y, Boineburg nnd Cleorg 
NnBpfoker. 1531 Dez. 

Abschriften der Instruktion für die hessischen Oesamdtevt^ von Out- 
achten der Fürsten und Städte auf die gestellten Artikel, eines kur* 
sächsischen Oewalämefs xum Reichstag, des Briefwechsels xtvischen 
dem Bund und den Städten Ooslar und Einbeck und xunschen den 
Städten Frankfurt und Straßburg. Oeschütxe und Munitionsanschläge. 
Abschied. Abschriften der auf dem Bundestag entstandenen und dort 
gebrauchten Akten. 

1531 Dez. Verhandlungen über den Nordhäuser Verfassungs- 
entwurf. Verteilung der Stimmen und Anlagen. Eilende und be- 
harrliche Hilfe. Hauptieute und Eriegsräte. Aufnahme von Goslar 
und Einbeck. Beschickung des Regensburger Reichstags. Reichs- 
kammergerichtsprokuratoren. Siegelung der Verfassungsurkunden. Ge- 
schütz und Munition. Gemeinsame Aktion in Religionssachen. Be- 
schwerde der Städte gegen die Reichskammergerichtsassessoren. 
Einigung mit den Oberländern wegen des Anschlags ftlr die einzelnen 
Bundesmitglieder. 



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184 Bundestag za Lttbeok 1631 Dez.— 1532 Juni. 

Schmalkaldlscher Bundestag za Lflbeck. 

285. Akten des Landgrafen Philipp. 1531 Dez. 

Instruktion für den Kanzler Johann Feige und den Marschall Her- 
mann V, d, Malsburg und Aufzeichnungen von Nordecks Hand für diese, 

1531 Dez. Sendung Feiges und MalsbnrgB nach Lübeck. In- 
struktionspunkte : Stellnng Frankreichs und Englands znm Band, 
Johann Zapolya, Dänemark; Bundesverfassung, Bundeshilfe, Opposition 
auf dem Beichstag, Stimmenverteilung. Verfassungspunkte: hessischer 
Anteil der Anlage, Erlegung von 7000 Gulden zur Unterhaltung der 
Hauptleute, Bestallung von Hauptleuten und Rittmeistern, Berufung 
der Kriegsräte, Annahme von Kriegsknechten, Verhalten während eines 
Kriegs, Unterhaltung des Geschützes und der Munition, Irrungen zwi- 
schen dem Kriegsvolk und den Hauptleuten, Hauptmannschaft des 
Landgrafen und des Kurfürsten von Sachsen, Befugnisse der Haupt- 
leute und Kriegsräte, Verhalten bei einem Zug ins Oberland oder 
nach Sachsen, Bestellung von Unterhauptleuten, Rechnungslegung des 
Bundes, Verhandlung mit Württemberg, Pfalz-Zweibrttcken und Frank- 
reich wegen Aufnahme in den Bund, Geschäftserledigung durch den 
Hauptmann und die Bundesversammlung, Geltung der Verfassung zum 
Zwecke der Gegenwehr, Aufnahme neuer Mitglieder, Verteilung der 
Stimmen, Vereidigung der Kriegsräte, Mitteilung von Kundschaften an 
die Bundesglieder. 

286. Akten der kegglschen Gesandten Johann Felge und Hermann v. d. 
Malsbnrg. Dabei ein Brief des Landgrafen an den Statthalter 
Adolf Bau und Georg Nufipleker. 1531 Dez.— 1532 Jan. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp^ dem Gesandten Johann 
Zapolyas Nikolaus t\ Minckwitx und Georg Nußpicker. Aufzeichnungen 
über die Verhandlungen , Abschied, Artikel für den> Lübecker Tag, Ab- 
schriften von Aktenstücken y die auf dem Lübecker Tag gebraux^ht 
vmrden, 

1531 Dez. Verhandlnngspunkte des auf den 1. Januar ausgeschrie- 
benen Lübecker Tages: Beschickung des Tages durch Frankreich, 
England und Dänemark, Stellung des Sultans und Johann Zapolyas 
zu den Bundesständen, Reichstagsbeschickung. — Vermittelung von 
Nachrichten aus Dänemark durch Feige. 

1532 Jan. Reise des Nikolaus v. Minckwitz nach Lübeck mit Matthias 
Loboczky im Aufkrage Johann Zapolyas. Überbringung eines Briefes 
des Sultans. Französische Gesandtschaft bei Hessen, Kursachsen und 



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Hans V. Sickingen. OberlÄnder. Kammergericht 1532 Jan.— Dez. 185 

Bayern: Absage des Besuchs des Lübecker Tages; Nachricht aus 
England; Ausbleiben des Lic. Nikolaus Meyer. Dessen Relation über 
seine Verhandlungen mit England. Frankfurter Beschlüsse. Lübecker 
Verhandlungen der Gesandten Dänemarks, Eursachsens, Hessens, 
Bayerns, Lüneburgs und Johann Zapolyas: Forderungen des Sultans, 
Neutralität in der ungarischen Frage, beabsichtigte Truppenwerbungen 
Johanns, Bündnis mit Dänemark unter Ausschluß Bayerns, Vertagung 
der Bundesorganisation, Opposition gegen König Ferdinand auf dem 
Regensburger Reichstag. 



287. Akten des Landgrafen Philipp. 1532 Jan. März. 

Schreiben des Hans t\ ^Sickingen. Briefwechsel mit den öberJä^idi' 
sehen Städten Straßburg, Konstanz^ Ulm, Eßlingen, Reutlingen, Mem- 
mingen, Lindau, Biberach und Isny. Mit Abschriften aus dem hessisch- 
sächsischen Briefwechsel. 

1532 Jan. Tagsatzung für Hans v. Sickingen. 

März. Erlegung der beharrlichen und eilenden Hilfe. Stimmen- 
verteilung. Stellung der niederländischen Städte zum Frankfurter Ab- 
schied. Geldhinterlegung der oberländischen Städte für Eriegsbestal- 
lungen ; Bestimmung ihrer Eriegsräte. Frankfurter Abschied. Anlage 
der sächsischen Städte. 

Beichskammergericht. 

288. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Statthalters und der 
Bäte in Kassel. 1532 Jan.— Dez. 

Kaiserliche Mandate, Abschrift eines Schreibens der Stadt Ulm an 
den Landgrafen, Briefwechsel mit dem Kammermeister Rudolf 
V. Weiblingen, dem Lic, Johann Helfm^nn, Dr, Ludwig Hierter und den 
Bäten in Kassel, dem Landschreiber der Obergrafschaft Hans Friedrich, 
Dabei je ein Schreiben des Landgrafen und der Bäte in Ausfertigung, 
Quittung des Kammergerichtspfennigmeisters Oregor Bomers,^) 

1532 Jan. Febr. Erlegung des Geldes fdr die Unterhaltung des 
Kammergerichts und Regiments. Mahnung Helfmanns wegen des rück- 
ständigen Greldes. Reichskammergerichtsprozeß gegen Ulm wegen des 
entlaufenen Propstes von Wengen. Pönalmandat des Barfüßerprovin- 
zials Alexander Müller gegen die Stadt Heilbronn. — Erlegung des 
ersten Ziels der Eammergerichtsanlage durch den Landgrafen. 

1) im SamtarohiYe IV 456, 18. 



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186 KriegBbeBtallaDgen 1532 Febr.— Jnli: 

Apr. — Jnni. Mahnnng zur BezaUnng des ersten und zweiten 
Ziels der Reichskammergerichtsanlage dnrch Enrsachsen nnd Hessen. 

NoY. Dez. Irrungen zwischen Stadt nnd Stift StraBbnrg wegen 
des Klosters St. Arbogast. Prozeß der Stadt Ulm gegen den Propst 
von Wengen, Prozesse der Städte Memmingen, Eßlingen nnd Konstanz. 
Stillstand aller in Sachen der Religion am Reiehskammergericht schwe^ 
benden Prozesse anf Grand des Nürnberger Anstands. 

Kriegsbestallnngen. 

289. Akten des Landgrafen PhUfpp. 1532 Febr.— Jnli. 

Bestdilungsrevers des Marx HesseA) Briefwechsel mit Adam v, 
Tkimgen zu Bueholt und Oeorg v. Horde, Aufzeichnungen über die 
Bestallung der Beisigen, 

1632 Febr. März. Annahme des Marx Hesse znm Fußknecht- 
hanptmann. Bestallung von Hanptlenten durch Vermittelung Adams 
y. Thttngen zu Bucholt. 

Mai. Anwerbungen in Westfalen. 

Juli. Bestimmungen für die Anwerbung der hessischen Reisigen. 



Reichstag zn Begensbnrg. 

290. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1531 Juli— 1532 Apr. 

Ausschreiben Kaiser Karls}) Instruktion fiSur den Landvogt an 
der Werra Siegmund v, Boineburg und Lic, Nikolaus Meyer. Brief- 
wechsel mit diesen und Rudolf Schenk, 

1531 Juli. Einladung zum Besuche des Reichstags in Speyer am 
14. September 1531. 

Okt. — Dez. Verlegung des Reichstags nach Regensburg auf den 
6. Januar 1532 und Aufforderung des Kaisers, ihn zu besuchen. 

1532 Febr. März. Sendung Boineburgs und Meyers zum Reichs- 
tage. Instruktionspunkte: Artikel der Religion, Ferdinands Königs- 
wahl und Ttirkenhilfe. Verhandlung Meyers mit Granvella wegen 
des hessischen Guldenweinzolls und der Grafen der Wetterau. Be- 
schickung des Reichstags. Krankheit des Kaisers. Zehrungsgeld für 



1) In Nachträgen des Samtarchiys. 

2) AuBfertigangen von 1631 Jali 1 und Oktober 8 im Samtarchiye I 142, 64 
und I 142, 65. 



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Reichstag zu Regensbnrg 1632 Febr.— Juli. 187 

die Gesandten. Rüstungen der Türken. Geheime Kriegsbereitschaft 
des Kaisers gegen die Evangelischen, falls diese in Glaubens- und 
Wahlsaohen nicht nachgeben sollten. 

Apr. ErOfinnng des Reichstags durch den Kaiser. Besuch des 
Reichstags. Schweinfurter Tag. Türkengefahr. Bildung eines Aus- 
schusses über die Türkenhilfe. Einfluß Ferdinands auf den Kaiser. 
Sessionsstreitigkeiten. Verhandlungen wegen der Türkenhilfe. Fran- 
zösische Gesandtschaft in Deutschland. Mitglieder des Ausschusses; 
Gründe für die Aufnahme der Städte Köln und Überlingen in den 
Ausschuß. Hilfegesuch der niederösterreichischen Landstände beim 
Reichstag wegen der drohenden Tttrkengefahr. 

291. Akten des Landgrrafen Philipp. 1532 Mai. 

Briefwechsd mit Rudolf Schenk xu 8€hwdnsi)€rg und Lic. Nikolaus 
Meyer. 

1532 Mai. Sessionsstreit zwischen Hessen und Pommern. Gefolg- 
schaft des Kaisers. Abreiten König Ferdinands vom Reichstag nach 
Böhmen am 2. Mai, beabsichtigte Rückkehr nach Pfingsten. Gesandt- 
schaft des Herzogs von Lothringen an den Reichstag wegen Lothringens 
Stellung zum Reich und zu Frankreich. Vorstellung des Bischofs von 
Lttttich beim Reichstag wegen Zugehörigkeit der Stadt Maastricht zum 
Bistum Lttttich. Ungarischer Anstand. Tttrkenhilfe. 

292. Akten des Landgrafen Philipp. 1532 Juni. Juli. 

Briefwechsel mit den Gesandten auf dem Reichstage xu Regens- 
bürg Johann Feige, Siegmund v. Boineburg, Nikolaus Meyer und 
Rudolf Schenk xu Schweinsberg, 

1532 Juni. Juli. Verhandlungen über die TUrkenhilfe. Ratschläge 
der Theologen des Kurfürsten von Sachsen und des Herzogs Ernst von 
Lüneburg. Verhandlungen über die Türkenhilfe auf dem Reichstag. 
Absicht des Kaisers, im Reich zu bleiben. Türkische Zeitungen. Be- 
Yorstehendes Ende des Reichstags. Mühlhäuser Tag und Besprechung 
Feiges mit dem Kanzler des Herzogs Georg von Sachsen wegen des 
gefangenen Pfarrers von Dorla. Bestimmung der Kreishauptleute zur 
Führung des Kriegsvolks. Vertrag von Scheyern. Verhandlungen 
wegen der Türkenhilfe. Verteilung des Anschlags auf die Kreise. 
Ausschreiben eines Konzils. Wucherverordnung. Beschwerde der 
niederösterreichischen Stände wegen der Türkengefahr. Vorstellung 
des Bischofs von Lttttich wegen der Zugehörigkeit der Stadt Maas- 
tricht zum Bistum Lttttich. Nachrichten von Dr. Euridus Gordus in 



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188 Reichstag sn Regensbnrg 1682 Febr.—Jnli. 

Marburg and dem Pädagoginm. Nürnberger Verhandlnngen. Bheini- 
scher Kreistag in Speyer am 15. Jnli. Wahlsaelie. Ernennung des 
Pfalzgrafen Friedrich zum obersten Hauptmann. Ratschläge Luthers, 
Bngenhagens, Melanchthons und des Urbanus Rhegius in der Religions- 
sache. Friedliche Absichten des Landgrafen. Beschwerden wegen 
des Reichskammergerichts. Nachrichten vom Papst und König von 
Polen. Ende des Reichstags. Neue Zeitungen vom Tttrkenzug. 

293. Akten der hessiselieB Cfesandten auf dem Bei ohgtagre su Regens- 
bürg. 1531 Okt.— 1532 Juli. 

Abschriften der kcdserUchen Ausschreiben. Instruktion für den 
Kanzler und die Räte, SuppUkationsschrift des Hans Thoma von 
Rosenberg an den Reichsto/g (Druck). Briefe Nikolaus Meyers und 
Wolf Vogdmmms aus Nürnberg^ des La/ndgrafen Philipp^ Johanns 
V. d. Wick und Dr. Walters aus Nürnberg. Abschriften der auf dem 
Reichstag entstandenen Akten. 

1531 Okt. — Dez. Verlegung des Reichstags nach Regensburg. 
Aufforderung des Kaisers zum Besuch des Reichstags. 

1532 (Ende März). Haltung der hessischen Gesandten auf dem 
Reichstage in der Wahlangelegenheit. 

Undatiert. 1) Supplikation des Hans Thoma von Rosenberg an 
den Reichstag wegen Eroberung des Boxberges durch den Schwäbi- 
schen Bund. 

1532 Juni. Juli. Abkommen der kurmainzischen, kurtrierischen, 
kurpfälzischen und hessischen Räte wegen des Oberweseler Tages. 
Beschwerde Meyers wegen eines ihm von Sachsen zugefügten Un- 
rechts. Neuigkeiten aus Kassel und von der Universität Marburg. 
Türkengefahr. Königswahl. Verhandlungen mit dem Herzog von 
Preußen. Ende der Regensburger Reichstagsverhandlungen. Bewilli- 
gung der Türkenhilfe durch Sachsen und die Städte. Mühlhäuser Ver- 
handlungen wegen des gefangenen Predigers in Dorla. Hans Mücks 
und Fabians v. Buttlar Anhang. Feiges Verhandlungen mit Bayern. 
Nachrichten vom Nürnberger Tag durch Dr. Johann v. d. Wick. Wer- 
bung des Grafen Wilhelm von Fürstenberg bei den Herzögen von 
Lothringen und von Guise. Unterhandlungen mit den Königen von 
Frankreich, England, Dänemark und Johann Zapolya. Anwerbungen 
des Kaisers und geplante Zusammenkunft zwischen dem Kaiser und 
dem König von Frankreich. Gesandtschaft des Lic. Nikolaus Meyer 
nach England. Bedenken des Landgrafen auf die Antwort des Königs 

1) FrttheBtenB Mai. 



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Tage sa Schweinfart nnd Coburg 16B2 Miürz-Mai. 189 

Yon England an den Schmalkaldisehen Bund. Handlang mit Geldern. 
TQrkenhilfe. Exemtion der ÖBterreicIiischen Lande vom Reiehs- 
kammergericht. Besehwerden der Reichsstände ttber die Erledigung 
dentscher Reiehssachen in der Kanzlei durch Ausländer, das Erz- 
kanzleramt, die Herbergen, Schmälerung des Reichsguts, die Stadt 
Maastricht und das Bistum Lttttich, Stadt und Bistum Utrecht. An- 
erkennung König Ferdinands, Absicht des Kaisers, Deutschland zu 
verlassen, Tlirkenhilfe. 



Tage zn Sehweinftirt und Coburg. 

294. Akten des Landgrafen PhUipp. 1532 März— Mai. 

CkiffemsMüssd. Instruktion für die hessischen Gesandten nach 
Schweinfurt Kanzler Johann Feige,^) Marschall Hermann v. d. Malsburg 
und Werner v. Wallenstein. Briefwechsel mit diesen, Vergleichspunkte 
mit dem Herrn v, Wildenfels, Schreiben an den bayrischen Kanzler Eck^) 

1532 (Ende März). Instruktionspunkte: Fembleiben des Land- 
grafen yon den Verhandlungen, Religionssache, Türkenhilfe, Ferdinands 
Königswahl, Handlung mit den oberländischen und niederländischen 
Städten und den bayrischen Gesandten wegen Württemberg, Haupt- 
mannschaft und Verfassung zur Gegenwehr. 

März. April. Verhandlungen Feiges mit dem Herzog Johann 
Friedrich von Sachsen. Besserung in dem Befinden des Kurfürsten 
yon Sachsen, Abneigung der Kurfürsten gegen Ferdinands Königswahl, 
Greheimhaltung der hessischen Instruktion, Unterredung Jakob Sturms 
mit Feige, Unterstützung des Eyangeliums durch die Städte, Wahl- 
sache, Anwesenheit der Kurfürsten yon Mainz und Pfalz und der 
anderen Abgesandten in Schweinfurt. Beginn der Verhandlungen; 
Friedensabsichten des Kaisers; Georg NuBpicker als Kommissar auf 
dem Mtthlhäuser Tag in der Sache Wallenstein gegen Schachten und 
Otto Hund. Ausbleiben der bayrischen Gesandten. Unterredung mit 
den Gesandten yon Braunschweig. Vorlage der Mittel in der Religions- 
sache durch die beiden Kurfürsten. Ausschluß der brandenburgischen 
und nttmbergischen Gesandten yon den Verhandlungen wegen ihrer 
bundesfeindlichen Haltung. Verteilung der Stimmen. Stellungnahme 
zur Wahl und Einigung in Sachen der Religion. Ablehnung der Vor- 
schläge der Kurfürsten yon Pfalz und Mainz. Stellung zum Konzil. 



1) In Schweinüirt Yon MSrz 31 ab anwesend. 
8) Im Samtarehiye in 146, 27 a und b. 



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190 Tage zu Schweinfort und Coburg, 

Vorschläge der Städte. Tttrkenkrieg. Yerhandlangen des Nikolaus 
Meyer mit Dr. Eck wegen der Wahlhandlong. Zeitung vom Papst 
und Türkenkrieg. Entscheidung einer Sache Philipp Echter belangend 
beim Erzbischof von Mainz. Instruktion des Herzogs Johann Friedrich 
von Sachsen für den Herrn von Wildenfels. Verhandlung des Land- 
grafen mit diesem über die Stellung Frankreichs, Englands und Bayerns 
zur Königswahl Behinderung der hessischen Post in Schweinfurt. 
Artikel wegen der Stifter und Klöster. Begensburger Beichstag. Hand- 
lung mit Herzog Johann Friedrich von Sachsen wegen einer persön- 
lichen Zusammenkunft der Fürsten von Sachsen, Bayern und Hessen. 
Verfassung zur Gegenwehr. Signierung der vom Landgrafen und 
Kanzler ausgehenden Schreiben. Nürnberg als Ort der Zusammen- 
kunft. Ernennung Adolf Baus und Siegmunds v. Boineburg zu hessi- 
schen Kriegsräten. Zwinglianer und Wiedertäufer. Wahlhandlung. 
Wilhelms v. Habern Ankunft aus Begensburg. Vorlage neuer Artikel 
durch die sächsischen Bäte. Türkenhilfe. Ansetzung des Nürnberger 
Tages auf den 5. Mai. Besuch des Tages durch Bayern. Werbung 
des Siegmund y. Boineburg wegen Bayerns Beteiligung. Verlegung des 
Tages nach Coburg für den Fall der Nichtbeschickung durch Bayern. 
Anbringen des Hofmeisters Ludwig v. Fleckenstein und des Marschalls 
Wilhelm v. Habern im Auftrag des Kurfürsten von der Pfalz wegen 
Erstreckung des Schwäbischen Bundes. Münsterische Bischofswahl. 
Stellung von Geld und Leuten durch Bayern. Freundschaft der ober- 
ländischen Städte. Abneigung der niederländischen und sächsischen 
Städte gegen König Ferdinand. Hilfeversprechen Dänemarks und 
Holsteins in der württembergischen Sache. Krankheit des Kaisers. 
Korrektur der in der Wahlsache übergebenen Artikel. Aufforderung 
an Herzog Ernst von Lüneburg, den Nürnberger Tag zu besuchen. 
Vermittelang des Kaisers zwischen Bayern und König Ferdinand. 
Abreise Siegmunds v. Boineburg und des Christoph Groß (KreB) nach 
Bayern und des Hans v. Minckwitz zum kranken Kurfürsten von Sachsen. 
König Johann von Ungarn. Beiteranwerbungen in Braunschweig und 
Geldern. Verhandlungen der hessischen Gesandten in München. Ver- 
schiebung des Nürnberger Tages auf Wunsch der Herzöge Wilhelm 
und Ludwig von Bayern. Folgen des Verbotes Philipps, mit den 
Markgräflichen und Nürnbergischen zu verhandeln. Coburger Tag. 
Sessionsstreitigkeiten zwischen Hessen, Baden und Pommern auf dem 
Beichstag. Langwierige und ergebnislose Verhandlungen in Schwein- 
furt. 

Mai. Kaiserliche Anwerbungen in den Niederlanden und Gegen- 
maßregeln der Schmalkalder. Rückkehr Laskys aus Frankreich. Beise 



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Akten des Landgrafen. 1532 M&ra--Mai. 191 

Feiges and Malsburgs nach Coburg am 6. oder 7. Mai; Anweisung 
fllr den in Schweinfurt bleibenden Wallenstein. Plan der Yersohie- 
burg aller Verhandlungen auf den Regensburger Reichstag. Vorschläge 
der Kurftirsten von Mainz und von der Pfalz und Gegenvorschläge 
der Bundesgesandten. Friedensstimmung. Reise Malsburgs und Feiges 
zu dem bayrischen Gesandten nach Königsberg am 8. und 9. Mai. Be- 
ratung tlber die Verfassung zur Gegenwehr; Ansetzung eines Tages 
nach Braunschweig wegen Verwilligung der Gegenwehr durch die 
sächsischen Städte. Mainzische Pfandschaft Battenberg. Erstreckung 
des Schwäbischen Bundes. Besuch des Nürnberger Tages. Geldmittel 
zur Unterhaltung von Knechten. Aussöhnung zwischen Bayern und 
Württemberg, Truppenanwerbungen für den Kaiser, französische Sub- 
sidien. 

295. Akten des Landgrafen PhUipp. 1532 April. 

Instruktion für Hermann v. d, Malsburg und Johann Feige. Brief- 
Wechsel mit diesen und Werner v, WaUenstein, 

1532 Apr. Sendung Malsburgs und Feiges zum Coburger Tag. 
Instruktionspunkte: Verhandlung mit kursächsischen und bayrischen 
Räten, Königswahl, Verfassung zur Gegenwehr, Stimmenverteilung, 
Tttrkenhilfe, französische Botschaft, Unterstützung Johann Zapolyas, 
Einung mit Dänemark. Besondere Verhandlungen Feiges mit Dr. Eck 
in Coburg: Plan einer Zusammenkunft des Landgrafen mit Eck in 
Coburg; Herzog Ulrichs von Württemberg Angelegenheit. Warnung 
vor Verhandlungen mit den Markgräflichen und Nümbergischen. Sen- 
dung Feiges und Malsburgs nach Nürnberg. Postverbindung nach 
Coburg. 

296« Akten der heBsischen GeBandten In Sohweinftirt Hermann v. d* 
MalBbnrgy Werner y. WaUenstein und Kanzler Felge. 

1532 Febr.— Mai. 

Abschriften von VoraJcten^ die bei den Verhandlungen gebraucht 
tmirden. Protokolle ^ Niederschriften von Vorschlägen und Oegenvor- 
schlagen; Abschiede. Schreiben der evangelischen Einungsverwandten 
an Bischof und Kapitel zu Konstanz und Schreiben Feiges an den 
sächsischen Kanzler Dr. Brück, 

1632 Febr. Werbung des kurpfUzisohen Marschalls Wilhelm 
y. Habem im Auftrag der Kurfürsten yon Mainz und Pfalz bei dem 
Kurfürsten Johann yon Sachsen und Landgrafen Philipp yon Hessen 



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192 Tage zu Sohweinfort and Coburg, 

wegen Yermittelung zwischen dem Kaiser and den Schmalkaldisehen 
Bandesständen. 

März. Angebliche gegen die Evangelischen gerichtete Trappen- 
anwerbangen. Abneigung Bayerns gegen die Wahl König Ferdinands. 
Türkenhilfe. 

Apr. Mai. Stellung Hessens zu den in Glaubenssachen gestellten 
Artikeln. Verhandlangspunkte : Aufnahme von Soest in den Schmal- 
kaldisehen Bund) Verhandlungen mit den sächsischen Städten auf dem 
Braunschweiger Tag, weitere Verhandlungen mit Geldern und Däne- 
mark, Abreise König Ferdinands nach Prag, Einigung mit König 
Johann, Vorschläge der Unterhändler Pfalz und Mainz, Zwinglianer 
und Wiedertäufer, Glaubensfreiheit der Untertanen, Freizügigkeit, 
Prozesse wegen der geistlichen Güter und Jurisdiktion; Aufrecht- 
erhaltung der Apologie; Zeremonien, Konzil, Beichskammergericht. 
Klosterpersonen, Türkenhilfe. Vorbringen der Vorschläge und Gegen- 
vorschläge der kaiserlichen Vermittler und Evangelischen. Wahl- 
angelegenheit. Ausschußberatungen über die einzelnen Artikel. Pre- 
digt des Evangeliums in Amöneburg, Marburg, Fritzlar. Schutz der 
Kirchengüter der Evangelischen im Bistum Konstanz. Einigung der 
in Schweinfurt versammelten Bundesstände über eine Verfassung zur 
Gegenwehr: Festsetzung der Stimmen; eilende und beharrliche Hilfe; 
Hauptleute und Kriegsräte; Unterhaltung der Mannschaften, Haupt- 
leute und Kriegsräte; Abwehr äußerer Feinde; Geschütz und Munition; 
Streitigkeiten der Einungsverwandten. 

Vgl. auch die Gegenakten des Landgrafen (Nr. 294). 

297. Akten der hessischen Gesandten auf dem Tage zu Sohweinfbrt. 

1532 April. Mai. 

Briefe des lAc. Nikolaus Meyer atis Regensburg, Briefwechsel mit 
dern Landgrafen Philipp. 

1532 Apr. Türkengefahr; Flucht des Papstes nach Bologna; Rück- 
kehr des Kaisers nach Italien. Schweinfurter Verhandlungen über 
das Zustandekommen eines Abschiedes. Geplante Abreise des Herzogs 
Johann Friedrich von Sachsen zu seinem Vater. Begensburger Reichs- 
tag, Coburger Tag. Opposition in der Wahlangelegenheit. Türken- 
hilfe. Nachrichten von Dr. Euricius Gordus. Krankheit Nikolaus 
Meyers. Eröffnung des Reichstags durch den Kaiser. 

Mai. Türkengefahr in Italien. Abreise des Papstes aus Rom. 
Reiteranwerbungen Landgraf Philipps. Bundeshauptmannschaft. Be^ 
ginn des Nürnberger Tages. Schweinfurter Verhandinngen über die 



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Akten der OeBandten. 1632 Febr.— Mai. 193 

Beligionsangelegenlieiten. Rüokberufang des MarschaHs Hermann v. d. 
Malsburg und des Werner y. Wallenstein ans Schweinfart ; Abord- 
nung des Siegmund y. Boineborg und Dr. Jobann Fischer gen. Walter. 
Feiges Reise nach Begensbnrg nach yorheriger Rücksprache mit dem 
Landgrafen ; geheimes Schreiben yon Hans y. Bellersheim. Längeres 
Verweilen des Herzogs Johann Friedrich yon Sachsen in Schweinfart. 
Kauf eines Pferdes für den Herrn yon Wildenfels. Abschreiben der 
persönlichen Zusammenkunft zwischen Herzog Johann Friedrich und 
dem Landgrafen in Schmalkalden. Feige auf dem Tag zu Königs- 
berg i. F. Philipps Rat, die Verhandlungen nach Regensburg zu yer- 
legen. Möglichkeit besserer Unterhandlungen mit Dr. Eck. Drängen 
des Landgrafen wegen einer mündlichen Aussprache mit Feige. In- 
struktionen für Feige zu den Verhandlungen mit Dr. Eck über die 
Religionsartikel und Württemberg. Bischofswahl in Paderborn. Ver- 
handlungen des Herzogs Johann Friedrich yon Sachsen, zugleich im 
Namen aller Bundesyerwandten. 



Tag zu Nürnberg. 

298. Akten des Landgrafen Philipp.^) 1532 (März)— Juli. 

Instruktion für die Gesandten xum Schwemfurter Tag und Ab- 
Schriften als Vorakten. Instruktion für Siegmund v, Boimburg und 
Dr. Johann Fischer gen, Walter xum Nürnberger Tag. Abschriften der 
auf dem Tage vorgelegten und entstandenen Aktenstücke; Abschiede. 
Theologische Bedenken. 

März. Apr. Vgl. die Schweinfurter Verhandlungen (Nr. 294). 

(Mai)— Juli. Sendung Boineburgs und Walters zum Nürnberger 
Tag.*) Instruktionspunkte: Fassung der einzelnen Artikel, Verhand- 
lung mit Dr. Brück und den Städten wegen Aufnahme Bremens in 
den Bund. Beginn der Nürnberger Verhandlungen am 3. Juni zunächst 
mit Sachsen, Eurmainz und Kurpfalz. Neue Vorschläge der Kur- 
fürsten yon Mainz und Pfalz auf Grund der in Schweinfurt übergebenen 
Artikel; Antwort der Bundesstände; friedlicher Anstand bis zu einem 
künftigen Konzil auf Antrag der Unterhändler. Abschied zwischen 
Kaiser Karl und den schmalkaldischen Bundesständen: Friede bis zu 
einem allgemeinen Konzil oder einem neuen Beichstag, Einstellung 



1) Gleichzeitig signiert und geheftet (1 — 31). 

2) lic. Nikolaus Meyer war auch auf dem Kümberger Tag; er und Dr. Walter 
führen die Protokolle; Feige war yom 30. Juni ab in Nürnberg. 

PoUt IrebiT Am LAndfr. Philipp. 13 



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194 Tag zu Nürnberg, 

der BeiohskammergerichtBprozesse in Sachen der Religion gegen 
Sachsen und seinen Anhang, Tttrkenhilfe, Vorbringen der Beschwerde- 
pnnkte der Bnndesverwandten beim Kaiser. Protest der hessischen 
Bäte gegen den Abschied. Versicherong des Kaisers wegen Ein- 
stellnng der Beichskammergerichtsprozesse gegen dieBnndesyerwandten 
in Glaubenssachen. 

Theologische Bedenken des Erhard Schnepf, Georg Mttller, Johannes 
Campis, Adam Krafft, Konrad Öttinger, Johannes Lening, Johannes 
Fontias nnd Antonius Goryinns, der Ittneburgischen Theologen (Urbanus 
Bhegius), der Konstanzer Theologen, der Fürsten yon Anhalt und Mans- 
feld und der sächsischen Theologen. 

299. Akten des Landgrafen Philipp und des Sekretärs Lersner. 

1532 Juni— Aug. 

Instruktion für Siegmund v, Boineburg und Dr. Johann Fischer 
gen, Walter^ Briefwechsel mit diesen^ Lic. Nikolaus Meyer und dem 
Kanzler FeigeA) Überschicktes (?) kaiserliches Mandat (Druck). Kanzld- 
notizen. 

1532 Juni — Aug. Fassung der zur Beratung stehenden Artikel. 
Die Verfassung zur Gegenwehr und die Haltung der sächsischen und 
Seestädte auf dem Braunschweiger Tag. Vorschläge der Theologen 
des Kurfürsten yon Sachsen und des Herzogs Ernst yon Lüneburg. 
Luthers Ansicht. Ankunft der Kurfürsten yon Pfalz und Mainz in 
Nürnberg am 6. Juni. Verhandlungen der hessischen Gesandten mit 
den anderen nach J^ürnberg geschickten Gesandten der Reichsstände. 
Aufnahme Frankfurts in den Schmalkaldischen Bund. Ende der Regens- 
burger Reichstagsyerhandlungen. Türkenhilfe. Gesuch der in Würt- 
temberg begüterten Herrn y. Thumb um Aufuahme in den Schmal- 
kaldischen Bund; Aufnahme des Herzogs yon Preußen. Ausschluß 
der Brandenburgisehen und Nümbergischen yon den Beratungen. Zu- 
sammenkunft Philipps mit Herzog Johann Friedrich yon Sachsen, 
Zusammenschickung ihrer Kriegsräte. Anzug der Türken. Beratungen 
im engeren und großen Ausschuß zu Nürnberg. Entsendung der 
Türkenhilfe durch die zunächst gesessenen Reichsstände nach Wien. 
Vertagung der Religionssachen auf ein zukünftiges Konzil. Verfolgung 
Hans MUcks und Fabians y. Buttlar im Mainzer Erzbistum. Bemühen 
der Kaiserlichen, einen äußeren Frieden herbeizuführen. Feiges Ver- 
handlungen mit Eck wegen Württemberg und der Königswahl. Er- 



1) y^l. vorige Anm. Fei^e war Mitte Juli yorübergehend In Begensburg, 
vom 28. an in München. Ende Juli war Lersner bei Feige in Mttnehen. 



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Akten des Landgrafen. 1632 März— Aug. 195 

mahnimg an Herzog Jobann Friedrich znr Standhaftigkeit. Möglich- 
keit einer BeichBregentschaft und Ferdinands Nachfolge. Kreistag in 
Speyer am 15. Juli. Erstreckung des Schwäbischen Bundes. Bedenken 
Hessens gegen die Friedensartikel. Fuchssteins Sache. Abneigung 
Bayerns gegen Mainz. Ausfertigung der ulmischen Bekognition. Ge^ 
plante Bttokkehr Meyers. Beschaffung yon Geld durch den Eammer- 
meister. Taubenheims Werbung bei Mainz und Pfalz wegen der Bhei- 
nischen Einung; Geneigtheit Wttrzburgs beizutreten; Haltung Bayerns. 
Schmalkalder Tag zur Beratung der Verfassung am 27. August. Feiges 
langwierige und wichtige Verhandlungen mit Eck; dessen Ttlchtigkeit. 
(Geringe Aussichten auf ein Zustandekommen des Friedens. Anwer- 
bungen gegen die Türken. Schwäbischer Bundestag; Irrungen zwischen 
Stadt und Stift Straßburg (wegen St. Arbogast). Antwort des fian- 
ztoischen Königs an den Kaiser wegen des Konzils. Ausbleiben der 
Antwort des Kaisers auf die Vorschläge der Sohmalkaldischen in Nttm- 
berg. Reise Feiges nach Begensburg, um Erkundigungen ttber den Kaiser 
einzuziehen. Werbungen in den Niederlanden; Zug gegen König 
Johann von Ungarn, wenn der Türke nicht herauskommt. Besprechung 
mit Mainz. Ludwigs v. Boineburg Werbung auf dem Speyrer Kreistag. 
Feiges Verhandlungen mit Eck in München. Kaiserliche Anwerbungen. 
Aufrichtung eines gemeinen Friedens bis zu einem Konzil. Fran- 
zösische Gesandtschaft in München. Kundschaft von den Türken. Ge- 
sandtschaft des Jost y. Eschwege bei König Friedrich von Dänemark. 

800. Akten der keBslseken Oesandten in Nürnberg. 1532 Apr. — Aug. 

Abschriften der auf dem Schweinfurter Tag entstandenen Akten. 
Instruktion für Siegmund v. Boineburg und Dr. Walter. Schreiben 
des Kurfürsten von Sacfisen an den Landgrafen (Abschrift). Auf-- 
Zeichnungen und Abschriften der in Nürnberg vorgebrachten Einigungs- 
mittel und Gegenvorschläge sowie der bei den Verhandlungen gebrauchten 
Aktenstücke und Abschiede *) (7nit einem Druck). 

1532 Apr. Mai. Schweinfurter. Verhandlungen über die von den 
kaiserlichen Vermittlern, den Kurfürsten von Mainz und you der Pfalz, 
Yorgebrachten Einigungsmittel und die G^euYorschläge der Bundes- 
Ycrwandten. Instruktionspunkte fttr Siegmund y. Boineburg und Dr. 
Walter über die Fassung der Friedensartikel. Zwiespalt zwischen 
Hessen und Sachsen. 



1) Eine Abschrift des kaiserüohen Mandats Yom 3. August 1632 im Hans-, 
Hof- und Staatsarchive zu Wien. 

13* 



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196 Tag zu Nflrnberg, 

Juni. Juli. Fortsetzung der Sehweinfurter Verhandlungen in 
Nürnberg: Schutzbündnis der Einungsyerwandten mit Hans Eonrad und 
Hans Friedrich y. Thumb, Tttrkenhilfe, Braunschweiger Tag; eilende 
Hilfe, Schmalkalder Zusammenkunft, theologische Gutachten. Abschied 
vom 23. Juli.1) 

Aug. ErlaB eines kaiserlichen Mandats wegen Aufrichtung eines 
gemeinen Friedens. 

301. Akten der hessischen Gesandten in Nflrnbergr* 1532 Mai— Juli. 
Briefwechsel mit dem Landgrafen Pkäipp. 

1532 Mai. Unterredung der hessischen Gesandten mit den SUldten 
wegen der Glanbenssachen. Verhütung einer Trennung der Evange- 
lischen. Briefbefbrderung Ober Nürnberg nach Regensbnrg. Ausschluß 
der Nürnbergisehen und Markgräfischen von den Beratungen. 

Juni. Juli. Stellung der Zwinglischen und Wiedertäufer zum 
Bund. Wahl des Bischofs Franz von Münster. Ratschläge der 
sächsischen, hessischen und Ittneburgischen Theologen. Philipps 
Friedensliebe; Luthers gegenteilige Meinung. Ankunft der Unter- 
händler Eurpfalz und Eurmainz in Nürnberg. Beratungen über die 
Fassung der einzelnen Artikel. Evangelische Prediger in Münster, 
Lippe, Osnabrück, Paderborn, Soest und Lemgo. Ende der Regens- 
burger Reichstagsverhandlungen. Rettung König Ferdinands vor 
Feuersgefahr auf der Reise von Böhmen nach Regensburg. Tttrken- 
hilfe. Bitte der Herren v. Thumb um Aufnahme in den Schmalkaldischen 
Bund. Stimmenverteilung, falls ein einhelliger Vergleich nicht zustande 
kommen sollte. Einverständnis der sächsischen und hessischen Rat- 
schläge. Philipps Billigung der Aufnahme der Herren v. Thumb und 
des Herzogs von Preußen. Zehrungsgeld für die hessischen Gesandten. 
Braunschw^er Tag. Plan einer Zusammenkunft Philipps mit Herzog 
Johann Friedrich von Sachsen. Ernennung Adolf Raus und Siegmunds 
V. Boineburg zu Kriegsräten. Weiterbeförderung von Briefen an den 
Kanzler Feige in Regensburg. Vertagung der Glaubenssachen auf 
ein allgemeines Konzil; Landfriede. Leistung der Tttrkenhilfe aus- 
schlieBlich gegen den drohenden Anzug der Türken. Gefangennahme 
Hans Mtteks und Fabians v. Buttlar durch den KurfUrsten von Mainz. 
Erstreckung der Schmalkaldischen Zusammenkunft mit Herzog Johann 
Friedrich bis zum 21. Juli. Rheinischer Kreistag in Speyer. Feiges 
Tätigkeit bei den Nürnberger Verhandlungen über die Friedensartikel. 



1) Vgl Winckelmann, Pol. Korreep. der Stadt Straßburg II, S. 168. 169. 



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Akten der Gesandten. 1532 Mai~Jali. 197 

Abscbreiben der Zusammenkunft in Schmalkalden. Michael von Nörd- 
lingen als Hauptmann über das in Coburg angeworbene Fähnlein 
Knechte. Kauf eines Pferdes für den Landgrafen. Antwort des 
Königs von Frankreich an den Kaiser wegen des Konzils. 

302. Akten der hessischen Gesandten In Nflrnhergr Siegmund t. Bolne- 
hurg, Dr. Johann Fischer gren. Walter und Lic. Nikolaus Meyer 
(und Feiere Tom 80. Juni ab). 1532 (Mai)— Juli. 

Briefwechsel mit dem Kanxler Joharvn Feige in Begensburg und 
mit Rudolf Schenk. 

1532 (Mai). Tttrkenhilfe. König Ferdinands Reise nach Prag; 
Rückkehr des Kaisers nach Spanien; Ernennung des Pfalzgrafen 
Philipp zum Statthalter in Württemberg. 

Juni. Juli. Schreiben Ulms an den Landgrafen und dessen Antwort 
Sendung Meyers und des Sekretärs Heinrich Lersner nach Nürnberg, i) 
Sendung einer versiegelten Schachtel durch Hans y. Minckwitz an die 
Bäte in Nürnberg. Beförderung von Briefen aus Regensburg über Nürn- 
berg an den Landgrafen. Haltung der markgräfischen und nümbergi- 
schen Gesandten. Nürnberger Verhandlungen über die einzelnen Artikel. 
Ratschläge der sächsischen Theologen. Rettung König Ferdinands vor 
Feuersgefahr auf der Reise von Böhmen nach Regensburg. Regens- 
bnrger Reichstag. Reise Dr. Johanns y. d. Wick als lüneburgischer 
Gesandter nach Nürnberg. Beratungen wegen eines Konzils. Türken- 
gefahr. 

Tag zu Königsberg i. F. 

303. Akten der hessischen Gesandten Hermann t« d« Malsborgr und 
Johann Feige. 1532 Mai. 

Protokoll (von Feiges Hand) und Abschiede, Vollmacht fihr die 
hessischen Gesandten. Abschriften von Briefen des Johann du BeUay 
und Hieronymus Lasky (April und Mai). 

1532 Mai. Bevorstehende Abfertigung eines französischen Ge- 
sandten mit dem Gelde nach Deutschland. Rückkehr des Hierony- 
mus Lasky vom französischen Hofe. Plan des Königs von Frankreich, 
ein Bündnis mit den Eyangelischen und den Königen von England, 
Ungarn, Dänemark und dem Herzog yon Preußen abzuschliefien; 
Einigung zwischen Bayern und Württemberg, Unterstützung des jungen 
Herzogs von Württemberg, Haltung der Städte im Falle eines Krieges, 

1) Am 4. Juli ist Meyer wieder in B^ensborg und schreibt Kusammen mit 
Rudolf Schenk an die Bäte in Nürnberg. 



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198 Tage za Königsberg und Scheyem 1682 Hai— Juli. 

Pfalzgraf Ott Heinriche Anspruch auf die Eurwttrde, Verhatniig eines 
Bündnisses zwischen König Johann Zapolya und EOnig Ferdinand, 
Abwehr der Türken, Geldnnterstütznng Zapolyas durch den König 
von Frankreich. Königsberger Verhandlungen der kursächsischen, 
hessischen und bayrischen Gesandten Hans v. Minckwitz, Dr. Gregorius 
Brück, Hermann v. d. Malsburg, Johann Feige und Hans Weißenfelder: 
Johann Zapolyas Bemühen, den Türken aufzuhalten; Abneigung, König 
Ferdinand gegen Zapolya zu unterstützen; Geldunterstützung Zapolyas 
gegen die Türken, Einigung mit den französischen Gesandten, Gegen- 
wehr in der Wahlangelegenheit, Stimmenverteilung, Ernennung von 
sieben Bäten, Leistung der Hilfe und Verteilung auf die einzelnen 
Bundesstände, Einung mit König Friedrich von Dänemark, Werbungen 
in den Niederlanden, Verteilung der Quartiere fttr die Anwerbungen, 
Schweinfurter Verhandlungen; Opposition gegen König Ferdinands 
Wahl, Unterhandlungen der Kurfürsten von der Pfalz und Mainz in 
Schweinfdrt. Vollmacht für die hessischen Gesandten zur Verhandlung 
mit der französischen Gesandtschaft. 

Tag zn Seheyern. 
304. Akten des Landgrafen Philipp. 1532 Mai— Juli. 

Vertrag von Kloster ScheyemA) Schreiben des Kanzlers Johann 
Feige mit einer Abschrift des Vertrags, Versickerung des Landgrafen 
über die Verwendung des französischen Geldes. Abschriften der Batt- 
fikaiionsurkunde des Königs Franzi) 

1532 Mai 26. Abschied der kursächsischen, bayrischen und hes- 
sischen Bäte auf dem Tag zu Scheyem (Hans v. Minckwitz, Hans 
Weißenfelder, Bonus Accursius Grineus und Johann Feige): Abschluß 
einer Einung mit dem Orator des Königs von Frankreich Wilhelm du 
Bellay, Ratifikation dieser Einung durch die beteiligten Fürsten, Königs- 
berger Verhandlungen, Einung mit Dänemark, Nürnberger Tag, Oppo- 
sition gegen die Königswahl, Abrechnung über die Gesandtschaftsreise 
des Bonus Accursius Grineus und Nikolaus Meyer nach Frankreich 
und England und den Aufenthalt der französischen Botschaft in München, 
Verhandlung mit Geldern, Zahlung einer Summe von 100000 Sonnen- 
kronen gegen Stellung von deutschen Knechten, Hinterlegung des 
französischen Geldes innerhalb ^zweier Monate bei einem könig- 



1) AuBfertigung im Samtarchive 11 98, 2. 

2) Eine von den Herzögen von Bayern beglaubigte Abschrift im Samtarchive 
n 100, 8, eine Abschrift mit VersiegelongSBchnitten ebenda Nr. 4. 



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Kreistag su Speyer 1632 Jali. Tttrkenhilfe 1632 Juli— Nov. 199 

liehen EommiBsar an einem sicheren Ort. — Abreise Feiges zom 
Begensbnrger Reichstage. Bayerns Antwort in der Wahlsache. Auf- 
nahme Englands und Ungarns in die Einang der Schmalkaldischen. 
Türkenkrieg. 

Juni. Versicherung der Ftirsten, das französische Geld nur zu 
Bundeszwecken zu verwenden. 

Juli. Ratifikation des Vertrags von Scheyern durch König Franz. 

805. Akten des hesBlsehen Gesandten Kanzlers Johann Feigre. 

1532 Mai. Juni. 

Abschriften von Aktenstückefi, die auf dem Tage xu Seheyem ge- 
braucht wurden. Abschied vom 26, Mai (Enttvurf Feiges), Brief des 
Wilhelm du Bellay, 

1632 Mai. Verhandlungspunkte: Bündnis der Wahlopposition mit 
Frankreich, England und Ungarn, französische Vermittlung zwischen 
Bayern und Württemberg, Erlegung von 100000 Kronen durch Frank- 
reich, Geldhilfe Bayerns, Herzog Christoph von Württemberg unter 
dem Schutze des Landgrafen. Vgl. die G^genakten des Landgrafen 
Philipp (Nr. 304). 

Juni. Restitution Herzog Ulrichs von Württemberg. Regensburger 
Reichstag. 

Kreistag zu Speyer. 

306. Akten des Landgrafen Philipp. 1532 Juli. 

Instruktion für den Statthalter an der Lahn Ludwig v. Boineburg, 
MemorieUxettelj Aufzeichnungen Landgraf Philipps. Bericht Boine- 
burgs. Abschied. 

1532 Juli. Verhandlungen auf dem Kreistag zu Speyer wegen 
Bewilligung der eilenden Türkenhilfe und Bestallung des Hauptmanns 
über das oberrheinische Ereiskontingent. 

Tflrkenhilfe. 

307. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Statthalters und der 
Bäte in Kassel. 1532 Juli— Nov. 

Briefwechsel mit dem Statthalter Ludzmg v, Boineburg, dem Pfalxr- 
grafen Friedrich ^ Orafen Philipp von Eberstein ^ der Landtafel in 
Böhmen und dem Fußknechthauptmann Michael v. Nördlingen. Auf- 
zeichnungen über Anschlag und Bestallungen der Reisigen, Kaiserliche 
Mandate (auch an die Äbtissin von Kaufungen). Instruktionen für 



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200 Verhandlangen mit den Bächeischen Städten 1632 Juni— Koy. 

Burkhard v. Hertingshatcsen und Michael v. NördUngen. Versicherungs- 
brief für die Ritterschaft Bestaüungsbrief und Paß für Burkhard 
V. Hertingshausen. Musterxettd, Berechnungen des Beides und Unter- 
halts, Verxeidmis der Ritterschaft und Städte, Kurmainzisches Aus- 
schreiben (Druck). 

1532 Juli. EurmainziBcber ErlaB wegen der drohenden Türken- 
gefahr. Bezahlung und Ausrüstung der bestellten Reisigen. Aus- 
schreiben einer eilenden Türkenhilfe durch den Kaiser. Verhaltungs- 
maßregeln für die Hanptleute der hessischen Türkenhilfe Burkhard 
V. Hertingshausen und Michael v. NördUngen. Versicherung Landgraf 
Philipps an die Ritterschaft, sie außer dieser Türkenhilfe mit keiner 
weiteren Schätzung zu beschweren. Bekenntnis des in Gleiberg ge^ 
fangenen Jakob von Antzenrade über Werbungen zum Tttrkenkrieg. 

Aug. — Nov. Musterung und Unterhalt der hessischen Reiter für 
die Tttrkenhilfe. Abfertigung Hertingshausens und Michaels v. Nörd- 
lingen zum Türkenkrieg. Zug durch Böhmen. Heranziehung der 
Ritterschaft und Städte zur Türkenhilfe. 

Yerhandlangen mit den sächsischen Städten. 

308. Akten der hessischen Gesandten Johann Feige, Siegmund t* 
Boinebnrg und Dr. Johann Walter. 1532 Juni — Not. 

Abschriften der bei den Verhandlungen gebrauchten Akten, Proto- 
kolle von Feiges Hand, Abschiede, Schreiben Landgraf Philipps. In- 
struktion fü/r Boineburg und Oeorg Nußpicker. 

1532 Juni- Juli. Braunschweiger Verhandlungen wegen des Bei- 
trags der sächsischen und der Seestädte (Goslar, Magdeburg, Bremen, 
Braunschweig, Göttingen und Einbeck) zur beharrlichen und eilenden 
Bundeshilfe. Weigerung Lübecks zu zahlen. Siegelung der Bundes- 
einung. Bewilligung eines Monats. Erstreckung des Braunschweiger 
Tages auf den 16. August. 

Sept. — Nov. Verschiebung des Braunschweiger Tages. Vollmacht 
ftlr Boineburg und Nußpicker. Verhandlung mit den Gesandten Lübecks 
und Bremens wegen der Gegenwehr. 

Braunschweiger Abschied vom 16. November: Einwilligung der 
sächsischen Städte, die anderen 5 Monate zu bewilligen, Ablehnung 
weiterer Hilfe bis zu einer neuen Bundesversammlung. Ausbleiben 
der Lübecker, Göttinger und Einbecker Gesandten in Braunschweig. 



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BheiniBche Einiing 1632 Jani— Dez. 201 

309. Akten des Landgrafen Philipp. 1532 Aug. Nov. 

Brieftoechsd mit dem Landvogt an der Werra Siegmund v, Boine- 
bürg. Insiruktion fwr diesen und Oeorg Nußpicker. 

Aug. Bitte Siegmunds y. Boineburg, ihm als Begleiter für die 
Verhandlungen in Branneehweig den Vizekanzler Georg NuBpicker oder 
Dr. Walter beizuordnen und einen Eanzleischreiber und einige Ein- 
spännige zur Sicherheit mitzugeben. 

Not. Sendung Boineburgs und Nußpickers zu dem Tage in Braun- 
Bchweig am 12. November. Instruktionspunkte: Verhandlung mit den 
Gesandten Lübecks und Bremens wegen der Gegenwehr. 

Bheinisehe Einnng. 

310. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1532 Juni— Dez. 

Abkommen der kurpfähisckeUj kurtrieriscken und hessischen Bäte 
in Begensburg, Instruktionen für Jakob v, Taubenheim ^ Adolf Bau 
V. Holxhausen und Kanzler Feige, Briefwechsel mit Feige und den 
Kurfürsten von Mainz und von der Pfalz. Abschriften der Ober-- 
weseler Mnungsurkunden.^) 

1532 Juni. Abkommen zwischen dem kurpfälzischen Hoftneister 
Ludwig y. Fleckenstein, Dietrich v. Stein und Kanzler Feige wegen 
Ansetzung eines Tages nach Oberwesel und Aufschub einer Erstreckung 
des Schwäbischen Bundes. Ablehnung der Bheinischen Einung durch 
Wtlrzburg. Werbung Taubenheims bei Eurmainz und Eurpfalz wegen 
der Rheinischen Einung. 

Aug. Werbung des Kanzlers Johann Feige bei Eurpfalz, Kurtrier 
und Eurmainz wegen der Bheinischen Einung. Versuch, Hermann 
y. Oldershausen für den hessischen Dienst zu gewinnen. Reise Feiges 
über Gorbach und Marburg nach Oberwesel. Sendung Siegmunds 
y. Boineburg zu den Braunschweiger Verhandlungen. Schweinfurter 
und Nürnberger Abschiede. 

Sept. — Dez. Zusammenkunft in Oberwesel, persönliche Anwesen- 
heit der Fürsten. Vollmacht für Adolf Rau y. Holzhausen und den 
Eanzler Feige zum Oberweseler Tag. Abschluß der Rheinischen Einung 
(Noy. 8) zwischen Eurmainz, Eurtrier, Eurpfalz, Würzburg und Hessen 
auf zwanzig Jahre zum gegenseitigen Schutz. Ausnahme einer Anzahl 



1) Abschriften des Hauptyertrags und des Nebenyertrags im Samtarchiye 
IV 92, 1 und 2. Ausfertigung des Nebenyertrags ebenda IV 90, 4. S. auch Kopial- 
bueh N foL 68 und 83. ; 



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202 Tag SU Coburg 1633 Jan. Febr. 

Fürsten. Nebenabkommen zwiscben Mainz, Pfalz, Wttrzbnrg und Hessen, 
daß keiner ohne Wissen und Willen der anderen VertragschlieBenden 
den Scbwäbiscben Bund erneuern wolle. Anknüpfung von Verhand- 
lungen mit Würzburg, Köln, Bamberg und dem Pfalzgrafen Ott Heinrich 
wegen Aufnahme in die Einung. Seligions- und Wahlsache. Türken- 
hilfe. Nachbarliche Irrungen zwischen Eurmainz und Hessen. Be^ 
Siegelung der Verträge. Annäherung an Köln. Geheime Sendung 
Johann Nordecks an den Markgmfen Georg yon Brandenburg wegen 
dessen Aufnahme in die Einung. Absicht oberländisoher Städte, aus 
dem Schwäbischen Bund auszutreten. 

311. Akten des Kanzlers Johann Feige und Jakobs t* Taubenhelm. 

1532 Sept.— Dez. 

Abschied der pfälxiscken, trierischen und hessischen Räte xu Ober- 
wesd vom 10. September (Entwurf), Instruktion des Landgrafen für 
Feige und Adolf Bau v, Holxhausen, Briefwechsel mit dem Land- 
grafen, Verstmdnisartikely Entwürfe und Abschiede der Einimgsver- 
wandten. Schreiben des Landgrafen an den Kurfürsten von der 
Pfalx (von Feige entworfen), 

1532 Sept.— Nov. Vgl. Nr. 310. 

Dez. Beligionsprozesse am Reichskammergericht, Bekusation des 
Eammergerichts, Pfaffe Bautz in EBlingen, Besoldung der Beiehs- 
kammergerichtsprokuratoren, Abschreiben des Bischofs yon Wttrzburg 
von der Einung, Versuch, die oberländischen Städte fttr die Einung 
zu gewinnen durch Vermittlung Bernhard Besserers in Ulm, Herzog 
Ulrichs Restitution. Greheime Sendung Johann Nordecks an den Mark- 
grafen (reorg von Brandenburg wegen dessen Aufnahme in die Rhei- 
nische Einung. Mühlhänser Tag. 

Tag zu C!oburg. 
812. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1533 Jan. Febr. 

Briefwechsel mit dem Kanxler Johann Feige (aus Corbachj (Joburg 
und tvieder atis (Jorboßh), 

Jan. Der Kanzler in Corbach wegen Krankheit seines Schwieger- 
vaters. Entwurf einer Instniktion zum Coburger Tage. Vollmacht für 
Feige wegen des Widerstands gegen die stellvertretende Regierung 
König Ferdinands, aber nicht wegen der Verfassung zur Gegenwehr 
(infolge der Anwesenheit Philipps in Weimar). 

Febr. Entwurf einer Schrift an den Kaiser (am Schlüsse der 
Goburger Verhandlungen) wegen des kaiserlichen Mandats von 1532 



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BheiniBche Einmig, Tag sn Wonns 1583 März. 

NoY. 10. Widerspruch Hans WeiBenfeldeni, da den Herzögen von 
Bayern das Mandat noch nicht zugegangen sei. Frage einer persön- 
lichen Zusammenkunft der Fürsten. Verfassung zur Gegenwehr. 
Bayrische Verhandlungen in Bologna wegen der Wahlsache: Ent- 
schuldigung Weißenfelders. Gespräche mit diesem wegen der wttrttem- 
bergischen Sache. Münsterisches Schreiben. — Sächsische Bedenken 
wegen des Coburger Abschieds. Botschaft nach England. Tagsatzung 
in Augsburg durch den Bischof von Straßburg. 

S13. Akten des Kanzlers Johann Feige. 1533 Jan. Febr. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp (bexw, dem Kammer- 
Sekretär Heinrich Lersner). Instruktion fOnr die Gesandten xum Cdburger 
Tag Marschall Hermarm v, d. Malsburg und Kanzler Feige, Protokoll. 
Abschied. Abschrift des Schreibens an den Kaiser. 

Jan. Ansetzung des Tages zu Coburg zwischen Eursachsen, Bayern 
und Hessen zur Organisation des Widerstandes gegen die Wahl Ferdi- 
nands zum römischen König und dessen Begierungshandlnngen. — 
Übersendung des Briefwechsels des Landgrafen mit Dr. Eck und Eur- 
sachsen, sowie eingelaufener kaiserlicher Mandate an Feige. An- 
weisung, die Eurftlrsten zu schonen und Ferdinand zu opponieren; 
Verwendung des französischen Geldes; württembergische Sache. 

Febr. Verhandlungen in Coburg zwischen Dr. Brück, Hans Weißen- 
felder und Feige. Verabredung des Widerstandes gegen Ferdinands 
Wahl und die ihm durch das kaiserliche Mandat von 1532 Nov. 10 
übertragene Vertretung des Eaisers in Deutschland. Gesuche des 
Eurfärsten Johann Friedrich, der Herzöge Wilhelm und Ludwig von 
Bayern, Ernst von Braunschweig-Lüneburg und des Landgrafen an 
den Eaiser wegen Zurücknahme des Mandats. 

Bheiniselie Einnng, Tag zu Worms. 

314. Akten des Statthalters an der Lahn Ludwig r« Bolnebnrg zu 
Lengsfeld. 1533 März. 

Schreiben des Landgrafen. Instruktion. Protokoll.^) Abschiede. 

1533 März. Auftrag des Landgrafen an Ludwig v. Boineburg, 
gemeinsam mit seinem Sohne Dr. Georg v. Boineburg und dem Ober- 
amtmann der Obergrafschaft dem Tage zu Worms mit Eurmainz und 
Eurpfalz beizuwohnen. Die dortigen Verhandlungen wegen der Er- 
Btreckung des Schwäbischen Bundes (Gründe^ weshalb der Landgraf 

1) Von der Hand Valentin Breala. 



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204 BriefWechBel mit Beamten 

ans dem Bunde austreten will), Besnoh des nächBten Bundestages. 
Werbung der verbündeten Fürsten an den Schwäbischen Bund. Auf- 
nahme neuer Mitglieder in die Rheinische Einung, Verhandlungen mit 
Wttrzbui^. (Nachbarliche Gebrechen zwischen Eurmainz und Hessen^). 

Briefwechsel mit Beamten. 

316. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1533 März— Mai. 

Briefwechsel mit dem Kanxler Johann Feige, dem Marschall Her" 
mawn^ v. d. Malsburg, dem Amtmann Velbert Riedesd xu Eisenbaeh 
und dem Trierer Sekretär Michel Stud, Statthalter und Bäten xu 
Kassel und dem Ämtmann xu Rüsselsheim CiUax v. Linsingen. 

März. Bedenken Feiges wegen der geistlichen Güter und deren 
Eigenschaft als Beligionssache ; Einkünfte des Klosters Haina in 
Göttingen. Rückkehr Reichard Rincks von dem Wahltage in Coburg: 
sächsisch-bayrischer Gegensatz. Vorschläge des Ambrosius v. Vier- 
münden^) zur Beseitigung der Mißhelligkeiten zwischen Hessen und 
Eurköln und wegen Eintritt Kurkölns in die Rheinische Einung. 
Werbungen des Johann Hilchen und des Kurt v. Hanstein in den Nieder- 
landen ftlr den Kaiser und den König Ferdinand. 

Apr. Sammlung von Truppen in Cleve. Geschütz nach Mainz. 
Berufung eines Kurftirstentages nach Mainz. Fürsorge ftlr die festen 
Plätze in der Grafschaft Katzenelnbogen. Aufzeichnung von Geschütz 
und Munition in Gießen. Vorsichtsmaßregeln für den Fall eines Ober- 
zugs, event. Hilfegesuch an Münster und Herzog Erich von Braun- 
schweig. Zeitungen aus Coblenz über die Absichten der Truppen 
am Niederrhein, kaiserliche Botschaft an Frankreich und den Papst. 
Kundschaften Kurt Spiegels zum Desenberg, des Bischofs von Münster 
u. a. über die Kriegsknechte. Nichtbezahlung der Gläubiger durch die 
braunschweigischen Fürsten und andere Herren. Befehl an den Marschall 
zum Schutze der Grafschaft Hoya (wohin sich die Knechte aus den 
Niederlanden gewandt hatten) mit 1000 Mann zu Fuß, 100 zu Roß 
und 4 Falkonetlein abzurücken und sich mit den Braunschweigem 
(Herzog Erich, Ernst und Heinrich) in Beziehung zu setzen. 

Mai. Bericht Alexanders y. d. Tann. Übersendung von Entwürfen 
an die Stadt Ulm und die Gesandten zum Bundestage (Herzog Ulrich 
auf der Zapfenburg) durch Feige. Frevel Hermanns v. Hatzfeld. Auf- 
enthalt Hermann Freitags, eines Feindes des Grafen von Schaumburg, 

1) Abschied in zwei Aiufertigangeii (ans der hessischen und mainsischen 
Kanzlei, der erste als Beilage benutzt). 

2} Dieser war Schwager des Marschalls Hermann y. d. Malsborg. 



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1633 Jan.— Mai. 205 

in GrebenBtein. Truppenwerbung in Westfalen. — Knrsächsisch-hes- 
Bische Werbung bei Eurmainz und Eurpfalz wegen der kirchlichen 
Verhältnisse in Mühlhausen, Predigerbestellung; Beschwerung der eyan- 
gelischen Stände durch Eammergerichtsprozesse. — Rat wegen Ein- 
f&hrung des Eyangeliums in Holstein. 

316. Akten des Marschalls Hermann t« d. Malsburgr» des Statthalters 
und der Bäte zu Kassel, des Tizekanzlers Georg KoApicker und 
des Kammersekretftrs Heinrich Lersner. 1533 Jan. — Mai. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen^ Schreiben des Sckulfheißen Peter 
Stapel XU Nastetten^ des (devischen) Hofmeisters Bolmarm v. Bylandt^ 
Kvrt Spiegels xum Desenberg^ des kurkölnischen Amtmanns Ämbrositis 
V, Viermimden. 

1533 Jan. Sendung Peter Stapels nach den Niederlanden.^) 

März. Schreiben des Dr. Gervasius Vain, Wortlaut seiner Werbung 
und der ihm erteilten Antwort. Jost v. Eschwege braucht nicht zu 
reisen, Lic. Antonius ist mit der Instruktion allein (zu einem ober- 
rheinischen Ereistage?) abzufertigen. Höhe der zu bewilligenden 
hessischen Hilfe. 

März-Apr. Beilegung der hessisch-kurkOlnischen Zwistigkeiten. 
Truppensammlungen und -bewegungen im Stifte Utrecht, in Geldern, 
Gleye und im Mttnsterischen, bei Osnabrück. 

Mai. Abordnung des Vizekanzlers und des Oberamtmanns Ebert 
y. Bischofferode zum Tage der Bheinisehen Einung nach Mainz betr. 
die Aufnahme von Wttrzburg, Widerstand des Landgrafen gegen die 
Aufnahme des Etfnigs Ferdinand in den Bund. Herzog Ulrich und 
der durch Statthalter und Bäte zu Eassel gemachte Abschied »der 
Eckein wegen«. Der dem Herzog Christian zu Schleswig und Holstein 
zu erteilende Bat wegen Einführung des Eyangeliums. 

Sehmalkaldlscher Bundestag zu Schmalkalden. 

317« Akten des Landgrafen Philipp 2) bezw« des Kanzlers Feigre« 

1633 Juni— Aug. 

Instruktion der Städte Braunschtaeig und Ooslar fik- den goslarin 
sehen Sekretär Dietrich Stnedeke, Briefwechsel mit Dr, Ladung Hierter 
und Lic, Helfmann. Protokollarische Notixen Feiges. Entwürfe xu 
Schreiben und xum Abschied. Abschriften der bei den Verhandlungen 
gebrauchten Schriftstücke. Vollmachten. Schreiben des Bundes an Kur- 
mainx und Kurpfah. 



1) S. Nr. 322. 2) Der Landgraf wohnte dem Tage persönlich bei. 



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206 Schmalkaldischer Bandestsg zu Schmalkalden 1533 Jnni. Juli. 

Juni. SchmalkaldiBcher Bundestag zu Schmalkalden, einberufen 
auf Jnni 24. Antwort der Stadt Ltibeck an die Bnndesgesandten 
wegen Nichtbesachnng des Brannschweiger Tags, Versiegelung der 
Briefe an die Städte Goslar und Einbeck, Verfassung zur Gegenwehr, 
Fehde mit Dänemark und Beitrag Lttbecks. Kaiserliches Mandat an 
Herzog Ernst von Braunschweig-Lüneburg und die Stadt Lüneburg 
wegen der Einkünfte der geistlichen Stifter des Bistums Lttbeck in 
der Stadt Ltineburg. Schreiben der Stadt Braunschweig an Göttingen 
und Einbeck. Bechtfertigung wegen nicht ttbergebener Entschuldigung 
der Städte bei den Bundesverwandten. Bezahlung der Agenten am 
Reichskammergericht Gesuch der Gebrüder Thumb y. Neuburg um 
Aufnahme in den Bund. 

Juli. Antwort auf die päpstlichen Artikel wegen eines Konzils. 
Werbung der Bundesyerwandten bei Kurmainz und Kurpfalz, sowie 
dem Kammergericht wegen dessen Vorgehens gegen Bundesglieder. 
Verhandlungen mit den Gesandten yon Ulm: Erstreckung des 
Schwäbischen Bundes, Befriedigung des Herzogs Ulrich yon Württem- 
berg. Abschied: Änderung der Verfassung, Antwort an die Stadt 
Lübeck, Stadt Bremen gegen den Erzbischof, Stadt Konstanz gegen 
den Bischof, Stadt Memmingen gegen den kaiserlichen Fiskal, des- 
gleichen der Städte EBlingen und Lübeck, die Thumbe y. Neuburg. 
Druck der Antwort auf die päpstlichen Artikel, Verhandlungen dar- 
über mit anderen Mächten und Beichsständen. Beschickung des 
Kammergerichts sowie yon Kurmainz und Kurpfalz. Ausschreiben 
eines Tages nach Speyer (Juli — Sept.) durch Kursachsen und Hessen. 
Stadt StraBburg gegen den Bischof wegen St. Arbogast. 

Aug. Kurpfälzische Antwort. 

Bekusation des Beichskammergerichtg. 

318. Akten des Kanzlers Felge bezw« des hessischen Gesandten Jakob 
Salwechter. 1533 Juli— Sept. 

Instruktion. Rekusationslibell im Entwurf, Form der Bekusathn, 
Verzeichnis der am Reichskammergeridit schwebenden Prozesse. Nieder- 
schrift der Antwort der Kammerrichter. Erklärung der Bundesge- 
sandten. Deren Bericht. 

1533 Juli— Sept. Gesandtschaft des Schmalkaldischen Bundes 
nach Speyer an das Beichskammergericht (Dr. Blickhart Sindringer, 
kursächsischer, Jakob Salwechter, hessischer, Jakob Meyer, der Stadt 
Straßburg und Eitel Eberhard Besserer, der Stadt Ulm Gesandter), 
um dasselbe zur Einstellung der Prozesse in Beligionssachen zu 



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BekiiBstion des BeiohflkammergeriohtB 1533 Juli— 1534 Ffibr. 207 

bewegen und für den Fall der Ablehnung die Bekusation des Geriehts 
ansznsprechen. Verzicht der Gesandten auf die Bekusation. An- 
snehen der Gesandten der Stadt Memmingen an die Bundesgesandten, 
ihre Angelegenheit wegen Ludwig Vogelmanns ebenfalls zu vertreten. 

319. Akten des Landgrafen Philipp bez. der Bftte zu Kassel. 

1534 Jan. Febr. 

Notken Feiges, Briefwechsel mit den hessischen Gesandten lAc. 
Nikolaus Äntonitts und Jakob Salwechter^ mit Hierter und Hdfmmm 
saune dem Kammerrichter Grafen Adam von BeichUngen. 

1534 Jan. Febr. Zweite Gesandtschaft des Schmalkaldischen 
Bnndes nach Speyer, um die Bekusation auszusprechen. Die Be- 
schwerung des Markgrafen Georg yon Brandenburg. Befehl, das 
Eammergericht überhaupt und nicht nur in Beligionssachen zu reku- 
sieren, gegenteiliger Auftrag der Gesandten der Städte. Bedenken 
Salwechters. Meinungsverschiedenheiten der Gesandten wegen der 
Schiedsrichter. Zehrungskosten. Neue Zeitungen. Besoldung der 
Prokuratoren. Befehl an die Gesandten, in Gemeinschaft mit den 
kursächsischen vorzugehen. Nichtannahme der Bel^usation, Ermuti- 
gung der substituierten Prokuratoren Hierter und Helfmann, die sich 
weigern, die Bekusation zu wiederholen. Grimm des Eammergerichts 
gegen diese nach der Abreise der Bundesgesandten, Hierters Flucht 
nach seiner Heimat Beutlingen. Die Klage des Abts zu Haina gegen 
den Landgrafen und andere Kammergerichtssachen. 

320. Akten der hessischen Clesandten Llc« Nikolaus Antonius und Jakob 
Salweehter. 1534 Jan. 

Instruktion. Schreiben von Statthalter und Bäten xu Kassel, 

1534 Jan. Verspätetes Eintreffen des kursächsischen Gesandten, 
dessen Beise ttber Kassel. Widerlegung der Bedenken der Ge- 
sandten. (Vgl. die Gegenakten der Kasseler Bäte in voriger Nummer). 

321. Akten der Kasseler Bftte bezw« der hessischen Gesandten in 
Speyer. 1534 Jan. Febr. 

Verxeiehms. Abschriften der in Speyer entstandenen Akten mit 
Abschriften der Vorakten (seit 1532).^) 

1534 Jan. Febr. Insinuierung der Bekusation des Kammer- 
gericbts bei demselben. Briefwechsel von Kurmainz und Kurpfalz 
mit Kursachsen und Hessen wegen des Verhaltens der yon jenen er- 

1) Yf^ auch unten S. 260 Anm. 3. 



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208 Briefwechsel mit Besrnten 1533 Juni— 1534 Jan. 

nannten Visitatoren. Knrmainz und Eorpfalz an den König nnd das 
S^ammergericht. Die mttndlichen Verhandlungen der Gesandten 
Dr. Philipp Rosenecker (Enrsachsen), Dr. Angnstin Megersheimer 
(Brandenburg-Ansbach), Georg Hochrnnt Vogt zu Ölsheim (Brann- 
schweig-Lttneburg), Daniel Mueg [Mieg] alter Ammeister (StraBbnrg), 
Michael v. Kaden Syndikus (Nürnberg), Eitel Eberhard Besserer 
(Ulm), Johann Stapf Stadtschreiber der Altstadt (Magdeburg), Lic. Jo- 
hann Maohtolf Stadtscbreiber (EBlingen) and Georg Menrer Stadt- 
sehreiber (Memmingen) mit den Eammerricbtem. Protest der Ge- 
sandten. Substitution yon Dr. Hierter und Lic. Helfmann. Abschied 
der Gesandten. Entschuldigung der Prokuratoren wegen der Sub- 
stitution den Eammerricbtem gegenttber. 

Briefwechsel mit Beamten. Ausschreiben. 

822. Akten des Landgrafen Philipp faueh des Kanilers Felge). 

1633 Juni— Nov, 

Schreiben Johmms v. Schuren xu der Schuren^ Heiderichs v. Kaien- 
herg Oherarntmarms der Niedergrafschaft Katxendnbogen j Oyriax^ 
V, Linsingen Amtrnmms xu Rüsselsheim ^ des Nikolaus und des Hof- 
meisters Hans V. Minckudtx^ Eberhards v. Bischofferode Oberamtmanns 
xu Darmstadtj des Amtmanns v. Auerberg^ des Amtrnmms Oeorg 
V. HördSy des Amtrnmms xu Lünen Oerd v. Bodelschtainghj des Amt- 
manns und des Schidtheißen xu Gießen Konrad Heß und Heinrich 
Heßj Schreiben an Otto Hund Beisitzer des Reichsregiments ^ Brief- 
Wechsel mit Hdung v, Lauerbach (Lehrbach) Amtmann xu Cronberg 
und Ludung PfeHsticker Kellner daselbst^ Ausschreiben an Sahburg, 
Bamberg, Eichstädt und den Markgrafen Oeorg von Brandenburg^ 
Schreiben des Rentmeisters xu Battenberg Hans Orebe, des Kanxlers 
Johann Feige, Balthasars von Marbach, des Marschalls Hermann v, d, 
Malsburg. Bestallungsrevers, Abschrift des Höllischen Bündnisses. 

1533 Juni Juli. Zweck der Truppenwerbungen in den Nieder- 
landen. Transport von kaiserlichem Geschtttz und anderem Kriegs- 
material auf dem Rhein. Truppenwerbungen in Mainz und am Rhein. 
Sendung des Nastätter SchuItheiBen Peter Stapel gen. Däne nach den 
Niederlanden.*) Nikolaus' v. Minckwitz nicht eingetroflfenes Schreiben 
aus Krakau, seine Absicht den Landgrafen aufzusuchen, Groll des 
Herzogs Georg von Sachsen gegen ihn. Verantwortung des Landgrafen 
wegen der Annahme Philipps y. Rüdigheim, der sich wegen Land- 
friedensbruchs in der Acht befand, zum Diener. Sendung von Räten 

1) Vgl. oben Nr. 316. 



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StSdtetag zu Ulm 1534 März. 209 

an das Regiment. Supplikation des Mainzer Domherrn Simon y. Cron- 
berg beim Landgrafen. 

Aug. Rüstangen in Schwaben und in den Oberlanden sowie in 
den Niederlanden. 

Sept. Proviant in Gießen. Forderung Jakobs v. Cronberg wegen 
einer Hofstatt in Westerburg. Abmahnung an Salzburg usw., sich in 
die Verlängerung des Schwäbischen Bundes und ein Bündnis gegen 
Württemberg einzulassen. Werber in Battenberg. Unternehmen gegen 
die Stadt Soest. Anliegen und Mitteilungen der Gräfin von Waldeck, 
die ihr durch den Landgrafen erteilten Aufträge an den Herzog und 
die Herzogin von Jülich, der Gefangene zu Marburg. Erstreckuug des 
Tags mit Herzog Erich von Braunschweig wegen nachbarlicher Ge- 
brechen, Besichtigung des Archivs in Eaufungen. 

Okt. Anderweitige Anwerbung des Balthasar von Marbach und Ent- 
schuldigung deswegen bei Philipp. Friedensvertrag zwischen Dänemark, 
Norwegen und Holstein und dem Kaiser samt Holland, Seeland und 
Brabant Annahme des Hans Kratz zum Fußknechthauptmann. 

Nov. Bund zu Halle zwischen dem Erzbistum und Bistum Magde- 
burg-Halberstadt, Kurbrandenburg, Herzog Georg von Sachsen und 
den Herzögen Heinrich und Erich von Braunschweig. 

323. Akten von Statthalter und Bäten n Kassel. 

1533 Sept.— 1534 Jan. 

Schreiben des Landgrafen Philipp und des StatOmlters an der Lahn 
Oeorg v, Kolmatsch. 

1533 Sept. Antwort an den Bischof von Münster. Rückkehr des 
Knechts Balzer aus den Niederlanden. 

Nov. Instruktion für den Tag zu Hersfeld (Familie Biedesel gegen 
den Abt von Fulda), Schreiben Helfmanns und Dr. Walters wegen 
der Unterhaltung des Kammergerichts. 

1534 Jan. Verhandlung mit Mainz wegen Dudenhofen. Flucht 
des Gefangenen Kaspar aus Marburg. Sendung Valentin Breuls mit 
der trierischen Verschreibung nach Goblenz. 

St&dtetag zu Ulm. 

324. Akten des Kanzlers Feige. (1534 März.) 
Instruktion für OiUax Hofmarm. 

(1534 März). Senduug zu dem auf März 22 nach Ulm anberaumten 
Tag, um die Städte Ulm, EBlingen und Memmingen abzuhalten, sich 
mit jemand, der andrer Religion ist, in ein Bündnis einzulassen. 

PoUl AreliiT des Ludgr. Philipp. 14 



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210 WttrttembergiBoher Zug. 

Württembergischer Zug. 

über die Angsbnrger Verhandlnngen mit Eck, den französiscben 
Gesandten und dem jongen Herzoge Christoph von Württemberg vgl. 
oben Nr. 172. 

GeschiftsfDhnmg. Begistratnr. 

325. Akten des Landgrafen PhUipp. 1634 Febr.— Nov. 

AufTLeichnungen (Oedenkxettel) des Landgrafen und des Kammer- 
sekretärs Lersner. 

1534 Febr. — Nov. Die während der Vorbereitungen zum Kriege, 
während des Krieges und bis zur Ratifikation des Kaadener Vertrages 
geführte Korrespondenz (einschl. der Instruktionen für die Gesandten). 
— Die Führung der Geschäfte seitens des Landgrafen im Kriege. -— 
Ablieferung von Akten an den Registrator Johann Pluck.^) 

Yorbereitangen und Bfistangen.^) 

326. Akten des Landgrafen Phfllpp. 1534 Febr.— Mai. 

Briefwechsel mit den Orafen Wilhelm von Fürstenberg und PMUpp 
von Solms^ mit Ebert v, Bisekofferode und Rudolf Schenk. Instruktionen 
für diese. ChiffemscMüssd. 

1534 Febr.— Mai. Anleihe bei Kurt Johann. Anwerbung von 

Truppen in Straßburg. Vereinigung der geworbenen Truppen mit 

dem Heere des Landgrafen. Beschaffung von Geldmitteln von der 
Stadt Straßbnrg und Strafiburger Bürgern. 

327. Akten des Landgrafen PhUipp. 1534 März. Apr. 

Instruktion für Kaspar v. Berlepsch und Peter. Baidd. Brief- 
wechsel mit Omen. 

1534 März. Apr. Bezahlung der durch den Grafen Wilhelm von 
Fürstenberg angeworbenen Truppen. 



1) Ein Verzeichnis im Samtarohive III 144, 26. 

2) Es ist in einzelnen Fällen nicht zu unterscheiden, ob die Rüstungen ftir 
den Württembergischen Zug oder fOr den Krieg gegen die Wiedertäufer in 
Münster bestimmt waren. Offenbar sind auch Truppen unter dem Verwand der 
Unterstützung des Bischofs von Münster geworben worden, die tatsächlich nach 
Württemberg gefUhrt wurden. Die Akten über Büstungen ans dieser Zeit sind 
deshalb hier zusammenge&ßt. 



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OeBohSftsftlhniiig. Yorbereitangen und BttBtangen. 1634 Febr.— Nov. 211 

328. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Harsehalls Hennann 
y. d. Malsbnrg. 1534 Febr.— Mai. Juli. 

KcdserUche Mandate. Briefwechsel mit Beamten und HaupÜeuten 
(Werner v. Wollenstem^ Statthalter an der Lahn Oeorg v. Kdmatschj 
Oberamtmann Ebert v. Bischofferode^ Siegmund v. Boineburg^ Hans 
V, BeUersheim^ Alexander v. d, Tamh^ Jost v. Wdters^ Heinx v. Läder, 
Kurt Hess Ämtmann in Gießen^ Konrad v. Lieh KeUner xu Boßbach, 
Heiderich v. Kaienberg, Johann Krug ZMschreiber in St, Ooar, dem 
Juden Michd von Demburg, Sebastian SchertUn, Jöharm Eddherr xu 
Büren, Hermarm v. Mengersen, Joh v. Baesfeld, Christoph v. Steinberg, 
Hermann v, d. Malsburg, Volpert Riedesd Ämtmann xu Diex, Hehoig 
V. Rückershausen Amtmann xu Äuerberg, Oeorg de Wrede, Jost v. d. 
Voerden Drost xu Ahaus, Adam v, Thilngen xu Buchelt, Jakob 
V. Praunheim, Harks Thoma v, Rosenberg, Seibold Freitag, Thomas 
und Johann v. Milnehhausen, Hermann und Johmm v, Viermil/nden, 
Oerhard Knipping, Johann v, BotÜenberg gen. Kessel Amtmmm xu 
Mettmmm, Johann Weise v, Fauerbaeh, Stadt Marsberg, Adam Trott 
Amtmann xu Schmalkalden), Instruktion. Verxeichms, Abschrift 
eines Schreibens des Herxogs Ernst von Braunschweig. 

1534 Febr.— Mai. Nachricht ttber fremde Werbungen bei StraB- 
bnrg. Verbot des Kaisers wider König Ferdinand Kriegsdienste zu 
leisten. Anwerbung von Knechten und Bestallung von Hanptlenten. 
Sendung des Hermann Schütz und Adam Sauers an Schertlin betr. 
die Anwerbung von yier Fähnlein Knechten gegen Münster. Ab- 
lehnung Schertlins. Zusammenziehung der Truppen. Sendung von 
Sehiffsleuten in das landgräfliche Lager zu Bonames. 

Apr. 15. Verpfändung von Neukirchen an Georg Schenk. 

Juli (Aug). Bezahlung und Entlassung der Truppen. 

329. Akten des Landgrafen Philipp hezw« des Kammersekretärg Hein- 
rich Lersner. 1534 März. Apr. 

Notixxettd, Musterregister, Verxeichnisse. Bestallungsbrief. Artikels^ 
brief. 

1534 März. Apr. Anwerbung und Musterung von Truppen. Be- 
stallung von Hauptleuten und Bttchsenmeistern. Gesamtzahl der im 
Wttrttembergischen Zage verwandten Truppen. 



14* 



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212 WttrttemberglBcher Zog. 

330. Ikten des Landirrafeii PUUpp. 1534 März. Apr. 

Schreiben des Kammermeisters Jost v. Wetters^ der im Heere be- 
findlieken hessischen Ritterschaft an die Städte Kassel und Marburg. 
Verzeichnisse, 

1534 März. Apr. Anfbringnng der zum HeereBznge erforderlichen 
Geldmittel. Enrt Johann. Lieferungen von Fürsten and Beamten. 
Verwendung des für die Tttrkensteuer gesammelten Geldes. 

331. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1534 März— Mai. 

Erlasse und Ausschreiben j Verzeichnisse ^ Futterzettel. Schreiben 
des Präsidenten in Lothringen , des Zeugmeisters Veit Krauipeter und 
des Schiffmeisters Heinz Noding. 

1534 März — Mai. Anstellung und Entleihung vonZeugmeistern.i) 
Beschaffung von Geschtitzen, Munition und Proviant, von Wagen, 
Pferden und Maultieren (aus Lothringen). Aussendung der Boten mit 
den Aufgebotsbriefen (Apr. 2) und Anordnung der zur Vorbereitung 
für den Feldzug nötigen Maßregeln. 

332. Akten des Landgrafen Philipp. 1534 März. Apr. 

Ausschreiben an Äddy Leherdeute^ Städte und Ämter. Liste. 
Musterregister. Abschrift. Schreiben der Stadt VacJia und Ludwigs 
V. Hütten. 

1534 März. Befehl, wegen der Wiedertäuferunruhen sich ein- 
heimisch und gerttstet zu halten. 

Apr. Aufgebot zum Heereszuge. Die bestellten Diener von Haus 
aus. Die Amt- und Lehenleute. Musterung. 

Tag zn Bflsselsheim. 

333. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1534 Febr. März. 

Ausschreiben an die Städte Ulm^ Eßlvngen und Straßburg. QuU 
achten Feiges. Protokollarische Notiz Heimich Lersners. 

1534 Febr. März. Anerkennung der Haltung der Städte auf dem 
Augsburger Tage. Rüstungen in Württemberg. Vorschlag einer Zu- 
sammenkunft zur Zeit der Messe bei Frankfurt (ohne Eursachsen). 
Einwirkung auf die nach Bttsselsheim auf den 27. März beschiedenen 
Vertreter der Städte im Sinne einer Unterstützung des Landgrafen in 



1) Vgl. auch Nr. 329. 



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Tag in RÜBBelsheim. KorpfUlziBche VermitÜnng. 1534 Febr.— Apr. 213 

der wttrttembergiflohen Untemehmung. Antworten der oberländischen 
nnd der BächsiBclien Städte. 

334. Akten des Ludgrafen PhUipp. 1534 März. Apr. 

Briefwechsel mit den Kasseler Bäten (Kanxler und Marschall) 
toäkrend seiner Heise in die Obergrafschaft Notixxettd des Land- 
grafen, 

1534 März. Apr. Verhandlungen in Darmstadt mit Earpfalz nnd 
Eurtrier. Befehle nach Kassel wegen der Znsammenziehnng der 
Truppen. Mahnung zur Eile. Bezahlung der Truppen, Bestellung 
der Hauptleute. Anerbieten des Bastards von Geldern zum Kriegs- 
dienste, Erkrankung Hermanns v. Hatzfeld. Übernahme eines Teils 
der vor Münster liegenden Knechte. 

335. Akten des Kanslers Felge. 1534 März. 

Schreiben des Landgrafen Philipp, 

1534 März. Anweisung zu den Verhandlungen mit Frankreich. 
Verpfändung Ton MOmpelgard. Pension Herzog Ulrichs. 

KnrpfUzIseher YermittlangsTersach. 

336. Akten des Landgrafen PkUlpp. 1534 Apr. 

Abschriften von Instruktionen^ darauf erteilten Antworten und 
xtvischen Kurpfah und Herzog Ulrich von Württemberg gewechselten 
Schreiben. 

1534 Apr. Versuchte Vermittlung des Kurfürsten Ludwig von der 
Pfalz zvHschen Herzog Ulrich und KOnig Ferdinand. Sendung des 
Burggrafen von Starkenburg Asmus y. Mentzingen an den Herzog. 

Der Zng. 

337. Akten des Landgrafen PhUIpp. 1534 Apr. 

Notixen des Landgrafen und des Kammersekretärs Lersner, 

1534 Apr. 3—28. Pläne zum Anmarsch nach Württemberg, zum 
Zusammenziehen der Truppen. Vorbereitungen zum Ausmarsch. Be- 
zeichnung der Nachtlager. 



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214 Wilrttembergisoher Zog. 

338. Akten des Lanilgrafeii PUllpp nnd gemdiigehaftllehe Akten des 
Landgrafen nnd des Herzogs Ulrich yon Württemberg.^) 

1534 Apr. Mai. 

Ausschreiben an die umrttembergischen StändCj an Königin MaHa^ 
das niederländische Begimenty die Landtafd in Böhmen, das Regiment 
XU Irmsbruekj Beichsräte und Regiment in den Marken, Briefwechsel 
mit der Landschaft in Böhmen, Schreiben des Königs Ferdinand, des 
Herzogs Ulrich an die Stadt Weinsberg, der Stadt Stuttgart an den 
Herzog, Ausschreiben an Kurpfaix, Kurmainx, Kurbrandenburg, Kur- 
trier, Kursachsen, JüUch-Cleve, Herzog Erich von Braunschweig, 
Schreiben des Herzogs Albrecht in Preußen. Druckschriften, 

1534 Apr. Mai. Aufforderung an die wttrttembergischen Stände, 
sich dem Herzog Ulrich als ihrem rechtsmäBigen Herrn anzuschliefien. 
Bechtfertigung der Unternehmung, den Herzog Ulrich in sein Land 
zurttckzuftLhren, vor Beginn des Zuges. Anzeige von der erfolgten 
pfälzischen Vermittlung') zwischen König Ferdinand und Herzog 
Ulrich. Antwort des Königs Ferdinand auf die Ausschreiben. Ver- 
öffentlichung verschiedener Schriften.') Erklärung der verbttndeten 
Fürsten wegen der angeblich gegen sie ergangenen Reichsacht. 
Glückwunsch des Herzogs Albrecht und Fürsprache für Friedrich 
Truchseß Freiherrn v. Waldburg, der aus dem Deutschen Orden 
wieder ausgetreten und evangelisch geworden war und dem nunmehr 
von seinem Bruder Wilhelm sein Anteil am väterlichen Erbe vorent- 
halten wurde. Weigerung der Stadt Weinsberg, Herzog Ulrich anzu- 
erkennen, Gesandtschaft der Stadt Stuttgart an diesen. 

339. Akten der helmgelassenen Bäte zu Kassel (mit einigen Gegen- 
akten des Landgrafen). 1634 Apr. 

Abschied mit den heimgeiUissenen Räten zu Kassel und Marburg, 
Instruktionen. Erlasse an Städte und Ämter. 

1534 Apr. 22 — 27. Ernennung der während des Landgrafen Ab- 
wesenheit zu seiner Vertretung bestimmten Räte in Kassel und Mar- 
burg. Bestellung der Ämter im Heere. Empfehlung von Land und 
Leuten an Eurtier) Eursachsen, Lüneburg , Holstein^ die Grafen von 

1) Unter den Akten dieser Periode finden sich nicht nur Schreiben, die im 
Namen beider Fttrsten «osgegangen oder an sie gerichtet sind, sondern auch 
solche, die die Adresse des Henogs allein tragen, dann aber in die hessisohe 
Kanzlei gelangt sind, die überhaupt zeitweise die Kanzleigeschäfte des Herzogs 
mit besorgte. 2) S. o. Nr. 336. 

3j Einige Druckschriften (Schriftwechsel mit dem Kaiser nnd dem König 
Ferdinand) im Samtarchive m 130, 8. 



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Der Zug. Briefwechsel mit K«Mel and Harburg. 1584 Apr.-Jnli. 215 

der Lippe and Waldeck, sowie den BiBohof von Htinster. Verhaltungs- 
maBregeln. 

340. Akten lies Eandgrafen Philipp Yon Hessen bezw« des Kammer- 
sekretürs Lersner. 1534 Apr. — Juli. 

Briefwechsel mit Statthalter^ Kanxler und Räten xu Kassd^ auch 
dem Statthalter xu Marburg, 

1534 Apr. Nachsendnng von Pferden. Lieferung von 1000 Gulden 
durch den Grafen Albrecht vonMansfeld. Langsames Eintreffen von 
Reitern in Kassel; Michel Jude und Sebold Freitag. Verzeichnis der 
Wagen. Rückkehr des Landvolks von Münster, Lage daselbst. Ver- 
leihung hessischen Silbergeschirrs nach Münden. Sendung Siegmund 
Hartmanns gen. Erauskopf nach Münster zur Verpflichtung dortiger 
Hauptleute. 

Mai. Sorge für den Proviant Übersendung von Schreiben an 
den Landgrafen. Schreiben Herzog Erichs und Albrecht Erengels. 
Entgegengesetzter Berieht Burkhards v. Gramm ; Lage vor Münster. 
Die Hauptleute daselbst haben den Landgrafen gelobt. Preußen und 
Polen. Werbungen des Erzbischofs von Bremen, sein eiliger Besuch in 
Wolfenbttttel. Ratschläge der Herzogin Elisabeth von Rochlitz, der 
Schwester des Landgrafen. Nachschübe von Truppen und Kriegs- 
material nach Württemberg, Kauf von Feuergewehren in Nttrnberg. 
Relation des Dr. Georg v. Boineburg aus Kursachsen: Bitte der Räte, 
die Antwort nicht zu übereilen. Lübische Werbung gegen Holstein. 
Gefangene Österreicher in Rheinfels. Rat der Kasseler Räte wegen 
der weiteren Behandlung der württembergischen Angelegenheit; all- 
gemeine Lage, ungünstiger Stand vor Münster, Vertrag zwischen Köln 
und Gleve. Bestellung von Hauptleuten. Nachricht über die Er- 
oberung Württembergs. Glückwunsch dazu. Herzog Heinrich von 
Braunschweig in Leipzig bei Herzog Georg und angeblich auch bei 
König Ferdinand. Zusammenkunft der vier rheinischen Kurfürsten in 
Gelnhausen. Absichten, den König Christian von Dänemark zu be- 
freien. Zeitung über den lübisch-holsteinischen Krieg. LieferuDg von 
2000 Gulden durch Lüneburg. Bitte, einige aus jedem Gerichte nach 
Hause zu entlassen. Abermaliger Ratschlag der Kasseler Räte in der 
württembergischen Sache: finanzielle Bedenken, Nutzen eines baldigen 
glimpflichen Schlusses, Frankreich. 

Juni. Sendung von Büchsenmeistern nach Kassel. Fürbitte der 
Räte für Burkhard v. Gramm. Genehmigung zur Verpfändung der 
Blankenau durch das Stift Corvey an Gramms Tochter, Frau 



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216 WHrttembergIscher Zug. 

Wittekinds v. Falkenberg. Drittes Gutachten ttber die politische 
Lage.^) Warnung des Herzogs von Geldern vor Rüstungen des 
Kaisers. Lage vor Münster. Berichte des Eonrad Heß. Festungs- 
bau in Gießen. Deponierung von Geld in Bheda (Tecklenburg). 
Rückkehr Reichard Rincks aus Nürnberg. Bevorstehender Tag in 
Annaberg zwischen König Ferdinand, Kurmainz, Kursachsen und 
Herzog Georg von Sachsen. , Abreise Georgs v. Pappenheim und 
Reichard Rincks zur Verhandlung zwischen Holstein und Lübeck. 
Ladung des Landgrafen durch das Kammergericht, Anweisung zur 
Entgegnung an die Räte (Verwendung der beschlagnahmten Stuttgarter 
Kanzlei), Vollmacht für Dr. v. Boineburg, Dr. Eisermann und Lic. Helf- 
mann. Sendung der hessischen Truppen vor Münster an den Herzog 
von Holstein. Beschwerde des Bischofs von Münster. Freilassung 
der gefangenen Österreicher (aus Spangenberg). Angebotene Verhand- 
lungen der Kurfürsten mit dem Landgrafen, Rat der Kasseler Räte: 
Lage, Kammergerichtszitation. Aufgebot des Herzogs Erich. Fest- 
setzung des Textes der Reknsationsschrift durch Feige, Dr. Georg 
(v. Boineburg) und Dr. Eisermann. Mangelnde Geldlieferung durch 
Herzog Ernst und Hoya. Verhandlung der Stadt G^ttingen mit Michel 
Jude in Witzenhausen: ihr und der Stadt Goslar Begehr, nebst Braun- 
schweig, Hannover, Magdeburg, Einbeck einen Vertrag mit dem Land- 
grafen zu schließen; Verdacht gegen Herzog Heinrich. Bitte des 
Bischofs von Münster um Geld. Aufenthalt der Landgräfin vor ihrer 
Niederkunft, Geburt eines Sohnes (Philipp Ludwig). 

Juli. Friedensverhandlungen in Württemberg, Lieferung des 
Restes des braunschweig -lüneburgisohen Geldes. Verwendung des 
Tttrkengeldes. Besorgnisse Feiges wegen Gießen und der Wiedertaufe. 
Rückkehr und Entlassung der Truppen. Bezahlung der Knechte. 
Holsteinische Gesandtschaft (Iggenhuseu). Krankheit des Statthalters. 

341. Akten des Statthalters, Kanzlers und der Bäte n Kassel.^) 

1534 Apr.— Juni. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp und Oeorg Nußpicker. 

1534 Apr. — Juni. Verhandlungen mit den Knechten vor Münster. 
Münsterische Werbung durch den Sohn Friedrichs v. Twiste. Ab- 
ordnung Siegmund Hartmanns nach Münster zur Unterhandlung mit 
den Hauptleuten. Bewilligung des Türkengelds durch den Adel an 
der Lahn. 3) Nachsendung von Truppen. Proviant und Geld. Er- 

1) Unterzeichnet von Adolf Ran, Wolf v. Gndenberg, Bnrkhard v. Gramm, 
Georg V. Pappenheim. 

2) Vgl. auch unten Nr. 344. 3} Vgl. oben Nr. 330. 



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Briefv^. mit EasBel. Verhandlnngen während d. Zags. 1634 Apr.— Jnni. 217 

ledignng der Korrespondenzen. Bezahlung des Friedrich Schmalz. 
Frankfurts Weigerung, den Durchzug zu gestatten. Schwierigkeit der 
Proviantierung. Nachsendung von Feuergewehren. Nassanische Sache. 
Trefflichkeit der Truppen. Bezahlung von 2000 Gulden für Herzog 
Ulrich an Eursachsen. Druck des Ausschreibens. Sieg des Land- 
grafen. Verlangter Rat der Kasseler Räte. Befehl, die mttnsterischen 
Knechte nicht aus dem Lande zu lassen. Einnahme von Stuttgart 
und Tübingen, sowie der festen Plätze. Ratschläge der Kasseler 
Räte. Belagerung des Asbergs, dessen Übergabe. Zusendung der 
mOnsterischen Knechte an den Herzog von Holstein. Niederlegung 
von Geld in Rheda. Friedensvermittlung. Teilung des Heeres. (Zoll- 
zeichen). Rüstungen in Böhmen. Abermaliges Gutachten der Räte 
zur Lage. 

342. Akten des Landgrafen PhUipp. 1534 Apr.— Juni. 

Berichte des Amtmanns xu Auerberg Heltmg v. Riickershausefi, 
Oeorgs v, Harstaü u. a, Notizen Heinrich Lersners, Verzeichnis. 

1634 Apr. — Juni. Kundschaften, besonders über die Rüstungen 
der Gegner. Die Obersten und Hauptleute über das kaiserliche 
Fufivolk. 

343« Akten des Landgrafen Philipp, z« T« gemelnsehafttioh mit dem 
Herzog Ulrich von Württemberg« 1534 Mai. Juni. 

Briefe des Marschalls Hermann v. d. Malsburg und der anderen 
hessischen Bäte im Heere j des Oberamtmanns der Niedergrafschaft 
Heiderich v. Kalenberg, des Michel v. NördMngen^ des Hans Friedrich 
Thumb V. Neuburg. Vertrag mit Hans Erhard v. Aue Obervogt und 
Befehlshaber des Schlosses Tübingen. Ausschreiben an einen Bischof 
an die toürttembergischen Klöster und deren Empfangsbestätigung^ 
Briefe des Erbtruchsessen Jakob Ereiherm v. Waldburg und des Frei- 
herm Hans Marquard v. Kingseck und der Stadt SchwäbischrHaU. 
Kredenz. 

1534 Mai. Soldforderung der geldrischen Knechte. Spion. Über- 
gabe von Tubingen. Belagerung von Neuffen. Werbung des Land- 
grafen an den Herm von Leiningen. 

Juni. Aufforderung an die v. Waldburg und Kingseck, in das 
Lager zu kommen. Aufforderung an die wttrttembergischen Klöster, 
sieh mit den beiden Fürsten zu vertragen. Proviantlieferung durch 
die Nachbarländer und die Stadt Schwäbisoh-Hall. 



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218 WtirttembergiBoher Zag. 

Das Kammergerieht 

344. Akten des Kanilers Johann Feige nnd des Sekretirs Johann 
Nordeefc. 1534 Mai — ^Juli. 

Abschriften von Mcmdaten, Schreiben des Landgrafen. Schreiben 
an den Kaminerrichter Grafen Adam von Beichlingen und die Beisitxer 
des Beichskammergerichts. Schreiben Dr. Levins v, Emden aus Braun- 
schweig. Schreiben Dr. Georgs v. Boineburg^ Dr. Johann Eisermanns 
und Lic. Johann Hdfmanns. Verxeichnis von Akten. 

1534 Mai— Juli. Ladung Philipps, der Grafen Wilhelm von Fürsten- 
berg und Wolfgang uud Ludwig von Öttingen, Heinrichs v. Flecken- 
stein Freiherm zu Dachstuhl und ihrer Helfer durch den kaiserlichen 
Fiskal. Gutachten Dr. Levins v. Emden. Absendnng Boineburgs und 
Eisermanns an das Eammergericht. (Kundschaft über die Rüstungen 
und Absichten der Gegner). 

Maßregeln in Hessen. 

345. Akten des Statthalters und der Bftte In Kassel. 1534 Mai. Juni. 
Briefwechsel mit dem Statthalter xu Marburg Oeorg v. Kolmatsch. 

1534 Mai. Juni. Eomvorrat. Fruchtausfuhrverbot. Kloster Arns- 
burg. Revers für Kurtrier (Sekretär Stud). Pulvervorrat in Marburg 
und Gießen und anderen oberhessischen Orten, Verproviantierung und 
Ausrüstung. Befestigungsbauten in Gießen (Baumeister Balthasar). 
Abwesenheit des dortigen Amtmanns und Rentmeisters. Amt Landeck. 
Bezahlung von Truppen. Versorgung der Niedergrafschaft mit Frucht, 
Geschütz und Munition. Geldvorrat. Eitels v. Weiers Verschreibung. 
Sendung von Knechten nach Rheinfels (Hans v. Eschwege). Musterungen 
durch den Statthalter. Zeitungen. Rüstungen der rheinischen Kur- 
fürsten und Nassaus. Musterung Johann Hilchens in Mainz. Bestellung 
der Schlösser Hohenstein und Reichenberg. Gefangennahme zweier 
österreichischen Herren auf dem Rheine (Wolf Herr v. Buchen und 
Asmus Freiherr v. Eitzing). Zusammenkunft der kurfürstlichen Räte 
in Gelnhausen. Einziehung von Nachrichten aus den Niederlanden 
durch trierische Vermittlung. Empfang des trierischen Geldes. Ver- 
such, Johann Hilchen aufzuheben. Versammlung der wetterauischen 
Grafen in Dillenburg. Aufbringen von Geld. 



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Kammergeriolii Maßregeln in Heeeen. FriedenMchlnß. 1634 Mai— Sept 219 

846. Akten des Stotthalterfl an der Lalui Aeorg y« Kalmatoelu 

1634 Apr.— Juli. Sept 

BegisteTy Briefe der Kasseler Bäte und oberhessischer Beamten tmd 
Lehenleute. 

1634 Apr. — Juli. Aufgebot der Ritterschaft. Eomvorrat im 
Lande. Bezahlung von Reitern (Hermanns y. Yiermttnden). Ausrüstung 
der festen Plätze. Stellung yon Wagen durch die Ämter. Rück- 
sendung des Schultheißen yon Alsfeld Andreas Gans. Nachrichten 
yom Kriegsschauplatz. Friedensschluß und Beurlaubung der Knechte 
aus den festen Plätzen. 

Sept. Befestigungsbauten in Gießen. 

Friedensschluß. 

347. Akten des Landgrafen Philipp. 1634 Mai— Juli. 

Ausschreiben an die Kurfürsten von Mainx^ Trier j Köln^ Pfalx und 
Sachsen und den Herwg von Jiilich, Schreiben des Königs Ferdinand. 
Instruktion für Philipp v. Heimstatt an die KurfUrsten. Briefwechsel 
mit den in Speyer versammelten Gesandten der Kurfürsten von MainXy 
Trier y Köln und Pfalx. Bericht Werners v. WaUenstein und Budolf 
Schenke, Schreiben Sebastian ScheriUns, 

1634 Mai. Mitteilung yon dem Siege des Landgrafen, seinem 
abermaligen Schreiben an den KOnig Ferdinand. Friedensbedürfnis 
des Landgrafen. Befehlung seines Landes an Kursachsen und Herzog 
Erioh yon Braunschweig. Bereitwilligkeit, nach Erreichung des 
Friedens seine Truppen gegen die Stadt Münster zu ftihren. Er- 
klärung des Königs Ferdinand, die Angelegenheit schiedlich beilegen 
zu wollen. 

Juni. Die kurfürstlichen Gesandten in Gelnhausen. Fortsetzung 
der Friedensyermittlung in Speyer. Der Bischof yon Augsburg und 
der Dompropst Marquart yom Stein kaiserliche Kommissare, die Räte 
des gewesenen Schwäbischen Bundes in Augsburg und ihre yer- 
mittelnde Tätigkeit, Schertlins Rat, auf die Friedensyerhandlungen 
einzugehen; Empfehlung, sich gegen den Bürgermeister yon Augsburg 
Wolf Rechlinger freundlich zu bezeigen. Werbung des Kurfürsten 
beim Kaiser und dessen Antwort. 

Juli. Sendung Werners y. Wallenstein und Rudolf Schenks nach 
Ulm. Freilassung der Gefangenen (darunter Pfalzgraf Philipp). Neben- 
auftrag an die Stadt Ulm. 



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220 Wttrttemberglscber Zug. 

348. Akten des Landgrafeii PhlUpp. 1634 Mai. Juni. 

Ausschreiben an die österreichischen Erblande, Briefwechsel mit 
den Gesandten der lAmdschaft der Oraf schuft Tirol. 

1634 Mai. Juni. Anzeige von der Eroberung des Landes, Ge- 
neigtheit zum Frieden. Anberanmnng eines Tages nach Ulm bezw. 
nach Riedlingen. 

349. Akten des Landgrafen PhUipp. 1634 Jnni. 

Briefwechsel mit den kaiserlichen Kommissaren (Bischof Christoph 
von Augsburg und Dompropst Marquart v. Stein) und den Abgesandten 
der Stände des ehemaligen Schwäbischen Bundes in Augsburg. Pro- 
tokoUe, 

1634 Juni. Friedensvermittlung. Eammergerichtsmandat gegen 
den Landgrafen und die seinigen. Waffenstillstand. Verhandlungen 
mit dem Kaiser. Mttndliehe Verhandlungen in Göppingen (Juni 17) 
und Daugendorf (Juni 22). Schreiben König Ferdinands wegen An- 
kunft des Kurfttrsten von Sachsen, Fortführung der Verhandlungen. 

350. Akten des Landgrafen Philipp. 1634 (Mai. Juni). 
Eigenhändige Aufzeichnungen. 

1634 (Mai. Juni). Bedingungen, unter welchen dem Herzoge 
Ulrich sein Land wiederzugeben und das Abkommen mit dem König 
Ferdinand zu schließen ist. Auf welche Weise Herzog Ulrich die 
»Mittel« des Vertrags und Friedens anzunehmen bewilligt hat. 

351. Akten des Landgrafen PUUpp. 1634 Juni. Okt. 

Vertragsurkunde,^) Abschriften der Verhandlungen und des Friedens- 
vertrags. Ratifikationsvnstrumente. (Auszüge aus dem Vertrag).^) 

1634 Juni. Verhandlangen in Annaberg. Friedensschluß zu 
Kaaden.i) 

Okt. Batifikation desselben durch den Landgrafen und Auftrag 
für Rudolf Schenk zu Schweinsberg und Johann Feige, in seinem 
Namen Fußfall und Abbitte vor dem Könige wegen der Eroberung 
Wttrttembergs zu tun. 



1) Durch Hersog Ulrich nicht vollzogen. 

2) Ob hierher gehörig? 



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FriedeiUMoblaß. KoBten. 1684 Mai— Nov. 221 

Die Kosten des Zags. 

362 — 3&8. Akten des Kammermelsterg Jost t. Welterg« 

1534 Juni. Juli. 

Ätisgaberegister nebst 6 Heften Belegen (Quittungen).^) 

1634 Juni. Juli. Besoldung der Truppen während des wttrttem- 
bergischen Feldzuges seit Juni 30. 

359. Ikten des Landgrafen PUllpp. 1534. 

Rechnungen und Rechnungsausxiige. 

1534. Übersicht über die Einnahme und Ausgabe des Kammer- 
meisters Jost y. Weiters. Auszug aus den Ausgaben. Die Beiträge 
der einzelnen hessischen Ämter zum Zuge. Rückständige Kosten an 
Pferdesohaden, Zehrung und anderen Ausgaben. Einnahme und Aus- 
gabe des Statthalters an der Lahn Georg y. Kolmatsch. Kosten für 
die Geschützpferde und die dazu gehörigen Knechte. 

360. Ikten des Landgrafen Philipp. 1534 Sept.— Noy. 

Erlasse an die Ämter und Gerichte und deren Antworten, 

1534 Sept. — Noy. Aufstellung der Kosten, welche aus dem 
würitembergischen Zuge für die einzelnen Ämter erwachsen sind 
(alphabetisch nach den Ämtern geordnet). 



Aktenbente yom Wfirttembergischen Znge. 

Akten Kaiser Maximilians. 
361. Akten Kaiser Maximilians L 1445—1509. 

ürkundencAschriften. Schreiben des Hans v. Sickingen. 

1445. Steirische Landshandfeste. 

1492. Vergleich zwischen Maximilian und Herzog Albrecht yon 
Bayern wegen Regensburg. 

1499. Ordnung des Regiments und der Raitkammer in Innsbruck. 

1500 (spätestens). Schuldfordernng des Herzogs Albrecht yon 
Sachsen an den Erzherzog Philipp yon Österreich aus dem Krieg 
gegen König Matthias yon Ungarn. 

1) Nicht ausgegangene Quittungen des Landgrafen vom 1. Mars 1636 an Michel 
Jade (von Dembnrg), Christoph v. Uslar und andere, denen er Qeld sur Anwerbung 
Yon Trappen im Jahre 1684 übergeben habe and die ihm bei der Abreehnang noch 
gewisse Summen schuldig geblieben seien, befinden sich im Kammerarchiye. 



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WUrttembergiseher Zug, Aktenbeate. 

1601. Nürnberger ReicliBtagtMibseliied Tom 14. September. 

1504 Febr. Beitrag der Landscliaft Steier zum Bömerzug. 

Juli. Naohrichten von Landgraf Wilhelms von Hessen Eriegszng. 

Nov. Landshnter Erbfolgekrieg. 

1607 Juni. Yerschreibnng yon Schelklingen, Ehingen nnd Berg 
an Lndwig v. Freyberg nnd dessen Fran Sibylle. 

1509. Schenkungen des Kaisers an Karl von Croy, Prinzen von 
Ghimay. 

862. Akten Kaiser MaximUlans I. 1613. 

Schreiben des Herzogs Heinrich d. Ä. von Brauns(^weig'Limeburg. 

1513 Jan. Bezahlung der Kriegsdienste der Herzöge Heinrich d. Ä. 
nnd Erich von Brannschweig-Lttnebnrg fUr den Kaiser in den Nieder- 
landen gegen den Herzog Karl von Geldern. 

363. Akten Kaiser Maximilians L nnd des Sekretirs Johann Renner« 

1613. 1616. 

Instruktion (m Kursaehsen. Schreiben des Abts von Saalfeld y des 
Herzogs Oeorg und des Kurfürsten Friedrich von Sachsen, 

1613 Nov. Sendung des Ludwig Homer im Auftrage des Kaisers 
Maximilian an den Kurfürsten von Sachsen. Vermittlung des Kaisers, 
Kursachsens und Württembergs in den Irrungen zwischen den Herzögen 
Wilhelm und Ludwig von Bayern. Beschickung des Frankfurter 
Reichstags. 

1516 Juli. Bitte des Abts von Saalfeld um Untersttttzung des 
Kaisers wegen seiner Absicht, das Kloster in eine Kollegiatkirche um- 
zuwandeln. Nachrichten aus Dänemark. Augsburger Bundestag. 

Dez. Sendung des Dr. Dietrich v. Werther im Auftrag des Her- 
zogs Georg von Sachsen an den Ejuser. 

864. Akten Kaiser Maximilians I. nnd des Seluretftrs Johann Renner« 

1614. 

Briefu^echsd mit dem Bischof Lorenz von Würzburg^ dem Herzog 
Johann d, Ä. von JiäichrKleve-Bergy Engelbrecht Hirt^ dem Grafen FeUx 
von Werdenbergj dem Kardinal von Ourk. Instruktion der kaiserlichen 
Kommissare und Kriegsräte vn Oörz Bernhard v. Raunach y Georg 
V, Eck und Harns v. Neuhauß fil/r Leonhard v. Arsen an den Kaiser. 

1514 Jan. Verhandlungen wttrzburgischer Gesandten beim Kaiser. 
Augsburger Bundesabschied. 



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Akten Kaiser Mazimmans I. 1446—1618. 223 

Mai. Sendung des Leonhard v. Arsen im Namen der kaiserliehen 
EommiBBare nnd Eriegsräte in GSrz an den Kaiser ttber den Krieg in 
Oberitalien. 

Mai — Nov. Geplante Verheiratung der Tochter des Herzogs 
Johann von Kleve mit Herzog Karl von Geldern. Werbung des 
kaiserlichen Rates Paul y. Armstorf und des Grafen Felix yon Werden- 
berg bei Herzog Johann. Maximilians Widerstand gegen die Ver- 
mählungsabsichten. Bündnis des Papstes mit Aragon, Mailand und 
den Schweizern. 

366. Akten Kaiser MaximUians I. 1615. 

Urkundenabschrift Schreiben der Universität IVeiburg i. B. 
1615 Febr. Belehnung des Blasius Höltzel mit Siegmundslust. 
Nov. Irrungen der Universität mit Dietrich Spät. 
Dez. Angebliche Unterstützung der aasgetriebenen Observanten 
durch Angehörige der Universität. 

366« Akten Kaiser Haximllians L soirle TiUlngers und Benners. Da- 
bei ein Schreiben an den englischen C^sandten Robert Wingfleld. 

1612—1618. 

Briefwechsel mit dem Propst Konrcui Bermer xu Löwen, dem kaiser- 
lichen Gesandten Andreas de Burgo in MaiUmdj Instruktionen für Pavl 
V, Armstorf und Joharm Cardier, Briefwechsel mit Nikolaus Ziegler, 
dem Bischof v. Konstanz, dem Vogt xu Breisach Hieronymu^s Brurmer, 
Michael Albatis im Mailand, dem kaiserlichen Hofmeister, Instruktion 
für den Markgrafen Kasimir von Brandenburg und Veit v, Lenters- 
heim, Instruktion für Herrn v. Chidvres, den burgundischen Kanzler 
und den Schatzmeister ViUinger. Briefwechsel mit C. de Ray, 
Oangolff d. J, v. Hohengeroldseck und Adrian v, Brempt, Ulrich 
V, SdieUenberg, dem Marschall von Burgund Wilhelm v. Vergy, dem 
König von England, dem Schatzmeister Viäinger, Fugger, dem Kur- 
fürsten von Trier und dem Herrn von Montigny (de Lalaing). Zei- 
tungen aus Frankreich. Klagepunkte. 

1612 (Juli etwa). Unterhandlungen Renners und Cauliers mit 
Frankreich wegen einer Heirat König Karls mit der Prinzessin Renate 
von Frankreich. 

[1613 Aug.]. Sendung des Paul v. Amstorff an den König von 
Aragonien wegen des Kriegs in Artois. 

1514 Apr. Heirat des kaiserlichen Gesandten Andreas Burgus; 
dessen Nachrichten vom oberitalieuisohen Kriegsschauplatz. 

1616. Aufbringen des Schweizer KriegSTolks, Aufnahme einer 



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224 Wflrttembergisclier Zng, Aktenbente. 

Anleihe in Verona. Werbung des Markgrafen Kasimir von Branden- 
burg und des kaiserlichen Rates Veit y. Lentersheim bei dem eng- 
lischen Orator Richard Face in Augsburg wegen englischer Subsidien 
im Kriege gegen die Franzosen und Venetianer. Anleiheversuche 
des Markgrafen in Bergamo und anderen Orten. Karls Überfahrt nach 
Spanien. Krieg in Oberitalien. 

1617. Sendung des Herrn von Chi&yres, des burgundischen Kanz- 
lers und Villingers zu den Verhandlungen in Cambray. Rüstungen 
und Musterung der kaiserlichen Knechte in Oberitalien. Sendung des 
Ulrich y. Schellenberg zum KOnige von England. 

1518. Protektion des Kardinals Hadriani. Nachrichten aus Frank- 
reich. Rückgabe von Toumay. Anleihe bei Fugger. 

Undatiert. Anklage gegen Don Juan Manuel wegen Majestäts- 
beleidigung. Streit zwischen Österreich und Frankreich wegen der 
Bourgogne. 

367. Akten Kaiser Maximilians I. besw. Jakob Tilllngers. 

1612-1518. 

Briefwechsel mit Ma/rgwreie^ Begentin in den Niederlanden j detn 
Rat der NiederUmde^ dem Herrn v, CkOvres^ dem Bischof Friedrich 
von Utrecht und de Lalaing, Instruktionen für Louis Marathon. 

1612 Nov. — 1613 Jan. Bedrängte Lage Margaretes in den Nieder- 
landen. Besuch des Tags in Worms (1613 Jan. 6). Werbung des 
Louis Marathon bei Margarete. Absicht des Kaisers, persönlich nach 
den Niederlanden zu kommen; Reise rheinaufwärts, geldrischer Krieg, 
Vorschlag an Margarete, den Wormser Tag zu besuchen, Zurückweisung 
ihrer Bedenken, deutsch reden zu müssen. Frankreich und Neapel, 
Don Juan Manuel. Zeitungen aus den Niederlanden. 

1613? Bündnis zwischen Max und Ferdinand von Aragon. 

1514 Jan. — Sept. Verhandlungen mit England und Frankreich 
wegen Verheiratung der habsburgischen Prinzen Ferdinand und Karl. 

1616 Jan. Febr. Nachrichten aus Spanien. Kriegsunruhen in 
Ostfriesland. Mitgift der Königin von Dänemark. Nachrichten über 
König Karl; Turnier in Spanien, Abfahrt der spanischen Flotte 
nach Afrika. 

1616 Mai. Übergabe des Bistums Utrecht an Philipp von Burgund. 
Werbung des englischen Gesandten Wingfield in Deutschland. 

1617. Vorbereitungen zu Karls Königswahl. 

1618 Okt. Übergabe von Toumay an die Franzosen. 

Dez. Stellung Englands zum Kaiser und Frankreich. 



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Akten KaiBer MazimiUaiiB L 1512—1618. 225 

368. Akten Kaiser MaxImlUang I. 1516. 1517. 

Briefwechsel mit dem Schatzmeister Jakob VUUnger und Nikasius 
Hacquenay. 

1516 Apr. Anleihen bei Fngger nnd Welser. Englische Snbsidien. 
Jnni. Anleihe bei England. 

Ang. Verhandlungen in Noyon. Nachrichten vom oberitalienischen 
Kriegsschauplatz. Anleihe bei Fngger. Verbot an die Spanier, in 
den Dienst der Venetianer zu treten. 

Okt. Friedensnnterhandlnngen mit Frankreich. Liga zwischen 
dem Papst, Kaiser, Spanien nnd England. Verheiratung der Prinzessin 
Eleonore mit dem Herzog Wilhelm von Bayern oder dem König 
Sigismund von Polen. 

1517 Juli. Aug. Sendung des Ulrich y. Schellenberg nach Eng- 
land. Vorbereitungen zur Überfahrt König Karls nach Spanien. 
Kriegsunruben in Holland und Friesland. Vertrag von Cambrai. Krieg 
mit Venedig. 

869. Akten Kaiser Maximilians L 1516—1518. 

Briefwechsel mit dem Regiment in Innsbruck^) und dem nieder- 
österreickischen Regiment in Wien^ dem Kardinal von Ourk und dem 
Schatzmeister Semtein. — Gedrucktes Ausschreiben Maximilians L — 
Schreiben des Hans Phadt an den kaiserlichen Kammerdiener Matthäus 
Eofer. 

1516 Jan. Vertreibung der Franzosen aus der Stadt Como; Ver- 
such, die Stadt für den Kaiser zu gewinnen. 

Febr. Maximilians beabsichtigter Kriegszug gegen die Franzosen. 

März. Revision eines zu Kloster Neuburg gefällten Gerichtsurteils 
(Amman gegen Uberecker und Partzner). 

Sept. Beschwerden des Landrogts in Schwaben Hans Jakob 
y. Landau und Landrichters Hans Thunauer gegen die Übergriffe der 
Herren v. Leutkirch. 

Dez. Friedensabschluß durch König Karl in Brüssel. Bezahlung 
des KriegsYolks. 

1517 Sept. Ladung zum gemeinen Landtag der Grafschaft Tirol. 

1518 Jan. Irrungen der Herren von Hofaengeroldseck mit den 
Äbten von Schuttem und EttenheimmUnster wegen der dortigen beiden 
Kastenvogteien. 



1) Bei Bwei Konzepten ist es nicht sicher, ob eie an daa Begiment ge- 
richtet Bind. 

PoUt ArohiT dM Landgr. Phüipp. 16 



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226 Wttrttembttrgiieher Zxig, Aktenbeute. 

NoY. Dez. Sendung des Wolf Dietrich von Hohenborg (Honbnrg) 
im Auftrag des Ulrich y. Absberg, Hans Jakob y. Landau und Wolf 
y. Hohenburg an den Marschall Firmian zu Innsbruck. 

Bestellung eines Bnrgyogts fttr den Hohentwiel. 

Beilegung eines Zwistes zwischen Kaiser Maximilian und seiner 
Landyogtei zu Sehwaben einerseits und den Grafen yon Werdenberg 
andererseits. Zahlung der Steuern und Hilfen in Tirol; Protest der 
Landstände gegen die yon ihnen über die bewilligten 30000 Gulden 
hinaus geforderte Hilfe. 

Undatiert. Bergwerksangelegenheiten in Tirol. Aufnahme yon 
18000 Gulden bei Fugger. Aufbringen des Hilfiigeldes in den Erb- 
landen. Ausstellung zweier Quittungen des Loys Quarte fttr Siegmund 
y. Ungerbach. 

370. Akten Kaiser MaxlmlUans L 1516—1518. 

Urkundenhonxepte und --abschriften. Schreiben des Lutx und Oeorg 
V. Landau mit emer Abrechnung cm den Kaiser. 

1516 März. Schadloshaltung des Lutz und Georg y. Landau und 
ihrer Erben wegen der geleisteten Bürgschaft ihres Vaters, des Reiohs- 
schatzmeisters Hans y. Landau. 

1517 Dez. Verschreibung des Schlosses in Brück an der Mur 
an die Stadt. 

1518 Jan. Belehnung des kaiserlichen Kammerdieners Wilhelm 
Schürf und des Sekretärs Andreas Teubler mit den Lehen des yer- 
storbenen Georg y. Rosenfeld. 

Sept. Bestallung des Hans Thoma yon Rosenberg zum Diener 
yon Haus aus. 

Undatiert. Verleihung yon Schloß und Dorf Unter-Sulmetingen 
an Georg und Gerwig y. Sulmetingen. 

Belehnung des Hauptmanns Thomas Fuchs in Regensburg mit den 
Herrschaften Reichenstein, Schneeberg und Schönsee. 

Vergleich der Witwe des Georg y. Thum, Elena, jetzt dem Kammer- 
diener Kaspar Herbsen Herrn yon Laas yermählt, mit ihrer Tochter 
Anna erster Ehe wegen ihrer Morgengabe und der Schlösser Friedrich- 
stein, Schärffenberg und Gurkfeld und der Herrschaft Kotschin. 

871. Akten Kaiser Maximilians I« bezw« des Sekretärs Johann Benner 
und «es Dletrleh Spät. 1616—1618. 

Briefwechsel mit Framx v. Sickmgen und semem Diener Balthasar 
Schlär, Urkundenhonxepte. Instruktion. 



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Akten Kaiser Mazimilianfl L 1616—1618. 227 

1516 Nov.— 1517 Jan. SiekingenB Fehde mit WonnB. 

1517 Juli. Emmerich y. Banstadt und sein Bruder Johann, Schult- 
heiß zu Buppertflhofen, in heBsischer GefangenBohaft. Sendung des 
Ulrich y. Pappenheim und Heinrich Drost zu Franz y. Siokingen, Aub- 
Böhnung mit Siokingen^ Annahme alB Diener gegen Württemberg. 

1518. Geleit ftlr Sickingen. 

872. Akten Kaiser MaxlmlUanB L ud Johanii Benners. 1517. 1518. 

Briefwechsel mit dem Grafen Wilhelm von FilrstenJbergy Wolf gang 
Dietrich v. Pfirt, den StatOialtem in JBesanfon und der Erzherzogin 
Margarete von Österreich. Urkunden- und Briefabsckriften. 

1517 Jan.— 1518 Okt. EaiBerliche Vermittelung in den Streitig- 
keiten deB Grafen Wilhelm yon Fttrstenberg mit der Erzherzogin 
Margarete yon ÖBterreich ttber die Guter der Herzogin yon Longueyille. 

373. Akten Kaiser MaxlmillaiiB I. 1517. 1518. 

Briefwechsel mit W. Herrn von Bappoltstein und Oabrid Vogt^ der 
Erzherzogin Marie und deren späterem Gemahl König Ludtoig von 
Ungarn^ dem König Ihnanuel von Portugal und den Städten Konstanz 
und Ehingen. Mandat an die deutschen Seestädte. Völkslied auf 
Konstanz. Urkundenentwurf für den Kurfürsten von Köln. Kaiser-- 
Uches Mandat. 

1517 Juli. Verhandlungen des W. Herrn yon Bappoltstein und 
Gabriel Vogt mit den in Augsburg yersammelten Gesandten des Schwä- 
bischen Bundes. 

1518. Beichshofgerichtsprozeß deB Dr. Peter y. Gundelsheim gegen 
Ludwig y. Hütten wegen Entleibung des Hans y. Gundelsheim zu Ofen 
in Ungarn. 

Febr. Aufruhr in Schweden gegen König Christian yon Däne- 
mark. Verleihung des goldenen VlieBes an König Ludwig yon Ungarn; 
Feindseligkeiten gegen ihn in seinen Landen Ungarn und Böhmen. 
Stellung des KönigB yon Aragon zu den italienischen Angelegenheiten. 

März. Gemeinsames Vorgehen mit dem König Emanuel yon Por- 
tugal gegen die Tttrken. 

[1518] Sept. BeiBe der Erzherzogin Marie nach Wien. 

Noy. Urteil der Stadt Konstanz in Irrungen zwischen dem Erz- 
herzog Siegmund yon ÖBterreich und den Grafen yon Werdenberg. — 
Die religiöBe Lage in Konstanz. 

Undatiert. KaiBcrliche Begnadigung fttr Kurfbrst Hermann yon 
Köln. Heimfall der im Erzstift frei werdenden Beichslehen an das 

lö* 



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228 Wttrttembergischer ZucTi Aktenbeuto. 

Erzstift. — Befehl an den westfälisohen Freigrafen Hans y. Sydeck, 
die Untertanen des Klosters Elchinge9 bei Ulm nicht vor sein Ge- 
rieht zn ziehen. — Gereehtsame der Stadt Ehingen an der Denan. 



374. Akten Kaiser MaxlmlUans I«, des Sehatsmelsters Jakob TUltairer 
ud des Sekretin Johann Rennen 1517. 1618. 

Briefwechsel mit dem Kurfürsten von Mai^iz, dem Markgrafen 
Kasi/mvr von Brandenburg^ dem Propst von Löwen Kon/rad Renner. 
Urkundenabschriften. 

1617 Nov.— 1518. Die Wahl König Karls. Gewinnnng Knrfttrst 
Joachims von Brandenburg für die Wahl König Karls von Spanien. 
Beabsichtigte Wahl des Königs von England znm römischen König. 
Werbung des Markgrafen Kasimir von Brandenburg beim König von 
Polen, um ihn für die Wahl König Karls auf dem Augsburger Reichs- 
tag zu gewinnen. Beschaffung von 450000 fl. für die Wahl. Kon- 
föderation zwischen Kaiser , Papst und den Königen von England, 
Spanien und Frankreich. Augsburger Reichstag. Einigung der Fürsten 
auf König Karl und dessen Wahlkapitulation. 

375. Akten Kaiser Maximilians l. 1518. 

Brieftoechsel mit dem Regiment xu Ensisheim; Urkundenkonxqpie 
und Urkundenabschriften. Schreiben des Hintx Schicken Pftug Herrn 
von Babenstein auf Königswa^t an Oangölf d. J. v. Eohengeroldseck 
in Ausfertigung. 

1518 Jan. Yermittelung zwischen Gangolf d. J. y. Hohengerolds- 
eck und den Äbten von Schuttem und Ettenheimmünster. 

(Apr.) Quittung des Reichserbmarschalls Ulrich von Pappenheim 
ftir den Herzog Anton ron Lothringen und Bischof Anton von Metz 
nach deren Belehnung und Regalienempfang. 

Nov. Dez. Vermittelung in den Irrungen zwischen dem Herzog 
Anton von Lothringen und den Herren Gangolf d. J. und Walther 
Y. Hohengeroldseck wegen der Herrschaften Blankenburg und Bolken. 
— Irrungen der Herren v. Hohengeroldseck mit den Äbten von 
Schuttem und Ettenheimmttnster wegen der dortigen beiden Kasten- 
vogteien. Irrung zwischen Gangolf d. J. und dem Herrn y. Raben- 
stein auf Königswart. Lehnsauftrag der Herrschaft Hohengeroldseck. 
Lehnsemeuerung fttr die Söhne Gangolfs y. Hohengeroldseck d. Ä. 
auf Schloß und Herrschaft Hohengeroldseck und die Kastenyogteien 
in Schuttem und Ettenheimmttnster. 



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Akten Kaiser MaximiliaBB I. 1614-1618. 229 

876. Akten Kaiser Maxlmlllaiig I. und deg Orators Lonls Marathen. 

1618. 

Briefwechsel mit der Königin Johmma von SixiUen und Don Ferrando 
Castryottej'^ikrem Orator. 

1518 Jan.— Juli. Beabsichtigte Vermahlung der Königin Johanna 
von Sizilien mit dem Herzog Ludwig von Bayern. 

377. Akten Kaiser MaximUlans I. 1616. 1618. 

Atisschreiben an die tvUrttembergische Landschaft; Schreiben Herxog 
Ulrichs; Vertragsmittel. 

1516 Okt. Yermittelnng Kaiser Maximilians in einem Vertrag 
zwischen Herzog Ulrich von Württemberg, seiner Gemahlin Sabine 
and den Herren v. Hütten. 

1518 Juli — Sept. Erneute Ächtung des Herzogs Ulrich von Würt- 
temberg. Vermittelung der Fürsten auf dem Augsburger Reichstag. 
Lauinger Verhandlungen. 

378. Akten Kaiser Maxlmlllaas L und Johann Benners. 1518. 

Urkundenabschriften. Schreiben an Wolf v. Ändlau. Schreiben des 
Pfahgrafen Friedrich. 

1618 Sept. 10. Erbeinigang zwischen Kaiser Maximilian und Kur- 
fürst Ludwig von der Pfalz und Pfalzgraf Friedrich. 

Okt. Nov. Kaiserliche Vermittelung in den Irrungen zwischen 
Kurfürst Ludwig von der Pfalz und den Grafen von Leiningen. 

Undatiert. Empfehlung des Rolkin t)emoll (de Moll) zum obersten 
Vorschneider bei Erzherzog Kari durch den Pfalzgrafen Friedrich. 

379. Akten Kaiser MaxImUlaBS L 1614—1618. 

Briefioechseil mit dem Erxherxog Karlj dem Herrn von Chiävres^^) 
dem Sekretär Johanna Harmart ^ Oraf Hoyer von Mansfdd und dem 
Propst von L&wen Dr. Kowrad Renner. Urhmdenabschriften. In- 
struktionen für de la Motte und Jakob ViUinger. 

1614. Gesandtschaft nach England. Plan einer Verheiratung der 
Tochter des Königs Ludwig XIL von Frankreich Renate mit dem Erz- 
herzog Karl. Sendung Renners zum König von Frankreich. Gegen- 
seitige politische Zugeständnisse in Bezug auf Mailand, Pavia, Genua 
und Neapel für den Fall des Zustandekommens der Heirat Be- 



1) Ein Konzept an die Erzherzogin Margarete auf demselben Blatt 



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290 WUrttembergiteher Zug, Aktenbeate. 

Ziehungen zn Dänemark. Heiratsartikel zwischen Karl und Renate. 
Eheyertrag zwischen König Ludwig von Frankreich und Marie von 
England. GroBjährigkeitserklärung Karls. Karls Yerschreibungen aus 
Aragonien und seinen Zöllen und Versprechen^ dem Kaiser zu folgen, 
wohin er reise. 

1615. Absichten des neuen Königs von Frankreich Franz L auf 
die Wiedergewinnung Neapels. Vertrag zwischen Karl und Franz I. 
Maximilians Warnung vor diesem Bund. Heiratspläne mit Karl von 
Geldern, dem jungen Herzog von Kleve und Eleonore von Bourbon. 
König Christians von Dänemark Ehe mit der Enkelin Maximilians 
Elisabeth. Karls Nachfolge in Spanien. Zusammenkunft Kaiser Maxi- 
milians mit den Königen Sigismund und Wladislaw von Ungarn und 
Böhmen bei Brück an der Leitha. Einzug in Wien. Verheiratung 
König Ludwigs mit der Infantin Maria und des Kaisers Maximilian 
mit der Prinzessin Anna von Ungarn. Sendung des Protonotars de la 
Motte zum Erzherzog Karl. Instruktionspunkte: EinfluB des Kardinals 
von Medici, Empfehlung des Grafen von Carpy Baron von Rogendorf 
und Andreas von Burgo, Postverbindung mit den Niederlanden, Heirat 
Maximilians mit Anna von Ungarn. Türkengefahr. Prozeß zwischen 
Charlotte von Bourbon, Witwe des Engelbert von Clevis Grafen von 
Nivernais, und den Kindern König Philipps von Kastilien. 

1516. Fall von Brescia. Unterstützung des Kaisers durch Karl 
und den Vizekönig von Neapel mit Geld und Trappen; Unterhaltung 
von Schweizern durch englische Mittel. Verwendung des ftlr Karls 
Reise nach Spanien vorgesehenen Geldes. Abschluß der Verhand- 
lungen zwischen Karl und Frankreich durch den Vertrag von Noyon. 
Mißbilligung des Vertrags durch den Kaiser. Hilfe der Könige von 
Aragon und England, König Karl nach Deutschland zu bringen. Nach- 
richten vom oberitalienischen Kriegsschauplatz. Sendung des Schatz- 
meisters Jakob Villinger an Karl wegen der Abmachungen mit Frank- 
reich, des Krieges gegen Venedig und Teilung Italiens. 

1617. 1518. Brüsseler Verhandlungen im Dezember 1516 und Ver- 
handlungen in Cambray im März 1517. Teilung von Ober- und Mittel- 
Italien. Einfall Karls von Geldern in Holland. Vermittelung König 
Karls wegen einer Ehe zwischen dem König von Polen und der jungen 
Herzogin von Bari in Neapel. Karls Bereitschaft, nach Spanien ab- 
zureisen, Abreise, Ankunft und Empfang in Spanien. Aufenthalt in 
Tordesillas, Einzug in Valladolid, Einberufung der Gortes, Vorbringen 
von deren Beschwerden und Wünschen. Karls Verhältnis zu Frank- 
reich und Wunsch, zum römischen König gewählt zu werden. Be- 
schleunigung der Königswahl wegen der Umtriebe der Franzosen. 



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Akten MaximUlans I. 1514—1518. Akten Karls V. 1618-1522. 231 

GefthrUehe Beziehungen FrankreicliB zum PapBt Anssohreiben eines 
Reichstages naoh Augsburg zur Erledigung der Wahlangelegenheit. 
Aufforderung an den Grafen Hoyer von Mansfeld und Eonrad Renner, 
am spanischen Hofe die Antwort Karls in der Wahlsache zu be- 
schleunigen. 

Akten Kaiser Karls T. 

380. Akten Kaiser Karls T. und seines Sekretftrs Jean de le Sauelu Dabei 
eine Instruktion fSr Sebastian t. NIppenbnrg (AuBfertlgrung). 

1518—1622. 1628. 

Briefwechsel mit dem Schatzmeister Jakob Välmger] Änitoort auf 
die Werbung Nürnbergs und der niederösterreidkischen Lande; Brief- 
wechsd mit dem Regiment und der Baitkammer xu Irmsbruck^ dem 
Schwäbischen Bund, dem Regiment in Ensisheim, dem Reichsregiment 
Schreiben des Kölner Dompropstes Grafen Hermmm von Neuenahr an 
den kaiserlichen Vizekanzler und Orator Bcdthasar, Koadjutor xu Kon* 
stanz und Postulierten xu Hildesheim (Ausfertigung), Aufzeichnungen 
über die brandenburgische Schuldforderung. 

1518 Jan. Postverbindung mit Villinger in Augsburg. 

1519 Jan. Instruktion für die kaiserlichen Gesandten auf dem näch- 
sten Bundestag. 

Dez. Werbung der Stadt Nttrnberg beim Kaiser: ZoUirrungen, 
Schmähschrift gegen Nttrnberg, Eroberungen im bayrischen Krieg, 
Botschaft zu den Eidgenossen, Nürnberger Reichstag, Huldigung vor 
dem Kaiser, geistliche Lehen Nürnbergs. Finanzen in den öster- 
reichischen Ländern, Hilfsgelder, Geldgeschäfte mit Fugger, Berg- 
werksangelegenheiten. Erbhuldigung und Verwaltung der niederOster- 
reiohischen Lande. 

1520. Verkauf der Güter des Grafen Christoph von Thengen an 
den Kaiser. 

1521 Apr. Klage des Herzogs Friedrich von Bayern gegen Ulm 
wegen Eingriffs in die landesgeriehtliche Obrigkeit der Pfalzgrafen 
Ott Heinrich und Philipp. Verhandlungen am Schwäbischen Bundes- 
tage wegen Württembergs Stellung zum Bund. 

Mai. Bestätigung der Priyilegien des Gotteshauses SchOnsteinbach 
im Bistum Basel. 

Okt. Belehnung des Markgrafen Ernst von Baden. — Vorberei- 
tung zum Römerzug. 

1622 Okt. Sendung des Sebastian y. Nippenburg im Auftrage des 
kaiserlichen Regiments an Landgraf Philipp wegen dessen Einfalls in 
das Erzstift Mainz. 



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232 WUrttembergiflehar Zug, Aktenbente. 

Undatiert. Beschwerden des Abts von Prüm wegen des zu hohen 
Anschlags für Unterhaltung des Beichsregiments nnd Eammergerichts. 
— Schaldfordemng des Markgrafen Kasimir von Brandenbnrg-Enlm- 
bach an den Kaiser. 

1528. Kriegsnachrichten aus den Niederlanden. 

381. Akten Kaiser Karls T. 1521. 

Belehnungmrkunde (Komept) für König Ferdirumd. Regiments- 
Ordnung mit Outachten. Schuldenverxeichmsse. 

1521 Apr. Belehnong des Erzherzogs Ferdinand mit den öster- 
reichischen Landen durch Kaiser Karl. 

(1521.) Erlaß einer neuen Begiments- und Baitkammerordnung 
für die Osterreichischen Lande. Zusammenstellung der vom Kaiser 
ausgeliehenen Kapitalien und der auf die Kammer in Innsbruck an- 
gewiesenen Schulden. 

382. Akten Kaiser Karls T. 1521. 1522. 

Briefwechsel mit Herrn von Croy^ dem Propst Konrad Benner und 
Nioasius. Instruktionen für die kaiserlichen Gesandten und Kredenxn 
briefe. Antwort der 8chv)eix£r auf die kaiserliche Werbung. Brief- 
toechsd mit den kaiserlichen Gesandten und der Eidgenossenschaft. 
Züricher Abschied. 

1521 Jan.— 1522 Jan. Gseandtschaft des Herrn von Croy, Konrad 
Bonner und Nicasius nach Paris. Sendung des Bischofs Hugo von Kon- 
stanz, des Herzogs Heinrich von Mecklenburg, Maximilians v. Bergen, 
Wolfgangs y. Hohenburg, Dr. Jakob Stttrtzels und Veit Suiters zum 
Züricher Tag (April 27) und des Bischofs Wilhelm von Straßburg, des 
Grafen Budolf von Sulz, Woligangs y. Hohenburg, Dr. Jakob Stttrtzels 
und Veit Suiters ebendahin (1522 Jan. 7): Absicht der Eidgenosseui 
sich yom Beioh zu trennen; Untersttttznng des Beichs beim Bomzug; 
Schutz der Privilegien und Freiheiten der Schweiz; Erbeinung mit 
Österreich; Exekution gegen Gtoorg auf der Flu; Begehren der Stadt 
Basel wegen Belehnung mit dem Dorf unterhalb des Schlosses Bieder- 
thal. Bund mit der Schweiz gegen Frankreich; Bestitution des Her- 
zogs Franz von Mailand. Zttricher Verhandlungen: Bemühungen bei 
den Eidgenossen, eine Unterstützung Frankreichs und des Herzogs 
Ulrich yon Württemberg zu yerhindern. 

1522 Apr. Nachrichten aus Mailand und yom Kriege gegen 
Frankreich. 



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Akten Kaiser Karls V. 1521. 1622. 233 

383. Akten Kaiser Karls T. ud des kalserUehen Bates Dr. firegorlns 
Lamparter. 1521. 1622 Jan. 

Vrkundenkonxepte. Briefwechsel mit dem Begiment in Stuttgart^ 
den Verwaltem der tirölischen Kcmxlei Landhofmeister Miduid Frei- 
herm v. Wolkensteinj Balthasar Merkün I^opst xu Waldkirch und Hans 
Channtx, Instruktionen für den Marsehall Oeorg v. Mnnia/ny Sieg^ 
mtmd Freiherm v. Wclkenstem^ den Propst xu Waldkirch und Oeorg 
Ha^cquenay; Siegmund Freiherm v. Wolkenstein und Dr. Batt Widr- 
mann, Briefwechsel mit der Stadt Stuttgart und der toürttembergischen 
Landschaft, Wilhelm Truchseß Freiherm v. Waldburg , Siegmund 
Freiherm v. Wolkenstein und Dr. Batt Widmarm^ dem Bischof Konrad 
von Würxburg, dem Vogt xu Stuttgart Burkhard Furdener und den 
Herzogen Wühdm und Ludtoig von Bayern. 

1621 Febr. Verleihung der niederen Gerichtsbarkeit an das Kloster 
Manlbronn. Aussöhnung mit Dietrich Spät. 

März. Bestätigung der Privilegien der Universität Tttbingen. 
Landtag in Württemberg. Anleihe der württembergischen Landschaft 
bei Fugger. 

Apr. Landtag. Sendung des Siegmund Freiherm v. Wolkenstein, 
des Marschalls Georg von Firmian, des Propstes zu Waldkirch und 
des Georg Hacquenay zur wUrttembergischen Landschaft wegen der 
Verwaltung Württembergs. Geldunterstützung Stuttgarts. 

Mai— Aug. Sendung des Siegmnnd Freiherm v. Wolkenstein 
und Dr. Batt Widmann an die wttrttembergische Landschaft: württem- 
bergisoher Landtag; Geldnot. Verpfändung von Möckmühl. Organisar 
tion der Verwaltung. Verschreibung von Neuburg an Franz v.Sickingen. 
Verkauf von Hellenstein und Heidenheim an Ulm. 

Okt. Verwendung des Dr. Gregorius Lamparter beim Kaiser für 
den Sohn des Vogts zu Stuttgart Burkhard Furdener und für dessen 
Ansprüche auf einen Bach. 

1622 Jan. Heiratsgut der Herzogin Sabine von Württemberg. 

Akten der Kommissare und Gewalthaber König Karls 
in Deutschland. 

384* Akten der KommisBare und Gewalthaber König Karls in Deutsch- 
land.' 1619 Apr.— Nov. 

TJrhundenentwvrf. Briefwechsel mit MaaAmiUan de Berghes (Zeven- 
bergen)^ Antwort der Schv^eixer^ Züricher Abschied. Schreiben an den 
Herzog von Savoyen, Schreiben Herzog Ulrichs an die Befehlshaber 



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234 Wflrttembergiseher Zng, Aktenbeate. 

in Tübingen (weitergesehickt an die Kommisaare?) und der toiirttember'' 
gischen La/ndschaft an Bermer. 

1619 Apr. NichtigkeitBerklärnng der zwischen Kaiser Maximilian 
und dem Kurfürsten Ludwig von der Pfalz und anderen Fürsten anf 
dem letzten Augsbnrger Reichstag wegen der Königswahl getroffenen 
Abmachungen. Mahnung Herzog Ulrichs an die Befehlshaber in 
Tttbingen zur Standhaftigkeit und Schutz der Kinder Ulrichs. 

Mai. Verhandlungen des Maximilian de Berghes (Zevenbergen) 
mit den Schweizern wegen der Königswahl; Züricher Tag. 

NoY. Gravamina der wUrttembergischen Landschaft. 

Undatiert. Gefangenschaft des Grafen Christoph von Frangipani. 

885. Akten der Kommissare ud Gewalthaber Kdnlg Karls In Deutscln 
land (des obersten Beglraents aller Ssterrelchlsehen Lande). 

1519. 1620. 

Briefwechsel mit dem Vitxtum von Österreich Lorenz Saurer^ 
O. von Dietrichstein j dem Kardinal Matthäus Lang von Ourk^ König 
Inidwig von Böhmen und Ungarn^ dem Begiment in Ensisheim, dem 
Bitter Hans Imer von OHgenbergy dem Landeshauptmann in Österreich 
ob der Enns Wolfgang Oeorg xu Toled und dem Vitxium Oeorg 
Sighartery dem Landeshauptmann in Krain Hans v. Äuersperg, dem 
Begiment in Innsbruck^ dem Begiment der mederösterreichischen Lande^ 
dem Landeshauptmmm in Steyer Siegmund von Dietrichstein, Abschied 
xunschen Österreich und Wiirxburg, 

1619? Rechnungslegung des Vitztums von Österreich Lorenz 
Saurer. 

1619 Mai. Zusammenkunfk eines Ausschusses niederösterreichischer 
Bäte in Brück an der Mur. 

Sepi Geldgeschäfte mit Fngger. 

Okt. Streit zwischen dem böhmischen Sekretär Badislaus de 
Ssebiczona und Jakob von Wrezonicz. 

NoY. Dez. Einigung des Regiments im Oberelsaß zu Ensisheim 
mit dem Stift Basel. Tod des Grafen Heinrich von Thierstein. Post- 
Ycrbindung. Einberufung der oberelsässischen Stände zum Zwecke 
der Erbhuldigung. Ladung Hans Imers von Gilgenberg zum Landtage 
in Klagenfurt. Erbhnldigung in Österreich ob der Enns und Krain. 
gegen Herzog Ulrich von Württemberg. 

1^0 Jan. Irrungen zwischen dem Deutsch-Ordens-Landkomtur 
im ElsaB Rudolf v. Friediugen und Georg v. Eltz. 

Verhandlungen königlicher Kommissare und Räte in Verona mit 
den Abgesandten Venedigs. Niederösterreichischcr Landtag. 



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Akten der kftiserliehen KommiBewe 1519**1621. 235 

Gesandtschaft der ftlnf niederOsterreiohischen Landstinde an den 
König nach Spanien. 

Juli. Abschied zwischen der obersten Begiemng aller Oster- 
reichischen Länder und dem Bistnm Wttrzbnrg wegen des Schwä- 
bischen Bundes. 

Sepi Herzog Ulrichs Verhandlungen mit der Schweiz und Frank- 
reich wegen seiner Bttckkehr. Nachrichten über die Bttstnngen durch 
Hans Jakob von Landau und Hans y. Friedingen, Amtmann der Land- 
grafischaft Nellenburg. 

Dez. KiederOsterreichischeLandesangelegenheiten, Landesverwal- 
tung, PostYcrbindung. 

386. Akten der Kommissare und Gewalthaber König Kiris Im Beutseh- 
land. 1619-1621. 

Briefwecksd mit dem Bischof Oeorg von Wien, Urhrndenab- 
sehrifkn, 

1619 Sept. Annahme des Propstes von Löwen Eonrad Benner als 
Eoadjutor des Bistums Wien. 

1620 Febr. 1621. Jurisdiktionsstreitigkeiten zwischen dem Bischof 
von Wien und der dortigen Uniyersität. 

387, Akten der Kommissare ud flewslihalier König Karls In Deutseh- 
land. 1619 Juli. 1620. 

Briefwechsel mit der EJörngin Margarete^ Statthalterin der Nieder- 
lande, 

1619 Juli. Wahl König Karls. 

1620 Jan. — Juli. Herzog Ulrichs Bemühungen um Wiedergewin- 
nung seines Landes. König Karls Überfahrt nach den Niederlanden. 

388« Akten der Kommissare und Gewalthaber Kdnlg Karls in Deutseh* 
land. 1620 März— Juli. 

Briefwechsel mit dem Herzog von Lothringen, 

1620 März— Juli. Irrungen zwischen dem Herzog von Lothringen 
und dem Grafen Emich von Leiningen. 

889* Akten der Kommissare und Oewslthaber König Karls in Deutsch- 
land. 1619. 1620. 

Briefwechsel mit König Karl und seinen Bäten. Instruktionen für 
Eerxog Friedrich von Bayern und Paul v, Ämstarff^ für den Ptopst 
in iMoen und Hieronymtcs Brunner. Briefwechsel mit dem Kämmerer 
des Königs von Frankreich Marquis d'Arschot 



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236 WttrttembergiBcher Zug, Aktenbente. 

1619 Apr. Verhandlnngen wegen EarlB Eaiserwahl. 

Mai. Verwaltung der Osterreiehisclien Lande dnreh SLarls Eom« 
miBsare nnd Gewalthaber. 

Jnni — Sept. Hofhalt der Königinnen Anna und Maria in Innch 
bmck. Aufenthalt der Kaiserin in Innsbraok und der Königin Maria 
in Linz. Übersendung des Wahldekrets der Kurfürsten an den König 
dureh Herzog Friedrioh von Bayern und Paul y. Amstorff. Vorsehläge 
für Karls Regierung und Verwaltung im Reich und in den öster- 
reichisohen Provinzen. 

1519 Dez. 1520 Jan. Erbhuldigung in den österreichischen Landen. 
Geldnot. Württemberg und der Schwäbische Bund. Praktiken Frank- 
reichs, Venedigs und des Papstes gegen Karl. Schulden bei Fngger. 
LehnsempfUngnis im Reich. Nachrichten aus den Niederlanden, Ungarn, 
Böhmen und von Franz y. Sickingen. Bayerns Stellung zu Karl. 
Fehde Herzog Heinrichs und Herzog Erichs von Braunschweig. Ver- 
handlungen mit Graf Felix von Werdenberg wegen der Herrschaft 
Monselberg. Verlängerung des Schwäbischen Bundes. Kriegskosten. 
Verhandlungen kaiserlicher Kommissare mit Gesandten Venedigs in 
Verona. Werbung des Hochmeisters von PreuBen Georg y. Eltz bei 
Karl wegen Polen. 

1520 Febr. — Juni. Bemühungen um die (Gewinnung Württem- 
bergs fttr Habsburg, Abkommen mit dem Schwäbischen Bunde; Haltung 
der Schweizer; Erbhuldigung in den österreichischen Landen; Kosten 
der Wahl ; französische Praktiken mit Herzog Ulrich und den Schweizern. 
Werbung des Deutschen Ordens bei Karl. Erlaß von Mandaten durch 
den Kurftlrsten von Mainz gegen Frankreich; Abreise Karls von Spanien 
zu Wasser nach den Niederlanden; Besuch des Königs von England. 
Sendung des Schatzmeisters Jakob Villinger und des Dr. Lamparter nach 
den Niederlanden zur Ankunft Karls. Ankündigung von Karls Ankunft 
an die Fürsten und Städte des Reichs. Verlängerung des Schwäbischen 
Bundes. Irrungen Markgraf Johanns von Brandenburg mit Nttmberg. 
Werbung des Propstes von Löwen und Burggrafen von Breisach 
Hieronymus Brunner bei Karl und Chi&yres. Vertrag mit dem Schwä- 
bischen Bunde wegen Württemberg, Ulrichs Unterhalt, dessen Be- 
mühungen zur Wiedergewinnung seines Landes. Anleihe bei Fugger. 
Reise der Schwester des Kurfürsten Friedrich von Sachsen, Katharina, 
mit dem Kaiser. Französischer Einfluß auf Sachsen. Unterhalt des 
Herzogs Georg von Sachsen und der beiden Königinnen in Innsbruck. 
Ausschreiben eines Reichstages; österreichischer Landtag. Pension 
für die beiden Sekretäre des Kaisers Maximilian Johann Gademar und 
Wilhelm Tsac. Angebliche Verstimmung zwischen den Kommissaren 



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Akten der Kommiasare 161»— 20, VillingerB u. Rennen 1618—23. 237 

and Karl. Erwerb der Landvogtei in Hagenan. EriegekoBten. An- 
kunft Karls in den Niederlanden. Sendung des Aeeursins zu ihm. 

Akten TUUngerg und Renners. 
390. Akten des kaiserliehen Sekretärs Johann Benner. 1613—1523. 

Briefwechsd mit dem kaiserlichen Schatzmeister Jakob ViUinger und 
Nicasius Hacquenay (xusammen mit de Laiaing im Schreiben vom 
10. März 1517), Dabei zwei Briefe des Philipp Adler. 

1613 Juli. Englische Snbsidien. Kosten des Kriegs nnd der Hof- 
haltung. Haltung Aragons gegenüber Frankreich. 

1614 Hai. Gesandtschaft des burgundisohen Schatzmeisters Jean 
Bontemps nach Burgund. 

1616 Febr. Geldgeschäfte mit Fngger. Stellung Elaiser Maximilians 
zu den Niederlanden. Auftiahme des Nicasius unter die geheimen Bäte. 

1516 März. Blistungen des Königs von Frankreich gegen Neapel. 
Margaretes Begentschaft in den Niederlanden. Tod des Königs von 
Aragon. Verhandlungen mit England. Anleihe bei Fugger. Eroberung 
Mailands. Gerücht vom Tode des Königs von Ungarn. Nachrichten 
ans Italien, Frankreich, Niederland. Unterstützung des Kaisers aus 
Spanien und Neapel. 

Mai — Sept. Trauerkleidung König Karls, des Herrn von Mansfeld 
nnd Propstes Konrad Benner. Zeitungen aus den Niederlanden, Eng- 
land, Spanien, Frankreich und Italien. Verhandlungen mit dem eng- 
lischen Orator Paceus. Überfahrt König Karls nach Spanien. Englische 
Geldunterstützung; Geldgeschäfte mit Fugger. Beise des engUschen 
Orators Bobert y. Wingfield zum Kaiser. Sickingens Büstungen. 
Schwäbischer Bundestag in Augsburg. Krieg mit Frankreich. Geldnot 
des Kaisers. Heirat Erzherzog Ferdinands. Vertrag zu Noyon. Vil- 
lingers Besoldung. 

Okt. NoY. Friede mit Frankreich. Unterhaltung des EjiegSYolks 
in Verona nnd Friesland. Testament des Königs von Aragon. Anleihe 
bei Fugger. 

1617 Jan. — Aug. FriedensYcrhandlungen mit Frankreich. Nach- 
tichten aus Frankreich, Italien, England und Yom Tttrkenkrieg. 

1518 NoY. Erledigung der Herrschaft Neuburg. Verhandlungen 
mit den Schweizern. Geldnot. Schwäbischer Bundestag in Augsburg. 

1621 Dez. Geldforderungen des Philipp Adler. 

1523 Jan. — März. Zeitungen ans Spanien und Venedig. Ver- 
handlungen der Fürsten mit Sickingen. Tod des Bndolf y. Ehenheim. 



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238 Wttrttembergifloher Zog, Aktonbeate. 

Beise Erzherzog Ferdinands nach Stattgart. Gerüeht vom Tode des 
Königs von Frankreich. Zeitungen ans Italien, Angsbnrg, von Dietrich 
Spät. Erzherzog Ferdinand bei Villinger in Angsbnrg. Anleihe in 
den Niederlanden. Zeitung aus Eämthen und vom Tttrkenkrieg. 

Okt. Geldgeschäfte mit Fugger. Ausrüstung der Eriegsknechte. 
Zeitungen aus Ungarn, Wien und Trier. 

391. Akten des Sehatmelsters Jakob Tillüiger ud Sekretärs Johaan 
Benner. 1516—1519. 

Briefwechsel mit dem tiroUechen Kanzler Cyprian v. Semtein und 
mit Michael v. Wdücenstem. 

1516 Jan. Febr. Verhandlungen Semteins mit dem Kardinal von 
Gurk und dem Schatzmeister Jakob Villinger. Wttrttembergische Ge- 
sandtschaft. Englische Gelduntersttttzhng. Schwäbisoher Bundestag 
in Augsburg. Unterhaltung des SjJegsYolks und der Hofhaltung. 

1517 Mai— Dez. Krankheit des Kaisers; Absieht nach Österreich 
zu ziehen. Überfahrt König Karls nach Spanien. Vertrag von Cambrai. 
Mainzer Reichstag. Tiroler Landtag. Liefergeld Semteins. 

1518 Febr. Geldgeschäfte mit Fugger. Mitteilungen über den 
Landhofmeister Michael v. Wolkenstein. König Karls Wahl. 

1519 Jan. Tod Kaiser Maximilians. Verhandlungen des kaiser- 
lichen Bates Christoph Fuchs y. Fuchsberg mit dem Regiment in 
Innsbruck. 

892. Akten des Sehatmelsters Jakob TUllnger und SekretSrs Johann 
Benner. 1518. 1521. 

Briefwechsd mit König Karl^ dessen Sekretär Johann HarniOTt und 
dem Herrn von ChOvres. 

1518 März. Apr. Heiratspläne des Königs von Polen und Herzogs 
Ludwig von Bayern. — König Karls Bemühen, durch Geld die Fürsten 
für seine Wahl zu gewinnen. Wahlvorbereitungen. 

1521 Okt. Einnahme der Grafschaft Mömpelgard durch Graf Georg 
von Württemberg. 

Innsbracker Akten. 

393. Akten des Landhofinelsters, MarschaUs, Stotthalters und der 
Begenten lu Innsbruck. 1516. 1518. 1520. 

Briefwechsd mit dem Kaiser MaximHia/n L und Cyprian v. Semtein. 
Antwort auf eine kaiserliche Werbung. Schreiben an König Ferdinand. 
Aufzeichnungen über die Bäte und Bechtsitxer. 



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Akten VilliBgerB a. BenneiB. InnAbracker Akten. Akten König Ferdinands. 

1516 Jan. Bezahlung des Eriegsyolks in Verona nnd Bresda. 

1516 Ang. Friedenshandliuigen mit Frankreich und Venedig. 
Englische Friedensvermittlnng. 

1518 Jan. Überftthrong der beiden TOchter des Kaisers nach 
Füssen zur Fastnachtsfeier am Hofe des Kaisers. 

Undatiert. Unterhalt des Kaisers. 

1520 Jan. Besetzung der Stelle des Landkomturs in ElsaB und 
Burgund. 

Undatiert. Prozeß des Kaspar Lebsannst gegen Philipp v. Ment- 
zingen. — Salzhandel in den österreichischen Landen. — Bestimmungen 
fär die Bäte und Rechtsitzer. 

Akten Konig Ferdinands. 

3M. Akten des KVnIgs Ferdinand. 1526. 1527. 1534. 

Schreiben an die StaWialterm der Niederlande Margarete von Öster- 
reich^ den schtmbischen Bundeshauptmann Wilhelm Ouß v, Oussenberg 
XU OWttj die Stadt Frankfurt und den Grafen Wilhelm von Nassau. 
Äufxeickmmgen Ober die Fassung des königlichen Titels, Schreiben des 
Herzogs Ulrich und Landgrafen Philipp. Konxept an die österreichische 
Begierung in Stuttgart 

1526 Hai. Kriegsunruhen in Niederdeutschland. 

1526 frtthstens. Fassung des Königstitels Ferdinands, der bei 
den verschiedenen Adressaten angewendet wird. 

1527 Apr. Bttstungen des Landgrafen zu gunsten der Evange- 
lischen und Wiedereinsetzung Herzog Ulrichs von Württemberg. 

Mai. Heimfahrt der Braut des Herzogs Johann Friedrich von 
Sachsen, drohende Bttstungen gegen Kurmainz und Württemberg. 

1584 Apr. Landgraf Philipps und Herzog Ulrichs Zug nach 
Württemberg. 

Akten der osterreielüsGlieni Begierung in Stuttgart 

896. Akten der Ssterrelchigchen Begierung in Stuttgart. 

149Ö-1616. 1520 Febr.— Apr. 

Urkundenabschriften, Urkundenkonxeptej Äussdireiben des Schtüäbi- 
sehen Bundes, Schreiben der unirttembergischen Landschaft an Kaiser Karl 

1496: Erhebung Württembergs sum Herzogtum. 
1606: Belehnung Herzog ülrichB von Württemberg. 
1610: Erbeinung zwischen Österreich und Württemberg. 
[1616]: Heiratsrersehreibung zwischen Herzog Heinrich d. J. von Braan- 
•ehweig-Wolfenbfittel nnd Herzogin Maria ron Württemberg. 



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240 Wfirttembergitcher Zug, Aktenbeute. 

1620 Febr. — Apr. Znstellnng des Fttrstentams Wttrttemberg an 
Kaiser Karl durch den Schwäbischen Bund. Ansliefening yon Schloß, 
Stadt nnd Amt Tübingen an Herzog Christoph und seine Schwester 
Anna von Württemberg. Erbhuldigung der wttrttembergischen Land- 
schaft. 

396« Akten der dsterrelchischen Beglernng in Stuttgart mit vwel 
Akteustttekeu der kalBerliehen KommiBgare auf dem Landtag in 
Stuttgart (Schreiben der Stuttgarter Regenten mit Antwort) und 
Akten der in Stuttgart rersammelten wllrttembergigchen Land- 
schaft. 1620. 1521. 

Briefwechsel mit dem Kaiser Karl^ dessen Instruktion fihr Maxi- 
milian v. Bergen (Zevenbergen) , Oraf Rudolf xu Stdx, den Propst %u 
Waldkirch Balthasar MerMin und den Vitztum in Österreich unter der 
Enns Lorenx Saurer, Urkundenabschriften, Landesordrvung und Etat 
des Fürstentums Württemberg. Instruktion für Heinrich Treusch 
V, Butäar. Aufzeichnungen über die Verwaltung der österreichischen 
Lande. 

1520 Dez. 1521 (Jan.). Werbung Maximilians y. Bergen (Zeven- 
bergen), des Grafen Budolf von Sulz, Merklins und Saurers bei der 
wttrttembergischen Landschaft wegen einer Anleihe bei Fngger zur 
Tilgung der Schulden bei den wttrttembergischen Ständen. Ver- 
pfändungen an Ulm zur Deckung der Schulden. 

1521 Apr. Mai. Verhandlungen auf dem Stuttgarter Landtag. 
Verwaltung Württembergs durch die kaiserlichen Statthalter, Kommis- 
sare und Bäte. Schulden Württembergs. 

Juni. Bttstungen des Königs von Frankreich im Bunde mit 
Herzog Ulrich von Wttrttemberg und Graf Wilhelm von Fürstenberg. 
Postverbindung mit dem Kaiser. Württemberg und Österreich als 
Mitglieder des Schwäbischen Bundes. Erklärung der Beichsacht gegen 
Herzog Ulrich. 

Werbung des Heinrich Treusch v. Buttlar beim Kaiser wegen 
Bastians v. Gültlingen, der Jagd der Stadt Beutlingen, Bestrafung der 
Meineidigen, Beformation der Universität Tttbingen, Gewalttätigkeiten 
gegen das kaiserliche Hofgesinde in Vellberg (Velbach), des Gannstädter 
Wegzolls, Erledigung des Bastian Embhart, Sickingens Schuldverschrei- 
bung ttber Neuburg, der Postverbindung, Dienstgeldforderung des Grafen 
Hugo von Montfort, der Pfarrei Ejrchheim, der Pfründen zu St. Lien- 
hard in Stuttgart, der Forderungen des Sebastian Schilling, der 
Eastenvogtei zu St. Georg in Laudenberg. Anschlag ttber die Kosten 
der Verwaltung Württembergs. VerwaltungsmaBregeln in den vier 



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Akten der Begienmg in Stuttgart 1620-1628. 241 

ÖBterreichischen Landesregierungen Ober- und Niederösterreich, Ober- 
elsaS nnd Württemberg. 

397. Akten der Ssterrelehischen Begleran«: ra Stuttgart, des Ober- 
amtmanng sn Neustadt und Weinsberg Chrtetoph t« Abgberg« 

1525. 1527. 1528. 

Briefwechsel mit der Stadt BeuHmgen, dem Deutschmeister Waln 
ther V. Cronberg. Ausschreiben an die Ober- uvd Unter-AmÜeute^ 
Bürgermeister y Gerichte und Forstmeister, Briefwechsel mit dem 
Bischof von Trient, dem Markgrafen Ernst von Beulen, den Kloster- 
frauen XU Kirchbach und den Herrn v. Botenhdm, dem Pfalxgrafen 
Ott Heimich und dem Freiherm Georg v, Hoeven. Dabei ein Konxept 
an den Statthalter in Stuttgart während dessen Abtvesenheit 

1525 Nov. Nomination eines Studenten ftir ein Tttbinger Stipen- 
dinm durch die Stadt Reutlingen. 

1527 Juli — NoY. Praktiken der Franzosen mit den Eidgenossen. 
Eriegswerbungen in Franken. Sendung des Deutschordenskomturs 
Eberhard y. Ehingen in Heilbronn an König Ferdinand. Ausfuhrverbot 
von Vieh und Früchten. 

1528 Jan. Erhebungen über die Gefälle der Stadt EBlingen. 
Febr. Ablehnung der obersten Feldhauptmannschaft in Ungarn 

durch den Statthalter in Stuttgart Georg TruchseB y. Waldburg. 
Heeresaufgebot der Amtleute. Warnung des Markgrafen Ernst von 
Baden vor dem Pfarrer Peter Bieger in Beichenbach und Baltmanns- 
weiler. 

Apr. Besetzung der Pfarre Botenheim. 

Mai. Aushebung von Mannschaften durch die Amtleute. 

Juni. Breslauer Bündnis Packs, Landgraf Philipps Krieg gegen 
Mainz, Würzburg und Bamberg. 

Juli. Verbot des Büchsentragens. 

Aug. Unterstützung der vom Bischof von Speyer abgesandten 
Prädikanten. Beobachtung der das Land durchziehenden Fremden. 
Geleit für die nach Frankreich ziehenden Kaufleute aus Ulm. An- 
kunft Herzog Ulrichs auf dem Hohentwiel. 

Dez. Beaufsichtigung allerlei fremden Volks. 

398« Akten der «sterreichisehen Beglerung In Stuttgart. 1529. 

Ausschreiben an die Amtleute^ Prälaten^ Biirgenneister und Gerichte^ 
Briefwechsel mit dem Statthalter in Stuttgart, Jakob v. Bemhausen, den 
Herrn v, Hütten, Herzogin Margarete von Lothringen, Dr, Hans Vautr 
Urkundenkonxept Aufzeichnung der Herrenberger Statuten, 

Polit ArohiT des Landgr. Philipp. 16 



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242 Württembergischer Zag, Aktenbente. 

1629 Febr. Verbot von geringwertigen Batzen. 

März. Aburteilung eines wegen Totsehlags Gefangenen von Ober- 
eßlingen. Kirchengebete für die auf dem künftigen Speyerer Reichstag 
vorzunehmenden Verhandlungen über die Tttrkenhilfe und die Reli- 
gionsangelegenheiten. 

Apr. Erlaß des Restes der Eaufsumme für ein von dem Vize- 
kanzler Joseph Minsinger gekauftes Haus in Stuttgart. 

Mai. Einsetzung des Johann Eöllin zum Vogt in Löwenstein. 
Aufgebot des Grafen Friedrich von Fürstenberg, des Herrn von Hohen- 
geroldseck, Dietrich Spats, Johann Hilchens und Hans' v. Sickingen 
wegen der drohenden Türkengefahr. 

Juni. Forderungen Frowins v. Hütten an den Schwäbischen Bund. 
Entführung des in Toul studierenden Sohnes Jakob des Statthalters 
in Stuttgart. Einquartierung hessischer und anderer Reiter in Heil- 
bronn. 

Okt. Aushebung von Kriegsvolk gegen die Wien bedrohenden 
Türken. Verbot der Ausführung von Feldfrüchten. 

Undatiert. Statuten des Stifts zu Herrenberg. 

399. Akten des Statthalters Erbtruchsessen Cleorg v. Waldburg in 
WUdbad. 1529 Mai. Juni. 

Briefwechsel mit dem Regiment in Innsbruck^ den Regenten in 
Stuttgart y Matthias v, Burgau , dem tirolischen Kanzler Oyprian 
V, Semtemj dem Obervogt zu Waldsee Johann Schüler^ dem Schult- 
heißen in Nagold^ dem Schwäbischen Bund und Dr. Hans Vaut 

1529 Mai. Juni. Lutherische Lehren in der Schweiz. Franzosen- 
freundliche Anwerbungen. Schädigung des Stifts Denkendorf. — 
Kompromiß- und Willebriefe. — Prozeß der Stadt Wildbad vor dem 
Gericht zu Nagold. Anwerbung von Reitern zur Abwehr der Türken- 
gefahr. Totschlag zu Frickenhausen. Prozeß gegen Hans von Augs- 
burg. Freilassung zweier Gefangenen aus dem Amt Löwenberg. Aus- 
zahlung von 400 Gulden an Dietrich Spät, Michael Ott und Peter 
Stein durch den Schwäbischen Bund. Übermittlung von Zeituugen 
durch Dr. Hans Vaut. 

400. Akten der Regierung in Stuttgart. 1530. 

Ausschreiben an die Ämtieute, Vögte^ Bürgermeister und Oerichte. 
Oedruckte Aussagen von Gefangenen. Briefwechsel mit Christoph 
V. Absberg, dem Statikalter Oearg Truchseß v. Waldburg, Abschriften 
zweier Ausschreiben Kaiser Karls an das Reichskammergericht 



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Akten der Begienug in Stuttgart 1529—1633. 243 

1530 Jan. Abhilfe gegen Tenemng und Hungersnot 

März. Aussagen der in Württemberg gefangenen »Propheten«, 
des Kttrsohners Augustin Weber aus Augsburg, des Gall Fischer, des 
Schneiders Hans Hei, Pfaffen Oswald und des Gastel MttUer. 

Mai. Verhandlungen mit dem Kurfürsten Ludwig von der Pfalz 
wegen des Herrn y. Lammersheim. Gesandte der Kammer und des 
Ausschusses in Stuttgart. Tag in Schönthal. 

Juni. Prozeß gegen vier Knechte vom Hohenasberg. 

Dez. Aufhebung des Ausfuhrverbotes auf Feldfrüchte ifUr die 
Untertanen des Fürstentums Württemberg. 

Undatiert. Ausschließung aller Prozesse erster Instanz der öster- 
reichischen Lande vom Reichskammergericht. 

401. Akten der Regierung in Stuttgart und des Kanzlers Joseph 
Minsinger. 1531—1533. 

Briefwechsel mit dem StatOudter^ dem schwäbischen Erbschenken 
Sebastian Schilling und Regisirator Jakob Ramminger, dem Abt xu 
Blaidmiren, Burkhard und Ludung v. Bemhausen^ der Stadt Eßlingen, 
dem Regiment in Innsbruck, Dr, Hans Vaut (Vaytt); Dr. Äurolius Reni- 
gerus in Speyer, Ausschreiben an die Amtleute. Instruktion für die 
nach Speyer entsandten Räte. Überschickte Zeitung. 

1531 März. Geleit für die zur Frankfurter Messe reisenden Kauf- 
leute. Gesandtschaft des schwäbischen Kreises an das Reichskammer- 
gericht: Ermäßigung des Reichsanschlags, Rechnung des Reichsregi- 
ments, Landsteuer in Württemberg, Reformation des Reichskammer- 
gerichts, Freiheit der Juden, Verbot des Büchsentragens in Württemberg, 
Absolutionen von Missetätern vor dem Reichskammergericht. 

Juni. Umtriebe in Ulm gegen die österreichische Herrschaft. 
Berufung evangelischer Prediger. 

Sept. Erstreckung des Schwäbischen Bundes; Stellung znm Kur- 
fürsten von der Pfalz; Eßlingen und Forstmeister Franz Schertlis. 

Dez. Maßregeln gegen die Anhänger der neuen Lehre. 

1532. Schädigung der Prädikanten und Karmeliter in Eßlingen. 

Mai. Juni. Praktiken des Hieronymus Lasky bei Frankreich 
gegen den Kaiser; Plan, ihn bei der Rückkehr abzufangen. Kund- 
schaften vom Türkenkriege. 

Dez. Bundessohulden. Expektanz des Dr. Johann Vaut auf ein 
Kanonikat zu Backnang. Zollbrief der Stadt Cannstadt. 

1533 etwa April (Mai). Tag der Rheinischen Einung in Mainz, 
Aufnahme oberländischer Städte, Ausschluß König Ferdinands. Bundes- 

16* 



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244 WttrttembeigiBeher Zog, Aktenbeate. 

schulden des ESnigs. Hessische Praktiken bei den oberlftndischen 
Städten. Bestitation Herzog Ulrichs, Bttstungen in Hessen. 

1533 Dez. Nenbesetzung der Stelle des advocatus fisci nnd 
einiger Assessorenstellen am Reichskammergericht. 

402. Akten der Ssterreieldgelien Beglenug in Stuttgart, des Statt- 
halters Pfalzgrafen Philipp, des Heine Hack, des Kanalers Joseph 
Minsinger nnd des Hans t. Holdinghansen. 1534 Jan. — März. 

Briefwechsel mit Alexander v, d. Tarm, dem Grafen Georg von 
Ortenburgy dem Landvogt Gangdf Herrn xu Eohengeroldseckj Kurt 
V. Äbsberg, Johann Tuschdiny den Ober- und Untervögten xu Tübingen^ 
Johmm Hilehen von Lorch, dem Grafen Wilhelm von Nassau^ dem Kur- 
filrsten Ludvng von der Pfalx^ Johmm v, Köbbenrodt d. J.., dem 
nassauischen Sekretär Jakob Ott in DiUenburg. Aufzeichnungen und 
Anschläge Über die militärischen Rüstungen und BeiterbestdOungen, 

1534 Jan. Nachrichten Tom König von Frankreich nnd Herzog 
Yon Lothringen. Kundschaften aus dem Elsaß und der Schweiz. 
Übermittlung von Nachrichten durch Kurt v. Absberg und Johann 
Tuschelin. 

Febr. Eidesentbindung der Untertanen von Stadt und Amt 
Tübingen, Übersendung der darüber entstandenen Akten durch die 
Amtleute Sebastian Schilling und Wilhelm v. Beichenbach an die 
Stuttgarter Begierung. 

1534 Jan. Febr. Beiterbestellungen zum Krieg gegen den Land- 
grafen Philipp; Dienste des Hans v. Sickingen und Johann Hilehen; 
Anschlag für die Landstände; Sicherung des Landes und der Burgen 
Hohenasberg, Tübingen, Urach und Neuffen durch Mannschaft und 
Munition, Eidesleistung der bestellten Soldaten und Amtsknechte. 

März. Kundschaft über Bttstungen. Bestallungen von Beitem in 
Franken durch Johann Hilehen von Lorch. Verwendung des Grafen 
Wilhelm von Nassau beim König, um die Anwerbung der vor Münster 
liegenden Knechte durch Landgraf Philipp zu verhüten. Beschwerden 
gegen einen umherstreifenden pfälzisehen Diener namens Kolbrenner. 
Beiterbewerbung des Johann v. Köbbenrodt d. Ä. Anzug der in Köln 
und Westfalen angeworbenen Knechte. 

403. Akten der österreichischen Begierung in Stuttgart und des Statt- 
halters Pfalsgrafen PhUipp. 1534 Apr. 1—15. 

Briefwechsel mit Johann Atbrecht, Statthalter des Erxstifts Mainx^ 
dem Landvogt Gangolf Herrn xu Höhengeroldseck y dem nassauischen 



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Akten der Regiernng in Stattgart 1533. 1534. 245 

Sekretär Jakob Ott, dem Erbtruchsessen Wühdm Freiherm v. Wald- 
bürg, dem Burgvogt xu Enns Johann Löblin xu Oreinburg, der Stadt 
Omünd, dem Orafen Oabrid von Ortenburg, den Markgrafen Bern- 
hard und Emt svon Baden und deren Räten, Joharni Hüchen von 
Lorch, dem Regiment der oberösterreichischen Lande, Walfher Herrn xu 
Hohengeroidseck, Dietrich Spät, Schweiker und Hans v. Sickingen, dem 
Obervogt im SchwarxvHÜd Hans Oswald v. Neuneck, dem Untervogt 
xu Domstetten und Max v. Ebenstein, 

1534 Apr. 1—15. Einsprach des Mainzer Statthalters Johann 
Albrecht gegen die beabsichtigte Mustemng der vom Stuttgarter Regi- 
ment angeworbenen Knechte im Mainzischen. Zeitungen aus Frank- 
reich und Lothringen. Verzögerung des hessischen Zuges gegen 
Württemberg durch die mttnsterischen Unruhen. Anwerbungen für 
Landgraf Philipp, Kundschaften durch den nassauischen Sekretär 
Jakob Ott, den Erbtruchsessen Wilhelm Freiherrn v. Waldburg, Löb- 
lin und Dietrich Spät. Anwerbungen des Hauptmanns Spieß in 
Gmttnd. Zuschickung der Hilfe des Grafen Gabriel Ton Ortenburg an 
das Stuttgarter Regiment. Anwerbungen der Markgrafen Bernhard 
und Ernst von Baden für die Stuttgarter Regierung. Anwerbungen 
bei Straßburg. Gefährdung der Abtei Alpersbach. Werbungen des 
Hans und Schweiker y. Sickingen. Schutz des Hauses Blumberg. 
Kundschaft durch die von Yillingen. Anwerbungen in Baden und 
Pforzheim gegen Württemberg. Verhüten des Durchzugs feindlicher 
Truppen durch Baden. Weigerung des Ritters Wolf Dietrich v. Pfirt, 
in die Kriegsdienste des Grafen Wilhelm von Fürstenberg zu treten. 

404. Akten der Ssterreichigehen Beglerung in Stuttgrart, des Kanzlers 
Joseph Mlnsinger und des Erbtruchsessen Christoph Freiherrn 
T. Waldburg. 1634 Apr. 16—30. 

Briefwechsel mit Christoph v. Absberg, dem Amtmann von Möck- 
milhi Wilhelm v, Neuhauß, dem öberösterreichischen Regiment, Schtveiker 
und Hans v. Sickmgen, dem nassauischen Sekretär Jakob Ott, dem 
Orafen Wilhelm von Fürstenberg, dem Landvogt im Oberelsaß 
Otmgolf Herrn von Hohengeroidseck, Walfher Herrn xu Höhengerolds' 
eck, der Stadt Välingen, Max v, Ebenstein, dem Abt Ulrich von Alpers- 
bach, Hans Melchior Hegentxer von Wasserstdx, dem Bischof Oabrid 
von Eichstädt, Weil der Stadt, der Stadt Augsburg, Joharm Löblin, 
dem Orafen Oabrid von Ortenburg, dem Orafen Oeorg von Lupfen, 
der Stadt SchtmbischrOmiind, Wdfgang Dietrich v. Pfirt, dem Regir 
ment im Oberelsaß, dem Domherrn in Konstant und Basd Oeorg 



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246 Wfirttembergiflcher Zug, Aktenbeitte. 

Siegmund v. JEms^^) dem Bischof Wigand von Bamberg^ dem Erbschenken 
Wähehn von Limburg^ dem Deutschordenskomiur Wdfgang v. Bibra, 
den Bäten der Markgrafen Bernhard und Ernst von Badenj dem 
Orafen Eriedrich von Löioenstem^ Peter Scher, der Stadt Ulm, den 
Orafen Wolfgang und Albrecht von Hohenlohe, Dietrich Spät,'^) dem 
Obervogt am Schtvarxwald Hans Oswald v. Neuneck, dem Deutschr 
meister Waltker v. Cronberg, der Stadt BottweU und dem Obervogt xu 
Bahlingen Hug Werner v, Ehingen. Zeitungen. Bestaüungsbrief für 
Oangolf Herrn xu Hohengeroldseck. Schreiben des Vogts xu Bruchsal 
Konrad v. Sickmgen an den Vogt xu Lahmgen (LauvngenJ Hans Kaspar 
V. Landmberg,^) Zeitungen. 

1534 Apr. 16 — 30. Anwerbnngy Musterung und Bezahlung von 
Trappen, Beschaffung des Gesehtttzes, Bemühungen der Stuttgarter 
Begierung um Unterstützung durch die benachbarten Fürsten und 
Städte. Anleihe bei Ulm. Kundschaften von den Truppen der 
Gegner vor Münster, am Rhein, in Hessen und Franken. Zeitungen 
ans Frankreich und Lothringen. Ablehnung des Wolfgang Dietrich 
y. Ffirt, in die Dienste des Grafen Wilhelm von Fürstenberg zu 
treten. Anwerbung von Knechten bei StraBburg für den Landgrafen. 

405. Akten der dsterreielilsehen Beglerang in Stattgart, Schreiben des 
Hans TmehBeß ron Hdflngen an den Hauptmann Asmns t« d. Hauben 
(Ausfertigang)) des Walther Herrn Ton Hohengeroldseck an den 
Amtmann Im Kinzlgtal Jost Mflnch Ton Rosenberg (Ausfertigung)« 

1534 Mai. Juni. 

Briefwechsel mit Johann HUchen von Lorch, Bernhard v. Kerpen, 
dem Abt Amandus von Saümamisweiler, Joharm LobUn, der Stadt Ulm, 
dem Orafen Friedrich von Fürstenberg, Peter Scher, den drei Prälaten 
im Brenxtal, dem Straßburger DomJcapitd. Verzeichnis der von den 
Königlichen hinterlassenen Briefe. 

1634 Mai. Juni. Kundschaften vom Krieg. Bemühungen um 
Geld- und Beiterhilfen. 

406. Akten der dsterrelehisehen Begierung In Stuttgart. 1622— 1&33. 

Brieftaechsd mit König Ferdma/nd. 



1) An Georg v. Bott mit einem Vermerk der Stuttgarter Kanzlei. 

2) Zwei Briefe des Hans y. Sickingen an Spät müssen durch diesen an die 
Stuttgarter Begierung geschiokt worden sein. 

3) Wohl durch diesen in die Stuttgarter Kanadei fiberschickt 



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Akten d. Begientng in Stattgart, Bw. m. Kg. Ferdinand. W2S^M. 247 

Um 1522. Handlung mit den Bnndesständen, BesoldangszaUnngen, 
Graf Georgs von Württemberg Lehen, Pfarrei Kuchen. Vorgehen Ulms 
gegen den Prälaten von Blaubeuren. 

1522 Dez. Warnung des KOnigs vor Feindseligkeiten gegen Hart- 
mut V. Cronberg. 

1523 Mai. Anwerbungen des Herzogs Heinrich von Braunschweig-, 
Leistungen Württembergs für den Bund. 

Aug. König Ferdinands Obligation für den Schwäbischen Bund. 

1524 Juli. Verhütung französischer Anwerbungen in Württemberg. 
Vorgehen gegen die Lutherischen. 

1526 Juli. Übergabe der Pfarrei Hohenried des Mag. Johann 
Minsinger an seinen Bruder Werner Minsinger. 

1528 Apr. Wiedertäufer in Württemberg. Geldfordemngen des 
Grafen Georg von Württemberg. 

Juni. Bestallung des Freiherrn Georg v. Hoeven. 

1529 Mai. Besoldungsaufbesserung für den Advokaten der öster- 
reichischen Begierang in Stuttgart Lic. Hans Königsbach. Zustellung 
des Klosters Engelthal an die Stadt Tübingen. 

Dez. Belehnung des Peter Scher mit dem Schloß in PfuUingen. 
1580 Jan. Drohende Praktiken der Lutherischen. Rüstungen 
znni Schutz gegen Herzog Ulrich. 

1531 Juni. Predigerzusammenkunft in Ulm. Herzog Ulrichs Ab- 
reise aus Hessen; seine beabsichtigte Restitution. Mitwissenschaft 
Landgraf Philipps am Banernaufruhr in Württemberg. 

Juli. Aug. Werbung des Dr. Beatus Widmann beim Pfalzgrafen 
Philipp und Pfalzgrafen Ott Heinrich und dem Markgrafen Philipp von 
Baden im Auftrag König Ferdinands. Tod des Erbtruchsessen Georg 
V. Waldburg; Neubesetzung des Statthalteramts. Werbung beim Bischof 
von Augsburg wegen Zuschickung von Hilfe. Berufang der Landschaft 
nach Stuttgart wegen der Statthalterwahl (Graf Wolfgang von Mont- 
fbrt). Sicherung des Landes vor Herzog Ulrich und Landgraf Philipp. 
Pfalzgraf Friedrichs oder Philipps StatÄalter-Kandidatur. Provisionen 
für die bestellten Soldaten. Supplikation des Juden Lazarus. 

Dez. Bekanntwerden von allerlei Praktiken gegen Kaiser und 
König durch Dr. Fuchsteiner. 

1532 Jan. Frankfurter Tag. Bilderstürmer in EBlingen. Tätig- 
keit des Predigers in Denkendorf für Herzog Ulrichs Bückkehr. Be- 
mühungen der Evangelischen um die Gewinnung Württembergs für 
Ulrich. 

Apr. Belehnung des Peter Scher mit dem Schloß PfuUingen. 



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248 WfirttembergiBcher Zug, Aktenbeate. Reg. in Stuttgart, Bw. m. Ferdinand. 

Juli. Anwerbangen des Grafen Wilhelm von Fürstenberg fbr 
Frankreich. 

Okt. Beligionswirren in EBlingen. 

1533 Apr. Geplante Aosschließuog der Städte EBlingen, Reut- 
lingen und Heilbronn von der Verlängerung des Schwäbischen Bundes. 
Schwäbischer Bundestag in Augsburg. Nachricht vom Besuch des Land- 
grafen beim Kurfürsten von Trier und der beabsichtigten Reise nach 
Frankreich. Vorbereitungen Philipps zum wttrttembergischen Zug. 

Juni. Zusicherung von Hilfe König Ferdinands fär Württemberg. 
Juli. Ferdinands Plan eines neuen Bündnisses. 
Dez. Vergleich zwischen König Ferdinand und Herzog Christoph. 
Drohender Überzug des Fürstentums Württemberg. 

407. Akten der österreleiilgehen Roglening In Stuttgart. 

1534 Jan.— Apr. 

Briefwechsel mit König Ferdinand, Memorial auf die Werbung 
des kömgUchen Kammerboten Baltkus. Abschrift der Instruktion König 
Ferdirumds für den Orafen Wolfgang von Montfort bei der Stuttgarter 
Regierung und deren Beantwortung, 

1534 Jan. Verhandlungen kaiserlicher Kommissare zwischen 
König Ferdinand und Herzog Christoph. Verbot der fremden Be- 
stallung außer Landes. Schutz des Landes vor dem drohenden Über- 
zug. Erhaltung der Landtage in den österreichischen Landen. Zu- 
stellung der Vogtei Kirchheim unter Teck an Dietrich y. Knöringen. 
Unterstützung Württembergs durch den König im Krieg. 

Febr. Königswahl. Beratung König Ferdinands mit dem Grafen 
Willem von Nassau wegen Maßregeln gegen die Praktiken und 
Händel im Reich. 

März. VerteidigungsmaBrogeln gegen den Anmarsch Philipps und 
Ulrichs. Weiterbeförderung eines Schreibens König Ferdinands an 
Graf Wilhelm von Nassau. 

Apr. Hilfe König Ferdinands. Rüstungen in Ulm und EBlingen. 
Unterhandlungen des Erzbischofs von Lund, kaiserlichen Orators, 
zwischen Ferdinand und Bayern. Versuch, Herzog Christoph zu ge- 
winnen. 

Werbung des Grafen Wolfgang von Montfort bei der Stuttgarter 
Regierung im Auftrage König Ferdinands wegen der zugesagten Unter- 
stützung mit Geld und Truppen. Verhandlungen des Peter Scher 
oder eines andern Abgesandten mit dem Kriegsvolk vor Münster und 
den in Mainz versammelten wetterauischen Grafen. Kriegsbereitschaft 
des Landgrafen Philipp und Grafen Wilhelm von Nassau und deren 



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Cronberg o. Siekingen. Tag zu Nürnberg. 1634 Jan.— Mai. 249 

Eriegsplan. Bitte der Regierung um Untersttttzimg mit Geld, Mann- 
sehaft und Munition bei König Ferdinand. Plan, den Sohn des 
Königs Yon Frankreich zum deutschen König zu wählen. Geldnnter- 
stlltzung des Landgrafen durch Frankreich. Landtagsverhandlungen 
in Stuttgart wegen der Kriegsnot. Ausschreiben Landgraf Philipps 
und Herzog Ulrichs. Feldzugsplan, Königswahl. 



Hartmnt y. Cronberg nnd Konrad y. Siekingen. 

408« Akten des Landgrafen Philipp bezw« des Marschalls Hermann 
T. d. Malsburg und des Kanslers Johann Felge« ^) 1534 März. 

Schreiben PkiUpps v, Heimstatt kurpfälxischen Rats^ Hartmuts v. 
Cronberg^ Konrads v. Sickmgen Vogts xu Bruchsal. 

1534 März. Vermittlung Philipps y. Helmstatt bei dem Marschall 
und dem Kanzler wegen Bestituierung der Gttter Hartmuts y. Cronberg 
und Konrads y. Siekingen. Der Letzteren Petitionen bei dem Land- 
grafen. Erbetene Vermittlung des Herzogs Ulrich yon Wtlrttemberg. 
Verhandlungen zwischen Kurtrier, Kurpfalz und Hessen auf dem 
Darmstädter Tage. 

Schmalkaldischer Bandestag zn Nürnberg. 
409. Akten des Statthalters und der Bite in Kassel. 1534 Mai. 

Schreiben des hessischen Gesandten Reichard Bincky Abschriß der 
preußischen Instruktion. Abschied. Abschrift eines Schreibens des Königs 
Johmm von Ungarn an die Bundesstände 1533 Nov. 25. 

1534 Mai. Zweck des Tages: Beratung der weiteren Verhaltungs- 
maBregeln der eyangelischen und rekusierenden Stände. Ausbleiben 
der oberländischen Städte. Schriften an den Kaiser und das Kammer- 
gericht Untersttttzungsgesuch des Herzogs Albrecht in PreuSen: Ver- 
schiebungauf die nächste Zusammenkunft. Hamburg, Bremen, Hannoyer, 
Münster, England, Markgraf Georg yon Brandenburg. 



Überlassnng yon Truppen an Holstein. 

i des Landgrafen Philipp bezw. des Kanzlerc 

Ibi 

Briefwechsel mit Kurt Heß^ Schulffieißen xu Marburg ^ dem Marschall 



410. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Kanzlers Feige. 

1534 Juni. Juli 



1) Dabei ein Scbreiben Konrads y. Siekingen an Herzog Ulrich von Würt- 
tembeig* 



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250 Trappen an Holstein. Bw. mit Beamten. Tag zn Eßlingen. 1634 Jnni— Nov. 

Hermann v, d, Malsburg und Hans v, BeUersheim^ soune dem HaupU 
mmm Kurt Pfenning, Notixxettd, Instruktion für Johann Scfiwalbach. 

1534 Juni. Juli. Überlassung von Trappen an den Herzog von 
Holstein. 

Nov. Bitte an Eurköln und Jülich betr. Verhinderung des Zu- 
zugs von Truppen nach Lübeck. 

Briefwechsel mit Beamten. 

411. Akten des Landgrafen Philipp. 1534 Juli— Okt. 

Briefwechsel mit Statthalter (Adolf Bau) und BäteUj bexw. dem 
Kanzler Feige,^) Schreiben Jakobs v. Taubenheim. Quittung des ife- 
gistrato9's Johann Fluch Ausschreiben an die Ämter, BestaBungs- 
revers, 

1534 Juli— Okt. Bitte des Herzogs von Holstein um Geschütz 
und Munition. Wahl Herzog Christians zum König von Dänemark. 
Verhandlung mit Kurt Pfenning wegen des Fortführens der Knechte. 
Jakobs V. Taubenheim Bitte um Zahlung von Oeldem, die sein Vater 
geliehen. Übergabe von Urkunden an den Begistrator. Absicht der 
Stadt Augsburg, in den Schmalkaldischen Bund einzutreten. Bezahlung 
von Knechten durch Siegmund Krauskopf (holsteinische Unterstützung). 
Feiges Information für Heinrich (Lersner). Befehl zum Ausdreschen 
der Feldfrttchte, deren Übersendung nach Kassel. Beschwerden des 
Grafen von Regenstein gegen den Juden Michel von Demburg. Vor- 
mundschaft der gräflich isenburgischen Kinder. Annahme des Urban 
Weißhorn von Ulm zum Fußknechthauptmann.^) 

Oberlftndischer Städtetag in Eßlingen. 

412. Akten des Landgrafen Philipp. 1534 Nov. 
Abschriften,^) 

1534 Nov. Abordnung einer Gesandtschaft der in EBlingen ver- 
sammelten oberländischen Städte an Kursachsen und Hessen wegen 
der Beschwerungen durch das Reichskammergericht, besonders die 
Angelegenheit der Stadt Memmingen gegen die Erben ihres früheren 
Stadtschreibers, späteren Burggrafen zu Augsburg Ludwig Vogelmann, 
wegen dessen Hinrichtung. 

1) Dabei ein vereinzeltes Schreiben des Landgrafen an Feige in Ausfertigung. 

2) Unter Nachträgen des Samtarchivs. 

3) Von einigen dieser Akten ist es ungewiß, ob sie nieht zu den Speyerisohen 
Bekusationsverhandlungen (vgl. oben Nr. 821 S. 207) gehOren. 



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WiedertSnfer in MUnster: Yerh. mit d. Trappen, Oberwesel. 1534 Milrs— Nov. 251 

Wiedertäufer in Münster. 

yerhandlangen mit den Trappen vor Mflnster. 

413. Akten des Statthalters und der Bite m Kassel. 1634 März— Juni. 

Briefwechsel mit dem im Lager vor Mikhster befi/ndlichen hessischen 
Zeugmeister Albrecht Krengd^ sovne dem dorthin abgesandter^ Ma/rhur^ 
ger Schulffieißen Kon/rad Heß, atu^ mit Andreas Heusener. Register. 
Instruktion. Voümacht fWr Johann Herrn xu Büren und Konrad Heß. 
Schreiben Siegmund Hartnmnns gen. Krauskopf. 

1534 März — Juli. Hessische Bestrebungen zur Übernahme der 
Truppen vor Münster in hessischen Dienst. Verteilung der Druck- 
schriften unter diese. Versuche Georg Schenks, dieselben in kaiser- 
lichen Dienst zu bringen. Zahlung yon Verehrungen an Hauptleute 
durch Burkhard y. Gramm, Amtmann zu Trendelburg. Ereignisse vor 
und in Münster. Bezahlung der Truppen. Absendung des Konrad 
Heß in das Lager (Mai 11). Begegnung mit dem Bischof. Verhand- 
lung mit den Haupfleuten, dem y. Büren, Johann y. Basfeld, Hermann 
y. Mengersen etc. Ankunft eines brabantischen Leutnants wegen Über- 
nahme der Knechte. Zeitungen: Ankunft yon Spaniern in Brabant u. a. 
Ermüdung der Knechte yor Münster. Ungünstiger Stand der Belage- 
rung. Befehl an HeB, soyiel Knechte als möglich für den Landgrafen 
in Pflicht zu nehmen, mit dem holsteinischen Marschall Melchior 
Bantzau zu yerhandeln. Sendung yon Geld. Unmöglichkeit, Münster 
mit Gewalt einzunehmen. Krankheit Heuseners und Heß'. Aufruhr 
in Münster. — Die yon den einzelnen hessischen Ämtern gestellten 
und yor Münster liegenden Kriegsleute und das beigesteuerte Geld. 

Einzelne in den Originalausfertigungen nicht erhaltene Schreiben 
des Konrad Heß sind in Abschrift an den Landgrafen geschickt. 
Vgl. Nr. 340. 

Tag zu Oberwesel. 

414. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1534 Noy. 

Instruktion und Abschied. 

1534 Noy. Zusammenkunft der Räte yon Kurmainz, Kurtrier, 
Kurpfalz, Wttrzburg und Hessen in Oberwesel zur Beratung, wie dem 
Bestätigten yon Münster, der die Blockhäuser yor der Stadt Münster 
nicht mehr lange halten kann, zu helfen ist. Beschluß (gegen das 
Bedenken der hessischen Gesandten), die Angelegenheit bis zu dem 
beyorstehenden Tage in Coblenz beruhen zu lassen. 



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252 Wiedertäufer in Münster. 

415« Akten der hessisehen R&te Heiderieh y« Kaienberg Oberamtnuinng 
der NiedergrafsehafI Katzenelnbogen und Beiehart Binekg. 

1534 Nov. 
Voümachf. Briefwechsel mit Lmidgraf Philipp, 

1534 Nov. Übersendung von Schreiben, hauptsächlich des Bischofs 
Franz von Münster, über die Lage vor Mttnster. 

Tag zu Coblenz. 

416« Akten der zum Coblenzer Tage abgeordneten B&te Siegmnnd t« 
Boineborg Landvogt an der Werra und Heideriek y. Kaienberg 
Oberamtmann der Niedergrafschaft Katzenelnbogen. 

1534 Okt.— Dez. 

Schreiben des oberrheimscken Kreises, Instruktion,^) Brief loechsd 
mit dem Landgrafen Philipp, Vortrag des Bischofs von Mimster. Ab- 
schied, Abschriften abgelassener und eingelaufener Schreiben, 

1534 Okt. — Dez. Bereitwilligkeit des Bischofs von Würzburg zum 
Besuche eines Tages. Einladung zum Coblenzer Tage. Entsendung 
zu den Verhandlungen des rheinischen, westfälischen und sächsischen 
Kreises behufs Unterstützung des Bischofs Franz: Bestellung der Block- 
häuser, Truppen, Ernennung und Besoldung der Offiziere, des Pfennig- 
meisters, Bestimmungen für den Fall der Eroberung Münsters, Be- 
strafung der Stadt. Vorschüsse einzelner Fürsten. Bestallung des 
obersten Hauptmanns und der Eriegsräte. — Aufforderung des Königs 
Ferdinand an Kurmainz wegen Verlängerung des Schwäbischen Bundes. 
— Entschuldigung der Stadt Straßburg wegen Nichtbesuchung des 
Tages. Ausschreiben eines Tages nach Worms auf 1535 Apr. 4. 
Ermahnung an die Stadt Mttnster, sich zu unterwerfen, und Antwort 
der Wiedertäufer. (Bestellung der Schreiben.) Bekenntnisse des ge- 
fangenen Münsterers Werner Scheiffert. — Anschlag der Hilfe für die 
Kreise. 

Briefwechsel mit den Kriegsräten vor Mttnster. 

417. Akten des Landgrafen Philipp bezw« des* Statthalters nnd der 
Bäte zu Kassel, wie auch der Cfesandten am Wormser Tage«^) 

1535 Jan.— Juni. 

Briefwechsel mit dem obersten Bauptmarm Wirich von Daun Grafen 
XU Falkenstein und den Kriegsräten vor Mimster; auch mit Marx Lesch 
V, Molheim. 



1} In Konzept und Ausfertigung. 2) Vgl. Nr. 419. 



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Tag sa Coblenz. Kriegsr&te. AuBSohreiben. 1634 Oki— 1536 Juni. 253 

1536 Jao. — Juni. Antritt des Amtes nach dem Coblenzer Tage. 
Brief an Mtinster. Antwort der Stadt. Maßnahmen der Kriegsräte 
vor Mttnster. Ereignisse daselbst. Weigerung des Bischofs, die Truppen 
fbr die Reichsstände vereidigen zu lassen. Leistung der Geldanlagen 
durch die Stände. Ermahnung des Landgrafen an Fttrsten und Städte. 
Bezahlung der Truppen. Geldmangel. Briefwechsel des Landgrafen 
Philipp mit der Stadt Münster. Druck der Schriften und Versendung 
durch den Landgrafen. Werbung der Städte Osnabrück, Lübeck, Köln, 
Hamburg, Braunsehweig und Lüneburg bei dem Bischof Franz von 
Münster zwecks Verhandlungen mit der Stadt Münster. Auslaufen 
von Weibern und Kindern aus Münster. Antwort der Stadt auf das 
Schreiben der Gesandten vom Wormser Tage (Mai). Sendung von 
gedruckten Büchern seitens des Landgrafen in die Stadt. Eroberung 
von Münster (Juni 25). 

Hessische Ausschreiben. 

418. Akten des Landgrafen Philipp. 1535 Jan.— März. 

Ausschreiben an Kurmainx, Kurtrierj Kurpfaix, Sachsen^ Pfah- 
Veldenx^ Nassaurldstem^ NassaurBeüsteinj Nassaur Weäburg, die Bischöfe 
von Worms und Speyer^ die Grafen xu Hanau^ Solms und Isenburg, 
den Abt von Fulda und die Städte Straßburg, HagenaUj Landau, Weißen- 
bürg, Speyer, Worms und Frankfurt. Antwortschreiben der Städte 
der Landvogtd Elsaß und des Orafen Philipp von Solms. 

1535 Anfang. Nachrichten aus Münster (Königskrönung Johanns 
V. Leyden, Nachtmahl, Aussendung von Prädikanten durch den König, 
Hinrichtung von vier ausgeschickten Wiedertäufern in Warendorf). 
Aufforderung des Landgrafen an die Stände des Rheinischen Kreises, 
ihren Geldbeitrag zur Unterhaltung der Knechte in den Blockhäusern 
zu entrichten (»die erste Schrift«). 

Febr. März. Ermahnung des Königs Ferdinand in dem gleichen 
Sinne. Die Stadt Bremen an die Stadt Köln wegen der durch die 
Münsterischen Wirren befürchteten Schädigung der Hansa, Einladung 
zu einem Städtetage in Hamburg. Zweite Aufforderung des Land- 
grafen. 

Tag zn Worms 1535 März. Apr. 

419. Akten der nun Wormser Tage gesandten Räte Siegmund v. Boine- 
burg Landvogt an der Werra und Ebert v. Bisehofferode Ober- 
amtmann der Obergrafschaft Eatzenelnbogen. 1535 März. Apr. 

Instruktion^ Denkxettd, Präsenzliste, Abschied. Schreiben des Statt- 
halters und der Räte xu Kassel. Register. Abschriften einschlägiger 



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254 Wiedertäufer in Mfinster. 

Schriftstücke. Dabei eifi Schreiben der Gesandten a/n, die Kassder Bäte 
in Ausfertigung. 

1536 März. Apr. Anweisang zu Yorverhandlungen der hesslBchen 
Gesandten mit Kurmainz, Kurtrier, Kurpfalz und Wttrzburg. Die den 
Gesandten mitgegebenen Schriftsttteke. Übersendung yon Sehriftsttteken 
an die Gesandten aus Kassel. Befehle des abwesenden Landgrafen, 
dessen bevorstehende Rückkehr. Kommissare in Sachen Fulda gegen 
die Biedesel. Eßlingen und Memmingen, J. Mone, Dechant U. L. 
Frauen zu Worms. Erkrankung des Gesandten des Herzogs Georg 
von Sachsen. Eröffnung des Tages durch die kaiserlichen Kommissare. 
Vortrag der Gesandten des Bischofs Franz von Münster: Erzählung 
der bisherigen Ereignisse in Münster, Ausdehnung der wiedertäufe- 
rischen Lehre in Jülich, Friesland, in brabantischen und holländischen 
Städten, Ausfuhrung der Coblenzer Beschlüsse durch den Bischof, 
Bitte um weitere Bllfe. Langes Hinziehen der Verhandlungen. Un- 
möglichkeit für Boineburg, den Tag in Berka mit Eberhard v. d. Tann 
wegen der Irrungen des Amtes Gerstungen zu besuchen. Besetzung 
einer erledigten Session des Kammergerichts. Beratungen und Be- 
schlüsse: Bewilligung der Hilfe, Erhaltung der Blockhäuser, Verteilung 
der Anschläge, Art der Erhebung, oberster Hauptmann, Kriegsräte, 
Pfennigmeister, Musterschreiber, Abschaffung der Unordnung in der 
Verwaltung, Bechnungsablage, Verfahren nach Eroberung der Stadt, 
Unterdrückung anderer wiedertäuferischer Erhebungen, Tag auf Juli 13 
nach Worms, Sessionsstreitigkeiten. Protest der freien und Beichs- 
städte gegen den Coblenzer Abschied. — Graf Philipp von Solms, 
sein Beitrag zur Hilfe, Nichtbesuch des Coblenzer Tages, Verfolgung 
der im Lande sich umhertreibenden Wiedertäufer, Rheinische Kreis- 
steuer.*) 

Nachrichten ans Münster. 

420. Akten des Landgxafen Philipp. 1535 Juni. 

Protokollarische Notixen Feiges. Schreiben von Kurköln und JüUch- 
Cleve-Berg. Bericht Siegmunds v. Boineburg. Schreiben an diesen und 
Marx Lesch als hessische Eriegsräte. 

1535 Juni. Verhörung von münsterischen Knaben durch Feige. — 
Bezahlung der Knechte vor Münster, nachgesuchte Vorstreckung von 
3000 Gulden von Mainz, Trier, Pfalz, Kursachsen und Hessen. Boine- 
burgs Zusammenkunft mit den kurmainzischen und kurpfälzischen 

1) Abschriften BolmsiBcher Schreiben von 1534 Dez. 12—1536 März 10, Bei- 
lagen zu einem nicht bestimmbaren Schreiben. 



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Tage zu Worms. Nachrichten aas Münster. 1685 MSrs— Nov. 255 

Bkten in Telgte. Erstürmung von Münster. Forderungen der Eneehte. 
Streit des Bischofs mit seinen Ständen über das Regiment in der Stadt. 
Auftrag für die hessischen Kriegsräte, mit dem Bischof darüber zu 
verhandeln, daß er die Predigt des Evangeliums in Münster gestatte, 
sich in seinen künftigen Handlungen nur von Gott und seinem Ge- 
wissen leiten lasse und eine Bekehrung der gefangenen Wiedertäufer 
durch evangelische Prediger versuche. 

Tage zu Worms 1535 Jnli und Nov. 

421. Akten d^s Kanilers Feige^ des Tizekanilers Nußpieker und 
Dr. Georgs r« Boinebnrg. 1535 Juli. 

Schreiben des Rheinischen Kreises (auch an die Äbtissin von Kaufun- 
gen). Instruktumen, Schreiben des Landgrafen Philipp j avch des Land- 
Schreibers xu Domburg. Auszug aus dem Vortrag der Gesandten des 
Bischofs. Abschied. 

1535 Juli. Einladung zum Wormser Tage. Plan der Absendung 
NuBpickers nach Worms. Weisungen des Landgrafen wegen Erlegung 
der Hilfe durch die Ereisstände, Wahrung der evangelischen Interessen. 
Beabsichtigte Sendung Feiges zur Verhandlung mit den oberländischen 
Städten wegen des Herzogs Ulrich von Württemberg, i) Absendung 
Dr. Georgs v. Boineburg nach Worms: billige Verteilung der Anschläge, 
Freilassung des Evangeliums in Münster, des Landgrafen Verhand- 
lungen mit Christoph v. Taubenheim in dieser Angelegenheit. Er- 
legung des Hilfgeldes an den Bischof gegen Zulassung der evange- 
lischen Lehre. Zehrungskosten. — Verhandlung mit den oberländischen 
Gesandten wegen der Weiterftthrung der Ladenburger Beschlüsse. 
Beratungen und Beschlüsse: 1. Unterdrückung der Wiedertäufer im 
Reiche nach der Eroberung von Münster. 2. Herabsetzung der An- 
schläge. 3. Berufung eines Konzils und Gesandtschaft an den Papst, 
Ablehnung der Verhandlungen darüber. Anträge des Bischofs Franz 
von Münster. Ordnung in der Stadt Münster, Erlegung der bewilligten 
Hilfe zur Bezahlung der Knechte und Erstattung des ausgelegten Geldes, 
fernere Beisteuer. 

422. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1535 Nov. 

Instruktion für den Gesandten Alexander v. d. Tann. Abschriften 
der auf dem Tage entstandenen bexw. dort vorgelegten Schriftstücke. 
Abschied. 



1) Ober die hessischen Verbandlangen mit den oberdeutschen Städten vgl. Nr. 431 . 

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256 WiedertSnfer in Mflnster: Tag eh Mflnster, Beohnungen, Gresbeck. 1636. 

1535 Nov. Auftrag an Alexander y. d. Tann, mit Beihilfe der 
eyangeÜBchen Stände dahin zn wirken, daB das Evangeliom in Münster 
wenigstens in zwei Pfarreien gepredigt, und die Wiedertäufer glimpf- 
lich behandelt würden. — Eurbrandenburgische Entschuldigung wegen 
Nichtbeschickong des Tages. Vortrag der kaiserlichen Gesandten. 
Bitte der bisohttflich mttnsterischen Gesandten. Darstellung der Er^ 
eignisse vor Münster durch Wirich von Dann Grafen zu Falkenstein, 
der von diesem mit den einzelnen Ständen und der Stadt Münster 
geführte Briefwechsel. — Ordnung der Verhältnisse nach Eroberung 
der Stadt Münster. Protest der Städte gegen die gefaßten Beschlüsse. 



Über die Verhandlungen der hessischen Geistlichen Antonius Gor- 
yinus und Johannes Kymeus mit Johann v. Leyden, Enipperdolling 
und Erechting (1535 Dez.) s. unten Nr. 461. 

Tag zn Mflnster. 

423. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1536 März. 

Schreiben an Rudolf Schetüc xu Schtoeinsberg. Verxeiohms der die- 
sem ilbergebenerh Schriftstücke. Abschriften der zwischen den Gesandten 
des Kaisers und der Reichsstände emer-- und dem Bischof Franx von 
Miinster bexw. den mUnsterisdien Landständen andererseits gewechsd- 
ten Schriftstücke. Abschied. 

1536 März. Absendung Rudolf Schenks nach Münster. Die Aus- 
führung der Beschlüsse des letzten Wormser Tages hinsichtlich der 
Kriegskosten, Verteilung der Beute, Verfolgung der Wiedertäufer, Ver- 
nichtung ihrer Druckschriften, Entfestung der Stadt Münster, Aufrich- 
tung einer neuen Stadtordnung. Bechnungsablage des Pfennigmeisters 
(sonst devischen Sekretärs) Hans Udenheimer. Meinungsverschieden- 
heiten zwischen den Gesandten und dem Bischof bezw. den Land- 
ständen. 

Pfennigmeisterelreclmiiiigeii« 

424. Akten des Landgrafen PhUipp. 1535. 1536. 
Rechrmngen des Pfennigmeisters Johann Udenheimer, NotiTcenA) 

1535 Ende 1536. Einnahme und Ausgabe zur Besoldung der Offi- 
ziere und Knechte Tor Münster 1534 Dez. 13 bis 1535 Apr. 4 und 1535 
Apr. 4 bis Juni 24. Geldleistungen des rheinisch-westfälischen Kreises 



1) Kopialbaoh M 1 fol. 42. 

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Haiw Ber und SebMtiftn Sohertlin 1634 Okt-1635 Febr. 257 

in Koblenz nnd Köln. WormBisohe Hilfe. Verwendang der dort be- 
willigten Gelder. Wert der Münzen im Stift Münster. 
Gddflendnngen an die Hanptlente vor Münster.^) 

Bericht yon der Wiedertaufe« 

425. Akten den Landgrafen Pliilipp. 

Bericht des Meisters Hemrich Oresbeck von der Wiedertaufe in 
Münster, 

Hans Ber nnd Sebastian SchertUn. 

486. Akten den Landgrafen Philipp. 1634 Okt.— 1535 Febr. 

Berichte der Augshurger Hans Ber, Rudolf StrÖtCj Sebastian Schert- 
Un XU Burterdxxchy soune Dietrich Smyts, i^des Hebräers*. Ausschreiben 
an Hans Kretzer, StrÖle, Ber^ Scherüm, Jakob Sturm. 

1534 Okt. Büstongen des Kaisers, seine Beziehungen zu Italien 
nnd Frankreich. 

Dez. Gerücht yon einem beabsichtigten Zuge gegen den Land- 
grafen »der grafschaff halben« (Katzenelnbogen). 

1535 Jan. Gespräch Bers mit dem v. Tamis über die Beziehungen 
des Landgrafen znm Kaiser. Geldzahlung durch den Angsbnrger 
Bürgermeister Wolf Böchlinger an Ber. Des letzteren Verhandlungen 
mit Schertlin wegen dessen Dienstverhältnisses zum Landgrafen. Auf- 
bringung yon Knechten für Philipp. Rat, einen Vertrauten nach dem 
Musterplatze in Hochburgund zu senden. Schertlins Verpflichtungen 
der Stadt Augsburg gegenüber. Abermalige Nachricht von kriege- 
rischen Absichten gegen den Landgrafen. Erbietungen Schertlins. 

Febr. Nachrichten aus den Niederlanden. Anwesenheit des Grafen 
[Wilhelm] von Nassau, keine Kriegsrüstungen, Anwachsen der wieder- 
ttuferischen Bewegung in Holland, Gegenmaßregeln, Zunehmen des 
Evangeliums in Franbreich, heimliche Rüstungen des Königs, Geld- 
unterstützung des Herzogs [Karl] von Geldern, dessen Rüstungen, Aus- 
rüstung von Galeeren durch den Kaiser, Absichten gegen England. 
Bemfimg von oberländischen Hauptleuten durch den kaiserlichen 
Stallmeister v. Andelot zu Mindelheim, Verzeichnis der kaiserlichen 
Offiziere. 

Undatiert. Bitte des Landgrafen um Benachrichtigung über Be- 
werbung von Knechten für den König von Frankreich um Mömpel- 
gard und anderswo. 

1) Kopialbneh H 1 IbL 42. 

PoUL IrohiT dM Undgr. PhUipp. 17 



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258 Tag SQ Donauwörth. Kammergerieht 1534 Dez.— 1686 Jani. 

Tag zn Donauwörth. 

427. Akten den Landgrafen PhlUpp. 1534 Dez.— 1535 Jan. 

Ausschreiben an Kurmairu^ KurpfalXj Würxburg und Bayern, Be- 
richte der hessischen Gesandten Dr, Oearg v. BoinAurg und Otto Hund, 

1534 Dez. — 1535 Jan. Yersnche des Königs Ferdinand, den Seh^bi- 
Bchen Bund zu verlängern oder neu anfznrichten. Bewerbung des Kaisers 
in den Oberlanden. Berednng mit Pfalz, Mainz nnd Dr. Eck. Bayerns 
Geneigtheit, einen neuen Bund zu schlieBen, Frage des Ausnehmens, 
besonders WtLrttembergs. Verhandlung mit den Städten. Vorträge 
der kaiserlichen Kommissare und des königlichen Gesandten. Weigerung 
der hessischen Gesandten eine schriftliche Antwort zu geben: sie 
seien nur gekommen, die Vorschläge anzuhören; Abreise, während 
die anderen zurückbleiben. Geneigtheit der Städte, unter Ausnehmung 
der Religion in den Bund einzutreten. 

Kimniergericht. 

428. Akten des Landgrafen Philipp. 1535 Febr. Juni. 

Berichte Johann Helfmanns an den Kurfürsten van Sachsen und 
den Landgrafen, 

1535 Febr. Vorgehen des Fiskals gegen Lübeck. Bescheid vom 
17. Februar. 

Juni. Neuer Beisitzer am Kammergericht für den rheinischen 
Kreis (Sohn des kurpfälzischen Kanzlers). Ladung des Abts von 
Haina wider die Stadt Göttingen. Ansichten des von Kursachsen an 
das Kammergericht verordneten Dr. Creitz wegen Restituierung der 
geistlichen Güter. Fortfahren des Kammergerichts in den Religions- 
prozessen ohne Rücksichtnahme auf Kaiser, König und erfolgte Reku- 
sation. Religionssache der Stadt Heilbronn und des Markgrafen von 
Brandenburg. 

Briefwechsel mit Bäten. Bestallungen* Zeitungen. 

429. Akten des Landgrafen Philipp besw. des Kammersekreiirg Hein- 
rieh Lersner. 1535 März— Okt 

Briefwechsel mit Statthalter und Räten zu Kassel^ dem Kanxier 
FeigCj dem l£arschaU Hermann v, d. Malsburg, Ausschreiben an Beamte. 
BestaUungsreverse. Zeitung. Dabei ein Schreiben Georg Wredes an die 



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Briefireoh8el mit Bäten. Bestallangea. ZeitaDgen. 1635 Hära— Okt. 259 

Kassder Bäte und des Amtmanns Kurt Heß xu Gfießen an den Sfatt- 
haUer an der Lahn Georg v, Kölmatsch. 

1535 März. Bewerbungen um Reiter in Niederdentschland. Höhe 
des Soldes. 

Apr. Besetzung von Gießen mit Söldnern aus den Städten. 

Mai. Hessische Vermittlung in dem Streite zwischen Eursachsen 
und dem Erzbischof von Mainz und Magdeburg wegen des Grafen- 
gedinges in Halle. Befehl fremde, durch Hessen ziehende Leute ge- 
fangen zu nehmen. Gesandtschaft an den Bischof von Münster wegen 
dessen Schulden an Herzog Magnus von Sachsen-Lauenburg. Feiges 
Gutachten wegen der Modalität der Lehensempfängnis durch Herzog 
Ulrich yon Württemberg. 

Juni. Tag zwischen dem Abte von Corvey und Jost Ean, sowie 
zwischen dem Abte und den v. Amelunxen, Interesse des Landgrafen 
daran wegen der Mißhelligkeiten des Abtes mit der Stadt Höxter. 
Ansprüche des Grafen Wilhelm von Nassau auf den Anteil des Grafen 
Eberhard Ton Königstein an der Grafschaft Diez. Botenamt der 
Markgenossenschaft Fuchsenhelde. Instruktion nach StraBburg. Kur- 
sächsisches Schreiben wegen der Stadt Heilbronn. Instruktion fttr 
Jakob T. Taubenheim in dem kurmainzisch-kursächsischen Streite. 
Tag zu Worms wegen Münster. 

Juli. Annahme des Hans Keim zum Fußknechthauptmann. ^) 
Aufenihaltsort des Hans Thoma von Bosenberg. 

Aug. Schreiben an Herzog Georg von Sachsen, Carlowitz und 
Dr. Fachs wegen Wilhelms und Christophs v. Haugwitz erlittener 
Brandschäden. Antwort an Münster. Ernennung von Reformatoren 
fttr den päpstlichen Hof durch den Papst. >) 

Okt. Aimahme des Jeremias Ehem zum Fußknechthauptmann. <} 

430« Akten des Statthalters in Kassel Adolf Bau r. Hollhansen, Burk- 
hards T* Cramm und des Kanzlers Johann Feige. 

1535 März. Sept. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp,^) 

1535 März. Reise des Landgrafen nach Sachsen, Verhandlungen 
in Halle mit dem Erzbischof von Mainz wegen der münsterischen 
Sache (Erlegung seiner Anläge und Vorstreckung von 2000 Gulden 



1] In NachtrSigen des Samtarchiys. 

2) Vielleicht erst durch den Schmalkaldischen Bundestag zu Sehmalkalden 
(Nr. 432) in die hessische Kanslei gekngte Abschriften. 

3) Ehi Schreiben im Samtarehiye IH 318, 16. 

17* 



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260 Tag EU Ladenborg. Oberländiache Gesandtachaft. 1636 Mai, Juli. 

an den Bischof von Münster). Ankauf von Tuch in der Frankfurter 
Messe. Wttrttembergisohe Antwort anf die Werbung Alexanders 
y. d. Tann. Bewerbungen in den Niederlanden. Die Lage vor 
Münster. Verhalten der Städte in der münsterischen Angelegenheit 
[Schreiben von Bremen an Köln). Erlegang der in Coblenz bewilligten 
Gelder durch die Kreisstände. Melchiors y. Lehrbach Ankunft in 
Kassel, seine Geisteskrankheit. Der gefangene Krämer Johann yon 
Köln, Schreiben der Stadt Nürnberg. Vermessung der Hufen im Amt 
Kassel, Erkundigung nach den in Abgang gekommenen Gerechtsamen 
des Landgrafen. 

Sept. Audienzgesuch Hartmuts y. Cronberg, Befehl an Feige, ihn 
bei sich in Corbach zu yerhören. Lösung an Hachbom durch Marx 
Losch y. Molheim yon Kaspar y. Gießen. Unterschrift eines Schrei* 
bens an Frankfurt. 

Tag zu Ladenburg. GesandtBchaft der oberlftndisclien Städte. 

431« Akten des Landgrafen Philipp beiw« des Kammersekretftrs Hein- 
rieh Lersner« 1535 Mai. JuU. 

NoUxm Lersners. Schreiben der Gesandten der ob&iändischen Städte 
(Straßburg j Konstanz, Ulm, EßUngen, BeutUngen, Memmmgeny Lm- 
daUy Isny und Biberach), Michael Hahn, Stadtschreiber xu Straßburg, 
und Sebastian Äitinger, geheimer Sekretär xu Ulm, Instruktion für 
diese, Antwort darauf. Abschriften einschlägiger Schriftstücke, 

1535 Mai. Verhandlungen zu Ladenburg mit Jakob Sturm und 
[Eberhard] 1) Besserer wegen Erstreckung der eyangelischen Einung. 
Abordnung Feiges nach Worms.^) 

Juli. Rückkehr der Gesandten yom Kurftlrsten yon Sachsen, 
dessen Antwort. Werbung bei dem Landgrafen: Erstreckung der 
eyangelischen Einung und Aufnahme neuer Mitglieder. (Früherer 
Empfang der Gesandten in Bauschenberg). Geneigtheit des Land- 
grafen zum Ausschreiben eines Tages auf Laurentii behufs Erstreckung 
der Einung und Besprechung der Reichskammergeriohtsprozesse. 



1) Lenner nennt ihn in der Instruktion für Feige Georg, ygl. dagegen 
Winckelmann, Politisehe Korrespondenz der Stadt Strasburg II 268. 

2) Es ist unwahrscheinlich, daß Feige die Reise nach Worms, welche durch 
die Gesandtschaft der Städte gegenstandslos geworden war, ausgeführt hat 



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Bundestag sn Sohnudkalden 1636 Dez. 1636 Jan. 261 

Schmalkaldisclier Bundestag zn Schmalkalden. 

432. Akten des Landgrrafen Philipp nnd seiner Gesandten anf dem 
Bundestage in Sehmalkalden Landrogt an der Werra Siegmnnd 
T« Boinebnrg, Amtmann sn Sehmalkalden Adam Trott ^), Dr« 
Walter nnd Georg KnBpieker.^) 1535 Dez. 1536 Jan. 

Instruktionen für die Gesandten vor der Ankunft des Landgrafen in 
SchmalkaMen und nach seiner Abreise von dort. Präsenzliste der Oe- 
sandten der BundesstädteJ) Enttvürfe und Niederschriften gehaltener 
Reden und erteilter Antworten. Outachten. Denkxettd. Abschriften 
cds Vorakten der Verha/ndhmgen. Briefwechsel Philipps und der Ge- 
sandten bezw. des Bundes mü Johann Edfmann. Vertragsentwürfe. 
Vertragsurkunde, Abschied,*) VoUmaeht. ProtokoUarisohe Notixen. Reverse 
(Beitrittserklärungen zum Bunde). *) Schreiben der an die Stadt Frarik^ 
fürt geschickten Gesandten Rudolf Schenk zu Schweinsberg, Jakob Sturm 
und Batt v. Duntxenheim. 

1535 Dez. Instraktionspnnkte vor der Ankunft Philipps. Haupt- 
zweek: Mittel nnd Wege gegen das unrechtmäßige Vorgehen des 
Kammergerichts und Erstreckung des Bundes. Vertretung aller 
Beligionssachen; was hierunter zu verstehen ist. Schriftliche Ein- 
reichnng der Beschwerden. Schreiben aller glaubensverwandten Stände, 
nicht allein der Bundesglieder, an das Kammergericht, Gesandtschaft 
oder Schreiben an den Kaiser, ftlr den Fall der Erfolglosigkeit dieser 
Mittel andere Unterstützung der Bedrängten. Möglichste VergröBerung 
des Bundes. Abänderungsvorschläge der Bundesverfassung (darunter: 
Erwählung eines Hauptmanns zur täglichen Ausrichtung). 

Instruktionspunkte nach der Abreise des Landgrafen. Abschied, 
Verhandlungen mit Frankfurt, Hamburg, Württemberg wegen des 
Beitritts zum Bunde. Verhandlungspunkte mit England und Frankreich. 

Verhandlungen mit dem päpstlichen Orator Peter Paul Vergerius 
wegen des Konzils. Dessen Schreiben aus Prag an Kursachsen (Dez. 1) 
und die ihm durch die Bundesstände erteilte Antwort (Dez. 21). «) 

Die Prozesse am Beichskammergericht. Der Wiener Abschied vom 
22. Nov. 1535 zwischen König Ferdinand und Kurfttrst Johann 
Friedrich (Stillstand aller Reichskammergerichtsprozesse auf Orund 

1) In der iweiten Instroktion Ut Adam Trott nicht genannt 
8) Vgl ftueb die Handakten des Johannes Fontlas Nr. 461. 
8) Nieht aieher, ob zn diesem Schmalkalder Tage gehörig. 

4) Ansfertignng in Wien. 

5) Im Samtarehive IV 112,11 (Angsburg) ; 110, 10 (Frankfurt) ; 112, 12 (Kempten). 

6) Übersetzung ins Deutsche yon Ph. Melanchthon. 



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262 Bundestag zu SchmaUudden 1535 Des. 1586 Jan. 

des Eaadener Vertrags). Verhinderung Hierters und Helfmanns, naeh 
Sohmalkalden zu kommen. Absicht des Eammergeriehts, in den 
Prozessen fortzufahren, es werde denn eine andere Ordnung des 
Kammergerichts aufgerichtet. 

Anweisung an die Prokuratoren, den Wiener Abschied dem 
Eammergerichte zu produzieren. Die einzelnen Prozesse in Religions- 
sachen, besonders EBlingens und Lindaus, i) 

Mündliche Verhandlungen zwischen Kurfürst Johann Friedrich und 
dem Landgrafen betr. Aufrichtung der Bundesverfassung, Stimmen 
Württembergs, Pommerns und der Städte, Antwort an England^ Er- 
legung der Bundesanlage, Bestellung yon Hauptleuten, Botschaft an 
den kaiserlichen Hof. 

Erstreckung des Bundes, Erneuerung des Bündnisses. Verfassung 
zur Gegenwehr (Dez. 23): Defensivbttndnis, Einsetzung von neun 
Kriegsräten, Stärke des Bundesheeres und Höhe der Anlagen für die 
einzelnen Bandesglieder, Bundeshauptleute, Nachrichtendienst unter 
den Hitgliedern, Verbot eigenmächtigen Handelns der einzelnen Stände, 
Aufgaben des regierenden Hauptmanns und seiner Kriegsräte, Be- 
schaflfung und Unterbringung des Geschützes, gegenseitige Öffoung 
der befestigten Plätze, Beuteverteilung nach der Höhe der Anlage. 

Abschiedspunkte :^} Erstreckung des Bundes um zehn Jahre 
(Besserung der Verfassung), Aufnahme neuer Mitglieder, Prozesse in 
Glaubenssachen. 

Verhandlungen über die Aufuahme neuer Mitglieder in den Bund. 
Ratschlag, ob man ohne Verletzung des Nürnberger Friedens mehr 
Mitglieder aufnehmen dürfe. Widerstand des Landgrafen gegen die 
Aufnahme des Grafen Wilhelm von Nassau und Verhandlungen darüber 
mit Herzog Franz von Braunschweig, Fürst Wolfgang von Anhalt, 
Jakob Sturm von Straßburg und Dr. Levin v. Emden von Magdeburg. 
Die dem Grafen von selten des Kurfürsten von Sachsen gegebene 
Zusicherung.') 

1536 Jan. Aufuahme von Augsburg, Frankfurt (nach Absendung 
einer Gesandtschaft) und Kempten. 

1535 Dez. Gemeinsames Schreiben Kursachsens nnd Hessens an 
England wegen der Unterstützung von Dänemark gegen Lübeck. 

(Die Verhandlungen mit dem englischen Gesandten auf dem 



1) Hierbei Absohrift der Eingabe von Lindau auf dem Stadtetage zu Eßling^n 
1635 Aug. 24. 

2) Abdruck bei Winckelmann , Politische EorreBpondenz der Stadt Strai3- 
barg 11 S. 321. 

3J Samtarcbiv IV 136, 35. 



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DSnemark 1636 Jan.— Okt 263 

Sohmalkalder Tage, sowie die späteren Verhandlungen mit England 
bis zmn Bundestage in Frankfurt befinden sich bei den Akten dieses 
Tages Nr. 448.) 

Dänemark. 

433« Akten der hessiBchen Gesandten auf dem Tage n Lflnebnrg Mar- 
sehall Hermann t« d« Malsbnrg nnd Kanzler Johann Feige« 

1536 Jan. Febr. 

Protokolle^ Notizen^ Vertrag in Abschrift^ Urkunde des Herxogs Ernst 
von 



1636 Jan. Verhandlungen in Lüneburg zur Beilegung des Streites 
zwischen dem König Christian von Dänemark einerseits und den 
Städten Lübeck, Rostock und Wismar nebst dem Grafen Christoph von 
Oldenburg und dem Herzog Albrecht von Mecklenburg andererseits. 

Febr. Vertrag (zu Buxtehude). Verpflichtung der Vermittler (Kur- 
sachsen, Herzog Ernst, Hessen) gegenüber Lübeck, Hinterlegung von 
15000 Oulden in Hamburg. 

434. Akten des Kanilers Felge. 1536 Apt. Okt. 

Abschriften eines gememsamen kurpfcUxisch-hessischen Schreibens aus 
Heiddberg an die Königin Maria ^ Statthalterin der Niederlande, und 
den König Christian von Dänemark, der Antwort des letzteren und der 
Instruktion des Königs für den lilneburgischen Kanzler Johann Purster,^) 
Abschriften von Schreiben der Königin Maria an König Christian aus 
den Jähren 1534 und 1535.^) Schreiben Feiges an den Landgrafen. 

1536 Apr. Angebotene Vermittlung in dem Zwist der Königin 
IVIaria und des Pfalzgrafen Friedrich mit dem Könige von Dänemark 
durch Kurpfalz und Hessen, sowie durch Kursachsen und Hessen. 

Okt. Gutachten Feiges. 

435. Akten des Landgrafen Philipp. 1536 Juni. Okt. 
Vertragsurkunde. Abschriften von Verträgen. 

1536 Juni. Verpflichtung des Königs Christian von Dänemark, 
den ihm durch die kursächsischen Gesandten in Hamburg vorgelegten 
Wortlaut eines Vertrags mit Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen, 
den Herzögen Ernst und Philipp von Braunschweig-Lünebnrg, dem 
Landgrafen Philipp von Hessen, dem Fürsten Wolfgang von Anhalt 

1) SamUrchiy IV 106, 4. % Samtarchiy IV 106, 6. 



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264 Die y. Cronberg. Zeitangen. 1636 J».— Sepi 

nnd den Grafen Gebhard nnd Albrecht von ManBfeld zn voUzielieny 
wenn ihm die versprochene Hilfe geleistet wird.^} 

Okt. Sechsjähriges Bündnis des EOnigs mit den genannten 
Fürsten.») 

Die y. Cronberg« 
436« Akten des Bentmeisters in Grflnberg Hemami Sinolt gen« Sehflti. 

VoOmacht, Instruktion, Verxdchms, 

1536 Jan. Auftrag, den durch das Aussterben der Familie 
T. Bttnau erledigten Weinzehnten zu Gelnhausen, den die y. fiünan 
yon den Herren y. Cronberg zu Lehen getragen hatten, fUr Hessen 
einzuziehen. 

Zeitnngeii. 

437. Akten des Landgrafen PhUipp. 1536 Jan.— Sept. 

Kaiserliches Mandat (Dmck). Schreiben des Hans David von Basel 
und Johanns v. Quickelberg aus Antwerpen. Zeitungen, Abschriften 
von Schreiben, Schreiben des Amtmanns xu Neucastd Philipp SUchn 
tem V, Erpfenstein an den Oberamtmann der Niedergrafschaft Katzen- 
einbogen Heiderich v. Kaienberg, •) 

1536 Jan. Kaiserliches Verbot, sich gegen den Kaiser oder den 
König Ferdinand in Ejriegsbestallung zu begeben. 

März. Apr. Der Kaiser in Italien, seine Rüstungen und Absichten. 
Seine Verhandlungen mit dem Papste und sein Verhältnis zu Frankreich. 

Mai — Juli. Hinrichtung der Königin yon England. Krieg zwischen 
Karl V. und Franz I. Türkische Hilfstruppensendung nach Frank- 
reich. Gefangene französische Werbeoffiziere. Ejiechte in Friesland, 
angeblich für den Herzog yon Holstein, deren Drohungen gegen 
Holland. Absicht des Pfalzgrafen, Ejiechte zu werben und Kopen- 
hagen zu besetzen. (Absicht Quickeibergs, hessische Wolle zu kaufen). 
Die neue englische Königin. Schertlin im kaiserlichen Dienst. Der 
Krieg in Italien. Tmppenansammlungen bei WeiBenburg. England 
und Schottland. Stephan Schlick. 

Aug. Bericht des Grafen Heinrieh yon Nassau aus dem kaiser- 
lichen Lager an König Ferdinand. 

Sept. Die beim Könige in Bozen eingelaufenen Zeitungen. 

Die Berichte Sebastian Schertlins s. in der folgenden Nummer. 

1) AoBfertigang im Samtarcfaive n 102, 6. 

2) Eine Abschrift im Samtarchive IV 106, 3. 

3) Von diesem weiter gereicht. 



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RUBtangen. SoherUin. 1586 Febr.— Des. 265 

Bfistnngen. Schertliii. 
438. Akten des Landgrafen PhlUpp. 1536 Febr.— Dez. 

Aussckreibefn an Lehenleute. Briefwechsel mit Sebastian ScherfUn. 
Sdareiben des Schlossers Hans Schmidt xu Aschaffenburg und Johanns 
von Erfurt Bestallungsreverse, Verzeichnis. 

1536 Febr. Befebl an die Lehenlente, sich anheimisch nnd ge- 
rttstet zn halten. 

März. Apr. Nachricht Schertlins dnrch den vom Landgrafen an 
Angsbnrg nnd Ulm gesandten Peter (Baidel). Werbungen Felkers 
Y. Enöringen für die bayrischen Fürsten; Schertlin verhindert sie, 
indem er Hanptlente zugunsten Hessens abwendig macht. Bat Schert- 
lins , den Herzog Ulrich in den Bnnd aufzunehmen und ihn mit den 
Städten nnd seinem Sohne Christoph auszusöhnen. Der Kaiser und 
Frankreich, abgeschlagenes Vertragsanerbieten des Kaisers. Seine 
Geldanfhahmen nnd Bfistnngen (Konrad v. Bemmelberg). Bitte Schert- 
lins nm Erlaubnis, sich fttr den Krieg in Italien anwerben lassen zu 
dürfen. Projektierte Zusammenkunft des Landgrafen mit Schertlin. 

Aug. Erfindung von Feuerwaffen und anderen Kriegsgeräten 
dnrch Hans Schmidt imd [undatiert] Johann von Erfurt. 

Nov. Dez. Bttokkehr Schertlins aus Italien. Erbieten des Kaisers 
gegenüber den Hanptleuten für späteren Bedarf. Zeitung vom Kaiser 
nnd aus Italien. Mißglückter Versuch der bayrischen Herzüge, 
Schertlin anfznheben, dessen Verlangen, die Ursache zn erfahren. 
Der Landgraf will die Angelegenheit auf einem Bundestage zur Sprache 
bringen. Seine Bemühungen, Haupileute auf Wartegeld fttr Hessen 
anzunehmen. Bayrische Werbungen. Der Kaiser und Frankreich, 
Kriegsanssichten. 

März — Dez. Annahme Sems v. Triebt, Joachim Doests und 
Hans Bers von Augsburg zu FuBknechthauptleuten. 

Beschaffung von Eisen nach Kassel für Geschütze. 

Sehmalkaldlsclier Bundestag zn Frankftirt. 

Briefwechsel mit den Gesandten. 
489. Akten des LandgrafeM Pliillpp. 1536 März— Mai. 

Ausschreiben an die Städte Straßburg ^ JJlm^ Augsburg und Frank-^ 
fürt Instruktion fü/r die hessischen Gesandten xum Frankfurter Tage 
(Siegmund v. Boindmrgy Dr. Johann Fischer gm. Walter und Vixe- 



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266 Bundestag sn Frankfurt 1686: 

kanxler Georg Nußpicker) und Briefwechsel mit ihnen. Schreiben der 
Bundesstände. 

1536 März. Einladang an die Städte zum SchmalkaldiBehen 
Bandestage in Frankfurt (angebliehe wttrttembergisehe Rttstangen 
gegen Bayern, Vermittlang, bayriBche Rttstangen, englisehe Botschaft, 
Zwistigkeiten zwisehen Eurfttrst Johann Friedrieh and Herzog Geoig 
von Sachsen). 

Apr. Aufträge für die vom Nordhäuser Tage zurückkehrenden 
Gesandten betr. Herzog Heinrich von Mecklenburg, Dänemark, Nassau 
und die Haltung der Gesandten auf dem Tage zu Frankfurt. Über- 
sendung der Instruktion und der auf dem Tage zu benutzenden Akten. 
Instruktionspunkte: bayrische BUstungen gegen Württemberg abge- 
stellt, Frage der Untersttttzung von Evangelischen, die nicht dem 
Bunde angehören, Aufrichtung der Verfassung und Hinterlegung des 
Geldes (Ansichten der sächsischen und Seestädte hierttber), die Ant- 
wort der Stadt Einbeck, Bereitwilligkeit des Herzogs Ulrich dem 
Bunde beizutreten, wenn es sich nur um Religions- und Glaubens- 
sachen handelt, Stimmenrerhältnis, Befugnisse der Haupfleute, Ver- 
handlungen mit den englischen Gesandten, Zwist zwischen Eurfbrst 
Johann Friedrich und Herzog Georg von Sachsen, Beschwerung der 
Stadt Ulm in ihrem Barchenthandel durch die Fugger, Förderung 
dieser Angelegenheit bei den englischen Gesandten, Straßburger Ent- 
wurf der Antwort der evangelischen Stände an den Kaiser. 

Befehl des Landgrafen, den straBburgischen Gesandten die In- 
struktion vorzulesen. StraBburgischer Vorschlag, eine Botschaft an 
den Herzog von Savoyen und die Stadt Bern zu schicken, Verhand- 
lung mit den evangelischen Eidgenossen durch Vermittlung von BaseL 
Zusendung eines Schreibens Luthers i) betr. die Nützlichkeit einer 
Gesandtschaft nach England. Klagen des Abts von Haina gegen den 
Landgrafen am Kammergericht. Schreiben des Herzogs von PreuBen 
betr. Riga. Schwierigkeit für die Gesandten, die angesetzten Tage 
in der osnabrUckisch-tecklenburgischen und der henneber^schen Sache 
zu besuchen. Schreiben des Herzogs Georg von Sachsen an die Ge- 
sandten. Anwesenheit des nassau-dillenburgischen Dieners (Kanzlers) 
Jakob Otto in Frankfurt. Grcspräch der hessischen Räte mit dem eng- 
lischen Gesandten. Nichtbeschickung des Tages durch zahlreiche 
Bundesstände, besonders die sächsischen Städte. Absicht des (nach 
Württemberg reisenden) Landgrafen, Herzog Ulrichs Aufnahme in den 
Bund zu vollziehen (halbe Hilfe, eine Stimme, ein Kriegsrat). Schreiben 

1) Nicht erhalten. - 



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BriefwechBel mit den Gesuidten. 267 

Herzog Georgs an den Landgrafen, Förderung seiner Angelegen- 
heit Zustimmung Philipps zur Gesandtschaft des Bundes nach Eng- 
land. Weigerung Goslars, den Bundesbeitrag zu hinterlegen. Befehl 
des Landgrafen, die Verfassung trotz dem Fehlen der niedersächsi- 
sohen Städte und Fürsten womöglich aufzurichten. Erneuerung des 
hessischen Protestes gegen die Aufnahme Nassaus. Guter Fortgang 
der Verhandlungen, zahlreicher Besuch. Herzog Ernst von Braun- 
schweig hat seinen Kredenzbrief an die Herzöge von Bayern und die 
Reverse bezüglich seines und der Städte Bremen, Braunschweig, Ham- 
burg und Hannover Eintritts in den Bund. Höhe der Anschläge der 
einzelnen Bundesglieder. Mündliche Verhandlungen des Landgrafen 
mit dem Herzog von Württemberg bezüglich seiner Beiträge und Stim- 
men. Allgemeine Zufriedenheit der Bundesstände mit dem Beitritt 
Württembergs. Weshalb die strittige Sache zwischem dem Kurfürsten 
and dem Herzog von Sachsen nicht als Beligionssache anzusehen ist, 
wie der Kurf&rst will. Aufnahme des Herzogs Ulrich, selbst wenn 
die Verfassung noch nicht aufgerichtet wird. 

Mai. Fortgesetzte Verhandlungen wegen der Stimmenzahl und 
der Höhe der Beiträge. Die Frage der Unterstützung von evangeli- 
schen Ständen, die nicht in der Einung sind, gegen einen katholischen 
Stand wird auf dem jetzigen Tage nicht zum Schlüsse gelangen kön- 
nen wegen mangelnder Vollmachten. Auch bezüglich der englischen 
Botschaft fehlt es an genügender Vollmacht. Besonderes Schreiben 
des Bundes an den Landgrafen in der Streitsache der sächsischen 
Fürsten. Widerstand der hessischen Gesandten gegen die Zulassung 
Jakob Ottos zu den Verhandlungen. — Des Kaisers Ankunft in Trient, 
seine Absicht, sich nach Deutschland zu begeben: Befürchtungen. Des 
Landgrafen Vorschlag, eine Gesandtschaft an ihn abzuordnen und zwei 
Oratoren bei ihm zu unterhalten. Des Kaisers und Bayerns Verlangen 
an Augsburg, die katholischen Zeremonien wiederherzustellen. Ant- 
wort an die englische Gesandschaft (im Nebenabschied). Nassauische 
Sache. Die Eidgenossen. Abreise der Gesandten. 

440« Akten der hessischen Gesandten auf dem Bundestage zu Frank- 
furt. • 1636 April. Mai. 

Instntkiion. Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp, 

Vgl. die Gegenakten des Landgrafen (Nr. 439). 

TerUngening des Bnndes and Anfiiahme nener Hitglieder. 

441« Akten der hessisehen Gesandten auf dem Bundestage zu Frank- 
ftirt bezw. des Landgrafen Philipp. ' 1536 (Febr.)— Juni. 



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268 BündeBtag zn Frankftirt 1536: 

Abschriften von Urkunden. Vorträge. Votlnmcht (im Konzept). Ab- 
schied. Schreiben der Stadt DinkelsbüM. 

1636 (Febr. März) April. Mai. Aufnahme von Pommern i) und 
Württemberg.*) Auftrag fttr Herzog Ernst von Lüneburg und die 
Städte Magdeburg und Braunsehweig, um mit Goslar, Göttingen und 
Einbeck wegen deren Bedenken gegen die Verlängerung des Bundes 
zu verhandeln. Der den kursächsischen und hessischen Räten von 
den Bundesständen wegen der Teilnahme Nassaus gegebene Ab- 
schied. ^) 

Juni. Weigerung der Stadt DinkelsbUhl, dem Schmalkaldischen 
Bunde beizutreten. 

Prozesse am Beichskammergerieht. 
442. Akten des Tizekanilers Georg Kufipieker«^) 1536 Apr. Mai. 

ProtokoUarisdie Notixen. Entwurf etner Instruktion. Ausschreiben 
der Bundesstände an den königlichen Bat Bitter Johann Schad v. Mittet- 
biberach xu Warthmtsen^ an die HerxÖge Wilhelm und Ludimg von 
Bayern^ den Bischof Christoph von Augsburg, den kömglichen Bat Bitter 
Wolf Dietrich v. Kruhingen, die Oebrüder Oeorg und Achax Erbmar- 
schölle V. Pappenheim xu Wertingen und an die Bundesprokuratoren Dr. 
Ludwig Hierter und lAc. Johann Helfnuttm. 

1536 Apr. Mai. Eintreten für die in Religionssachen durch Pro- 
zesse am Hofgericht in Rottweil und am Reichskammergericht be- 
drängten Bundesstände (Stadt Eonstanz in zwei Religionssachen am 
Hofgericht, Stadt Frankfurt wegen Sperrung von Zinsen des Barfüßer- 
klosters durch die Herrschaft Hanau und die Burg Friedberg, Stadt 
Augsburg wegen Sperrung der Zinsen des Predigerklosters durch die 
Herzöge von Bayern, den Bischof von Augsburg, Wolf Dietrich v. Knö- 
ringen und Georg und Achaz Marschälle v. Pappenheim, Stadt Mem- 
mingen wegen ihrer Hospitalzehnten, Stadt Biberach gegen Johann 
Schad wegen der Zinsen und Renten ihrer Pfründen, Stadt Lindau 
wegen der durch den Fiskal befohlenen Anstellung der Messe im 
Frauenkloster), AusschuBbedenken wegen einer Gesandtschaft an den 
König wegen der schwebenden Religionsprozesse. 



1) Zwei Abschriften im Samtarchiye IV 110, 7 u. 8. 

2) Die yom Landgrafen ausgestellte Urkunde In Abschrift im Samtarohive 
rv 136, 35, der Revers Herzog Ulrichs in der Ausfertigung ebenda IV 110, 9. 

3) Niederschrift im Samtarchire IV 14, 114. 

4) Zum Teil yon der Hand Jakob Sturms. 



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Verlängenuig des Bandes, Kammergerioht, England. 269 

Terhandlungen mit England. 

448. Akten des Landgrafen Philipp beiw. seiner Gesandten anf den 
Tagen in Sehnalkalden^ Wittenberg , Nordbansen nnd Frank- 
ftirt.1) 1535 Dez.— 1536 Juni. 

Entunlrfe und Abschriften bextv. Niederschriften von gewechselten Schrei^ 
ben^ gehaltenen Vorträgen und erteilten Anttvorten, Verhandlungspunkten. 
Ausschreiben des Landgrafen an die Städte Straßburg j Augsburg, Ulm, 
Frankfurt, OötHngen und Einbeck. Bericht Feiges an den Landgrafen. 
Instruktion, 

1535 Dez. Verhandlungen auf dem Tage zu Schmalkalden mit 
der englischen Botschaft Edward Bischof von Hereford, Nicolaus 
Heith und Antonius Barus, Gespräch des kursächsischen Kanzlers 
Dr. Brück und des Mag. Franz Burghart mit ihr (Gesandtschaft an 
den EOnig Ton England, um ihn in Beligionssachen zu unterrichten, 
freies Konzil, Abwendung eines anderen Konzils, Bündnisbedingungen, 
BesehluB des Königs, dem Papste seinen Primat keinenfalls wieder 
einzuräumen). Die 13 Artikel, auf die man sich mit den englischen 
Gesandten verabschiedet hat. Kursächsisch-hessisches Schreiben an 
den KOnig von England wegen Unterstützung des KOnigs Christian 
von Dänemark und erteilte Antwort (Gründe, weshalb der König bis- 
her mehr Lübecks als des Königs Christian sich angenommen habe, 
Bereitwilligkeit, auf die Wünsche der beiden Fürsten einzugehen). 

1536 März. Die in Wittenberg mitgeteilte Antwort des Königs auf 
die 13 Artikel. Die dort geführten Verhandlungen der kursächsischen 
Theologen mit den englischen Gesandten. Mitteilung hiervon an die 
Städte und Aufforderung, ihren Gesandten entsprechende Vollmachten 
für den Frankfurter Tag zu geben. Gutachten Feiges über die eng- 
lisohe Frage. 

Apr. Verhandlungen in Nordhausen mit den kursächsischen Räten 
wegen der englischen Bttndnisfrage. 

Mai. Die den englischen Gesandten auf dem Frankfurter Tage 
erteilte Antwort.^) Sendung des Christoph Mount durch den Bischof 



1) Die Verhandlungen mit England seit dem Schmalkaldischen Tage vom 
Des. 1636 sind hier der Übersichtlichkeit wegen sueammengefaßt, zumal die Akten 
hierüber den Gesandten auf dem Frankfurter Tage als Material gedient haben 
werden. Die Abschriften der auf dem Naumburger Tage (Ende Mai bis Anfang 
Jon!) infolge der Frankfurter Verhandlungen abgelassenen Schreiben sind bei- 
gefügt 

2) Eine Niedersohrifit von Walters Hand im Samtarchive IV 114, 16. Vgl. 
auch den Nebenabschied Nr. 446. 



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270 Tag zu Schmalkalden 1536: karB.-säch8. Irrangen, Abschied. 

von Hereford an Karsachsen and Hessen, am eine definitive Antwort 
za erhalten. 

Mai. Juni. Earsächsisch-hessisches Schreiben an den Bischof und 
den König Yon England aas Naambarg: Bitte am Entschaldigang 
wegen des Verzags der definitiven Antwort, Gesandtschaft nach Eng- 
land in Aassicht gestellt. 

Knrsftchsisch-sächsische Imingeii. 

444. Akten des Landgrafen Philipp beiw« der hessischen Gesandten 
auf dem Bnndestage ev Frankfurt. 1536 Apr. 

Schreiben an die Städte Straßburg und Ulm, Auszug aus der Inr 
struJction für die kursächsts(^ien Gesandten auf dem Bundestage. Schrd- 
ben des Kurfürsten von Sachsen an die Bundesstände und deren Brief- 
wechsel mit Herzog Oeorg von Sachsen. Antwort der hessischen Bäte 
auf die Bitte der kursächsischen und deren Wiederantwort 

1536 Apr. Vermittlang in den Irrnngen zwischen dem Karfttrsten 
Johann Friedrich and dem Herzoge Georg von Sachsen wegen der 
Religionsttbong in den sächsischen Landen. Bat der Stände, die güt- 
lichen yei:handlungen mit hessischer Vermittlang fortznsetzen. 

Der Abschied. 

445. Akten der hessischen Gesandten anf dem Bundestage in Frank- 
furt. 1536 Mai. 

Notixen Dr. Walters über die xu erledigenden Punkte. Abschied^) und 
Nebenabschied. Verzeichnis des Registrators Pluek.^) 

1536 Mai 11. Abschiedspnnkte : Veranschlagnng der nen anfge- 
nommenen Mitglieder (Württemberg, Pommern, Anhalt, Angsborg, 
Frankfart, Kempten, Hambnrg and Hannover] hinsichtlich ihrer Bandes- 
beiträge, Stimmen and Kriegsräte Württembergs and Pommerns, Ver- 
handlangen des Herzogs Ernst and der Städte Bremen and Hamburg 
mit Lübeck, am die Stadt nicht ans der Hand za lassen, Verhand- 
langen der Städte Magdeburg and Braunschweig mit Goslar, GOttingen 
und Einbeck wegen ihrer Anlagen, Vollziehung der Bundesurkande, 
Herabsetzung der Quote der Städte, Kammergerichtsprozesse (Städte 
Lindau und Konstanz, Hessen wegen Haina), Klagen von Frankfart, 
Augsburg, Memmingen und Biberach wegen Sperrung der Einkünfte 



1) Ausfertigung im Haus-, Hof- und Staatsarchive zu Wien. 
2] Im Samtarchiye IV 136, 36. 



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Briefwechiel mit Räten 1536 Mai— Nov. 271 

ehemüliger ElÖBter, Verhalten gegenüber etwaigen Feindseligkeiten 
eineg papistisehen Standes, Abfertignng von geeigneten Personen dnreh 
EnrBaclisen und Hessen an den kaiserlichen Hof, Gesandtschaft an den 
Kaiser bei seiner Ankunft in Deutschland, Enndschaften in Italien 
dorch Augsburg und andere Städte, Forderung des Kaisers und Bayerns 
wegen Wiederherstellung der alten kirchlichen Zeremonien in Augs- 
burg. 

Nebenabschied: Die den englischen Gesandten erteilte Antwort, 
die den Gesandten des Bundes nach England zu erteilende Instruktion, 
die zu ernennenden Mitglieder der Gesandtschaft und die Verteilung 
der Gresandtschaftskosten auf die Bundesstände. 

Beponierung Yon Akten des Frankfurter Bundestages in das Archiv. 



Briefwechsel mit Bäten. 

•* 

416. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1536 Mai— Nov. 

NoHxen Heinrich Lersners. Briefwechsel mit dem Kanzler Johann 
Feige, sourie Statthalter und Bäten xu Kassel. Ausschreiben an den 
Marschall (Hermann v. d. Malsburg), Otto Hund, (Kaspar) v, Berlepsch, 
Jbjbert Schenk, Hekaig v. Rückershavsen, und an die Ritterschaft in Hessen. 

1636 Mai. Abfertigung von Boten während des Landgrafen wtlrt- 
tembergischer Reise. 

Juni. Der Landgraf in Naumburg wegen eines Vertrages zwischen 
dem Eurflirsten und Herzog Georg von Sachsen : der Eurfürst wünscht 
das Schreiben des Herzogs an die Bundesstände zu sehen. 

Juli. Abfertigung und Instruierung Rudolf Schenks für den Tag 
ziC Oberwesel (vgl. Nr. 450); Feige über den Abschied daselbst. Ein- 
setzen Ton Nassau in die Reihe der evangelischen Stände in der Voll- 
macht für die Gesandten an den Eaiser. Schreiben an die säch- 
sischen Räte (v. Wildenfels, Easpar v. Minckwitz und Dr. Brück). 

Warnung vor der Unterstützung friedbrüchiger Handlungen (des 
Hans Thoma) gegen Augsburg, Ulm und andere dem Schmalkaldischen 
Bunde zugehörige Städte in der Nähe der hessischen Grenze. 

Sept. Schreiben des Statthalters zu Mainz wegen des Tages zu 
Gelnhausen (Nr. 451) ; Eurtrier als Unterhändler wegen Wolfskehl und 
Stockstadt; Selbstmörder in Stockstadt. Verhandlungen in Wolfhagen, 
Ippingfaausen und Waldeck. Rudolf Schenk bezw. Reichard Rinck 
Gesandte zum Gelnhauser Tage. Schreiben an Eurpfalz wegen Däne- 
marks, Besuch des Tages des vormaligen Schwäbischen Bundes, Unter- 
stützung des Eurfttrsten. Feiges Erankheit. Zeitungen Dr. Hels. Ver- 



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272 Rheinische Einnog: 

höniiig der Sache des Adam Dilnberg von Schotten. GieBen von 
eisernen Engeln; Meister Wilhelm. 

Okt. Irmngen mit Henneberg. Sendnng Beichard Rineks an die 
Bäte Herzog Heinrichs von Brannsehweig wegen genommener Ochsen. 
VerwaltnDgsangelegenheiten. 

Nov. Schreiben des EnrfUrsten Joachim von Brandenburg nnd 
des Herzogs Georg yon Sachsen an den Landgrafen wegen der Erb- 
einnng. Beichskammergerichtssache der Stadt Hamburg. Tag mit 
Herzog Erich von Brannschweig. 

447. Akten des Kanilers Johann Felge. 1536 Jnli. Sept. 

Schreiben des Landgrafen Philipp. 

1536 Juli. Instruktion fbr Budolf Schenk, Antwort an Kurpfalz. 
Nassau in der Vollmacht an den Kaiser. 

Sept. Sendung Dr. Georgs y. Boineburg zu der Gräfin-Witwe 
Ton Bietberg. 

448. Akten des Statthalters an der Lahn Aeorgr t. Kolmatsch. 

1536 Apr.— Sept 

Schreiben des Statthalters und der Bäte xu Kassel^ des Oberamimanns 
der Niedergrafschaft Katxendnbogen Heiderich v. Kaienberg und des 
Landgrafen Philipp. 

1536 Apr. Kundschaft auf die in den Niederlanden angeworbenen 
Beisigen und die in Westfalen gardenden Fußknechte. Die enteren 
sollen Apr. 25 in Köln oder Deutz gemustert werden. 

Juni. Bewegungen Johann Hilchens mit seinen Beitern. Knechte- 
anwerbung in Mainz und Frankfurt. 

Sept. Nachbarliche Streitigkeiten zwischen Hessen und dem Grafen 
Wilhelm von Nassau in den Ämtern Blankenstein und Herbem und 
zwischen den Ämtern Driedorf und Dillenburg. 

Rheinische Einnng. 

Tag m Gelnhausen. 

ii9. Akten des Landgrafen Philipp beiw. des Kanilers Johann Felf e. 

1536 Mai. 

InstrukOan (in Konzept und Ausfertigung) ^ Aufzeichnungen des 
Kanxleischreibers Spitxenberger über den Oang der Verhandlungen^ 



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Tage zu Oelnhaosen ond Obenresel. 1536 Mai. Jnli. 273 

Schreiben der Bhemisehen Einungsvenvandten an die Mitglieder des 
ehemaligen Schtvabischen Bundes j die sich am 28. Mai in Augsburg 
versammdn woüen. Bericht Schenke. 

1536 Mai. Bndolf Schenk und Spitzenberger auf dem Tage in 
Gelnhausen. InBtroktiongpnnkte: Protest des Landgrafen, daß er in 
Sachen des Hans Thoma etwas zu tan schuldig sei, Abstimmung da- 
rüber nicht Yonnöten, Schreiben oder Gesandtschaft nach Augsburg, 
daß die Verhandlungen und der Abschied der früheren Mitglieder des 
Schwäbischen Bundes nichtig und ungesetzlich seien, daß man Hilfe 
und Förderung «in den alten Sachen«, wenn ein Bundesstand mit 
Krieg fiberzogen wird, leisten, sich aber in keine neue Bundesordnung 
begeben wolle, Verhandlungen Schenks mit dem Pfalzgrafen auf der 
Hinreise. — Ablehnung der Erneuerung des Schwäbischen Bundes 
und entsprechendes Schreiben an die Teilnehmer des Augsburger 
Tages. 

Tag SU OberweseL 
450. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1536 Juli. 

Instruktion für Rudolf Schenk (in Konxept und Ausfertigung), Ab- 
schrift des Abschieds. 

1536 Juli. Instruktionspunkte: Schenk soll betreffs der Verpflich- 
tung des Landgrafen, dem früheren Schwäbischen Bunde gegen Eur- 
pfalz wegen Hans Thomas und des Boxberges beizustehen, dem Kur- 
fttreten imd den Einungsyerwandten gegenüber keine endgiltige Ant- 
wort geben, Widerstand gegen die Aufrichtung der 9 Räte und Stimmen 
seitens der Mitglieder des früheren Schwäbischen Bundes, gegenseitige 
Unterstützung der EinungsTcrwandten gegen diesen. Abschied: Be- 
schluß, Eurpfalz im Falle eines Angriffs durch den yormaligen Schwä- 
bischen Bund zu unterstützen, hessischer Vorbehalt, keine bestimmte 
Form und Maß der Hilfe wegen ungenügender Vollmachten, Schreiben 
wegen des nicht anerkannten Abschieds vom 28. Mai ; Hans Ferbers, 
eines früheren Bürgers zu Trier, Streit mit der dortigen Weberzunft 
und besorgte Schädigung des Kurfürsten durch jenen, Klage des Gra- 
fen Wilhelm von Nassau durch Ludwig von Stolberg gegen Trier wegen 
der nach Absterben des Grafen Eberhard Ton Königstein heimgefallenen 
Graftchaft Diez. 



PtUL AivkiT Am Umigt. PUlip». 18 



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274 Bhein. Einnng, Tage zu Gelnhaiuen, Oberwesel u. Mains. 1686 Sept— Des. 

Tag zu Gelnhausen. 

451. Akten des Landgrafen. 1536 Sept. 

Instruktion für Rudolf Schenk und Reickard Rinok in Konxq^t 
und Ausfertigung, Schetücs Bericht Abschrift eines kurpfähischefi 
Schreibens. 

1536 Sept. Widerstand des Landgrafen gegen die Besehicknng 
des Schwäbischen Bundestages, statt dessen Schreiben. Bereitwillig- 
keit, Enrpfalz gegen einen Angriff beizustehen, und zur Besprechung 
über das Maß der Hilfeleistung, aber keine Bewilligung neuer Stim- 
men. Verlauf der YerhandluDgen. Schreiben an den Schwäbischen 
Bund, keine Verhandlungen über die Hilfe wegen ungenügender In- 
struktion. 

Tag zn Oberwesel. 

452. Akten des Landgrafen Philipp. 1536 Nov. 

Instruktion für Rudolf Schenk in Konxept und Ausfertigung, Ab- 
schied, 

1536 Nov. Sendung Sehenks zum Tage der Rheinischen Einungs- 
verwandten in Oberwesel. Weitere Verhandlungen über das Verhältnis 
der Einungsverwandten zum Schwäbischen Bund. 

Tag zn Mainz. 
. 153. Akten des Landgrafen PhUipp. 1536 Dez. 

Instruktion fii/r Rudolf Schenk und Briefwechsel mit ihm. 

1536 Dez. Sendung Sehenks zum Tage in Mainz. Unterstützungs- 
gesuch von Enrpfalz, nachdem durch Vermittelung des Kaisers güt- 
liche Verhandlungen mit dem Schwäbischen Bunde angebahnt worden 
sind. Gesandtschaft an den König. Klagen von Kurtrier gegen Gou- 
verneur und Regenten von Luxemburg. 

451. Akten des hesslgehen Gesandten zum Mainzer Tage Bndolf Schenk 
zn Sehweinsberg. 1536 Dez. 

Instruktion, Protokoll. Schreiben des Landgrafen. Abschied. 
Vgl. die Gegenakten des Landgrafen (Nr. 453). 



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Oberländer. Geeandtsohrnft an den König und den Kaiser. 1636Jnni-^)ki 275 

Terhandlnngen mit den OberUndern. 
465. Akten des Landgrafen Philipp. 1536 Juni. 

Briefwecksd mit den in Ulm versammelt gewesenen oberländischen 
Städten Augsburg ^ Ulm, Reutlingen, Memmingen, Biberach, Kempten 
und Isny, femer mit Straßburg, Konstamx,^) lAndau und Frankfurt a, M, 

1536 Juni. Bedenken der oberländigchen Städte wegen der Ge- 
sandtschaft des Sohmalkaldischen Bundes nach England. Verwendung 
für die Stadt Lindau in deren Bedrängnis wegen der Eeligion. Schrei- 
ben Johann Schads v. Mittelbiberach an Ulm wegen Festsetzung eines 
Tages in seinem Streite mit der Stadt Biberach. Verschiebung der 
Gesandtschaft nach England wegen der Hinrichtung der zweiten Ge- 
mahlin des Königs. Übersendung des naumburgischen Abschieds mit 
Eursaohsen betr. Zulegung je einer Stimme für die oberländischen 
und sächsischen Städte an Straßburg, Augsburg, Ulm und Frankfurt. 

Gesandtschaft an den Konig Ferdinand nnd an den Kaiser. 
456. Akten des Landgrafen Philipp. 1536 Juli— Okt. 

Entwurf und Abschrift von Instruktionen und Beglavbigu'ngS' 
schreiben für die an König Ferdinand und den Kaiser abgeordneten 
Gesandten der evangelischen Stände und Brieftvechsd mit ihnen (wäh- 
rend ihres Aufenthalts in Augsburg) sourie mit dem hessischen Oesandtoi 
Ludung v. Baumhoch xu Binsförth allein, Abschrift eines Schreibens 
der Stadt Augsburg an Kursachsen und der (mündlich und schriftlich 
erteäten) Antwort des Kaisers, Entumrf bexw, Abschriften und Druck 
der ^Versicherung ^ des Königs Ferdinand.^] 

1536 Juli. Aug. Absendung des kaiserlichen Erbmarschalls Joa- 
chim Marschall y. Pappenheim, des Hans y. Dölzig, Ludwigs y. Baum- 
bach und Heinrich Silberwumers yon Worms*) an den König, um 
Beschwerde wegen Nichteinhaltens des Nürnberger Religionsfriedens 
nnd des Eaadener Vertrags durch das Eammergericht und wegen der 
einzelnen protestantischen Ständen yorenthaltenen Güter zu erheben, 



1) Durch Yermitüang yon Straßburg. 

2] Undatiert, aber wohl in diese Zeit gehörig. 

3) In dem Beglaubigungeschreiben yom 6. Juli werden Joachim Marschall 
y. Pappenheim, Dölaig und Heinrich Silberwumer als Gesandte an den König, 
Pappenheim und Silberwurner als Gesandte an den Kaiser erwähnt, in der In- 
struktion yom 2. August dagegen Marschall y. Pappenheim, Ludwig y. Banmbach, 
Sttberwomer und ein Abgesandter der Stadt Augsburg. 

18* 



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276 Gesandtschaft dee Sohmalkaldischen Bondea an den K5nig 

an den Kaiser, nm sich wegen der Beziehungen zu Frankreieh nnd 
England und wegen ihres Verhaltens auf Grand des Nflmberger 
Religionsfriedens zu rechtfertigen. 

Bitte der Stadt Memmingen an die Gesandten, dem Einige ihre 
Beschwerden gegen den dortigen Spitalmeister vorzutragen. Bitte der 
Gesandten um Verhaltungsmaßregeln und, bejahenden Falls, um Bei- 
ordnung eines Gesandten aus Augsburg. Bitte von Württemberg, Efi- 
lingen und Ulm um Vertretung wegen Beschwerung in Beligions- 
Sachen. Eursächsisch-hessisches Schreiben an den Eaiser und Sonder- 
instruktion in diesen Angelegenheiten. Landgraf Philipp gegen den 
Abt von Haina. 

Aug. 8. Antwort des Königs: er ist gewillt, gemäß dem Ntlm- 
berger Frieden und dem Eaadener Vertrag zu verfahren und will die 
Angelegenheit der Protestierenden beim Kaiser fördern; das Vorgehen 
der Stadt Lindau gegen das Frauenkloster daselbst mit Abstellung 
der katholischen Zeremonien ist nicht zu billigen. 

Undatiert, ij Versicherung des KOnigs Ferdinand wegen Ab- 
stellung der fiskalischen Prozesse in Religionssachen bis zu einem 
Konzil. 

Okt. 31. Antwort des Kaisers (Genua): hat dem Vizekanzler Held, 
den er nach Deutschland senden will, Befehl gegeben, Antwort zu 
erteilen. 

457. Akten des hessischen Gesandten Lndwigr t« Banmbacb. 

1536 Juli. Aug. 

Sonderinstruktion für Baumbach, Instruktion^) für die Oesandten 
der protestierenden Stände. Kursächsisehnhessische Schreiben an die Ge- 
sandten. 

1536 Juli. Aug. Vgl. die Gegenakten des Landgrafen (Nr. 456). 
Sonderauftrag für Baumbach : die Stimmung am kaiserlichen Hofe gegen 
die E7angelischen zu sondieren und darauf zu achten, ob etwa Pläne 
gegen diese und den Landgrafen im besonderen (hauptsächlich wegen 
des nassauischen Streites) geschmiedet würden oder gar ein Zug vor- 
bereitet werde. 



1) Vgl. Anm. 2 der vorigen Seite. 

2) Vom 2. August. 



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und den Kaiser. Sendnny des Lorens v. Bomrod. 1636 Dez.— 1536 Okt. 277 

468. Akten des hesslgehen Gesandteii Lndwlgr t. BanmbaeJi. 

1535 Dez.— 1536 Sept. 

Abschriften als Material für die Gesandtschaft xum König Ferdi- 
imni und xum Kaiser, *) 

1535 Dez. — 1536 Sept. Die Beschwernng der protestiereiiden 
Stände in BeligioosBUohen and die hierüber geführten Verhandlungen: 
Schreiben der SchmalkaldiBchen BnndesTerwandten und des Königs 
Ferdinand an den Bischof von Augsburg wegen der Stadt Memmingen, 
Verhandlungen am Eammergerioht betr. den Prozeß des Domkapitels 
zu Speyer gegen die Stadt Eßlingen, das kaiserliche Schreiben 
an das Eammergericht, die Stellung Helfmanns und Hierters, Fort- 
setzung der Beligionsprozesse trotz dem letzten Schmalkaldischen Ab- 
schied, Schreiben des Königs Ferdinand an Kursachsen und Hessen 
wegen der Neuerungen der Stadt Lindau in dem Frauenkloster da- 
selbst , Landgraf Philipp und der geflüchtete Abt von Haina, die 
Städte Ulm und EBlingen und die Mönche yom Kloster Adelberg, die 
Stadt Memmingen und der Spitalmeister Mathias Mairbeok daselbst 
(Hofgericht zu Bottweil), Untersttttzungsgesncho des Herzogs Ulrich 
▼on Württemberg und der Stadt Eßlingen, Mandat des Königs Fer- 
dinand an Efilingen wegen der Konventbrüder zu Adelberg und Beben- 
hausen und Mitteilung dieses Mandats an den Landgrafen. 

Sendnng des Lorenz i. Somrod. 

469. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1536 Aug. 

Instrtiktion und nicht ausgegangene bexw. nicht abgelieferte Schreiben 
an Amd v, Siegen^ den Präsidenten xu Nancy Nikolaus Mengin^ lAc. 
Johann Hdfma/nn und an die Rittmeister Johann Kessel^ Qeorg Wrede, 
Jaspar Wrede gen. Rephun und Emmerich v, Diex.^) 

1536 Aug. Auftrag für Lorenz t. Bomrod, sich scheinbar als 
Diener des Grafen Kaspar von Mansfeld zu dem durch die Nieder- 
lande gegen Frankreich ziehenden kaiserlichen Heere zu begeben 
und den Landgrafen mit Nachrichten über den Gang der Ereignisse 
zu yersehen, namentlich auf die Absichten Nassaus zu achten und 
etwaigen nassauisöhen Anwerbungsyersuchen zu begegnen. 



1) Die Proyenienz alier dieser Abschriften, von denen einige Baohstaben- 
und Zahlensignaturen tragen, l&ßt sich nicht mit Sicherheit feststelien. 

2} Die Schreiben waren noch uneröiftiet, die Absendung Bomrods ist dem- 
nach nicht ausgeführt worden. 



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278 Ernenernng des SohmalkaldiBchen Btutdes 1686 Sept 

Ernenernng des Schmalkaldisehen Bundes. 

460. Akten deg Laodgrafen Pliillpp. 1536 Sept. 29. 
Veriragsurhinden in Entwürfen^ Reinschriften^) und Abschriften. 

1536 Sept. 29. Verlängerang des Schmalkaldisehen Bandes anf 
10 Jahre vom Sonntage Invocavit des Jahres 1537 an gerechnet and 
Verfassang zur Gegenwehr. 

Gatachten hessischer Theologen. 

461. Handakten deg M. Johannes Fontins. 1535 (Dez.)— 1537. 

Niederschrift von Äußerungen des gefangenen Johann v. Leyden, 
Schreiben KnipperdolUngs und Krechtings an Antonius Corvinus und 
Johannes Kymeus, Abschriften betr, die Verhandlungen des Schmal- 
kalder Tages von 1535 — 1536,^) Entwürfe und Abschriften von ffieo- 
logischen und kirchenrechtUchen Ghutachten, Abschriften von Distichen 
des Eobanus Hessus, Schreiben der niederhessischen l^heologen an den 
Landffrafen.^) Notixen und Auszüge. Druckschrift. 

1535 (Dez.) Verhandlungen mit Johann y. Leyden, Knipperdolling 
und Erechting über die wiedertäuferische Lehre. — Die Verhand- 
lungen des Schmalkaldisehen Bundestages (Eröffnungen des französi- 
schen Orators gegenüber Dr. Brück, Melanchthon und den hessischen 
Gesandten in Betreff des Konzils und der kirchlichen Mißstände und 
die darauf erteilte Antwort, die Werbung des Vergerius und der Be- 
such eines Konzils überhaupt). Melanchthon »de synodis, quod cogni- 
tio de doctrina pertineat ad delectos pios et doctos tarn sacerdotes 
quam laicos«. 

1536 Okt. Inschriften fttr Kasseler Tore nach Beendigung der 
dortigen Festungsarbeiten. *) 

Verhandlungen der hessischen Theologen in Marburg und in Kassel 
und ihre dem Landgrafen Philipp erstatteten Gatachten (die Marburger 
Beschlüsse vom 28. Oktober). ») 



1) Von dem Bündnisyertrag sind zwei nicht vollzogene Belnschriften (Munda) 
anf Pergament vorhanden, wovon eine sich im Samtarchive IV 108, 6 befindet 

2) Nr. 432. 

3) Von der Hand Johann Lenings mit Korrekturen des Fontius. 

4) Vgl. Eob. Hessas, EpiBtolae familiarinm (1643) S. 172. Die dort stehende 
falsche Jahreszahl 1637 ist durch Krause, Hellas Eobanns Hessus II S. 203 Anm. 2 
berichtigt worden. 

6) Vgl. Neudecker, Merkwürdige Aktenstücke (1838) S. 121 fL 



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Theologische Gutachten. Tage in CeUe a. Lübeck. 1535 Dez.— 1537. 279 

1537. Die Schrift »Ratio, cur synodus illa, quam Paulus Bo. pon- 
tifex eius nominis III Mantuae celebrandam parum Candida indioit , « . 
neque aequa videri possit neque utilis Eoclesiae« etc. 1537. i) 

Christliche Ordnung für die Stadt Lemgo. 

462. Akten des Landgrafen PhUipp. 1536 Okt 

Schreiben der niederhessischen Theologen Johannes Fontius und 
Dionysius Mdander an den Landgrafen^) und Denkschrift der ober" 
hessischen Odehrten Dr, Johann Eisermann^ Dr, Johannes DraconiteSy 
M. Adam Kraft von Fidda^ Oerhardus Noviomagus^ M, Johann Bosenr 
weher Pfarrer xu Marburg ^ Jf. Johmmes LoniceruSy Dr, Tümann 
Schnabel^ Antonius Corvinus, Johannes Kymeus und Daniel Oreser 
Pfarrer in Gießen. 

1536 Okt. Gutachten ttber das Konzil. 

Ta|;e In Celle and Lübeck. 

463. Akten Belohard Blneks. 1536 Nov. Dez. 

Schreiben von Statthalter und Bäten xu Kassel, CeUer Bedenken, 
Aufzeichnungen Bincks, Abschied, 

1536 NoY. Dez. Sendung Bincks nach Gelle und späterhin nach 
Lübeck zu Verhandlungen mit den Gesandten von Eursachsen, des 
Herzogs Ernst von Braunschweig und der Städte Magdeburg, Bremen, 
Hamburg und Braunschweig wegen Eintritts von Lübeck in den ver- 
längerten Schmalkaldischen Bund. Weigerung der Stadt, selbst nach 
Zubilligung des halben Anschlags, sich in die Verlängerung einzu- 
lassen. Bereitwilligkeit, im Falle der Not 4000 Gulden zu zahlen. 

Schmalkaldlscher Bnndestag zn Schmalkalden. 

Allgemeine Bnndesangelegenhetten. 

464. Akten des Landgrafen Philipp (auch gemeinsam mit dem Kur« 
ffirsten von Sachsen und den Übrigen Bnndesst&aden). 

1536 Dez. 1537 Febr. März (Apr.). 

Artikel und Bedenken, Ausschreiben und Empfangsquittungen* 
Präsenzliste. Schreiben an Di\ Konrad Ed und die Stadt Augsburg saune 
an den Herzog Barnim von Pommern, Instruktion für die Gesandten 

1) Wahrsoheinlich ein Marboiger Druck. 

2) S. o. S. 278 Anm. 3. 



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280 Bundestag in SchmalkAlden 1687: 

von EßUngm. Konzepte und Abschriften der Bundestagsakten. Pro- 
tokoU, Abschieds und Nebenabschiede. Briefwechsd mit dem römischen 
König, Instruktion und Kredenz an den kaiserlichen Kammerrichter 
Pfaligrafen Johann von Simmem für Dr. Johann Budd. Nicht aus- 
gegangene Instruktion für eine Gesandtschaft nach Bayern. Schrift- 
wechsel mit Frankreich und dem Burggrafen und Baumeister der Burg 
Friedberg. 

1536 Dez. Vorbereitende Tagnng in Eisenach zwischen dem 
Landgrafen and dem Enrfttrsten von Sachsen, Beratung ttber die in 
Schmalkaliien zn behandelnden Gegenstände, Erlaß des Ansschreibens 
an die Bnndesstände znm Bundestage in Schmalkaldea) Einladung 
an den König Christian Yon Dänemark, Herzog Buprecht von Bayern, 
den Herzog in Preußen, Herzog Heinrich von Mecklenburg, die Städte 
Breslau und Soest. Die Artikel der »Verfassung zur Gegenwehr«« 
Einladung Dr. Helds naoh Schmalkalden. 

1537 Febr. März (Apr.). Verhandlungen auf dem Bundestage. 
Strittige Session zwischen Hessen, Württemberg und Pommern.^) Die 
Schmalkaldisohen Artikel. Einwirkung auf die Stadt Augsburg, Ab- 
stellung der papistischen Mißbrauche daselbst. Die Eöntgswahlsache. 
Vergleichung der Stände wegen des Herzogs Heinrich von Sachsen 
und dessen Aufnahme in den Band. Ausdehnung der Bundeshilfe 
fUr den Kriegsfall auf weitere sechs einfache bezw. drei doppelte 
Monate nach dem Beschluß der Bundeshauptleute und Eriegsräte mit 
einzelnen Modifikationen.^) Verfassung zur Gegenwehr.') Beschwerde 
des Herzogs Ulrich yon Württemberg gegen die Herzöge Wilhelm und 
Ludwig von Bayern. Geplante Gesandtschaft des Bundes an die 
Herzoge Wilhelm und Ludwig. Sendung Dr. Joh. Budels an das 
Eammergericht. Dessen Rekusation. Nebenabschiede ^) betr. die Be- 
schwerung der sächsischen und oberiändischen Städte (Lübeck, Goslar, 
Hannover, Hamburg, Minden, Riga und Georg Schulthais, Bürger in 
Wittenberg, dann Augsburg, Eonstanz, Ulm, Eßlingen, Reutlingen, 
Frankfurt, Memmingen, Biberach und Lindau). Vermittlung bei dem 
römischen Eönige wegen der den sächsischen und württembergischen 
Elöstern in Böhmen zustehenden Renten und Zinsen. Verhandlungen 
des Bundes mit dem Eönige von Frankreich.^) Vermittlung des Bundes 
bei der Burg Friedberg zugunsten des Barfüßerklosters in Frankfurt. * 

1) 2 Stücke im Samtarchiye IV 114, 16 und IV 118, 17. 

2; Ausfertigung daselbst lY 120, 18. 

3) Ebenda IV 186, 35. 

4' Beide im Samtarchive IV 120, 19. 

5] Das Schreiben an den König ist vom 6. MSrs, dessen Antwort vom 28. Mai. 



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Allgemeines, KonsU, Verhandlangeii mit Held. 281 

Pankte des Abschieds >): Konzil zu Mantna, Aagsbarger Eonfession 
nnd die Lehre ihrer Prediger, Yerwertong der Elostergttter, Türken* 
hilfe, Unterhalt des Beichskammergerichts and dessen Rekusation, 
Bnndesanlage der Herzöge von Pommern, jährliche kleine Anlage 
und Bestallung der Unterhauptleute und Bittmeister, Erlegung der 
rttokständigen groBen und kleinen Anlage, Verhandlungen mit den 
sächsischen Städten ttber Erhöhung der sechs Monate, Hilfe für 
Herzog Ulrich von Württemberg, Bescheid an Augsburg, Verhand- 
lungen mit Dänemark, Umlage für Zehrung der Gesandtschaften an 
den Kaiser, die dem Kurfürsten von Sachsen und d!em Herzog von 
Württemberg zu entrichtenden Zinsen und Gülten aus dem Lande 
König Ferdinands, Anlage fdr die Fürsten von Anhalt und die Grafen 
von Mansfeld, Nassau und Schwarzburg. 

KonzlL 

465. Handakten des Kanzlers Felge. 1537 Febr. 

Materialien (von Feige und Dr, Walter), Zwei Ihnickschriften, 
Batsckläge und Bedenken. Auszüge aus aüer Stände Ratschlägen von 
Feige, Ausschreiben an die ausländischen Potentaten, Dabei Ab- 
schriften des Äussckreibens zum OeneraVconxü und der Schrift des 
Bundestags zu SchmaUcalden an den päps^iehen Orator Vergerius von 
1535 Dez.^) 

1537 Febr. Verhandlungen auf dem Bundestage zu Schmal- 
kalden ttber den Besuch des nach Mantua ausgeschriebenen Konzils 
und die von den einzelnen Bundesgliedern und deren Theologen dazu 
eingenommene Stellung und abgegebenen Erklärungen. 

Yethandlnngen mit Held. 

466. Handakten des Kanzlers Felge auf dem Bundestagre lu Sehmal- 
kalden. 1537 Febr. März. 

Protokoll, Abschriften und Konzepte (Wechselschriften ztvischen 
Dr. Hdd und den protestantischen Ständen). Dabei eine von Dr, Held 
dem Landgrafen übergebene Abschrift des Vertrages zwischefi der Her- 
zogin Sabine von Württemberg und der vmrttembergischen Benikammer 
vom 2. Januar 1529, 

1537 Febr. März. Anbringen des kaiserlichen Orators Vize- 
kanzlers Dr. Matthias Held bei den in Schmalkalden yersammelten 



1) Die Ausfertigung in Wien. 2) Vgl. o. S. 261, Nr. 432. 



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282 Tag sü Schmalkalden 1637: Religionsbetchwerden, Schertiin. 

BnndeBstftnden wegen eines Konzils, der Beligionsangelegenheiten im 
allgemeinen nnd der Zuständigkeit des Beiehskammergerichts in 
Beligionssachen, sowie der Tttrkenhilfe. Ablehnende Haltung der 
protestantischen Stände. Notwendigkeit eines Beichstages. Be- 
schwerden der Stadt Konstanz. 

Beligionsbeschwerden oberlftndlscher Städte. 

467« Akten des Landgrafen Philipp (gemeingam mit den flhrigen Stän- 
den und Botschaften in Sohmalkalden). 1537 März. 

Briefwechsel mit Frau Barbara Settderin^ Sebastian Benoangers 
Witwe XU Eisenburg, femer mit Bürgermeister und Rat xu Memmingen, 
Überlingen und Konstanx^ dem Grafen Oeorg xu Impfen Landgraf erh 
XU StüMingenj Offixial und Konsistorial des bischöflichen Hofes Kon- 
stanx xu RadolfxeU und Anna v. Frundsberg xu Minddheim geborenen 
Freim v. Firmian, 

1537 März. Schuldforderang der Stadt Memmingen wegen ihres 
Gotteshauses und Spitals an Sebastian Berwanger bezw. dessen Witwe. 
Streit des St. Petersklosters in Konstanz mit den Untertanen des 
Grafen von Lupfen und Konrad Budolf y. Hersberg. Ansprüche der 
Stadt Memmingen an ihren gewesenen Spitalmeister Matthias Mairbeck. 
Beschwerden der Stadt Augsburg. 

Sebastian Schertiin. Leonhard Beisenberg. 

468. Akten des Landgrafen Philipp (gemeingam mit dem Kurfürsten 
Ton Saehgen und den anderen Scbmalkaldigehen Bnndeggtänden). 

1537 März. Apr. 

Briefwechsel mit den Bischöfen Wigand von Bamberg und Weigand 
von Augsburg und dem Domkapitel xu Augsburg soude mit den Her- 
xögen Wilhelm und Ludtvig von Bayern, 

1537 März. Vermittlung des Schmalkaldischen Bundes bei 
Bayern und Augsburg zugunsten Sebastian Schertlins. 

März. Apr. Der an dem Augsburger Bürger Leonhard Beisen- 
berg unfern von Pleinfeld bei WeiBenburg am Nordgau i) durch den 
Marschall Wolf Dietrich y. Pappenheim, Domherrn zu Bamberg und 
Augsburg, verübte räuberische Überfall. 

1} Am Sand. 



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BaknsatioB des Ksmmergeriobts 1637 Mars— Des. 283 

Beknsatlon des Beichskammergerichts. 

469. Akten des Landgrafen Phttlpp. 1&37 März— Dez. 

Pörudmaniat Briefwechsel mit dem KanxJer Feige und Dr. Walter, 
Vollmachten, Briefwechsd mit dem Kammerriehter Pfahgrafen Johmm 
und den Beisitzern xu Speyer, BekusatioTisschrift (6 geschriebene 
Exemplare^) nAst gleichxeiHgem Druck). Belation des Mag. Nicolaus 
Asdepius. 

1537 Harz— Dez. Befehl des Beiehskammergeriehts an den 
Landgrafen und die heBsische Bittersehaft, das säkiüarisierte Kloster 
Eanfnngen mit allen seinen Gereohtigkeiten nnd ZnbehlJr der Äbtissin 
nnd dem Konvente wieder zurtlckzageben. Vertretung der hessisohen 
Bitterschaft in dieser Sache durch den Beichskammergerichtsadvokaten 
Lio. Johann Helfinaun. Beabsichtigte Übergabe eines Bekusations- 
libells im Namen des Sohmalkaldischen Bundes durch den in B^ 
gleitung des Sekretärs Valentin Breul nach Speyer entsandten Hag. 
Asclepius. Erfolglosigkeit dieser Sendung und der weiteren Ver- 
handlungen Philipps mit dem Beiohskammergericht. Vorschlag 
Feiges, die Meinung des Kurfttrsten yon Sachsen und Melanchthons 
einzuholen. (Ausschreiben des Königs Yon England gegen Papst 
Paul III. und das Konzil). 

470. Akten des LalMgrafen PUUpp. 1537 März— Juni. 
Briefwechsel mit dem lAc, Johami Hdfmcmn in Speyer, 

1537 März. Urteil des Beiehskammergeriehts in dem Beligions- 
prozeB der Klerisei zu Minden gegen die Stadt Minden. 

Apr.— Juni. Ausbringung eines POnalmandats des Grafen Wil- 
helm von Henneberg gegen den Landgrafen wegen Herrenbreitungen. 
Ausstehende Besoldung Helfmanns. Die Äbtissin zu Kaufungen wider 
den Landgrafen und die hessische Bitterschaft. Schreiben des Land- 
grafen an den kaiserlichen Vizekanzler Dr. Matthias Held, angebliche 
militärische Unterstützung des Königs Ton Frankreich durch den 
Landgrafen. Bekusation des Kammergerichts in der Kaufunger Sache. 
Vollmacht in der Sache des Amtmanns zu Bhens. 



1) Darunter die besiegelte, von Asclepius nach Speyer mitgenommene nnd 
Ton diesem wieder lurüekgelieferte Ausfertigung. 



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284 Ta^e la Braansehweig und Ulm 1537 Apr. BandeBrechnangsweaen. 

Tag sn Braanschweig. 
471. Akten des Landgrafen PhtUpp. 1537 Apr. 

Instruktion für den Herzog Ernst von Braunschweig und die Ge- 
sandten von Kursachsen und Hessen. Abschied. 

1537 Apr. Verhandlungen der Schmalkaldischen Bundesstände 
mit den Gesandten der sächsisohen See- und Hansestädte zu Brann- 
schweig (Goslar, Altstadt Magdeburg, Bremen, Hamburg, Braunschweig, 
Göttingen, Hannover, Einbeck und Minden). Instruktionspunkte: Vor- 
halt wegen der ungenügenden Vollmacht der Gesandten der See- und 
Hansestädte auf dem yorigen Bundestage zu Sohmalkalden und ihre 
Heranziehung zu den neuen drei Doppelmonaten. 

Oberländigcher Städtetag zu Ulm. 

472. Ikten des Landgrafen Philipp (aneh gemeinsan mit dem Kur- 
fürsten Ton Sachsen). 1537 Apr. 

Schreiben der Gesandten der oberländischen Städte xu Ulm. 

1637 Apr. Verhandlungen des oberländischen Städtetags zu Ulm 
Über die auf dem Bundestage in Sohmalkalden angeregte Frage der 
Aufnahme des EOnigs von Dänemark in den Schmalkaldischen Bund. 

Beehnnngswesen des Sdunalkaldisehen Bundes. 

473. Akten des Landgrafen Philipp. 1537 Febr.— Juli. 
Verxeicknisse. Auszüge. Urkunden. Quittung. 

1537 Febr. — Apr. Hinterlegung der Bundesbeiträge durch die 
sächsischen und Seestädte bei der Stadt Braunschweig, dnrch die 
oberländischen Städte bei Ulm.^} Die Bundesanlage und Beianlage 
des sächsischen und oberländischen Kreises, verhandelt auf dem 
Bundestage zu Sohmalkalden (Nr. 464— 468}.s] 

Apr. Hinterlegung von 10000 Gulden durch den Herzog Ulrich 
von Württemberg bei der Stadt Stuttgart und des Landgrafen Bürg- 
schaft für deren Herausgabe, im Falle sie von Oberhauptleuten und 
Kriegsräten gefordert werden.') 

Mai. Hinterlegung von Geldsummen bei dem Kurfürsten Johann 
Friedrich yon Sachsen von diesem selbst, seinem Bruder Johann Ernst, 

1) SamtaroMy IV, ISS, 36; 122, 23. 2) S. a. ebenda 122, 23. 
3) Ebenda 140,87»-i; 186,36; 122,28. 



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Beitallangen. WerbmigeB. Scherilin Q. Ber. 1637 Febr.— Dez. 286 

den HenVgen Ernst nnd Franz Ton Braunschweig und Lttnebnrg. 
Barnim und Philipp von Pommern, den Fttrsten Wolfgang , Hans, 
Gteorg und Joachim von Anhalt, den Grafen Gebhard und Albrecht 
Yon Mansfeld und Heinrich von Schwarzbarg. Versprechen der Heraus- 
gabe dieser Gelder, falls sie Ton den Oberhanptlenten und Eriegsrilten 
gefordert werden.*) 

Jnli. Gleiches Versprechen der Stadt Braunschweig.^) 

BestaUnng TOn Ofllsieren. 

474. Akten «es Landgrafen Philipp. 1537 Febr.— Nov. 

BestaUungsreverse^) und BestaUungsbriefe. EnÜassungmrkunde. 
Dabei xwei Verzeicknisse Heinrich L&^mers über alle Bütmeister und 
HaupÜeutey >80 mein gnediger fürst und her als obertumptman uff den 
junsten[!] Sckmalkaldischen abschied der evangelischen verstentnus be- 
sialt haU. Eidesformel der Haupüeute und Kriegsräte des Schmalkal' 
dischen Bundes, Quittungen über Jakrsold und Wartgdd. 

1537 Febr.— Not. Bestallung von Rittmeistern (Bernhard Lappe, 
Godert Schenk, Amd v. Oeynhausen, Jorge v. Boynen, Johann v. 
Viermttnden, Gerhard Enipping, Godert Herman, Alhard v. Horde, 
Jaspar Wrede genannt Rephnn), FuBknechthauptleuten ßalthasar von 
Marbach, Gall y. PfuUendorf , Hans Hetzer von Pfreimdt, Klaus v. 
Friedburg, Hartmann Ehinger zu Ulm, Hans Mercklin genannt Kugel 
von Memmingen, Hieronymus Lehlin von Memmingen, Wilhelm Stutz 
von Schwäbisch -Hall, Jakob v. Theitigkhoven, Martin Gerber von 
Ettenheim, Hieronymus Altzer genannt Metzger von StraBbnrg, Hans 
Vogel von Augsburg, Ludwig v. Ulm zu Konstanz, Hans v. Asche, 
Jochim Thos, Peter v. Utrich, Engelhard v. Spaichingen zu Stras- 
burg, Jakob von Ach gen. Ungewaschen, Sebastian Schertlin zu Burten- 
bach) und reisigen Dienern (Johann v. Quemheim zur Ulenburg und 
Bernhard v. Dalheim), fast ausschlicBlich f&r den Schmalkaldischen 
Bund. Entlassung des Hauptmanns Hans Kretzer. 

WerbnngeB. Schertlin und Ber. 

475. Akten des Landgrafen Philipp (dabei ein Sehreiben des Land- 
grafen an den Kaniler Felge in Ausfertigung). 

1637 Febr.— Dez. 



1) Samtarehiv IV 140, 37a2; 122, 23. 

2) Ebenda 142, S7»9. 

3) Einige In NaebtrSgen des SamtarchiTB. 



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286 Briefvreohsel mit den KMseler B&ten 

Instmktion für Aleocander v, d. Tarni, Zahbmgsvoümadit Brief- 
wechsel mit Hans Ber^ Sebastian Sehertim xu Burtenbachj Hans Adam 
vom Stein tmd dessen xu Ehingen versammelter Freundschaft Schreiben 
an den Bürgermeister Georg Besserer in Ulm. Ausschreiben an den 
fiessiscken Ädd und die Beamten im Lande. Schreiben des Obersten 
Meinhard v. Hamm. 

1537 Febr. — Juni. Bestellang von Hanptlenten fUr den Schmal- 
kaldischen Band durch Alexander y. d. Tann und Schertlin in Augs- 
burg und Ulm. Schertlins gespanntes Verhältnis zu den Herzogen 
von Bayern. Zeitungen. Werbungen des v. Ortenbni^ gen. Sala- 
manca. 

Apr. Mai. Verbot der Annahme auswärtiger Kriegsdienste. Ver- 
handlung des Grafen Friedrieh von Ortenburg mit Her und Sohertlin, 
um sie zum Übertritt in kaiserliche Kriegsdienste zu bewegen. Ver- 
wendung Bers für die Stadt Kempten. 

Mai. Juni. Wunsch Schertlins, in den Schmalkaldischen Bund 
aufgenommen zu werden. Bers Verheiratung und sein Zerwürfnis mit 
den Herzögen von Bayern. Bers Schwager der Bürgermeister Hans 
Welser zu Augsburg. Hochzeitsgeschenk des Landgrafen für Hans 
Ber, von Schertlin besorgt. 

Juni. Maßregeln gegen die in Hessen umherstreifenden fremden 
Beiter. 

Juli-— NoY. Neuigkeiten aus Italien und den Niederlanden. 

Sept. — Dez. Streit ScherÜins mit dem Bitter Hans Adam vom 
Stein zu Jettingen und die Vermittelung des Landgrafen und des 
Herzogs von Württemberg, Verhandlungen mit Augsburg und Ulm, 
Tage zu Ehingen und Eßlingen. 

Okt. Dienstgelder von angeworbenen Hauptleuten. Absicht des 
Bürgermeisters Wolfgang Böchlinger in Augsburg, sein Amt niederzu- 
legen. Hans Ber in Ungarn. 

NoY. Schuldtorderung Bers an den römischen König. Anwer- 
bungen Meinhards v. Hamm. 

Briefwechsel mit den Kasaeler Btton. 
476. Akten «es Landgrafen PldUpp. 1637 Juli. Dez. 

Berichte des Kanxkra Feige und des Vixekanxlera Nußpicker. 

1537 Juli. Die Thronfolgefrage in Dänemark und die Garantien 
für die unter dem Nachfolger des gegenwärtigen Königs zu befolgende 
Politik, Sicherung des Protestantismus in Dänemark. Nachbarliche 



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1637 Apr.— Dez. 287 

Gebrechen mit Brannschweig^Calenberg. Die wttrttembergische Bnndes- 
anlage von 10000 Gulden. Anmahnungssehrift an die Stadt Soest. 
ZuBchrift des Bischofs von Worms und des Pfalzgrafen Johann be- 
treffend Unterhaitang des Kammergerichts und Tttrkenhilfe. Kund- 
schaft über Herzog Heinrich von Braunschweig. Entsendung eines 
hessischen Rates zu dem von dem Herzog von Geldern zwischen der 
Stadt Bremen und dem Junker Balthasar von Esens angesetzten Tage. 
Dez. Streit zwischen Sebastian Schertlin und Hans Adam vom 
Stein.*) Schlechtes Göttinger Geld. Schreiben des Dr. Siebert v. Löwen- 
berg. Auseinandersetzung mit dem Abte von Haina und den in Mainz 
sich aufhaltenden gewesenen Hainaer Mönchen. 

477» Alten des Statthalters, Kanzlers und der Bftte su Kassel* 

1537 Apr.-Okt. 

Übersicht über Botenabfertigung. Briefwechsel mit dem Landgrafen 
Philipp, Schreiben des Sekretärs Heinrich Lersner. 

1537 Apr. Abfertigung von Boten. Entsendung Ludwigs v. Baum- 
bach wegen Einforderung der Verschreibnng der Stadt Stuttgart. 

Juli. Erlegung des wUrttembergischen Anteils der Geldhilfe. An- 
mahnungsschrift an die Stadt Soest. Schulden der v. Haustein. 
Musterung der Untertanen. Beschicknug des Tages zu Worms. 

Okt. Entsendung des Komturs zu Marburg (Wolfgang Schutzbar 
gen. Milchling) zum Tage der Bheinischen Einung in Nürnberg zmschen 
dem gewesenen Schwäbischen Bunde und Hans Thoma v. Bosen- 
berg. Schreiben an den Statthalter des Erzstifts Mainz wegen der 
Jagd im Botenstrauch und am Strang. Zollfreiheit für Königin Maria. 
Deponierung der Schmalkaldischen Bundesurkunde und der »Verfassung 
zur Gegenwehr« bei Bürgermeister und Bat zu Frankfurt. Pfändung 
von Rindern; dem Abt von Bursfelde zuständig, durch den hessischen 
Förster am Reinhardswald. 

Tag IQ Oberwesel. 
478. Akten des Land^afen PhUipp. 1537 Apr. 

Instruktion fü/r den Landvogt an der Werra Rudolf Schenk xu 
Schweinsberg und den Oberamtmarm der Niedergrafschaft Katxenetn- 
bogen Heiderich v. Kaienberg (auch in Ausfertigung vorhanden). Ab- 



1) Vgl. Nr. 476. 



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288 Ta^znOberwesel. Kreistag zu Wonns. Tag sn Ladenbnig. 1687 Apr.— Aug. 

1537 Apr. Tag der Rheiniscilen Einang zu Oberwesel. Instrok- 
tionspankte: Landgraf ist nicht verpflichtet, die Schwäbischen Bundes- 
tage zu besuchen und sich ihren Bescblttssen zu unterwerfen, Protest 
gegen das Vorgehen des Schwäbischen Bundes und Anrufung des 
Kaisers, nötigenfaUs Selbsthilfe der Rheinischen Einung. Anwesend 
die Gesandten von Mainz, Trier, Pfalz, Wttrzburg und Hessen. An- 
Setzung eines Tages in der Angelegraheit des Hans Thoma y. Rosen- 
berg. 

479. Akten des Landgrafen Philipp. 1537 Mai— (Aug). 

Instruktion^) für den Oberamtmann der Niedergrafschaft Katcen- 
einbogen Heiderich v, Kalenberg, Brief toechsd mit ihm und Abschied, 
Instruktion fiir Wolf gang Sckutxbar gen. MiUMingy Komtur xu Mar- 
burg, 

1537 Mai — Juli. Absendung Ealenbergs auf den durch den 
Statthalter zu Mainz auf den 24. Juni angesetzten Tag der Rheinischen 
Einung zu Oberwesel (Punkte der Instruktion: Protestation gegen 
die Erneuerung der Schwäbischen Bundesräte, Anrufung des Kaisers 
um Schutz gegen das Vorgehen des Reichskammergerichts, die Hilfe 
zur Gegenwehr, Abhaltung eines Tages am königlichen Hofe zwischen 
dem Eurfbrsten Ludwig von der Pfalz und Hans Thoma y. Rosen- 
berg, Unterstützung Triers für den Fall eines französischen Angriffs, 
Beitritt Württembergs, Straßburgs und der meisten oberländischen 
Städte, die dem Schwäbischen Bunde angehört hatten, zur I^heinischen 
Einung), Verhandlungen daselbst und Abschied (anwesend die Ge- 
sandten der Erzbischöfe von Mainz und Trier, des Kurfürsten von 
der Pfalz, des Bischofs von Würzbnrg und des Landgrafen Philipp). 

(Aug.) Sendung Wolfgang Schutzbars nach Nürnberg und an den 
königlichen Hof, Unterhandlung zwischen dem gewesenen Schwäbi- 
schen Bunde (bzw. dem Pfalzgrafen) und dem Hans Thoma v. 
Rosenberg, 

Kreistag za Worms und Tag zu Ladenbnrg. 

480. Akten des Landgrafen Philipp bezw* des Kanzlers Fel^. 

1537 jQli. Aug. 

Ausschreiben des Administrators xu Worms Pfahgrafen Heinrich 
tmd des Pfalxgrafen Johmm^ kaiserlichen KammerrichterSy an den Land- 
grafen Philipp und die Äbtissin von Kaufungen. Briefvjechsd mit 

1) Dabei auch die Ansfertiining. 



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Bundestag in Oobnrg 1637 Jnni— Ang. 289 

Kurjffdlx^ Kurtrier j dem Herzog Rvfprecht Outackten Feiges. Schreiben 
an die kreieausechreibenden Fürsten. Instrtiktion^) für Alexander 
V. d. Tann nach Ladenburg.^ Dessen Berieht nebst dem Abschied. 

1&37 Juli. Kreistag zu Worms zu Beratongen über die Unter- 
haltung des Eammergericbts, die YoUstrecknng der Tttrkenhilfe und 
die Wahl des Ejreishauptmanns. Ablehnende Haltung des Landgrafen, 
da die Tttrkenhilfe Sache des Reichstages und die Unterhaltung des 
Eammergerichts eine Obliegenheit des Kaisers sei. 

Juli. Aug. Verhandlungen Tanns in Ladenburg mit den (Gesandten 
der St&dte StraBburg und Frankfurt wegen der Verweigerung der 
Tttrkenhilfe und der Unterhaltung des Kammergerichts auf Grund 
des letzten Schmalkaldischen Abschieds. 

Schmalkaldischer Bundestag sn Coburg. 
481. Akten des Landgrafen Philipp. 1537 Juni— Aug. 

Ausschreiben an die Städte Straßburg, Ulm und den Herzog von 
Württemberg. Instruktion für den Statthalter Siegmund v. Boineburg^ 
Hermann v. d. Malsburg und Kanzler Johann Feige. Briefwechsel mit 
den hessischen Gesandten. Hessische Bedenken. Haupt- und Neben- 
abschied.^) Schreiben des Königs von Frankreich in Abschrift mit 
Übersetzung. 

1537 Juni— Aug. Ausschreiben des Tags zu Coburg durch den 
Kurfürsten von Sachsen, Erforderung der Städte Straßburg, Augsburg 
und Ulm und des Herzogs von Württemberg durch den Landgrafen. 
Instruktionspunkte: Kriegsräte, Einsetzung eines Kriegsregiments, 
Artikelsbrief, Ordnung wegen des Geschtttzes, die Stadt Bremen, 
Reichskammergerichtsprozesse, Friede im Reich, Erlegung der Geld- 
hilfe, Hereinziehung von Basel und Zttrich in den Schmalkaldischen 
Bund, die Stadt Soest, Aufnahme des Markgrafen Johann Yon Branden- 
burg in den Band. — Gerttcht von Kriegsabsichten des Kaisers gegen 
die Protestanten. Separatanstand zwischen Frankreich und den 
Niederlanden. Abschied zu Coburg. Aufrichtung der Bundeskriegs- 
yerfassung. Nebenabschied: Beschwerung des Herzogs von Württem- 
berg wegen der den wttrttembergischen Stiftern in den österreichi- 
schen Landen yorenthaltenen Einkttnfte, Aufiiahme des Markgrafen 
Hans in den Bund, desgl. der Städte Stade und Buxtehude, Bremen 
gegen den Junker von Esens, Mafiregeln gegen das Beichskammer- 

1) Auch in der Ausfertigimg. 

2} Beide im Samtarohive IV 120, 20 and 21. 

PoUt. AxdiiT dw Ludgr. Pliüipp. 19 



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290 OberlftndlBoher Stildtetag sa EßUngen 1587 Okt.— 1638 Jan. 

gerichty das FrauenkloBter St. Peter zu Konstanz gegen Konrad 
Rudolf von Hersberg y Beseh werden Ooslars gegen den Herzog Hein- 
rich von Braunschweig. Beitritt des Grafen Philipp zu Nassau-Saar- 
brttcken ^) und des Herzogs Heinrich von Sachsen samt seinem Sohne 
Moritz') zum Schmalkaldischen Bund. — Anbringen des Königs Ton 
Frankreich bei dem Schmalkaldischen Bande: die allgemeine poli- 
tische Lage, Verhältnis des Königs zu Kaiser und Konzil, gegen- 
seitige Hilfe. 

OberUndiseher Stidtetag m EfiUngen. 

482. Akten des Landgrafen Philipp (gemeinsam mit dem Kurfürsten 
TOn Saefasen) sowie der hessischen Gesandten zu EBllngen Werner 
T. Wallensteln und Georg VuBpleker. 1537 Okt.— 1638 Jan. 

Briefwechsel mit den Oesandten der oberländischen Städte in Eß- 
lingen sotme em Schreiben an den Kurfürsten van Sachsen und an 
Bürgermeister und Geheime des Bats der Städte Straßburg ^ Augsburg 
und Ulm. — Instruktion, Verzeichnis der Teiinehmer an den Ver-- 
handlungen xtvischen SchertUn und Stein, Auszug aus Scherüins 
Petition. Vergleich. Zehrungsregister. 

1537 Okt. Nov. Bedenken des Städtetags ttber die Aufbringung 
und Bepartition des Gelds zur Anschaffung des in Coburg be- 
schlossenen Geschützes und Pulvers. Gießen des Geschützes (An- 
bringung der Buchstaben V. D. M. I. M. auf jedem Stück). Frage der 
Aufbewahrung des Geschützes. Eiuverständnis mit der Aufnahme 
des Markgrafen Hans in den SchmalkaldiBchen Bund. Stadt Mem- 
mingen namens ihres ausgetretenen Spitalmeisters gegen Kaspars v. 
Frundsberg Witwe Anna geb. Freiin y. Firmian und die Vormünder 
ihrer Kinder und gegen Barbara Settelerin, Sebastian Berwangers 
Witwe. Stadt Konstanz und das Kloster Petershausen. Verhandlung 
mit den Herzögen von Pommern und den sächsischen und Hanse- 
städten wegen Erhöhung der zwölf einfachen und sechs Doppelmonate. 
Weiterbestallung der zwei Prokuratoren am Beichskammergericht 
Dr. Lud¥ng Hierter und Lic. Helfmann. Mitteilung des Bedenkens 
des Städtetags an den Kurfürsten von Sachsen, dessen Wiederantwort 
und Landgraf Philipps Antwort an StraBburg, Augsburg und Ulm. 

1537 Dez. — 1638 Jan. Verhandlungen hessischer und württem- 
bergischer Bäte in Eßlingen in den Jagdstreitigkeiten zwischen 
Sebastian Schertlin und dem Ritter Hans Adam vom Stein zu Jettingen, 



1) Vgl. Samtarchiv IV 122, 22. 2) Ebenda 136, 36. 



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Verbft&dlaiigeii mit den y. Cronberg 1537 Dez.— 1541 Dez. 291 

den Schertlm gefangen genommen hatte. Zustandekommen eines 
Vergleiehfl, dnrch Herzog Ulrich von Württemberg und Landgraf 
Philipp angerichtet 



Yerhandlmigen mit den t. Cronberg* 

483* Akten des Landgrafen Philipp beiw. des Statthalters SIegmnnd 
T* Boinebnrg nnd des Kanilers Feige* 1&37 Dez. — 1641 Dez. 

Briefwechsel mit Hartmut d, Ä. v. Cronberg, auch mit Oeorg und 
Kasfpar v. Cronberg , sotoie mit dem Oberamtmann und Landst^reiber 
der Obergrafschaft Katxenelnbogen Alexander v. d, Tarm und Hans 
Friedrichy dem Amtmann und Kälner zu Eppstem Hdwig v. Lehr- 
bach und Balthasar Hirxbecher,^) Vorsddäge und Mittel, Eigenhändige 
Notixen des Landgrafen. Vertragsentwürfe. Kaiserliche* Mandate. 
Zeugenverhöre. Oewal&rief Versicherungsbrief^) Hartmuts d. Ä. 
V. Cronberg und seiner Söhne Philipp und Hartmut d. J. von 1541 
Okt. 1 und Vertragt) von 1541 Nov. 2. Reverse.^) Instruktion^) für 
Balthasar Hirxbecher und den KanxJeischreiber Jofionn Spitxenberger. 

1537 Dez. — 1541 Dez. Die Bemtthnngen Hartmnts y. Cronberg 
bei Hessen, Trier nnd Pfalz zur Wiedererlangung seiner im Kriege 
gegen Franz y. Sickingen 1522 ihm weggenommenen Güter (Wein- 
zehnter in Gelnhausen, Haus Cronberg und Wasserbiblos). Tage zu 
Frankfurt in der cronbergischen Sache (1538 Okt.) und Mainz. Ver- 
handlungen auf dem Schmalkaldischen Bundestage in Frankfurt (1539). 
Kaiserliche Kommission auf Johann Wayß, Schultheißen zu Frankfurt, 
und Johann Brendel, Burggrafen zu Friedberg (1540 Febr.). Ver- 
handlungen zu Schmalkalden (1540 Juni) und Regensburg (1541 Mai). 
Abschluß eines Vertrags und Burgfriedens zwischen Hessen und den 
y. Cronberg (1541 Okt.~Noy.). Übereinkommen wegen der Hand- 
habung der Augsburgischen Konfession in Cronberg. Beschwerde 
Hartmuts y. Cronberg wegen Einziehung der Gefälle in Gerau und 
Biebesheim (1541 Nov.— Dez.). 



1) Ein Stflok im Samtarohiye IV 8, a 

2) Im Samtarebiye IV 8, 7. 

3) Die AuBfertigong im Samtarohiye IV 4, 1. Drei weitere hierher gehörige 
ürkanden im HauBuchiye zu Darmstadt 

4) Die Ausfertigung des Beyeraes wegen des Burgfriedens yom 23. Noyember 
1641 im Samtarohiye IV 4, 2. 

6) Hieryon auch die Ausfertigung yorhanden. 



19* 



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292 BaBdesrechnnngsweieii. Sehertlin. Ofifisiare. 1688. 

Bechnnngsweseii des SehmaUuiIdiseheii Bundes. 

484. Akten des LMidgrafen PhlUpp. 1538. 
Bechnungen mit Belegen. 

1538. Rechnangslegang des Landgrafen Philipp als obersten 
Hauptmanns des Schmalkaldisehen Bandes für das Rechnnngqjahr 1537 
bis 1538 (»von dem ersten Jahre«, die kleine Anlage von den ober- 
ländisehen Fürsten und Städten). Einnahme und Ausgabe. 

Sebastian Sehertlin* 

485. Akten des Lndgrafen Philipp. 1538 Jan.— Juni. 
Brieftvechsel mit Sebastian Schertiin xu Burtenbach. 

1538 Jan. Dank Sehertlins für die hessisehe Vermittelnng anf 
dem Tage zu EBlingen zwiseben ihm nnd Hans Adam vom Stein. 

Apr. Bestellung yon Hauptleuten dureh Sehertlin and Alexander 
y. d. Tann. 

Mai. Musterung bayrisoher Hilfstmppen für Venedig und den 
Kaiser. Dr. Eek und der v. Thamis in Augsburg. Ecks Versuch, 
Schertiin fdr Bayern zu gewinnen. Wunsch der Hauptleute Martin 
y. Eulmbach und Rudolf Strölin, sowie des Gregorius y. Faulaoh, 
hessische Dienste zu nehmen. Konrad y. Bemmelberg in Ehingen. 
Forderung Konrads y. Hanstein an den Landgrafen. 

Juni. Anwerbung yon Kriegsleuten fUr den Landgrafen. Ent- 
lassung des Hauptmanns Wilhelm Stutz yon Schwäbisch-Hall. Bundes- 
tag der Katholischen in Nürnberg. 

Bestallnng yon Offlxieren. 

486. Akten «es Landgrafen Philipp. 1538 Febr.— Noy. 

BestaBungereverse^) und BestaUungsbriefe. Dabei ein Schreiben des 
Landgrafen an den Marschall Werner v. Wallenstein und den Vixe- 
kanxler Georg Nußpicker in Ausfertigung sowie em Schreiben des Mar-' 
schaBs Hermann v. Eu/nddshausen an Theis v. Altenbockum. 

1538 Febr.— Noy. Bestellung yon Bittmeistern (Godert Schenk 
und Hermann Qoad zu Httckeswagen} und FnSkneohthanptleuten 
(Balthasar Stab yon Marbach, Hans Hetzer yon Pfreimdt, Martin 
Schnehmau; Hartmann Ehinger zu Ulm, Hans Mercklin genannt 

1) Ein Teil in NaohtrXgen zum Samtarchiye. 



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Beichskammergericht 1538 Apr.— 1689 Mai. 293 

Kugel von Memmingen, HieronymnB Lehlin von Memmingen, Qall 
y. Pfdllendorf, ClauB y. Friedberg, Wilhelm Stntz yon Schwäbiscli- 
Hall, HieronymnB Altzer genannt Metzger yon Straßbnrg, Hans Vogel 
yon Augsburg, Martin Gerber yon Ettenheim, Hans yon Essen, Ludwig 
yon Ulm zu Konstanz, Rudolf yon Lutten, Joaehim ThoB, Johann 
yon Mondryally Peter yon Utrieh, Engelhard yon Spayehingen zu 
Strasburg, Hans yon Sehweiger, Kurt Book, Hieronymus Franek yon 
Rotenburg ob der Tauber, Jakob yon Aeh genannt üngewasehen, 
Rudolf Strölin yon Poppenhausen), meist fär den Sehmalkaldisehen Bund. 
Noy. Dienstgeldfordemng des Theis y. Altenbockum. 

Beiehskammergerleht 

487. Akten des Landgrafen Philipp bezw* des Statthalters Slegmnnd 
T« Bolneburgr» des Kanzlers Feige und des Dr. Walter. 

1538 Apr.— 1539 Mai. 

Briefwechsel mit dem lAc, Johmm Helfmarm und dem Dr. Ludvng 
Hierter. 

1538 Apr.— 1539 Mai. Prozeß Hessens gegen den Grafen Wil- 
helm yon Henneberg wegen des Klosters Burgbreitungen. 

1538 Oki Reiohsaoht gegen die Stadt Minden. 

Noy. Urteil in Saehen der Stadt Göttingen gegen den Abt yon 
Haina. Befriedigung der Ansprüche Helfmanns an die y. Gronberg 
(Wasserbiblos). Helfmann präsentiert den Martin Müller aus Ar- 
heilgen auf seine Pfarre Griesheim. 

1539 Jan. GOttingische Sache. Wasserbiblos undPastorei Griesheim. 
Apr. Tod Dr. Hierters. 

Schmalkaldlscher Bundestag zu Brannschweig. 

Brlefirechsel mit den Gesandten. 

488. Akten des Landgrafen PkUipp. 1538 März. 

InsirukiianA) Briefwechsel mit den hessischen Gesandten auf dem 
Bundestage xu Braunschweig Werner v, WaUenstdn und Oeorg Nuß- 



1538 März. Verhandlungen mit Bremen, Hamburg, Braunschweig 
und Hannoyer über die Erhöhung der sechs einfachen und drei Doppel- 



1) Im Samtarchiye IV 136, 35. 



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294 Bnndeitag zu BramBohweig 

monate, ferner wegen des Gesehtttzes und der Mmiition, der Aufnahme 
des Königs von Dänemark und des Markgrafen Hans von Branden- 
burg in den Schmalkaldischen Bund und über Sonderbesehwerden 
der Stände ttber das Eammergericht. Haltung Pommerns. Feind- 
selige Stellung Herzog Heinriehs und dessen erlassenes Aufgebot 
Herzog Heinrieh vom Kaiser zum Konservator und Exekutor über die 
Stifter Bremen und Verden ernannt. Weitere Verhandlungen mit den 
sächsisehen Städten Magdeburg, Goslar, Braunsehweig, Hannover, 
Göttingen und Einbeck. Vorgehen Herzog Heinrichs gegen Goslar. 
Ankunft der übrigen Gesandten. 

Akten der Gesandten und des Landgrafen. 

489. Akten der hessisehen Gesandten auf dem Taire n Braunseliwelg 
Werner v. Wallenstetn und Georg NuBpieker, dann des Land- 
grafen selbst. 1) 1538 Febr.— Apr. 

Abschriften und Entwürfe, Briefwechsel mit den Herzogen Barnim 
und Philipp von PammemrStettin und der Stadt Frankfurt Ab- 
schiede, Schreiben an den Bischof von Augsburg y Herzog Heinrich 
d, J. von Braunschweig-^Wblfenbüttelf den Grafen Kurt von Teddenburg 
und den römischen König Ferdmwnd, 

1538 Febr. — Apr. Streit zwischen Stadt und Stift Kempten 
wegen Besetzung der Pfarrei Eimratshofen. Die Verfassung zur 
Gegenwehr vom 29. September 1536. Württembergische und kur- 
sächsische Beschwerden wegen der in Österreich gelegenen Renten, 
Zinsen und Galten wttrttembergischer und sächsischer Klöster und 
Interzession des Bundes bei König Ferdinand. Anbringen der Städte 
Straßburg, Augsburg, Ulm, Kempten, Frankfurt. Herzog Ernst und 
Herzog Franz von Braunschweig-Lttneburg und das Stift Bardowick. 
Die Mönchsklöster der Prediger und Karmeliter in Frankfurt. Sessions- 
streit zvrischen den Städten Bremen und Hamburg einer-, Goslar und 
Magdeburg andererseits. Einkommen des Beghinenhauses zu Celle und 
des Egidiusklosters zu Braunschweig. Reformation des Stifts Bardo- 
wick. Die Klöster Neuenkamp und Hiddensee im Fürstentum 
Bügen. Prozeß der Mindener Geistlichen gegen die Stadt Minden am 
Kammergericht und andere Beschwerden der Stadt Minden. Streit 
zwischen der Stadt Augsburg namens des dortigen Predigerklosters 
und Georg und Aohatius Marschällen von Pappenheim zu Wertingen, 
dem Bischof und Dietrich v. Knöringen. Das KoUegiatkapitel St. Moritz 

1) Meifit im Samtarchive IV 124, 28; 136, 36 und im Haua-, Hof- und 
Staatsarchive in Wien. 



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1638 Pebp.-Apr. 295 

zu Augsburg. Der Pfarrer zu Zigertzhausen ein Urknndenfälscher. 
Beschwerde Ulms gegen die Stadt Überlingen namens Hieronymus 
Niesen Hausfrau wegen deren Leibgedinges. Streit Frankfurts mit dem 
Kapitel St. Bartholomaei. Die Bezahlung für die anzunehmenden 
Knechte auf Grund des coburgischen Abschieds. 

Apr. Neunjährige Einung und Btlndnis des Kurfürsten Johann 
Friedrich von Sachsen, des Herzogs Johann Ernst von Sachsen, der Her- 
zöge Ernst und Franz GebrOder von Braunschweig-Lüneburg, des Land- 
grafen Philipp von Hessen, der Fürsten Wolfgang, Johann, Georg (Dom- 
propst zu Magdeburg) und Joachim, Vettern und Brüder von Anhalt, uad 
der Grafen Gebhard und Albrecht zu Mansfeld mit dem König Christian lU. 
von Dänemark. ^) Nebenverschreibung^j mit Dänemark. Werbung des 
Herzogs Johann von Jülich durch den Amtmann Theis v. Altenbockum 
und Dr. Hilger Korn wegen der Vereinigung des Herzogtums Geldern 
mit Jülich. Verwendung des Schmalkaldischen Bundes für die von 
dem Bischof von Augsburg bedrängten Augsburger Bürger und fttr die 
Stadt Goslar. Aufnahme des Grafen Kurt von Tecklenburg, des Grafen 
von Schwarzburg und ^es Markgrafen Hans von Brandenburg in den 
Schmalkaldischen Bund. Anlagen fttr Geschütz, fttr die Unterhaupt- 
leute und für tägliche Ausrichtung. Flucht des Abts von St. Ulrich 
zu Augsburg zu den Herzögen von Bayern. Zuständigkeit des Reichs- 
kammergerichts in Beligionssachen und Klage von Straßburg über das 
Reichskammergericht. Konzil zu Vicenza, Türkenhilfe, Friedensver- 
träge mit nichtverwandten Ständen. Sicherung und Geleit der zu den 
Bundestagen reisenden Mitglieder. Verleihung geistlicher Lehen durch 
den Papst. Klagen von Goslar über Herzog Heinrich, von Bremen 
über Balthasar von Esens, von Straßburg über den Grafen von Hanau. 
Einvernehmen mit dem Herzog von Preußen und der Stadt Riga. 
Anlage fttr die Witwe des Herzogs Johann von Sachsen. Erhaltung 
des evangelischen Bekenntnisses. Klage des Bischofs von Naumburg 
gegen die Stadt Naumburg beim Reichskammergericht. Erhaltung 
und Verwendung der geistlichen Güter. Oberhauptmannschafi Be- 
stellung von zwei Bnndesschreibem. Bemerkungen des Landgrafen 
zu dem coburgischen Kriegsanschlag. 

Kammergericht. 

490* Akten des Landgrafen Philipp (auch gremeinsam mit den anderen 
Bundesstftnden auf dem Tanre in Brannsehweigr)* 
1538 Apr. (—1639 Jan.). 



1) Ein TeU der hierauf bezüglichen Stücke im Samtarchive IV 138, d6; 122, 24. 
2} Anafertlgimg im Samtarchiye lY 124, 25. 



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296 Bundestag zu Bntnnschwelg 1688 Apr. (—1539 Jan.). 

Schreiben an Kammerrichter und Beisiixer, Ausschreiben an die 
Stände des Beichs (davon auch ein Druckexemplar.) 

1538 Apr. Reknsation des Kammergerichts in der Sache gegen 
Minden und Frankfurt. Vorbereitung eines Ansschreibens an die 
Stände des Reichs >die beschwerung des kayserliohen camergerichts 
belangende« . 

[1538 Nov. Vollziehung des Ansschreibens. 

1539 Jan. Dessen Druck (in Marburg) und Versendung.] 

Die Oberlander nnd die Bondesbesehlfisse. BatiHkation 
Ton Yerträgen. 

491. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1538 Mai. Juni. 

Schreiben der Gesandten der oberländischen Städte zu EßUngen. 
Abschriften, Urkunden. 

1538 Mai. Juni. Bedenken der oberländischen Städte StraSburg, 
Frankfurt, Augsburg, Eonstanz, Ulm, Kempten, Reutlingen, Memmingen, 
Lindau, Biberach, Isny und EBlingen sowie des Herzogs Ulrich von 
Württemberg und der Städte Hamburg nnd (roslar zu dem braun- 
schweigischen Abschied und der Reknsation des Reicbskammergerichts, 
Erlegung der Anlage zum Geschütz durch die oberländischen Städte, 
Abstellung der Messe nnd andrer Oebräuche in dem Frauenkloster 
zu Lindau und dem Mönchskloster zu Isny, Beschwerung der Städte 
Lindau und Isny durch das Reichskammergericht. 

Juni. Beitritt^) der Herzogin Elisabeth von Rochlitz zum Schmal- 
kaldischen Bunde. Ratifikation >) des auf dem Tage zu Braunschweig 
mit König Christian von Dänemark aufgerichteten Verständnisses und 
der Nebenverschreibung sowie der Nebenyerschreibung mit dem Kur- 
ftorsten Johann Friedrich von Sachsen, Herzog Ernst zu Braunschweig- 
Lttneburg und Landgraf Philipp durch den Herzog Ulrich v. Württemberg. 



Rheinische Einang. 

492. Akten des Landgrafen Philipp (aueli gemeinsam mit den Kur- 
fürsten TOn Malni^ Trier und Pfali). 1538 Mai— 1539 Jan. 

Ausschreiben an Kurmainx^ Kurtriery Kurpfah^ Wilrxburg^ den 
Kurfürsten und die Markgrafen Oeorg und Hans von Brandenburg 



1) Beitrittsurkunde im Samtarchive IV 124, 27. 

2) Die Urkunden ebenda 26. 



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Rheinisohe Einmig. Oesohllts and Manition. 1688. 297 

(die letzten wegen der Erbeinung), Briefwechsel mit dem Oberamtmarm 
Heiderich v. Kaienberg, Abschied der Tage xu Oberwesel und Mainx. 
Briefwechsel mit dem Kanxler Feige (dabei eine Ausfertigung an diesen). 
Schreiben an Kammehrichter und Beisitzer xu Speyer und an den 
Bischof von Würxburg, 

1638 Mai. Anffordenmg des Landgrafen an die Einungsver- 
wandten, sich zur eilenden Hilfe bereit zu halten. 

Juni. Absendnng Heiderichs y. Ealenberg nach Oberwesel zu 
Verhandlungen mit Mainz, Trier und Pfalz wegen Erneuerung der 
Rheinischen Einung. Besondere Unterstützung von Kurpfalz. Fehde 
des Grafen von Oldenburg gegen den Bischof von MUnster. BeschluB 
zu Oberwesel (gegen die Stimme von Würzburg) betr. die Leistung 
der gröBeren oder Machthilfe im Falle eines Angriffs. Frage der 
Unterstützung des Bischofs von Mttnster auf Antrag Hessens. Unter- 
stützung Triers gegen den Präsidenten und die Regenten von Luxemburg. 

1538 Aug. — 1639 Jan.^) Tag zu Mainz wegen der Münze und 
der Spezifikation der Machthilfe (Art der Beuteverteilung an die Mit- 
glieder der Rheinischen Einung nach der Höhe der geleisteten Hilfe). 
Die Religionssachen sind in der Rheinischen Einung ausgenommen. 
Rückgabe der Verwaltung und Bestimmung über die Eammergerichts- 
kanzlei an den Erzbischof von Mainz als Reichserzkanzler. Be- 
stimmungen >) der Rheinischen Einungsverwandten namentlich über 
die Stärke der Eontingente. Abschied zu Mainz (hessischer Gesandter 
Alexander y. d. Tann). Einwirkung auf Würzburg wegen dessen ab- 
lehnender Haltung. Bundeshilfe für Eurtrier gegen Luxemburg. 

Beschaffung Ton Cfesehfltz und Hanitioii. 
498. Akten des Landgrafen Philipp. 1538 Apr.— Aug. 

Anschläge j Verzeichnisse j Oedenkzettd, Schreiben an die Städte 
Straßburg ^ Augsburg und Ulm. Legitimation für den Rentschreiber 
xu Kassel Johann Homberg. Quittung. Abschrift eines Schreibens der 
Stadt Frankfurt an den Landgrafen. Kerbxettd. Lieferungsakkord. 

1538 Apr.— Aug. Die Beschaffiang von Geschütz und Munition 
im Auftrage des Landgrafen, und die auf Grund des coburgischen 
Abschieds von Württemberg und den oberländischen Städten zu den 
Eosten zu leistenden Beiträge. 



1) Dm Aktenstück vom Januar im Samtarohiye IV 94, III. 

2) Austotigimg im StmtarchlTe lY 92, 8, Abschrift im Kopialbuche N fol. 86. 



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298 KandflohAften und Zeitangen. Eaweler Akten. 1588 Mai— Aug. 

Kundschaften und Zeitungen. 

494. Akten des Landgrafen Philipp. 1538 Mai— Jnli. 

Briefwechsel mit Oodert Härmen Drosten zum Petershagen^ Heinr- 
rieh V. Stockhausen ^ Johann v. BotÜenberg gen. Kessel Ämtmann xu 
Mettmanny Bernhard Knippmg^ Oeorg v, Pwppenheimy Oeorg v. Boenen 
Drosten xu Wetter ^ Hermann v. d, Malsburg Marschall y den Haupt- 
leuten Oeorg v. Bischofferode, Hennig v, Bortfeldj Oeorg v, d. Mals- 
burg und Hans Kyme sourie dem Oberamtnumn Alexander v. d, Tann, 

1638 Mai. Ansammlung von Knechten in Niederdeutschland. 

Juni. Erforderung Hermanns v. d. Maisbarg nach Kassel wegen 
der Werbungen, seine Badekur im Wildbad, Werbung von Knechten 
durch die Venetianer, kriegerische Vorgänge in der Türkei, Ritt zum 
Herzog Ulrich. Die verordneten Hauptleute zu Minden. 

Juli. Eine an der französischen Grenze streifende Botte und die 
dagegen yom Pfalzgrafen Buprecht zu ergreifenden Maßregeln. 

Kasseler Akten. 

495. Akten der rerordneten Befehlshaber zu Kassel« 1538 Juli. Aug. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen PhiUpp, Schreiben der Städte 
Vacha und Borken. 

1638 Juli. Werbungen der Grafen von Neuenahr und Be- 
drängung der jungen Markgrafen von Baden, Stellungnahme des 
Landgrafen hierzu. Unterstützung des Bischofs von Münster durch 
hessisches Kriegsvolk und dessen Unterhaltung, Ausschreiben an die 
Ämter und Städte des Niederfttrstentums, Desertion hessischer Söldner 
wegen ausbleibender Soldzahlung. 

Aug. Kriegsrüstungen im Lande Wolfenbüttel. 

Sehmalkaldischer Bundestag zu Eisenach. 

496. Akten des Landgrafen Philipp. 1538 Juli. Aug. 

Ausschreiben. PräsenxUste. Bedenken der Stadt Siraßburg v)egen 
der Rekusation des Kammergerichts. Berichte der hessischen Oesandten 
in Eisenach. 

1638 Juli. Aug. Siehe die umfangreicheren Gegenakten der 
hessischen Gesandten (Nr. 497). 



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BnndeBtag ra Eisenach 1538 Jvli. Ang. 299 

497. Akten der heBsisehen Gesandten in Eisenaeh Johann Feige, Statt- 
halter Siegmnnd t. Boinebürg und Hermann t. d. Matsbnrg. 

1538 Juli. Ang. 

Abschrift des braunsckweigischen Abschieds vom 16. April 1538 und 
des Nürnberger Nebenvertrags xtmscken Karl F., König Ferdmand, 
dem Kardinal Albrecht von Mainx^ dem Kardinal Matthäus von Salx^ 
bürg, den Herxögen Wilhelm und Ludttng von Bayern, dem Herxog 
Oeorg von Sachsen, den Herxögen Erich d, Ä. und Heinrich d. J. von 
Braunschweig vom 10. Juni 1538. Ausschreiben des Tags xu Eisenach. 
Abschriften der in Eisenach gepflogenen Verhandlungen. Briefwechsel 
mit dem Landgrafen Phäipp. Instruktion. Abschied und Nebenab- 
scMed. Schreiben an die Stadt Überlingen, den Grafen Wolfgang von 
Hohenkhe, Dechant und Kapitel des Stifts Comburg ob Hau, Herxog 
Oeorg von Sachsen, den Rat xu Leipxig. 

1538 Jnli. Ang. Instraktionflpnnkte: Tttrkenhilfe, »Handlang des 
knrfbrsten zn Brandenburg des friedens halben«, Bekasation des 
Eammergerichts, »Einnng in allen zeitlichen Sachen«, Angelegenheit 
der Stadt Straßbnrg, Goslar gegen Herzog Heinrich, Aufnahme der 
Herzogin Elisabeth von RochUtz in den Schmalkaldischen Bund. — 
Bedenken der Stadt StraBbnrg in causa generalis recusationis. — Auf- 
richtung eines beständigen Religionsfriedens. Verhandlungen Enr- 
Sachsens und Hessens mit dem Kurfürsten von Brandenburg. Schreiben 
des Präsidenten von Nancy. Elisabeth von Bochlitz gegen Herzog 
Oeorg von Sachsen wegen der Stadt Mittweida. Irrungen zwischen 
den y. Baumbach und dem Amt Gerstungen und andere Grenzimmgen 
mit Eursachsen, Abschluß eines Vertrages zwischen Hessen und Eur- 
sachsen. Herzog Heinrich von Sachsen. Gesuch der Städte Schwäbisch- 
Hall und Heilbronn um Aufnahme in den Schmalkaldischen Bund. 
Streit zwischen Braunschweig- Wolfenbüttel und der Stadt Höxter 
wegen der Gefangensetzung eines höxterischen Prädikanten und einiger 
höxterischen Bürger durch den Drosten zu Holzminden. Eurbranden- 
burgische und kursächsische Gesandtschaft bei dem Landgrafen in 
Friedewald. Anbringen der kurbrandenburgischen Gesandten (Adam 
Trott und Eustachius y. Schlieben) in Eisenach. Stellungnahme zum 
Nürnberger Bündnis. Ausdehnung des Religionsfriedens auf neu hin- 
zutretende Mitglieder des Schmalkaldischen Bundes. Abfindung aus- 
getretener Mönche und Nonnen, auch wenn sie papistisch bleiben. 
Verkauf yon Gütern durch die Earmeliter in Frankfurt. Ankunft 
Dr. Walters in Eisenaeh. Eönig Ferdinands Antwort an den Eur- 
fttrsten Joachim betreffend die Friedensyerhandlung und die Unter- 



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300 T^s %a Nanmbiirir 1^^ Sept Okt 

Bttttzang des Königs gegen die Türken durch Reiter. Streit des 
Markgrafen Qeorg von Brandenbarg mit der Stadt Nttmberg. Tag 
zu Frankfurt zwischen Hessen und Mainz. Graf Albrecht von Mans- 
feld gegen die y. d. Asseburg. Punkte des Abschieds: Aufrichtung 
eines Friedens mit dem Kaiser und dem König Ferdinand durch Ver- 
mittelung des Kurfürsten von Brandenburg, Zuständigkeit des Reichs- 
kammergerichts in weltlichen Sachen, Aufnahme des Markgrafen 
Johann von Brandenburg, der Herzogin Elisabeth von Rochlitz, des 
Grafen Konrad von Tecklenburg und der Städte Schwäbisch-Hall und 
Heilbronn in den Schmalkaldischen Bund. Punkte des Nebenabschieds: 
Klage des Abts zu Maulbronn gegen den Herzog Ulrich von Württem- 
berg beim Reiohskammergericht, Religionsbeschwerden von Pommern 
über Dänemark, des Landgrafen Philipp über Herzog Heinrich d. J. 
von Braunschweig wegen Höxter, des Grafen Philipp von Nassau- 
Saarbrücken über Trier wegen der geistlichen Jurisdiktion über die 
Dörfer Boden und Hasselbacb, sowie der Städte Isny, Lindau, Biberach, 
Memmingen, Ulm, Magdeburg, Bremen, Frankfurt und Goslar, Leib- 
zuchtsklage der Witwe des Hieronymus Niese zu Ulm gegen 
Überlingen, Belästigung von Untertanen der Herzogin Elisabeth ron 
Rochlitz durch den Propst von St. Thomas zu Leipzig. Streit der 
Stadt Schwäbisch-Hall mit dem Grafen Wolfgang von Hohenlohe und 
dem Herrn Erasmus zu Limburg wegen der Pfarrei Altdorf, sowie mit 
dem Stift Gomburg über die Pfarreien Dangenthal und Erlaeh. 

Tag za Naumburg. 

498. Akten des Statthalters, Kanzlers und der Bäte lu Kassel. 

1638 Sept. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp und Werner v. Watten- 
stein. Abschriften der an die Räte Hberschickten Beich^cammergerichts- 
akten. InstrukiUm und Oedenkxettd für die Gesandten auf dem 
Naumburger Tage Dr. Walter^ Werner v. WaUenstein und Beichard 
Binde. 

1638 Sept Irrungen zwischen Herzog Georg von Sachsen und 
der Herzogin Elisabeth von Rochlitz wegen einiger Zinsen für die 
Universität Leipzig aus Mittweida. Verhandlungen der Prälaten des 
Herzogs Georg in Leipzig. Bestimmung Dr. Walters, Reichard Rincks 
und Werners y. Wallenstein zu Gesandten für den Tag nach Naumburg 
in den Irrungen zwischen den Markgrafen Georg und Albreoht ron 
Brandenburg^Ansbach und der Stadt Nürnberg wegen der von der 



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TMS in Nttniberg 16S8 Okt— Des. 301 

Stadt angelegten Befestigongswerke und der Landesobrigkeit in Nürn- 
berg. SeicbskammergerichtsprozeB wegen dieser Streitigkeiten von 
1626 bis 1537. Erörterung der magdeburgisehen und hallisehen 
Irrungen auf dem Naumburger Tage. Klage des Kurfürsten von 
Sachsen gegen den Herzog von Lauenburg wegen Führung des 
sächsischen Namens und Wappens. Verkauf des Getreides in Hessen. 
Instruktionspunkte für die hessischen Gesandten nach Naumburg im 
brandenburg-nümbergischen Streite. 

499. Akten der hesslsehen Gesandten Hr. Walter, Werner t. Wallen- 
stein und Belehard Binek. 1538 Sept. Okt. 

Brief des Landgrafen Philipp. AufTiekhnungen Über den Hechts- 
streit xtaischen Nürnberg und Brandenburg-Ansbach, die VermitäungS" 
vorschlage der erbverbrüderten Fürsten und deren Beantwortung; Ab- 
schriften von Urkunden aus den Jahren 1279^ 1287^ 1363. Naumburger 
Abschied. 

1638 Sepi Okt Stellung Herzog Georgs von Sachsen zur 
hessisch-sächsischen Erbeinung. Verhandlungen der kursächsischen^ 
hessischen und kurbrandenburgischen Gesandten auf dem Naumburger 
Tage in den Irrungen zwischen der Stadt Nürnberg und den Mark- 
grafen Georg und Albrecht von Brandenburg-Ansbach wegen der von 
der Stadt angelegten Festangsbauten. Abschied vom 3. Oktober: 
Abordnung an die Stadt Nürnberg, Kursachsen und das Burggrafen- 
tum Magdeburg, Führung des sächsischen Titels und Wappens durch 
die Herzöge Magnus und Franz von Lauenburg, kurbrandenburgische 
Beschwerden am Reichskammergericht. 

Vgl. auch die Akten der Kasseler Bäte (Nr. 498). 

Tag zu Nfimberg. 

500. Akten des Statthalters, Kanzlers und der Bäte lu Kassel. 

1538 Okt.— Dez. 

Eomxlekiettel für die Gesandten (nicht genannt). Abschriften der 
Akten vom Nürnberger Tag^ des Schrifhoechsds xtvischen Nürnberg 
und Brandenburg und dem Kaiser. Briefe des Landgrafen Philipp. 
Schreiben Werners v. Wallenstein. 

1538 Okt. Nov. Sendung kursäehsischer, kurbrandenburgischer 
und hessischer Bäte nach Nürnberg wegen der Irrungen der Stadt 
mit den Markgrafen Georg und Albreeht. Verhandlungen in Nürnberg 
und Ansbach. Vermittlung des Kaisers durch Wilhelm von Schwarzburg. 
Vorschläge Georgs v. Garlowitz. 



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302 T^stxL Ingolstadt Stephan Schmidt Georg Frank. 1688—1640. 

Des. Schreiben des Dr. Held an Landgraf Philipp. Leipsiger 
Religionsgespräch wegen der Eirchenreformation anf Anregung des 
Herzogs Georg von Sachsen. Hinzuziehung Dr. Brttcks, Melanohthons 
und Bucers. 

Tag za Ingolstadt 

501. Akten des Landgrafen Philipp bezw. des Kanzlen Feige. 

1539 März. 
Briefe Beichard Bmcks. 

1539 März. Berichte des Reichard Binck von dem Tage der 
Stände des ehemaligen Schwäbischen Bundes in Ingolstadt: Irrungen 
zwischen Nürnberg und den Markgrafen Oeorg und Albrecht, Ver- 
mittlung der Bischöfe Christoph von Eichstädt und Christoph von 
Augsburg und des Pfalzgrafen Ott Heinrich, Vertagung der Verhand- 
lungen auf einen neuen Bundestag in Donauwörth am 27. April. 
Teilnehmer der Ingolstädter Verhandlungen. Schmalkaldischer Bundes- 
tag in Frankfurt. Bitte Bincks um Ersatz fiir ein verlorenes Pferd. 

Untersuchung gegen Stephan Schmidt. 

603. Akten des StatthalterB und der Bäte lu Kassel. 

1538 Dez.— 1539 März. 

Schreiben des Landgrafen PhHipp, Die dem Stephan Schmidt hmn 
fisxierten Schriftstücke (Herzog Heinrich an den Kardinal Albrecht von 
Mainz, Woifenbüttd 1538 Lex., 26; derselbe an den kaiserlichen Vixe- 
kanxler Dr. Matthias Held, Wolfenbüttel 1538 Det. 26; Memorialien für 
Stephan Schmidt am Mavnx und Dr, Held nebst xwei Zeitungen; Schreib^ 
kalender Schmidts nebst Abschrift und Abschriften dofvon, Protokolle. Die 
von Stephcm Schmidt %u Cronberg am 16, März 1539 abgegebene Erldärung. 

1538 Dez. — 1539 März. Untersuchung gegen den aufgegriffenen 
braunschweig-wolfenbttttelischen Sekretär Stephan Schmidt 

Untersuchung gegen Georg Frank. 

508. Akten des Statthalters und der Bäte lu Kassel. 

1538 Okt— 1540 Mai. 

Abschriften. Protokolle. Schreiben Landgraf Philipps. Notariats- 
instrumeni. 

1538 Okt.— 1540 Mai. Untersuchung gegen Oeorg Frank und 
Genossen, die angeblich im Auftrage des Herzogs Heinrich d. J. ron 



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Bundesrechnniii^weBeii. Offiriere. 15B9. 303 

Brannsohweig einen Anschlag auf Freiheit nnd Leben des Land- 
grafen Philipp beabsichtigt haben sollten. Verhöre zu Spangenberg 
und Friedewald. 



Bechnmigsweseii des Sehmalkaldischen Bundes. 

504. Akten des Land^rrafen miipp. 1539. 
lUchnungen und BechnungsausxHge^ Belege, Quittungen, 

1639. Beehnungslegung des Landgrafen als obersten Hauptmanns 
des Sehmalkaldischen Bundes ttber die kleine Anlage von den ober- 
ländischen Fürsten und Städten fttr das Rechnungsjahr 1538--39. 
Erlegung der beiden doppelten Anlagen, Darlehen der Städte Augs- 
burg und Ulm. Bezahlung der oberländischen und niederländischen 
Rittmeister und Hauptleute. Ausgaben ftlr Zehrnng und Botschaften, 
Kundschaften und Wartgeld in Sachen der christlichen Einungsver- 
wandten. Rechnungslegung über die doppelte Beianlage auf dem Tage 
zu Arnstadt (1639 Nov.). Annahme und Unterhaltung von Knechten. 

Bestallung Ton Offlzleren. 

505. Akten des Landgrafen Philipp. 1539 Jan.— Nov. 

Übersichtj mit welchen Offizieren durch den Marschall und Heinrich 
Leraner taegen weiterer Bestallung auf ein Jahr verhandelt werden soU, 
Bestallungsreverse und Bestaüungsbriefe. Dabei ein Register Heinrich 
Lersners über die Bittmeister und HaupÜeute^ *so den stenden der 
chrisäichen eymmge von meinem gnedigen fursten und herren als 
oberstem hatibtman bestdt sein* (1538/39). 

1539 Jan. — Nov. Bestallung von Rittmeistern (Hans y. Enzen- 
berg, Johann y. Melschidt, Schotte de Beure, Johann y. Dinklage, 
Jobst y. Gemen gen. Proyesting, Veit y. Mttnster, Bastian y. Buches, 
Philipp y. Rttdigheim, Johann y. Beuem, Godert Herman Drost zum 
Peftershagen, Johann y. ViermUnden, Bernhard Lappe, Jorge y. Boenen, 
Jaspar Wrede gen. Rephun), Fußknechthauptleuten (Hans HeB, Jost 
y. Oberstein, Gall y. Pfullendorf, Hans Hetzer yon Pfreimdt, Martin 
Schnehman, Hieronymus Lehlin, Friedrich y. Reifenberg, Hans y. Essen, 
Joachim ThoB, Peter y. Utrich, Engelhard y. Spaychingen zu StraB- 
burg) und reisigen Dienern (Jorge Herr zu Esch, Joerg yan der Feloz 
Herr zu Heffingen, Ekbert Haek yon Rutenborch, Jeorge Schemell zu 
Neme, Johann y. Quemheim), meist fttr den Sehmalkaldischen Bund. 



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304 BriefWeehsel mit BSten und Dienern 1599 Jan.--Okt 

Briefirechfiiel mit Bäten nnd Dienern. 
606. Akten des Lnndirrafon PbUlpp. 1539 Jan.— Okt. 

VerxeichmSj an ivdche Bittmeister geschrieben werden soll. Aus- 
schreiben an die Rittmeister. Briefwechsel mit Statthalter (bzw. Statt- 
haiteramtsvenoalter) ^ Kanzler und Bäten zu Kassel, sotme mit Alhard 
V. Horde, Hermann Qvuid, Hans v. Enzenberg, Hermann v. Vier- 
milnden, Bernd Lappe, Bitter Bernhard v. MHa Amtmann zu Schtoei- 
niiz, Sebastian SchertUn v. Burtenbach und Diether Oewend. Aus- 
schreiben. — Dabei Abschrift eines Sehreibens der Stadt Bremen an 
den Kurfürsten van Sachsen. 

1539 Jan.— Jnni. Restitation der Gttter des Thomas Maok in 
Ansbach. Ansbachische nnd straBbnrgische Schreiben. Verhör des 
brannschweigisohen Sekretärs.- Gtttliche Handlang zwischen Hessen 
nnd Enrköln. Bestellung Adliger auf Wartgeld nnd Reiterbestallnng. 
Ansfertigung der Bestallnngsreverse für die Rittmeister. Graf Erich 
von Hoya. Knechte in der Grafschaft Bentheim. Einziehung von 
Enndschaften, namentlich ans lliederdentschland. Werbungen Herzog 
Heinrichs von Brannschweig nnd anderer. Auslaufen der kaiserlichen 
Schiffe zu Mecheln. Übermittelung in Kassel eingegangener Zuschriften 
an den Landgrafen. Starke Rüstungen Herzog Erichs, Sendung 
Wilhelms y. Schachten und Nordecks an die Herzogin in Münden. 
Kundschaft des Ritters Bernhard y. Mila ttber Herzog Heinrichs Unter- 
nehmungen (Stifter Bremen und Verden, Städte Stade und Buxtehude). 
Entlassung der yergardeten Knechte infolge des Frankfurter Anstands. 
Bernhards y. Mila Gegenlauf mit 13000 Knechten im Stift Bremen 
namens des Schmalkaldischen Bundes. Seine Absicht, mit diesen ins 
Gebiet der Ditmarschen zu ziehen. Verhandlungen Milas mit der 
Stadt Bremen und mit dänischen Räten. Balthasar yon Esens. Auf- 
forderung des Bischofs yon Lund, die Knechte yerlanfen zu lassen, 
entsprechende Weisung des Landgrafen an Mila. 

Juni. Schriftwechsel mit dem Bischof yon MUnster nnd dem Knr- 
ftlrsten yon Sachsen wegen der Besohwerden der Stadt Minden betr. 
den Besitz des Ritterbruchs. 

Juli. Verwendung Schertlins ftlr Jakob y. Dettickhofen. Zeitnogen 
ans Mailand. Rückkehr Herzog Heinriohs aus Spanien, seine Zu- 
sammenkunft in Speyer mit dem Statthalter und dem Bisohof yon 
Mainz und dem Pfalzgrafen. 

Okt. Aufforderung an die hessisohe Ritterschaft und die yon 
Haus aus bestellten Diener, sich in Rüstung zu halten. 



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Sloherbeitsmaßregeln 1589. Bundestag za Frankfurt Protokoll. 305 

Kasseler Akten. Slcherheltsmaßregelii. 

507. Akten Ton StattludteramtgTerwalter nnd Baten zn Kassel (Bndolf 
Sehenk, Werner t. Wallenstein nnd Hermann t. Hnndelshansen), 
dann des Statthalters, Marsehalls, Kanzlers nnd der Rate. 

1539 Jan.— Juni. Dez. 

VerTceichnis ausgegangener Schreiben, Briefwechsel mit hessischen 
Rittmeistern und dem Landgrafen Phäipp, Schreiben des Rent- 
meisters Baker Wilhdm in SdimaVcalden. Schreiben an Ritter Bern- 
hard V. MHa. Ansehläge, Ausschreiben an die hessischen Städte. Auf- 
gebotsregister, Dabei ein Schreiben an Michel Jude von Demburg und 
ein Schreiben Michel Nußpickers an Heinrich Lersner, 

1539 Jan. — Apr. Bestellung von reisigen Dienern. Annahme 
von Adligen auf Wartgeld. Reiterbestallung. Eneehte in Nieder- 
deutsebland. 

Febr. Einkauf von Salpeter in Neuburg. 

März. Apr. Leistung militäriseher Hilfe zur Rettung des Qrafen 
Jost zur Hoya. 

Apr. Yerteidigungsmafiregeln bei der drohenden Kriegsgefahr. 
Rüstungen. Einziehung von Kundschaften. 

Juni. Verhandlungstag in Sachen der Stadt Minden. Waldeckische 
Vormundschaft 

Dez. Jaspar Wredes Wartgeld. 

Schmalkaldischer Bundestag zu Frankftirt. 

Protokoll. 

608. Akten der hessischen Gesandten In Frankfurt. 

1539 Febr. 13— Apr. 24. 

Protokoll des Kanzlers Feige über die Bundesverhandlungen, 

BeUgionsyerhandlniigeii. 

509. Akten der hessischen Gesandten In Frankftirt (Statthalter Sieg- 
mund T. Bolnebnrg nnd Kanzler Felge). Eigenh&ndlge An&eieh- 
nnngen des Landgrafen Philipp. 

(1538 Juni. Nov.) 1539 Febr.— Apr. 

(Abschriften des Nürnberger Bündnisses vom 10, Juni 1538 s(noie 
des Briefwechsels zwischen Landgraf Philipp und dem kaiserlichen 

Polii. ArcMT de« Laadgr. Philipp. 2 ) 



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306 Bandestag zn Frankfiirt 1539: 

Vizekanxler Dr, Held vom November 1538). Theologisches OutacktenA) 
Kaiserliche VoUmcu^t für den Erxbischof Johann von Land und 
Dr, Held, Abschriften des Briefwechsels König Ferdinands mit dem 
Kurfürsten Joachim von Brofndenburg^ dem Landgrafen Philipp j dem 
Herzog Ulrich von Württemberg, dem Herzog Ludwig von Bayern und 
dem Herzog Heinrich von Braunschweig. Hessischr-sächsische Propo^ 
sition und Abschriften der weiteren xudschen den Ständen und mit 
den kaiserlichen Kommissaren in Frankfurt geflogenen Verhandlungen. 
Abschriften des Schriftu^echsels xunschen defn Landgrafen Philipp j dem 
Kurfürsten von Sachsen und den übrigen Ständen und Oesandten zu 
Frankfurt einerseits^ dem Kaiser^ den Kurfürsten von Brandenburg 
und der Pfah und den Fürsten von Anhalt andererseits. Hessischr 
sächsische Instruktion für Hermann v. d, Malsburg und Oeorg v. Har- 
stall Amtmann zu Kreuxburg an Herzog Ulrich von Württemberg. 
Briefwechsel Hessens und Sachsens mit dem König Christian von 
Dänemark, Aufzeichnung über die dänische Werbung in Frankfurt und 
die darauf erteilte Antwort. Der Frankfurter Anstand^} und die dazu 
gehörigen Schriftstücke. Abschied. Gemeinsames Schreiben der Kur- 
fürsten von Sachsen und Brandenburg und des Landgrafen Phüipp 
cm den Herzog Erich von Braunschweig-Kalenberg. 

(1538 Jnni. Das Nürnberger Bündnis. 

1538 Nov. Die Sendnng des Greffiers von Luxemburg Johann 
Naves im Auftrage der Königin Maria an den Landgrafen). 

Undatiert.^) Das Recht der Gegenwehr und die Verpflichtung fllr 
die Evangelischen, die Gegner nicht wider den Bund zu unterstützen. 

1539 Febr. Friedensbestrebungen König Ferdinands. Angebliche. 
Kriegsrilstungen Herzog Ulrichs und Landgraf Philipps. 

Febr.— Apr. Die Verhandlungen in Frankfurt zwischen den 
protestierenden Ständen und mit den kaiserlichen Kommissaren wegen 
des »Friedstands«. Aufforderung Kursachsens und Hessens an Herzog 
Ulrich von Württemberg, persönlich nach Frankfurt zu kommen. 
Punkte der Proposition: Die Eeichsacht gegen die Stadt Minden und 
die Prozesse am Reichskammergericht. Ausdehnung des Begriffs 
»protestierende Stände« auf alle nach der Protestation hinzuge- 
kommenen religionsverwandten Stände, Verhältnis zum Nürnberger 
Bund, dessen feindliche Absichten gegen die Protestanten, die Ergrei- 
fung des braunschweigischen Sekretärs und der daran sich anschlieBende 
diplomatische Schriftwechsel des Landgrafen, Rüstungen im Reiche. 

1) £b ist nicht unbedingt Biober, ob dies Schriftstück hierher gehört. 

2) Die AnBfertigang im Samtarohive IV 126, 29. 



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ReligionBYerhandlangen. 307 

ÄDbringen des Königs Christian in Frankfurt dnrch seinen Marschall 
Melchior Rantzan und seinen Sekretär Kaspar Fachs: Vermittelang 
Sachsens nnd Hessens zwischen Lothringen nnd Cleve wegen des 
Herzogtums Geldern, Stellung Christians zum Schmalkaldischen Bnnde, 
sein Wunsch in den Beligionsfrieden mit einbezogen zu werden oder 
wenigstens im Notfalle der Hilfe des Bandes sicher zu sein; Zu- 
sammenkunft der Gesandten des Kaisers, des Königs yon Frankreich, 
des Königs Ferdinand, des Königs von Portugal, der Yenetianer und 
des Papstes in Krakau, drohende Kriegsrttstungen, Gebrechen zwischen 
Dänemark und den Herzögen von Pommern-Stettin wegen der geist- 
lichen Guter auf Rügen, dem Stift Roeskilde zuständig. Frage der 
Zuziehung von Kurtrier und Kurköln zur Friedensverhandlung. Aus- 
bleiben der Fürsten von Anhalt. Der König ron Polen an den Kur- 
ftlrsten von Brandenburg wegen der Tttrkengefahr. Aufrichtung des 
Frankfurter Anstands. Die Werbungen des frankfurtischen Haupt- 
manns Konrad r. Hattstein. Kurbrandenburgische Gravamina. Die 
gegen die Augsburgischen Konfessionsverwandten vorgenommenen 
und ftlr die Dauer des NUmbergischen Friedstands suspendierten 
Prozesse^]. Punkte des Abschieds >). Kundschaft von Anschlägen 
des Gegenbundes, Abordnung geheimer Gesandtschaften nach Schwaben, 
an den Bischof von Münster und nach Bremen, Anlagen ftlr die 
Bundesmitglieder, Intemierung des Hauptmanns der Stadt Frankfurt, 
der aufgegriffene Sekretär Stephan Schmidt, Ansammlung von Knechten 
im Stift Bremen, Übergriffe Herzog Heinrichs d. J. gegen Goslar, Be- 
schickung der nach Worms und Nürnberg ausgeschriebenen Tage, 
Verhandlungspunkte (Anschläge der ftinf Städte, Tttrkenhilfe, geistliche 
Guter), Verhandlungen mit dem kaiserlichen Orator ttber Jttlioh- 
Geldem, Goslar und das Reichskammergericht, Urteil gegen StraBburg 
in der Hanauer Sache, Rechnung der Bundesbauptleute. Verwendung 
des Bundes bei Herzog Erich von Braunschweig^Kalenberg zu Gunsten 
der protestantisch gewordenen Stadt North eim, Ansinnen an den 
Herzog, dem katholischen Nürnberger Bunde nicht beizutreten. 

Verhandlungen mit Bayern. 

510. Akten der hessischen Gesandten in Frankltart. 1539 Jan.— Apr. 

Abschriften des Briefwechsels Hessens und Sachsens 7mt Bayern 
(Herzöge WUhehn und Ludwig und Dr. Eck). Instruktion. Abschriften 

1) Aosfertigang des Pfalzgrafen Ladwig bei Rhein und KarfEümten Joachim 
▼on Brandenburg Tom 19. April 1539 im Samtarchive IV 128, 31. 

2] Die Ansfertigong ist im Haus-, Hof- und Staatsarohive in Wien. 

20» 



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308 Bundestag zu Frankfurt 1539: 

von Schreiben des Herzogs Wilhelm von Bayern an den Kurfürsten 
von Sachsen, 

1539 JaD. — Apr. Friedliche Versicherungen Ecke. Die Ge- 
fangennahme des brannsohweigischen Sekretärs. Angebliche Eriegs- 
pläne Landgraf Philipps, Mahnungen Herzog Wilhelms und Ecks zum 
Frieden. Bevorstehende Ankunft des Bischofs von Lund als Friedens- 
unterhändler in Frankfurt. Allgemeines Mißtrauen zwischen den 
Ständen im Reiche, Rttstungen llberall. Bundesgesandtschaft an die 
beiden Herzöge. InBtruktionspunkte: vergebliche Verhandlungen der 
Kurfürsten von der Pfalz und Brandenburg in Frankfurt, drohende 
Kriegsaussichten, Neigung des Landgrafen zum Frieden, seine in- 
folge der Ergreifung des brannschweigischen Sekretärs eingenommene 
Stellung. Vertrauliche Mitteilung einer Abschrift der Nürnberger 
Bttndnisurkunde an den KurfUrsten von Sachsen. Zusammenkunft 
des Herzogs Wilhelm mit dem Kurfürsten von Sachsen in Schwein- 
furt. Auseinandersetzung Sachsens und Hessens mit dem Herzog 
Ludwig von Bayern. Beschwerde des Herzogs Wilhelm über des 
Landgrafen Werbungen in Augsburg (die Sendung der beiden 
Kommissarien Qotzmann und Tann in die Oberlande), beruhigende 
Versicherungen des Landgrafen. Vergardung von Knechten im Stift 
Verden (Jorge v. Ravensberg). 

Beichskammergericht 

511. Akten der hessisehen Ctesandten In Frankftirt besw« des Land- 
grafen Philipp und des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen. 

1539 Febr.— Apr. 

Schreiben des Dr. Ludwig Hierter und des Lic, Johmm Hdfmann, 
Beschwefrdepunkte. Schreiben cm Bürgermeister und Bat zu Speyer. 
Bekusationsschriften. ^) 

1539 Febr. — Apr. Die seit dem letzten Schmalkaldischen Ab- 
schied vor dem Reichskammergericht verhandelten Religionssachen 
und Anfertigung eines Auszugs darüber. Rückständige Bezahlung 
der beiden Anwälte. Beschwerden der protestantischen Stände gegen 
das Reichskammergericht und das Hofgericht zu Rottweil. Ermordung 
Dr. Hierters in Speyer. Rekusation des Reichskammergerichts. 



1} Es ist nicht ganz sicher, ob sie zu diesem Jahre gehören. Die eine Nieder- 
schrift ist von Wigand Lauzes Hand und muß also frühestens April 1537, spä- 
testens April 1640 fallen. 



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Bayern, Kammergerioht, Oberländer, Bandesangeiegenheiten. 309 

Gesandtschaft In die Oberlande. 

512« Akten des Landgrafen Philipp (gemelnsehaftUeh mit dem Kur- 
fürsten Johann Friedrieh Ton Saehsen) besw. der hesstaehen 
Gesandten In Franhftirt. Dabei einige Akten der Gesandten 
in den Oberlanden. 1539 Febr. — Mai. 

Briefwechsel mit Bürgermeister und Bat xu Ulm und Augsburg^ 
Bernhard Besserer altem Bürgermeister xu Ulm und Wolf Röcklinger 
Bürgermeister xu Augsburg. Instruktion für Kunx Ootxmarm und 
Alexarider v. d. Tann und Briefwechsel mit diesen. Dabei ein 
Schreiben der hessischen und sächsischen Gesandten an den Landgrafen 
und den Kurfürsten von Sachsen, 

1539 Febr. — Mai. Geheime Sendung des Kunz Gotzmann Amt- 
manns zu Königsberg und des Alexander y. d. Tann Oberamtmanns 
der Obergrafschaft Eatzenelnbogen in die Oberlande, um Kundschaft 
einzuziehen über die feindlichen Werbungen und die kriegerischen 
Absichten der Gegner des Schmalkaldischen Bundes, und um Knechte 
zu unterhalten (das Geld soll Ulm für den Bund auslegen). Heran- 
ziehung der Tiroler Erzknappen zu Kriegsdiensten des Schmalkaldi- 
sohen Bundes (Sebastian Schertlin). Vorschläge zu militärischen 
und strategischen GegenmaBregeln. Entlassung der Knechte wegen 
des inzwischen in Frankfurt geschlossenen Friedens. Zeitungen aus 
Venedig. 

Einzelne Bundesangelegenheiten. 

613. Akten der hessischen Gesandten in Frankfurt beiw« des Land- 
grafen PhUipp. 1539 Febr.— Apr. 

Schreiben der Stadt Qoslar und des Ooslarer Gesandten Johannes 
Hordt Protokoll. Abschriften, Briefwechsel mit Bernhard v, MUa, 
kursächsischem Amtmann xu SchweinitXj sowie mit der Stadt Bremen, 
Seban Freitag und den Brüdern Ernst und Franx Herxögen xu 
Braunschweig-Lüneburg, Vidimierte Abschrift eines wolfenbütteUschen 
Odeitsbriefes, 

1639 Febr. März. Hilfegesuch der Stadt Goslar in ihrer Be- 
drängnis durch Herzog Heinrich und bei der parteiischen Haltung des 
Kammergerichts. Streit des Grafen Albrecht von Mansfeld mit Wilhelm 
Rinck wegen des Dorfs Yitzenhagen. Beschwerden des Grafen Philipp 
zu Nassau-Saarbrücken gegen den Erzbischof von Trier wegen der 
kirchlichen Jurisdiktion in den Dörfern Roden und Hasselbach. Be- 
schwerden des Abts zu Maulbronn. Der Abt zu Si Georgen gegen 



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SlO Bundestag za Frankfurt 1539: 

Württemberg. Klöster Alpirsbach, Adelberg und BebenhauBen. Ejtpitel 
zu Bottweil. Der Eurtisan Jobann Abell zu StraBburg gegen Dr. 
Wolfgang Gapito wegen der Propstei zu St Thomas in StraBburg. 
Klage des Antonius v. Schönberg gegen Herzog Georg von Sachsen, 
weil dieser ihn wegen seiner protestantischen Gesinnung des Hanses 
Schönberg und der dazu gehörigen Dörfer und Nutzungen beraubt 
habe. Dr. Konrad Dellinghausen. 

Apr. Annahme der um Bremen gardenden Knechte für den 
Schmalkaldischen Bund. Vertrag von Trier, Pfalz nnd Hessen mit 
den y. Sickingen. Abreise der hambnrgischen Gesandten von Frankfurt 

Herzog Heinrich Ton Brannsehweig und Stephan Schmidt 
514. Akten der hesslsehen Gesandten in Frankftirt. 1539 März. Apr. 

Abschriften des Protokolls Über das Verhör des gefcmgenen Sekretärs 
Herzog Hemrichs d. J, Stephcm Schmidt im Dezember 1538 und der 
ihm abgenommenen gravierenden Schriftstücke^ sotvie des van dem 
Landgrafen Philipp irn Anfang 1539 in dieser Sache gefiihrten Schrift- 
wechsels mit dem Kardinal Albrecht sovrie mit Dechant und Kapitel 
XU Mamzy dem Herzog Qeorg von Sachsen und dem Landvogt Georg 
V. CarUnoitZf dem] Herzog Wilhelm von Bayern und Dr. Eck, den Kur- 
fürsten Joharm von Trier, Ladung von der Pfalz und Joachim von 
Brandenburg, dem Bischof von Würzburg, dem kaiserlichen Vizekanzler 
Dr. Held und dem Freiherm Hans Hofmann. Gedruckte Missiven. 
Abschrift der Instruktion für Hehaig v, Lehrbach ^ Amtmarm zu Epp- 
stein und Cronberg, und Dr. Johmrn Keudd an Mainz, sowie der Inr 
strukOon und des Nebenmemorials für Dr. Siebert v. Löwenberg an die 
StatOuüterin Königin Maria tmd den kaiserlichen Oeneralkapitän in 
den Niederlanden Floris v. Egmont Grafen von Büren, Abschriften 
der auf dem Bundestage zu Frankfurt hierüber entstandenen Akten 
(Schriftwechsel Herzog Ludungs von Bayern namens des Nürnberger 
Bundes zu Pilsen mit Sachsen und Hessen^ Schriften Herzog Heinrichs 
von Braunschu^eig-Wolfenbüttd an Kurfürst Ludwig von der PfalXj 
Kurfürst Joachim von Brandenburg und Her%og Ludwig von Bayern 
gegen Landgraf Philipp, Die vom ständischen Ausschuß beratene Ant- 
uHyrt an Kurpfalz und Kurbrandmburg, Abschrift der von Stephcm, 
Schmidt am 16. März 1539 zu Oronberg abgegebenen Erklärung). Kur- 
sächsischrhessische Gegenschrift gegen die Denkschrift Herzog Heinrichs 
an Kurpfalz und Kurbrandenburg (Wolfenbüttel 1539 Mmtag nach 
Palmarum). 



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Hsg. Heinrloh u. Stephan Schmidt, Briefvr. mit den Gesandten. 311 

1539 März. Apr. Die Gefangennahme des wolfenbüttelischen 
Sekretäre Stephan Sehmidt und des in kurmainzischen Diensten 
stehenden Knaben Jorge Fronhöfer, die Erbreehnng der dem Stephan 
Sehmidt konfiszierten Briefe nnd Landgraf Philipps Verantwortnng 
dieser seiner Handlnngsweise. Die nachbarlichen Irrangen Hessens 
mit Mainz nnd Landgraf Philipps angebliche kriegerische Absichten 
gegen Mainz, wogegen] sich der Landgraf verwahrt. Eriegsbewer- 
bnngen ttberall. Aufrichtang eines allgemeinen Friedens im Beich. 
Verhandlangen anf dem Frankfurter Bandestage zur Beilegang des 
Streites, zwischen Landgraf Philipp und Herzog Heinrich (Earpfalz 
nnd Kurbrandenbarg die Vermittler). 

Briefwechsel des Landgrafen mit seinen Gesandten. 

615. Akten des Landgrafen Philipp. 1539 Apr. 

Briefwechsel mit seinen Gesandten auf dem Frankfurter Bundes- 
tage. Dabei ein Koüektivschreiben der hessischen und sächsischen 
(Homs V. Pack, Amtmann xu Düben, und Jobst vom Hayn) Gesandten 
an den Kurfürsten von Sachsen und den Landgrafen. 

1539 Apr. Die gegen die gardenden Knechte in der Herrschaft 
Hoya nnd im Lttnebargischen zu ergreifenden Maßregeln. Schertlin, 
Landgraf Philipps Krankheit Möglichkeit eines Kriegszngs gegen 
Herzog Heinrich. Graf Wilhelms von Fürstenberg Regiment. Ver- 
handlungen zu Frankfurt. Frnchtordnung. Bernhards y. Mila Gegen- 
lauf gegen die Knechte. Beabsichtigter Besuch der Kurfürsten von 
Brandenburg und Sachsen bei dem Landgrafen. Berichte Alexanders 
y. d. Tann. Zögerndes Verhalten des kaiserlichen Orators gegenüber 
den eyangelischen Ständen. Der Entwurf des Anstands. Der Artikel 
der geistlichen Gttter. Stephan Schmidt Einigkeit in allen Artikeln 
bis auf die Tttrkenhilfe. Fruchtyorrat in der Obergrafschaft. Kom- 
lieferung durch den Grafen Philipp yon Solms aus dessen Kellerei 
Butzbach. Uneinigkeit über den Artikel, wie man die Bttstungen und 
Werbungen abschaffen wolle, ablehnende Haltung des Orators Erz- 
bischofs yon Lund in dieser Sache. Urfehde Stephan Schmidts. Zu- 
standekommen des Frankfurter Anstands. Schreiben an die Herzöge 
Ernst und Erich yon Braunschweig. Abforderung der oberländischen 
Kommissare Kunz Gotzmann und Alexander y. d. Tann. Beschlüsse 
wegen Northeim, Goslar und Bremen. Tod des Herzogs Georg yon 
Sachsen und die Frage, ob dessen Land dem Herzog Heinrich yon 
Sachsen zufallen werde. Abzug eines Teils der Stände aus Frankfurt, 
als letzte ziehen die hessischen Gesandten ab. 



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312 BandeBtag zu Frankfurt 1689: Bw. mit den Gesandten. 

616. Akten der hesslsehen Gesandten in Frankfurt. 1539 Apr. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp und dem Kurfürsten von 
Sachsen^ dem Vizekanzler Oeorg Nußpicker, dem Registrator Johann 
Pluck und Simon Bing. 

1539 Apr. Vg]. die Gegenakten des Landgrafen (Nr. 515). AuBer- 
dem: Benachrichtigung der Gesandten in England über den Stand 
der Religionsverhandlungen. Einholung der Meinung der Kurfürsten 
von Sachsen und Brandenburg über Schreiben der Herzogin Elisabeth 
von Braunshweig-Galenberg, der Stadt Northeim und des Antonius Cor- 
yinus an den Landgrafen. Schutz der Stadt Northeim im Evangelium. 
Anleihe des Kurfürsten von Brandenburg bei dem Landgrafen (3000 
Taler). Komkauf. »Mittel« zum Vertrage zwischen den Kurfürsten von 
Mainz und Sachsen in der magdeburgischen und hallischen Sache 
(Burggrafentum und Grafengeding). Türkenhilfe. Geldforderungen Phi- 
lipps an den Bund. Neue Ordnung mit den Bundeshauptlenten (Philipp 
will nicht länger Hauptmann sein). Drohende Kriegsgefahr. Aus- 
schuBverhandlungen in Frankfurt. Religionsangelegenheiten. Wieder- 
täufer in Marburg. Werbung des Grafen Wolrad von Waldeck bei 
dem Landgrafen wegen des Amtmanns zum Eisenberg Johann Wolff 
(Überfall eines Einwohners von Frankenau durch einen waldeckischen 
Untertanen). Versehreibung der hessischen Landstände wegen des 
Testaments des Landgrafen. Tod des Konrad Pluck Dechanten zn 
St. Martin in Kassel. Krankheit des Sekretärs Jost Becker, des 
Wigand Lanze und des Konrad Bünting. Die Kriegsräte in Frank- 
furt. Unterstützung Goslars gegen Herzog Heinrich. Anrufung des 
Kaisers, Königs nnd aller Fürsten des Reichs gegen den Landfriedens- 
brecher Herzog Heinrich. Testament des Herzogs Georg von Sachsen 
nnd die Erbansprüche der Landgräfin Christine auf Grund der Erb- 
verbrüderung. Anbringen der Herzöge Ernst und Franz von Brann- 
schweig-Celle beim Bunde wegen der gardenden Knechte. Hessische 
Verantwortungsschrift gegen Herzog Heinrich. 



Tag zu Worms. 

517. Akten des Landgrafen Philipp. 1539 Apr. — Juni. 

Abschriften früherer Verhandlungen, Briefwechsel mit Werner v. 
Waüenstein sotvie mit Statthalter und Kanzler zu Kassel und mit 
König Ferdinand. Schreiben der Herzöge Barnim und Philipp von 
Pommern, Oekitsbrief für Schweiker, Hans und Franz Konrad v. 
Sickingen. Schreiben des Hans v, Sickingen, Präsenzliste der Oe- 



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Tag sa Worms 1639 Apr.— Juni. 313 

sandten in Worms. Abschriften der königlichen Proposilion, der Ant- 
wort der Reichsständej der Replik der königlichen Kommissare und 
der Dupük der Stände, 

1539 Apr. — Jnni. Fortsetzung der in Frankfurt unterbrochenen 
Verhandlungen zwischen Hessen, Eurpfalz und Eurtrier in der 
sickingischen und cronbergischen Angelegenheit in Worms. Er- 
streckung des wegen der eilenden Ttlrkenhilfe nach Worms angesetzten 
Tages. Beschwerden der Herzöge Barnim und Philipp von Pommern 
wegen zu hoher Reichsanlagen. Vertretung der Herzöge in Worms 
darch den Landgrafen Philipp. Beilegung der Irrungen mit Hartmut 
y. Gronberg. Verhandlungen der königlichen Eommissare mit den 
Gesandten der Stände in Worms wegen der Türkenhilfe. 

518. Akten des hessischen Gesandten in Worms Werner t. Wallenstein. 

1539 Mai. Juni. 

Abschriften früherer Verhandlungen, Instruktion, ScJireiben des 
Landgrafen Philipp, 

1539 Mai. Instrnktionspunkte: Verringerung der Anschläge der 
Städte Goslar, Eonstanz, Lindau, Reutlingen und Eßlingen, Aufstellung 
eines gleichmäßigen Anschlags im Reiche für protestantische und 
katholische Stände. Bewilligung der Türkenhilfe. 

Juni. Briefwechsel zwischen Eönig Ferdinand und Herzog Hein- 
rich von Sachsen wegen Veränderung der Religion und Zeremonien. 
Protest der protestantischen Stände gegen diese Einmischung des 
Eönigs, Schreiben des Eurfürsten von Sachsen über diese Angelegen- 
heit an den Landgrafen. Anweisung an den hessischen Gesandten, 
die Türkenhilfe nicht lu bewilligen, falls die katholischen Stände den 
Nürnberger Religionsfrieden und den Frankfurter Anstand einseitig 
zu Ungunsten Philipps auslegen würden, weil dieser die Gebeine der 
heil. Elisabeth aus dem Deutschen Hause zu Marburg hatte entfernen 
lassen. Irrungen zwischen dem Eönig von Dänemark und den Herzögen 
Barnim und Philipp von Pommern-Stettin wegen Restitution geistlicher 
Güter auf Rügen. 

519. Akten des Statthalters, Kanslers und der Bäte lu KasseL 

1539 Mai. 
Briefwechsel m/U dem Landgrafen Philipp, 

1539 Mai. Verhandlungen von Hessen und Eurpfalz mit Eurtrier 
in der sickingischen Sache. Eönigliches Ausschreiben wegen Ver- 
schiebung des Tags zu Worms, Benachrichtigung der protestantischen 
Stände hiervon. 



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314 Bundestag sa Ainstadt 

Schmalkaldlscher Bnndestag zn Arnstadt. 

520. Akten des Landgrafen PliUIpp.i) 1539 Nov. Dez. 

Insirukiumen für den Statthalter Siegmund v. Boineburg und den 
Vizekanzler Oeorg Nußpicker zum Amstädter Tag. Briefwechsel mit 
Boineburg und dem Kanzler Feige^) in Arnstadt. 

1539 Nov. Instraktionspunkte: Ausbleiben der Bewilligung des 
Frankfurter AnstandB durch den Kaiser, Ungewißheit über den Inhalt 
der Werbung des Bischofs von Lund, Bündnis zmschen Hessen und 
Trier, Übernahme der Bnndeshauptmannschaft durch Philipp auf ein 
weiteres Jabr, Rechnungslegung des Bundes, Bestellung der Haupt- 
leute und Rittmeister, Gerücht von einem Überfall Württembergs und 
Augsburgs durch Bayern, Maßregeln fttr den Fall, daß der Frank- 
furter Anstand vom Kaiser nicht ratifiziert werde, Forderung eines 
Reichstages oder Nationalkonzils, feindliche Absichten der Kaiserlichen, 
Vorgehen des Reichskammergerichts, Beschwerden der Städte Bremen 
und Goslar, Aufnahme neuer Mitglieder, Verwendung der geistlichen 
Güter (Hersfeld, Marbnrger Komturei, mainzische Zehnten in Hessen), 
Mühlhäuser Sache, Werbung des Pfalzgrafen Ott Heinrieh bei Hessen, 
Aufnahme Herzog Heinrichs von Sachsen, dessen Anschlag und 
Stimmen. Ausschreiben wegen Unterstützung Goslars. Bestallung 
von Kriegsleuten im Frühjahr. Gesandtschaft nach Frankreich und 
England. 

Bestimmung Feiges zum Gesandten nach Arnstadt. Exekution der 
Acht gegen die Stadt Minden. Rückkehr des Landgrafen nach Kassel 
am 6. November. Entschuldigung Siegmunds v. Boineburg wegen 
seines Ausbleibens. Ankunft der einzelnen Bundesgesandten in Arn- 
stadt. Bestellung der Post zwischen Kassel und Arnstadt Amstädter 
Verhandlungen. Gesandtschaft nach England. Aufnahme Herzog 
Heinrichs von Sachsen. Verhandlungen des münsterischen Hofmeisters 
Friedrich v. Twiste mit Feige. 

Weigerung Herzog Heinrichs von Sachsen die Anlage zu hinter- 
legen. Oberhauptmannschaft. Unterredung mit Sturm und den 
sächsischen Räten wegen der Haltung des Landgrafen bei des Kaisers 
Rückkehr. Unterhalt der am hessischen Hofe lebenden Angehörigen 
fremder Fürsten und Grafen. Botschaft der Einungsverwandten an 



1) Mit einem Briefe BoineburgB an Feige (Ausf.) vor dessen Abreise nach 
Arnstadt. 

8J An Stelle Nußpickers nach Arnstadt abgesandt 



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1589 Okt-Dez. 315 

den Kaiser. Antwort der Stände für den Fall, daB der Kaiser keinen 
Frieden gebe. Erlegang des Geldes. Herzog Heinrichs von Sachsen 
Gesandte im AnsschnB. Aufbringen von Geld in StraBbnrg. Haod- 
lung mit Trier. 

Dez. AuBer dem in Nr. 522 Verzeichneten: Bestallnng des Grafen 
Christoph von Oldenburg. Entschnldigong des Markgrafen Hans und 
Pommerns wegen ihres Aasbleibens, da ihnen das Ausschreiben zu 
spät zugekommen sei. Abneigung des Kurfürsten von Sachsen gegen 
die Gesandtschaft an den Kaiser, da er den am kaiserlichen Hofe 
anwesenden Herzog Heinrich von Braunschweig und die Bedegewandt- 
heit des Dr. Held fürchtet Vergardung von Knechten. Verhand- 
lungen wegen Hehnarshausens. Krankheit des Abts. Zeitung über 
die Abreise des Kaisers aus Spanien und dessen Heiratsprojekte. 
Erlegung der Anlagen des Herzogs Heinrich von Sachsen. 

621« Akten der kesslselien Gesandten auf dem Bundestage in Arn- 
stadt. 1539 Nov. 22— Dez. 6. 

PtotokM des Kanxlers Feige über die Verhandlungen der Schmcd- 
haldiscken Bundesstände xu Arnstadt 

622. Akten der hesslsehen Oesandten In Arnstadt Statthalter Sieg- 
mund T« Bolneburg und Kanxler Johann Felge. 1539 Okt. — Dez. 

Abschriften der auf dem Tage gebrav^ehten tmd entstandenen Akten, 
Vollmacht des Orafen Kurt van Teddenburg. Instruktion, Briefwechsel 
mit dem Landgrafen Philipp, den Bäten in Kassel^ dem Orafen Phi- 
lipp van NassaurSaarbrückeny dem Kammermeister Jost v. Weilers^ dem 
Bischof Franz von Münster und dem Kaiser. BundesabschiedA) 

1539 Okt Einberofang der Sehmalkaldischen Bundesstände nach 
Arnstadt Kriegswerbungen in den Niederlanden. Beformation in 
England. Bund zwischen England, Kursachsen und Cleve. Instruie- 
rung der Gesandten von Württemberg, Ulm, Augsburg und StraBburg 
wegen der Gesandtschaft des Bundes an England und Frankreich. 
Exekution der Acht gegen die Stadt Minden trotz dem frankfurti- 
schen Anstände. Aufnahme des Herzogs von Greldem in den Schmal- 
kaldisdien Bund. Bttstuigen Herzog Heinrichs von Braunschweig. 
Absendung der teoklenburgischen Gesandten (des Hofmeisters Johann 
Wolff und des Prädikanten Johann Polhelm) zum Amstädter Tag. 
Entschuldigung des Markgrafen Hans von Brandenburg. 

1) Abschrift im Haiu-, Hof- und Staatsarchiye lu Wien. 



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316 BandeBtag za ArnBtadt 1539 Okt—Dei. 

Nov. Instruktionspunkte: vgl. Nr. 620. — Bitte der GesaDdten um 
Naehsendung der Rechnung der kleinen Anlage mit Quittungen and 
Belegen und um 100 Gulden Zehrungsgeld nach Arnstadt. Ent- 
Bchuldigung des Grafen Philipp von Nassau-Saarbrücken, den Am- 
Städter Tag nicht besuchen zu können; Bitte um die Bundesverfassung; 
nachbarliche Irrungen mit Eurtrier. Erlegung der Anlage des Herzog^ 
Heinrich von Sachsen. Absicht des Landgrafen, die Oberhauptmann- 
schaft noch ein Jabr, im Kriegsfalle noch zwei Jahre zu behalten. 
Botschaft an den Kaiser. Besprechung mit Jakob Sturm wegen des 
Fußfalles Herzog Ulrichs und Landgraf Philipps nach des Kaisers 
Rückkehr. Postverbindung. Werbung des Kurfürsten von Trier. 
Irrungen zwischen Herzog Heinrich von Braunschweig und Goslar. 
Kriegswerbungen der Herzöge von Bayern. 

Dez. Kriegswerbungen in den Niederlanden, Bremen und Schwe- 
den. Plan eines Bündnisses der Einungsverwandten mit den rheinischen 
Fürsten Trier, Köln, Pfalz, Würzburg, Jülich, Geldern, Münster, 
Osnabrück und Minden zur gütlichen Beilegung der Beligionsstreitig- 
keiten und Einstellung der am Reichskammergericht anhängigen 
Prozesse in Religionssachen; Bedenken gegen Hinzuziehung des Erz- 
bischofs von Mainz; Verhör des gefangenen braunschweigischen 
Sekretärs Stephan Schmidt. Einstellung des Reichskammergericht»- 
Prozesses gegen die Stadt Minden.^) Irrungen mit Fulda und Kur- 
sachsen wegen einiger Lehen der Treusch v. Buttlar. Gütliche 
Unterhandlungen des Kaisers mit den Evangelischen. Flucht des 
Abts Simon vom St. Ulrichs-Kloster in Augsburg. Irrungen zwischen 
dem Grafen Philipp von Nassau-Saarbrücken und dem Kurfürsten von 
Trier wegen des nassauischen Filialdorfes Hasselbach und des dortigen 
Zehnten. Appellation an den Kaiser gegen das Kloster Petershausen 
in Konstanz und gegen die Inkorporation des Klosters Reichenau in 
das Bistum Konstanz. Abschied vom 10. Dez.: Gesandtschaft nach 
England, Aufnahme des Herzogs Heinrich von Sachsen, bevorstehende 
Ankunft des Kaisers, Gesandtschaft an ihn, Vergleich mit nicht 
bundesverwandten Ständen in Sachen der Religion, Oberhauptmann- 
schaft, Verhalten gegenüber dem Bunde der Gegner, Anlagen, Unter- 
stützung Mindens, Bundesabrechnung, Verwendung der geistlichen 
Güter, Hilfe für Bremen, Goslar, Braunschweig, Augsburg und Konstanz, 
Abschneidung von Zuzug für die gardenden Knechte, Schutz der 
Protestanten in Frankreich, Schuld bei Frankfurt für die Verpflegung 



1} Abschrift eines Briefes des Bischofs Franz von Münster an Landgraf Phüipp 
in dieser Angelegenheit vom Janaar 1540 liegt bei. 



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BraniiBehweigisch-hessisehe Streitschriften 1539—1642. 317 

der Gesandtschaft an das Reichskammergericht, Bezahlung der nach 
Bremen nnd Schwaben geschickten Kommissare, Klage der Witwe 
des Hieronymns Nies zn Ulm, Beformiernng des Mönchsklosters zn 
Naumburg, Vereidigung des neuen Kriegsrats von Lüneburg, Anhalt 
und Mansfeld, Aufnahme von Riga, Frankfurter Anstand, Beitritt von 
Mtthlhausen zum Naumburger Bündnis. 

Abreise der hessischen Gesandten aus Arnstadt am 11. Dezember. 
Feige und Dr. Walter als Gesandte auf dem Zeitzer Tag im Januar. 
Verhandlungspunkte: Die Erbschaft des Herzogs Georg von Sachsen 
und das Burggrafentum Magdeburg. 



Brannschweiglsch-hessische Streitschriften* 

528 — 526. Die nrlselieB dem Herzog Heinrieh d. J. Ton Braunsehwelg 
einer -9 dem Landgrafen Philipp und dem Kurfürsten Johann 
Friedrieh TOn Saehsen andererseits geweehselten Streltsehrlften. 

1639—1542. 

1. Schrift Herzog Heinrichs an die Unterhändler auf dem Frank- 
furter Bundestage, die Kurfürsten Ludwig v. d. Pfalz und Joachim 
von Brandenburg (Wolfenbttttel 1539 März 31 mit Anschreiben 
vom 9. Apr.). Abschrift aus der Wolfenbütteler Kanzlei. 

2. Schreiben des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen und des 
Landgrafen Philipp an den Kurfürsten von Brandenburg. Kon- 
zept von Feiges Hand aus Frankfurt. Undatiert. Vgl. S. 310 
unten. 

8. Erste sächsisch- hessische Gegenschrift auf Nr. 1, verfaBt von 
Feige, 1539 Sept. 14 (erstes Konzept, zweites Konzept, Bruch- 
stück einer Abschrift). 

4. Bekognitionen von Fürsten und Städten über den Empfang des 
mit Anschreiben vom 24. Not. 1539 verschickten Druckes ^) der 
vorigen Schrift. 1539 Dez. 1540 Jan. 

5. »WarhafFtiger vnd grAntlicher bericht | auch glaubwirdige ab- 
schrifften aller brief | entschuldigung vn handlung | so sich ver- 
rückter tage zwischen de ... . herrn Johans Fridriche Hertzog 

zu Sachsen | Churfürste | . . . . Vnnd herrn Philipsen 

Landgrauen zu Hessen | an eynem. Vnnd Hertzog Hein- 
richen von Braunschwigk andern teyls. Eynes vffgehaltenen 



1) Der Druck fehlt In den Akten. Überhaupt Ist die Reihe der in den Akten 
befindlichen gedruckten Streitschriften nicht vollständig. 



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Googk 



318 BraunsehweigiMh-heBslBche Streitsckriften 1699—1642. 

Secretarien halber | zugetragen haben.« Am Schlüsse: »Datnm 

im 14. tage des Monats Septembris. Anno Dm 1639 Ge- 

trnckt zft Marparg.« 

6. »Andere .... antwort | des ... . Herrn Heinrichs des j&ngem | 

Hertzogen zu Braonsweig Auff des Charfftrsten za Sachsen j 

vnd Landgrafen zn Hessen | jftngst ansgangen lester | ehrenr&rig | 
famofs I erdicht | ynwarha£Ftig | vnd falsch Libell | an beide Chnr- 

f&rsten | Pfaltz vnd Brandenbarg | geschrieben | < Am 

Schlnsse: »Datnm Wnifenbfltel | den yier vnd zwentzigsten des 

Monats Nonembris Anno. M. G. [I] XXXix Gedruckt 

zn WulffenbAttel durch Henningk Bfldem. M. G. [!]XL.< 

7. »Anderer Abdruck | des Herrn Johans Fridrichen | 

Ghurflirsten | Warhafftigen .... Verantwortungen auff Her- 

tzog Heinrichs von Braunschweig | ausgegangene 

famos Libell | .... an beide Ghurf&rsten Pfaltz vnd Brandenburg 

geschrieben ' « Am Schlüsse: »Datum Torgaw | Mitwochs 

jnn Pfingsten | Anno etc. 40 Gedruckt zu Wittemberg | 

durch Georgen Bhaw. M. D. XL.« — Auf dem Titelblatt hand- 
schriftlich: »Dem Gantzier Johan Feigen.« 

8. »n.LVSTBISSIMI HESSORVM PRINCIPIS, DOmini Philippi, 
Gomitis ä Gatzenelnbogen &c. contra Scurriles, Sycophantieas, 
& parum Principe uiro dignas calumnias, Ducis Henrici k Braun- 
suig, proxime aeditas, Apologia Latinitate donata. Marpurgi ex- 
cusum mense Maio. Anno Dm. M. D. XL.« (Die zweite hessische 
Verantwortungsschrift.) 

9. Gedruckte Begleitschreiben (7 verschiedene Drucke). Verzeich- 
nisse, an wen die Ausschreiben ttbersandt werden sollen. Boten- 
abfertigUDg. Bekognitionen von Fttrsten, Grafen, Städten, Geist- 
lichen und Privatleuten. 

1540 Juni. Juli. Die Verbreitung der Apologie unter die Fürsten 
und Stände des Beichs, hervorragende Privatpersonen, Geist- 
liche und hessische Beamten. 

10. Dritte hessische Verantwortungsschrift an Eurpfalz und Eur- 
brandenburg 1541 März 4 (Konzept von Feige). 

11. Dieselbe gedruckt unter dem Titel: »VEBBVM D0MI|1NI MANET 
IN AETEBNVM. || DEs Durchleuchtigen Hochgebor-||nen Fürsten | 

vnd herm | herm Philipsen Landtgrauen || zfi Hessen 

Dritte warhafftige verantwor||tung | aller der dinge | so seinen 
F. G. von Hertzog Hein-||richen | Der sich nennet Den JAngem 
von Braunschwig | zftgelegt wor||den sein | Es betreffe den auff- 
gehaltenen Secretarien oder anders. I| « Am Schlüsse: 



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BandeBreehnniigBweseii 1640: BerafdDg der EriegsrSte 1540 Jan. 319 

»Oetrnckt zu Marparg | vnd yol-||endet am XII. tag Martij. || 
Des jars M. D. XLI.< 

12. Vierte hessisehe Sohrift an Eurpfalz nnd Eurbrandenbarg 1542 
Febr. 4. Konzept von Feige. 

13. Bruchstücke einer Reinschrift der vorstehenden Schrift. 



Sechnnngsweseii des Schmalkaldlscheii Bandes. 
527. Akten des Landgnrafen Philipp, i) 1540. 

Recknungen mit Beäagen, Rechnungsausxiige^ Beverse und Quit- 
tungen vom Rechnungsjahr 1539/40. Schreiben des Kammermeisters 
Jost V. Weiters. 

1540. Bechnnngslegang des Landgrafen als Oberhanptmanns von 
der kleinen Anlage. Aasgabe nnd Einnahme des Eammermeisters 
ftlr den Landgrafen in der evangelischen Sache. Bückstände der 
Bandesstände. Die kleine Anlage von den oberländischen Fürsten 
and Städten. Aasgaben für Zehrang nnd Botenlohn in Sachen des 
Bandes (dabei von der Beise Peter Stnrms znm Eaiser in die Nieder- 
lande). Bestellang von Bittmeistem nnd Hanptleaten and Unterhalt 
von Enechten. Annahme von FaBknechthanptleaten für den Grafen 
Wilhelm von Fürstenberg nnd die Stadt Strafiburg (1540 Jan.). Bech- 
nnngslegang Sebastian Schertlins v. Bartenbach. Wartegeld der 
Enechte der Stadt Isny. Bechnnngslegnng über die Munition. Er- 
legang der kleinen Anlage dnrch Frankfnrt, EBUngen nnd Heilbronn. 

Berafang der Bandeskriegsräte nach Kassel. 
628. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 Jan. 

Ausschreiben an% Pommern^ Braunschweig-lAhneburg^ Württemberg^ 
Bremen^ Hamburg^ Magdeburg^ Augsburg^ Straßburg und Ulm. Ver- 
zeichnis der Verihandlungspurikte. 

1540 Jan. Berufung der Eriegsräte des Schmalkaldischen Bandes 
naeh Eassel wegen des scharfen Vorgehens des Beichskammergerichts 
nnd der Nachrichten über die Büstangen der Gregner. 



1) Dabei ein Schreiben des Heiderioh Ort aas Marburg an Aitinger (1640 
Des. 6) in Ausfertigung. 



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320 SicherheitBmaßregeln and Eriegsbestallungen 

Slcherheltsmafiregeln nnd KrlegsbeBtellimgen. 

529« AMen des Landgrafeii Philipp bezw« HermaniiB t. HuidelshauBen 
und des MarsehallB Hermanii t« d. Malsbnr;, des Kammermelsten 
Jost T« Weiter« und des Statthalters Slegrmiuid t. Boinebmrg. 

1540 Jan.— Okt. 

Ausschreiben an die Ritterschaft ^ Amtleute und Städte y Verxeichms 
der bestallten Offixiere, Briefwechsel mit Gerhard Knipping zu Orünn 
berg, Jaspar Wrede xu Meschede, Joharm v. Vyrman^ Amd v. Oyn- 
hausen^ Oodert Schenk ^ Hemumn Quadj Oodert Heunum^ PhiUpp v. 
Riidigheim^ Bastian v. Buches, Johann v. Beulen, Johann Molschidtj 
Rudolf StröUn, Peter v. Utrecht, Jakob v. Ach, Vciprecht Riedes^ 
XU Eisenbach, i) Franx v. HanacUr, Rudolf v, Lutten^ Johann v. Dink- 
läge, Oeorg v. Boenen, Bernd Lappe xu der Ruhr, Hack v, Zunckd, 
Schotte de Beuer, Riublf v. Cofurt, Amt v. Leyden, Klein v. Galker^ 
Johann v. Quemheim, Kurt Pemdng, Veit v, Münster, Jost v. Oemen 
gen. PropsÜng. 

1540 Jan. Bestallnng des Gerhard Knipping za Grttnberg, dessen 
Vertretnng durch Ernst y. Bodelschwingh, Befehl an Knipping, die 
hessische Ritterschaft, die Bittmeister und Haaptleute, sich bereit za 
halten nnd keine fremde Bestallnng anzunehmen. 

März — Juni. Bitte des Jasper Wrede zu Meschede um Wieder- 
erstattung des von ihm vorgestreckten Wartegeldes. Mahnung an die 
Amtleute und Städte, in Rüstung zu sein und fremde Bestallung nicht 
anzunehmen. Auszahlung des rückständigen Jahrsoldes an die Offi- 
ziere. Bestallung des Adolf v. WuEch, Hermann Quad, Johann v. P»- 
lant und Johann v. Seibach. Rüstungen des Herzogs Heinrich von 
Braunschweig und geheime Verhandlungen mit dem Herzog von Jülich. 
Bestallung des Johann v. Dinklage, Georg v. Boenen, Quitzow, Rudolf 
StröliU) Martin Gerber, Engelhard v. Spaichingen, Hans Georg v. Landen- 
berg, Peter v. Utrecht und Jakob v. Ach. Vergardungen im Bent- 
heimschen, Stift Münster und Friesland, Unterstützungen ftlr Balthasar 
V. Esens. Verwarnung an Cofurt, Amd v. Leyden, Hack v. Zwickel, 
Klein v. C alker und Johann v. Dinklage, Bestallungen gegen das 
Stift Bremen anzunehmen. Bemühungen des Hermann Qnad für 
seinen Bruder wegen dessen Eintritts in hessische Dienste. Zeitungen 
aus Brabant und England, Fehde Bremens mit Balthasar v. Esens. 

Juli. Bestallungsreverse für Adolf v. Wusch, Hermann Quad und 



1) Von dieBem ein Brief in Abschrift. 



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1640 Jaii.-DeB. 321 

Annahme des Braders Hermann Quads als Rittmeister. Wieder- 
bestallong des Veit v. Münster nnd des Jost t. Oemen gen. Pröpsting. 

Aug. Belagerung von Esens dnreh den Obersten Knrt Penninger. 
Nenbestallnng des Jost v. Gemen gen. Pröpsting. 

Sept. Verbot an den hessischen Adel, sich in die Bestallung oder 
den Dienst des Herzogs Heinrich von Braanschweig zu begeben. 

Okt. Wiederholte Bitte des Jasper Wrede von Mesohede nm Aus- 
zahlung des vorgestreckten Wartegeldes. 

530. Akten des Landgrafen PhUipp. 1540 Febr.— Dez. 

Briefwechsel mit Sebastian ScheriUn v. Burtenbach. Brief des 
Hans Ber. BestaUungsrevers Schertims. 

1540 Febr. — Dez. Bestallung und Bezahlung von Hauptleuten 
und Knechten durch Schertlin, dessen eigne Bestallung (Sept 29), 
Zeitungen vom Tttrkenkrieg. 

531. ikten des Landgrafen Philipp. 1540 Jan. — Dez. 

Bestallungsreverse und -^niefe (dabei em im Jahre 1540 von Sebastian 
Äitinger angelegtes und in den folgenden Jahren fortgesetztes Diener-- 
buch > Oemainer aynung rittmaister und haupÜeut*)^ 

1540 Jan. — Dez. Bestallung von Bittmeistem (Braun Bock, 
Kurt Book, Veit v. Münster, Jobst v. Gemen gen. Pröpsting, Johann 
V. Dinklage, Christoph y. yeltheim,^) Adolf Herr zu Wusch und zur 
Willenburg, Franz v. Hanßler, Johann v. Seibach, Ernst y. Bodel- 
schwingh, Hermann Quad), FuBknechthauptleuten (Wilhelm Scholle, 
Hans Ebieme,^) Jacob y. Tettickoffen, Klein y. Calker, Gall y. 
Pfullendorf, Hacke Zwickel, Rudolf y. Coeyerden, Klaus y. Fried- 
burg, Raimund Precht gen. Mundi yon Konstanz, Jorge Knoringer yon 
Konstanz, Hans Hetzer yon Pfreimdt, Hans Hempfer yon SöflingCD, 
Hans Bechern yon Gföppingen, Hans Merckeli yon Memmingen, Hiero- 
nymus Lechlin yon Memmingen, Henrick Soltwethe, Bernhard y. Dal- 
heim, Hans y. Clam, Hans Vogel, Hans yon Essen,i) Amd yon Leyden, 
Cornelius yon Castem, Joachim ThoB, Peter yon ütterich, Nikolaus 
Wilde') zu Gerau, Jakob y.Ache gen. Ungewaschen, Hans y. Schweyher,i) 
Rudolf Strölin zu Hainberg (Poppenhausen), Hans Cloppenburg und 
Christoph Sturm*)), reisigen Dienern (Wilhelm yan Werne*) yon Frank- 
furt, Schotte de Beuer, Peter Lethe*) yon Medebach, sowie des 



1) Nieht fOr den Sehmalkaldischen Bund, sondern allein fBr den Landgrafen 
bestellt. 

PoUt AreUT deg Luidgr. PliUipp. 21 



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S22 Briefweehsel mit Faige, Zeitungen 1640 Jan.— Ang. 

Oobel HeB yon Medebach zum Diener von Hans aas, teils fttr den 
Schmalkaldischen Bund, teils allein ftlr den Landgrafen. 

Briefwechsel mit Feige« Zeitangen. 
582. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 Mftrz— Ang. 

Briefwechsel mit Feige. Niederschrift eines Berichtes des Hans Hacke. 

1540 März. Einnahme yon Petershagen im Aaftrage des Herzogs 
Heinrich. Die Anhänger des Herzogs Heinrich und des Bischofs von 
Bremen unter den Tmppenftthrem. Verhinderang des Fortziehens 
yon Knechten; Hans Wellersen. Haas des Hans Koch in Kassel 
Nachbarliche Irrungen mit Karsachsen; Erbforderungssache, Koman- 
kauf in Kassel. Streit der Herzogin Elisabeth yon Bochlitz mit Herzog 
Heinrich yon Sachsen. Berufung des Dr. Oldendorp nach Marburg. 
Übersetzung eines Werkes ins Lateinische.^) 

Juli. ProzeB der entwichenen Kaufunger Nonnen gegen den 
Landgrafen und die Bitterschaft. 

Aug. Frage der Gesandtschaft an die Könige yon Polen, Ungarn 
und Frankreich, Änderung der Instruktionen namentlich hinsichtlich 
des angeblichen Anerbietens des Königs Ferdinand, den Türken den 
Paß gegen die Intherischen Fürsten zu gestatten. Tod Herzog Erichs, 
Verhalten des Landgrafen. Kursaehsens Absichten bei der Gesandt- 
schaft an die EOnige. Des Herzogs yon Jttlich Pläne, seine Be- 
ziehungen zu Heinrich yon Braunschweig. Mifitrauen Kursachsens 
gegen Hessen, Bat Feiges, mit dem Kurfürsten in Einigkeit zu bleiben. 
Streit der Stadt Braunschweig mit den Klöstern und Herzog Heinrich, 
Rekusation des Kammergerichts. Gebrechen wegen Treffart und 
Wanfried. Schuldforderung Goslars gegen Herzog Heinrich, Rat- 
schlag Dr. Eisermanns und Dr. Oldendorps in der goslarisehen Sache. 

588. Akten des Kanzlers Johann Feige (aneh des Statthalters in 
Kassel Siegmnnd t. Boinebnrg).^} 1540 Jan. — Aug. 

Briefe des Landgrafen Philipp.^) Notixen. 



1) Es handelt Bleh woU um die im Mai 1640 in lateiniaeher Spraehe ausge- 
gangene »Apologie« des Landgrafen gegen Herzog Heinrich d. J. Vgl. oben 
S. 318, 8. 

2) Mit je einem Schreiben des Landgrafen ans der Begistratur des Statt- 
halters an der Lahn Spangenberg 1640 Jan. 1 und an Hennig y. Scholey Span- 
genberg 1640 Jan. 20, letzteres im Samtarchive IV d4, IIL 

3) Ein Schreiben ?on 1640 Juni 27 Zapfenbnrg nnter den Nachträgen des 
SamtarchiTS. 



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BeiohskAmmergeiioht 1640 jMi.-Okt 328 

1640 Jan. Febr. Untersttttzmig der kaiBerUehen Werbungen in 
Hessen. Abfertigung Dr. Georgs y. Boineborg zum kaiserliehen Hofe. 
Zustellung des großen Siegels duroh den Kämmerer Hennig t. Seholey 
an den Kanzler Feige, damit er die »verainignng der maehthilf der 
ehnrfursten bei Bhein« versiegeln möge. ProzeB der Äbtissin von 
Kaufnngen am Kammergeriebt, spanisches Kriegsvolk bei Kaisers- 
berg. Magdeburgisohe Sache, Sendung des Lorenz v. Bomrod an 
den Bischof von Münster. 

Undatiert. Vermittlung des Erbmarschalls Johann Spiegel wegen 
eines Abkommens mit der Äbtissin von Kaufungen. 

März. Schreiben des brandenburgischen Marschalls Adam Trott; 
Ausschreiben gegen Herzog Heinrich von Braunschweig. 

Juni. Schreiben des Herzogs Ernst von Braunschweig wegen 
seines Vetters Erich und des Grafen Jost von Hoya: Oläubigertag. 
Schreiben Feiges und der Theologen wegen der Doppelehe an Luther, 
Melanchthon und Bucer; Bestellung der Kanzlei in Kassel, Wittums- 
versehreibung der Landgräfin Christine. 

Juli. Zeitung Konrad Pfennings tlber die Vergardung der Knechte, 
Mitteilung an die Kriegsräte. 

Aug. Vermittlung zwischen dem Erzstifte Mainz und dem Herzog 
Philipp von Braunschweig. Schuldforderung der Stadt Goslar an 
Herzog Heinrich, Batschlag Dr. Eisermanns und Dr. Oldendorps in 
dieser Angelegenheit 

Beichskammergericht. 

534. Akten des Landgrafen Philipp besw. des Statthalters und der Bäte 
zu Kassel« 1540 Jan.— Okt. 

Berichte des Prokurators am Reichskammergericht Lic, Jöharm Hdf^ 
mann und des Dr, Friedrich Reif steck. Schreiben, an das Kammergericht 

1540 Jan. Febr. Bat in der Sache gegen Herzog Heinrich von 
Braunschweig und in der Wasserbibloser Sache gegen die v. Cron- 
borg, gegen die Grafen von Henneberg wegen Burgbreitungens, gegen 
Herzog Heinrich von Sachsen wegen der Erbschaft des Herzogs Oeorg. 
Hinzuziehung des Dr. Anastasius Greineisen, des Dr. Lukas LandstraB 
und des Lic. Amandus Wolf. 

Juli. Aug. Ausschreiben gegen Herzog Heinrich von Braunschweig, 
Helfinanns miBliche Stellung gegenüber Herzog Heinrich bei Ver- 
tretung der hessischen Interessen gegen ihn, ProzeB zwischen Henne- 
berg und Hessen, Hans Boleders Petition, Helfmann' kündigt sein 

21* 



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324 Tag in Gelnhmiueii. Ziegenbainer Synode. 1640 Febr. MSn. 

brannschweigiBches DienBtyerhUtniB, hessisohe Verantwortang gegen 
Herzog Heinrichg Anschnldigiingen. 

Okt. Äohtang der Stadt Goslar im Landfriedensbrachprozesse des 
Herzogs Heinrich gegen sie. 

685. Akten des Lie. Johann HelAnann« 1540 Jan. Febr. 

Briefe des Ixmdgrafen Philipp bexw. der Kasseler RäteJ) 
1540 Jan. Febr. Betreff wie Nr. 634. 

Tag zn Oelnhansen. 

536. Akten des Landgrafen PhUipp. 1540 Febr. März. 

Instruktion des Kurfürsten Joachim von Brandenburg für seinen 
Hofmarsehall Adam Trott und den Amtmarm von Saarmund Jakob 
Schilling an den Kurfürsten von Mainz, brandenburgisches und main^ 
xisches Ausschreiben zum Oelnhäuser Tag, Brief Oeorgs v, CarUnaitz 
^Abschriften). Instruktion des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen 
und des Landgrafen Philipp für den Amtmmm von Kreuxburg Oeorg 
V. Harstaü und den Oberamtmmm Aleocander v. d. Tann an den Kur- 
fürsten Ludung von der Pfalx (Ausfertigung und Abschrift), Instruk- 
tion für den Oberamtmmm Heiderich v. Kaienberg an den Kurfürsten 
von Trier. Oesandtschaftsberichte Harstaüs, Tanns^ der brandenburgi- 
schen Bäte und Kaienbergs (Abschriften). 

1540 Febr. März. Werbung der brandenburgischen Gesandten 
beim Enrftlrsten von Mainz nnd Georgs v. Carlowitz beim Enrftlrsten 
von Brandenburg wegen einer Fürstenznsammenkunft in Gelnhausen. 
Bemühungen Hessens und Eursachsens, Eurpfalz und Eurtrier fbr 
diesen Plan zu gewinnen. Festsetzung des Tages auf den 10. März. 
Schickung zum Eaiser wegen Jttlichs. Abneigung Triers gegen die 
geplante Zusammenkunft. Absicht des Eaisers, den Frieden zu- 
stande zu bringen, Geld- und Truppenunterstützung fllr den Eaiser, 
Aussichtslosigkeit weiterer Zusammenkünfte fttr Herbeiführung des 
Friedens. 

Ziegenhainer Synode. 

537. Akten des Landgrafen PliUlpp. 1540 Febr. 
Bericht der hessischen Oeisäichen Dr. Tümamius Schnabel,^) Adam 



1) Diese Schreiben sind unter Philipps Namen gegangen, gehOren aber der 
Provenienz det Bttte sn (Ausstellungsort Kassel, während Philipp in Spangen- 
berg war). 2) In Alsfeld. 



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Bondestag la SohmAlkalden: Akten des Landgrafen. 1640 MSiz. 325 

Fulda (Kraft) y^) Johamkes Kymeus^^) Oerardtis NoviomaguSj^) Antoniua 
CorvmuSy^) Joannes LemnguSy'^) Baiihaaar BhaiduSj^) Joannes Pisio- 
rius^'') Danid Greiser.^) Abschrift der Abtumdbmg Melanchthons über 
den Primat des Papstes. •) 

1540 Febr. 4. Verhandlnngen in Ziegenhain, wie in einigen ftir 
die BeligionBvergleichung wesentliehen Punkten den Katholiken nach- 
gegeben werden kOnne. 

Schmalkaldischer Bnndestag zu 8c]imalkaldeii. 

Akten des Landgrafen. 
538. Akten des Landgrafen PkUipp. 1540 März. 

Brieftaeehsel mit den Oesamdten auf dem Schm^aJkaldischen Bundestag 
XU SchmäUcalden (Siegmund v. Boindnirg StatOialter m Kassel und 
Vizekanzler Oeorg Nußpicker^ seit Marx 8 auch Sebastian Äitinger), 
auch mit dem Orafen Dietrich d. Ä, von Mcmderscheid^ Bucer und 
Mdancihthon. Bestallungsrevers Äitingers und Instruktion für ihn. 

1540 März. Unterhandinngen des Grafen Dietrich d. Ä. von 
Manderflcheid mit dem Kaiser und Granyella durch Johann y. Naves 
Propst zn Marville und mit dem Landgrafen durch Dr. Siebert v. LOwen- 
berg. Vermittlung des Grafen Wilhelm von Neuenahr und Mors. Ver- 
tröstung des Grafen Dietrich auf ein zukünftiges Nationalkonzil oder 
einen Reichstag. Verhandlungen der Stände wegen der Erlegung der 
Bundesbeiträge. Ankunft der kursächsischen Theologen (Melanchthon, 
Jonas und Gruciger), Bitte um Sendung hessischer Theologen, sohrift- 
liche Gutachten anderer Theologen. Die bayrischen Herzöge gegen 
den Grafen von Saarbrücken. Bestallung des Sebastian Äitinger zum 
Bundessekretär auf vier Jahre und Sendung an die Bäte wegen des 
Berichtes fleiderichs v. Kaienberg betr. die Trierer Antwort (Fürsten- 
zusammenkunft), Verbleiben der Bäte in Schmalkalden, Bttstungen. 
Sturm, Bucer, Besserer; deren Ansichten wegen Bayerns. Vertrauliche 
Mitteilungen an die Stimmstände. Bericht der Theologen. Ansicht 
der Stände wegen des Gesprächs (Granvella). Nationalversammlung, 
Antwort Philipps an den Grafen von Manderscheid. Vertrauliche 



1) In Marburg. 2) In Kassel. 3) Professor in Marburg. 

4) In Witaenhausen. 6) In Homberg. 6) In AUendorf a. Werra. 
7) In Nidda. 8) In Gießen. 

9) Von Leningi Hand. Der Bericht Ist von Corvinus geschrieben, der auch 
eine Nachschrift hiniugefttgt hat 



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326 BiiBdestag in Sehmalkalden: 

Mitteilang Triers. Bedenken Sturms, Bneers nnd Besserers wegen des 
Standes der Saehen am kaiserliehen Hofe. Nene Werbungen Schert- 
lins. Die Konstanzer Gesandten wegen der Bestellung Hans Kellers. 
Holzmindisohe Sache. Untersttttzung der Stadt Braunschweig gegen 
Herzog Heinrich den Jüngeren. Geistliche Güter. England. Be- 
schwerung der Eyangelischen in Frankreich. Goslar: Geleit, Festungs- 
bau. Schreiben Dr. Georgs y. Boineburg yom kaiserlichen Hofe^ 
Bremens wegen der gardenden Knechte. Tod des Hauptmanns Hart- 
mann Ehinger. Widerstand der Stände gegen die Erhöhung der 
Bundesbeitrilge. Schreiben der Stilnde an Württemberg, Augsburg 
und Ulm wegen Einstellens der Werbungen. Die beschwerlichen 
Artikel des Frankfurter Anstands (geistliche Güter und Aufnahme in 
den Bund). Verfahren beim Nichterscheinen auf den Bundestagen. 
Vgl. auch die Gegenakten der Gesandten (Nr. 540). 

539. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 März. 
Instruktion für Hemrich Lersner und Bericht von ihm. 

1540 März. Sendung Lersners nach Schmalkalden an den Statt- 
halter Siegmund y. Boineburg, Dr. Brück, Bucer, Melanchthon, Sturm 
und Georg Besserer, um Mitteilungen über die schriftlichen ÄuBerungen 
des Bischofs yon Lund zu machen. Ansicht Sturms und Besserers 
(Sendung nach Frankreich, Zuziehung der Franzosen zu dem Ge- 
spräch, Granyella, die Papisten und die Zeremonien). Kursächsisches 
Schreiben an Lersner. 

Akten der hessischen Gesandten. 

540. Akten der zum Selunalkaldigehen Bundestaire nach Sehmalkalden 
abgeordneten Bäte (zuerst Slegmnnd y. Bolneburgr Statthalter 
lii Kassel nnd Yisekansler €(eorg Nufipieker, dann aueh Sebastian 
Alttnger).!} 1540 Febr. März. 

Instruktion^ Auszug aus dem Ämstädter Äbsckiedy Briefwechsd mit 
dem Landgrafen Philipp. 

1540 Febr. 27. Instruktionspunkte: Bericht der kursächsischen 
n4ch England geschickten Gesandten, Verhandlungen mit englischen 
Räten, Herzog Heinrich yon Sachsen, Gesandtschaft des Bundes zum 
Kaiser, Resultat der Unterhandlungen mit Kurtrier, Kurbrandenburg, 



1) Aitinger war mindestenB schon 1540 Mira 7 $!§ Sekretär angenommen, 
die Be0t»Unng»nrknnde datiert von März 8 (vgl. oben Nr. 638) ; an demselben Tage 
wnrde er nach Schmalkalden gesandt. 



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Akten der GeMtndten. 1640 Eebr.— Apr. 327 

Enrmainz a. a. wegen einer Fttrstenznsammenknnft, Bezahlung der 
Bnndesanlagen, Werbungen der Gegner und GegenmaBregeln, Bildung 
eines AuBSchusBes in Schmalkalden, Stadt Minden gegen den Bischof^ 
Hinzuziehung (nötigenfalls) von Adam Kraft und Johann Lening, Un- 
kosten des Herzogs Ernst von Lüneburg, Verwendung der geistlichen 
Guter speziell in Württemberg und Hessen, Hessen, Heinrich von Braun- 
schweig und Gorvey wegen Holzmindens, Beschwerdepunkte der Städte 
Bremen, Goslar, Augsburg und Mtthlhausen. 

März. Nachricht von kaiserlichen Werbungen in den Niederlanden, 
von Versuchen des Papstes, Frankreich zur Bekriegung der Lutheri- 
schen zu bewegen, Friedensverhandlungen des Königs Christian von 
Dänemark in den Niederlanden. Ziegenhainer theologisches Gut- 
achten. Verhandlungen wegen der Bundesanlagen. Mitteilungen an 
die Stände wegen der Fttrstenzusammenkunft, Briefwechsel des Land- 
grafen mit Bayern. Schreiben Dr. Georgs v. Boineburg und des Dr. Sie- 
bert V. Löwenberg aus Gent, Verhandlungen des brandenburgischen 
Marschalls Adam Trott mit Kurmainz. Sendung Aitingers nach 
Schmalkalden. Ansicht Sturms, Georg Besserers und Bucers wegen 
der Schrift Ecks. Bucers Bedenken gegen die Ansicht der hessischen 
Theologen. Türkische Zeitung (Hieronymus Lasky in Konstantinopel). 
Resultat der Werbung bei Kurpfalz wegen der Fürstenzusammenkunft. 
Geringes Zutrauen Philipps in das Zustandekommen des Gesprächs. 
Bemühungen dafür. Annahme und Unterhaltung des Kriegsvolks bis 
Juni. Goslar wegen Erlegung der doppelten Anlage. Kurtrierische 
Eröffnung an Hessen. Friedliche Nachrichten vom kaiserlichen Hofe. 
Lob Granvellas. Plan der Abordnung eines Orators zum Kaiser, die 
diesem zu überreichenden Artikel wegen der Beligion. Schwierige 
keiten der Stände wegen Erhöhung der Anlage: Ausschuß. Helf- 
manns Bericht über den KammergerichtsprozeB gegen Minden. 

Vgl. auch die Gegenakten des Landgrafen (Nr* &38}. 

541. Akten der Gesandten auf dem Sehmalkaldisehen Bundestage lu 
Schmalkalden. 1540 März. Apr. 

Protokoll (xverst von Konrad Zöllner von Specksumkd^ dann von 
Sebastian Aitinger geführt). 

1540 März 3 — Apr. 13. Die mündlichen Verhandlungen der 
Bundesstände und des Ausschusses. 



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328 Bundestag sm SohmalkaldeB : Akten d. Geeandten. 1540 Febr.— Juli. 

542« Akten der C^esandten anf dem SehmalkaldlBehen Bundestage m 
Sehmalkalden. 1540 Febr.— JnlL 

Abschriften und Konxepte der auf dem Bundestage eingegangenen 
bexw. dort entstandenen Schreiben und sonstigen Schriftstücke (dabei 
auch eimger nach Schluß des Tages eingelaufenen Schreiben), *) Notixen 
Simon Bings. Abschied.^) 

1540 Febr. — Juli. Vollmachten. Entsohaldigangen wegen Nicht- 
beenchong des Tages. Zeitnng ans Lyon. Beligionsverhältnisse in 
England nnd Frankreich. Die Stadt Memmingen nnd Yogelmanns 
Erben. Bnndesanlagen. Gutachten der Wittenberger Theologen (»Be- 
denken von der lahr notigen euBerlichen stucken und euBerUchen 
miüen dingen« und allgemeine Beformationsbedenken). Melanchthon 
über die Kirchengtlter.») Geldbewilligung für die Hauptleute zur An- 
werbung von Knechten. Die Stadt Eonstanz wegen der Bestellung 
Hans Kellers zum Hauptmann. Augsburg gegen den Abt von 
St. Ulrich daselbst. Ulm (wegen Wilhelm Besserers) gegen Memmingen. 
Beschwerliche Artikel des Frankfurter Anstands. Abschaffung des 
geworbenen Kriegsvolks. Besuch der Bundestage. AusschuB- 
bedenken auf die kaiserliche Antwort. Goslar gegen Herzog Hein- 
rich d. J. von Braunschweig. Befestigungsbauten. Klage des Herzogs 
Franz von Lüneburg gegen Herzog Heinrich von Braunsehweig wegen 
Vorenthaltung von Klostergütern. Stadt Ulm wegen ihres Bürgers Ludwig 
von Freiburg gegen den Domdechanten zu Augsburg (Philipp v. Rech- 
berg) wegen der Pfarre zu Öpfingen. Bremen gegen Junker Balthasar 
von Esens und gegen Herzog Heinrieb von Braunschweig. Konstanz 
gegen Überlingen wegen der Straßburger Bürgerin Katharina von 
Ulm. Straßburg gegen den Bischof daselbst wegen des Stephans- 
stiftes, Gesandtschaft an den Bischof Wilhelm von StraBburg und 
Werbung des Georg Edlen v. d. Planitz bei Granvella und Scepper 
wegen der StraBhurger Angelegenheit. Stadt Minden gegen den 
Klerus daselbst. Einnehmung des Herzogs Heinrich von Sachsen. 
Herzog Ernst von Braunschweig-Lüneburg wegen seiner Auslagen 
für den Bund. Holzminden gegen Stift Gorvey. Irrungen zwischen 
Dänemark und dem Pfalzgrafen Friedrich wegen dessen Ansprüche auf 
den dänischen Königsthron, Streit zwischen Dänemark und Pommern. 



1] Dabei eine Denkschrift der protestierenden Stände in fransOsischer Sprache 
nebst Obersetzangen an einen unbekannten Adressaten, anscheinend einen katho- 
lischen Beichsstand. 

2] Ausfertigung im Hans-, Hof- nnd Staatsarchive zu Wien. 

3) imdatiert. 



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BeligionflgeBpräch zu Hagenaa 1540 Mai— Juli. 329 

Undatiert. Vorschlag bei Beratung der Kirchenstreiiigkeiten auf 
einer Beichsversammlung (Nationalkonzil). ^) Vielweiberei im alten 
Testament. 3} 

AbscUedsponkte vom 16. April: Gesandtschaft nach England, 
Schutz der Protestanten in Frankreich, Verwendung der Kirohengüter, 
Beschwerden von Straßburg, Augsburg, Eonstanz, Ulm, Memmingen, 
Heilbronn, Bremen, Goslar, Braunschweig und Minden, Anlagen ftar 
die Hauptleute, Entschädigung des Herzogs von Lüneburg, Streit 
zwischen Dänemark und Pommern wegen geistlicher Güter, Ent- 
schädigung und Besoldung der Witwe des Dr. Ludwig Hierter und 
Johann Helfinanns, Bttstungen des Kaisers, Erhöhung des Doppel- 
monats und der sechs einfachen Monate, Oberhauptmannschaft, Auf- 
nahme des Herzogs Heinrich von Sachsen, Herabsetzung der Zahl 
der Bittmeister und Hauptleute, Beichskammergerichtsprozesse, Fest- 
legung gewisser Hauptpunkte ftir das vom Kaiser nach Frankfurt 
ausgeschriebene Beligionsgespräch. 

Beligionsgespräch zn Hagenan. 

Akten des Landgrafen. 
643. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1540 Mai— Juli. 

Verzeichnis der nach Dannstadt und [Eagenau abgesandten Bäte 
ßjandvogt an der Werra Bvd/olf Schenk^ Oheramiman/n der Obergraf- 
schaft Katxendnbogen Aleocander v. d. Tarni, Dr. Walter^ Vizekanzler 
Oeorg Nußpickerp) und der ihnen mitgegebenen Äkten^ Instruktion fv/r 
sie und Briefwechsel mit ihnen. Dabei auch ein Schreiben der sämtlichen 
in Darmstadt versammelten Gesandtschaften des Bundes an Kursachsen 
und Hessen und ein hessisches Schreiben an die Gesandtschaften. 

1540 Mai. Instruktionspunkte :^) Vorberatung der Schmalkaldi- 
schen Gesandten in Darmstadt. Anweisung, bei der Beratung den 
Frankfurter Anstand zugrunde zu legen, großer und kleiner Ausschuß, 
Melanchthon und Bucer sind hinzuzuziehen, Femhaltung der päpst- 
lichen Oratoren, Bechtfertigungslehre, Bereitwilligkeit Philipps zur 
Bestitution der geistlichen Güter, dogmatische Fragen, beständiger 
Friede (Verbot der Aufnahme neuer Bundesglieder}, Konzil, Herzog 

1) Vgl. oben Anm. 1. 

2j Mit der BUckaufiichrift (von Bing): »Zettel zu Sohmalkalden memorirt«. 

3) Die mitgesandten Theologen waren Gerhardns NoTiomagus nnd JohanneB 
PiBtorlnB. 

4) KoBiept von Aitinger und Feige. 



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380 BeligioiiBgesprSob lu HagenAU 

Heinrich von Sachsen, Yerhindening einer Spaltung der Eyangelischen, 
befttrchteter Widerstand seitens der knrsttchsischen Bäte, wie den An- 
schlägen der Gegenpartei zu begegnen ist 

Juni. Ankunft Tanns in Dannstadt , Epidemie in Bttsselsheim, 
bayrische Rüstungen. Wunsch Eursaohsens, daB die Gesandten in 
Darmstadt sich sofort nach Hagenau begeben. Eursächsische In- 
struktion an die Gegenpartei, an Herzog Ludwig von Bayern. Ant- 
wort Herzog Heinrichs von Sachsen auf die Gesandtschaft der Schmal- 
kalder. Ankunft der hessischen Gesandten in Darmstadt (Juni 9). 
Straßburgische Schreiben. Hessisch-kursächsisoher Briefwechsel mit 
dem Kaiser. Ankunft der kursächsischen Gesandten von Hagenau 
in Darmstadt. Die Hersfelder Verhandlungen* Antwort des Kaisers. 
Abreise der Gesandtschaften nach Hagenau (Juni 19). Bisherige Be- 
ratungen daselbst. Anwesende Botschaften. Verhandlungen mit dem 
König. Zweierlei Meinung im Ftirstenrat. Machinationen des Herzogs 
Heinrich von Braunschweig. Werbungen der Gesandten bei den kur- 
trierischen Bäten, dem Bischof von Augsburg und dem Pfalzgrafen 
Ludwig. Englische Gesandtschaft. Verkennung der Meinung des 
Landgrafen seitens der katholischen Partei. Anbringen des finanzö- 
sischen Gesandten Lazarus Baif (Beziehungen Frankreichs zum Kaiser). 
Werbung der Gesandten bei KurkOln und Herzog Erich von Braun- 
schweig. Friede der Türkei mit Venedig. Tod des Bischoft von 
Wttrzbnrg. Ernennung von Kommissaren (Unterhändlern) durch den 
König (Kurtrier, Kurpfalz, Bischof von Strafiburg und Herzog Ludwig 
von Bayern). Druck der Verantwortung des Herzogs Heinrich von 
Braunschweig. Hessischer Protest gegen die Person des Bischofs von 
Strafiburg als Unterhändler. Hauptzweck der (Gegenpartei: Stärkung 
des ntlmbergischen Gegenbundes. Predigt des Johann Becker 
(Pistorius) von Nidda; Widerspruch des Königs. 

Juli. Georg NuBpickers Krankheit und Tod (Juli 8). Versiche- 
rung des französischen Gesandten, dafi das Bündnis zwischen dem 
Kaiser und dem Könige von Frankreich nicht gegen die Schmalkaldi- 
schen Bundesverwandten gerichtet sei. Abfertigung einer zweiten 
französischen Botschaft von der Partei des Admirals. Ankunft des 
Herzogs Christoph von Württemberg. Frage der Defension und Gegen- 
wehr. Verhandlungen mit den Unterhändlern. Englische Gesandt- 
schaft (Christoph Mount). Ausbleiben der Antwort des Kaisers. Frage 
der Heranziehung Bucers zu dem Gespräche. Restitution der geist- 
lichen Güter und Kammergericht. Widerspruch des Landgrafen. 
Abreise des Kurfürsten von Trier. Befürchtungen Philipps wegen 
der feindlichen Absichten der Gegner, Aufforderung an die Stände, 



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1640 Juni. Juli 331 

die OegemüBtnngen nicht zu vernachläflsigen, Untersttttzung BremenB. 
Goslar und Herzog Heinrich yon BrannBchweig. Johann Sleidan als 
zweiter franzMischer Gesandter. Urteil Sturms und Bucers ttber ihn. 
Clevisch-franzSsische Heiratspläne. Tod des EurfUrsten von Trier. 
Abschied. 

644. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 Juni. Juli. 

Beüagen zu dem Briefwechsel mit seinen nach Darmstadt und Hage- 
nau abgeordneten Bäten J) 

1540 Juni. Juli. Die zwischen den Bundesständen einer- und 
dem Könige und den Unterhändlern andererseits gewechselten Er- 
klärungen, nebst dem Abschiede. 

Akten der Gesandten. 

645. Akten der nach Parmstadt und Hsgenau abgesandten kesstseken 
Bäte. 1540 Juni. Juli. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp (audi dem Kurfürsten 
von, Sachsen) bezw. Sebastian Aitinger. 

1540 Juni. Juli. Übersendung der Instruktion. Befehl, die Yer- 
liandlung mit Herzog Heinrich von Sachsen nicht durch Kursachsen 
allein, sondern durch die gesamten Stände ftthren zu lassen. Über- 
siedelung der in Darmstadt yersammelten Bundesstände nach Hagenau. 
Ablehnung des kursächsischen Antrags, daB in Hagenau nur die kur- 
sächsischen und hessischen Räte verhandeln, die übrigen sich zu 
den Räten des sächsischen Kreises nach Hersfeld begeben sollen. 
Zusendung kursächsischer Schreiben an die Gesandten. Frage, ob 
die Theologen (der Gefahr wegen) nicht lieber nach StraBburg reisen 
sollen. Französische Gesandtschaft. Fembleiben der Räte des sächsi- 
schen Kreises. Antwort des Kaisers auf die Sendung Georgs Ed- 
len y. d. Planitz. Verhandlungen der Stände mit dem römischen 
König. Vergleichung zwischen Kursachsen und Hessen tlber diesen 
Gegenstand. Aufzeichnung der Verhandlungen. Werbung an Herzog 
Ludwig von Bayern. Herzog Ruprecht von der Pfalz und die Klöster 
Hombach und Werschwiler (Wirschweiler). Frage der Restitution der 
geistlichen Guter. Gtoslar gegen Herzog Heinrich von Braunschweig. 
Abweiehung von den Frankfurter Bestimmungen bezttglich des Ge- 
sprächs. Sturms und Bucers Bedenken (Pi^sidenten, Beisein des 

1) Ab Nr. l-~84 von Aitinger signiert Der Abschied ist hiningefttgt. Andere 
Beilagen befinden sich noch bei den Sohreiben. 



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332 BeligionggeBpräch sa Hagenau 1540 Juni. Juli. 

Papstes, Bestitation und Defension). Philipps Übereinstimmniig da- 
mit. Hans Kochs Verantwortang gegen Herzog Heinrich von Brann- 



Vgl. anch die Qegenakten des Landgrafen (Nr. 543 nnd 544). 

546. Akten der nach Darmstadt nnd Hasrenau abgeordneten hessischen 
B&te. 1540 Juni. Juli. 

Abschriftm der fwr die Verhundkmgm nötigen Sckriftstäcke (Frank- 
furter Abschied^) y Gesandtschaft xum Kaiser nach den Niederlanden^ 
Tageshenenmmg nach Speyer ^ kursächsisch- hessische Antwort auf die 
Werbung des Grafen Dietrich von Manderscheid und Wilhelm vonNeuen- 
ahr in Sdimcdkaldenj Amstädter Artikel^ Sendung Georgs Edlen v. 
d. Planitx an den Kaiser, Schriften der Wittenberger Theologen über 
die streitigen Punkte und die Kirchengüter). Instruktion. Kursäch- 
sische Instruktionseniunirfe. Abschriften der VöOmachten für die 
Bundesgesandtschaften. Niederschriften der mit dem König und den 
Unterhändlern geführten Verhandlungen und der Audienzen der hessi- 
schen bex/w. hessisch'kursächsischen Bäte bei einzelnen Fürsten bexw. 
deren Gesandten. Aufzeichnung der gemeinsamen und der strittigen 
Punkte. Briefwechsd mit den Städten Straßburg und NürrAerg 
und den unirttembergiscken Gesandten zum Hagenauer Tag. Zeitung^ 
Abschied. 

1540 Juni. Juli. Ansetzung und Besuch des Tages. Verhand- 
lungen mit dem König nnd den von diesem ernannten Unterhändlern. 
Protest Hessens gegen die Person des Bischofs Wilhelm von Stras- 
burg als Unterhändler. Vermittlungsgesuch an Fürsten und deren 
Gesandte (Kurtrier, KurkOln, Kurpfalz, Kurbrandenburg, Bischof von 
Augsburg, Herzog Erich von Braunschweig, Herzog Heinrich von 
Sachsen). Dr. Aepinus an Pomeranus ttber die religiösen Zustände 
in England. 

Mordbrenner. 

547. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 März— 1541 Juli. 

Ausschreiben des Landgrafen^ protokollarische Aufzeichnungen über 
Verhöre^ über schickte Aussagen^ Brief toechsel mit Antonius Corvvnus^ 
Dietrich d. J. Herrn zu PlessCy dem Burggrafen zu Kassel Michael 
Flach und dem Statthalter Siegmund v. Bovneburg, 



1) Beinkoniept? 



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Mordbrenner. Oberländer. Georg Sachs. 1540 M&rs— 1542 Mai. 333 

1540 März— 1641 Juli. Befehl an die Amtleate, gegen die Mord- 
brenner vorzugehen. Verhöre von Gefangenen über die beabsiehtigten 
Mordbrennereien. ^) 

Terhandlangeii mit den Oberländern. 

548. Akten des Landgrafen PbUipp. 1540 Apr.— Okt. 

Briefwechsel mit den in Ulm versammelten oberländischen Städten, 
auch mit Württemberg, Straßburg , Augsburg und ÜTm.^) 

1540 Apr. Mai. Bestallungen des Balthasar von Esens in den 
Niederlanden; Achten auf ähnliche Rüstungen im Oberland. Zu- 
sammenkunft der Schmalkalder und Kaiserlichen in Hagenau (Speyer). 
Darmstädter und Hersfelder Tag. 

Juni — Oki Untersttttzung der Stadt Bremen gegen den Junker 
Balthasar von Esens mit einer kleinen Doppelanlage und Erlegung 
eines zweiten Doppelmonats. 

Georg Sachs. 

549. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 Mai— 1542 Mai. 

Briefwechsel mit den Städten Augsburg, Leipzig, Breslau, Nümr- 
berg uvd Straßburg, dem Grafen Wclrad von Waldeck und den Edel- 
leuten Georg v. Kdmatsch Statthalter an der LaJm, Ebert d. Ä., Budolf 
und Qeorg Schenken xu Schweinsberg, Joharm v. Hertingshausen Amt- 
mann XU Amönebvrg, Heinrich Bau xu Hohhausen, Heinrich v. Moschen- 
heim, Beinhard Schenk und Daniel Scheuemschloß , femer mit dem 
Statthalter xu Kassd Siegmund v. Boineburg, dem Erxbischof von Köln, 
Otto Hund Amtmann xum Schönstein, Dietrich Butzbach Bürger xu 
Leipzig, den Bentmeistem xu Bauschenberg und Frarücenberg und dem 
Vogt xu Wolkersdorf, dem KaraUr Feige, Oeorg Sachs, Georg Ingolt 
xu Straßburg, Jakob Herbrot xu Augsburg und dessen Anwalt Sieg- 
mund Baidinger, femer mit dem Bentmeister xu Nidda Valentin Furster, 
dem Schultheißen zu Echxeü PMUpp Borich und dem SchuWieißen xu 
Berstadt Hans v. d. Tann. Ausschreiben an die Grafen von König- 
stein, NassaU'Weüburg, Philipp von Nassau- Wiesbaden, Philipp von 
NassattrSaarbrüdcen, Sohns, Waldeck und Isenburg, und an die Städte 
Darmstadt, Buhbach, Grünberg, Alsfeld, Wetter, Gießen, Limburg, 
Battenberg, Nidda, Umstadt, Marburg, Treysa, Friedberg, Frankfurt, 



1) Vgl. unten Nr. 560 und 578. 

2) Mit zwei Absohrifiken eines Sehreibens von Ulm an den Landgrafen. 



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334 Tag sa Henfeld 1640 Juni. Juli. 

Wdfhagen^ Fuldas Aschaffenburg, Büdingen^ HanaUj Königstem^ Kir-- 
berg^ Geinhausen, Lmdheim, JSJassd und Frankenberg. Sehreiben des 
Landvogts Rudolf Schenk. Protokolle. Instruktion für Siegmund 
V. Boineburg und Otto Hund zu deren Unterhandlungen mit den Wäir 
fen V. Ovdenherg sowie für den Kanxler Feige^ Otto Hundj Hartmann 
Schleger (Schieier), Heinz v. iMder, Johann, Nordeck und Johann Ereuter 
auf dem Purgationstag zu Ziegenhain. Klagschriften mit Beilagen. 
Eigenhändige Notizen des Landgrafen. Abschriften. Vertragdmefe. 
Verordnung. (Dabei aiujch Akten der hessischen Bäte auf dem Purga^ 
tionstage in Ziegenham.) 

1540 Mai— 1642 Mai. Die Vermittelang des Landgrafen Philipp 
in dem Streite zwisehen den Städten Angsbnrg, Leipzig, Breslaüi 
Nürnberg nnd StraBburg einer- und dem Landfriedensbrecher Oeorg 
Sachs von Höchstädt andererseits, der in seiner Fehde gegen die 
Stadt Nürnberg einige Wagen auf königsteinischem Boden auf dem 
Sindfeld beraubt hatte und dabei auch von hessischen Adeligen (Ebert 
Schenk zu SchweiDsberg d. J. , Daniel ScheuemschloB u. a.) unter- 
stützt worden war. VerhOrstage zu Ziegenhain (1540 Aug.) und Mar- 
burg (1541 Jan.], Schlichtung der Streitigkeiten. Verhandlungen mit 
den Wölfen v. Gudenberg. 

1542 Mai. Erlaß einer Verordnung wegen Abschaffung der 
Plackereien und Beinhaltung der Straßen. 

Tag KU Hersfeld. 
550. Akten des Landgrafen Philipp TOn Hessen. 1540 Juni. Juli. 

Instruktion für den Statthalter zu Eassd Siegmund v. Boineburg.^) 
Briefwechsel mit ihm, dem Sekretär Eonrad ZöUner von Specksunnkel 
und Hermann v. Hundeishausen Ämtmatm zu Lichtenau. 

1540 Juni. Verhandlung mit den Eriegsräten des oberl&ndisehen 
und sächsischen Kreises wegen des Vorgehens gegen die gardenden 
Knechte in Niederdeutschland, deren Zertrennung und der weiteren 
Unterhaltung der Gegengarden, Unterstützung der Stadt Bremen in 
dem Streite mit Junker Balthasar von Esens, der Absichten des Her- 
zogs Heinrich, sich in das Konservatorial zu dr&ngen und das Stift 
Bremen in den Nürnberger Bund zu bringen ; wie man sich verhalten 
soll, wenn die Hagenauer Verhandlungen einen ungünstigen Ausgang 
nehmen. 



1) Die Instruktion nennt außerdem Hermann v. d. MalBborg, der aber nieht 
mitging. 



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J. Nordeck und das Eammergenoht 1640 Sept 336 

Jnli. Ankunft der einzelnen Kriegsräte. Bitte des Statthalters 
um Sendung eines zweiten hessischen Gesandten. Legen der Post. 
Übersendung der Korrespondenz des Landgrafen mit den Hagenauer 
Gesandten und der Stadt Bremen an den Statthalter. Abneigung der 
Kriegsräte, die Hagenauer Beligionsverhandlungen in Beratung zu 
ziehen, Bezugnahme auf den Frankfurter Abschied. Krankheit des 
Statthalters. ^) Ansicht der Kriegsräte, die Beendigung des Tages vor- 
zuschlagen, da von den gardenden Knechten für die Evangelischen 
nichts zu befürchten sei, die Gegenpartei in Hagenau Neigung zum 
Frieden zeige und in Hersfeld die rote Ruhr grassiere. Abzug der 
Kriegsrftte, um nOtigenfallB in Salzungen wieder zusammenzukommen. 
Abforderung der bei Balthasar von Esens beiBndlichen und dem Bunde 
verpflichteten Hauptleute. 

551. Akten des Statthalters ra Kassel Slefmund v. Boineburg als 
Gesandten zum Hersfelder Tage. 1540 Juni. Juli. 

Instruktion. Briefwechsel mit dem Landgrafen. Abschriften em- 
sMSgiger Schriftstücke.^) 

1640 Juni. Juli. Hinsichtlich des Inhalts vgl. die korrespondie- 
renden Akten des Landgrafen (Nr. 560). Außerdem: Irrungen zwischen 
der Stadt StraBburg und dem Straßburger Domkapitel wegen des 
St Stephansstiftes, Vermittlung des Landgrafen zwischen Herzog Ulrich 
und dessen Sohn Christoph. 

Johann Nordeek nnd das ReiehskammergerieliL 
562. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 Sept. 

Briefwechsel mit den kaiserlichen Kommissaren Dr. Jakob Htickel 
und Kuno Schv4nd.^) 

1540 Sept. Zitierung des Amtmanns zu Ludwigstein Johann 
Nordeck nach Heiligenstadt zur kommissarischen VernehmuDg in dem 
Beichskammergerichtsprozeß des Erzstiftes Mainz gegen die Stadt 
Erfurt 



1) SpeckBwinkel berichtet Juli 24, daß jener zu Wichmannshansen (einer 
boineburgisohen Besitsnug) krank liege. Infolgedessen wurde HundelshauBen 
aaeh Henrfeid gesehiokt 

S) Ein Schreiben der Gesandten der Stadt Bremen an die verordneten 
Bäte Kursaehsena nnd HesBens (1640 vor Ang. 12] betr. die Unterstütsung 
Bremens gegen Balthasar von Esens in Auafertigung im Haus-, Hof- und Staats- 
arehive lu Wien. 

Q Iseaburgiseher SekretSr. 



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336 Wormser Oespriich: 

Wormser Oesprfich. 

Brlefweehsel mit den Gesandten und TergleicIiSYerluuidlnngen. 

553. Akten des Landgrafen Philipp (aneli des Kanilers Feige yor 
seiner Abreise nach Worms). 1540 Nov. — 1541 Jan. 

Briefwechsel mit den hessischen famh den evangelischen) Gesandten 
in Worms (darunter besonders korrespondierend Alescander v. d. Tarwi^ 
Johann Feige und Adam Kraft). 

1540 Not. Bevorstehende Ankunft Granvellas. Wnnseh der 
Bundesstände, daß Kanzler Feige naeh Worms komme. Bemfnng 
eines Reichstages nach Regensburg. Die Teilnehmer am Gespräche. 
Ankunft der einzelnen. Gespräch der hessisch-sächsischen (Gesandten 
mit dem von Schaumburg, der nur allgemeine Aufträge des Kaisers hat 
Ankunft Johanns y. Naves in Straßburg (Nov. 6, Mitteilung an Sturm 
und Matthias). Übereinstimmung der protestantischen Theologen. Be- 
ratung über Rechtfertigungslehre, Messe und Mönchsgelttbde. Christoph 
y. Landenbergs Werbungen. Beschwerde der oberländischen Städte 
gegen Naumburg als Wahlstatt des Bundestages. Goslar und Herzog 
Heinrich. 

Dez. Acht gegen Goslar. Ansicht Feiges. Schreiben der Ge- 
sandten an die Stadt. Übersendung der schrifUichen Verhandlungen 
des Wormser Tages. Rachtung zwischen dem Landenberger und der 
Stadt Rottweil. Die Stadt Ulm wegen des Naumburger Tages, Ab- 
reise Georg Besserers. Zeitung aus Metz und den Niederlanden. 

1541 Jan. Auflösung des Gesprächs. Übersendung des Wormser 
Abschieds. Feiges Reise nach Speyer. 

554. Akten der hessischen Gesandten in Worms (Alexander y. d. Tann 
Oberamtmann der Obergrafsohaft Katzenelnbogen, Hartmann 
Sehleier Amtmann cn Oemfinden an der Wohra, Adam Kraft 
Superintendent in Marburg und Qerhardus Noylomagus Professor 
daselbst). 1540 Okt.— 1541 Jan. 

Instruktion, Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp (auch dem 
Kanxler Feige). 

1540 Okt. NoY. Instruktionspunkte: sollen Sturms und Bucers 
Rat suchen, allen FleiB zur Herbeiführung einer Yergleichung an- 
wenden, sich yiel auf Eirchenyäter und alte Schriften beziehen; 
spezielle Punkte: Bufie, Rechtfertigung, Taufe, Messe und Sakra- 
mente, Klostergelttbde, Fasten, Zeremonien, Bilder, geistliche Güter, 



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Briefw. mit d. Gesandten n.Vergleichsverhandlangen. 1640 Aag.— 1541 Jan. 337 

Gtegenklage wegen deren MiBbranebs, bischöfliche Gewalt, Gewalt des 
Papstes, Lehre vom freien Willen, göttliche Yorsehang, Heiligenver- 
ehmng, Fürbitte für die Toten; Sonderartikel wegen der Doppelehe. 
Befehl, Bucer za bitten, als des Landgrafen Theologe an dem Ge- 
spräche teilzunehmen. Nichtbenachrichtigung der Stadt Frankfurt 
von dem Wormser Tage. Beschickung des Tages durch den Kaiser, 
den Papst u. a. Feiges Absendung nach Worms. Vollmacht , um 
nötigenfalls gegen die Teilnahme der päpstlichen Gesandten zu pro- 
testieren. Gespräch der Räte mit dem Grafen Adolf Yon Schaum- 
burg. Verhandlungen der evangelischen Theologen. 

1541 Jan. Verhandlung von Eurtrier, Eurpfalz und Hessen mit 
den y. Cronberg und v. Sickingen. 

555. Akten der hessischen Gesandten In Worms. 

1540 Aug. -1541 Jan. 

Abschriften der auf dern Wormser Tage benutzten und dort ent- 
standenen Schriftstücke, besonders auch der Niederschriften der dort 
geführten Verhandlungen, Verzeichnisse der Teilnehmer. Notarieneid, 
Abschied. 

1540 Aug. — 1541 Jan. Kaiserliche Einladung zum Gespräch. 
£rö£fnung durch Granvella. Beden und Gegenreden Granyellas, der 
Präsidenten und der evangelischen Stände. — Antwort an den franzö- 
sischen Gesandten wegen des Konzils. Bedenken der Wittenberger 
Theologen wegen der Kinder, die vor der Taufe sterben. Kaiser- 
liches Edikt gegen die Ketzer in Flandern. — Unterstützung Goslars 
nach der Achtserklärung. — Fttrbitte für die verfolgten Evangelischen 
in Frankreich (Entwurf Sturms). — Abschied mit den v. Sickingen. 

Sendung Feiges. 

556. Akten des Landgrafen Philipp (auch Simon Bingrs). 

1540 Nov. — 1541 Jan. 

Briefwechsel mit dem nach Worms entsandten Kanzler Johann Feige ^) 
(auch mit Bußer und Dr, Löwenberg), 

Verhandlungen Feiges mit Granvella wegen des zwischen dem 
Kaiser und dem Landgrafen abzuschließenden Bündnisses. 

1540 Nov. Feiges Ansicht, man werde in Worms in betreff des 
Gespräches nichts endgiltiges zustande kommen lassen, sondern alles 



1] Mit wenigen Schreiben kurs vor seiner Abreise. 

PoUt AnUv des Landgr. PlilUpp. 22 



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338 WoriDBer Gespräch; 

aaf den Reichstag yerBchieben, um dort die EyangeliBchen zu majori- 
sieren. Seine Bitte am ein Pferd, Zeitungen aus Speyer über die 
Goslarer Angelegenheit, Ansuchen von Nassau-Weilburg, Gebrechen 
in der fuldischen Mark, Reiteransammlungen bei Schweinsberg, Lon- 
dorf, Holzhausen und Langsdorf, Zusammenhang dieser Rüstungen 
mit einem Reiterdienst des Erzbischofs von Mainz ftar den König. 
Nachricht von den Wormser Gesandten. Schwierigkeit des Gk)slarer 
Handels. Ratschlag auf Bucers Schrift. Befehl des Landgrafen, 
Granyella von der Absicht Frankreichs, mit den Evangelischen und 
Jülich ein Bündnis zu schließen, zu verständigen. Verhandlungen 
Georgs v. Carlowitz in Wien. Ankunft Feiges (Nov. 19). Beginn des 
Gespräches (Nov. 20). Erbieten von kaiserlicher Seite durch den 
Grafen von Manderscheid. Granvellas Anrede (Nov. 25). Feiges Ge- 
spräch mit Bucer: dessen Warnung vor dem französischen Gesandten 
Barnabas Farreus. Beziehungen zu dem kurbrandenburgischen Ge- 
sandten Alexander Alesius Scotus.^) Abneigung Philipps, sich vor 
Beendigung des Gesprächs und allein in Verhandlungen mit dem Kaiser 
einzulassen. Gerücht, daß Gorvinus Schaden gelitten habe. Geringe 
Ho£fnung Feiges, Granvella zu gewinnen, dessen Versicherungen, 
Feiges Mißtrauen gegen ihn. Goslar und Herzog Heinrich von Braun- 
schweig. Feiges und Löwenbergs weitere Verhandlungen mit Gran- 
vella; hessischer Entwurf eines Vertrags mit dem Kaiser, Granvellas 
Kritik, die politische Lage, Beziehungen Hessens zu Sachsen und 
Dänemark. Die Angelegenheit des hessischen Münzmeisters (Ainkhurn) 
am burgundischen Hofe. Bestätigung der Universität Marburg, Be- 
lehnung. Zögern Granvellas. Verheimlichung der Verhandlungen 
vor den Bundesständen und dem burgundischen Hofe. Philipps Hoff- 
nung auf Bucers Verhandlungen mit Granvella. Beziehungen zu Kur- 
köln wegen Heimarshausens. Verhalten gegenüber den französischen 
Bündnisanerbietungen. 

Dez. Absendung Löwenbergs nach den Niederlanden. Stimmen- 
verhältnis beim Gespräch, Haltung von Kurbrandenburg und Kurpfalz. 
Bestimmung Feiges, Bucers und Adam Krafts zum Gespräch. Ver- 
schiebung des Goslarer Handels auf den Naumburger Tag. Meinungs- 
verschiedenheit zwischen Kursachsen und Hessen wegen der General- 
rekusation. Übersendung von Briefen Bucers. Einfluß der geplanten 
Doppelehe auf den Wortlaut der Abmachungen mit dem Kaiser. Frage, 



1) Der Landgraf nahm Interesse an ihm, weil er ihn für identisch mit dem 
Schotten hielt, der »in der bewußten Sache (Frage der Doppelehe) In Augsburg 
disputiert« habe. ^ 



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Briefwechsel mit Feige 1640 Not.— 1541 Jan. 389 

wer auBzunehmen sei. Neutralität in der geldriscben Frage. Schen- 
kimg Ton Hirschgeweihen an Granvella. Unbillige Forderungen der 
Oegner beim Gespräch wegen der Akten, Geheimhaltung der Verhand- 
lungen u. a. Zwietracht unter ihnen. Brandenburgische Kirchen- 
Ordnung. Oute Worte Granvellas wegen der Doppelehe. Ablehnung 
der Forderungen Granvellas wegen Maß und Form des Gespräches. 
Hartes kaiserliches Edikt an Flandern. Kursächsisch-h^ssische Schrift 
an den Kaiser wegen des Reichstages, der Städte Bremen und Goslar 
und der Kammergerichtsprozesse. Granvellas Vorschlag eines geheimen 
Gesprächs zwischen Bucer und Capito einer-, Gropper und Gerhard 
Veltwyck andererseits; Bucers und Sturms Abneigung. ÄuBerungen 
des Grafen von Manderscheid tlber die angebliche Absicht des Kaisers, 
Philipp zum Statthalter in den Niederlanden zu machen, wenn er 
Nachgiebigkeit in der religiösen Frage zeige. Des Landgrafen Festig- 
keit in diesem Punkte. Versuch Granvellas, die Wormser zur Ab- 
setzung ihres Predigers Meister Leonhard zu bewegen. Stimmen- 
verhältnis: Pfalz, Brandenburg und Jülich auf Seite der Protestanten. 
Absicht Granvellas, das Gespräch deswegen nicht zustande kommen 
zu lassen. Nachgiebigkeit der Evangelischen. Schriften der evange- 
lischen Theologen und Säte. Urlaub für Noviomagus. Feiges Bereit- 
willigkeit auszuharren. Versuche Granvellas, den Landgrafen zu be- 
stimmen, vor Abschluß des Vertrags die Beligionssache beizulegen 
und seine Bereitwilligkeit zum Besuche des Reichstages zu erklären. 
Dänemark. Französische Bündnisirage. Feiges Rat, in der Sache der 
Doppelehe nicht zu sehr zu eilen. Die Naumburger Verhandlungen. 
Bucers Verhandlungen mit den Bundesständen wegen der Doppelehe. 
Sehreiben des Herzogs Moritz von Sachsen, des Hans v. Schönfeld und 
des Markgrafen von Brandenburg (Vermählung von Philipps Tochter 
Agnes). Religionsverfolgungen in Frankreich. Löwenbergs Nach- 
richt aus den Niederlanden. Ratschlag, von einem päpstlichen Ge- 
sandten dem Kaiser erteilt. Anschlag des Achtsausführungsdekrets 
in Worms, Supplikation der evangelischen Stände wegen Goslars. 
Hartmut v. Gronberg. 

1641 Jan. Mißtrauen der evangelischen Stände gegen Granvella. 
Verweigerung des »kleinen Gesprächs«. Granvellas Erregung und 
Versicherungen. Herzog Heinrichs Appellation vom päpstlichen Urteil 
beim Kaiser. Rückkehr Löwenbergs und neue Verhandlungen. Bucers, 
Oapitos, Groppers und Veltwycks Artikel. Abreise Krafts. Abreise 
Löwenbergs zum Kaiser. Granvellas Aufträge an Bucer fbr Philipp. 
Philipps Geneigtheit zum Besuche des Reichstages. Seine Vorschläge 
in der geldrischen und Wahlsache, um Kursachsen zur Nachgiebig- 

22* 



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340 WoruiBer Gespräch: Bw. mit Feige 1640 Des. 1641 Jan. 

keit in den ReligionBsaehen zu bewegen. Philipps Unwille wegen 
Ablehnong des kleinen Gesprächs, sein Vorsehlag, die Religionsange- 
legenheit anf dem Reichstage zu verhandeln. Dänische Antwort auf 
Lersners Werbung. Regensburg als Ort des Reichstages nach Feiges 
Ansicht ungeeignet. Herzog Heinrich d. J. und die Stadt Braunschweig. 
Schrift Herzog Heinrichs. Das durch ihn aufgehaltene Salzschiff. 
Stellung Philipps zu Ulrich yon Württemberg. Frage der Niederlegung 
der Bundeshauptmannscbaft. Antwort Philipps an Granvella durch 
Bucer tiberbracht. Qranvella ttber die nassauische Sache (Vermitünngs- 
erbieten). Philipps Weigerung, wegen des Bündnisses länger im Un- 
gewissen zu bleiben. Die durch Granvella aufgesetzten Punkte. Ab- 
änderung. Abraten Granvellas vor einer Gesandtschaft nach Frank- 
reich in Religionsangelegenheiten. Philipp macht den Besuch des 
Reichstags von dem Stillstand im Verfahren gegen Goslar und Braun- 
schweig abhängig. Abreise Granvellas. Letzte Verhandlung in Speyer ^} 
in Gegenwart des Herrn v. Praet. Feige will die ihm nicht ganz 
zusagende kaiserliche Schrift und ein Schreiben Granvellas mit- 
bringen. 

557. Akten des Kanclerg Johann Felge. 1540 Dez. 1541 Jan. 

Briefe des Landgrafen Philipp, Schreiben Michael Hahns. 

1540 Dez. Feiges Verhandlungen mit Granvella wegen eines 
Bündnisses des Landgrafen mit dem Kaiser: Granvellas Unterredung 
mit Dr. Siebert v. Löwenberg wegen des dem Landgrafen zu über- 
tragenden Amtes, Sache mit dem Prinzen von Oranien (Granvellas 
angebotene Vermittlung). Die an Granvella übergebenen Artikel. 
Gründe der mit dem Kaiser angeknüpften Verhandlungen: branden- 
burgische, sächsische und wttrttembergische Schreiben, Drohung mit 
der Strafe des Kaisers (wegen der Doppelehe). Philipps Vertrags- 
bedingungen: 1. Ausnehmung der Einungsverwandten, Dänemarks, 
Württembergs und des jungen Herzogs Erich von Braunschweig, 
2. Neutralität mit Jülich, 3. nichts gegen die deutsche Nation zu tun. 

1541 Jan. Post nach Hersfeld. Gronbergische Sache. Artikel 
zum Vertrage zwischen dem Kaiser, Sachsen und Jülich. Schwierig- 
keiten beim Kolloquium. Bucers Besorgnis, wenn der Landgraf mit 
dem Kaiser ins Einvernehmen komme, werde er sieh der Beligions- 
vergleichung nicht mehr annehmen. Geleit zum Beichstag, Entwarf 
Feiges und der kursächsischen Bäte. Herzog Heinrich und die Stadt 



1} Vgl. den Briefwechsel mit den Wormser Gesandten (Nr. 668). 



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Briefwechsel mit Walter 1640 Nov. Dez. 341 

BraniiBchweig, Unterstötzung der letzteren, Möglichkeit einer Begeg- 
nnng zwischen dem Landgrafen nnd dem Herzog. 

Vgl. anch die zahlreicheren Gegenakten des Landgrafen (Nr. 556). 

558. Akten des KanilerB Joliann Feige und des Landgrafen Philipp, i) 

1540 Dez. 1541 Jan. 

Niederschriften^ Entwürfe^ Noiixen. Ein Schreiben Dr. Löwenbergs 
aus Valencia. Eigenhändige Noiixen des Landgrafen. 

1540 Dez. 1541 Jan. Feiges Verhandlungen mit Granvella ttber 
ein Bündnis zwischen dem Kaiser nnd dem Landgrafen. Verspätete 
Bttckkehr Löwenbergs ans den Niederlanden. 



Briefweehsel mit Dr. Walter. 

559. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 Nov. Dez. 

Briefe des Dr. Joharm Walter und ein Brief der Dr. Dr. Johannes 
Ferrarius^ Johmm Oldendorp und Jost Staude (Justus Studeus). 

1540 Nov. Dez. Besprechung der goslarischen Angelegenheit 
durch Walter, Feige, Dr. Eisermann und Dr. Oldendorp in Marburg, 
Abreise Walters nach Melsungen. Supplik an den Kaiser wegen Sas- 
pendiernng der Achtsexekution gegen Goslar, Nachricht an Goslar 
hierüber. Instruktion für Walter und Hermann v. Hundeishausen an 
die Herzogin von Braunschweig in der Vormundschaftssache. Ver- 
handlungen Feiges mit Walter wegen der Goslarer Sache und Gut- 
achten der Dr.Dr. Johannes Ferrarius, Johann Oldendorp und Justus 
Studeus in dieser Angelegenheit 

Schmalkaldischer Bnndesta; zn Nanrnburg. 

560. Akten der hessischen Gesandten in Naumburg. 

1540 Dez.— 1541 Febr. 

VoBmachten von Bundesständen. Schreiben der Stadt EßUngen. 
Protokoll.^) Schreiben an Kurbrandenburg. ^) Bericht des Statthalters 



1) Bei Felge in Wonos bezw. Speyer entstanden und Ton Philipp nach Feige« 
Bttckkehr benntst 

2) Dei. 17— Jan. 3 von Aitinger geführt, später (Jan. 6—11) von Speckswinkel. 
Auf einem besonderen Zettel Protokoll ttber die fransOsisoheBttndnisangelegenhelt. 

3) YoUsogenes aber anscheinend nicht abgegangenes Mondum. 



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342 BundeBtag xn Naumburg 1640 Dez.-1641 Febr. 

XU Kassel vom Oktober an PhiUpp. Vom Herrn von Hesse Obergebenes 
VerhörsprotokoU. Abschriften von Schreiben und Verhörsaufxeiehmmgen, 
Outachten des Orafen Kurt von Teddenburg und der in Eßlmgen ver- 
sammelten Gesandten der oberländischen Städte. 

1640 Dez.— 1541 Febr. Beschwerden EBlingens dureh das 
Kammergerieht wegen des von der Stadt gefangenen katholischen 
Pfaffen Benedikt Bautz. Bündnis mit Frankreich. Mordbrenner und 
deren Aussagen (Einäscherung und Wiedererbauung von Einbeck, Ein- 
äscherung von Boyenden, Angersteinj. Beschwerung Herzog Ernsts von 
Braunschweig durch das Kammergericht wegen des Stifts Bardowick. 
Schreiben des Bischofs Franz von Münster wegen der Klagen des 
Grafen von Tecklenburg gegen ihn (Verhinderung in Beligions- und 
weltlichen Sachen). Abstimmung des Grafen yon Tecklenburg und 
der oberländischen Städte wegen der Goslar und Brannschweig zu 
leistenden Hilfe, des Beichstags, der Mordbrenner, des Brandschadens 
der Stadt Einbeck, der Einnehmung des jungen Herzogs Erich von 
Braunschweig, des Königs von England und der Aufnahme des Her- 
zogs Wilhelm von Jttlich-Gleye-Berg in den Bund, Schuld an die 
Witwe Dr. Hierters. 

661. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 Dez. 1541 Jan. 

Briefwechsel mit den hessischen Räten in Naumburg.^) 

1540 Dez. Beginn der Verhandlungen (Dez. 29) mit dem Artikel 
der Oberhauptmannschaft (entgegen dem hessischen Wunsehe, die 
Beichstagsangelegenheit zuerst yorzunehmen). Beschwerden der Ober- 
hauptleute und Abneigung, das Amt wieder zu übernehmen. 

1541 Jan. Philipps Zusage bis zum 24. Juni. — Einyemehmen 
mit Frankreich, England und Jülich-Gleye. 

562. Akten der hesslsehen Gesandten In Naumburg (Slegmund y. Bolne- 
bnrg Statthalter zu Kassel, Hermann y. d. Malsburg und Sebastian 
Altlnger).^] 1540 Dez. 1541 Jan. 

Instruktionen^ Verzeichnis mitgeführter Akten^ Briefwechsel mit dem 
Landgrafen Philipp. AbsMed^) 

1540 Dez. Yerhandlungsgegenstände (im Absohied bezeichnet): Hilfe 
fUr Braunscbweig und Goslar, Beschickung des Reichstages, Bestrafung 
yon Mordbrennern, Beschwerde des Herzogs Ernst yon Braunschweig 

1) Enthttlt nur zwei Schreiben. 

2) Aitinger war gegen Ende des TageB wieder bei dem Landgrafen. 

3) Ausfertigung in Wien. 



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Verhör Babes y. GanBtein 1540 Des.— 1641 Nov. 343 

über das Beiohskammergeriohtsiirteil in Sachen des Stifte Bardowiok, 
Iiadang der ÄbtisBin von Gemrode and des Dompropstes zu Magdeburg 
sun BeichBtage, Beligionsbeschwerden des Grafen von Tecklenbnrg 
und der Städte Straßburg, Memmingen nnd EBlingen, Gesuche von Ein- 
beck und Lüneburg um Unterstützung nach erlittenen Mordbrennereien, 
Hilfe fbr die in die Aberacht getane Stadt Minden, Bericht an Herzog 
Heinrich von Sachsen über die letzten Abschiede, Bezahlung der aus- 
stehenden Anlagen und der ausgelegten Gelder, Aufnahme des jungen 
Herzogs Erich von Braunschweig, Erhöhung des doppelten Monats und 
der sechs einfachen Monate, Verhalten gegenUber den Bttstungen des 
Gegenbundes, Bestallung von Bittmeistem und Hauptleuten, Besoldung 
angeworbener Truppen, Personenwechsel unter den Hamburger und 
Magdeburger Eriegsräten, Mitteilung an den Kaiser über die be- 
schlossene braunschweigische Hilfe, Oberhauptmannschaft, rückständige 
Schuld an die Witwe Dr. Hierters. 

1541 Jan. Wormser Verhandlungen, Beschwerung der Christen 
in Frankreich, Frage der Absendung einer Botschaft nach Frankreich. 
Einung der Evangelischen mit Frankreich. Supplikation an den 
Kaiser wegen der Stadt Goslar, Feiges Ansicht. Entschluß Philipps, 
die Hauptmannschaft noch bis Juni 24 (dann bis Dez. 21) zu ttber- 
nehmen. Übersendung eines durch einen päpsüichen Legaten dem 
Kaiser vor dem Hagenauer Tage vorgetragenen Batschlags in Ab- 
schrift durch Philipp zur Mitteilung an die Stimmstände. ^] Schreiben 
der Witwe Herzog Erichs wegen Northeims. Schrift der pommerischen 
Bäte aus Worms wegen Bekusation des Kammergerichts. Grtlnde des 
beabsichtigten Bttcktritts des Landgrafen von der Hauptmannschaft. 
Bestallungen. Verlobung und Verheiratung von Philipps Tochter Agnes 
mit Herzog Moritz von Sachsen. 



Verhör Babes v. Canstein. 
568. Akten des Landgrafen Philipp. 1540 Dez.— 1641 Nov. 

Briefwedisd mü Habe v. Ckmstem. ProtohoUarische Aufzeichnung 
der Oräfin Asma von Wakkckj Aufzeichnungen des Landgrafen und 
Kasseler Protokoll. 

1540 Dez. 1541 Jan. Bitte des hessischen Lehnsmannes Babe 
V. Oanstein um Ansetzung eines VerhOrstages wegen der ihm vor- 
geworfenen Beden über den Landgrafen. Seine Geldforderungen an 



1) Von Feige ttbersandt (vgl. oben Nr. 666 8. 889). 



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344 Kriegftverfassang 

den Herzog Heinrich von Brannschweig nnd Klagen gegen die Gr&fin 
Anna von Waldeck wegen des ihm nnd seinem Brnder vorenthaltenen 
väterlichen Erbes, Ansprüche anf eine Korngttlte nnd Rente im Amte 
Trendelbnrg. 

1541 Okt Mitteilungen der Gräfin Anna yon Waldeck: Erzäh- 
lungen des Babe v. Canstein beim Bischof von Münster, daB der Land- 
graf eine zweite Frau genommen habe, und dafi die hessische Landschaft 
beabsichtige, für die Kinder des Landgrafen ein Regiment einzusetzen. 

Not. Beschuldigung Gansteins, daB er dem Herzog Heinrich von 
Braunschweig Kundschaft über den Landgrafen überbracht habe, zum 
Nachteil Hessens mit Herzog Heinrich praktiziere und von der zweiten 
Frau des Landgrafen gesprochen habe. Gansteins Verhör in Kassel: 
er bestreitet seine Beziehungen zu Herzog Heinrich und die ihm vor- 
geworfenen Reden über die Doppelehe des Landgrafen; seine Dienst- 
geldforderungen an Herzog Heinrich, Versicherung der Lehnstreue zu 
Hessen, Verwarnung. 

Krieggyerfiissang. 
564. Akten des Landgrafen Philipp. 1541 Jan.— 1542 Jan. 

Briefwechsel mit Hans v. Ratxenberg, Jaspar Wrede gen. Bephun^ 
Hans V. Enxenberg, Christoph v. Steinberg, Johrnrn v. Mdschede zu 
Oarbicky Rudolf Strölin zu Hainberg j Veit v. Münster^ Kurt und Braun 
Bock, Joachim Dosse^ Hans v, Kloppenburg, Johann v. Dinklage, PhiUpp 
V. Riidigheim, Oeorg v. Boenen Brost zu Wetter, Schotte de Beuer, Johann 
V. BotÜenberg gen. Kessel, Engelhard v. Spaichingen, Johann v. Buren 
Brost am ZoUhmis, Bernhard v. Dalheim, Peter v. Utrecht, Rudolf 
Coeverden, Hack v. Ztaickd, Klein v. Calker, Heinrich v. SaUwede, 
Vent V. Leyden, UngeuHzschen, Jost v, Oemen gen, Proevestink, Johann 
V. Quemheim, Ernst v. Boddschunngh Brost zu Lünen, Sebastian 
V. Buches. Vollmacht für Hans Pfamücuch an Johann v. Viermünden, 
Bernhard Lappe, Oeorg v. Boenen, Jaspar Wrede, Joharm Mdschied 
(v. Mdschede) und Schotte de Beuer. Noüzzettd. 

1541 Jan.— 1542 Jan. Bezahlung rückständigen Dienstgeldes ftlr 
die Offiziere und reisigen Diener. Verhandlungen wegen der Er- 
neuerung der Bestallungen. 

1541 Febr. Befehl an Veit y. Münster, mit Bernhard y. Mila 
wegen der der Stadt Brauoschweig bewilligten Hilfe zu RoB und FuB 
zu yerhandeln. 

März. Bestellung yon Hauptleuten durch Herzog Heinrich. Ab- 
sichten des Kaisers auf Geldern. 



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1641 Jan.— 1542 Jan. 345 

Juni. Warnung an Goererden, Haok y. Zwickel, Klein y. Galker, 
Heinrieli y. Saltwede, Vent y. Lejden nnd Ungewaschen, sich nicht 
vrider Stadt oder Stift Bremen gebrauchen zu lassen. 

565* litten des Landgrafen Philipp bexw« Sebastian Altingrers* 

1541 Febr.— Noy. 

Notixxettel, Briefwechsel mit Michel Nußpickerj Heinrich Lersner, 
Jöharm Kreuter und Konrad Zöllner von Speckswinkel. Listen^ Be- 
staäungsariikel. Schreiben des Landgrafen an Simon Bing in Aus- 
fertigung. 

1541 Febr. — Noy. Bestellung Lersners, Kreuters und Specks- 
winkels zur Abrechnung mit den Offizieren, und um den Rest der 
kleinen Anlage yon Württemberg, Schwäbisch-Hall und Kempten zu 
yerwahren. Bezahlung yon Offizieren durch Michel NuBpicker. 

Vorbereitende MaBregeln zum Aufgebot der Lehenleute und Mann- 
schaften aus Städten und Dörfern, i) Bestallungsartikel auf die nach 
Braunsohweig zu sendenden Reiter. 

566. Akten des Landgrafen Philipp. 1541 Jan.— Dez. 

BesiaUungsreverse und -triefe, 

1541 Jan. —Dez. Bestallung yon Rittmeistern (Braun Bock, Kurt 
Bock, Johann y. Melschidt, Veit y. Münster, Jost y. Gemen genannt 
Pröbstiug, Bastian y. Buches, Johann y. Büren, Schotte de Beuer, 
Johann y. Dinklage, Johann y. Viermttnden, Bernhard Lappe, Jorge 
y. Boenen, Ludwig y. Alyensleben, Hans y. Leubeifingen zu Hauzen- 
stein und Göttersdorf, Christoph y. Schwigeln, BoB y. Veltheim, Jaspar 
Wrede genannt Rephun), Fußknechthauptleuten (Jakob y. Dettinghoyen, 
Schräm yon Braunschweig, Hiltbert y. Münchhausen, Hans Hetzer 
yon Pfreimdt, Gall yon PfuUendorf, Hans Behem yon Göppingen, Klaus 
y. Friedburg, Hans Mercklin zu Memmingen, Hieronymus Lehlin, 
Georg Sick yon Kauf beuren, Hans Vogel yon Augsburg, Friedrich y. 
Reifenberg, Hans Hemp£fer yon Söflingen, Hans Brun yon Tettnang, 
Hans y. Essen, Joachim DoB, Hans yon Steinheim, Wendel Scheck 
yon StraBburg, Martin Gerber yon Ettenheim, Klein y. Calker, Ru- 
dolf Strölin zu Hamberg und Hans Kloppenburg) und reisigen Dienern 
(Peter y. Lethen und Gk)bel Hesse yon Medebach), sowie des Wolf 
Tiefstetter zum Landsknechthauptmann (die überwiegende Mehrzahl 
ftLr den Schmalkaldischen Bund). 



1) Teilweiae undatiert, nnsloher, ob in diesem Jahre gehörig. 

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346 ScherUin 1641 Febr.— Dez. 

Schertlin. 

567. Utten des Lftndgrftfen Philipp besw. SebftstUui Altbigrers« ^) 

1641 Febr. — Dez, 

Briefe Sebastian SchertUns v. Burtenbach, Die an Scherüm atis^ 
gestellten Soldqidttungen der von ihm geworbenen HaupÜeute. 

1541 Febr. Weiterbestallung von Fußknechthauptleaten; Ab- 
lehnung des Hans y. Elam. Versuche des Dr. Gervasius Vain, die 
in Diensten des Landgrafen stehenden Hauptleute aus Memmingen fttr 
Frankreich zu gewinnen. Grenugtuung Schertlins, dafi der Landgraf 
die Oberhauptmannschaft des Bundes wieder ttbemommen hat. 
Glttckwunsch SchertUns zur Heirat. Stimmungen in Augsburg; Be- 
reitwilligkeit, auf dem Reichstage zu erscheinen. Neue Bestallung 
SchertUns. 

Juni. Rechnung ttber die Bestallung der Hauptleute. 

Juli. SchertUns Ansicht, dafi man (den Eyangelischen) Frieden 
gewähren mtlsse, da der Ttirke im Anzug sei. Georg y. Regensburg 
yom Kaiser beauftragt, 6000 Knechte anzunehmen und nach Neapel 
zu fuhren, die nächsten Knechte (die eilende Hilfe wider den Türken) 
soll Konrad y. Bemmelberg führen. Bedenken wegen der papistischen 
Gesinnung beider. Nachreden ttber den Landgrafen wegen des 
Regensburger Buchs. Schertlin, zum Kriegsrat im Tttrkenzuge und 
nach Regensburg berufen, wird infolge yon VerungUmpfiingen beim 
Kaiser und König ausgemustert. Ftthlt sich schwer gekränkt. Hiero- 
nymus Löhlin der einzige eyangelische Hauptmann im Heere. 
Schertlin wiU den im Schreiben gewandten Hans Vogel noch mit- 
schicken. Vergebliche Fttrsprache des Pfalzgrafen Friedrich beim 
König; dessen Ungnade gegen Schertlin. Die Kriegsräte können 
wegen Geldmangels nur 4000 Knechte und 800 Reiter annehmen. 
Fortschritte der Türken, elende Kriegführung. 

Sept Der Landgraf durch Dr. Gereon Sailer und Hans Ber auf 
der Hochzeit der Tochter SchertUns yertreten. Der Stadtschreiber 
FröUch. Angriff der Türken auf das königliche Lager yor Ofen 
(Aug. 19), Sieg der Türken (Aug. 21), Ankunft des Sultans vor Ofen 
(Aug. 28), Krankheiten in der Stadt, Zug des Königs nach Linz. Gutes 
Vertrauen Bayerns zu dem Landgrafen. 

Febr. — Dez. Bezahlung der yon Schertlin angeworbenen Haupt- 
leute. 



1) Fortsetzung von Nr. 530 S. 321. 



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Aufhebung der Acht wider Goslar and Minden 1541 Febr. 347 

Aufhebung der Acht wider Cfoslar and Minden. 
568. litten des Landgrafen PhUlpp. 1541 Febr. 

Ausschfreiben an die Städte HüdesJieim, Northeim^ Harmover, Oöt- 
tingeuj Einbeck, Osterode^ Höxter, Hameln, Bodenwerder, Oronau, Durch 
den Grafen Phäipp von Waldeck und die Stadt Marburg bexw, den 
Notar Johannes Sprenger beglaubigte Abdrücke des kaiserlichen Man- 
dats vom 28, Jan, 1541. 

1641 Febr. Veröffentlichung des kaiserlichen Mandats betr. die 
Aufhebung der Acht wider die Städte Goslar und Minden und aller 
die Religion betreffenden Kammergerichtsprozesse bis zum angesetzten 
Reichstage zu Regensburg. 

Belehstag zn Begensbnrg. 

Briefwechsel TOr der Abreise des Landgrafen zam Reichstage. 
569. Akten des Landgrafen Philipp. 1541 Febr. März. 

Briefwechsel mit dem Kanxler Feige (in Kassel) soifne mit den hessi- 
schen Gesandten in Begensburg. 

1541 Febr. März. Entwurf einer Instruktion für die nach Regens- 
bnrg zu entsendenden Räte Alexander y. d. Tann, Dr. Walter und 
Johannes Eymeus durch Feige. Briefwechsel des Landgrafen mit 
Granvella. Geleit. Angelegenheit der Stadt Braunschweig; Erledigung 
der durch Herzog Heinrich beschlagnahmten Guter. Goslar und Herzog 
Heinrich. Vorbringen dieser Dinge durch die Räte bei Granvella. Ge- 
spräch des Herrn y. Naves mit Herzog Heinrich, dessen Antwort. Besuch 
des Reichstages. Bitte des Bischofs von Hildesheim an den Kaiser wegen 
Exekution des römischen Urteils. Ablehnung der Bitte der Herzöge 
von Bayern an den Kaiser, Dr. Held kommen zu lassen. Umtriebe 
Helds gegen den Landgrafen. Braunschweigische Vormundschaft. 
Angelegenheit des Grafen von Hoya. Verteilung der Schmähschrift 
des Herzogs Heinrich in Regensburg. Ernennung eines »innerlichen« 
und eines öffentlichen Rates durch den Kaiser. Vorsitz des Pfalz- 
grafen Friedrich. Verteilung der gedruckten Entgegnung des Land- 
grafen auf die braunschweigische Schmähschrift. Versuche der Gregner, 
den Kaiser zu bestimmen, die Religionssache auf ein Konzil zu yer- 
schieben (Erzählung Gerhards y. Veltwyck). Helds Ankunft, durch 
Herzog Heinrich yeranlaBt« 



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348 Reichstag in Begensboig: 

570. Akten der Bite 1k Begensbiirg. . 1641 Bfärz. 

Bericht an den Landgrafen. 

1641 März 18. Vgl die Gegenakten des Landgrafen (Nr. 669). 

Maßregeln fttr die Zeit der Abwesenheit des Landgrafen 

ans Hessen. 

571. Akten deg Landgrafen Philipp bexw. der helmgelassenen BIte 
sn Marbnrg. 1641 März. 

Instruktionj Ausschreiben an die Beamten und üntersassen, Liste 
von aufgebotenen Mannschaften. Schreiben an KurpfalXy Kurtrier ^ Kur- 
mainXy Wik-xburgy Münster und die Witwe des Herxogs Erich von 
Braunschweig, 

1641 März. Bestimmungen über die Landesregierung während 
der Dauer der Abwesenheit des Landgrafen in Begensbarg Befehls- 
haber: Siegmund y. Boineburg Statthalter in Kassel, Georg y. Eolmatsch, 
Hermann y. d. Malsburg, Otto Hund, Hartmann Schleier, Eonrad Diede, 
Heinrich Lersner und Johann Ereuter). Empfehlung des Landes an 
befreundete Ftlrsten. Aufforderung an Werner y. Wallenstein u. a., 
den Landgrafen gerüstet zu geleiten. Befehl der heimgelassenen 
Bäte zu Marburg (Georg y. Eobnatsch, Hermann y. d. Malsburg u. a.) 
an die Behörden, die Städte gut zu yerwahren, auf fremde durchr 
ziehende Personen zu achten und sich in guter Bttstung zu halten. 

Briefweehsel mit den heimgelassenen Bäten in Marbnrg. 

572. Akten des Landgrafen Philipp. 1641 Apr. Juni. 
Erlaß. Schreiben der heimgelassenen Bäte xu Marburg bexw. Kassd. 

1641 Apr. Abforderung der hessischen Lehenleute und Untertanen 
yon den neuen Vergardungen in NiederdeutscUand. Vermittelung 
eines Geleites fttr die Gräfin-Witwe Anna yon Bietberg und ihren 
Sohn Johann aus Friesland nach dem Bietberg: Bat, yorläufig in Esens 
oder Wittmund zu bleiben wegen befürchteter feindseliger Absiebten. 

Juni. Futterzettel (Anwesenheit des Herzogs Moritz in Marburg). 
Abfassung der Supplikation an den Eaiser wegen der Mordbrenner, 
BeschafiFung des Materials. Aussagen d6r Gefangenen. Bestellung 
Godert Schenks; seine Absicht, nach Begensburg zu kommen. 



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Bnetw. vor der Abreise des Landgrafen, Protokolle. 1541 Febr.--Jnli. 349 

573« Akten des Statthalters (Georg t« Kolmatseh) nnd der yerord- 
neten Bite m Marburg. 1541 März — Juni. 

Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp^ Hermami v. d. Malsburg 
und dem Eentmeister Balthasar Wilhelm xu Schmaücalden. Nichtaus- 
gegangenes Schreiben an Hans v. Essen, 

1641 März — Juni. Legimg der Post nach Regensbarg. Druck 
und Übersendung von Exemplaren des AusBchreibens wider Herzog 
Heinrich und Balthaaar y. Stechauusw. |auch »des Satans Antwort, die 
er Herzog Heinrichen uff des gedichtet scharpfrichteis von Warhets- 
brun missiyen gibt«), der Verantwortung Hans Kochs, der »Expostu- 
lation des Satans«. Verfügung betr. das Hofgesinde in Marburg, 
Weigerung des Abts yon Breitungen, die Post zu halten. Krankheit 
des Herzogs Moritz (in Marburg). Gktrdende Knechte in Niederdeutsch- 
land. Sendung yon Wagen (fttr die Rttckkehr des Landgrafen). Ab- 
forderung hessischer Lehenleute. — Gesundheitszustand im Lande, 
Pest. Rttckkehr der Beamten nach Kassel. — Trierische und wttrz- 
burgische Lehen. Wahl eines neuen Bürgermeisters in Kassel. Schäferei 
zu Hasungen. Auftrag fttr Graf Kaspar yon Mansfeld wegen des Her- 
zogs Moritz yon Sachsen, beabsichtigte Zusammenkunft des Landgrafen 
mit dem letzteren in Friedewald. Bestrafung gewalttätiger Untertanen 
in Trendelburg. 

Protokolle. 
574. Akten Sebastian Altlngers. 1541 März— Juli. 

Protoicü Sebastian Aitingers Über die dort geführten Verhandlungen 
seit der Ankunft des Landgrafen 1541 März 28. Verschiedene Mnxel- 
Protokolle. 

1541 März 28— Juli 11. Auszug des Hauptprotokolls bei Lenz, 
Briefwechsel mit Bucer III S. 16. 

Verhandlangen nnd Vertrag mit dem Kaiser. 
575. Akten des Landgrafen Philipp, i) 1541 März— Juni. 

Aufzeichnungen des Landgraf en, Feiges^ Simon Bings und Sebastian 
Aitingers. Vertragsabschrift. 

1541 März. Apr. Gespräche des Landgrafen mit dem Kaiser, 
Granyella, dem Herrn y. Praet, Nayes und Gerhard Veltwyck ttber 

1) Vgl Lenz, Briefvrecbsel mit Bucer III 8. 72 «L 



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350 Beiehstag za BegenBbiirg: 

die Beschimpfung durch Herzog Heinrich von Braunschweig, ReligionB- 
vergleiohung, Verhältnis zu Frankreich, Bayerns zweideutige Politik, 
Knechte in den Niederlanden und dea Vorsitz bei dem Gespräch. 

Mai. Versuch des Kaisers, durch den Landgrafen auf Melanchthon 
einzuwirken und diesen yon der Beeinflussung durch andere Theologen 
freizuhalten, und Gespräche über die Religionsyergleichung, überhaupt 
Bereitwilligkeit des Kaisers, in der Sache des Landgrafen alles zu 
tun, ehe wegen der Religion abgeschlossen werde. Entschluß des 
Kaisers, unter keinen Umständen auf Geldern zu verzichten, aber 
Bereitwilligkeit, Sachsen und Jülich abzufinden. — Der Kaiser, Frank- 
reich und Mailand. Das Regensburger Buch. Die besonderen Wünsche 
des Landgrafen. Der Kaiser in seinem Verhältnis zu Herzog Moritz 
von Sachsen (dessen Belehnung) und Ulrich von Württemberg. 

Juni. Absicht des Landgrafen, bald abzureisen. Die Lehre yon 
dem Aufheben des Sakraments für die Kranken nach Granyellas 
Meinung der Hauptpunkt für die Vergleichung in der Religion. Be- 
ratung der Vertragspunkte zwischen dem Kaiser und dem Landgrafen 
mit Granyella und Nayes. Der Vertrag yom 13. Juni^) und seine 
Ratifikation durch KOnig Ferdinand.^) 

Allgemeine Reichstagsyerhandlnngen. Gespräch. 

576. Akten des Landgrafen Philipp beiw* (nach seiner Hetekehr) 
Sebastian Aitinerers. (1540 Sept.) 1541 März— Juli. 

Transsumpte und Abschriften von Odeitsbriefen, ') Ausschreiben an 
Württemberg^ Straßburg, Augsburg und Ulm. VerxeichTUssej Abschriften 
und Enttoürfe der auf dem Begensburger Reichstage entstandenen und 
auf ihn bezüglichen Schriftstücke,^) 

(1540 Sept.) 1541 März — Juli. Einladung des Kaisers (auch an 
Worms und Plesse), Geleit. Die anwesenden Stände. Aufforderung 
des Landgrafen an Württemberg, Straßburg, Augsburg und Ulm, mit 
Rücksicht auf die Suspension der goslarischen Acht usw. den Reichs- 
tag zu besuchen. Ankunft des Landgrafen. Sessionsstreit mit Herzog 
Heinrich yon Braunschweig. Gründe, weshalb der Kurfürst yon 
Sachsen den Reichstag nicht besucht hat Proposition des Kaisers 



1) AuBf. im Samtarchiye II 8, 6. 

2) Ebenda H 12, 7. 

3) Vom 3. und 26. Januar (im Samtarchiye n 6, 2 und EL 8, 4) und 10. März 
1541. 

4) In großer Anzahl in Wien. — Vgl. auch die in den folgenden Nummern 
zuBammengefaßten EinzelgegenstSude. 



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Vertrag, Oeaprilch, Begensbiirger Buch. 1541 März^Jnli. 361 

und Antworten der Stände. Bestellung der EoUokntoren. Brief der 
evangelisehen Stände an die Stadt Minden wegen NichtbeBchiekung 
deB Tages. Lntherbriefe an Eursachsen^] und den Fürsten Georg von 
Anhalt (Mai 25). Artikel der Protestanten. Artikel znm äuBerlichen 
Frieden. Bedenken der Fürsten Johann und Joachim von Anhalt, 
Melanchthons und anderer Theologen, des Landgrafen Philipp nament- 
lich hinsiehtlioh der Abendmahlslehre. Verhandlungen der evan- 
gelischen Stände mit Enrfttrst Joachim von Brandenburg und dem 
Kaiser inbetrefif der streitigen Religionspunkte und der Tttrkenhilfe. 
Gespräch Aitingers mit dem Eonstanzer Prediger Johann Zwick. — 
Verhandlungen über den Keichstagsabschied. Verhandlungen der 
katholischen Stände mit dem Eaiser wegen des Beligionsgesprächs. 
Bucers Verzeichnis der MiBbräuche. Reformation des Eammergerichts. 
Befreiung Braunschweigs und Goslars von der Acht Abschied und 
Erläuterungen dcB Eaisers dazu. 

Undatiert.^) »Verzeichnus etlicher artikel, daraus . . . nit allein 
wahrer christlicher religion sonder auch dem heiligen reich teutscher 
nation großer nachteil und Zerrüttung zu besorgen.«') 

»Widerlegung der 21 artikel vom unterscheid des gesetzs und 
eyangelii und vom glauben, der gerecht macht, die zu Wittenberg 
disputirt sein anno MDxlj.« 

Da8 Begensburger Bach. 
577« Akten des Landgrafen Philipp. 1541. 

Das Regensburger Buch in vier verschiedenen Fassungen: L latei- 
nischer Text (van 2 Händenjj unvollständig^ mit Randnotixen und Kar- 
rekturen. 2. Deutsche Übersetzung von Adam Kraft und Johmmes 
Ferraritis (die ersten 6 Blätter fehlen). 3. Deutsche Übersetzung mit 
Randnotixen von Verschiedenen (auch vom Landgrafen Philipp). 4. Rein- 
Schrift einer deutschen Übersetzung von der Hand des Peter Klotz.^) 
Vollmacht für Aitinger und Heinrich Müller zur Abschriftnahme des 
Regensburger Buches.^) 

Vgl. Lenz, Briefwechsel mit Bucer III S. 31 ff. 



1) De Wette V S. 363. 

2) Es ist unsicher, ob diese Schriften hierher gehören. 

3) Abschrift von der Hand des Peter Klots. 

4) Vgl. Leu, Brfefirechsel mit Bucer lEL S. 117, 12. 
6) In Wien. 



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352 Reichstag za BegenBborg: 

Herzog Heinrich yon Braunschwelg. 

578. Akten des Landgrafen PMlipp beiw* Simon Bings. 

1541 März— Jani. 

Enttoürfe und Abschriften von Streitschriften und Eingaben des Land- 
grafen und der Schtnalkaldischen Bundesstände einer- und des Herzogs 
Heinrich des Jimgeren von Braunschweig andererseits beim Kaiser J) 
Aufzeichnungen des Landgrafen^ Feiges^ Simon Bings und des Anto- 
nius Corvinus, Des letzteren Briefwechsel mit Bing, Schreiben der 
SchmaUcaldischen Bundesstände an die Stadt Braunschweig. Kaiser- 
liche Mandate. Druckschriften. 

1541 März — Juni. Verantwortung des Landgrafen gegen die 
Beschuldigungen des Herzogs. Anklage gegen Herzog Heinrich wegen 
Mordbrennerei und seine Verantwortung. Zeugenaussagen.*) Mit- 
teilung des Kurfürsten yon Mainz in dieser Angelegenheit. Eingabe 
von Reichsfürsten beim Kaiser wegen Nichtigkeitserklärung des Ver- 
zichtes des Herzogs Wilhelm von Braunschweig. Versuch des Land- 
grafen, zum Verhdr gegen den Herzog zu kommen. Feindseligkeit 
des Bischofs von Lund gegen Herzog Heinrich. Antwort des Land- 
grafen auf die gedruckte Supplikation des Herzogs. Kaiserlicher 
Befehl an den Bischof Franz von Münster, den Abt Philipp von Fulda, 
Johann Brendel Burggrafen zu Friedberg und Bürgermeister und Rat 
zu Göttingen, die von dem Landgrafen Philipp vorgeschlagenen Zeugen 
zu vernehmen. Beweise von dem Leben der als gestorben und be- 
graben ausgegebenen Geliebten des Herzogs Eva Trott. Deren Ver- 
wandtschaft, Klage wider den Herzog. 

Streitschriften: 1. »Furtrag, Supplikation, | Bit vnd Erbieten, so 
der Durchleuoh-|tig hochgebom Fürst vnd Herr, Herr Heinrich der | 
Jflnger Hertzog zu Braunschweig vnd Lüneburg etc., .... auff ge-| 
haltnem Reichstage am zehenden tag Junii, anno etc. xlj wider beide 
Chur vnd Firsten, Sachssen vnd Hessen, | gethan vnd vbergeben hat.« 
2. Gegenschrift des Landgrafen (»WarhaflFtiger, bestendiger, | vnnd 
gegrUndter Gegenbericht, vndjverantwortungc usw). 3. »CONTRARIVM,! 
wider ein erlogen schand-jgedicht, welchs newlich im Druck | wider 
Hertzogen Heinrichen zu | Braunschweig etc. vnd die | R&mi8chenGatholi-| 
sehen Kirchen aus-lgegossen ist« 4. Verantwortung Hans Kochs 
Amtmanns zu Trendelburg an den Landgrafen 1541 Sonnabends nach 



1) Einige Stücke im Haas-, Hof- und Staatsarchive eu Wien. 

2) Zum TeU Beilagen zu nicht bestimmten Schreiben. Vgl. oben Nr. 547 
und 660. 



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Henog Heinrich, Korköln, Schmalk. BnndeBtag. 1541 März— Ang. 363 

Letare (Apr. 2). 5. Verantwortnog und Schutzsohrift des Herzogs Ernst 
Yon Braansehweig nnd Lttnebarg wider Herzog Heinrich 1541 Juni 13. 

Bitte des Corvinns an Bing, ihm noch sechs Exemplare der »Teufel- 
oder Satanexpostolation« zu schicken. 

Beschwerde der hessischen Gesandten ttber die Beschlagnahme 
eines nach Bremen bestimmten Salzschiffes in Holzminden durch 
Herzog Heinrich« Kaiserliches Verbot der Erhöhung des Weserzolls 
und Befehl, das Schiff wieder freizugeben. 

Herzog Heinrich und sein Bruder Herzog Wilhelm von Braun- 
schweig. 

Herzog Heinrich und die Städte Goslar und Braansehweig. 
679. Akten Sebastfan Aitlnirerfl. 1541 (März— Juni). 

Abschriften der auf dem Beichstage benutxten und dort entstcm» 
denen Akten. Darunter Oesckichtserxählung der Stadt Qoslar und 
(md&re Vorakten seit 1540 nebst ein&r Druckschrift J) 

1541 (März — Juni). Beschwerden der evangelischen Stände gegen 
das Vorgehen des Beichskammergerichts in Religionsangelegenheiten, 
sowie ttber Dr. Matthias Held und Dr. Eonrad Braun. 

Die Streitigkeiten der Städte Goslar und Braunschweig mit dem 
Herzoge Heinrich von Braunschweig aus AnlaB des Vorgehens des 
Eammergerichts. 

Verhandlang mit Karkoln. 

580. Akten der hesBisehen Cfesandten in Begensburg. 1541 (März). 

Schreiben des Erxbischofs Eerrrumn von Köln und Niederschrift 
der erteilten Antwort 

1541 (März). Streit zwischen Hessen und Eurköln wegen der 
Stadt Heimarshausen und der Erukenburg. 

Schmalkaldische Bandesangelegenheiten. 

581. Akten Feiges und Altingers« 1541 Apr. — Aug. 

Instruktionen^ Niederschriften erteilter Antworten und gehaltener 
Vorträge, Schreiben und VoBmachten der Bundesstände an den Herzog 

1) »Warhafftiger beBten-|diger, gegrfinter gegenbericht, des | Erbam BatbB, 
der Stadt Braunacbweig, an die | Prelaten, Bitterschafft, Stete ynd Stende, de« 

f1ir-|8tentamb8 zu Braunachweig, Wieder das Tn-|erfiiitlich . . . schreiben, 

80 Bal-Itasar von Stechaw, Grossevoget zu Walffeiibfit-|tel, .... gestellet.« 

PoUt Archiv det Landgr. Philipp. 23 



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354 BeichBtag sa Begenibarg: 

Ulrich von Württemberg. Abschriften von Rezessen und Schreiben. 
Abschied und Nebenabsckied.'^) 

1641 Apr.— Aug. Streit des Herzogs Ulrieh mit der Stadt EB- 
lingen. Dreimalige Gesandtfichaft der BondeBstände ans Regensbnrg 
an den Herzog (1. Eberhard v. d. Tann, Dietrieh Herr zu Plesse nnd 
Batt y. Dunzenheim, 2. Hans v. Dölzig, Philipp Jakobs nnd Eonrad 
Hei, 3. Hans v. DOlzig, Alexander v. d. Tann nnd Jakob Sturm). 

Beschwerden des Herzogs Ulrich von Württemberg gegen das 
Reichskammergericht in der Purgationssache Christophs v. Yenningen 
nnd Christophs v. Landenberg. — Streit der Stadt Eonstanz mit dem 
Stifte. — Abschiedspnnkte: Purgationssache des Herzogs Ulrich und 
Hilfe seitens des Bundes, Goslar gegen Herzog Heinrich yon Braun- 
schweig, Streit zwischen Dänemark und Pommern über geistliche 
Gttter, MaBregeln gegen die Mordbrenner, Au&ahme des jungen 
Herzogs Erich von Braunschweig in den Bund, landgräfliche Bech- 
nungslegung ttber die kleine Anlage. Nebenabsohied: Befolgung nnd 
Gebrauch der kaiserlichen Deklaration, Resolutionen ttber einige Punkte 
des Reichsabschieds (Beschickung des Speyerer Reichstags, Bewilli- 
gung der beharrlichen Hilfe nnd Visitation des Reichskammergerichts). 

SieUnglselie Angelegenheit, 
682. Akten des Kanzlers Johann Felge« 1541 Mai. Juni. 

Denkschriften und > Vorschläge < (Entwürfe und Abschriften). 

1541 Mai. Juni. Hessisch-pfälzisch-trierische Verhandlungen mit 
Hans y. Sickingen, auch dem Bischof Philipp von Speyer ttber einen 
Ausgleich, u. a. auch wegen Restitution des Schlosses Dankenstein. 
(Verzeichnis der Beute Franzens y. Sickingen aus dem Erzstifte Trier). 

Verhandlungen mit Eck. 
583. Akten des Landgrafen Philipp und Feiges« 1541 Mai. Juni. 

Notixen^ Instruktiansenttvürfey Vertragspunkte^ Abschrift eines Briefes 
des Dr. Eck. 

1541 Mai. Juni. Verhandlungen zwischen Feige undEok wegen 
eines Vertrages zwischen Bayern nnd Wttrttemberg. 

Die Fortsetzung dieser Verhandlungen s. in der Abteilung Bayern 
und in dem Briefwechsel mit Gereon Sailer. 



1) Ausfertignngen im HauB-, Hof- und Staatsarchive sa Wien. 



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Siokingen, Bek, Hoslukiii, Frans Yom Hörn nsw. 1641 Mai— Jnli. 365 

Dr. Ruprecht y. Moshäm. Osterreiehiflclie and ungarische 

Gesandtschaft 

584. Akten deg Luidgrafen PhUIpp. 1541 Mai. 

Schreiben des Br. Ruprecht v, Mosham Domdechanten xu Passau. — 
Schreiben der Stände der niederösterreichischen Lande, Aufzeichnungen 
Feiges und Äitingers. 

1541 Mai. Bemtthangen des Domdechanten zur Herstellang eines 
Religionsfriedens, Empfehlung seiner Schriften, die er ttberschickt. — 
HUfegesnch aus Ungarn und Österreich an den Landgrafen wider die 
Türken. 

Bitter Franz yom Hom. 
&86. Akten des Landgrafen Philipp, i) 1541 Juni. 



1541 Juni. Bemühung des Herzogs Friedrich des Älteren von 
Liegnitz um die Schuldforderungen des Ritters Franz vom Hörn gegen- 
über der Krone Polen bezw. dem Bischof Yon Posen. 

Braunschweigische Tormundschaft. 

586. Akten der hesslsehen Bite auf dem Reichstage in Regensburg. 

1541 Juli. 

Schreiben der Herzogin Elisabeihj Witwe Erichs von Braunschweig' 
Kalenberg (mit Beilagen). Abschrift eines Schreibens der Herzogin an 
den Landgrafen. 

1541 Juli. Bitte um Unterstützung bei dem Kaiser, damit das 
Testament ihres Gemahls, namentlich hiusichtlich der Religion und 
der Vormundschaft der Kinder, in welche sich Heinrich der Jüngere 
von Braunschweig -Wolfenbüttel einzudrängen suche, ausgeführt werde. 

KammergerichtsprozeB der Herzogin gegen Armgard v. Campen, 
Schwester des von dem yerstorbenen Herzog Erich gefangen gesetzten 
Melchior v. Campen. 

Briefwechsel mit den Gesandten. 

587. Akten deg Landgrafen Philipp. 1541 Juni— Aug. 

Briefwechsel mit Feige und den übrigen Gesandten in Regensburg 
nach seiner Abreise von dort. 



1) Was der Landgraf mit dieser Angelegenheit su ton hatte, ist unbekannt 

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356 Reichstag lu Begensburg: 

1541 Juni — Aug. Dieser Briefwechsel ist gröBteuteils von Lenz, 
Briefwechsel mit Bncer in S. 105ff. veröffentlicht.!} Nachzutragen 
sind: 

Landgraf an Feige^ Begensbui^ Juni 14. Auftrag filr Feige, beim 
Kaiser um unparteiische Kommissare in der Sache gegen Herzog 
Heinrich anzuhalten. Anweisungen, wie in dieser Angelegenheit im 
einzelnen zu verfahren sei. 

Dr. Siebert v. Löwenberg an den Landgrafen Juni 16, pr. Friede- 
wald Juni 26. Zehrung für LOwenberg. Versicherung seiner Treue. 
Praktiken Herzog Heinrichs von Braunschweig. Gespräch mit Naves 
in der Digamiesache. Goslar. 

Feige an den Landgrafen Juni 19. Mittel und Vorschläge in 
der sickingischen Sache. 

Feige an den Landgrafen pr. Friedewald Juni 22. Verwendung 
für Hoya beim Kaiser wegen der wucherischen Kontrakte. 

Zu Feige an den Landgrafen Juni 21 (Lenz HI 109, 7), un- 
datiertes PS. Sturms Bitte wegen Aufhebung des Arrests ttber Her- 
mann Schwans Güter. 

Feige an den Landgrafen pr. Friedewald Juni (22 — 27). Bestellung 
von Schmuck bei Jakob Herbrot in Begensburg. 

Feige an den Landgrafen pr. Friedewald Juni (22—27) PS. Ant- 
wort auf Juni 18 und 19. Witwe von Braunschweig und Herzog 
Heinrich. Krankheit Hans Keudels. Nassau: Tausch mit Wetzlar. 
Heimarshausen. Mala fides der Gegner in Saohen der Religionsver- 
gleichung. 

AiUnger an den Landgrafen Juni 23, pr. Karthause (Eppenberg) 
Juni 29. Anerbieten Hans Löbelfingers, in des Landgrafen Dienste 
zu treten. 

Die Bäte an den Landgrafen Juni 29. Vortrag des Königs wegen 
der Tttrkenhilfe und Antwort der evangelischen Stände. Versuch der 
hessischen Gesandten, die Bewilligung der 12000 zu Fuß und 2000 
zu Pferde durchzusetzen. Vergebliche Vergleiohungsversuohe mit der 
Gegenpartei. AusschuB zur Aufrichtung eines Friedens. Verlesung 
von Kundschaften über die Türken. Abhörung der evangelischen 
Theologen (Juni 28), deren schriftliches Gutachten. Antwort des Her- 
zogs Heinrich von Braunschweig auf die Supplikation der Familie 
Trott. Lateinische Schrift, dem Markgrafen Georg von Brandenburg 



1) Das von Lenz S. 119 Anm. 2 vermißte Schriftstüok ist IdentiBch mit Cor- 
pus Beformatomm IV 450 und der Beilage zu 8. 124, 17, erhalten ab Nr. 14 der 
BeilageuBerie zu dem Briefvrechsel. 



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BriefireehMl nach der Heimkehr dee Landgrafen 1541 Jnni— Ang. 357 

anB Ungarn zogeBchickt. Verhandlung mit den kurkölnischen Ge^ 
sandten wegen Helmarshansens nnd der Emkenbnrg. Antwort des 
Herzogs Heinrioli auf die Supplikation der Mordbrenner. 

Skbert v. Uhoenberg an den Landgrafen Juni 29, pr. Eaasel 
Juli 6. Scheltbrief Herzog Heinrichs yon Braunschweig gegen seinen 
Bruder Wilhelm» Klagen des Bischofs von Bremen gegen seine Unter- 
tanen. Sessionsstreit Herzog Heinrichs mit dem Markgrafen Georg. 

Der Landgraf an die Bäte Juli 3. 4. Aufnahme der Witwe des 
Herzogs Erich von Braunschweig und seines Sohnes in den Bund. 

Johannes Draconites und Johannes Pistorius Niddanus an den Land- 
grafen Juni 24, pr. Kassel Juli 10. Kritik des ihnen von Feige und 
y. d. Tann zugestellten Begensbnrger Buches. Wollen mit ihrer Mei- 
nung zurückhalten, kOnnen aber das vor dem Eintreffen des land- 
gräflichen Schreibens Geschehene nicht rückgängig machen. Bitten 
um Abberufung. 

Die Bäte an den Landgrafen Juli 5. Schicken Abschriften der 
Verhandlungen des Kaisers mit den Protestanten auf deren Antwort 
wegen der Tttrkenhilfe. Zweite Antwort der Stände Juli 4. Vorhalt 
des Kaisers in der Jülicher Sache, Besprechung des Regensburger 
Buches. Austeilung des Ausschreibens gegen Herzog Heinrich. Ver- 
handlungen mit Granvella und Naves wegen Goslars. Bestätigung des 
Tausches mit Nassau. Zeugenyerhör gegen Herzog Heinrich. Salzzoll. 
Beschirmung der Grafen von Rietberg. Tod Dr. Philipp Langes. Rech- 
nung Dr. Georgs y. Boineburg. Dr. Drachs (Draconites) Auslegung 
des 117. Psalms in Regensburg gedruckt, Unwille Granvellas, Drachs 
Fortsendung aus Regensburg. ^) 

Die Bäte an den Landgrafen PS. (Juli 6) pr. Juli 11 (Kassel). 
Verhandlungen Joachims von Brandenburg wegen der Tttrkenhilfe : 
Überstimmung Hessens, das beantragt hatte, dem Kaiser die kleine 
Hilfe zu bewilligen; Drohung mit einem Abkommen des Kaisers mit 
den Türken. 

Feige an den Landgrafen PS. ohne Datum. Granvellas Mit- 
teilung der Ratifikation des Vertrags durch den Kaiser. 

Die Bäte an den Landgrafen Juli 8, pr. Ritte Juli 13. Mit- 
teilungen des Kurfürsten von Brandenburg (durch Stachius y. Schlieben, 
Adam Trott u. a.) an die evangelischen Stände über seine Verhand- 
lungen mit dem Kaiser, der nochmals ersuche, die eilende Hilfe zu 



1) Lenz m S. 126 Anm. 1. Der Zettel gehOrt zu Juli 5, da der Landgraf sich 
Ib seiner Beantwortung dieses Sohreibena auf den Inhalt beneht (Juli 12), ygl. 
Akten der BIte (Nr. 688). 



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358 Reichstag so BegenBborg: 

bewilligen and erbötig sei, einen sechsmonatigen Frieden zu be- 
willigen nnter Suspension der EammergerichtsprozeBse nnd -urteile, 
und inzwiBchen beständigen Frieden und gleichmäBigeB Becht yor- 
bereiten wolle. VorBtellungen des Eurftirsten (geringe Kosten, Vor- 
teil für die Sache des Friedens). MajoritätsbeschluB der Eyangelischen, 
die kleine Hilfe zu bewilligen; die Gesandten Eursachsens, Hessens 
und Frankfurts wollen erst Befehl einholen. Antwort an den Eur- 
ftirsten, daB dem kaiserlichen Befehl betr. die Suspension der Pro- 
zesse bisher nicht Folge geleistet sei. Bitte an den Landgrafen, die 
Hilfe zu bewilligen. — Feiges besondere Erklärung wegen des Ver- 
haltens der hessischen Gresandten. — Entscheidung im kaiserlichen 
Bat über einige Punkte der hessischen Supplikation (Will&hrung in 
allem mit Ausnahme der Goslarer Sache und betreffend Schutz und 
Schirm ttber Graf Johann von Bietberg). — Eaiserliehe Werbungen 
für Italien. Bestätigung des mit Nassau getroffenen Tausches. Nach- 
richt Sailers ttber den Zuzug der Schweizer nach Frankreich. Zeitung 
aus Ungarn. 

Zu Bäte cm dm Landgrafen Juli 8 (Lenz m S. 124, 17). Schrift 
an Eurbrandenburg wegen Nichtigkeit der Acht. Eammergericht. 

Die Räte an den Landgrafen Juli 9. Verhandlungen mit Eur- 
trier wegen der v. Sickingen und v. Gronberg. 

Zu Landgraf an die Bäte Juli 20 (Lenz HI S. 127, 24). Ver- 
ehrung fttr den Formschneider für ein geschnittenes Wappen. 

Die Bäte an den Landgrafen Juli 19, pr. Eassel Juli 27. Ant- 
wort auf Schreiben des Landgrafen von Juli 12, pr. 16. Gedruckte 
lateinische Versicherung des Eaisers. Schriftlicher Bericht der jttlich- 
schen Gesandten. Überladang der kaiserlichen Eanzlei mit Geschäften 
wegen der bevorstehenden Abreise des Eaisers, daher Unmöglichkeit 
alle Punkte zu erledigen. Weserzölle Herzog Heinrichs. Beohnung 
Dr. Georgs v. Boineburg. Aufforderung der hessischen Gresandten an 
die Bnndesstände, Begensburg ohne einen BundesbeschluB wegen des 
Abschieds nicht zu verlassen. Gegenbericht gegen Herzog Heinrichs 
»gedruckt gedieht«. Stellung einzelner Fttrsten zu der Sache des 
Herzogs Heinrich wider seinen Bruder Wilhelm von Braunschweig. 
Walters Entwurf in Sachen der Familie Trott gegen Herzog Hein- 
rich. SchlieBliche Bewilligung der Tttrkenhilfe, um den Undank nicht 
allein auf sich zu laden. Die goslarische Sache. Drohung des 
Eaisers, mit den evangelischen Ständen nicht weiter zu verhandeln. 
Stellung der einzelnen Bundesstände zu der goslarischen Angelegen- 
heit Übereinstimmung hinsichtlich des Artikels vom äuBerliohen 
Frieden. Rat Feiges, einen geschickten Menschen dem kaiserlichen 



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BriefvreohBel nach der Heimkehr des Landgrafen 1644 Jnni— Ang. 359 

Hofe nachziehen zn lassen , am das noch Fehlende zn erhalten. 
Heimarshausen. Von dem Kaiser privatim nichts zn erhalten. Be- 
ratnngen ttber die Person des Obersten gegen die Türken (Pfalzgraf 
Friedrich) nnd die Eriegsräte (Schertlin). Die Bäte sind befriedigt, 
daB die evangelischen Stände gesondert getagt haben wegen der Ge- 
fahr, stets überstimmt zu werden. Wunsch des Obersten Grafen 
Friedrich von FOrstenberg, hessische Kavallerie für die Türkenhilfe 
zu erhalten. Wunsch bestellter Hauptleute des Landgrafen, sich an 
dem Zuge zu beteiligen. Tod des kursächsischen Bats Hans v. Pack, 
Krankheit Klement Volkhammers. Antwort des Fürstenrats auf den 
kaiserlichen Vorschlag wegen des Abschieds. Bedenkliche Punkte. 
Die dem Kaiser übergebene Schrift Bucers über die Mißbräuche und 
die Beformation des geistlichen und weltlichen Standes. Die Bäte 
schlagen wegen der Kürze der Zeit anstatt Schertlins Andres Pflug 
zum Kriegsrat vor. Gespräch Christophs v. Garlowitz mit dem Kar- 
dinal (Contarini) betr. päpstliche Dispensation oder Toleranz; Nutzen 
des kaiserlichen Vertrags. Garlowitz Beisitzer am Kammergericht 
Verworrene Lage der Dinge auf dem Beiohstage. 

Der Ixmdgraf an die Räte Juli 27. Antwort auf die in den 
Schreiben der Bäte vom 18. und 19. Juli behandelten Punkte. Auf- 
nahme von Geld bei Nürnberg für die kleine Türkenhilfe. 

ÄiHnger an den Landgrafen Aug. 3. Abrechnung mit den Bundes- 
Btänden, mit Bittmeistem und Hauptleuten. 

588. Akten des Landirrafen Philipp. 1541 Juni— Aug. 

Beäagen xu dem Briefwechsel xvneehen dem Landgrafen und seinen 
Bäten in Begensburg nach seiner Abreise von dort (Nr, 587). Nume^ 
riert 1 — 42 (19 und 24 fehlen^ 9 dreimal vorhanden). 

689. Akten der hessisehen Bäte in Begensburg. 1541 Juni— Aug. 

Instruktion. Briefwechsel mit dem Landgrafen Philipp nach seiner 
Abreise von Begensburg^ auch mit Johann Kreuter und Konrad ZäVner 
von Speckswinkel. 

1541 Juni. Anweisung, wie sich die hessischen Bäte in Beligions- 
angelegenheiten nach der Abreise des Landgrafen verhalten sollen. 

Juni — Aug. Der Briefwechsel ist zumeist bei Lenz, Briefwechsel 
mit Bucer, veröffentlicht (vgl. auch die Gegenakten des Landgrafen). 
Folgende Schreiben sind dort nicht berücksichtigt: 

Landgraf an Feige Juni 21. Anweisung, wie die evangelischen 
Stände zur Annahme eines äußerlichen Friedens trotz dem Wider- 



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360 Fttrstentag zu Naumburg 1641 Sept.— (1542 Febr.). 

spräche EnrsaohBens (der auf clevische Einfittsse zarttekgefUhrt wird) 
zu bringen sind. 

Lcmdgraf an Feige^ Alexander v. d. Tami^ Johann Keudd und 
Sebastian Aiimger Juni 29. Gedruckte Supplikation Herzog HeinrichB 
von BraunBchweig und hcBSische Erwiderung darauf (in Marbui^ zu 
drucken). 

Johann Kreuter an Aiimger Juli 1. Bezahlung der Anlage dureh 
Herzog Ulrich von Württemberg. BeBorgungen. Bezahlung dcB Haupt- 
mauDB Peter v. Utrecht. Heirat EreuterB. 

K(mrad ZMner van, Speckstainkel an Aitinger Juli 2. Die bei den 
gardenden Knechten sieh aufhaltenden Hauptleute und deren vergeb- 
liche Abforderung. Aufenthalt FriedrichB v. Beifenberg. Die württem- 
bergiBche Resolution auf die naumburgischen Artikel. Ehrengeschenk 
fbr Aitinger und Speckswinkel seitens der Städte Braunschweig und 
GoBlar. 

Zu Landgraf an Bäte Juli 12, pr. Juli 16. Auf Juli 6 (Lenz HI 
S. 118, 14). Lateinischer Bericht in der geldrischen Sache. Regens- 
burger Bach 9 Goslar, wetzlariseher Tausch, Zeugenverhör gegen 
Herzog Heinrich, Bestätigung der Universität Marburg, Zoll auf der 
Weser, Schutz des Grafen Johann von Rietberg, Tod Dr. Philipp Langes, 
Rechnung Dr. Georgs v. Boineburg (Reise nach Spanien), Dr. Drach, 
Gegenbericht gegen Herzog Heinrich, dessen Beschleunigung. — 
Zettel: Dr. Walters Denkschrift wegen der Eva Trott Briefe anEur- 
brandenburg, Pfalzgraf Ott Heinrich, den Bischof von Lund und Hans 
Ungnad. 

Landgraf an Feige ^ Ritte Juli 14. Feige soll dem Eaiser und 
Granvella anzeigen, er, der Landgraf, sei mit der Ablehnung der 
Tttrkenhilfe nicht einverstanden. Verhalten des Landgrafen zu den 
französischen Werbungen. Feige soll den Eönig wegen der Verant- 
wortung wider Herzog Heinrich unterrichten. Die Sache der Stadt 
Goslar Religionssache. Rekognition an die Stadt Augsburg wegen 
des Geldes fbr das Silberwerk seiner Tochter Agnes. 



Fflrstentag zu Naumburg. 
690. Akten des Landgrafen Philipp. 1541 Sept.— (1542 Febr.). 

Abschriften und Entwürfe der auf dem Naumburger Tage entstan^ 
denen und auf ihn bexüglichen Schriftstüeke. Abschied. Vertrag. 
Notixen Aitingers. 



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BnndenroehnangBweflen 1641. 361 

1541 Sepi Okt. (1542 Jan. Febr.) Vertretung des Königs 
Ferdinand dnreh Herzog Albrecht von Mecklenburg und Heinrich Herrn 
Ton Plauen Burggrafen zu Meißen. Deren Anträge wegen der Tärken- 
hilfe infolge der Niederlage vor Ofen. Antwort der Fürsten: Bedingung 
Beligionsfriede; Bereitwilligkeit zum Besuch des Beichstags in Speyer. 
Frage der Oberhauptmannschaft, Abschiedsentwurf, kurbranden- 
burgische Bedenken, die den Gesandten des EOnigs erteilte Antwort. 

Ettnfttge Verhandlungen mit anderen Beichsständen. (Antworten 
des Erzbischofs Wilhelm von Biga, des Herzogs Albrecht in Preußen 
und des Deutschordensmeisters in Liyland Hermann v. Brttggeney 
gen. Hasenkamp 1542 Jan. Febr.) Mit welchen Ständen die einzel- 
nen Fürsten verhandeln sollen. 

Antrag der Fürsten und Stände Schlesiens durch den Kanzler 
von Liegnitz Dr. Bock t. Hermsdorf und den Syndikus von Breslau 
Dr. Schwab v. Buchen wegen eines Feldzuges gegen die Türken, 
Versprechen der Gegenleistung in Beligionsbedrängnis. 

Einigungsversuch Kursachsens und Hessens mit Kurbrandenburg 
für den Fall eines zu erleidenden Überzugs in Beligions- oder Profan- 
sachen. 

Okt. 24. Abordnung Georgs y. Harstall und Heinrich Lersners 
durch Kursachsen und Hessen an den Herzog Ulrich tou Württem- 
berg in dessen Streite mit Efilingen. 

Okt. 26. Vergleich zwischen Kurfürst Johann Friedrich, Herzog 
Moritz von Sachsen und Landgraf Philipp wegen des gegen Herzog 
Heinrich von Braunschweig zu führenden Krieges, i) 

Bezüglich der Verhandlungen über die Finanzlage des Bundes 
vgl. Nr. 691, 

Bechnnngsweseii des Schmalkaldiselieii Bundes. 
591. Akten SebastUn Alttngers. 1541. 

Au88chreibm an Württemberg^ Teddenburg, Kempten, Schwäbisch- 
HaU. Notixen, Listen, Bechmmgm, Schreiben an den Landgrafen, vnd 
des Landgrafen an den Kammermeister. 

1541. Bechnungswesen des Schmalkaldischen Bundes. Erhebung 
der Bundesbeiträge. Bezahlung der HaupÜeute und Bittmeister. Aus- 
stände. Bechnungslegung auf dem Beichstage zu Begensburg. Die 
daselbst bewilligte kleine Anlage. Die Bechnungen Dr. Heinrich 
Kopps und Dr. Georgs y. Boineburg über ihre Beise zum Kaiser 

1) AuBfertigattg im Samtarohiye II 218, 19. 

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Anaschreibeii, Briefwaehsel mit Feige 1641 Aug.— Dei. 

nach den Niederlanden 1540 — 1541. Jakob Sturm ttber die Be- 
zahlung von ansgeBandten KundBehaftem. Vertretung Aitingen durch 
Johann Ereuter in der Verwaltung der Bundeskasse während des 
enteren Abwesenheit in Begensburg. — Finanzlage des Bundes, B^ 
rechnung auf dem Naumburger Fürstentage. 

Auaschreiben. Briefirecligel mit Feige. 
692. Akten des Landgrafen Philipp. 1541 Aug.— Dez. 

Königliches Auaschreiben^ auch an den Orafen Otto von RieAerg. 
Aussekreiben an Amtmänner, SckuWieißen, Vögte, Kdlner und Städte, 
Verzeichnisse. Schreiben des Kanzlers Feige. 

1541 Aug. Aufforderung des Königs an den Grafen von Bietberg, die 
eilende Tttrkenhilfe in Frankfurt zu erlegen. Verhinderung des 
Durchzugs von Kriegsvolk zu dem Könige Ton Frankreich. Aufgreifen 
der angeblich vom Herzog Heinrich von Braunschweig gegen den 
Landgrafen ausgeschickten Meuchelmörder. 

Sept. Niedergeworfene Juden. Isenbnrgische Sache. Statthalter 
y. Kolmatsch gegen die Treusche gewisser Lehen halber. Des 
Dr. Oldendorp unstäter Sinn, seine Absicht von Marburg fortzugehen. 

Okt Verbot, wider den Kaiser Kriegsdienste anzunehmen. 
Fahnden nach Kurt y. Eschwege, Hertings Bruder, und yerschiedenen 
Knechten. Verhaftung der sich zwecklos im Lande umhertreibenden 
einspännigen Knechte. 

Noy. Befehl an Städte, Ämter und Lehenleute, sich für den 
Tttrkenzug gerttstet zu halten. 

Dez. Das in den Gewölben zu Marburg liegende Geld yon der 
Tttrkensteuer. Dr. Sieberts y. Löwenberg Ausrichtung am kaiser- 
lichen Hofe, Ergänzung der kaiserlichen Kommission, Feiges Bat, 
Walter an das Kammergericht zu senden, Eisermann. Löwenbergs 
Entschuldigung. 

Gutachten bezüglich des Nürnberger Bündnisses und des Beitritts 
der Herzogin-Witwe Elisabeth von Braunschweig zu demselben, Bundes- 
tag zu Landshut. 

593. Akten des Kanilers Felge. 1541 Aug. Dez. 

Schreiben des Landgrafen Philipp. 

1541 Aug. Anerkennung der Tätigkeit Feiges auf dem Begens- 
burger Beichstage. EUiiserliches Mandat wegen des Salzwerks. 
Sieberts y. Löwenberg Absendung hinter dem kaiserlichen Hofe her. 



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Bw. mit Helfmann n. Walter. OberiSnder. 1641 Sept— Dez. 363 

Erfolg. Bechtfertigang Löwenbergs. Kaiserliches Mandat wegen Dr. 
Dellingbansens. Nassanisohe Sache. Nene Schmähbttcher Herzog 
Heinrichs nnd Antworten darauf: das Eammergericht. Badereise Feiges 
nach Ems. Übergabe des Regiments an Moritz von Sachsen. Würz- 
bnrgische Lehenschaft. Gefangeimahme Georg Franks und Steltzners. 
Dez. Eammergericht nnd Niederwerfung Dr. Dellinghansens. 

Briefweelisel mit Helfinann and Walter. 
694. Akten des Landgrafen Phttlpp. 1541 Sept.— Dez. 

Briefwechsel mit Lie, Johann Hdfmmm und Dr. Walter (dabei auch 
ein Schreiben Walters im Konzept). Drudeschrift. 

1541 Sept. Helfmanns Bemühungen um die Verbreitung des 
kaiserlichen Mandats. Die Pfarre zu Griesheim. In Speyer gedruckte 
Schandschriften gegen den Landgrafen (in Reimen und als Dialog). 

Okt — Dez. Streit mit Henneberg wegen Herrenbreitungen. Die 
Ton Ober-Bamstadt wider Boleder. Der Rentmeister zu Nidda wider 
Eömgstein und Stolberg. Sendung Walters an das EUimmergericht 
wegen Ergänzung der kaiserlichen Mandate betr. Herzog Heinrich 
▼on Braunschweig. Des Eaisers Erieg in Afrika. Aufenthalt des 
EOnigs Ferdinand, Besuch des Reichstags, Stillstand mit den Türken, 
die Namen der kaiserlichen Eommissare, die zur Visitation des 
Eammergerichts Verordneten. Dr. Held in Worms. Rat Walters, der 
Landgraf möge auf die Ernennung von anderen Visitatoren hinwirken 
und zwei Personen (zum Eammergericht) präsentieren. Übersendung 
eines von eyangelischer Seite gestellten »Ratschlags«. Supplikation 
eines armen Weibes wider Dr. Braun. Die Artikel betr. Dr. Delling- 
hausen und den Petershagen. Quartiere fbr die Reichstagsgesandten. 

Bekusation des Eammergerichts durch den Grafen Wilhelm von 
Fürstenberg. 

Verhandlungen mit den Oberländern. 
595. Akten Sebastian Altinyers. 1541 Okt Nov. 

InstrukHonsentunirfe für Sauer und Ailmger^ Schreiben an die dem 
Schmalkaldischen Bunde zugehörigen Städte^ die früher im Schwäbischen 
Bunde waren. 

1541 Okt. NoY. Sendung Aitingers zum oberländischen Städtetag 
zu Lauingen, um die Städte vom Beitritte zum Schwäbischen Bunde 
abzuhalten. Gleicher Auftrag an den Pfalzgrafen Ott Heinrich und die 



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364 Reichstag za Speyer: 

Grafen Karl Wolfgang und Ludwig von Öttingen. Auftrag für Sailer 
und Aitinger zur Aufbringung Ton G«ld bei verschiedenen ober- 
ländischen Städten (Augsburg, Ulm, Eßlingen, Biberach, Memmingen, 
Isny) und bei Privatpersonen. 

Reichstag zn Speyer. 

Briefif echseL Akten des Landsrafen. 
696. Akten des Landgrafen Philipp. 1642 Jan.— Apr. 

Briefwechsel mit den hessischen Bäten auf dem Beichstage zu Speyer 
Budolf Schenk xu Schweinsberg Landvogt an der Werra^ Alexander 
V. d. Tami Oberamtmami der Ohergrafschafty Dr. Johmm Walter^ 
Heinrich Lersner und Sebastian Aitinger,^) 

1642 Jan. Gespräch der hessischen mit den braunschweigisoh- 
Ittneburgischen Bäten wegen gemeinschaftlichen Vorgehens, sowie mit 
den Räten der Markgrafen Georg und Kasimir von Brandenburg (auch 
wegen der Übernahme des ehemaligen Marschalls des Markgrafen 
Kasimir, Streitberger, in das Kammergericht}. Anwesende Botschaften. 
Fehlende hessische Vollmacht. Abschaffung des kurpfälzischen Asses- 
sors am Kammergericht Fehlender Auftrag wegen Dänemarks und 
Pommerns. 

Febr. Ankunft des Königs (Febr. 1), ttlrkische Bttstungen. An- 
wesenheit Bucers, seine Reise nach Köln, seine Bedenken ttber 
die Priesterehe und das Sakrament in beiderlei Gestalt, sowie wegen 
der Tttrkenhilfe, etwaiger Teilnahme Frankreichs und anderer Poten- 
taten und wegen des Oberbefehlshabers. Übersendung der Vollmacht 
nach Speyer. Des Landgrafen Bedingungen fllr die Bewilligung der 
Tttrkenhilfe (wenigstens zehnjähriger Friede in Deutschland auf 
gleichem Recht, Befreiung Goslars und Mindens aus der Acht, Wieder- 
erstattung des Schadens durch Herzog Heinrich). Erlegung des vierten 
Monats. Antwort der augsburgischen Kpnfessionsstände auf die 
kaiserliche Proposition (Artikel Friede und Recht vor der Tttrken- 
hilfe zu erledigen). Bedenken des KurftLrsten- und Fttrstenrats. Mehr- 
heitsbeschluß, erst die Tttrkenhilfe zu erledigen. Erwägung einer 
Gesandtschaft nach Frankreich (Hans v. Fleckensteins und Bastian 
Vogelsbergers Entlassung aus französischem Dienst). Gespräch Aitingers 
mit einem Vertrauten des Königs: Vorschläge wegen Friedens und 
Rechts und des Reichskammergerichts. Württemberg und Eßlingen. 

1) Walter und Aitinger kamen erst später in Speyer an. 



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Briefvreehsel mit den Gesandten 1542 Jan.— Apr. 365 

Antwort des KönigB auf die Supplikation wegen Herzog Heinrichs, G^ 
sprach mit dem königlichen Vizekanzler. Anwesenheit des Abts von 
Fnlda. Bestellnng eines Anssohnsses, langsamer Fortgang der Reichs- 
tagSTcrhandlnngen, Sitz und Stimme der Reichsstädte. Vorschlag im 
Ansschnfiy den Landgrafen zum Unterhanptmann über die Reiter (im 
Türkenzng) zn bestellen; die übrigen Unterbefehlshaber. Verhand- 
inngen der hessischen Gesandten mit dem König nnd den kaiserlichen 
Kommissaren in Sachen des Herzogs Heinrich. Versuch, in den Aus- 
Bchufiyerhandlungen Goslar in den Frieden einzubeziehen. Nichtteil- 
nahme der herzoglich sächsischen Räte an dem Rate der Schmalkaldi- 
sehen Bundesverwandten. 

März. Gtospräch Rudolf Schenks mit dem Könige, Mitteilung des 
Inhalts an Sturm und die übrigen Bundesstilnde. Goslarische Hilfe. 
Beabsichtigte Reise des Landgrafen nach Meißen, die geheim gehalten 
werden soU. Antwort des Landgrafen an Eck. Mittel zum Ver- 
ständnis mit Bayern. Zuziehung Aitingers und Walters zu den 
Schenk aufgetragenen besonderen Verhandlungen. Ersuchen des Kur- 
fttrstenrats an den König um Frieden und Recht, infolgedessen BeschluS 
des Bundes, eine gleiche Eingabe abzulassen. Walter übersendet 
Artikel betr. Herzog Heinrich Ton Braunschweig und Eva Trott. Sein 
und Lersners Gespräch mit Naves betr. die Sendung Sceppers zum 
Landgrafen und die von Nassau erwirkte Kommission. Supplikation 
der Stadt Goslar an den Bund wegen Hilfeleistung. Verhandlung 
mit Graf Wilhelm yon Fttrstenberg wegen der ünterhauptmannschaft 
des Bundes, des Grafen Verhältnis zu dem Landgrafen und zu Herzog 
Ulrich von Württemberg, Rekusation des Kammergerichts durch den 
Grafen, Ablehnung der ihm durch die kaiserlichen Kommissare ange- 
botenen Hauptmannschaft. Walters »andere Kommission« betr. Eva 
Trott Lüneburg und Hildesheim. Bereitwilligkeit Helfmanns, dem 
Landgrafen eine Summe yorzustrecken. Bundesschriften wegen 
Friedens und Rechts, der Türkenhilfe und der goslarischen Sache. 
Bundesyerhandlungen hierüber (Kompetenz des Oberhauptmanns). 
Briefwechsel des Landgrafen mit Kiispar Schwenkfeld, Stellung 
Aitingers zu Schwenkfelds Meinungen. Kauf des »heiligen Bergs« ^) 
durch Aitinger bezw. Walter yom Kloster Lorsch. Ausschußbedenken 
bezüglich der Türkenhilfe, Streit des fürstlichen mit dem kurfürst- 
lichen Ausschuß. Des Landgrafen Bedenken darüber (yon Feige 
yerfaBt). Weigerung des Königs, die Predigt über Rechtfertigung, 
Abendmahl unter beiderlei Gestalt und Priesterehe freizulassen. Kur- 



1) Bei Jugenheim an der Bergstraße. 



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366 BeiehtUg in Speyer: 

brandenburgische Vermittlung. Annahme des EnrfbrBten znm Obersten 
gegen die Türken. Nichtbertteksichtignng der hessiBehen Vorstellangen 
bei der Beratung des »Batscblags« der Tttrkenhilfe halber. Hessische 
Besohwerdepunkte hinsichtlich der Aufbringung der Ttlrkensteuer 
(Besteuerung der Güter), Bestellung der Truppen, Ansehläge. Ver- 
suchte Vermittlung der Gesandten zwischen dem Bischof von Hildes^ 
heim und dem Gesandten von Lüneburg. Herzog Erichs Witwe und 
ihr Sohn. Antwort der Bundesstände auf die Vorschläge des Kurfürsten 
von Brandenburg und Pfalzgrafen Friedrieh betr. Frieden und Becht 
Beschwerden der Reichsstädte wegen NichtanhOrung ihrer Bedenken; 
Gutachten Feiges darüber. Anweisung des Landgrafen, auf den 
Frieden nicht zu hart zu dringen, sondern es damit »hangen und 
stehen« zu lassen, wegen Goslars aber festzuhalten, ebenso wegen der 
Einzelheiten der Tttrkenhilfe. Des KOnigs Resolution auf den Rat- 
schlag der Stände. Beschwerungen des Fttrstenrats, Ausschreiben an 
die Ritterschaft in Schwaben, Franken und am Rhein wegen der 
Türkenhilfe. Abermalige Verhandlung des Königs mit Schenk und 
den Gesandten anderer Bundesstände. Deren Festhalten an der 
Forderung, Gk)slar von der Acht zu absolvieren. Der Bund und die 
Reichsstädte. (Eberhards t. Bischofferode Abzug von Herzog Heinrich, 
Knechte in Holstein.) Antwort des Königs betr. Frieden und Recht, 
Bestallung des Obersten. Botschaft des Königs von Frankreich. (Ur- 
laubsgesuch Aitingers]. Besprechung des Kurfürsten von Branden- 
burg mit dem Könige wegen der braunschweigisohen Vormundschaft. 
Weitere Verhandlungen und Wechselschriften wegen Friedens und 
Rechts. Goslar. Befehl Philipps, gegenüber dem König und den 
Reichsständen Goslars wegen zu schweigen und nur bei den Bundcfr- 
ständen auf die Hilfe zu dringen. Supplikation der rheinischen Kreis- 
verwandten wegen Ungleichheit des Anschlags. 

April. Verhandlungen der Bundesstände mit dem Könige und 
Kurbrandenburg gegen das Abraten der kursächsischen und hessischen 
Räte, die absichtlich unmögliches gefordert haben; der lünebur^sche 
Kanzler Klammer bei der Gegenpartei. Rat der kursächsischen Räte 
gegenüber dem Kurfürsten von Brandenburg, die Verhandlungen auf 
NtLmberg zu verschieben. Einige Bundesstände merken die Absicht 
Kursachsens und Hessens (Herzog Heinrich zu überziehen) und wollen 
die Friedensverhandlungen fördern. Neue Deklaration des Königs. 
Vergebliche Versuche der Gesandten, die Verständigung zu hinter- 
treiben. Zwiespältige Meinungen im Bundesrate. Langsames Vor- 
gehen des Abtes von Fulda in der Kommissionssaohe (Herzog Hein- 
rich), Verhandlungen Schenks mit dem Burggrafen von Friedberg 



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BriefvreohBel mit den Oesandten 1642 Jan.— Apr. 367 

deswegen, (jefährliehe Faasnng des Artikels »Friede und Recht« im 
Beiehsabsehied. Antwort etlicher Stände auf den nanmburgischen 
Abschied. Die Frage, ob der Zwist zwischen Dänemark nnd Pom- 
mern Bnndesangelegenheit sei (nachdem der Tag za Hamburg nicht 
zustande gekommen war). Besuch des rheinischen Kreistages za 
Worms. Verlesung des Beichsabschieds (Apr. 11). Proteste. Ab- 
schied der Bundesstände. Mandat ftlr die Stadt Goslar. Einbeziehung 
der Herzogin von Braunschweig-Ealenberg in den Frieden. 

597. Akten des Landgrafen PhUlpp. 1542 Jan.— Apr. 

Beilagen xu den Berichten der hessischen Oesandten auf dem Reichs- 
tage XU Speyer (Nr. 596)J) 

1542 Jan. — Apr. Eröffnung, Session. Proposition. Leistungen 
der (ysterreichischen Erblande gegen die Türken. Vertrauliche Unter- 
redung des Königs mit Bndolf Schenk (Febr. 10). Bede des franzö- 
sischen Botschafters (Abraten von einem sofortigen Türkenzuge). Bitt- 
gesuch der ober- und niederOsterreichischen Lande. Wechselschriften 
wegen Friedens und Bechts. Bedenken der einzelnen Stände wegen 
der Tttrkenhilfe, Verteilnng und Anlage der Steuern. Verhandlnngen 
mit dem EOnige und den Kommissaren. Werbung des Kaisers und 
des Königs bei der Bitterschaft in Schwaben, Franken und am Bhein. 
Ausschreiben an die KreisfUrsten. Zweites Gespräch Budolf Schenks 
mit dem KOnige (März 18): Friede, Beichskammergericht, Herzog 
Heinrieh nnd Gk)slar. Bestellung des Kurftlrsten Joachim zum